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Beiträge von Stephan Teuber...
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Rezensionen verfasst von
Stephan Teuber, Loquenz Unternehmensberatung GmbH "Stephan Teuber" (Leinfelden-Echterdingen)

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Betriebliche Gesundheitsförderung: Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen Bewertung (PraxisReihe Arbeit - Gesundheit - Umwelt)
Betriebliche Gesundheitsförderung: Möglichkeiten der betriebswirtschaftlichen Bewertung (PraxisReihe Arbeit - Gesundheit - Umwelt)
von Ingo Froböse
  Taschenbuch
Preis: EUR 34,00

4.0 von 5 Sternen Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) rechnet sich, 25. August 2015
rgendwie wissen es eigentlich alle vom Thema BGM Betroffenen und zu diesem Thema Aktiven - die Effekte eines gut eingeführten und gepflegten BGMs rechnen sich auf jeden Fall. Vielleicht mag das nicht in den ersten 6 Monaten der Fall sein, aber nach zwei Jahren tragen Investitionen in diesem Bereich ihre Früchte. Leider ist es aber immer noch ungewohnt, die Einführung und Pflege eines gut funktionierenden Betrieblichen Gesundheitsmanagements z.B. mit der Einführung und Aufrechterhaltung eines Produktionssystems zu vergleichen. Doch genau an dieser Stelle sollten wir ansetzen! Wir brauchen den Nachweis nicht zu scheuen.

Handwerklich begeben wir uns dabei natürlich auf ein ungewohntes Feld. Da ist es hilfreich Ansätze und Spielregeln einer möglichen betriebswirtschaftlichen Bewertung zu kennen. Und genau hier setzt Betriebliche Gesundheitsförderung", herausgegeben von Ingo Froböse, Holger Wellmann und Andreas Weber an. Auf der Grundlage eines 5-Stufen Modells zeigen die Herausgeber Ansatzpunkte für eine betriebwirtschaftliche Evaluation auf. Besonders spannend finde ich dabei gegen Ende des Werkes die Argumentation mit Wirkungsketten. Auf diese qualitative Diskussion in der Evaluation sollten wir die Diskussion viel stärker lenken. Und als Dreingabe eine CD mit passenden Templates. Ich denke damit lässt sich die eine oder andere Diskussion mit betriebswirtschaftlicher Zielsetzung zielführend bestreiten.


Handbuch Moderation: Konzepte, Anwendungen und Entwicklungen (Innovatives Management)
Handbuch Moderation: Konzepte, Anwendungen und Entwicklungen (Innovatives Management)
von Joachim Freimuth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

5.0 von 5 Sternen Moderation, das ist doch das mit den Kärtchen…, 25. August 2015
Die Moderationsmethode ist in manchen Betrieben verbannt.
Da scheint es Kollegen/-innen gegeben zu haben, die das Schreiben von Moderationskarten als das eigentliche Element der Moderation gesehen haben. Dem ist natürlich nicht so. Die Herausgeber Joachim Freimuth (der selbst von 1986 – 1989 Berater und Trainer bei der Metaplan GmbH in Quickborn war) und Thomas Barth (bei Eberhard Schnelle ausgebildet und seit 1996 Moderator und Berater) zeigen dies bereits in ihrer Einführung in Teil eins des Buches auf.

Persönlich fasziniert hat mich der zweite Teile des Buches: Im Kapitel „Moderation als soziale Innovation“ skizziert Wilhelm Friedmann die Entwicklung der Methode und die Person Eberhard Schnelles. Der praktische Ansatz und die forschende Grundhaltung werden durch ihn sehr schön näher gebracht. Siegfried Greif bringt die wissenschaftliche Perspektive ein. Der Hinweis auf die Strukturlegetechnik eröffnet dabei weitere Perspektiven der Phänomenerfassung. Thomas Barth zeigt auf, wie Moderation es ermöglichen kann „Informationen in die Kommunikation einzubringen, die nur durch die Beteiligten zu ordnen und zu einer Lösung zu verarbeiten sind“ (S. 93). Zierkler/Rascher zeigen anhand des Konzeptes von Lösungen erster, zweiter und dritter Ordnung auf, auf welchen Ebenen Moderation zur Lösungsfindung beitragen kann.

Im dritten Teil des Buches werden Instrumente, Methoden und Formate der Moderation reflektiert, im vierten Teil Führung und Wandel. Der fünfte Teil stellt aktuelle Anwendungen und Entwicklungen bis hin zum Online-Bereich in der Moderation dar. Der Abschluss im Teil sechs fasst nochmals wesentliche Punkte zusammen:
– Moderation ist ein ergebnisoffenes Verfahren
– Verständigung ist die eigentliche Lösung
– Die Möglichkeit des Scheiterns ist die Bedingung des Gelingens
– Vom „entweder/oder“ zum „sowohl/als auch“
– Erfolg als Übereinkunft.

Vielleicht ist das eigentliche Fazit der letzte Satz: „Das Handeln und Entscheiden unter der Bedingung der Vorläufigkeit als organisatorisches Vermögen ist daher möglicherweise der wichtigste Erfolg, der Moderation zugeschrieben werden kann. Moderation ist immer Change-Management“ (S. 469).

Aus meiner Erfahrung im Change-Management würde ich gerne ergänzen: „Ohne Moderation kann ich mir kein gelingendes Change-Management vorstellen.“


Einstieg in die Führungsrolle: Praxisbuch für die ersten 100 Tage
Einstieg in die Führungsrolle: Praxisbuch für die ersten 100 Tage
von Helmut Hofbauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pragmatischer Praxisleitfaden – Schritt für Schritt, 21. August 2015
Man merkt den Autoren ihre fundierte Praxiserfahrung auf praktisch jeder Seite des Buches an. Es ist ein Vergnügen, wie sie den Leser Schritt für Schritt in die Führungsrolle begleiten. Sie lösen damit ihren Anspruch für „alle Führungskräfte, die unvorbereitet neu in diese (Führungs-)Rolle kommen und praktische Hilfestellung für diese herausfordernde Startsituation suchen“ (Vorwort S. XII) in hervorragender Weise ein.

Nach einem kompakten Überblick über die Grundlagen guter Führung, Führungsstile und Erfolgsfaktoren guter Führungskräfte führen sie in die verschiedenen Spannungsfelder (mit Geschäftsführung, Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern…) im Kapitel eins ein. Das Kapitel zwei widmet sich den konkreten Startvorbereitungen (Persönliche Situation, Startposition, individuelles Profil). Kapitel drei skizziert den Startblock (Vorgänger und Wissenstransfer) und Kapitel vier begleitet den Sprung ins Wasser (Begrüßung, Kennenlernen, Arbeitsfähigkeit erwerben, Einarbeitungsfahrplan…).

In den weiteren Kapiteln geht es um klassische Führungssituationen:

- Kapitel fünf: Komplexität bewältigen
- Kapitel sechs: Laterales Führen
- Kapitel sieben: Führen verschiedener Generationen
- Kapitel acht: sich als Führungskraft weiterentwickeln
- Kapitel neun: Selbstreflexion als Führungskraft

Den Abschluss bildet das Kapitel zehn mit zahlreichen Fallbeispielen.

Für mich: unbedingt lesenswert – ein kompaktes Kompendium; trotz seiner 300 Seiten. Und dazu noch verschiedene Optionen zu Downloads.


CORPORATE HAPPINESS als Führungssystem: Glückliche Menschen leisten gerne mehr (Business & Success)
CORPORATE HAPPINESS als Führungssystem: Glückliche Menschen leisten gerne mehr (Business & Success)
von Dr. Oliver Haas
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Untertitel zählt: Glückliche Menschen leisten gerne mehr., 7. August 2015
Dieser Grundaussage kann man nur zustimmen!
Oliver Haas gelingt es, das Thema, welche Rahmenbedingungen Menschen eher dazu veranlassen, glücklich zu sein und wie ich diese in meine betriebliche Führungsarbeit integrieren kann, leicht verständlich und gut umsetzbar darzustellen.

Nach einem kurzen einleitenden Kapitel begründet er im Kapitel 2, warum das Glück des einzelnen Menschen der Ausgangspunkt für die Reflexion zum Thema Corporate Happiness sein sollte.

In Kapitel 3 beantwortet er die Frage, wie jeder glücklicher werden kann. Die Dimensionen, die er dabei thematisiert, sind in einem Führungsbuch z.T. noch wenig gebräuchlich:

Entwickeln Sie Ihr Weltbild und beeinflussen Sie Ihr Unterbewusstsein
Medien als Glücksfalle
Die Liebe zum Leben üben
Happiness in Krisen
Das Glück umarmen.

Spannend wird es im Kapitel 4, wenn er diese Grundideen auf eine happiness-orientierte Unternehmenskultur anwendet. Hier gefallen mir die zahlreichen konkreten Beispiele, die schon allein beim Lesen Anregungen für das eigene Führungsverhalten und die durch mich geprägte Unternehmenskultur liefern. Unterkapitel, die neugierig machen, sind hier z.B.:

Tun und tun lassen
Sport und Relaxen
Prozessmanagement im Licht von Corporate Happiness.

Als gelernter Controller widmet er sich im Kapitel 5 der Frage nach der Erfolgsmessung. Dieses Kapitel liest sich beim ersten Mal etwas nüchtern, entfaltet seinen Charme jedoch im zweiten Durchgang. Das Projektmanagement zu Corporate Happiness schließt den unternehmensspezifischen Teil des Buches mit Kapitel 6 ab. Das abschließende Kapitel 7 wendet den Blick auf Public Happiness. Hier könnten wir als Gesellschaft relativ leicht Rahmenbedingungen in Erziehung und Bildung schaffen, die den Ansätzen der Positiven Psychologie und dadurch uns Menschen deutlich mehr Raum für Entwicklung geben.

Einziger Kritikpunkt: Corporate Happiness – ein Begriff der im Deutschen nicht gerade gängig ist und aufgrund seiner lieblichen Assoziationen wahrscheinlich dafür sorgt, dass das Buch vom Einen oder der Anderen erst überhaupt nicht in die Hand genommen wird. Was ich sehr schade finde!


Change Management: Den Unternehmenswandel gestalten, plus E-Book inside (ePub, mobi oder pdf)
Change Management: Den Unternehmenswandel gestalten, plus E-Book inside (ePub, mobi oder pdf)
von Klaus Doppler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Seit 20 Jahren das Standardwerk für Change Management – mit gelegentlichen Längen…, 31. Juli 2015
Vor 20 Jahren erschien das Buch zum ersten Mal. Für mich damals ein Standardwerk zum Change Management. Aus der Sicht heute, lohnt es sich, das Buch differenziert zu betrachten.
Der Teil I ist der Einführung ins Thema gewidmet. Im Kapitel eins gehen die Autoren auf die verschiedenen Rahmenbedingungen (z.B. Innovationssprünge, Verknappung von Zeit und Geld…) und zwei Herausforderungen (Komplexität und Interkulturalität) von Wirtschaft und öffentlichen Institutionen heute ein. Mir scheint dieser Einstieg für ein betriebswirtschaftliches Lehrbuch eventuell passend, beim Thema Change Management ist er definitiv zu breit. Interessanter wird es im Kapitel zwei, in dem „Design for Change“ das Thema ist. Ob „Das neue Bild des Managers“ im Kapitel drei wirklich verallgemeinerbar ist, bleibt dem geneigten Leser überlassen. Und ob dafür 60 Seiten der passende Rahmen sind…?

Zum Thema Change Management interessant wird es im Teil II. Im Kapitel 1 wird die Geschichte des Begriffes Change Management, ausgehend von der Organisationsentwicklung, dargestellt. Das Kapitel 2 widmet sich der Psycho-Logik des Misslingens und reflektiert auf das einem Change zugrunde liegende Menschenbild. Kapitel 3 zählt die Schlüsselfaktoren erfolgreichen Vorgehens im Change auf. Dementsprechend lassen sich im Kapitel 4 die entscheidenden Führungsfaktoren für Change-Vorhaben ableiten. Kapitel 5 und 6 widmen sich klassischen Spannungsfelder im Change Management. Kapitel 5 dem Thema Hierarchie und Macht und Kapitel 6 dem Umgang mit Emotionen. Meine Erfahrung in der Begleitung von Change-Prozessen sagt mir, die Frage ob ich mit Emotionen umzugehen habe, stellt sich gar nicht. Vielmehr geht es um einen bewussten Umgang mit den bei einem Change entstehenden Emotionen. Im Kapitel 7 stellen die Autoren ihre Charta des Managements von Veränderungen vor. Als eine umfangreiche Checkliste zur Vorbereitung von Change-Prozessen ist dieses Kapitel sehr wertvoll. Die Gewichtung der einzelnen Faktoren gilt es vom Change und dem Change Management – i.S. der den Change aktiv steuernden Personen – abhängig zu machen.

Der Teil III bietet einen Blick in die Werkstatt des Change Managements. Diese über 300 Seiten bieten so viel Material, dass sie auf jeden Fall beim Lesen anregen; allerdings nur, wenn ich diese über 300 Seiten durchhalte. Sicherlich anregend, wenn ein Beispiel zu einem mich aktuell beschäftigenden Change-Thema abgedruckt ist. Ansonsten ist dieser Teil III doch sehr umfangreich. Ich könnte mir vorstellen, dass es in der 14. Auflage gut wäre, hier stärker zu fokussieren.

Fazit: weiterhin ein Standardwerk – mit gelegentlichen Längen.


Praxisbuch Lean Six Sigma: Werkzeuge und Beispiele
Praxisbuch Lean Six Sigma: Werkzeuge und Beispiele
von Uwe H. Kaufmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Praxisbuch Lean Six Sigma, 24. Juli 2015
Uwe Kaufmann nimmt sich viel vor: Er möchte die „Lean-Six-Sigma-Methodologie anhand einer durchgehenden und detaillierten Projektdokumentation“ erläutern (S. 5). Das Résümé vorweg: Es gelingt ihm!

Konsequent verwendet der Autor den DMAIC-Projektzyklus als Gliederungsprinzip für die einzelnen Kapitel. Im Teil I (Define) stellt er vom Projektcharter über Optionen zur Prozessabbildung bis hin zu Möglichkeiten, die Stimme des Kunden zu verstehen zahlreiche Werkzeuge zur Umsetzung und Illustrationen anhand des durchgehenden Praxisbeispieles dar. Ähnlich geht er für die weiteren Teile:
II = Measure
III = Analyse
IV = Improve
V = Control vor.

Aus Sicht von Six-Sigma ist das Buch wirklich ausführlich.

Was mir fehlt ist das Thema „Lean“. Zwar geht Kaufmann auf S. 1 seiner Einleitung als erstes auf das Thema „Lean“ ein, „Lean wurde über mehrere Jahrzehnte maßgeblich von Toyota entwickelt und umfasst eine Vielzahl von Werkzeugen zum Reduzieren von Verschwendung in Prozessen“, doch wird er damit dem vollen Verständnis von Lean kaum gerecht. Das Kernziel von Lean im Sinne von Fokussierung auf die wertschöpfenden Prozesse und damit indirekt das Reduzieren von Verschwendung taucht leider bei Kaufmann nicht auf. Man merkt ihm an, dass er als Qualitätsauditor, Six Sigma Master Black Belt und zertifizierter Qualitätsmanager ausgebildet ist. Doch der Grundidee von Lean wird er aus meiner Sicht leider nicht gerecht.

Für das Thema Six-Sigma ist das Buch durchaus zu empfehlen, für Lean würde ich auf Toyota (J. Liker: Der Toyota Weg oder J. Liker und D. Meier: Praxisbuch: Der Toyota Weg) selbst verweisen.

Für den Titel Lean Six Sigma bedeutet das leider Thema verfehlt. Deshalb nur der eine Stern.


Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt
Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt
von Christian Scholz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steckt die Generation Z wirklich alle an?, 17. Juli 2015
Christian Scholz, seines Zeichens Professor für Betriebswirtschaftslehre in Saarbrücken, Verspricht im Untertitel: „Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt“.

Mit „Generation Z“ verfolgt er fünf Ziele:
1.Er will darstellen, dass die Generation Z eine interessante und eigenständige Generation mit einem ganz spezifischen Wertesystem ist.
2.Er will um das wechselseitige Verständnis für die jeweils andere Generation werben.
3.Vertritt die These der freiwilligen Ansteckung der jeweiligen Wertemustern der verschiedenen Generationen.
4.Fordert die aktive Auseinandersetzung der älteren Generationen mit der Generation Z ein.
5.Versteht das Buch als Diskussionsangebot an die Generation Z.

Die Generation Z (als die ungefähr ab 1995 Geborenen) kann mit dem Stichwort „Realismus“ typisiert werden. Sie hat kaum noch emotionale Bindungen an das Unternehmen bzw. den Arbeitgeber und kommt auch nicht auf die Idee, diese zu suchen. D.h. aber keineswegs, dass die Generation Z bindungslos sei. Sie sucht diese emotionale Bindungen nur in Kurzzeitbeziehungen. Man könnte dies als „Flatterhaftigkeit“ skizzieren. Wichtig: Scholz legt Wert darauf, die Generation Z trotz ihrer zeitlichen Nähe zur Generation Y deutlich abzugrenzen! Z.B. begrüßt die Generation Y den Wettbewerb, was von der Generation Z nicht gesagt werden kann. Das die Generation Z das Thema Wohlfühlen auf Platz 1 hat, ist hier laut Managermagazin eher der Begriff „Kuschelkohorte“ angebracht. Dies drückt sich z.B. auch in klar geregelter Arbeitszeit und Freizeit aus. Während in der Generation Y noch vom fließenden Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben die Rede ist („always on“), wünscht die Generation Z eine deutliche Grenzziehung zwischen Arbeit und Privatleben – obwohl der Arbeitsplatz der Generation Z auf uns häufig wie eine Zweitwohnung wirken mag.

Diese Unterschiede zwischen den Wertmustern der Generation Y und Z haben auch Auswirkungen auf das geforderte Führungsverhalten. Die These von Scholz dazu: die Generation Z benötigt den Kuschelkurs im Sinne von jede/r ist ein Gewinner. Im Fußball ist dies durch den transaktionale Führungsstil von Jogi Löw und Oliver Bierhoff realisiert. Die Generation Y bevorzugt den transformationalen Führungsstil, wie ihn Jürgen Klinsmann praktiziert hatte. Das verblüffende daran: der transaktionale Führungsstil, der auf Intra-Team-Wettbewerbe verzichtet, der Wohngemeinschaftsatmosphäre in der Mannschaftsunterkunft ermöglicht und von klaren Verhaltensregeln lebt, hat den WM-Sieg gebracht! Es scheint sich also eine Wende zurück zu seinem sachlichen Führungsstil mit klaren Vorgaben und einem Austauschverhältnis zwischen Unternehmensleistung und Mitarbeiterleistung anzubahnen.

In seinem vorletzten Kapitel „Wo wir handeln könnten: Vorschläge für eine neue andere Lebenswelt“ hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Hier gelingt es Scholz Anregungen zu Kernthemen der nächsten Jahre zu liefern:
•Wie gehen wir mit Arbeitszeit und Freizeit um?
•Impulse für die Arbeitsplatzgestaltung
•Die Rolle von Konsum
•Stellenwert von Qualifizierung
•Bedeutung von Führung
•Selektiver Umgang mit den sozialen Medien
•Rückkehr der Sinnfrage bei der Arbeit

Ob die Generation Z wirklich alle anzustecken vermag muss offenbleiben. Durch die Ausführungen von Scholz wird deutlich, dass die Gefahr besteht.


Führungskultur - Diener dreier Herren: Vierzig Thesen für die tägliche Praxis
Führungskultur - Diener dreier Herren: Vierzig Thesen für die tägliche Praxis
von Karsten Funke-Steinberg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Führung im Spannungsfeld von Kunden, Mitarbeitern und Kapitalgebern – ein nicht immer leichtes Spannungsverhältnis, 10. Juli 2015
Auf der einen Seite scheint es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, drei Polen eines Spannungsfeldes gleichzeitig gerecht zu werden, auf der anderen liegen „in diesem Spannungsfeld mächtige Ressourcen. Um sie geht es“ (Blatt 1).

Ein klares Programm der Autoren, die umfangreiche Erfahrungen als Führungscoaches und Organisationsberater mitbringen. Diese Ressourcen wollen sie dem Leser erschließen.

Mein Resümee: Es gelingt ihnen! Schon allein die Darstellungsform regt zur Ressourcenaktivierung an. Je Thema in der Regel eine Doppelseite, die eine Hälfte ein mehr oder weniger umfangreicher Text, mindestens die anderen 50% sind grafisch gestaltet. D.h. jedes Thema wird rational (Text) und emotional (Visualisierung und Text) aktiviert.

Ein zweites Kaufargument: Die Autoren verengen sich nicht auf ihre umfangreiche berufliche Erfahrung im Feld, sondern bringen den „top-aktuellen Stand des methodischen Führungswissens“ (so Wolfgang Loos in seiner Vorbemerkung) ein. Und als drittes: Die Texte sind wirklich knapp geschrieben und fast journalistisch aufbereitet.

Für mich ist es ein Werk, das immer wieder zum Reinblättern einlädt, sich aber auch nicht dagegen sträubt, an einem verregneten Sonntagnachmittag am Stück gelesen zu werden. Eine klare Empfehlung für alle, die Anregungen (nicht rezepthafte Einengungen) zum Thema Führung suchen.


Die Scrum-Revolution: Management mit der bahnbrechenden Methode der erfolgreichsten Unternehmen
Die Scrum-Revolution: Management mit der bahnbrechenden Methode der erfolgreichsten Unternehmen
Preis: EUR 35,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tatsächlich bahnbrechende Methode, 3. Juli 2015
Klassischem Projektmanagement führt immer wieder zu exorbitanten Fertigstellungskosten. Hintergrund dafür ist, dass sich die Anforderungen an die Projekte, die Rahmenbedingungen und andere Einflussfaktoren heutzutage so dynamisch verändern, dass sich im Laufe eines Projektes die Anforderungen zu weit vom ursprünglichen Projektauftrag entfernen und damit das Projekt praktisch kaum noch wie ursprünglich geplant zum Abschluss gebracht werden kann.

Jeff Sutherland – ein erfahrener Softwarentwickler und Mitbegründer der Scrum-Methode – stellt dar, wie man komplexe Projekte tatsächlich managen kann. Seine Grundidee: „Wenn man ein Projekt beginnt, warum sollte man dann nicht regelmäßig überprüfen, ob die Richtung noch stimmt und man Leistungen erbringt, die tatsächlich gebraucht werden? Warum nicht prüfen, ob es vielleicht Mittel und Wege gibt, um besser und schneller voranzukommen, und welche Hindernisse dem womöglich entgegenstehen?“ (S. 17). Das häufig vorherrschende Wasserfallmodell erreicht dies auf jeden Fall nicht. Das von ihm angeführte Beispiel der Softwareentwicklung für das FBI illustriert das eindrücklich.

Scrum ist Teamarbeit in überschaubaren Teams (3-9 Mitarbeiter), verteilten Rollen wie Product Owner (besitzt die Vision für das Produkt) und Scrum-Master (führt das Scrum-Team durch den Prozess). Mithilfe einer nach einfachen Regel priorisierten Liste der notwendigen Arbeitspakete (Product Backlog) und den täglichen Teammeetings (Daily Scrum) á maximal 15 Minuten findet die eigentliche Projektarbeit statt. Ergänzt durch Sprint Reviews (Teilschritt der Produktentwicklung) und der Sprint-Retrospektive (Keylearnings aus dem vergangenen Sprint).

Scrum stellt nur auf der Ebene einer weiteren Technik des Projektmanagements zu verstehen, wäre zu kurz gesprungen. Dem Autor ist es auch ein Anliegen, die Philosophie im Hintergrund darzustellen und zugänglich zu machen. Er räumt z.B. mit dem Mythos des Multi-Taskings auf (S. 86ff); zeigt, warum Erschöpfung unbedingt vermieden werden sollte (S. 100ff) oder warum zuerst am Thema Zufriedenheit im Projekt anzusetzen ist und Erfolg „nur“ eine Folge der Zufriedenheit ist (S. 139ff).

Sutherland gelingt es, anhand der eigenen Fallbeispiele, diese zu Beginn etwas abstrakt klingende Systematik, eingängig zu beschreiben. Da er nicht an Detailtipps aufgrund seiner über 20-jährigen Scrum-Erfahrung spart, hat man das Gefühl, direkt nach der Lektüre ein Projekt mit Hilfe von Scrum anpacken zu müssen. Was will man mehr!


Creability: Gemeinsam kreativ - innovative Methoden für die Ideenentwicklung in Teams
Creability: Gemeinsam kreativ - innovative Methoden für die Ideenentwicklung in Teams
von Martin J. Eppler
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Methodenschatz für Ideenentwicklung und Kreativität in Teams, 26. Juni 2015
Das Autorenteam verbindet in gelungener Weise Wissenschaft und Praxis in der Wirtschaft. Es leitet sie die Frage: Wir schätzen selbst als kreativ ein bzw. erleben uns immer wieder so, doch gelingt es mir nur selten mich und mein Team zu kreativen Höchstleistungen zu bringen. Woran könnte das liegen? Eigentlich müsste das doch jeden Tag möglich sein. Die Grundthese der Autoren: „Liegt dies vielleicht an der Art und Weise, wie wir kommunizieren und zusammenarbeiten?“ (S. 3). Wenn ja, dann wäre ein Methodenbuch die passende Antwort. Dieses legen sie vor.

In der Einführung gehen Sie von drei Grundannahmen aus:

1. Jeder kann kreativ sein – auch unter Zeitdruck.
2. Für Lösungen brauchen wir die unterschiedlichsten Perspektiven – also muss Kreativität in der Gruppe funktionieren.
3. Es braucht neue Kreativitätstechniken – der selbst gesetzte Anspruch an das Buch.

Bevor die Autoren auf einzelne Kreativitätsmethoden eingehen, leisten sie Grundlagenarbeit. In Kapitel 1 begründen Sie, warum Kreativität eine Teamkompetenz sein sollte. Das Kapitel 2 gibt anhand eines Fallbeispieles einen ersten Eindruck, wie eine Sitzung im Kreativmodus aussehen könnte. Kapitel 3 stellt mit dem Diamond den Bezugsrahmen her, innerhalb dessen die Kreativitäsmethoden ihre optimale Wirkung in Teams entfalten können. Kapitel 4 ist der Steinbruch für Jäger und Sammler: 30 Kreativitätsmethoden, die größtenteils neu sind. Ob zur Aktivierung, zur Entwicklung oder zur Ausarbeitung von Ideen. Kapitel 5 gibt wertvolle Tipps, für den Umgang mit den Methoden im eigenen Team, dem Vertraut werden damit und der Individualisierung. Das Zitat von Jack London (US-amerikanischer Schriftsteller) bringt bei aller Begeisterung für Kreativität auch das Thema Fleiß und Dranbleiben in den Wahrnehmungshorizont des Lesers zurück: „Sie können nicht darauf warten, dass Sie die Inspiration anspringt. Sie müssen ihr mit einem Knüppel nachjagen“ (S. 238)

Die Aufforderung und Navigationshilfe zu dieser Jagd ist den Autoren voll gelungen.


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