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Rezensionen verfasst von
Liston Sativa

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Mass Effect: Andromeda (Code in der Box) - [PC]
Mass Effect: Andromeda (Code in der Box) - [PC]
Preis: EUR 34,99

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Knuffig im All ..., 8. April 2017
Die Hauptstory ist vorbei, der Bösewicht (vorerst?) besiegt und ich darf mit meinem Squad noch eine Party feiern. Und nach Abschluss aller relevanten Missionen bleibe ich als gigantischer Fan des ME-Franchises noch lange sitzen und sinniere, ob dieses Game nun gut war oder nicht.
Ich tue mir wirklich schwer. Hatte ich Spaß? Ja. Habe ich geflucht über blöde Designentscheidungen und sperrige Gameplay-Mechaniken? Oh ja!
Fühlt sich dieses Spiel wie ein Mass Effect an? Hell if I know...

Zu den Features
1. Steuerung und Kampfsystem
Auch wenn die Presse gerne etwas anderes behauptet: Andromeda beginnt stark. Grafik und Bewegungsfreiheit nehme ich bereits in den ersten Spielstunden als auf einem bei Mass Effect noch nie dagewesenen Niveau wahr. Umgebungen auf den Planeten sind stellenweise atemberaubend und fühlen sich authentisch an. Auch das Gameplay an sich wurde verändert:
Der klassisch-sterile Deckungsshooter war gestern - Andromeda bietet deutlich mehr Möglichkeiten, seinen Gegnern einzuheizen. Das macht Spaß und produziert coole Actionsequenzen in Serie. Für mich eine erklärte Stärke des Spieles. Auch der Jetpack ist super ins Gameplay integriert. Selbst bis zum Schluss fand ich die Kämpfe nicht langweilig.
Malus: Nach wie vor triggert das Wegsnipern einiger Gegner aus großer Distanz keine Reaktion der Umstehenden. Da muss dringend noch nachgepatcht werden.

2.Welt und Missionsdesign::
Nach und nach lerne ich die neuen Umgebungen kennen ... die Hyperion, der Nexus, die Tempest ... und *seufz*, die Open World auf den Planeten, die zu erforschen meine Hauptaufgabe in den nächsten 20-30 Stunden sein wird. Andromeda ist dabei in der Tat eine "Quest-Hydra" der Marke Skyrim - ich suche mir eine Mission aus, doch auf dem Weg dahin stolpere ich über die Quest-Trigger von sieben bis acht Sidequests. Diese Aufgabenfülle wird leidlich durch das Questbook geordnet, welches die Missionen dankbarerweise nach Wichtigkeit staffelt. Denn, um eine der größten Schwächen des Games direkt hervozuheben:
Viele der weniger wichtigen Nebenmissionen sind dröge, stinklangweilig und einfach nur nervig. Die habe ich irgendwann sein lassen - was auch komplett folgenlos bleibt. Im Ernst: Wenn die zähen Stunden im Open-World-Brei der verschiedenen Planeten halbwegs rumgehen sollen, hilft es nur, sich seine Kämpfe konsequent auszusuchen. Dazu kommt, dass viele der Zusatzaufgaben auch kaum spannend in Szene gesetzt sind. Meist gibt es nur kurze Dialoge in altbackener Überschulterperspektive (siehe Punkt "Narration"), was nicht dazu beiträgt, mich zu motivieren, die Missionen doch zu machen. Und diese Missionen gibt es überall. In der Welt, per Mail, per Story-Fortschritt...
Dieses Gefühl, dass ich am Ende von ME 2 oder ME 3 hatte, noch einmal die ganze Galaxie nach übersehenem Content abzusuchen, weil ich mehr erleben wollte, findet hier also nicht statt. Im Gegenteil: Content Overflow. Boring content overflow.
Sidequests der Marke "Such/Untersuche/Sammel/Töte Anzahl X von Ding Y an Ort soundso" gab es schon zuhauf in Dragon Age Origins und auch da waren sie schon altbacken und langweilig. Das ist ohnehin auffällig: Andromeda wirkt in Sachen Questdesign oft schlicht veraltet. Klassisches "Eier von Punkt A zu B zu C zu D zurück zu A um festzustellen, dass der Questgeber bei A dich die ganze Zeit belogen hat" waren in "Knights of the old Republic" von 2004 noch up-to-date, heutzutage sollten Spannungsbögen anders aussehen.
Aber das sind nur die "Füller"-Missionen, die man nebenher so mitkriegt. Leider gibt es auch die Quests der "Gewölbe", die sich auf allen besiedelbaren Planeten ähneln und mich Zeit, Motivation und Nerven gekostet haben. Sie sind allerdings verpflichtend - was dazu führt, dass ich konfus durch dunkle Kammern renne, SUDOKU SPIELE (ja, das neue Minispiel ist tatsächlich so dämlich) und schließlich dem Punkt gegenüberstehe, der mich nahe an einen Nervenzusammenbruch bringt. Ein Plattformrätsel. In Mass Effekt. PLATTFORMING in Mass Effect. F.M.L. Doch - es wäre unfair, das Spiel hier nur nach seinen Negativeindrücken zu bewerten:
Es gibt durchaus eine Menge Spannendes zu tun im Heleus-Cluster - da wären zum einen einige der klassischen "Detektiv"-Quests, denen man folgen kann, dann gibt es kampffreie Quests, bei denen es auf argumentieren und das Treffen einer Entscheidung ankommt... und die Loyalitätsmissionen. Yip, die berühmt-berüchtigten "Kannst du mir da helfen, Boss?"-Missionen sind wieder da, und sie sind neben der Hauptstory der bei weitem spannendste Inhalt des Spieles. Jede Mission hier ist anders, jede ist recht komplex und fordert auch oft eine unbequeme Entscheidung am Ende. Dieses Missionen fühlen sich am Ehesten wie "klassisches" Mass Effect an. Der Rest leider nicht.

3. Narration und Inszenierung:
Klar - es ist ein Neuanfang. Die Charaktere sind alle neu und alle originell, der Umgangston ist ganz anders als zuvor - lockerer, schnodderiger, kalaueriger. Aber von der emotionalen Achterbahnfahrt, von dieser mitreißenden, immersiven Erfahrung der alten Trilogie sind wir hier Lichtjahre entfernt. Ich mag die Tempest, ich mag die Ryders, ich mag Charaktere wie den gutherzigen Jaal und den alten Knorzknochen Drack. Ich mag es, mit ihnen zu interagieren und emotionale oder lustige kleine Begegnungen überall in der Galaxie zu erleben. Aber die Seele dieses Franchise, welches durchaus über Jahre einen bedeutenden Einfluss als Lebensinhalt hatte, blitzt nur in einigen wenigen Momenten auf. So richtig schert es mich nicht, was mit den Ankömmlingen in der neuen Galaxie geschieht - zu viel an Input prasselt auf mich ein, zu wenig werde ich auf die Reise mitgenommen und viel zu knuffig sind die Gegner. Im Ernst: Wir tauschen die endcoolen, übermächtigen Reaper gegen die "Kett" ein?? Generische humanoide Aliens mit einem Anführer, der ähnlich affektiert und lächerlich wirkt wie die Vizekönige in "The phantom menace" - Kopfschütteln. Zugestanden: Immerhin hat die Hauptstory ein, zwei nette Twists auf Lager.
Die Inszenierung ist stellenweise sehr enttäuschend - in den vorherigen Teilen war jedes einzelne Gespräch oder Ereignis filmisch inszeniert - Perspektivwechsel, Körpersprache und Gestik, so ziemlich alles fühlte sich echt und authentisch an. In Andromeda gibt es das auch - etwa 15-20% der Zeit. Aber weit häufiger gibt es Ereignisabläufe ohne Cineastik in der offenen Welt oder Gespräche mit einer statischen, langweiligen, in einer Million Spielen zuvor schon verwendeten Überschulterperspektive. Zu wenig für ein Spiel mit Storytelling-Ansprüchen in 2017, liebes Bioware. Für mich ein absoluter Atmosphärenkiller und neben den uninspirierten Gewölbe-Passagen auch der größte Abwertungsgrund für das Game. Das mögen andere Spieler ganz anders sehen - ich hätte Andromeda mit 50% weniger Content oder gleich ganz ohne Open World, dafür mit der gewohnten Cineastik für ein besseres Spiel gehalten.

4. Animationen:
Ja, viel wurde drüber gemeckert - ganz ehrlich, mich scherts nicht groß. Erstens ist durch Patch 1.05 schon kurz nach Release viel verbessert worden, vor allem die Augendarstellungen und zweitens wiegen die anderen Features schwerer.

5.Fazit:
Was verbinde ich mit Mass Effect? Der Held, der unverwüstlich zu triumphaler Musik aus den Ruinen steigt, die Selbstmordmission ins Herz der Kollektorenbasis und die emotionale Tiefe, die Garrus`Charme oder Liaras Klavierspiel mit dem Spielziel zusammenführt.
Andromeda hat davon Nichts. Aber fairerweise muss man zugestehen: Es ist auch ein Neubeginn, und auch die alte Trilogie brauchte lange, um auf die heute gewohnte Qualität zu wachsen. Auch Andromeda kann dieses Potential in der Zukunft entwickeln.
Doch die Schattenseiten des Neubeginns bleiben: Statt einer komplexen, gewachsenen Galaxie erkunde ich halb verfallene, leere Planetenoberflächen und verbringe viel zu viele Stunden in ereignislosen Fahrten von A nach B, um Spielziele zu erfüllen, zu denen ich keine emotionale Bindung aufbauen konnte. Wer noch nie ein Mass Effect gespielt hat, der wird mit Andromeda vielleicht sehr glücklich, weil auch dieses Spiel durchaus seine Momente und Stärken hat - alle anderen spüren, dass hier ein Bisschen Mass Effect, aber auch viel generisch-austauschbarer Standard-Open-World-Exploration-Inhalt drinsteckt, auf den die Entwickler (von denen viele gar nichts mit Mass Effect 1-3 zu tun hatten) statt des ME-Logos auch jedes beliebige andere hätten draufpappen können.
Von daher: Mich reut es nicht, Zeit und Geld investiert zu haben, denn am Schluss bleibt ein solides, stellenweise auch richtig gutes Game, aber meine Wiederspielmotivation ist für ein Mass Effect erstaunlich gering.
Spielwertung: 6,5 / 10
Mass-Effect-Faktor: 4 / 10


Das brandneue Testament [dt./OV]
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DVD
Preis: EUR 3,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Aussage vorhanden, 18. Oktober 2016
Es ist erstaunlich ... da hat jemand eine DERART originelle Idee, verarbeitet das in einem 2-stündigen Film... und liefert dabei tatsächlich KEINE Aussage. Keine Positionierung. Kein hintergründiger Kommentar zum Zeitgeschehen, kein Mehrwert in der ewigen Diskussion um den Sinn und Unsinn von Glaube und Religion. Kein sinnvolles Nutzen der spannenden "Was wäre wenn" (wir alle unseren Todestag kennen) - Frage.
Stattdessen versiebt das Drehbuch so ziemlich alle Themen, die es mit seinen Geschichten um die neuen "Apostel" streift:
Imperfektion - die sehr gute (aus dem viel besseren "Ben-X" bekannte) Schauspielerin Laura Verlinden wird hier in einer undurchdachten und unzufrieden hinterlassenden Rolle als imperfekte Schöne verheizt. Ja, furchtbar, als Kind durch ein Missgeschick seine Hand zu verlieren - und deshalb ist nun für alle Zeiten das Leben grau und sinnlos und es wird sich versteckt? Und deshalb bleiben alle Männer auf Abstand, bis der (unsympathische und unattraktive) Stalker vor der Tür steht, dessen uninteressante und vergleichbar sinnfreie Story wir zuvor konsumieren durften?Klar, bei einer Frau mit Armprothese ist trotz aller Schönheit das Eremitendasein ja vorprogrammiert, bis sich nicht doch EIN netter Mann erbarmt, sie zu erlösen - hier wünscht man den Machern des Films mal eine Portion Realität zum Nachtisch. Statt beispielsweise aufzuzeigen, wie sie zu sich selbst findet, sich mit ihrem (vermeintlichen) Makel akzeptieren lernt, wie sie vielleicht aufblüht und quasi zum zweiten Mal geboren wird - nein, stattdessen kriegen wir gezeigt, dass sie was anderes zum Trost bekommt, nämlich nen Macker. Sie findet ihr Defizit an sich immer noch schrecklich, hat nun aber nen Menschen mit Penis bei sich. Gran-di-os. Nicht.
Achja, das zieht sich ohnehin durch den gesamten Film: Es geht ums Vögeln. Im Ernst. Es geht darum, dass man nicht perfekt, nicht intakt und nicht glücklich ist, solange man nicht seinen Traumpartner hat. Es ist unglaublich, wie sehr dieser geradezu anarchistische Grundansatz des Films letztlich absolut langweiliges, konservatives Gedankengut und ebensolche Vorstellungen über Partnerschaft und Familie transportiert.
Skurril soll er sein - ist er. Aber ohne Kontext, ohne glaubwürdigen Hintergrund, auf dem diese Skurrilität Wirkung erzielen könnte. So bleibt es einfach nur Quatsch - kann man mal grinsen, ja, aber berührt nichts, verändert nichts.
Da sei auch der Junge, der ein Mädchen sein will genannt. Wow, spannend, aktuell, provokant -oder? Mitnichten, der Film behandelt das Thema derart realitätsfern und verkitscht, derart oberflächlich und zu kurz gedacht, dass ich mir die Frage gestellt habe, ob die Filmemacher nicht insgeheim etwas gegen Transgender-Personen haben und diese hier mal dumm vorführen wollten.
Dann hieß es in einer Filmzusammenfassung, die Handlung betreffe nicht nur das Christentum, sondern auch die anderen Weltreligionen. Erneut eine mutige, provokante Aussage, oder?
NEI-EN, Bezüge zu aktuellen Kritikpunkten an den Weltreligionen existieren in diesem Film nicht. Streitthemen (hier bezogen auf ALLE großen Religionen) wie beispielsweise Schwangerschaftsabbrüche, Zwangsehen, Scheidung, Verhütung, Sex vor der Ehe oder was auch immer - nö, dafür haben wir keinen Raum, wir müssen singende Geisterfische und tanzende Phantomhände animieren, sorry.
Achja doch, gegen Ende sieht man hier und da ein paar Mädels mit Kopftuch rumsitzen und auch ein paar Buddhisten hinten durchs Bild huschen. In Anbetracht der markigen Ankündigungen dieser "schwarzen" Komödie (eigentlich das dafür perfekte Genre) bleibt hier nur das Fazit: Feige den Schwanz eingekniffen, null Punkte.
Einzig die Episode des "Perversen", der sich grundsätzlich alle Frauen nackt vorstellt, hat ein Bisschen was Mutiges, Entlarvendes, wenngleich es natürlich auch bei ihm nur um das Finden der Traumfrau geht. Das ist auch nur ein Moment in einem Konglomerat aus Fragezeichen und Beliebigkeit.
Denn keines der Apostel entwickelt sich wirklich. Die meisten lassen nur von heute auf Morgen einen Teil ihres Lebens hinter sich - aber mitgenommen fühle ich mich nicht auf ihrer Fahrt, es sind nur Bilder, nur Phrasen, keine Tiefe und kein Gefühl hinter den Geschichten.
Den einen Stern gibts für Gottes zugegebenermaßen witzige Fluchereien und einen weiteren für den Perv und die schräge Dame mit Gorilla-Liebhaber (Yep!).
Der Rest ist Zeitverschwendung. Ein undefiniertes, unentschlossenes Herumgetänzel um die wirklich heißen Themen, die dieser Plot hätte transportieren können. Bar jeden künstlerischen Mehrwerts.
Und gerade wegen dieses verschwendeten Potentials ärgert mich dieser Film so maßlos.


Fahrenheit: Indigo Prophecy Remastered [PC/Mac Steam Code]
Fahrenheit: Indigo Prophecy Remastered [PC/Mac Steam Code]
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Steuerung oder Grafik sind nebensächlich..., 15. November 2015
... denn an das eine kann man sich gewöhnen und das andere gelassen übersehen.
Der Grund, warum ich beim Abspann des Games säuerlich grinsend den Kopf schütteln muss, liegt schlicht und ergreifend an Quantic Dreams Hauptproblem: Sie sind genial darin, WIE sie ihre Stories erzählen... aber nicht besonder gut in dem, WAS sie erzählen. Auch die Nachfolger hatten Logikklöpse und klischeehafte Elemente, doch Fahrenheit: Indigo Prophecy ist die absolute Parade dafür.
Es beginnt sehr stimmungsvoll und packend: Ein Mord in einem Restaurant... ein Hauptverdächtiger, eine panische Flucht... mysteriöses Rätselraten... tolle Expositionen der Charaktere, viel Atmosphäre...
Und wie entwickelt es sich? Wie endet es? Über einen immer konfuser werdenden Plot über alte Maya-Orakel hin zur Weltverschwörung bis hin zu Matrix-Kampfsequenzen und (ziemlich plötzlich) dem Ende der Welt wird so ziemlich alles verbraten, was man auch in mittelmäßigen Fanfic-Ergüssen in diversen Internetforen konsumieren kann. Das wirkt nicht nur verhackstückt und altbacken (war es auch 2005 schon!), sondern auch reichlich uninspiriert und bequem - sobald man seinem Helden einfach übermenschliche Fähigkeiten zuschreibt, kann man die Story auch in jede beliebige Richtung lenken und hat es entsprechend viel einfacher, Gameplay-Herausforderungen zu kreieren.
Apropos: Das Gameplay besteht zu 90% aus QTE, allerdings nichtmal abwechselnde. So erwischt man sich dabei, nur auf die QTE-Richtungsanzeiger zu starren und die dabei im Hintergrund (die Anzeige thront sehr visuell unfreundlich in der Mitte über allem) stattfindende Action fast gar nicht mitzukriegen. Dennoch: Für die ersten zwei Drittel nehme ich das motiviert in Kauf, da das Storytelling bereits damals recht weit entwickelt war und die cineastischen Elemente gut zum tragen kommen.
Gegen Ende fliegt jedoch auch das letzte Bisschen Kohärenz und Integrität der Charaktere zum Schornstein raus - da bietet jede RTL2-Mystery-Eigenproduktion glaubwürdigere Charakterstudien.
Das geht über Polizisten, die einfach mal aus einer Laune bzw. "ihrem Gefühl heraus" den wegen Mordes gesuchten Main Character vom Haken lassen bis hin zur weiblichen Hauptdarstellerin, die sich ohne auch nur einen HAUCH von ANDEUTUNG einer ANZIEHUNG zwischen ihr und einem anderen Charakter plötzlich lüstern auf eben diesen schwingt, sich munter mit ihm vergnügt (das Game bietet full nudity ;)) und zuvor "Ich liebe dich" kreischt. Das kommt derartig aus dem Nichts und wirkt so unglaubwürdig, als ob einen jemand überzeugen will, dass Charles Manson der neue Lover von Emma Watson ist.

+ Grafik ist okay genug, kein Hinderungsgrund zu sein
+ Gerade zu Anfang sehr motivierende Atmosphäre
+ Bis ca. zur Hälfte wird viel Zeit in den Aufbau der Charaktere investiert (Privatleben wird dargestellt, Gedanken sind nachvollziehbar)
+ Gute Musikuntermalung
o Steuerung wirkt antiquiert, viel zu viele und zu lange QuickTimeEvents
o Entscheidungen haben Konsequenzen ... allerdings führen viele falsche Entscheidungen zum Sudden Death
- Handlung wird im Verlauf zunehmend alberner und unglaubwürdiger
- lange aufgebaute Bindung an Handlung sowie die Integrität der Charaktere wird fast vollständig zerstört
- Handlungssprünge und Logiklöcher nehmen im letzten Drittel massiv zu
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2016 2:58 AM CET


Sacrificium (Limited Mediabook + Bonus CD)
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Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, nicht toll ... nicht wirklich Xandria, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir wirklich Zeit genommen für dieses Album, habe mich erstmal nur auf das Hören der Songs konzentriert, dann habe ich sie mal als Background laufen lassen, dann als Lernbegleitung und Ambiente ... letztendlich horche ich in mich rein und muss zu dem Schluss kommen: Das wird keine langfristige Beziehung.
Dieses Album enthält im mediokren Nightwish-Stil unglaublich bombastisch aufgepumpte Metalsymphonien ... schön und gut, und ich werfe der Band sicher nicht vor, die Zeichen der Zeit so gedeutet zu haben, sich als den Lückenschließer für die Post-Tarja-Nightwish-Ära betracht zu haben.
Aber das macht die einzelnen Tracks eben nicht besser.
Das Xandria-typische Element, der WIEDERERKENNUNGSWERT fehlt, und zwar zu 99% über das ganze Album hinweg. Kaum griffige Melodien, die aus der aufgeblasenen Wall of Sound herauszuerkennen wären, kaum gute Gesangshooks, keine Verbindung zwischen aussagestarken Lyrics und geschmackvoll-perfektionistischem Riffing ...
Mir ist es noch nie bei einem Album dieser Band passiert, dass ich nach dem einzelnen Hören keinen "oh, der landet auf jeden Fall in der Playlist"- Song entdeckt habe (auch bei Nightwish ist mir das nie passiert). Hier ist genau das der Fall - keine einzige Nummer sticht irgendwie heraus.
Klar, die Stücke sind professionell arrangiert und klingen rein objektiv betrachtet perfekt. Doch für eine "echte" Xandria fehlt mir die Bodenhaftung, die Ehrlichkeit ... die Seele.
Nein, auch wenn Produktion und Arrangements auf Weltklasseniveau sind ... für mich bleibt es ein nicht zu Ende gedachtes Geschenk in einer opulenten, goldbesprühten Verpackung.
Tolles Rahmenkonstrukt, mittelmäßiger Inhalt.


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unbrauchbar, 23. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für alles über IOS 7.0 nicht brauchbar, da inkompatibel. Auch diverse manuelle Eingreifschritte in das Betriebssystem helfen hier nicht.
Geldverschwendung.


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5.0 von 5 Sternen Funktioniert!, 18. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kostet deutlich weniger als die Markentoner und funtkioniert einwandfrei.
Wichtig: Unbedingt die Anleitung lesen und die dort gelisteten Schritte durchführen (dauert 30 Sekunden!), sonst zeigt der Drucker vermutlich "Toner austauschen" an.


Hitman: Absolution (100% uncut) - [PC]
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Wird angeboten von software and more
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für kleines Geld ein netter Füller - mehr nicht., 16. Dezember 2014
Was war ich ein Fan von 47 in den ersten Games. Blut und Wasser schwitzen, wenn man einen Gegner gerade so noch um die Ecke gezogen hat (nachdem man ihn um dieselbe gebracht hat), bevor sein Kollege einen enttarnt. Das Hochgefühl, zwanzig Wachen ausmanövriert und dann die Zielperson mit einem einzigen Schuss aus dem Silverballer erledigt zu haben.
Schön war die Zeit ...

Zu diesem Game - Gameplay:
Naja, dieser Hitman hier fühlt sich doch sehr anders an. Nicht mal unbedingt schlecht, aber doch deutlich mehr nach Schlauchlevel und dichotomer Pro-Forma-Entscheidungsvielfalt. Offenheit in den Leveln existiert kaum, aber das alleine muss nichts heißen.
Was wirklich nervt, ist das Leveldesign: Hitman zwingt hier zu einer konsequenten Wahl: Ich kann entweder den Level auf GENAU die Art durchsneaken, die die Entwickler vorgesehen haben (mit minimalem Handlungsspielraum) oder aber - und dabei erwischte ich mich weit häufiger: Ich gebe nach dem fünften Mal enttarnt werden auf und schalte um auf Rambo. Das macht durchaus Spaß und ist endgültig als valide Option in das Spiel eingebaut worden: Als Shooter funktioniert Hitman dank der neuen Konzentrationsfunktion super - selten so Tarantino-würdige Killanimationen gesehen. Auf den unteren Schwierigkeitsgraden stellt das Game einen halbwegs geübten Gamer auch kaum auf die Probe.
Ansonsten wurde rigoros zusammengespart: Die Klaviersaite gibts nur noch aus Nostalgischen Gründen - nötig ist sie nicht mehr, Chloroform oder Gift/Betäubungsspritze kommen gar nicht mehr vor, dafür einen leidlich spannenden QTE-Kampfmodus, der mehr verwirrt und ärgert als motiviert. Dennoch: Ein kleines bißchen süchtig macht das Spiel hier jedesmal!

Zu Story und Präsentation:
Murks. Käse. Quatsch. Billig. Die Liste ließ sich endlos fortsetzen. Von Sekunde 1 an hat mich der gesamte Plot nur geärgert und gelangweilt statt unterhalten. 47 killt aus nicht wirklich gut erklärter Vertragstreue heraus die langjährige Partnerin Diana, welche ihm kurz vor ihrem Tod (oder doch nicht? oder doch? EGAL!) noch den Auftrag gibt, auf die junge Victoria aufzupassen.
Für 47 wird sie quasi sofort zur Ersatztochter. Warum? Nun, wirklich gezeigt wird diese Entwicklung nicht (47 und Victoria wechseln auch während der gesamten Spielzeit kaum ein Wort miteinander), dafür wird uns in jeder Cutscene einfach ins Gesicht geklatscht, wie knuffig und beschützenswert sie ist. So erzeugt man keine Bindung an die Charaktere (die hier wirklich ALLE nur Silhouetten von Stereotypen sind), sondern nur ein gleichgültiges Schulterzucken.
Was richtig ärgert, ist die Klischeefülle des Ganzen: Da ackern wir uns hochclever an 30 Guards vorbei, damit 47 dann in einer Zwischensequenz in eine Falle rennt, die jeder Grundschüler auf 20 Meter gewittert hätte (und das passiert mehrfach). Toller Held. Als Drehbuch würde sich dieses Script wohl wie Fanfiction lesen - manchmal reist 47 aus sehr düftigen Überlegungen heraus irgendwohin und hat dann Glück, dass da überhaupt jemand Wichtiges ist. Manchmal töte ich einen Gegner per Kopfschuss aus zwanzig Metern ... und sofort schaltet das Spiel auf eine Cutscene, in der 47 über eben jenem offensichtlich nur leichtverletztem Gegner kauert und ihn ausfragt. 47 schießt im Level erst 50 Mann über den Haufen, bekommt aber in einer Zwischensequenz plötzlich ein nagendes Gewissen, wenn es darum geht, einen überaus üblen Typen wegzupusten. Als Actionfilm wäre diese Art der Präsentation jedenfalls einer silbernen Zitrone würdig, und von der Düsternis und beklemmenden Atmosphäre der früheren Teile blitzt nicht mal ein Fünkchen auf (gings nicht mal um 47 und seine Vergangenheit?).
Wegen der netten Grafik, der zumindest optisch glaubwürdigen, oft auch hübsch bevölkerten Settings und Locations und der kurzweiligen Shootermechanik macht das Game dennoch eine Menge Spaß, wenn man die Rahmenhandlung einfach mal ausblendet.
Mittlerweile für kleines Geld sehr brauchbar, aber weder damals noch heute der Kracher, als der das Spiel angepriesen wurde.


Poem-Leonard Cohen in Deutscher Sprache
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Preis: EUR 13,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ordentlich, hätte aber besser sein können., 1. Oktober 2014
Die Auswahl an beteiligten Künstlern ist genauso bunt und in der Qualität schwankend wie die Herangehensweisen an die einzelnen Songs.
Wo die Interpretation von z.B. Maffay und Mey mir sehr zusagten, sind es doch gerade die vermeintlichen Highlights wie "Hallelujah", die mich nicht durchgehend überzeugen können. Dabei sind es leider gerade die Übersetzungen, die stellenweise richtig wehtun ("Hier ist der Dreh, ein F, ein C und nun A-Moll und dann das G, der König, ganz verblüfft, er schreit sein Hallelujah!" ... ehm, nein).
Auch die Gesangsleistungen decken eine recht große Bandbreite zwischen "richtig klasse" und "mit Hängen und Würgen erträglich" ab.
Ich kann nur jedem Cohen-Fan raten, sich erst mal alle Songs in der Vorschau anzuhören und dann erst eine Kaufentscheidung zu tätigen.


Spec Ops: The Line (uncut)
Spec Ops: The Line (uncut)

3.0 von 5 Sternen Apocalypse now - the game ..., 26. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Spec Ops: The Line (uncut) (Computerspiel)
Spec ops hinterlässt mich nach seinen soliden 6-8 Stunden Ballerei mit widersprüchlichen Gefühlen.
Einerseits hatte ich durchaus einen "Ach-du-Sch..."- Moment beim großen Twist am Ende, andererseits wollte sich diese Gefühl des permanenten Unwohlseins ob der Kriegsschrecken nicht einstellen. Dafür ist die Präsentation der Handlung erstens zu verwirrend und zweitens zu unausgegoren.

Zum Thema "Verwirrung": Ja, der Spieler soll stellenweise bewusst nicht durchschauen, was eigentlich passiert, wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind, doch hat das immer größer werdende Fragezeichen über meinem Kopf den Nebeneffekt gehabt, dass die im Spiel so zentralen Schock-Szenen bei mir ihre Wirkung nur teilweise entfalteten. Kurz: Solange ich bestimmten Charakteren und Gruppierungen nicht zumindest grob oder unter Vorbehalt eine bestimmten Tendenz zuordnen kann, solange berührt mich deren Schicksal auch nicht. Noch kürzer: Solange ich noch dabei bin, die äußerst knapp erklärte Rahmenhandlung zu kapieren, bin ich nicht bereit, wegen Irgendetwas auf dem Bildschirm in emotionale Abgründe zu gleiten. Das klappt zumindest bei mir nicht.

Zum Thema "Unausgegoren": Spec Ops will nicht nur die Folgen von Kriegshandlungen und der damit oft einhergehenden Herrschaft des (lokal) Stärkeren aufzeigen, es will gleichzeitig auch noch die sich ewig wiederholenden Gameplay-Klischees der Genrereferenzen (COD) persiflieren. Oder karikieren. Oder doch schlicht ... nachahmen? Wo ist nun wirklich der spürbare Unterschied, ob ich nun in COD im 30. Stock aus dem Fenster geschleudert werden und dennoch heil unten ankomme (gleiches bei einem Hubschrauberabsturz) oder ob ich in SPEC OPS aus dem 30. Stockwerk fliege und ebenso heil unten ankomme wie nach dem genauso obligatorischen Hubschrauberabsturz. In beiden Games schnetzele ich mich mit einem Mini-Team durch Gegnerhorden in Batalionsgröße und in beiden Games ist der Tod eines Teammitgliedes ein Riesenakt, der Tod eines Gegners jedoch nur eine Fußnote, wenn überhaupt. Nein, ich will die beiden Games bewusst nicht vergleichen, ich will nur darauf hinaus, dass Spec Ops das selbsterklärte Ziel, die erstarrten Trends und Grenzen des Shootergenres bewusst zu machen, nicht erfüllt hat. Dazu kommt das wenig glaubwürdige Setting (ein von letztlich unerklärten Sandstürmen verwüstetes Dubai), das eher von den Geschehnissen auf dem Bildschirm distanziert als emotional zu verbinden.
Im Grunde lebt der ganze Handlungsrahmen nur von der zunehmenden Veränderung des Protagonisten, welche zugegebenermaßen wirklich gut inszeniert und in diesem Genre wohl ohne Beispiel ist.

Letztlich hat mir die Ballerei nicht mehr oder minder Spaß gemacht als in zahlreichen anderen Shootern - auch wenn die Idee, einen Shooter komplett düster und "psychisch" zu gestalten, längst überfällig war, bin ich mit dem Plot von "The Line" einfach nie so wirklich warm geworden. Alles wirkt zu abstrakt, zu arcademäßig, als dass es bei mir die emotionale Wirkung erzeugt hätte, auf die es abzielt. Achja: Die vielerwähnten Entscheidungsmöglichkeiten entpuppten sich als nahezu konsequenzlose heiße Luft, aber das ist in modernen Titeln ja leider mitterlweile der Regelfall.
Fazit: Als Shooter solide, als Psychotrip interessant, aber nicht mehr. Geschmackssache.

+ Solides Gameplay mit interessanter grafischer Gestaltung
+ Sehr gute deutsche Synchro
+ Fantastischer Soundtrack
+ Handlung bezieht sich zunehmend auf die realen Schrecken des Krieges und auf das, was es mit der Psyche macht ...

- ... allerdings relativiert die viel zu unrealistische, actionfilmartige Präsentation diese Ansätze zu stark
- viel zu rudimentär erklärte Geschichte - manche emotionalen oder schockierenden Momente verpuffen dadurch
- Entscheidungsmöglichkeiten entpuppten sich meist als Blender


Equilibrium
Equilibrium
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 6,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der beste Actionfilm aller Zeiten ..., 3. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Equilibrium (DVD)
... hätte es werden können, wenn Regisseur Kurt Wimmer hier und da ein bisschen Ego zurückgeschraubt und auf seine Berater gehört hätte.
Denn Equilibrium macht nicht den Fehler vieler anderer Haudrauf-Schinken, nur auf Choreographien (oder noch schlimmer: CGI) in unzähligen Kampfszenen zu setzen, sondern erschafft einen faszinierenden Hintergrund, eine einmalige, homogene Optik sowie den Rahmen, in dem Hauptdarstller Christian Bale sein ganzes Repertoire abrufen kann, nicht nur seine beeindruckende Physis.

Weiterhin widerspreche ich dem Text in der Filmbeschreibung - die Kampfszenen wirken keineswegs deplaziert oder albern, der Hintergrund der Story gibt die Notwendigkeit für Gewaltbegegnungen durchaus her - alleine durch das totalitäre Regime, welches proträtiert wird - und im Laufe der Handlung wird der Protagonist zwangsläufig seine besonderen Martial-Arts-Fähigkeiten, das sogenannte Gun-Kata, zur Erlangung seiner Ziele einsetzen müssen. Von daher konnte diese Story nur in einem Actionfilm sinnig umgesetzt werden.

Die Kampfsequenzen gehören dabei zum Besten, was bislang im Kino zu sehen war und lassen den artifiziellen, computerspielartigen Stil der "Matrix"-Filme meilenweit hinter sich - hier ist alles noch "handgemacht" und das Gun-Kata sieht einfach nur extrem cool aus.

Warum dann doch keine 5 Sterne? Weil Wimmer zwar nicht den Fehler machte, Atmosphäre und Handlung zugunsten dummer Kloppereien zu opfern, doch er opferte die Plausibilität der Geschichte der "Kunst" oder dem, was er dafür hielt.
So entschied er, dass aus "dramaturgischen" Gründen eine bestimmte Szene früher im Film zu sehen ist, als sie eigentlich sinnig platziert wäre, was in der Auflösung am Ende ein riesiges Logikproblem erzeugt.
Auch in kleineren Szenen hätte etwas Feintuning gut getan, Beispiel: Am Ende wird der Protagonist gebeten, seine Waffen abzugeben, bevor er zum Anführer der bösen vorgelassen wird, welchen er assassinieren will. Er gibt aber nur sein Schwert ab, seine Pistolen behält er - und auch nach seiner Enttarnung werden sie ihm nicht abgenommen, so dass er sich aus der Fesselung am Stuhl befreit und sogleich wild um sich schießt - dickes Fragezeichen?
Last, not least: Obwohl der Film in einer Welt spielt, in der Emotionen medikamentös unterdrückt werden, scheint dies auf keinen Hauptdarsteller zuzutreffen.Taye Diggs zum Beispiel grinst sich von einer Szene zur anderen, seine "Regimetreue" als Emotionsloser werd dabei jedoch nie in Frage gestellt ...

Ansonsten bleibt aber eine einmalige Symbiose aus surreal-ästhetischer Kampfkunst, 1984-ger Atmosphäre und gelungener Philosophie über das Pro und Kontra unserer Emotionalität.
Genial: Die Szene, als Bales Charakter aus Versehen ein Grammophon einschaltet und Beethovens neunte Symphonie erklingt - grandios.
Insgesamt kann man sagen: Die Kampfszenen halten das Adrenalin und die Spannung hoch, aber die langsamen, philosophischen Momente machen den Film.
Ansehen lohnt sich!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2014 9:06 PM MEST


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