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Rezensionen verfasst von
hansi

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Lügenmauer. Irland-Krimi: Kriminalroman (Ein Emma-Vaughan-Krimi, Band 1)
Lügenmauer. Irland-Krimi: Kriminalroman (Ein Emma-Vaughan-Krimi, Band 1)
von Barbara Bierach
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irlands dunkle Seite, 17. Juli 2016
Emma Vaughan, alleinerziehend mit einem 15jährigen Sohn, hat es endlich geschafft in die Einheit der irischen Polizei zu kommen. Die Kollegen begegnen ihr mit Misstrauen, da sie in den USA aufgewachsen ist und sie als Protestantin der falschen Religion angehört. Einziger Lichtblick ist ihr Partner James Quinn. Beide werden zu einem Tatort gerufen. Reverend Charles Fitzpatrick, einer der wichtigsten Protestanten, wurde erdrosselt aufgefunden. Die Ermittlungen laufen ins Leere, es gibt einige Feinde, aber ein klares Motiv ist nicht erkennbar. Ein altes Foto bringt Emma auf die richtige Spur.

Als Leser muss man ein wenig auf die Angaben in den Überschriften achten, da das Buch auf verschiedenen Zeitebenen spielt. Das erste Kapitel beginnt mit einer Vergewaltigung, die im Jahr 1964 geschieht. Die Geschichte wechselt dann ins Jahr 2005 bzw. 2004 und somit wird die Neugier geweckt, denn man fragt sich, was verbirgt sich hinter diesen Zeit- und Handlungsabläufen und welches dunkle Kapitel Irlands wird ans Licht gebracht.

Barbara Bierbach hat einen angenehmen Erzählstil. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Emma Vaughan und ihr Kollege James Quinn sind mir sehr sympathisch, zwischen den beiden knistert es gewaltig, so dass man auf die Fortsetzung gespannt sein kann. Neben der Kriminalgeschichte erfährt man viel über das Land, über die Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken, den Einfluss, die die Kirche auf die Menschen hat, die IRA sowie die besonderen Eigenheiten der Iren. Die Autorin hat dieses gekonnt miteinander verwoben. Für mich war das Ende eine Überraschung, denn mit der Entscheidung von Emma habe ich nicht gerechnet.

Ein empfehlenswerter Krimi, der ohne großes Blutvergießen auskommt.


Venezianische Schatten: Luca Brassonis dritter Fall (Ein Luca-Brassoni-Krimi 3)
Venezianische Schatten: Luca Brassonis dritter Fall (Ein Luca-Brassoni-Krimi 3)
Preis: EUR 3,99

3.0 von 5 Sternen Venedig im Winter, 16. Juni 2016
Venedig im Winter und kaum Touristen – eine sehr ungewöhnliche Szenerie. Commissario Luca Brassoni und seine Freundin, die Gerichtsmedizinerin Carla Sorrenti machen einen Spaziergang und finden auf der Kirchentreppe eine junge Frau, die einen verwahrlosten und verwirrten Eindruck macht. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass sie unter einer schweren Amnesie leidet. Luca Brassoni ist sich sicher, dass hinter der Geschichte mehr steckt. Möglicherweise ist sie irgendwo gefangen gehalten worden. In Venedig gab es in letzter Zeit einige Vermisstenfälle. Alle Opfer sind jung, hübsch und blond. Der Commissario vermutet, dass alle Opfer eines Serienentführers oder –mörders sind. Mit Beharrlichkeit beginnen Commissario Brassoni, der auch mit privaten Problemen zu kämpfen hat und sein Team zu ermitteln und stoßen auf alte Fälle, die bereits zu den Akten gelegt wurden.

Dies ist der dritte Fall um Commissario Luca Brassoni von Daniela Gesing. Sie hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Die Autorin verwendet gängige italienische Redewendungen, die für mich verständlich waren. Die guten Beschreibungen der Handlungsorte mit den vielen Sehenswürdigkeiten, ermöglichen den Leser sich in die Lagunenstadt versetzt zu fühlen. Sie sind gut abgestimmt und wirken nicht aufdringlich, aber mehr sollte es auch nicht sein.

Interessant fand ich mehrere Perspektivwechsel, die aus Opfer- bzw. Tätersicht geschildert wurden. Negativ aufgefallen sind mir einige inhaltliche Wiederholungen, deren Sinn ich nicht nachvollziehen konnte. Die Spannung hätte sich noch etwas steigern können, da für mich schon sehr früh der Täter erkennbar war. Die kleinen Ablenkungsmanöver fand ich sehr offensichtlich und erzielten nicht den gewünschten Effekt mich von meinem Täter abzubringen. Ich fand, dass dieses der schwächste Band der Reihe ist.

Mein Fazit: Ein angenehm zu lesender Krimi mit wenig Spannung.


Fuchskind: Kriminalroman (Ein Gesine-Cordes-Krimi, Band 2)
Fuchskind: Kriminalroman (Ein Gesine-Cordes-Krimi, Band 2)
von Annette Wieners
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ruhiger Krimi, aber trotzdem spannend, 16. Juni 2016
Nach „Kaninchenherz“ ist dieses der zweite Band um Gesine Cordes, die ihren Job als Polizistin an den Nagel gehängt hat und nun als Friedhofsgärtnerin arbeitet.

An einem nebligen kalten Herbstmorgen will Gesine ihrer Arbeit auf dem Friedhof nachgehen und hört das leise Schreien eines Säuglings. Versteckt unter Büschen findet sie ein Baby in einer Kinderschale. Es beginnt sich zu verkrampfen und läuft violett an. Hat das Kind an giftigen Blättern gesaugt? Schnell springt sie in ihr Fahrzeug und fährt in rasendem Tempo ins Krankenhaus.

Als sie auf das Ergebnis der Untersuchung des Kindes wartet, kommt Marina Olbert von der Mordkommission und bittet Gesine um eine Zeugenaussage. Doch es geht nicht um das Findelkind, sondern an der Bushaltestelle vor dem Friedhof ist die Leiche einer Frau gefunden worden. Ist sie die Mutter von dem Baby und hängen diese beiden Fälle zusammen? Gesine Cordes und Marina Olbert beginnen an unterschiedlichen Fadenenden um diese Fälle aufzuklären.

Obwohl ich den ersten Band nicht kenne, fiel es mir leicht in die Geschichte hinein zu finden. Im Laufe der Handlung gibt es immer wieder Verweise auf das erste Buch, so dass es vielleicht doch ratsam wäre, dieses vorher zu lesen.
Die Protagonistin Gesine Cordes hat einen tragischen Lebenslauf, denn vor mehr als 10 Jahren verlor sie ihren kleinen Sohn. Sie gab ihren Job bei der Polizei auf und trennte sich von ihrem Mann Klaus, der in diesem Band eine geheimnisvolle Rolle spielt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Durch die bildhafte Sprache kann man sich den Arbeitsplatz von Gesine sehr gut vorstellen. Interessant fand ich auch die kurzen Angaben über giftige Pflanzen aus Gesines Notizbuch.
Es handelt sich hier mehr um einen ruhigen Krimi, der ohne Blutvergießen auskommt, mit interessanten Charakteren und trotzdem spannend ist.


Todesstrand: Ein Ostsee-Krimi
Todesstrand: Ein Ostsee-Krimi
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mörderische Ostsee, 17. Mai 2016
Emma Klar befand sich eine Nacht in der Gewalt von Teith und seinen Männern, die einem weit verzweigten Netz im Bereich der organisierten Kriminalität angehören. Durch einen Trick konnte sie sich befreien, doch dieses schreckliche Ereignis brachte Emma dazu ihre Arbeit beim LKA aufzugeben. Sie nahm eine neue Identität an und hat sich nach Wismar zurückgezogen. Dort wollte sie allein als harmlose Privatdetektivin arbeiten, um verdeckt Ermittlungen nach Teith anzustellen, der wie vom Erdboden verschluckt war.
Die Sonderermittlerin Johanna Krass vom BKA bittet Emma Klar um Mitarbeit. Gemeinsam sollen beide als Privatermittlerinnen tätig werden, um Teith ausfindig zu machen und gleichzeitig die Organisation zu zerstören. Zögerlich stimmt Emma zu.

Um ihre Tarnung als Privatdetektivin aufrecht zu halten, übernimmt sie einen Fall. Ihr erster Mandant Paul Zilbert beauftragt sie Nachforschungen anzustellen. Seine 16jährige Tochter ist seit drei Monaten tot, die Polizei vermutet Suizid wegen Liebeskummer. Doch Zilbert ist davon überzeugt, dass seine Tochter sich niemals selbstgetötet hätte. Die Ermittlungen bringen Emma ins Umfeld von Teith.

Katharina Peters führt in flüssigem Schreibstil in das Geschehen ein und stellt die beteiligten Personen vor. Die Zusammensetzung des Ermittlerteams fand ich interessant, die ehemalige LKA-Beamtin Emma Klar, Sonderermittlerin Johanna Krass und die beiden Privatdetektive. Durch diese unterschiedlichen Personen wurde Abwechslung erreicht, gleichzeitig hat die anschauliche Beschreibung dazu geführt, dass mir das Team sympathisch war.
Etwas überrascht hat mich das Ende. Es war für mich sehr plötzlich und da blieben bei mir noch einige Fragen offen. Ein paar Seiten mehr am Ende hätten mir besser gefallen, aber vielleicht gibt es noch einen Nachfolgeband, der Aufklärung bringt.

Ansonsten wieder ein empfehlenswerter Krimi von Katharina Peters.


Inselträume (Das Inselhotel, Band 3)
Inselträume (Das Inselhotel, Band 3)
von Sandra Lüpkes
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ab auf die Insel, 4. Mai 2016
Ab in den Urlaub ins kleine Inselhotel am Leuchtturm von Jannike Loog. Die Saison ist gut gelaufen. Die Gäste schwärmen von der besonderen Atmosphäre dieses Hauses. Es könnte alles so schön sein. Nun im Herbst gibt es einige ruhige Tage im Hotel, trotzdem schaffen es Jannike und Mattheusz nicht, gemeinsame Stunden zu verbringen. In ihrer Beziehung beginnt es zu kriseln. Als eine große Brauerei ein Wettschwimmen mit einem Preisgeld zwischen den Bewohnern der sieben Nordseeinseln ausruft, überredet der smarte Bademeister Nils Boomgarden Jannike zur Teilnahme. Sie trainiert fleißig und ist einem kleinen Flirt mit Nils Boomgarden nicht abgeneigt, sehr zum Kummer von Mattheusz. Danni, der Geschäftsführer des Inselhotels, will sich eine Auszeit nehmen, denn er und sein Partner Siebelt haben einen Pflegesohn aufgenommen. Lasse, der Sohn einer Bekannten aus Hürth, ist straffällig geworden und soll hier auf der Insel eine zweite Chance bekommen. Dann treibt ein Feuerteufel sein Unwesen und der Verdacht fällt sofort auf Lasse. Doch ist er wirklich der Feuerteufel?

Auch bei diesem dritten Band um das kleine Inselhotel bin ich wieder gern auf die Insel zurückgekommen. Mir gefällt der leichte und flüssige Schreibstil. Sandra Lüpkes führt den Leser auf unterhaltsame, aber auch humorvolle Weise durch die Geschichte. Die bildhafte Sprache lassen bei mir ein regelrechtes Kopfkino entstehen. Man spürt den Nordseewind, das Gewusel im Inselhotel und abends das Blinken des Leuchtturms. Wie bei den anderen Bänden hatte ich beim Lesen wieder das Gefühl eine kurze Auszeit vom Alltag zu nehmen. Man trifft auf gute Bekannte, aber auch neue Gesichter tauchen auf. Wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, findet am Ende ein Personenregister. Gefallen haben mir wieder die kleinen Zeichnungen am Anfang eines jeden Kapitels. Sie gehen immer so schön auf den kommenden Abschnitt ein.

Das Wohlfühl-Buch hat mich auf meinen Nordseeurlaub eingestimmt, mir schöne Lesestunden bereitet und ich habe mich ungern von den gut gezeichneten Charakteren verabschiedet. Auch im vierten Band werde ich mich wieder im Inselhotel verwöhnen lassen.


Lügengrab: Kriminalroman
Lügengrab: Kriminalroman
von Hendrik Berg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Lügengrab, 20. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Lügengrab: Kriminalroman (Taschenbuch)
Kommissar Krumme aus Berlin sucht Erholung, er will seinen Urlaub auf der Hallig Hooge verbringen. Auf der Überfahrt mit der Fähre lernt er die Studentin Swantje kennen und verschweigt seinen wahren Beruf, da er neugierigen Fragen aus dem Weg gehen will. Er gibt sich als Lehrer für Deutsch und Geschichte aus. Dumm gelaufen für ihn, da Swantje gerade diese Fächerkombination studiert und ihn mit Fragen löchert. Swantje lebte auf der Hallig und kommt nun nach längerer Zeit wieder zurück. Einen Tag vor der Hochzeit verschwand dort ihr Verlobter Marc. Ihre Freunde glauben, dass er sich aus dem Staub gemacht hat, doch Swantje ist überzeugt davon, dass ein Verbrechen geschehen ist. Kommissar Krumme kann es nicht lassen, er fühlt, dass irgendetwas mit dem Verschwinden von Marc nicht stimmt und gerät bei seinen Nachforschungen in Lebensgefahr.

Da ich bereits „Deichmörder“ verschlungen habe, war meine Erwartungshaltung groß. Aber auch dieser Band um Kommissar Krumme konnte mich wieder begeistern. Durch den bildhaften Schreibstil konnte man in die Geschichte tief eintauchen. Die Beschreibung der typischen Landschaft auf der Hallig auch bei Sturmflut fand ich atmosphärisch sehr gut geschildert. Ich spürte regelrecht den Wind, der um die Warften wehte. Die Charaktere sind treffend beschrieben, nicht alle sympathisch, dafür wieder andere sehr liebenswürdig und ich hatte ein gutes Bild von ihnen. Die Geschichte beginnt erst sehr beschaulich bis sie langsam Fahrt aufnimmt. Unterbrochen wird dieses mit kurzen Einschüben, die erahnen lassen, dass ein Scheusal sein Unwesen treibt. Die Auflösung war nachvollziehbar und hat mich überrascht. So sollte ein Krimi sein.

Wer noch nie auf einer Hallig war, bekommt nach dem Lesen dieses Kriminalromans Lust, die Hallig zu besuchen. Aber Vorsicht, es gibt dort auch das Böse.


Ab heute heiße ich Margo: Roman
Ab heute heiße ich Margo: Roman
von Cora Stephan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben zweier starker Frauen, 20. April 2016
Der Roman erzählt die Geschichte von zwei starken Frauen und gleichzeitig erfährt der Leser viel über das Zeitgeschehen im 20. Jahrhundert. Er beginnt in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, führt durch die Kriegszeit, den Wiederaufbau mit dem Wirtschaftswunder, der Teilung Deutschlands, dem Einsetzen des Kalten Krieges bis er einige Jahre nach der Wiedervereinigung endet.

Margarete Hegewald ist siebzehn und hat einen Entschluss gefasst, sie will die Schule verlassen, etwas Anspruchsvolles leisten und Verantwortung übernehmen. Da sie zum Haushalt etwas beisteuern kann, stimmt ihr Vater zu und so beginnt sie eine Lehre in der Buchhaltung von Photo-Werner. Hier trifft sie auf die Fotografin Helene Pinkus, die nur einige Jahre älter ist und bereits im Spanischen Bürgerkrieg viel riskiert hat. Margarete lernt Alard von Sedlitz kennen, verliebt sich in ihn und beschließt, dass sie ab sofort Margo heißt. Doch auch Helene kennt Alard schon seit dem Bürgerkrieg. Beide Frauen durchleben während des Krieges schreckliche Zeiten und verlieren sich aus den Augen. Nach dem Krieg herrscht in Westdeutschland Aufbruchstimmung und Margo lässt sich mit ihrem Mann in Osnabrück nieder. Dort arbeitet sie engagiert mit beim Aufbau einer Firma. Helene bleibt in Ostdeutschland und verkauft ihre Seele an das Ministerium für Staatssicherheit. Sie hilft mit beim Kampf für Frieden und Sozialismus. Beide Frauen verbindet ein Geheimnis, dass sie bis zu ihrem Lebensende nicht wieder loslässt.

Der Roman ist in drei Bereiche unterteilt und befasst sich mit dem dritten Reich, dann Deutschland West und Ost und wechselt dann zu der Zeit nach dem Mauerfall. In diesem Buch habe ich 70 Jahre deutsche Geschichte hautnah gespürt und konnte gleichzeitig die Lebensgeschichte zweier starker Frauen mit erleben. Die Personen sind wunderbar gezeichnet mit ihren Stärken, Schwächen und Träumen, aber auch mit der Schuld, die sie auf sich geladen haben. Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen und kann nun auch nachvollziehen, wenn Eltern oder Großeltern wenig über ihre Erlebnisse während des Krieges sprechen.

Ein empfehlenswertes Buch, welches mir wunderbare Lesestunden bereitet hat.


Der Trick
Der Trick
von Emanuel Bergmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Wunder der Illusion, 20. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Trick (Gebundene Ausgabe)
Dies ist ein bemerkenswerter Debütroman von Emanuel Bergmann, der mich gleichermaßen verzaubert, berührt und gefesselt hat.

Mosche Goldenhirsch lebt in Prag und hat schon früh seine Mutter verloren. 1934 besucht er als fünfzehnjähriger einen Zauberzirkus mit dem berühmten Magier, dem Halbmondmann. Als ein Freiwilliger gesucht wird und Mosche auf die Bühne geht, um die reizende Assistentin zu küssen, ist es um ihn geschehen. Er läuft von zu Hause fort und schließt sich dem Zirkus an. Vom Halbmondmann lässt er sich in die Welt der Illusionen und der magischen Tricks einführen. Nach einem Brand im Zirkus flüchtet Mosche mit der Assistentin Julia Klein und tritt unter seinem neuen Namen „Der große Zabbatini“ im Berliner Wintergarten auf. Einige Zeit kann er seine jüdische Herkunft verschleiern, bis er verraten wird und nach Auschwitz kommt.

Im Jahr 2007 erfährt Max Cohn, dass seine Eltern sich scheiden lassen wollen. Dieses belastet ihn sehr. Als sein Vater auszieht, entdeckt er eine alte Schallplatte vom Großen Zabbatini. Auf der gibt es einen Zauberspruch zur ewigen Liebe und Max hofft, dass dieser Spruch seine Eltern wieder zusammenbringen kann. Doch als Max die Platte abspielt, hat sie gerade an dieser wichtigen Stelle einen Kratzer und er kann den Spruch nicht verstehen. So macht er sich auf die Suche nach dem Großen Zabbatini.

Die beiden Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt. Ich bin mit Mosche Goldenhirsch auf eine Reise gegangen von der Geburt in Prag über Dresden nach Berlin, weiter nach Auschwitz und von dort in die USA, wo er allein in einem Seniorenheim auf seinen Tod wartete. Gleichzeitig habe ich Max bei der Suche nach dem Großen Zabbatini begleitet und war angetan von seiner Hoffnung und seinem Glauben an die Magie, die seine Eltern wieder zusammenbringen soll.

Emanuel Bergmann hat für mich einen wunderschönen Erzählstil. Es gibt in dem Buch schöne, aber auch sehr grausame Schilderungen, die sehr nahe an der Realität liegen. Vieles wird abgemildert, weil zwischen durch immer wieder ein leichter Humor aufblitzt. Zum Schluss schließt sich der Kreis mit einem für mich überraschendem Ende.

Ein empfehlenswertes Buch, dass mich bewegt und nachdenklich gestimmt hat, vom dem aber ein ganz besonderer Zauber ausgeht.


Die Walfängerin: Historischer Roman
Die Walfängerin: Historischer Roman
von Ines Thorn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Die Walfängerin, 10. April 2016
Der historische Roman beginnt im Jahr 1764 auf Sylt. Zu den ärmsten Orten auf der Insel gehört Rantum, es liegt an der schmalsten Stelle, so dass es kein Weideland gibt, sondern nur Sand. Die Menschen leben vom Heringsfang und freuen sich, wenn nach einer Schiffskatastrophe oder Sturm brauchbare Dinge an Land gespült werden. Hier lebt die 16jährige Maren mit ihren Eltern in einer kleinen Kate. Das größte Fest des Jahres steht an – das Biike-Brennen. Es werden die Walfänger verabschiedet, die in den nächsten Tagen in See stechen und gleichzeitig bekennen sich die jungen Männer zu ihrer Liebsten. Für Maren ist klar, dass sie die Zukunft mit ihrem Jugendfreund Thies Heinen verbringen wird auch wenn ihre Eltern Bedenken äußern. Doch dann kommt der 30jährige Kapitän Rune Boys. Ein Mann, der auf der Insel einen guten Ruf hat und auf dessen Worte man großes Gewicht legt. Er macht Maren einen Heiratsantrag, doch sie lehnt ab. Maren lässt sich nicht durch Reichtümer beeindrucken und will nur ihren Thies. Eine Absage ist Rune Boys nicht gewohnt, aber er akzeptiert schweren Herzens die Entscheidung von Maren. Nach einem Sturm ist die Familie ruiniert und Maren muss Rune Boys um Hilfe bitten.

Ines Thorn hat es wunderbar geschafft, die Atmosphäre der damaligen Zeit anschaulich zu schildern. Man spürt die Not der Inselbewohner, die froh waren, wenn sie wieder einen Winter überstanden hatten und mit ihren Vorräten ausgekommen waren. Auch die Arbeit auf dem Walfänger fand ich interessant und anschaulich beschrieben. Die Protagonisten waren gut gezeichnet und hatten ihre Ecken und Kanten.
Beim Lesen des Buches fühlte ich mich in eine andere Zeit versetzt, habe das Abenteuer auf einem Walfänger erlebt, dramatische Wendungen erfahren, konnte mein Wissen über Sylt erweitern und musste mit ansehen wie vergänglich Liebe sein kann.

Mir hat dieser historische Roman wunderbare Lesestunden bereitet.


Romeo und Romy: Roman (insel taschenbuch)
Romeo und Romy: Roman (insel taschenbuch)
von Andreas Izquierdo
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Theater der Träume, 8. April 2016
Romy wollte eine große Schauspielerin werden, doch sie hat es nur zur Souffleuse geschafft. Während der Premierenaufführung von Romeo und Julia erhält sie die Nachricht, dass ihre Oma Lene verstorben ist. Erschüttert von dieser Mitteilung, verpasst sie es den Schauspielern, insbesondere Ben, der in sie verliebt ist, zu soufflieren. Die Aufführung endet in einer Katastrophe. Romy wird gekündigt und auch Ben, der durch einen Waschmittelspot bekannt geworden ist, steht ohne Job da. Romy reist aber erst mal zu der Beerdigung ihrer Oma nach Großzerlitscher, in ihre alte Heimat. Es ist ein kleiner idyllischer Ort im tiefsten Erzgebirge nahe der tschechischen Grenze weit abgelegen, schwer erreichbar und wird nur noch von den Alten bewohnt, da die Jungen das Dorf verlassen haben. Nach der Beerdigung will Romy noch einige Tage bleiben, um zu entscheiden, was sie machen möchte. Schnell merkt sie, dass die Alten alles daran setzen, um zu sterben, da nur noch zwei Grabstellen auf dem Friedhof zur Verfügung stehen. Romy setzt sich in den Kopf aus der alten Scheune ein elisabethanisches Theater zu bauen. Alle Alten machen mit, doch bevor es soweit ist, müssen noch viele Hindernisse überwunden werden.

In seinem letzten Roman hatte Andreas Izquierdo benachteiligte Kinder als Hauptprotagonisten. In diesem Buch nimmt er sich der Alten an, die nicht mehr gebraucht werden, mit ihrem Leben abgeschlossen haben und nur noch daran denken, ob sie noch einen Platz auf dem hiesigen Friedhof erhalten. Sehr einfühlsam und mit Humor schildert der Autor den Streit um die beiden letzten freien Grabstellen, die Mitarbeit beim Bau des Theaters, die Wandlung zu Schauspielern in Renaissancekostümen und die Veränderungen, die dieses mit den Bewohnern des Dorfes macht.

Andreas Izquierdo hat wieder für mich ein tolles Buch geschrieben, über Träume, Vertrauen und das Leben. Ich habe seine Figuren liebgewonnen, die geschickt mit der Geschichte verwoben sind und am Ende feststellen, dass sie so viel Spaß seit Jahren nicht mehr gehabt hatten. Mein Fazit daraus ist, jeder hat eine Wahl, egal in welchem Alter, was er aus seinem Leben macht und seien es noch so verrückte Dinge.


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