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Beiträge von Sophie Bach
Top-Rezensenten Rang: 79.953
Hilfreiche Bewertungen: 366

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Rezensionen verfasst von
Sophie Bach "Jane" (München)

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Landhaus Kommode Herzform Kinder Pastell Grau Schrank Bad Flur Küchen Regal
Landhaus Kommode Herzform Kinder Pastell Grau Schrank Bad Flur Küchen Regal

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Kommode, die für alle Räume geeignet ist, 23. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir haben uns die Kommode zweimal bestellt. Die eine haben wir in unser Bad gestellt und die andere neben das Gästebett, als Nachttisch. Sie passt aber in jeden anderen Raum, weil sie so schön schmal ist. Als unsere Kinder die Kommode das erste Mal gesehen haben, riefen sie gleich begeistert: "Die hätten wir auch gerne für unser Kinderzimmer". Und auch da wäre sie nützlich, weil Kinder immer viele Kleinteile und Schätze sammeln, wie Steine, oder die Spielsachen aus den Ü-Eiern.
Die Kommode macht einen robusten Eindruck, das Holz riecht nicht unangenehm und die Schubladen lassen sich auch einigermaßen gut öffnen und schließen, wobei sie ab und zu etwas schwergängiger zu schließen sind, aber das ist nicht weiter schlimm.
Ein Problem gibt es aber. Und zwar täuscht das Bild etwas über die Farbe der Kommode. Das "Gerüst" wirkt auf dem Bild etwas dunkler, in Wirklichkeit sieht es eher weiß, mit Anteilen von Grau aus. Die Schubladen sind hellblau. Auf dem Bild wirken sie aber pastellgrün (zumindest die zwei unteren Schubladen). Und da wir ein grünes Bad und ein grünes Gästezimmer haben, passt das nun nicht mehr. Da uns aber die Kommode überzeugt hat, haben wir uns aus dem Baumarkt hellgrüne Beize besorgt und werden die Schubladen die blau sind, grün anstreichen.
Fazit: Eine niedliche Kommode für wenig Geld, in die man viele kleine Dinge verstauen kann.


Doctor Sleep: Roman
Doctor Sleep: Roman
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

4.0 von 5 Sternen gute Spannung, wenig Grusel, 27. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Doctor Sleep: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Doctor Sleep" ist die (große) Fortsetzung von "Shining". Da "Shining" eines meiner Lieblingsbücher von Stephen King ist, habe ich mich sofort begeistert ans Lesen gemacht.
Der Anfang katapultierte mich auch genau dorthin, wo die Geschichte damals endete und ich spürte dieses Gefühl der Beklemmung und düsteren Athmosphäre wieder, die das Buch "Shining" damals in mir hervor rief. Dieses Gefühl wurde verstärkt, als Mrs. Massey im Roman wieder auftauchte. Die Frau, die Danny Torrance das erste Mal mit fünf Jahren in dem Zimmer 217 sah und sofort kam der altvertraute Grusel bei mir auf und ich las gebannt weiter. Die Geister des Hotels Overlook schliefen also nicht, nehmen hier aber keine zentrale Rolle ein. Vielmehr geht es in dieser Geschichte um eine Art Zombies, die sich den "Wahren Knoten" nennen. Sie suchen sich nur Kinder aus, die das Shining besitzen und töten diese dann, um weiter zu leben. So wollen sie auch das Mädchen Abra aufspüren, die diese Gabe besitzt. Dan Torrance, der inzwischen erwachsen geworden ist, nimmt Kontakt mit ihr auf und versucht im alles entscheidenden Kampf das Mädchen zu retten.
Die Idee ist nicht schlecht, aber richtiger Grusel kam bei mir leider nicht auf. Ich fand auch die Anführerin des "Wahren Knoten" und ihre Anhänger zu keiner Zeit richtig bedrohlich. Vielleicht liegt es auch an ihren etwas komischen Namen, die allzu harmlos in meinen Ohren klingen, wie z. B. "Long Paul", "Short Eddie", "Big Mo", "Grampa Flick".... Im Roman beschimpfen die Mitglieder des Wahren Knoten die Menschen immer als Tölpel. Mir kamen die Zombies manchmal eher wie Tölpel vor, nämlich dann, als sie hin und wieder naiv in die Falle tappten.
Sehr lesenswert fand ich die Darstellung des Dan Torrance. Er ist genau der gleichen Sucht verfallen, wie damals sein Vater. Die Schilderungen dessen und wie er davon los kommt, sind sehr interessant und nachvollziehbar aufs Papier gebracht worden (Leider wird seine Mutter Wendy an nur wenigen Stellen im Roman erwähnt und auch die Gedanken an seinen Vater sind rar).
Alles in allem aber gute, spannende Unterhaltung, die flüssig zu lesen ist, auch dank der kurzen Abschnitte in den einzelnen Kapiteln. Der Geschichte hätte es aber aus meiner Sicht gut getan, wenn sie vielleicht hier und da überraschende Wendungen beinhaltet hätte. So läuft alles auf den großen Showdown hinaus, welcher unweigerlich dort stattfindet, wo für Dan Torrance damals der Horror endete.
Alles in allem noch vier Sterne, weil ich die Geschichte über den erwachsenen Dan Torrance (eine überaus sympathische Romanfigur) gerne las, sie mich unterhalten hat und ich das Ende als überaus gelungen betrachte.


Ecoiffier 1713 3-Sterne Küche Pro Cook
Ecoiffier 1713 3-Sterne Küche Pro Cook
Preis: EUR 34,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Plastik leider verzogen, 23. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorweg: Ich mag eigentlich keine Plastikküchen. Doch zu unserer Holzküche drinnen, suchte ich noch für draußen eine Küche, die dem Regen standhält. Unsere beiden Töchter (2 und 4 Jahre alt), kochen sehr gerne im Garten. Sie haben schon ein Kochfeld, dass auf einem Tisch steht. Ich dachte mir, es wäre eine gute Idee noch einen Backofen zu haben, indem sie ihr "Essen" stellen könnten.
Leider gibt es speziell keine Küchen für den Garten. Ich wollte auch keine vierzig Euro dafür ausgeben, denn das finde ich dann doch zu schade, weil die Küche durch Sand, Matsch etc. schnell schmutzig wird.
Deswegen habe ich mich für diese hier entschieden. Sie ist nicht zu günstig (was dann meistens Schrott ist), aber auch nicht zu teuer. Entscheidend für mich war auch, dass sie nicht zu klein ist. Eine Arbeitshöhe von 43 cm (laut einem anderen Anbieter), geht gerade noch so.
Als dann die Küche ankam, wurde sie von meinem Mann zügig aufgebaut. Er merkte hierbei, dass die Steckverbindungen so fest sind, dass ein Auseinanderbauen nicht mehr möglich ist und wenn, dann nur mit der Gefahr, dass die Küche kaputt geht. Leider ist die hintere Wand vom Backofen nicht aus Plastik, sondern aus Pappe. Ich hoffe sie hält den Kindern und dem Regen stand. Was aber sehr schade ist, dass das Plastik am Dunstabzug und der Backofentür verzogen ist. Das hat zur Folge, dass die Dunstabzugshaube schief ist, aber was viel schlimmer ist, die Backofentüre schließt sehr schlecht. Meine Kinder bekommen das überhaupt nicht hin und ich nur mit Mühe, indem ich die rechte Seite einhaken muss. Jetzt nach drei Tagen Benutzung, schließt die Türe überhaupt nicht mehr. Sie springt immer wieder auf. Sehr schade, denn gerade der Backofen ist wichtig, weil die Kinder schon vorher ein Kochfeld hatten. Wir können die Küche aber nicht mehr zurück schicken, weil sie sich praktisch nicht mehr (wie oben schon erwähnt) auseinander bauen lässt. Auch müssten wir das Rückporto bezahlen. Somit müssen wir sie behalten. Ich weiß auch nicht genau, ob das Plastik durch den Transport beschädigt wurde, oder ob bei der Herstellung schon etwas schief gelaufen ist.
Wäre das alles nicht, würde ich der Küche vier Sterne geben, weil sie für den Preis gut aussieht, dass Plastik nicht zu dünn ist, sie relativ stabil steht, der Ablageplatz daneben gut geeignet ist, um etwas abzustellen, oder zu schneiden und das Zubehör ausreichend ist. Negativ ist, dass die Hinterwand vom Backofen aus Pappe ist, die Knöpfe am Backofen sich nicht drehen lassen, die Haken unter der Dunstabzugshaube nicht sichtbar sind, so dass die Kinder darunter schauen müssen, wenn sie etwas aufhängen wollen und es keine Spüle gibt. Schlimm jedoch ist das verzogene Plastik an Dunstabzug und Herdtür.
Trotz allem gebe ich der Küche noch drei Sterne (2,5), weil sie mir und den Kindern trotz Makel gut gefällt. Vielleicht ist das verzogene Plastik nur bei uns aufgetreten. Wenn ja, lohnt sich die Anschaffung für diesen Preis auf alle Fälle.


Mein erstes Fühlbuch: Viele, viele Farben
Mein erstes Fühlbuch: Viele, viele Farben
von Sabine Cuno
  Spiralbindung

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenig Anreize zum Befühlen der Gegenstände, 9. August 2010
Zu allererst, meine einjährige Tochter schaut sich dieses Buch sehr gerne an. Sie nimmt es immer wieder aus ihrer Spielzeugkiste und betrachtet die Seiten. Nur befühlen tut sie die Seiten weniger. Aber darum sollte es ja eigentlich gehen und für ein Fühlbuch nicht gerade ein Pluspunkt. Dafür hat es ihr aber besonders die letzte Seite angetan, indem sie immer und immer wieder die Türe des Häuschens öffnet, in dem eine Maus sitzt. Nun aber der erste Kritikpunkt: Die Tür des Häuschens ist aus viel zu dünnem Karton. Für kleine Kinderhände sehr ungeeignet. So musste ich die Tür schon bald mit Tesafilm kleben.
Auch gibt es nicht wirklich viele Materialien zu befühlen. Einzig ein Herz aus roter Wolle, eine grüne knisternde Schwanzspitze eines Krokodils und eine orangefarbene Kordel (+ Vorderseite Schmetterling) heben sich hier deutlich von den anderen Bildern ab, die meines Erachtens nicht so gut gelungen sind. Somit lässt sich das Blaulicht von dem Polizeiauto drehen (übrigens zu schwer für kleine Kinder), was aber nichts mit Fühlen zu tun hat, auch wenn Rillen eingestanzt wurden, die das Baulicht erkenntlich und somit erfühlbar macht. Pappe lässt grüßen. Die Gummistiefel bestehen aus einem ganz anderen Material (sie hätten viel glatter und gummiartiger sein müssen). Gut gefällt mir, dass die Farben sortiert auf zwei Doppelseiten wiedergegeben sind: Rot, blau, gelb, grün und orange. Das heißt, auf der rechten Seite befindet sich immer ein Gegenstand einer Farbe und auf der linken Seite sind mehrere Dinge von dieser Farbe abgebildet. Aber nicht alle lassen sich typisch in dieses Farbsegment einordnen. Beispiel: Bei der Farbe rot ist eine rote Kinderschere zu sehen. Es gibt aber auch gelbe, blaue, grüne etc. Scheren. Auf der letzten Doppelseite sind noch einmal alle Farben abgebildet, die in diesem Buch vorkommen. Zum Farben lernen ist dieses Buch gut aufgebaut.

Fazit: Ein interessantes Buch zum Anschauen, doch zum Befühlen fehlt der Anreiz, weil hier oft nur die Pappe des Buches befühlt werden kann (Gummistiefel, Blaulicht und Tür). Hier hätten es ruhig mehr unterschiedliche Materialien sein können. Das Buch ist insgesamt aus sehr robustem Karton gefertigt, also auch für Kleinkinder ab 12 Monate geeignet (Ausnahme: die Tür). Wie bei allen Ravensburger Büchern sind die Abbildungen wieder sehr schön gelungen. Die Reime sind Durchschnitt und nicht immer passend. Beispiel: " Wie die Sonne , so gelb. Wie ein Luftballon so glatt. Wer wohl solch schöne Stiefel hat?" Hier können die Kinder den Luftballon gar nicht befühlen, obwohl er als "glatt" beschrieben wird.


Kalteis. Roman
Kalteis. Roman
von Andrea M Schenkel
  Broschiert

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurz und knapp, aber wirkungsvoll, 25. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
"Kalteis" bekam ich zu meinem Geburtstag geschenkt und ich hatte bis dato noch nichts von diesem Buch, geschweige denn der Autorin gehört. Ich nahm natürlich gleich wahr, dass es sich um ein dünnes Büchlein handelt und ich war zuerst einmal skeptisch, ob durch die wenigen Seiten Atmosphäre und Spannung aufkommen könnte. Zumal ich eigentlich nur Romane lese, die mindestens 400 Seiten aufweisen, denn so kann man in die Geschichte eintauchen, ohne gleich wieder "aufgeweckt" zu werden, weil das Ende nahe ist.

Ich las also nun das Buch, dass ich nie gekauft hätte und war von dem Anfang schon einmal sehr neugierig geworden: Ein Verbrecher sitzt in einer Zelle und wartet auf seinen Tod. Was ihm in seinen letzten Stunden durch den Kopf geht, wird von der Autorin in eindringlichen Sätzen beschrieben, die aber nie ins Sentimentale abrutschen, einen aber trotzdem gefangen nehmen.

Nach dieser Einleitung folgt plötzlich ein Kapitel, indem eine junge Frau namens Kathie vorgestellt wird. Sie fährt mit einer Bekannten namens Maria nach München, um dort eine Anstellung zu finden. Sie möchte das große Glück in der Stadt machen, weg aus der Enge des Dorfes. Wir, die Leser, begegnen immer wieder dieser jungen Frau und der Autorin gelingt es, die Neugierde an dieser Person wach zu halten, obwohl der Fokus nicht nur auf ihr liegt, sondern auch auf andere Frauen, die kurz eingeführt werden, um zu erfahren, welches Schicksal sie erleiden müssen. Dazwischen immer wieder die Vernehmungen eines gewissen Josef Kalteis. Die Antworten dieses Herren sind am Anfang noch recht harmlos, steigern sich aber zum Ende hin und man kann an seinem teils "kranken" Gedankenguts teilhaben. Gerade die Passage des "Schweineschlachtens" lässt seine Gier nach Blut, Zerstörung und Tod erahnen. Zwischendurch immer wieder Zeugenaussagen von Personen, die zu den Morden der Frauen etwas zu sagen haben.

Ich muss sagen, es ist ein ungewöhnlicher Roman, denn er lässt so manchen Protagonisten ziemlich blass erscheinen. Aber die knappen Informationen die wir erhalten, auch von den Zeugen, die diese Frauen kannten, oder etwas beobachtet haben, reichen völlig aus, um mit diesen armen Geschöpfen mit zu leiden. Die ganze Lebensgeschichte ist hier nicht von Nöten, man ist einfach nur traurig und zutiefst entsetzt, wenn ein junges Leben auf diese Weise ausgelöscht wird. Die Autorin führt diese Taten im Laufe der Geschichte immer mehr aus und blankes Entsetzen macht sich breit, wenn man erfährt auf welche Art diese jungen Frauen sterben mussten. Natürlich fragt man sich dann auch, ob Kathie mit dem Leben davon kommen mag, oder sie daran scheitert, dass sie zu sorglos auf fremde Männer zugeht und sich eins ums andere Mal bezahlen lässt, um wenigstens eine warme Mahlzeit und ein Dach für die Nacht über den Kopf zu haben. Sie verliebt sich schließlich in einen Mann der verheiratet ist. Wer in ihrem nahen Umfeld ist bloß der Mann, der die Frauen heimsucht? Diese Frage ist es, die mich verleitet hat diesen Roman auch bis zum Ende zu lesen, zumal er durch seine etwas gewöhnungsbedürftige Schreibweise und seine distanzierte Art auf die Geschehnisse, mir überraschender Weise gefallen hat und ich konnte mich der Geschichte nicht mehr entziehen. Die abwechselnden Schwenks auf die Frauen, Zeugenaussagen und Josef Kalteis führt dazu, dass die Spannung erhalten bleibt, zumal sich der Blickwinkel der Morde durch die vielen Personen immer ändert. Einmal ist es das Opfer selber, dass dem Leser mitteilt, was es durch leiden muss, ein andermal der Polizeibericht und schließlich auch der Mörder, der Aufschluss darüber gibt.

Einen Stern Abzug gebe ich dem Roman, weil ich trotz dieser positiven Aspekte, doch ein wenig die Tiefe der Personen vermisst habe, ich mir gewünscht hätte, dass der Leser am Ende noch über den wahren Fall etwas erfährt, von der sich die Autorin hat inspirieren lassen und was mir dann am meisten gefehlt hat, war die Tatsache, dass wir über die Beweggründe des Täters nichts erfahren. Das finde ich dann doch sehr schade und somit hinterlässt das Ende einen etwas faden Beigeschmack bei mir, weil ich das Gefühl nicht loswerde, zu vorschnell aus dem Geschehen der Gerichtsverhandlung entlassen worden zu sein. Am Ende blieben viele Fragen offen und meine Gedanken kreisten noch oft um diese Taten und dem Mörder. Aber genau dies, hat die Autorin vielleicht beabsichtigt: Ein Roman, der einen nicht kalt lässt, trotz der Kürze. Ich als überzeugter Leser üppiger Romane, werde ihre beiden anderen Werke "Tannöd" und "Bunker" auch noch lesen und das mag was heißen.


Gone - Lauf um dein Leben
Gone - Lauf um dein Leben
DVD ~ Shaun Evans
Preis: EUR 6,69

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Film hält nicht das, was er verspricht, 16. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Gone - Lauf um dein Leben (DVD)
Ich stieß nur zufällig auf diesen Film und war durch das ansprechende Cover und den Informationstext auf der CD in erwartungsvoller Haltung. Ich freute mich darauf wieder einmal einen guten spannenden Film mit Horrorelementen zu sehen, der sich langsam von einer gefühlten Harmonie in eine Bedrohung umwandelt, in der es für die Protagonisten scheinbar kein Entrinnen mehr gibt. Doch der Film ging in eine komplett andere Richtung. Und diese Richtung hat mich letztendlich etwas enttäuscht.

Normalerweise sind diese Filme immer gleich aufgebaut. Erst vermitteln sie eine (trügerische) Idylle, um dem Zuschauer erst später zu zeigen, dass dies schnell in Entsetzen und Angst umkippen kann. Als aber nach einer Stunde immer noch nichts wesentliches passierte, war für mich klar, dass der Film an Spannung wohl nicht mehr viel zu bieten hat. Die Spieldauer von 84 Minuten bestätigte schließlich diesen Verdacht. Eine gewisse Enttäuschung machte sich bei mir breit, was daran lag, dass der Zuschauer schon zu anfang ahnt, was Taylor (Scott Mechlowicz) mit dem Pärchen Alex (Shaun Evans) und Sophie (Amelia Warner) vorhat. Das mag zum Einen an dem zu durchsichtigen Drehbuch liegen und zum Anderen an dem schlechten Spiel von Scott Mechlowicz, der es nicht schafft durch seine Gestik und Mimik einen zu fesseln. Er bleibt einfach zu blass und legt seinen Charakter wie ein offenes Buch dar. Natürlich ist es dem Drehbuch (wie oben schon erwähnt) anzulasten, dass alles viel zu offensichtlich ist. Taylors gierige Blicke auf Sophie bestätigen schon recht früh, dass er sie besitzen möchte. Und so verhält es sich dann auch. Hier wäre es weitaus besser gewesen, den Zuschauer mehr im Unklaren darüber zu lassen, was Taylor wirklich will. So hatte ich beim Anschauen des Filmes nur diese Gefühle: Zorn auf Taylor, der sich so vehement in diese Beziehung einmischt und Bedauern, dass Sophie nicht merkt, was Taylor im Schilde führt.

Die Charaktere bleiben blass. Allen voran die Person Taylor. Viele Fragen blieben bei mir offen: Was veranlasste ihn, dass Pärchen auf diese Weise auseinanderzubringen? Hat er damals auch schon gemordet? Was ist mit Ingrid passiert? Sucht er sich die Pärchen zufällig aus? Die Psyche des Taylors und seine Beweggründe für die systematische Entfremdung des Paares blieb dem Zuschauer dadurch leider verborgen, was sehr schade ist, denn das hätte die Geschichte weitaus spannender und plausibler gemacht.

Die letzten zehn Minuten waren aber dann doch noch recht nervenzerrend und erst dann passte auch der Titel des Filmes: "Gone - Lauf um dein Leben", wobei auch "Fahr um dein Leben" geeignet gewesen wäre.

Fazit: Der Film ist weder Horrorfilm noch ein spannendes Psychogramm über eine kranke Seele. Er unterhält den Zuschauer bis zu einem gewissen Grade, kann aber durch die Darsteller und das offene Drehbuch zu keinem Zeitpunkt intensiv fesseln. Für die an sich interessante Story und das recht spannende Ende (wenn auch zu abrupt) vergebe ich noch drei Sterne.


Stolz und Vorurteil
Stolz und Vorurteil
DVD ~ Keira Knightley
Preis: EUR 5,00

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erquickende Neuverfilmung in erlesener Optik, die viele Interpretationsmöglickkeiten auzuschöpfen weiß, 15. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (DVD)
Bevor ich hier anfangen möchte über diesen Film zu urteilen, sei gesagt, dass ich die BBC-Verfilmung von 1995 vor diesem Kinofilm gesehen habe und ich von ihr mehr als begeistert bin. Ich erwähne dies, weil es auch möglich ist einen Film unabhängig von ihren Vorgängern zu beurteilen und ,oh Wunder, auch zu mögen. Und ich mag diese Verfilmung ungeheuer gerne. Aber, wie soll das gehen, mit einer Spieldauer von nur 121 Minuten und einem Mr. Darcy, der nicht von unserem umwerfend spielenden Colin Firth verkörpert wird? Ganz einfach und simpel: Der Film steht alleine für sich und entfaltet eine Stimmung, der man sich als Zuschauer nicht entziehen kann. So zumindest empfand ich es, als ich diesen Film das erste Mal sah:

Zuallererst einmal diese stimmungsvolle Klaviermusik, die schon zu anfang des Filmes einen in eine erwartungsvolle Grundstimmung versetzt: Der Morgen graut und alsbald sieht man eine junge Frau herumstreifen, die ganz gefangen und weltvergessen ein Buch liest und es am Ende liebevoll zuklappt. Der Zuschauer wird sofort mit der Person konfrontiert, die er im Film bis zum Ende hin hauptsächlich begleiten wird. Mir war Elizabeth Bennett, die von Keira Knightley sehr jugendlich frisch verkörpert wurde (schließlich ist sie noch keine 21 Jahre alt) gleich sympathisch (vielleicht deswegen, weil ich auch sehr gerne Bücher lese). Sie geht schließlich zu ihrem Elternhaus, dass auf mich einen gemütlichen Eindruck macht und man merkt anhand des Zustandes des Hauses, dass sie in der Gesellschaft keinen hohen Stellenwert besitzt. Ich persönlich finde es eine gute Idee, diese Familie etwas ländlicher darzustellen, als in der BBC-Verfilmung. Somit bekommt der Zuschauer noch mehr den Eindruck, dass die Familie nicht allzuviel Geld besitzt. Der Zuschauer lernt gleich die Schwestern kennen und die Mutter, die ihrem Mann aufgebracht und nervös berichtet, dass ein Mr. Bingley sich hier in der Gegend niedergelassen hat. Alle sind natürlich in heller Aufruhr, denn es bietet eine gelungene Abwechslung von ihrem eintönigen Leben. Was nun folgt, ist eine recht kompakte Handlung mit allen wichtigen Ereignissen, die im Roman vorkommen: Das erste Aufeinandertreffen von Mr. Darcy und Lizzy, der Fußmarsch zur kranken Jane und der Aufenthalt in Netherfield, die Bekanntschaft mit Mr. Collins und Mr. Wickham, der Ball auf Netherfield, der Besuch Lizzys bei Charlotte und ihrem Mann Mr. Collins, das Wiedersehen mit Mr. Darcy bei Lady Catherine de Bourg, der erste Heiratsantrag von Mr. Darcy an Elizabeth, die Besichtigung des Anwesens Pemperley, der Skandal ihre Schwester Lydia und das Happy End. Natürlich schreitet die Handlung schneller voran, als in der BBC-Verfilmung, die auch mehr Gewicht auf ihre Charaktere legte, aber für zwei Stunden Spielzeit bin ich der Meinung, dass die Umsetzung als gelungen betrachtet werden darf. Schön auch, was sich der Regisseur für Freiheiten herausgenommen hat. So findet unter anderem der Heiratsantrag nicht in Mr. Collins Haus statt, sondern in einem Pavillon aus Stein, bei strömenden Regen. Das gibt meiner Meinung nach noch mehr die Verzweiflung der beiden wieder, in der jeder von sich denkt, dass er von dem anderen missverstanden wird.

Ich mag Keira Knightley sehr gerne in der Rolle der Elizabeth Bennett. Sie verkörpert sehr gut die jugendliche Leidenschaft, aber auch die Vernunft und Klugheit, die ich an ihr so sehr schätze und bewundere. Sie hat ein schönes und reines Gesicht meiner Meinung nach und schon deswegen gebührt ihr die Ehre, die Lizzy spielen zu dürfen. Matthew Mcfadyen spielt den Mr. Darcy äußerst unsicher. Und aus dieser Unsicherheit ist auch sein Stolz erwachsen. Er kann sich nicht ungezwungen in der Gesellschaft bewegen und ist deshalb recht wortkarg, was Elizabeth als Hochmut auslegt. Sie denkt, er fühlt sich der Gesellschaft überlegen. Ich finde diese Darstellung des Mr. Darcys als sehr gelungen, weil er somit auch sehr menschlich herrüberkommt. Was ich noch unbedingt erwähnen möchte ist, dass ich Donald Sutherland, als Mr. Benett einfach nur liebe. Er kommt so liebevoll väterlich herüber, dass ich ihn am liebsten um den Hals fallen möchte. Gerade, als er am Ende so bewegt ist, von dem Eingeständnis der Liebe seiner Tochter Lizzy zu Mr. Darcy. In diesem Moment merkt man, dass er sich nur Glück für seine Tochter wünscht. Aber auch alle anderen Darsteller bestechen in diesem kleinen Meisterwerk.

Fazit: Dieser Film strahlt Wärme aus, er hebt die Landschaft Englands grandios hervor und lässt uns an einer aufblühenden Liebe teilnehmen, die für die damalige Zeit sicher nicht Standard war. Natürlich ist der Roman nicht so ausführlich und werkgetreu wiedergegeben, aber im Grunde wurde nichts hinzugedichtet, was mit der Handlung im Widerspruch steht. Wer den Roman in seiner ganzen Dichte und den darin vorkommenden Personen verfilmt sehen möchte, empfehle ich natürlich die hervorragende BBC-Verfilmung mit Colin Firth und Jennifer Ehle von 1995. Wer aber eine kurze Zusammenfassung sehen und einfach einen romantischen Abend verbringen möchte, dem lege ich diesen Film unbedingt ans Herz.


Sherlock Holmes vs. Arsène Lupin [Hammerpreis]
Sherlock Holmes vs. Arsène Lupin [Hammerpreis]
Wird angeboten von ToBi`s Computer (DER LADEN MIT DEN FAIREN PREISEN!)
Preis: EUR 10,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas eintöniges Spiel mit zu wenig Spannung, 29. April 2009
Dies ist mein drittes Sherlock Holmes Spiel, was ich versucht habe zu bewältigen und mit Hilfe des Lösungsbuches, konnte ich es auch schließlich schaffen.

Die Rätsel sind nach meinem Empfinden nicht immer einfach zu lösen. Man muss als Spieler schon einen gewissen Spür- und Gedankensinn eines Meisterdetektivs haben, um ohne Hilfe weiterzukommen.

Was ich dem Spiel etwas vorwerfe, ist eine gewisse Eintönigkeit, die sich fast bis zum Schluß durch alle Kapitel durchzieht. Das liegt daran, dass alle Kapitel auf die gleiche Art zu lösen sind: Betrete ich als Spieler eines der Gebäude, bekomme ich erst einmal eine Karte von den vielen Räumen, die sich hier befinden. Das hat zum Vorteil, dass ich mich anhand dessen gut orientieren kann und ich unnötige Laufzeiten verhindern kann, indem ich diese Karte anklicke und so schnell in einen anderen Raum komme. Natürlich muss ich mehrmals in diese Räume, weil Sherlock Holmes nicht gleich alles mitnehmen und untersuchen kann. Und das ist mit der Zeit sehr nervig (trotz Hilfe der Karte und somit kurzer Wege) und kann langweilig werden. Dies fiel mir besonders in der Nationalgalerie auf, in der ich mir zu oft irgendwelche Bilder anschaue und im Britischen Museum, in dem ich häufig Codes in eine Registermaschine eingebe, die auf gewisse Bücher hinweisen, die ich dann mühevoll in den Bücherregalen suchen muss. Eine gewisse Spannung kam erst im Buckingham Palace und in dessen Keller auf, in dem man endlich wieder einmal Arsene Lupin zu Gesicht bekommt, der vor Sherlock Holmes flüchtet. Somit hatte ich als Spieler das Gefühl, ihm dicht auf den Fersen zu sein, was ich zuvor nicht hatte, weil man den Meisterdieb einfach zu wenig sieht.

Die Umgebung wird autenthisch und stilvoll umgesetzt, wobei mir die Straßen doch etwas zu menschenleer vorkommen und es immer die gleichen Personen sind, die man zu Gesicht bekommt. Besonders in der Kneipe ist mir dies aufgefallen, denn auch nach dem dritten Besuch stehen immer noch die selben Personen am Tresen, die man zuvor auch schon gesehen hat. Die Menschen kommen mir außerdem auch ziemlich bewegungsarm vor. Besonders bei Lady Leomunda ist mir dies aufgefallen, die auch nach wiederholtem Eintreffen von Sherlock Holmes nur im Raum herumsteht und sonst nichts weiter tut. Hier hätte man sie auch einen Brief schreiben lassen können.

Eine Abwechslung bereiten die Zwischensequenzen, die gut in die Handlung integriert sind. Die Sprecher machen ihre Sache gut, nur die Mimiken der Personen hätten noch lebensechter sein können. Auch die Gestik könnte vielfältiger sein (Sherlock Holmes verschränkt fast nur die Arme vor seiner Brust und Doktor Watson fuchtelt ständig mit seinen Armen herum).

Fazit: Ich möchte das Spiel noch mit drei Sternen bewerten, weil sich die Designer sehr viel Mühe gegeben haben, die Rätsel sehr anspruchsvoll und ideenreich sind. Doch leider hat mir hier beim Spielen die Abwechslung und die Spannung gefehlt, die erst in den letzten beiden Kapiteln etwas zu spüren war. Sherlock Holmes musste nach meinem Empfinden zu viele Räume (auch mehrmals) durchsuchen, was dem Spielfluss nicht immer gutgetan hat. Ich hoffe, dass das nächste Abenteuer virtuoser und vielfältiger in Szene gesetzt wird und man vielleicht auch als Spieler den Spielverlauf verändern kann, so dass die Geschichte nicht zu starr verläuft.


Crank
Crank
DVD ~ Jason Statham
Preis: EUR 5,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Crank ist gelenk....., 30. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Crank (DVD)
.... und schafft es somit aus allen möglichen auswegslosen Situationen zu entfliehen und das, obwohl er ein nicht zu verharmlosendes Handicap hat: Er ist kurz davor zu sterben. Wie es dazu kam? Nun, da muss ich erst einmal ausholen:

Chev Chelios (toll gespielt von Jason Statham, bekannt aus "The Transporter") ist Auftragskiller und eines Tages hängt ihm sein Job zum Hals heraus und er möchte aussteigen. Doch sein alter Arbeitgeber macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Er verabreicht ihm im Zustand der Bewusstlosigkeit ein Gift, dass ihn innerhalb von einer Stunde töten wird. Chev erwacht und erfährt alles in einer Videobotschaft. Ab jetzt wird es hektisch und rasant, denn Chev denkt gar nicht daran einfach so abzutreten. Er möchte das Gegenmittel. Gerade noch im Zustand des Schwindels und der Benommenheit, rast er zu seinem Auto und erfährt während der Fahrt von seinem Freund, der Arzt ist, was das Gift für kurze Zeit aufhalten könnte, zu seinem Herzen zu gelangen: "Bleib niemals stehen." Im Klartext: Er muss einen Adrenalinkick nach dem anderen erleben. Die Situationen die nun folgen sind so aberwitzig, dass man geneigt ist zu lachen, den Kopf zu schütteln, ungläubig zu staunen und einfach nur Spaß zu haben, vorausgesetzt man schaltet sein Gehirn rechtzeitig aus. Ganz wichtig dabei ist nämlich, den Film bloß nicht ernst zu nehmen, denn dass hat der Film auch nicht beabsichtigt und es würde einem die ganze Freude zerstören. Gerade der ernste Hintergrund und wie Chev und die Umwelt darauf reagieren ist einfach verrückt, witzig und überhaupt nicht vorhersehbar. So wird der Film auch nicht langweilig. Wie denn auch, wenn eine rasante Szene die nächste jagt.

Was mich aber doch ein wenig gestört hat, war die nicht geringe Brutalität in dem Film, die man auch nur hätte andeuten können. Dem Spaß hätte dies keinen Abbruch getan. Deswegen ziehe ich einen Stern ab. Für Fans von Actionfilmen, oder Leuten, die mal etwas ganz anderes sehen wollen, ein vergnüglicher Zeitvertreib. Aber ich sage es am besten noch einmal: Bitte nicht ernst nehmen! Wird das befolgt steht der Sehfreude nichts mehr im Wege.


Dämonisch [2 DVDs]
Dämonisch [2 DVDs]
DVD ~ Bill Paxton
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 13,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schockierender Film, der die Abgründe der Menschen zeigt, 29. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Dämonisch [2 DVDs] (DVD)
Dieser Film zeigt scheinbar, zu was die Menschen fähig sind, wenn sie an religiösem Fanatismus leiden. So auch Fenton, der einem FBI Agent erzählt, wie seine Kindheit plötzlich von einem Tag auf den anderen aufgehört hat. Auslöser war sein Vater, der ihm und seinem Bruder Adam eines Nachts erzählt hat, dass ihm Gott erschienen sei. Er hätte ihn beauftragt, Dämonen aufzuspüren, um sie anschließend zu beseitigen. Fenton glaubt zunächst nicht daran und hofft sein Vater würde diesen Gedanken wieder verdrängen. Aber der Zuschauer kann förmlich spüren, dass etwas unheilvolles und todbringendes über den beiden Brüdern schwebt. Im Verlauf des Filmes verstärkt sich dieses Gefühl noch und als ihr Vater plötzlich die "Mordinstrumente" und die Liste der angeblich "Dämonischen" den beiden Söhnen zeigt, so ist klar, dass bald etwas grausames geschehen wird.

Im Verlauf des Filmes habe ich immer wieder gehofft, dass dies alles ein böser Traum ist, aus dem Fenton plötzlich erwacht, doch dem war leider nicht so. Es war für mich richtig belastend zu sehen, wie Fenton, verzweifelt gegen seinen Vater ankämpft und ihn versucht zur Umkehr zu bewegen. Erschwert wird dies noch durch die Tatsache, dass sein Bruder Adam von Anfang an auf der Seite von seinem Vater ist. Allein schon die Vorstellung, dass ein Vater seine Söhne zu so einem grausigen Schauspiel mit hineinzieht, belastet einen schwer und man wünscht sich, dass der Vater doch endlich begreift, dass dies alles Einbildung ist. Aber weit gefehlt. Er mordet im Auftrag von Gott, wie es ihm scheint. Doch die, die er umbringt, sind ja keine Menschen, und so möchte er die Welt nur vor dem Untergang retten. Er berührt seine Opfer vorher, um seinen Kindern zu beweisen, dass sie wirklich Dämonen sind. Immer wenn er seine Hand auf sie hält, durchfährt es ihn und er kann die Berührung scheinbar nicht ertragen. Doch Fenton sträubt sich immer noch seinem Vater zu glauben. Die Situation spitzt sich zu, als sein Vater von ihm verlangt einer der "Dämonischen" umzubringen. Er flüchtet, um Hilfe zu holen.....

Zurück zur Gegenwart: Der FBI Agent fährt mit Fenton zu den "Rosengärten", indem die vielen Leichen liegen, die sein Vater im Auftrag Gottes gemordet hat. Der Zuschauer spürt hier eine leichte Besorgnis, denn irgendwie möchte man Fenton nicht ganz recht über den Weg trauen. Vielleicht hat sich seine Glaubensrichtung verkehrt und ist nun auch von den "Dämonischen" überzeugt. Plausibel ist dies ja, denn sein Vater übte gehörigen Druck auf ihn aus. Wer weiß, was alles in der Zwischenzeit passiert ist. Beide sitzen im Auto, es regnet und Fenton erzählt weiter. Der Zuschauer wird förmlich in den Sog der Geschichte hineingezogen und erfährt nun immer mehr Details, bis zum überraschenden Ende.

Fazit: Der Film ist atmosphärisch dicht, sehr spannend und erzählt auf grausame Weise wie ein Familienvater von einer Sekunde auf die andere dem Wahnsinn verfällt, zu allem Unglück noch seine beiden Söhne an seinen grausigen Taten teilhaben lässt und sie somit benutzt sein Werk zu vollenden. Schlimmer geht es eigentlich nicht und doch kann sich der Zuschauer vorstellen, dass so etwas auch im wirklichen Leben passieren kann. Dem Wahnsinn kann man schließlich überall begegnen. Bill Paxton spielt seine Rolle sehr glaubhaft und er wirkt, trotz seiner Wahnvorstellungen, so normal, wie jeder Bürger, der nur Gutes tun möchte. Matthew McConaughey umweht eine leichte Verwirrung, die darauf schließen könnte, dass auch er vom Vater "angesteckt" wurde. Ich vergebe aber nur vier Sterne, weil die überraschende Aussage am Ende des Filmes, den Film in eine andere Richtung treibt, so dass mir das doch etwas zu fantastisch wirkt.


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