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Beiträge von Frankie Eyes
Top-Rezensenten Rang: 10.565
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Rezensionen verfasst von
Frankie Eyes (Berlin)

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Good To Be Bad
Good To Be Bad
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 8,89

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Best Years of their Lives?, 13. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Good To Be Bad (Audio CD)
2008 ist sehr ergiebig, was alte Rock-Heroen aus den 70ern und deren neue Werke angeht, mal mehr (Uriah Heep, Judas Priest, Nazareth) und mal weniger (MSG) gelungen. Whitesnake kann man getrost zur ersten Kategorie zählen.

Am Anfang steht wieder die Frage: Klingen Coverdale & Co. anno 2008 eher bluesig wie in den 70ern und frühen 80ern oder metallig wie seit "1987"? Eindeutig zweiteres! Mit Doug Aldrich (u.a. ex-Dio) und Reb Beach sind zwei fähige Gitarristen am Start, die trotz aller Härte und Geschwindigkeit das nötige Feeling rüberbringen, das das Werk zum Genuß macht. DC selbst ist wie guter Wein: Seine Stimme wird mit dem Alter immer besser.

Balladeskes gibts gleich dreimal: "All I Want, All I Need" erinnert dabei an kommerziellere Zeiten, vergleichbar mit der zweiten Version von "Here I Go Again", zum Glück nicht so unsäglich wie die dritte. Schön klingt "Summer Rain" (ist bestimmt angenehmer als ein "November Rain" ;-). Das beste ist aber das etwas an Led Zep erinnernde "'til The End of Time" mit herrlicher akustischer Gitarre.

Die Rock-Knaller überwiegen glücklicherweise, wie der Opener "Best Years", der Titelsong "Good to Be Bad" oder das etwas an AC/DC (saugeiles Riff!) erinnernde "Got What You Need". Mein persönlicher Favorit ist "Lay Down Your Love" mit seinem verschleppten Mittelteil. "A Fool in Love" ist tatsächlich ein waschechter Blues-Song in modernem Gewand, eingeleitet passenderweise von Vinyl-Knistern.

Textlich darf man von David Coverdale keine tiefsinnigen Philosophien erwarten. Was sein Lieblingsthema ist, wissen wir wohl alle. (Originalzitat DC: Wäre ich afrikanischer Abstammung, hätte ich die Band "Blacksnake" genannt.)

Die bluesigen Zeiten wie die mit Jon Lord/Bernie Marsden/Micky Moody sind wohl endgültig vorbei (schade!), aber in dieser Form können die "1987"er Whitesnake gern noch ewig weitermachen. "Good to Be Bad" kommt nicht ganz an "1987" heran, übertrifft aber "Judgement Day" bei weitem.

Die Limited Edition in einer schönen Box enthält neben Poster, Aufkleber und anderem Schnickschnack eine zweite CD mit einer akustischen Version von "Summer Rain" (Gänsehaut), einem Radio-Edit von "All I Want, All I Need" (überflüssig), dem Livesong "Take Me With You" (Kracher!) und einem Videotrack von "Ready to Rock" (muß bei mir irgendwie verloren gegangen sein).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2008 2:26 PM MEST


Wake the Sleeper
Wake the Sleeper
Preis: EUR 19,09

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die alten Recken in guter Form, 1. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Wake the Sleeper (Audio CD)
"Wake the Sleeper" ist Heeps erstes echtes neues Studioalbum seit zehn Jahren ("Sonic Origami", dazwischen gab es eine Menge Livewerke und eine Neueinspielung von Klassikern). Was gibt es seitdem Neues? Nichts! Und das ist gut so.

Etwas Neues gibt es doch: Für Lee Kerslake, der aus gesundheitlichen Gründen den Dienst quittierte, sitzt jetzt ein Herr Russell Gilbrook an den Drums. Das hat aber keinerlei musikalische Auswirkungen, außer vielleicht, daß noch kräftiger auf die Tube gedrückt wird als bisher.

Der Opener und Titelsong ist ein rockendes Fast-Instrumental mit etwas Heep'schem Chorgesang. Knackig. "Overload" gefällt besonders durch Lanzons Hensley'sche Hammond-Orgel. Der beste Track ist ohne Zweifel der 7., "What Kind of God", ein epischer Song mit starkem instrumentalen Schlußteil, ein (klitze)kleines "July Morning". Das "Easy Living" dieses Albums heißt "Ghost of the Ocean".

Fast das gesamte Album wurde von Mick Box und Phil Lanzon geschrieben. Trevor Bolder, der seit dem schwächelnden "Conquest" immer wieder heimliche Songperlen am Start hatte, ist hier nur mit zwei Songs vertreten.

Was wir hier bekommen, ist 100% Uriah Heep, inkl. Mick Box' ewiger Wah-Wah-Gitarre, nicht mehr und nicht weniger. Wer etwas anderes erwartet, sollte woanders suchen. 4 Sterne, weil "Wake the Sleeper" nicht ganz mit ihrem letzten Geniestreich "Sea of Light" mithalten kann.
Kommentar Kommentare (20) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2009 11:13 PM MEST


In the Midst of Beauty
In the Midst of Beauty
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 7,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend!, 15. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: In the Midst of Beauty (Audio CD)
Michael Schenker hat alte Freunde zusammengetrommelt, namentlich Gary Barden (Gesang), Don Airey (Keyboards), Simon Phillips (Drums) und Neil Murray (Bass). Damit sind vier Fünftel vom legendären ersten MSG-Album von 1980 am Start. Das hört sich doch gut an, oder?

Ja, wenn ihnen doch bloß ein paar gute Nummern eingefallen wären...

Es wird nach 08/15-Manier losgerockt, die Songs sind austauschbar. 1980 hätten sie es allesamt nicht aufs Album geschafft. Nichts bleibt hängen: Gehört - vergessen. Lediglich "A Night to Remember" mit seinem "Smoke..."-ähnlichen Riff hat etwas Wiedererkennungswert, aber der unterirdische Refrain versaut auch diesen Song. "Na Na" und "Ride on My Way" sind noch hörbar. Das wars aber auch schon.

Dazu kommt noch, daß Gary Barden schon bessere Leistungen am Mikro brachte. Wozu Tastenvirtuose Don Airey dazugeholt wurde, ist mir ein Rätsel. Außer, daß er die Gitarrenriffs begleitet, ist er so gut wie gar nicht auszumachen.

Lediglich Schenker selbst ist in Form und spielt eine schöne, für ihn typisch melodische Gitarre, und die beschert dem Werk den zweiten Stern. Wäre er beim Komponieren doch auch so in Form gewesen...

Was die Produktion angeht... gerade noch akzeptabel, aber definitiv nicht Stand 2008, selbst wenn man berücksichtigt, daß eine altmodische Produktion gewollt gewesen sein könnte. Allerdings hätte auch ein Roger Glover (Produzent des ersten MSG-Abums) hier nichts retten können.

Nein, angesichts der großen Namen kann man nur enttäuscht sein. So, jetzt mache ich Schluß und lege "Lost Horizons" auf!


Nostradamus
Nostradamus
Preis: EUR 8,97

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht einfach ein weiteres Priest-Album, 15. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Nostradamus (Audio CD)
Zugegeben, gewöhnungsbedürftig ist das neue Werk der Metal-Priester schon. Aber wenn man sich erst mal darauf eingelassen hat, macht das Bombast-Werk richtig Spaß.

Glenn und Ken haben die Gitarrensynthesizer wieder ausgepackt, und Don Airey steuerte noch einige Keyboards bei und Pete Whitfield echte Streicher. Daß wir hier kein "Screaming For Vengeance" oder "Painkiller" bekommen, dürfte jedem klar sein, aber ein "Turbo" ist das hier beileibe auch nicht. Auch das Fehlen des bekannten Priest-Logos weist darauf hin, daß dies nicht einfach ein weiteres Werk in der langen Diskografie der Band ist.

Das Opening-Intro klingt mehr nach Alan Parsons als nach Priest, aber "Prophecy" zeigt schon wieder deren Qualitäten, ergänzt durch Synths und Streicher. Ein weiterer Höhepunkt ist "Revelations", das gelegentlich an Sabbath oder Rainbow in besseren Zeiten erinnert, aber durch Glenns und Kens scharfe Soli und Robs unvergleichlichem Gesang doch eindeutig als Priest erkennbar ist.

"War" ist der nächste "richtige" Song. "Gods of War"? War da nicht mal was vor nicht so langer Zeit? "Pestilence And Plague" erinnert ein wenig an "One Shot At Glory" von "Painkiller". "Death" ist SloMo-Metal im Stile von Black Sabbath. Der dämonische Gesang erinnert bisweilen an Alice Cooper!

Nach dem guten aber nicht überragenden "Conquest" wirds mit "Lost Love" ruhig. Dann geht es endlich wieder nach vorne ab: "Persecution" sollte allen alten Priest-Fans zusagen. Rob darf endlich wieder schreien. Synthis sind in den Hintergrund zurückgefahren, und der Song hätte auch auf "Painkiller" enthalten sein können.

Teil 2 beginnt mit "Exiled", das an "Blood Red Sky" von "Ram it Down" erinnert. Gefällt mir aber besser als jenes, schon allein deswegen, weil hier ein Drummer aus Fleisch und Blut echte Felle bearbeitet. "Alone" hat von der Atmosphäre mehr mit Hawkwind aus "Warrior on the Edge of Time" - Zeiten zu tun als mit britischem Stahl. Rob bringt sie aber immer noch, die ganz hohen Töne!

Nach dem "nur" guten "Visions" wird es mit "New Beginnings" wieder ruhig, aber auch sehr hymnisch. Dann geht es langsam ins große Finale. Scott drückt die Pedale bis zum Anschlag durch, und "Nostradamus" ist wieder ein Metal-Fetzer vom Feinsten. Jaa, es sind immer noch Priest! Das schleppende "Future Of Mankind" bildet den krönenden Abschluß. Die nicht erwähnten Stücke sind Intros und Zwischenspiele, die aber nicht so nerven wie die Manowar-Untat vor anderthalb Jahren, sondern die die Songs gekonnt miteinander verbinden.

Die Produktion (von Glenn und K.K. selbst) ist glasklar und knackig, wie es sich bei solcher Musik gehört.

Wie man an den bisherigen Rezensionen sieht, wird dieses Werk - wie damals auch "Turbo" - hitzige Diskussionen auslösen. Aber wer sich auf dieses Abenteuer einläßt, für den lohnt es sich wirklich. Metalheads, die lieber Sachen wie "Freewheel Burning" oder "Exciter" hören möchten, muß vom Kauf eher abgeraten werden. Für die würden sich nur zwei Songs wirklich lohnen. Alle anderen: Augen schließen und genießen!

Noch ein Letztes: "Nostradamus" gibt es in drei Versionen: als Doppel-CD, als Do-CD mit Buch, und als limitierte Deluxe-Box mit den CDs, einem Buch mit den Songtexten, dem Werk zusätzlich auf drei LPs (in hochwertiger Pressung) und einem Poster; alle erfreulicherweise zeitgleich erschienen.
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 24, 2008 9:38 PM MEST


Star Trek - Vanguard: Der Vorbote
Star Trek - Vanguard: Der Vorbote
von David Mack
  Taschenbuch

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein neuer Star Trek - "Pilotfilm", 2. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem Heyne das Star Trek - Franchise wegen rückgängiger Verkaufszahlen hat einschlafen lassen (sie hatten es nicht mal fertiggebracht, nach dem letzten Teil der letzten Shatner-Trilogie deren ersten beiden Teile noch im Handel erhältlich zu halten), nahm sich der rührige kleine Verlag Cross Cult der Serie an und versucht, Star Trek in Deutschland neu zu etablieren. Man wählte dafür den Start einer neuen eigenständigen Serie aus, die Autor David Mack entwickeln durfte. Das Ergebnis ist das literarische Äquivalent eines Pilotfilms einer neuen Serie mit allen seinen Schwächen, sprich: ausführliche Einführung neuer Charaktere auf Kosten einer interessanten Geschichte. Immerhin durfte hier noch die Crew der originalen Enterprise mit Kirk, Spock, Scotty und Co. Starthilfe leisten.

Der Inhalt ist schnell zusammengefaßt: Die Enterprise benötigt dringend Reparaturen und fliegt die neue Sternenbasis 47, genannt Vanguard, an. Das der Station zugeteilte Raumschiff "Bombay" soll ein bei einem versuchten Diebstahl beschädigtes Sensorengitter ersetzen, und wird dabei von Tholianern abgeschossen. Commodore Reyes, Leiter der Station, muß sich daraufhin mit einem Untersuchungsausschuß herumschlagen. Die Enterprise wird losgeschickt, um das Verschwinden der "Bombay" zu untersuchen. Daneben geht es noch um einen Reporter der Föderationsnachrichten und einen Schmuggler, um Klingonen und eine Vulkanierin mit Problemen und noch einiges mehr.

Die Story ist mehr als dürftig - nichts wird wirklich aufgeklärt. Das einzig Spannende ist der tapfere Kampf der "Bombay" gegen die Tholianer. Sicher, es gibt viele Charaktermomente, die aber - zumindest in diesem Band - kaum eine Bedeutung für die Story haben. Am meisten Spaß machen noch die Nebensächlichkeiten, die sich auf die (Original-)Fernsehserie beziehen, z.B. der Wechsel der Uniformen von dem zweifarbigen Anfang aus dem zweiten Pilotfilm "Spitze des Eisberges" zur bunteren Variante der Serie (inkl. Einführung der Miniröcke). Aber auch etablierte Kleinigkeiten der letzten Serie "Enterprise" wurden mit eingearbeitet.

Für sich alleine gestellt wäre "Der Vorbote" ein Flop, aber da er quasi als Pilot einer neuen Serie fungiert, bekommt er von mir noch drei wohlgemeinte Sterne, verbunden mit der Hoffnung, daß die Vanguard-Serie irgendwann noch richtig abhebt.

Ein Wort noch zur deutschen Übersetzung: Zwar ist es richtig, daß sie zu viele Fehler enthält, die aber jedoch rein grammatikalischer Natur sind (hauptsächlich z.B. das "das/dass"-Problem oder das Anrede-"Sie" versus das Pronomen "sie"). Insgesamt gefällt mir der Stil der Übersetzung von Mike Hillenbrand aber viel besser, weil lebendiger und näher am Jargon der Fernsehserien, als der von Heynes Hausübersetzer Andreas "wie dem auch sei" Brandhorst.

Ob mit dieser Serie ein Neustart von Star Trek auf dem deutschen Buchmarkt gelingt, bleibt abzuwarten. Viel wird wohl auch davon abhängen, was J.J. Abrams aus dem Neustart der Kinoserie macht. Ich bleibe jedenfalls skeptisch, aber auch neugierig.


Manfred Mann's Earth Band - Unearthed: The Best of Manfred Mann's Earth Band
Manfred Mann's Earth Band - Unearthed: The Best of Manfred Mann's Earth Band
DVD ~ Manfred Mann's Earth Band
Preis: EUR 17,49

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sammelsurium nur für Fans, 9. Mai 2008
Diese DVD beinhaltet visuelle Mitschnitte der Manfred Mann's Earth Band verschiedenster Art von 1973 bis 2005. Da muß auch jedem klar sein, daß man nicht durchweg erstklassige Qualität in Bild und Ton bekommt. Was man bekommt, sind seltene Fernsehauftritte, Videoclips und Livetracks. Besonders letztere stellen Leckerbissen für jeden Fan dar.

Ein Großteil der Songs sind Promo-Videos, die die Band zum Playback spielen zeigt. Der Sound bei den "Angel Station"-Songs ("Don't Kill It Carol" und "You Angel You") ist zugegebenermaßen wirklich unterirdisch. Da es sich um Playbacks handelt, wäre es ein Einfaches gewesen, sie mit vernünftig klingenden Studioaufnahmen zu unterlegen.

Einige Songs wurden mit den Cartoon-Filmchen unterlegt, die bei den Live-Shows der späten 70er und der 80er gezeigt wurden (besonders witzig: "Instant Sex" zum Instrumental "Fritz The Blank"). Zwei Songs, namentlich "Sikelele" und "Medicine Song" stammen von Manfreds 1991er Projekt "Manfred Mann's Plains Music" und zeigen den späteren Earth Band - Sänger Noel McCalla. Es sind Videoclips, die bisher nur in Südafrika zu sehen waren.

In der zweiten Hälfte der DVD wird es erst richtig interessant: Drei Songs stammen von einer schwedischen TV-Show, wo die Band (wirklich) live spielte. In der Urbesetzung werden "Black & Blue", "Father Of Day" und "Captain Bobby Stout" zelebriert. Mit "Martha's Madman" gibts einen Song von den 1983er Budapest-Auftritten erstmals in voller Länge. Bisher gab es nur eine gekürzte Version, in der Manfreds Solo fehlte. Hier wurde es wieder (in schwarz-weiß) eingefügt. Eingeleitet wird der Song von einem weiteren Cartoon mit Originalton. Daß mitten im Song ein weiterer Teil des Cartoons wieder mit Ton eingeblendet wird und die Musik übertönt, ist allerdings ziemlich daneben.

"Davy's On The Road Again" war auf dem "Watch"-Album ein Livesong, der im Studio ordentlich aufgemotzt wurde. Diese Version ist hier zur originalen Liveperformance zu hören. Während Manns Solo authentisch zu sein scheint, merkt man besonders bei Chris Thompsons Gesang, daß hier intensiv nachbearbeitet, ich würde sogar behaupten, neu aufgenommen wurde. Zum Schluß gibt es mit "Mighty Quinn" noch einen Song der aktuellen (Stand 2005) Band mit einer netten Smoke on the Water - Einlage und mit Noel McCalla am Mikro. Weiß nicht, aber während seine Stimme bei den "Plains Music"-Stücken wirklich großartig klingt, kann ich mich mit ihm als Earth-Band-Sänger einfach nicht anfreunden. Vielleicht liegts auch daran, daß Chris Thompson dem Song (und der Band im Allgemeinen) so sehr seinen Stempel aufgedrückt hat, daß jeder andere wie eine billige Kopie klingt. Was aber am ärgerlichsten ist, ist der Aussetzer mitten im Song. Wer hat da wieder geschlampt?

Positiv bewerten muß man noch das sehr informative Booklet, das Auskunft über jeden Clip liefert.

Trotz aller Mäkel ist "Unearthed" eine Fundgrube für echte Fans.


House of Cards
House of Cards
Preis: EUR 16,55

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Days like these they come along once in a Lifetime, 1. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: House of Cards (Audio CD)
Nach den ganzen Irrungen und Wirrungen der Achtziger und Neunziger mit so unsäglichen Werken wie "Wildest Dreams", "Pleasure & The Pain" und "Steel Umbrellas" erschien 1999 eine CD, auf dem das Insektenwesen der ersten drei Alben wieder zu sehen war. Es gab auch drei neue Chapters der Saga-Saga. Besonders "Remember When" (Chapter 9) und "Home" knüpften an ihre Glanzzeit der Endsiebziger an.

2001 nun erschien das Nachfolgewerk, und das übertrifft den Vorgänger sogar noch. "God Knows" klingt schon, als hätten wir den wahren Nachfolger zu "Worlds Apart" vor uns. Ian Crichton und Jim Gilmour "bekriegen" sich wie in besten Zeiten. "The Runaway" ist ein flotter Rocker mit Hitqualitäten, zeigt aber auch proggige, ja mitunter jazzige Fähigkeiten der Instrumentalisten, und erinnert an beste Momente der ersten vier Alben. "Always There" ist ein ruhigeres Stück mit nicht nur Michael Sadler in Hochform. "Ashes to Ashes" ist dann ein neues Chapter (das 11.) und ein Highlight unter Highlights! "Once in a Lifetime" erinnert rhythmisch etwas an "The Perfectionist", ist aber ein weiterer hymnischer Höhepunkt. Bis hierhin mindestens sechs Sterne!

"Only Human" ragt nicht hinaus. "That's How We Like It" hat wieder schöne Instrumentalpassagen, die an beste Zeiten erinnern. Nach einem kurzen Piano-Instrumental kommt das Kapitel 15 der Saga-Geschichte. "We'll Meet Again" heißt es, rockt wieder, kommt aber leider nicht ganz an "Ashes to Ashes" heran. Trotzdem kein Ausfall! Der Rest ist gute Saga-Kost, der nicht ganz an die erste Hälfte des Albums heranreicht. Vier Sterne. Macht im Durchschnitt: Genau! Oben steht's!


Divine Tree
Divine Tree

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Norweger auf Deep Purples Spuren, 1. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Divine Tree (Audio CD)
Lucifer Was sind eine Hardrock-Band aus Norwegen. Ihr Stil lehnt sich stark an dem von Deep Purple an. Der Opener und Titelsong "Divine Tree" erinnert mit der Querflöte an härtere Jethro Tull, und auch der Gesang klingt nach Ian Anderson. Daneben gibt es aber auch Lord'sche Hammond-Harmonien und die Gitarren klingen wie eine Mischung aus Ritchie Blackmore und Michael Schenker.

"Determination" beschwört acht Minuten lang das Feeling progressiven Hardrocks der Endsechziger/Frühsiebziger herauf, wie eigentlich der Großteil des Albums. "On Earth" dagegen hätte auch auf einem Purple-Album der Achtziger draufsein können. "Perfect Strangers" läßt grüßen...

"Almost Home" ist ein siebenminütiger schleppender Song mit Tendenz zur Monotonie. Wo im Mittelteil allerdings ein Herr Blackmore zu einem seiner großartigen Soli angesetzt hätte, herrscht hier eine eigentümliche Leere. Und das, obwohl die Band zwei Gitarristen beschäftigt. "The First Mover", ebenfalls über sieben Minuten, bietet mehr Abwechslung und enthält auch ein purple-typisches Gitarre/Orgel-Zwiegespräch.

Zum Schluß gibt es mit dem fast elfminütigen "Crosseyed" noch ein Paradestück progressiven Hardrocks - ein langsamer Song mit einem furiosen instrumentalen Mittelteil, wo auch wieder eine Querflöte zum Einsatz kommt, und einer schönen Blackmore-Gitarre zum Abschluß.

Fans der genannten Vorbilder bekommen hier eine hörenswerte CD. Nur leider fehlt das letzte Quentchen, das die Genialen von den "nur" guten unterscheidet. Schade.


Hear in the Now Frontier (Remastered)
Hear in the Now Frontier (Remastered)
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Queensryche mit kürzeren Stücken - warum nicht?, 20. April 2008
So ganz kann ich die Schmähattacken auf dieses Album nicht verstehen. Queensryche (wo ist das verdammte Ypsilon mit Punkten auf der Tastatur zu finden?) klingen hier etwas weniger episch als noch auf den Vorgängern, aber gute Songs hat es allemal. Zum Beispiel "The Voice Inside" ist Queensryche at their best! Und "All I Want" klingt mehr nach Siebziger als nach Neunziger, was gut ist. Auch die meisten anderen Songs sind guter melodischer Metal mit guten Hooks und Refrains. Gut, einige Füller sind vorhanden ("Saved" hätte auf früheren Alben wohl erst losgelegt, wo es hier zu Ende ist), aber die Vergleiche mit dem zu jener Zeit vorherrschenden Grunge kann ich nicht nachvollziehen. Queensryche sind Queensryche, auch auf diesem Album, und mit "Sp00l" ist noch ein Schmankerl am Start, den andere Bands erstmal schaffen müssen. Das dali-eske Cover ist nebenbei ein echter Augenschmaus.

"Operation Mindcrime II" finde ich persönlich viel schrecklicher.


On Stage (Rmst)
On Stage (Rmst)
Preis: EUR 7,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "We are not in Kansas anymore!", 20. April 2008
Rezension bezieht sich auf: On Stage (Rmst) (Audio CD)
"On Stage" ist das erste Live-Dokument von Ritchie Blackmore's Rainbow. Die beste Inkarnation dieser Band wird uns leider nur in einem Ausschnitt präsentiert. Am meisten macht es sich beim Fehlen des überragenden Songs namens "Stargazer" bemerkbar. Eigentlich ein unverzeihlicher Faux pas, der aber inzwischen durch nachträgliche Veröffentlichungen von Deutschland-Konzerten wieder gut gemacht wurde. Das war das Negative, aber befassen wir uns mit dem, was dieses Album bietet: Rainbow in der bestmöglichen Besetzung (Hallo Dirk!): kurz: Blackmore (natürlich), Bain, Powell, Carey und natürlich Ronnie James Dio mit seiner unvergleichlichen Stimme, also das Team vom Überalbum "Rising".

Eröffnet wird der Reigen (nach dem Intro von Dorothy aus "Der Zauberer von Oz") mit dem zum damaligen Zeitpunkt noch unbekannten "Kill the King" (erst auf dem nachfolgenden Album "Long Live Rock'n'Roll" erschienen). Ein starker Opener. Es folgt "Man on the Silver Mountain" vom ersten Album, das einen wunderbaren Blues-Teil enthält. "Catch the Rainbow" (ebenfalls vom Debüt) geht hier eine Viertelstunde und wird nicht langweilig. Ein weiterer Höhepunkt ist "Mistreated", ein Song aus Deep-Purple-Zeiten. Whitesnake hatten ihn ebenfalls im Programm, und beide Versionen unterscheiden sich erheblich, aber beide sind wunderbar. Ritchie, befreit von den Fesseln dominanter Mitstreiter wie Jon Lord und Ian Gillan, spielt frei und ungehemmt auf und macht dieses Stück zu seiner Show. Zum guten Schluß gibt es nochmal zwei Stücke vom ersten Rainbow-Album: "Sixteenth Century Greensleeves" (wunderbares Eröffnungs-Solo von Ritchie) und Yardbirds' "Still I'm Sad", das auf Rainbows Erstling nur instrumental dargeboten wurde und hier elf Minuten musikalische Feinkost mit Ronnies unvergleichlichem Gesang bietet und fast speedmetallisch powert.

Wo hier der Sound dumpf sein soll, weiß ich nicht. Alle Instrumente sind klar zu hören, der Sound ist hervorragend. Es gibt auf diesen Seiten eine Diskussion über das genialste (O-Ton) Live-Album aller Zeiten. Rainbows "On Stage" ist ein heißer Anwärter auf diesen Titel. Wie gesagt, einziges Manko ist, daß hier nicht ein vollständiges Konzert geboten wird. Aber da Qualität über Quantität geht, volle Punktzahl!


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