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Rezensionen verfasst von
Feanor

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The Field Guide to the Birds of New Zealand
The Field Guide to the Birds of New Zealand
von Hugh Robertson
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Sehr gelungenes Bestimmungsbuch mit kleinen Makeln, 19. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit diesem Bestimmungsbuch war ich vor und nach der Reise nach Neuseeland völlig zufrieden. Im Vergleich zur Artenvielfalt auf Kontinenten gibt es auf Neuseeland eine geringe Anzahl an Vogelarten. Ich habe das Buch vorher sehr ausführlich und oft studiert und konnte dadurch vor Ort die meisten Land- und Küstenvögel direkt bestimmen oder zumindest sofort in die richtige Kategorie einordnen. (Diese Aussage kann jedoch nicht auf Seevögel bezogen werden, denn diese gibt es in neuseeländischen Wassern in Hülle und Fülle. Zudem bieten sie dem Beobachter zusätzlich aufgrund ihrer Lebensweise und der meist kurzen Sichtdauer größere Bestimmungsschwierigkeiten als Landvögel.)
Es enthält neben den Vögeln der Hauptinseln auch alle Arten, die auf und um die entlegenen Inseln im Pazifik vorkommen, welche zu Neuseeland gehören.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert:
Eine kurze Einleitung gibt Hinweise zur Benutzung und inhaltlichen Aufarbeitung.
Im Bestimmungsteil werden alle Arten kurz vorgestellt. Die Abfolge ist nach Familien geordnet, wobei auch die wichtigsten Merkmale jeder Familie kurz beschrieben werden. Eingeschleppte Arten sind auf eigenen Seiten zusammengefasst und abgebildet. Die Arttexte im Bestimmungsteil sind kurz und umfassen Informationen zu Größe, Gewicht, Aussehen, Häufigkeit, Lebensraum, Brutzeit und jahreszeitlichem Vorkommen und z. T. auch Lautäußerungen. Die Verbreitungskarten sind detailliert und nicht zu klein. Leider sind sie nur in rot gefärbt, sodass es keine farblichen Unterschiede bei Jahresvögeln, Winter- und Sommergästen und Durchzüglern gibt.
Auf der gegenüberliegenden Seite sind dann die Arten jeweils abgebildet. Da immer nur 3-5 Arten vorgestellt werden, sind die Abbildungen groß genug und die Seiten nicht zu vollgestopft. Wo es nötig ist, werden Geschlechtsunterschiede, Jugendkleider, Schlicht- und Prachtkleider, verschiedene Morphen/Subspezies und Flugbilder vorgestellt.
Am Ende dieses Teils werden außerdem noch fünf Arten gezeigt, die seit 1900 (möglicherweise) ausgestorben sind.
Der nächste und mit rund 260 Seiten längste Teil ist das Handbuch. Hier werden die einzelnen Familien und Arten noch mal sehr ausführlich (meistens eine ganze Seite) in Textform vorgestellt: verschiedene Namen der Art, Verbreitung (früher und heute), Populationsgröße, Schutzstatus, Brutverhalten, Verhalten, Nahrung/Nahrungsaufnahme und weitere Literaturhinweise. Das ist der Teil, der das Buch zu mehr als einem reinen Feldführer macht, denn hier sind allerlei interessante Dinge zu finden, z. B. wie sich die Populationen zahlenmäßig über das Verbreitungsgebiet verteilen, oft sogar, an welchen bestimmten Orten; Gelegegröße, Brutdauer und Brutgeschäft, Eifarbe und –größe; bekanntes Alter; detaillierte jahreszeitliche Wanderbewegungen; Nahrungsaufnahme/Jagdtechniken; Geschichte der Bedrohung, Populationsabnahme, Schutzmaßnahmen und –erfolge; bei vielen Arten werden Hinweise zur Geschlechts- und Altersunterscheidung bei gefangenen Tieren aufgeführt, die für Forscher nützlich sind.
Jede Art hat je eine eigene Nummer im Bestimmungsteil und im Handbuchteil, so dass man sie ohne viel Suchen zu müssen schnell im jeweils anderen Teil finden kann.
Am Ende folgt eine kurze, aber gute Beschreibung von 12 hot spots zum birdwatching in Neuseeland, mit Orthinweisen, Veranstalterdaten und vorkommenden Arten.

Nun zur Kritik:
Aus meiner Sicht sind die Abbildungen das größte Manko des Buchs. Sie kommen leider nicht an die Qualität anderer Bestimmungsbücher heran. Sie sind nicht schlecht, aber manchmal wirken die Federkleider etwas verwaschen und sind was Feinheiten angeht nicht so detailliert. Zudem sieht die Färbung bei einigen Arten in natura anders aus als im Buch. Sehr auffällig ist das bei Blue Duck und Reef Heron. Der Reef Heron wird in sehr dunklem grau abgebildet. Im Feld sah er dagegen viel heller aus, mehr bläulich grau, sodass ich mir bei der Bestimmung erst gar nicht sicher war, obwohl nur diese Art in Frage kam.
Genau anders herum ist es bei der Blue Duck. Im Buch sehr hell blaugrau. Auf Fotos hat sie allerdings eine viel dunklere Erscheinung, dunkelgrau, teilweise braun wirkend, mit eher bläulichem Schimmer im richtigen Licht. Man hätte die Farben des Reihers und der Ente im Buch also fast tauschen können, um dem realen Vogel nahe zu kommen.
Auch Brown Creeper fällt im Buch heller aus, als ich ihn in der Realität wahrgenommen habe und er auch auf vielen Fotos wirkt. Ich habe diese Art sogar erst anhand weiterreichender Internetfotorecherche bestimmen können (allerdings als einzige).
Auch fehlen gelegentlich verschiedene Kleider bei manchen Arten und bei einigen wenigen Seevögeln wurde auf die Abbildung der Ober- oder Unterseite verzichtet, was für die Bestimmung aber wichtig sein kann.
Was mir auch fehlt, sind neben den Angaben zur Körpergröße solche zur Flügelspannweite. Diese fehlen leider durchgängig, auch bei den See- und Greifvögeln.
Die Angaben zu Lautäußerungen hätten einheitlicher sein können. Mal tauchen sie im Bestimmungsteil auf, mal im Handbuch.

Was mir am Buch gefällt ist selbstverständlich das unvergleichliche Handbuch. Solche ausführlichen Informationen sind selten in einem Feldführer. Und dabei ist das Buch mit 890 Gramm nicht zu schwer geworden, dass man es nicht mitnehmen kann.
Insgesamt bekommt es trotzt der mittelmäßigen Abbildungen fünf Sterne, weil es dennoch eine sehr gute Vorbereitung der Reise ermöglicht hat, im Feld im Großen und Ganzen problemlos anwendbar war und mich der Aufbau des Buchs überzeugt.


Elfenritter, Band 2: Die Albenmark (Die Elfenritter-Trilogie, Band 2)
Elfenritter, Band 2: Die Albenmark (Die Elfenritter-Trilogie, Band 2)
von Bernhard Hennen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Fortsetzung, 31. Juli 2008
Dieser zweite Band der "Elfenritter" gefällt mir genauso wie der Erste. Die Geschichte geht so ziemlich da weiter, wo sie auch im ersten Buch aufgehört hat. Also keine nervigen kleinen Zusammenfassungen von bereits durchlaufenen Handlungen und kurze Charakterbeschreibungen, die schon bekannt sind (so etwas übertreiben Autoren ja gerne mal in mehrteiligen Bänden).

Auch hier wird in den einzelnen Kapiteln immer wieder aus der Sichtweise verschiedener Personen geschrieben. Luc und Gishild stehen zwar als Hauptcharaktere weiterhin im Vordergrund, aber zusätzlich haben andere hier mehr Anteile als in "Die Ordensburg". Zum Beispiel kommen die Elfen öfters vor, vor allem Ollowain und Tiranu. Die Elfenritter treten erstamls endlich mal richtig auf in der Trilogie!
Besonders gefiel mir Gishilds Entwicklung, wie ihre Abwehr gegen die Ordensritter und ihre Lehren immer schwächer wird, da sie schon so lange unter ihnen lebt. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Luc erscheint selten ein wenig schmalzig, aber ich mochte sie trotzdem sehr, äußerst hingebungsvoll. Mehr zur Story will ich nicht verlieren, ist ja schon genug rezensiert worden (und selber lesen ist ohnehin schöner).
Auch ist es immer wieder spannend, wie manchen Charaktere aus Schwierigkeiten herauskommen. Wer "Die Elfen" schon gelesen hat, weiß ja bereits um das Schicksal einiger Personen, z.B. Ollowain, aber es ist immer wieder spannend zu erleben, wie sie ihrem vorläufigen Schicksal entgehen.
Mehr "Zeitsprünge" als der erste Band beinhaltet dieser, Gishild und Luc werden sehr schnell älter, ohne dass sehr viel über die Jahre dazwischen gesagt wird. Aber das hat mich nicht sehr gestört.
Die Sprache ist einfach, aber dabei nicht anspruchs- und niveaulos, es liest sich also schnell und bereietet Freude.

Leider ist die Wartezeit auf das Finale nun noch so lang! Ich hoffe irgendwie ja noch, dass das Ende aus "Die Elfen" mit der Schlacht um Albenmark aus einer anderen Perspektive erzählt wird und wer weiß, vielleicht begegnet einer der "Elfenritter"-Charaktere ja noch Farodin, Nuramon und Mandred. Das wäre interessant.
Ich bin schon sehr gespannt und werde auf jeden Fall an der Trilogie dranbleiben, was ich auch jedem anderen nur empfehlen kann!


Fabeltiere
Fabeltiere
von John Cherry
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gut für Anfänger, 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Fabeltiere (Gebundene Ausgabe)
Die Sternevergabe für dieses Buch finde ich ein wenig schwierig.

Zunächst einmal zum Aufbau. Das Buch gliedert sich in sieben Kapitel. Eine Einführung, dann Kapitel jeweils über Drachen, Einhörner, Greifen, Sphingen und halbmenschliche Wesen. Zuletzt noch ein Lexikon.

Die einzelnen Kapitel sind grob gefasst ziemlich ähnlich aufgebaut. Es wird ein geschichtlicher Bogen über die Bedeutung, das Vorkommen etc. des jeweiligen Wesens geschlagen, vom Altertum, über das Mittelalter, Renaissance und Neuzeit. Natürlich nicht immer so strikt, denn die Fabelwesen werden auch im Lichte der einzelnen Kulturen, in denen sie vorkommen betrachtet, z.B. chinesische Drachen, japanische Drachen und diejenigen im Christentum. Die historische Komponente verschwimmt also auch mit der Beleuchtung der einzelnen Kulturen. Außerdem wird noch sehr viel auf Heraldik (Wappenkunde) und Kunst eingegangen und wo es sich ergibt auch auf andere Aspekte, z.B. bei Einhörnern ihre Bedeutung in der Medizin.

Die Kapitel Drachen und halbmenschliche Wesen haben mir am meisten gefallen. Das über Drachen, weil es am interessantesten war, das andere aus demselben Grund und dazu noch, da es am besten geschrieben war. Dieses Kapitel gliedert sich im übrigen noch in Unterkapitel und zwar über Kentauren, Sirenen, Harpyien und Meerjungrauen.

Das Lexikon zählt alphabetisch einfach viele Fabelwesen aus unterschiedlichsten Kulturen auf (wie üblich für ein Lexikon...) und erläutert mal kürzer, mal länger etwas zu ihnen. Dieser etwa 30 Seiten umfassende Teil ist ein nettes kleines Naschlage- und Stöberwerk.

Die Kapitel befassen sich auch mit Mythen und Legenden, in denen Fabelwesen vorkommen, als Beispiel sei Alexander der Große und seine Himmelflug mit den Greifen genannt. Diese Teile las ich am liebsten, denn sie machen alles lebendiger und spannender.

Die Erklärungen über Heraldik sind sehr interessant und enthüllen ein wenig der schwierigen mittelalterlichen Symbolik, zumindest was die betreffenden Fabeltiere angeht.

Einige Dinge haben mir aber nicht so sehr gefallen. Ich hatte das Gefühl, die Autoren werden ihrem eigenen Anspruch nicht immer gerecht. In der Einführung wird gesagt, es werden solche Fabelwesen behandelt, die über alle kulturellen Grenzen hinweg wirksam waren und vorkommen. Im Kapitel Drachen ist das auch so, aber bei den Einhörnern dagegen geht es hauptsächlich um Das Einhorn im Okzident. Ein ganz kurzer Teil (zwei Seiten) befasst sich mit dem Einhorn im Orient. Und es wird irgendwann ganz flüchtig der Quilin genannt, seine chinesische Variante.

Das Buch hat sehr viele gute Illustrationen, daran mangelt es also wirklich nicht! aber leider wurde hier an der Farbe gegeizt, sämtliche Bilder sind in schwarz-weiß gehalten. Wirklich schade, etwas Farbe hätte sicher den Gesamteindruck nicht geschmälert.

Problematisch ist es auch zuweilen, dass die Kapitel von verschiedenen Autoren verfasst wurden, John Cherry ist der Herausgeber und hat selbst die Einführung und den Teil über Einhörner geschrieben. Die Schreibstile unterscheiden sich untereinander teilweise doch arg. Die Übergänge sind immer eine Umstellung. Daran lag es auch, dass das lange Kapitel über Sphingen für mich sehr langweilig war.

Halbmenschliche Wesen war dagegen wieder richtig gut und spannend geschrieben.

Und etwas künstlerisches Wissen mitzubringen ist sicherlich auch nicht verkehrt. Denn es werden oft Kunstwerke (Bilder, Skulpturen, Monumente, Gebäude, Brücken...) genannt, an denen die jeweiligen Wesen zu sehen sind. Wenn man diese nicht kennt, nicht mal die Orte, an denen sie stehen kann es schnell zu einer langweiligen nichtssagenden Aufzählung ausarten über irgendwelche Orte auf der Welt, wo ein Fabeltier eingarviert ist.

Das Buch ist also schon interessante, informative und lesenswerte Lektüre, es klärt gut über Fabeltiere auf, aber ihm haften doch einige Makel an. Da mich diese Gegensätze bei der Sternevergabe unsicher machen bekommt es deshalb drei, die Mitte, obwohl es eigentlich mehr sind und vier doch zu viele.


Wege in die Psychologie
Wege in die Psychologie
von Gerd Mietzel
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausgezeichnet für Anfänger, 18. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Wege in die Psychologie (Gebundene Ausgabe)
Der Titel hält wirklich, was er verspricht. Als Einführung in die Psychologie ist dieses Buch exzellent. Hier wird nichts übermäßig kompliziert dargestellt und der Versuch unternommen, den unwissenden blutigen Anfänger von Leser zu beeindrucken. Gerd Mietzel erklärt alles wirklich in einfacher, zum Lesen angenehmer Sprache, gut verdeutlichende Beispiele kommen nicht zu kurz. Dabei geht aber die Wissensvermittlung keineswegs verloren!

Der Text ist sogar zuweilen so interessant und schön geschrieben, dass man es fast wie einen Roman liest.

Als Begleitbuch zur Vorlesung hat es mir sehr gut gefallen und geholfen, alles zu vertiefen, besser zu verstehen oder Sachen zu ergänzen. Aber ich bin sicher, für Nichtstudierende ist es ebenso geeignet, in den Zweig der Psychologie reinzukommen und sich Wissen anzueignen.

In den einzelnen (auch gut strukturierten!) Kapiteln werden die einzelnen Bereiche Entwicklung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lernen, Motivation, Emotion und Soziale Prozesse behandelt. Selbstverständlich gibt es auch ein Einführungskapitel, was die Psychologie selbst und die Struktur des Buches beschreibt. Das einzige, was mir gefehlt hat, ist ein Kapitel über Persönlichkeitspsychologie. Aber sei es drum, das schmälert den Wert des Werks nicht besonders.

Es ist zwar nicht gerade günstig, aber sein Geld allemal wert. Wer eine gut verständliche und dabei äußerst informative Einführung in die Psychologie sucht, ist hiermit bestens beraten. Und bekommt auch noch Spaß beim Lesen gratis dazu! Deshalb satte fünf Sterne.


Das Lächeln der Fortuna: Historischer Roman (Waringham Saga)
Das Lächeln der Fortuna: Historischer Roman (Waringham Saga)
von Rebecca Gablé
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr schöne, epische Geschichte, 9. März 2007
Robin, der Sohn eines englischen Adeligen, verliert in seiner Kindheit eines Tages plötzlich sein Erbrecht. Er schlägt sich daraufhin als Stallbursche auf dem alten Land seines Vaters durch.

Grob beginnt der Roman so und entwickelt sich im folgenden zu einer Erzählung über Robins Leben und die Geschichte Englands zu dessen Lebzeiten. Ich finde, das ist das Schöne an historischen Romanen, sie verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen. So schreibt Rebecca Gablé eine schöne mittelalterliche Geschichte und vermittelt den Lesern in farbiger interessanter Weise gleichzeitig Wissen über die jeweilige Epoche. So erfährt man etwas über den Hundertjährigen Krieg, wenn man gemeinsam mit Robin in die Schlacht zieht, über das Leben der von Steuern gebeutelten Bauern und Dörfler, über die Politik und Intrigen am Königshof und über die Mitglieder der königlichen Familie selbst. Dabei hat mich das Buch so gefesselt, dass ich es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Man freut sich und leidet mit den Charakteren, Gablé schafft eine wunderschöne Welt zum Eintauchen und sich darin zu vertiefen.

Das ganze Buch ist in einige große Kapitel unterteilt, die jeweils einige Jahre bzw. Jahrzehnte von Robins Leben zusammenfassen. Außerdem gefällt mir, dass es sehr viele Absätze gibt, teilweise ist ein Textstück" nur eine Seite lang. Das ermöglicht es auch etwas zu lesen, wenn man nur wenig Zeit dazu hat und trotzdem ein Stück weiterkommen will, z.B. im Bus, abends kurz vor dem Schlafen oder einfach zwischendurch. Es ist also alles ganz gut strukturiert.

Das war mein erster Roman dieser Autorin, aber nach diesem tollen, sehr gelungenen Einstieg, werde ich auf jeden Fall noch weitere von ihr lesen.

Wer das Mittelalter und epische Geschichten mag, wird mit diesem Buch sehr zufrieden sein. Und bei 1.200 Seiten noch zu dem super Preis!


Der Drachenbeinthron: Roman
Der Drachenbeinthron: Roman
von Tad Williams
  Taschenbuch

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen start einer super saga!, 11. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Drachenbeinthron: Roman (Taschenbuch)
Tad Williams beweist mal, dass er ein großartiger Autor ist. Der Drachenbeinthron" ist der Auftakt zum vierteiligen (im amerikanischen Original eigentlich dreiteiligen) Osten Ard-Zyklus. In meinen Augen eine erstklassige Fantasysaga!

Ganz grob: es geht um die Geschichte des jungen Erkynländers Simon, der auf einer Burg aufwächst, eines Tages sehr plötzlich fliehen muss und in die kriegerischen Ereignisse seines Heimatlandes hineingezogen wird, die sich aus der Thronfolge des Königsreiches ergeben (aber auch aus anderen Gründen, von denen man sich selber überraschen lassen sollte).

Hört sich ziemlich typisch und pauschal an, aber die Geschichte wird sehr rasant und entwickelt sich äußerst interessant und packend!

Wer schon Otherland von Williams gelesen hat, ist bereits den großen Umfang der einzelnen Bücher gewohnt, alle besitzen mindestens 900 Seiten, aufsteigende Tendenz. Man hat also zum Glück auch wirklich etwas davon, und viele Bücher mit weitaus geringerer Seitenanzahl kosten genauso viel oder sogar mehr.

Die einzelnen Völker und Rassen Osten Ards sind sehr schön und detailreich ausgearbeitet, teilweise hat Williams ihre eigenen Sprachen ausgearbeitet, selbstverständlich nicht so umfangreich wie Tolkien, aber doch schon recht ordentlich. Im Anhang finden sich Übersetzungen der einzelnen Worte und Sätze, so dass man nicht im Dunkeln tappt, ebenso ein Namensregister nach Völkern unterteilt.

Was mir an Williams Stil gefällt ist, dass er oftmals nicht gerade zimperlich mit seinen Charakteren umgeht, gemeint ist damit, dass relativ viele (auch wichtige) Protagonisten im Laufe der Geschichte sterben. In den meisten anderen Büchern ist das nicht der Fall, die Guten überleben am Ende immer und Ende gut, alles gut. Aber bei Williams ist das nicht so, dadurch wird die Geschichte glaubhafter, es ist schließlich normal, oder sehr wahrscheinlich, dass es bei Auseinandersetzungen und mit Gewalt verbundenen Interessenkonflikten auf beiden Seiten Opfer gibt.

Ich war ziemlich am Anfang der Geschichte dadurch dass dies meistens in Fantasybüchern nicht geschieht sogar regelrecht erschüttert, dass Williams einen bis zu diesem Zeitpunkt sehr wichtigen Charakter umgebracht" hat. Durch so etwas und immer neue Überraschungen und Verlaufsänderungen bleibt das Buch auf jeden Fall durchgängig spannend!

Sehr zugesagt und behagt hat mir auch die Rolle und überhaupt die Darstellung der Trolle in Osten Ard. Denn sie sind nicht die typischen riesigen, grobschlächtigen und brutalen Bestien, wie man sie sonst kennt. An der Stelle möchte ich aber nicht mehr über sie preisgeben, lasst euch einfach überraschen.

Ein hervorragendes Buch!!!


Haiunfälle: Hintergründe verstehen - Gefahren erkennen
Haiunfälle: Hintergründe verstehen - Gefahren erkennen
von Erich K. Ritter
  Gebundene Ausgabe

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ziemlich gelungenes haibuch, 8. Januar 2007
Der böse Wolf, Adler fressen den Viehbesitzern die Schafe weg, Schlangen sind alle gefährlich und Salamander sind extrem giftig. Solche lahmen Märchen glaubt doch heutzutage auch kaum noch jemand mit Verstand. Aber Vorurteile gegen Haie sind immer noch vorhanden.

Dieses Buch räumt endlich mal damit auf und zeigt, dass Haie genauso normale Raubtiere sind wie unsere lieben Hauskatzen und -hunde auch. Wenn man am Anfang des Buches liest und versteht, aus welchen banalen Gründen die Angst vor Haien überhaupt entsteht, ist man geneigt zu lachen über die grauenhaften Vorstellungen über sie, die noch viel zu weit verbreitet sind.

Die teilweise ziemlich dramatisch geschilderten historischen Beispiele zu Beginn über Haiunfälle scheinen beim ersten Lesen den Autoren ins eigene Fleisch zu schneiden und Angst eher zu schüren. Aber danach folgen Erklärungen über das Verhalten von Haien, Statistiken über Unfälle usw. aus denen sich ein wahres Bild von ihnen herauskristalisiert. Schnell wird dem Leser deutlich, dass die Gefahr zu ertrinken extrem höher ist, als ein Haiunfall und die Tiere den Menschen keineswegs als Beute ansehen, die es zu erjagen gilt. Hunde tun das doch auch nicht und dennoch beißen sie manchmal, was nicht selten am menschlichen Fehlverhalten liegt.

Am Ende werden die historischen Unfälle nochmal im Hinblick auf die vorherigen Erklärungen interpretiert und es zeigt sich weit weniger Dramatik, als zuvor.

Zum Schluss noch ein Kapitel zum Hai- und Umweltschutz, was wieder mal deutlich macht, wie schändlich der Mensch doch mit seiner Umwelt umgeht und sie dazu auch noch verteufelt...

Die vielen Farbbilder im Buch sind sehr schön, der Kapitelaufbau recht übersichtlich.

Es wird teilweise wirklich viel und immer wieder wiederholt, aber meiner Meinung ist dies auch hilfreich, sich die wichtigsten Dinge einzuprägen und zu verstehen.

Ein gelungenes, sehr interessantes und lesenswertes Buch also, und man sollte betonen, dass es eine sehr sinnvolle und wichtige Nachricht vermittelt und Absicht verfolgt!


William Shakespeare - Sämtliche Werke in einem Band
William Shakespeare - Sämtliche Werke in einem Band
von William Shakespeare
  Gebundene Ausgabe

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial für alle shakespearefreunde, 8. Dezember 2006
Wer auf Shakespeares Werke steht, für den ist dieses Buch in allen Facetten goldrichtig!

Es enthält wirklich, ganz wie es verspricht, ALLE Werke des größten englischen Dichters. Seit ich Othello gelesen habe, habe ich mich in Shakespeares Lyrik verliebt und immer nach einer umfassenden Sammlung seiner Werke gesucht. Für alle, die dasselbe wollen ist mit diesem Buch die Suche nun zu Ende.

Sortiert sind die Stücke nach Komödien, Tragödien, Historien und schließlich lyrischen Werke, was einzelne lange Gedichte wie z.B. "Der Liebenden Klage" und auch alle 154 Sonette hintereinander aufgereiht meint. Es fehlt also wirklich kein Stück. Und das zu einem Preis, an dem bei dieser Fülle wohl nichs auszusetzen ist.

Das einzige Manko entsteht vielleicht durch das große Format und Gewicht des Buches, was es schwierig macht, es beispielsweise abends mit ins Bett zu nehmen oder einfach in den Händen zu halten. Aber selbstverständlich ist dies bei dieser Fülle von Inhalten nicht anders zu gestalten, ist die Schrift doch schon relativ klein gehalten (aber nicht unlesbar klein) und Platz wahrlich nicht verschwendet.

Meiner Meinung nach sollte jeder, der sich wirklich für Shakespeares Stücke interessiert und sich damit befassen will, sein Augenmerk auf "Sämtliche Werke in einem Band" richten.


Der neue Kosmos Vogelführer. Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens
Der neue Kosmos Vogelführer. Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens
von Lars Svensson
  Gebundene Ausgabe

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr empfehlemswert, 8. Dezember 2006
Von allen Bestimmungsbüchern über Vögel, die ich besitze, oder mir angeschaut habe, ist dieses das Beste, hauptsächlich weil es das umfassendste ist. "Alle Arten Europas" meint auch wirklich alle, dazu reicht die kleine Karte , in der das Verbreitungsgebiet jeder Art farblich gekennzeichnet ist zusätzlich noch bis in den Norden Afrikas und nach Vorderasien, etwa bis zum Kaspischen Meer.

Hier wurden mir Vogelarten präsentiert, von denen ich zuvor nie etwas gehört hatte.

Am Ende werden zusätzlich noch kurz Arten vorgestellt, die nur seltene Durchzügler durch Europa sind, oder die schon irgendwann mal als seltene Gäste hier gesichtet werden oder wurden, als Beispiel der Weißkopf-Seeadler, vor ca. 20 Jahren in Island und Irland.

Ein Teil behandelt regelmäßige Gäste und Durchzügler aus (hauptsächlich) Amerika und Sibirien.

Die Zeichnungen der Vögel sind einzigartig, so etwas detailgetreues habe ich selten gesehen. In manchen Bestimmungsbüchern kommen die Zeichnungen ja wirklich an debile Kritzeleien heran, erscheinen verwaschen und geben wenig Hilfe zur Bestimmung. Im vorliegenden Buch kann davon überhaupt nicht die Rede sein.

Außerdem wurden, wo es zur Bestimmung nötig ist, auch alle (oder zumindest viele) unterschiedliche Gefiederkleider abgebildet.

Die Beschreibungen der Lautäußerungen sind passend. Wobei der Punkt natürlich von jedem selber erfahren werden muss. Die Arten sind nach Gattungen sortiert, was es einfach macht, sich schnell zurechtzufinden und bestimmte Vögel im Buch zu finden. Auch wenn einem diese geläufige Ordnung unbekannt ist, daran gewöhnt man sich sehr schnell.

Angaben über den Gefährdungsgrad sind vorhanden. Und selbstverständlich auch der ganze Rest, der dazu gehört, Angaben über Lebensraum, eventuelle Zugzeiten, kurze Verhaltensbeschreibungen etc.

Meiner Erfahrung nach ist das Buch sehr gut anwendbar. Es gibt z.B. spezielle Hinweise zur Beobachtung von Seevögeln. Bei der Greifvogelbestimmung war es mir neben einem Bestimmungsbuch speziell für Greifvögel zusätzlich noch ziemlich hilfreich zur eindeutigen Bestimmung. Gute Erfolge hatte ich damit bei der Zuordnung einiger Spechtarten.

An solcher Detailgenauigkeit merkt man, dass die Macher sich für die Zusammenstellung des Buches die größte Mühe gegeben haben und (wie auch im Vorwort erwähnt wird) viele Jahre bis zur Fertigstellung benötigten. Meinen höchsten Respekt.

Sehr empfehlenswert für Freunde der Vogelbeobachtung.


Der Adept des Assassinen. Die Legende vom Weitseher 01
Der Adept des Assassinen. Die Legende vom Weitseher 01
von Robin Hobb
  Taschenbuch

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein meilenstein in der fantasyliteratur, 8. Dezember 2006
"Der Adept des Assassinen" ist der Auftakt zur dreiteiligen "Legende vom Weitseher".

Ganz grob ist es die Biografie des Fitz Weitseher, Bastardsohn eines Prinzen, der heimlich zum Meuchelmörder des Königshauses ausgebildet wird und Zeitzeuge der Bedrohung seines Heimatlandes durch die Roten Korsaren wird.

Biografie deshalb, weil das gesamte Buch aus der Ich-Perspektive von Fitz geschrieben ist. Anfänglich war das beim Lesen sehr ungewohnt für mich, aber im Endeffekt hat dieser Schreibstil (von Robin Hobb wirklich perfekt umgesetzt!) diese Reihe zu welchen der besten Fantasybüchern gemacht, die ich bis jetzt gelesen habe. Man liest es auf jeden Fall auch gerne ein zweites mal.

Der Leser kann sich sehr gut in Fitz' Lebenswelt hineinversetzen und mit ihm fühlen, sei es nun positiv oder negativ. Man wird als Leser quasi zu Fitz und macht dessen Entwicklung durch die ganze Geschichte mit! Einfach genial, wenn ein Buch derartig fesseln kann. An dieser Stelle weiß ich dann leider nicht, ob sich Leserinnen aufgrund des Geschlechterunterschiedes immer mit dem männlichen Protagonisten identifizieren können. Aber ich bin sicher, dass solche eventuelle Unstimmigkeiten dem Gesamteindruck über das Buch keinen Abbruch tun.

Ein weiterer Pluspunkt ist meiner Ansicht nach auch das Profil, der Charakter von Fitz. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hauptfiguren in Büchern ist er kein "klassischer" Held, stark und nicht unterzukriegen. Aber auch kein Antiheld. Eher wird er sehr menschlich und normal (was seine Emotionen angeht) dargestellt. Er ist oftmals unsicher, sich bewusst über den Makel seiner Abstammung, in gefährlichen Situationen ängstlich, und auch wenn er in große Ereignisse gerät ist doch sein Wunsch ein normales Leben zu führen mit seiner Molly und nicht dauernd stigmatisiert zu sein.

Die Beziehung zu Molly, zu seinen Hunden und später seinem wölfischen Freund Nachtauge gefallen mir mit am besten (hier möchte ich nicht mehr über seine "besonderen Fähigkeiten" und Handlungsstränge verraten).

Fitz ist also äußerst sympathisch, menschlich, nicht unrealistisch überformt, und eine Peson, mit der man sich gut identifizieren kann.

Außerdem finde ich die Art der Magie in diesem Buch ansprechend, denn sie unterscheidet sich von der "handelsüblichen" Magie in sonstigen Büchern, also keine Sprüche aufsagen und Fingerwackeln. Eine gute neue Idee. Es verhindert außerdem, dass die Story zu abgehoben wird (natürlich bleibt es Fantasy).

Was mir zusätzlich sehr zusagt, ist das anspruchsvolle Sprachniveau. Das heißt nicht, dass es unverständlich ist oder sich wie Goethe liest. Viel mehr, dass die Ausdrücke sehr gewählt sind und nahezu immer die richtigen Worte gefunden wurden. Beschreibungen von Örtlichkeiten sind ebenso genial wie die von Gefühlslagen und Gedankengängen.

Gestört haben mich in dieser Ausgabe nur die relativ vielen Tippfehler, die einen manchmal während des Lesens stocken lassen.

Alles in allem sind Liebhaber von anspruchsvoller, spannender, eindrucksvoller - einfach qualitativ guter Fantasy mit diesem Buch sehr gut bedient und werden sehr sicher auch den zweiten Teil verschlingen wollen.


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