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Rezensionen verfasst von
Mel.E "Mel.E" (L.)

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Fürchte den Schlaf: Thriller
Fürchte den Schlaf: Thriller
von Stevan Mena
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alptraum Deluxe, 17. Januar 2017
Rezension bezieht sich auf: Fürchte den Schlaf: Thriller (Taschenbuch)
"Fürchte den Schlaf" ist ein herausragender Thriller, dessen Mysteryelemente ein gewaltiges Ausmass annehmen. Es einzubauen empfand ich als wirklich interessant, auch wenn es nicht das ist, was ich mein bisheriges Leben lang geglaubt habe. Trotzdem gibt es der Story die gewisse Würze.
Für Jack Ridge läuft die Lebensuhr langsam ab und er quält sich durch Tage voller Schmerz, die er nur noch durch Tabletten bekämpfen kann. Sein Ziel ist, vor seinem Tod seinen aktuellen Fall abzuschließen. Angelina übernimmt sein ganzes Denken, Der Anruf des befreundeten Psychologen lässt Jack umdenken und er befasst sich mit Rebecca, die in Alpträumen immer wieder ein Verbrechen erlebt. Rebecca verändert sich und wirkt regelrecht krank durch den fehlenden Schlaf. Der Titel "Fürchte den Schlaf" ist äußerst passend gewählt, da der Schlaf tatsächlich vieles zum Vorschein bringt und Jack auf die richtige Fährte um Angelina eventuell noch lebend zu finden. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle und als Leserin erspürte ich echte Spannung, die sich vom Prolog an durch den Thriller gezogen hat. Der Spannungsbogen kann sich halten und auch wenn mich das Ende nicht überzeugt, kann ich auf einen Thriller zurückblicken, der mich oftmals beim Lesen mit leichter Gänsehaut überzogen hat.
Als der Täter gestellt zu sein scheint, naht sich das Ende des Falls Angelina, aber irgendetwas scheint unstimmig und Jack kann sich noch nicht zurücklehnen. Nun wird es rasant, unglaublich und immer noch bin ich fassungslos über die Wendungen, die die Story nimmt. Zuvor ist es auch für Laura nicht zu fassen gewesen, dass sich ihre Tochter Rebecca fast täglich in Alpträumen verliert und eine Wesensänderung beginnt. Als sich Laura auf ihre Tochter einlassen kann, wird sie wie ein Sog in einen Kriminalfall hineingezogen.
Das "Ungewöhnliche" ist es, was "Fürchte den Schlaf" ausmacht. Alles andere ist schon irgendwie und irgendwo gelesen worden. Mich hat es fasziniert und oft auch irritiert. Trotzdem konnte ich mich dem Sog nicht entziehen und kann der dadurch erzeugten Spannung nur eine "Leseempfehlung" aussprechen. Alles ist anders, als es ursprünglich erscheint. Es ist beängstigend und auf ganzer Linie faszinierend.


Totenrausch: Thriller (Die Totenfrau-Trilogie, Band 3)
Totenrausch: Thriller (Die Totenfrau-Trilogie, Band 3)
von Bernhard Aichner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gebrandmarkt - Abschied von Blum, 15. Januar 2017
"Totenrausch" ist ein wirklich gigantischer Abschluss einer Thriller - Trilogie. Ein klein wenig fällt mir der Abschied von Brünhilde Blum schwer, aber sie hat es verdient, endlich Ruhe und Frieden zu finden, denn das Überleben gestaltet sich gerade im dritten Buch als absolut schwierig. Blum gerät in die falschen Hände und muss sich und ihre Kinder schützen. Eine Flucht nach Deutschland wird sich regelrecht als Falle entpuppen, denn Blum vertraut einem Mann, der sich nicht als gewünschter Rettungsanker entwickeln wird. Die Sicherheit, die er verspricht, wird für Blum grausam und blutig sein. Schiele hat Blum in der Hand und will aufgrund ihrer Vergangenheit das Beste für sich rausholen, dabei bedient er sich einiger grausamer Mittel. Blum, die sich eine neue Identität erkauft hat, steckt in der Klemme, denn töten wollte sie nie mehr, aber was bleibt ihr übrig, denn Schiele hat etwas in der Hand, was ihr lieb und teuer ist.

Der Thriller ist gigantisch. Schon in den ersten beiden Bänden gefiel mir der Schreibstil des Autors, aber das Finale übertrifft alles vorherige. Ich habe den Thriller an einem Abend gelesen, da ich ihn kaum aus der Hand legen konnte. Positiv zu erwähnen ist natürlich auch das sehr angenehme Schriftbild und die kurzen Kapitel, die regelrecht dazu einluden immer weiter zu lesen. Nun ist es beendet und ich hätte mir ehrlich gesagt genau das gewünscht, dass Blum endlich Ruhe und Frieden findet, das morden vorbei ist und sie sich endlich auf ihre beiden Kinder konzentrieren kann, ohne Angst. "Totenrausch" ist als Titel wirklich gelungen, da es sich genau darum drehen wird. Einiges sind Unfälle, aber einige Morde sind genau geplant. Ob derjenige es verdient hat, lassen wir dahingestellt, aber auf jeden Fall wird der Tod einige erlösen von Macht, Gier und Grausamkeit. Es wird immer beschriebene Personen in Büchern geben, die wir nicht schmerzlich vermissen werden, da sie unangenehm und mehr als unsympathisch sind. Auch in "Totenrausch" werden uns Personen begegnen, denen wir im "echten" Leben aus dem Weg gehen sollten, denn sie wollen uns brandmarken und uns unsere Würde zu nehmen. Den Stempel, den sie uns aufdrücken wird nicht nur Haut verbrennen, sondern auch unseren Körper und Verstand brechen. Einige Lebensgeschichten in "Totenrausch" werden uns zutiefst bewegen und echte Bitterkeit wecken. Blum ist stark genug, um sich zu wehren und vielleicht ist es auch das, was mich zutiefst beeindruckt?

Fazit:
"Totenrausch" hat eine Protagonistin erschaffen, die einen wachen Verstand besitzt und nicht klein beigibt und dies auch in sehr ungewöhnlichen Situationen. Eine Frau die sich wehrt und Augen und Ohren aufhält, obwohl sie dieses Mal in eine grausame Falle getappt ist. Sie war doch ein klein wenig zu vertrauensselig und muss dafür einen hohen Preis zahlen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich mich komplett auf die Story einlassen konnte und wirklich zufrieden auf einen gelungenen Abschluss blicken kann.


Black Memory: Thriller
Black Memory: Thriller
von Janet Clark
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schmerzliche Erkenntnisse über Verrat und Machtmissbrauch, 11. Januar 2017
Rezension bezieht sich auf: Black Memory: Thriller (Broschiert)
"Black Memory" verwirrte zusehends. Schon der Klappentext ist nicht ganz eindeutig, denn das vermisste Mädchen, welches erwähnt wird, ist Clares Tochter Bonnie. Sie nur als kleines Mädchen zu betiteln, empfand ich auch im Nachhinein als befremdlich, da die Mutter - Tochter Verbindung doch um einiges stärker erscheinen sollte, als im Klappentext angegeben. Auch wenn Clare sich nicht erinnern kann, wirkt diese Aussage auf mich recht oberflächlich und ich war erstaunt, als Bonnie als Tochter bekannt wurde,
Es fiel mir schwer, Zugang zu einigen beschriebenen Personen im Thriller zu finden, da nicht deutlich ist, wer Feind oder Freund ist. Erst relativ spät wird klar, was die Amnesie bei Clare ausgelöst hat und wer Nutzen daraus zieht, dass Bonnie nicht gefunden wird und Clare sich nicht erinnern kann. Es ist skrupellos und ein Machtspiel, welches erst nach und nach aufgedeckt wird. "Black Memory" ist ein weiterer Thriller der Autorin Janet Clark, der mich begeistert hat. Die Unruhe und Spannung der Story zieht sich komplett durch die Seiten und weckt den Wunsch endlich Klarheit zu finden. Immer wieder werden neue Wege eingeschlagen die verwirren und letztendlich dazu führen mich immer wieder zu anderen Gedankengängen aufzufordern,
Die etwas mehr als 380 Seiten sind zügig gelesen, was auch am angenehmen Schriftbild des Thrillers lag. Hochspannung lag in der Luft, immer wieder dazu auffordernd, Klarheit zu bekommen und aufzudecken, welches Ziel die Autorin verfolgt. Es bot letztendlich einiges an Überraschungen. Die Vergangenheit von Bonnie erschien mir zwar eher fiktiv, war aber ein echter Kracher, da es mir fast schon unmöglich erschien, soviel Einfluss auf die Entwicklung eines Menschen zu nehmen. Es ist einerseits beängstigend, andererseits sehr faszinierend. Es wird also auch ein hochaktuelles Thema behandelt, welches nicht näher von mir erläutert werden wird, da es der Aufhänger der Story ist. Es wurde perfekt ausgearbeitet und hat mir leichte Gänsehaut beschert,

Fazit:
"Black Memory" ist ein gelungener Thriller, der eine äußerst spannende Thematik aufweisen konnte, die sich erst spät offenbart und absolut schockiert. Aus Lügen werden Wahrheiten und umgekehrt. Schwierig ist, Vertrauen zu fassen und sich auf die richtigen Menschen einzulassen. Echte Gänsehautgarantie eines echten Pageturners. Leseempfehlung!

★★★★★


Die Geschichte eines neuen Namens: Band 2 der Neapolitanischen Saga (Jugendzeit) (Neapolitanische Saga)
Die Geschichte eines neuen Namens: Band 2 der Neapolitanischen Saga (Jugendzeit) (Neapolitanische Saga)
von Elena Ferrante
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neapolitanische Saga Teil 2 - Ebenfalls sehr langatmig und dennoch faszinierend, 8. Januar 2017
"Die Geschichte eines neuen Namens" von Elena Ferrante ist der zweite Band eines Vierteilers. Er erzählt die Jugendzeit von Lila und Elena. Zwei jungen Mädchen / Frauen, die sehr unterschiedlich sind und sich in der neapolitanischen Welt behaupten müssen. Ihre Freundschaft wird mitunter sehr auf die Probe gestellt. Ob sie standhalten kann? Mich hat Lilas Verhalten oft verwundert, denn es wird schnell klar, dass Egoismus und mit dem Kopf durch die wand gehen, bei ihrem Mann Stefano auf Gewalt stößt. Es widert mich an, wie Männer ihre Frauen behandeln und ihnen ihre Rechte abschwören, sobald die unter der Haube sind. Lila ist 16 als sie Stefano ehelicht. Ein Kind!

Im Klappentext erwähnt entwickelt sich in Lilas Leben eine gewisse Brutalität, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Für Lila bedeutet es, sich innerlich zurückzuziehen und Demütigungen und Prügel dadurch abzuwehren. Ich will nicht abstreite, dass sie Stefano herausfordert, aber seine Reaktionen sind gänzlich falsch. Solch einen Mann kann man nicht lieben, oder doch? Irgendwann kommt eine Wende, die Lila wieder liebenswert erscheinen lässt, allerdings nicht in den Augen von Elena, die sich Lila entfremdet. Lila ist sich ihrer Macht und Stellung bewusst und setzt doch alles aufs Spiel, auch ihre Freundschaft zu Elena.

Der Roman lässt sich leider nicht so leicht lesen wie erhofft, da ich mich innerlich wirklich darauf einlassen musste, mich erneut in ein Zeitalter zu begeben, in dem es Frauen an Wertschätzung fehlt. Ich fand es wirklich hart, da es an den ersten Band "Meine geniale Freundin" anknüpft (Rezension -HIER!) konnte ich nahtlos weiterlesen. Gleich zu Beginn gibt es ein Personenverzeichnis und dieses ist auch äußerst wichtig, da der Roman sonst noch schwerer zu lesen wäre. Es ist leider auch hier eine gewisse Langatmigkeit zu verspüren, die mir schon im ersten Band oft die Lust am Lesen nahm. Trotzdem kann ich mich einem gewissen Sog nicht entziehen, denn ich möchte den Sinn des Titels "Die Geschichte eines neuen Namens" erkennen und begreifen.

"Die Geschichte eines neuen Namens" ist einerseits wirklich hochkarätig, auf der anderen Seite aber wirklich sehr mühsam zu lesen. Gerade die Tage an denen sich Müdigkeit breit macht, verschwindet rasch das Interesse. Der 624 Seiten dicke Wälzer hielt mich mehr beschäftigt als erhofft, denn ebenso wie der erste Band nimmt die Story mitsamt seiner Hintergründe erst ab Mitte des Buches an Fahrt auf. Es lohnte sich also doch ein klein wenig durchzuhalten.

Eine nette, runde Lebensgeschichte, die mich leider nicht komplett überzeugt hat, daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung! Der Wohlfühlcharakter blieb gänzlich aus und weder Lila, noch Elena konnten mich überzeugen oder insgeheim Sympathiepunkte einheimsen. Mir ist immer noch schleierhaft, wie diese beiden jungen Frauen jemals Freundinnen werden konnten. Sie leben eigentlich aneinander vorbei und obwohl beide über einen großen Verstand verfügen, scheint nur eine bereit zu sein ihn zu nutzen, während die andere ihr vorgegebenes Leben als Ehefrau und Mutter leben wird. Diesem Käfig zu entkommen, nimmt ihr alle Kraft und wo Lila letztendlich endet, lest am besten selbst. Hochmut kommt vor dem Fall oder so ähnlich ☺


Winterzauberküsse: Roman
Winterzauberküsse: Roman
von Sue Moorcroft
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Mehr Drama als Winterzauberküsse, 30. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Winterzauberküsse: Roman (Taschenbuch)
"Winterzauberküsse" weist ein unglaublich schönes Cover auf, welches Winterstimmung und Vorfreude verbreitet. Es glitzert und funkelt wenn man es in den Händen hält. Meine Erwartungen waren durch den Klappentext darauf ausgerichtet, eine romantische Liebesgeschichte zu lesen, die optimal in die Weihnachtszeit passt. In eine Zeit, in der ich als Leserin einfach mal meine Seele baumeln lassen möchte und mich einfach nur durch schöne Worte und eine lebendige Geschichte berieseln lassen möchte. Leider kommt "Winterzauberküsse" erst sehr spät in Fahrt und gerade Liebesdinge entwickeln sich für mich viel zu spät, um diesem Roman noch Romantik abgewinnen zu können. Die Grundidee ist nett, denn Vertrauen zu fassen, wenn man maßlos enttäuscht wurde, ist etwas, was nachzuvollziehen ist. Nicht nachzuvollziehen ist, sich immer mehr zurückzuziehen und sich bloßstellen und demütigen zu lassen.
Im Roman glänzt eindeutig Wendy, Sams Mutter. Ihre Krebserkrankung steht im Vordergrund der ganzen Inszenierung Ava als Freundin zu präsentieren. Logisch ist, dass sich Sam und Ava ineinander verlieben werden, denn dies liest sich ja schon aus dem Klappentext. Was sich nicht lesen lässt ist das ganze Geplänkel hier und da, bis sie sich endlich annähern. Manchmal verstehe ich nicht, warum ein Roman anders dargestellt wird, als er letztendlich auf seine Leser wirkt. Meine Erwartung war eine ganz andere und es war auch mal schön über Rachepornos aufgeklärt zu werden und die Ohnmacht zu spüren die daraus folgt, aber mir nahm es ehrlich gesagt viel zu viel Raum ein. Die Hüte konnten mich auch faszinieren, da ich mir darüber auch noch nie Gedanken gemacht habe, das Hüte einen anderen Namen haben, anders getragen werden können, eine bestimmte Form besitzen und eben auch anders modelliert und gestaltet werden können. Dies war faszinierend und wertete auf. Manches andere wirkte auf mich zu dick aufgetragen und konnte letztendlich nicht überzeugen.
Ich las "Winterzauberküsse" mit gemischten Gefühlen, da es mich einfach nicht berührte. Es gab zwei, drei sehr schöne Szenen, auf die aufgebaut hätte werden können, alles andere war nett zu lesen, aber nichts, was wirklich hängenbleiben würde. Echte Schönheit und Gefühle eines Liebesromanes blieben unausgesprochen und daher kann ich leider nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen. Für Leserinnen, die echte Romantik suchen, ist dieser Roman leider ein Fehlgriff!

★★★★ 3,5 Sterne


Sehende Hände: Roman
Sehende Hände: Roman
von Bi Feiyu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

5.0 von 5 Sternen Hochkaräter mit kleinen Schwächen, 28. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Sehende Hände: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Sehende Hände" ist ein Roman, der verdeutlicht, welch wichtiges Gut unser Augenlicht ist. Hier sind es die Hände, die Ohren und andere Sinne, die blinden Masseuren und Masseurinnen ein gutes Auskommen ermöglichen, trotzdem ist es mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Schwer fiel mir, die chinesischen Namen auseinander zu halten und mich auf die Protagonisten einzulassen, Es erschwerte mitunter den Lesefluss. Trotzdem ist "Sehende Hände" ein echter Hochkaräter auf den man sich als Leserin einlassen sollte. Die Story selbst ist erstklassig geschrieben und verdeutlicht zwar ein gewisses Maß einer Behinderung, die aber nicht überhand nimmt, da die Blindheit zwar vorhanden ist, die beschriebenen Menschen aber einen guten Weg finden, sie zu umgehen. Es ist ein Kampf ums Überleben auf eine wirklich wundervolle, liebenswerte Art und Weise beschrieben. Die beschriebenen Charaktere, die einige Zeit brauchen, um auseinander gehalten zu werden, werden irgendwann zusammengefügt und ergeben eine Einheit, die nicht von Anfang an zu erkennen ist. Wichtig ist, sich darauf einzulassen, denn es kommt der Punkt, an dem der Leser begreift, was Bi Feiyu aussagen will. Die Recherchen des Autoren kommen zum Tragen und geben dem Roman einen authentischen Rahmen.
Es geht um Freundschaft und auch um Liebe, was erschwerend ist, wenn eine Partnerschaft aus Blinden besteht, die sich auch gegenüber ihren Familien behaupten müssen. Diese Felsbrocken der Ablehnung bestehen lediglich aus Angst, was verständlich und authentisch wirkt. Als blinder Mensch geboren oder durch Krankheit dazu verdammt, erschweren das Leben, was oft deutlich wird. Herausragend ist die innere Stärke, die sich auf andere Sinne und Begabungen stützt, die ein Mensch nutzen kann, um trotzdem seinen Lebensweg zu meistern. Trotzdem sind Sorgen nicht ausgeschlossen, sei es aus der Familie heraus oder aus der betreffenden Person kommend. Innere Kämpfe sind deutlich hervorgehoben und wirken absolut glaubwürdig.

Fazit:
"Sehende Hände" fokussiert sich auf Probleme, die aufgrund einer Sehbehinderung absolut authentisch auf seine Leser einwirkt. Dies geschieht liebevoll und warmherzig, regt aber dennoch zum Nachdenken an. Schwer fiel lediglich, die chinesischen Namen auseinander zu halten, die erst spät für mich als Leserin ein Gesicht und eine Zuordnung der Begebenheiten bekamen. Ein hochkarätiges Buch, welches Probleme nicht ausschmückt, sondern als gegeben beschreibt und sie nachdrücklich auf seine Leser einwirken lässt.


Es beginnt am siebten Tag
Es beginnt am siebten Tag
von Alex Lake
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychotisch aufwühlend, 27. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Es beginnt am siebten Tag (Broschiert)
"Es beginnt am siebten Tag" beginnt mit der Entführung der kleinen Anna. Diese Entführung war nur möglich, da ihre Mutter sich verspätete. Die Angst und Sorge der Eltern ist nachvollziehbar und sehr authentisch. Die Schuldgefühle und Selbstvorwürfe von Julia sind greifbar. Die Presse stürzt sich auf sie wie die Geier und letztendlich steht sie als Rabenmutter da, die ihr Kind nicht verdient hat. Die Medien bringen Dinge zutage, die Julia in ein immer schlechteres Licht rücken. Woher haben sie diese Informationen und was bezwecken sie damit? Das Verschwinden von Anna kann Julias und Brians ehe nicht kitten. Edna sorgt dafür, dass alles nur noch schlimmer wird und nachdem Anna nach fünf Tagen ohne Erinnerung zurückkehrt, beginnt das wahre Martyrium. Echter Wahnsinn wird deutlich, denn wir tauchen in das aktuelle Geschehen ein, teilen aber auch gleichzeitig die Gedanken des Entführers. Es scheint eine Strafe zu sein, die lediglich Julia betrifft. Ein ausgefeilter Plan, dessen Ende noch nicht geschrieben wurde. Oftmals hatte ich Verdachtsmomente, die sich letztendlich auch bestätigten. Es geht definitiv um Macht und darum, sich völligst unterzuordnen durch Angst. Es ist wirklich gruselig, zu welchen Gräueltaten Menschen fähig werden. Julia erscheint nicht als die Person, die sich gleichgültig verhält. Sie beginnt wie eine Löwin zu kämpfen, was mir deutlich machte, wie stark Mutterliebe uns Frauen machen kann. Aus diesem Grund empfand ich "Es beginnt am siebten Tag" als sehr gelungen. "Es beginnt am siebten Tag" ist eindeutig als Thriller zu betrachten, da sich die Spannung nach und nach aufbaut, um dann mit einem echten Kracher, der zwar rasch zu erkennen war, endet. Wirkliche Überraschungen boten sich mir nicht, aber dennoch habe ich ein leichtes Unwohlsein und Hochspannung wahrnehmen können. Der Schrecken kommt schleichend, um sich dann in einem lauten Knall zu entzünden. Echter Wahnsinn wird deutlich und das Ende des Thrillers ist genauso, wie ich es mir gewünscht hätte. Niemand darf ungestraft davonkommen, auch wenn er / sie es noch so schlau angestellt hat und über Jahre hin straffrei geblieben ist. Irgendwann macht man Fehler und diese sind es, die einem das Genick brechen werden.

Fazit:
Schleichende Spannung, die erst nach und nach zum Tragen kommt, um dann letztendlich in einem gewaltigen Showdown zu enden. Überraschungen gibt es wenige, dennoch werden am Ende Dinge deutlich, die auf eine gewaltige Psychose hindeuten. Der Drang nach kompletter Machtübernahme über andere Menschen (selbst die, die einem nahestehen) ist nicht utopisch und sicherlich in einigen anderen nicht fiktiven Familien sichtbar. Wer zu schwach ist sich dagegen zu wehren, hat eigentlich schon verloren. Julia führt einen Kampf, den sie eigentlich schon verloren hat, oder nicht?

★★★★


Sanfte Rache: Thriller
Sanfte Rache: Thriller
von Sandra Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sanfter Thrill, 23. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Sanfte Rache: Thriller (Gebundene Ausgabe)
"Sanfte Rache" ist ein gelungener Thriller, der nach und nach seine ganze Spannung entfalten kann. Der Schreibstil ist relativ sanft und lässt mich als Leserin immer wieder verwirrt Rückblicke halten. Nichts ist vorerst offensichtlich und entwickelt erst spät seinen tiefen Sog, was den Lessefluss aber nicht beeinflusst, sondern einer großen Erwartungshaltung gleichkommt. Da ich schon mehrfach Bücher der Autorin Sandra Brown gelesen habe, war mir bewusst, dass nicht nur Thrill eine Rolle spielen wird, sondern auch Leidenschaft hineinfließen wird. Diese Kombi empfand ich als absolut gelungen, da es nicht Überhand nimmt, sondern regelrecht sanft hinzugefügt wurde. Der Titel des Buches ist wirklich sehr gut ausgesucht, obwohl Rache niemals sanft sein kann, denn für diejenigen, an denen Rache genommen wird, ist es äußerst schmerzhaft und verändert ihr bisheriges Leben. Warum Rache wird erst relativ spät klar und wirft ein sonderbares Licht auf Emorys Entführer. Ein Entführer der keiner ist und dennoch erst einmal so wirkt, denn warum sollte er Emory sonst in seiner Berghütte beherbergen? Warum kann sich Emory nicht an die Geschehnisse erinnern? Hatte sie einen Unfall? Warum will er unerkannt bleiben? Warum verheimlicht er Herkunft und seinen Namen? Warum ist er brutal und zeigt oftmals eine andere Seite als die, die Emory sieht? Letztendlich ist alles anders, als es erst einmal den Anschein erweckt. Für Emory wird sich einiges ändern, nicht nur die Gefühle, die sich langsam, aber stetig entwickeln und ein gewisses Vertrauen voraussetzen. Kann Emory einfach an ihr altes Leben anknüpfen? Die Grundstimmung des Thrillers ändert sich etwa ab Mitte des Buches und zeigt endlich auf, was wirklich geschah, zumindest als Leserin bekam ich den einen oder anderen Geistesblitz. Mir hat sehr zugesagt, dass alle Wendungen die nun geschehen werden sinnig und authentisch einwirken konnten, obwohl ein gewisser Kitsch nicht abzuwehren war. Es entwickelt sich ein Gespinst aus Lügen und Intrigen, die die Spannung aufrecht erhalten und der beginnenden Liebesgeschichte einen guten Rahmen boten.

Fazit:
"Sanfte Rache" wirkt vorerst sanft, obwohl es auch brutale Seiten aufwies, die Mobbing und Missbrauch behandelten. Es entwickelt sich eine Spannung, welches in einem regelrechten Showdown endete, der nicht vorhersehbar war. Sandra Brown ist es erneut gelungen mich an der Nase herumzuführen und mich mitzunehmen in einen spannungsgeladenen Thriller, der letztendlich ganz anders war als erwartet. Wer letztendlich die wahre Bedrohung ist, wird relativ spät aufgeklärt und konnte überraschen. Gerne eine Leseempfehlung, da es relativ einfach war, sich auf das Geschehen einzulassen und eine gewisse Begeisterung für Handlung und Schreibstil zu entwickeln.


Ostwind - Auf der Suche nach Morgen: Die Lesung (Ostwind - Bücher und Hörbücher, Band 4)
Ostwind - Auf der Suche nach Morgen: Die Lesung (Ostwind - Bücher und Hörbücher, Band 4)
von Lea Schmidbauer
  Audio CD
Preis: EUR 11,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannungsgeladenes Hörbuch für Pferdefreunde / Pferdefreundinnen, 22. Dezember 2016
Wir lieben Ostwind, was sich tatsächlich nicht verleugnen lässt, daher freuten wir uns riesig auf den 4. Teil der Hörspielreihe. Auch dieses Mal ist es Anja Stadlober gelungen uns auf ein Abenteuer der ganz Besonderen Art mitzunehmen. Wieder einmal voller Action und Pferdeliebe und absolut dazu geeignet es sich gemeinsam mit Kind / Kindern anzuhören. Über 5 Stunden sind natürlich recht lang, um das komplette Hörspiel auf einmal zu hören In einigen Etappen und einigen kleinen Pausen eingeteilt kann dies gut gelingen und forderte natürlich auch dazu heraus, sich als Mutter Zeit zu nehmen.
"Ostwind - Auf der Suche nach Morgen" ist ab 8 Jahren empfohlen und ich kann diesem nur zustimmen. Es ist Kindern angemessen und ließ uns letztendlich begeistert zurück. Fies ist, dass es mit einem Cliffhanger endet und wir zweimal die letzten Minuten hören mussten, um festzustellen, ob wir uns nicht vielleicht verhört haben. Nun harren wir einem Erscheinungstermin für eine Fortsetzung entgegen, die hoffentlich nicht all zu sehr auf sich warten lässt. In meinen Ohren klang das Hörspiel keineswegs als wäre es nur "typisch Mädchen", denn das Abenteuer, welches Mika wieder einmal erlebt, wird auch Jungs begeistern können, obwohl ich fast ein wenig bezweifele, dass sich Jungs darauf einlassen können, aber wer weiß? Vielleicht ist es einfach nicht cool genug? Doch Jungs, es ist cool, denn es geht um eine Entführung und ganz viel Action. Lasst euch einfach darauf ein, dann werdet ihr es schon heraushören können. Mika ist wirklich der Oberhammer und die Verbindung zu ihrem Pferd einfach nur fantastisch. Das Cover blendet nur. Die Story dahinter ist wirklich hörenswert und James Bond würdig ☺Es ist wieder einmal absolut dick aufgetragen, aber letztendlich das, worauf wir hofften. Ich bin wirklich gespannt, ob eine Verfilmung folgen wird, denn es ist so vollgepackt mit Action und einer rasanten Verfolgungsjagd, das der Dreh Jahre dauern wird.
Ich kann mich nun entspannt zurücklehnen und von fernen Inseln träumen und den Geruch von Pferdemist in der Nase behalten. Bildlich und absolut genial auch dieses Mal, sodass ich komplett abschalten konnte.
Fanny konnte wieder glänzen und es wird natürlich schnell deutlich, dass alle Protagonisten älter geworden sind und eine Entwicklung durchgemacht haben. Gelungen ist, dass sich hier keine schnöden Liebesbeziehungen einschleichen, denn dies würde mich irgendwann nerven und ist auch nicht auf 8 Jährige Kinder ausgerichtet. Hoffentlich wird dies auch im nächsten Band beachtet, denn meine Begeisterung würde es rapide schmälern.

Rasant, Abenteuerlich und eine Story die es in sich hat. Irgendwann wird auch "Die Suche nach Morgen" eine Bedeutung finden, aber das solltet ihr lieber selbst herausfinden.


Belgravia: Roman
Belgravia: Roman
von Julian Fellowes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Eine Zeitreise voller Intrigen und Misstimmungen - bis hin zum würdigen Abschluss, 21. Dezember 2016
Rezension bezieht sich auf: Belgravia: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Belgravia" ist ein wirkliches Meisterwerk der Intrigen. Mir hat es sehr gefallen, da es zeitlich angemessen und passend erschien. Es gibt Dinge, die lassen uns das Gesicht verlieren und schädigen unserem guten Ruf. Im Heute erscheint würden diese dunklen Geheimnisse der betroffenen Familien im Buch ziemlich lächerlich erscheinen. Niemand würde mehr verurteil oder müsste um seine Stellung in der Gesellschaft kämpfen, daher lieber alles unter den Teppich des Schweigens kehren und Stillschweigen bewahren. "Belgravia" ist absolut authentisch und bereitete mir einige Stunden wahre Lesefreude. Der Schreibstil ist äußerst gelungen und der damaligen Zeit komplett angemessen. Der Reichtum mancher Familien steht im Weg, um offen und ehrlich zu agieren, was bei mir einerseits auf Unverständnis stieß, auf der anderen Seite, aber verständlich ist. Schön ist der Aufbau der Ereignisse, welches sich nach und nach offenbart und nicht geballt auf den Leser / die Leserin einwirken konnte. Was vor 25 Jahren geschah wird sich langsam aufbauen und Einblicke in das damalige Leben schenken. Frauen sind fast schon Ware, die verheiratet werden, ohne auf Emotionen zu achten, sondern nur auf Geld fixiert und das Erobern einer besseren Stellung in der Gesellschaft, die auch die Familie mit einschließt. Manchmal lässt mich dies nur mit dem Kopf schütteln. Die detailreichen historischen Beschreibungen haben eine äußerst einnehmende Art und wirken völlig unverblümt und ungeschönt. Als Leserin wünschte ich mir ein Happy End für alle Beteiligten, welches Rang und Namen aufhebt und nur noch den Menschen in den Vordergrund stellt. Wie zwei völlig unterschiedliche Familien wie die Familie Trenchard und Bellasis zusammenfinden können, bleibt lange unklar und die Angst, Rufmord zu begehen bleibt lange Zeit bestehen. Emotional bewegt sich "Belgravia" auf sehr hohen Niveau, da aus Hass selbst Mord werden könnte und aus tiefen Gefühlen wie Liebe ein Aufbegehren gegen dem, was ursprünglich geplant ist. Letztendlich wird das Ende des Romans mich völlig zufriedenstellen und echte Begeisterung in mir auslösen.

Fazit:
Historisch sehr detailliert aufgebaut und sehr authentisch wiedergegeben. Rang und Stellung innerhalb der Gesellschaft stehen der Familie Bellasis und Trenchard im Weg, um mit offenen Karten zu spielen. Der Mantel der Verschwiegenheit lässt Gerüchte entstehen, die selbst das Personal der Häuser zu Intrigen und Bespitzelung der Hausherren herausfordert. Letztendlich kommt die Wahrheit doch ans Licht, aber ganz anders als erwartet, was mich letztendlich überzeugt hat. Gerne eine Leseempfehlung an einen Roman, der tatsächlich an Downtown Abby erinnert.


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