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Rezensionen verfasst von
Marco Weischi

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Frozen Rain
Frozen Rain
Wird angeboten von forever_rock-de
Preis: EUR 9,17

4.0 von 5 Sternen Schöner AOR Stoff aus Belgien!, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Frozen Rain (Audio CD)
Es gibt mal wieder hochklassigen Stoff für AOR - und Melodicfreaks. FROZEN RAIN ist das musikalische Baby eines gewissen Kurt Vereecke. Der Belgier, der neben den Keyboards und der Gitarre auf dem Album auch noch für große Teile des Songwritings verantwortlich ist, hat sich für sein im Jahr 2001 gegründetes Projekt ausserdem eine illustre Schar an Gastmusikern zusammengesucht. So geben sich auf dem Longplayer z.B. Szenegrößen wie Tommy Denander (Radioactive, Toto), Steve Newman und Ollie Oldenburg (Ex-Zinatra) die Klinke in die Hand.

Musikalisch erwartet den Hörer eine Mischung aus gefühlvollen Gesang (Johan Waem macht hier mit seiner warmen Stimme wirklich eine sehr gute Figur), vielen Keyboards und Ohrwürmern en Masse. Ein Song wie die "Kuschelballade "My Heart Believes It’s True" hätte es in den 80iger Jahren sicher in die MTV Heavy Rotation geschafft, aber auch beschwingtere Songs a'la "On The Run" (Cheap Trick und Survivor lassen grüßen!) oder "Little Angel" lassen das Herz eines jeden Melodicfan höher schlagen.

Am Sound des Albums gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, alles in allem eine runde Sache und zum Ende des Jahres nochmal eine gute CD-Investition!


Drive
Drive
Wird angeboten von SEDIVA Deutschland
Preis: EUR 17,78

4.0 von 5 Sternen Feiner AOR aus deutschen Landen, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Drive (Audio CD)
High Road Easy sind eine Zwei Mann Band aus Karlsruhe die mit „Drive“ dieser Tage ihren bereits zweiten Longplayer veröffentlichen. Sänger Jan Knopf und Sven Horlemann, Gitarrist, Bassist und Keyboarder in Personalunion und ausserdem zuständig für die Songarrangements und Teilen des Songwritings haben innerhalb eines 15-monatigen Aufnahmeprozesses ein richtig starkes Stück Melodic Rock produziert. Hilfe bekamen sie in dieser Zeit unter anderem vom Musicalkomponisten Stefan Wurz am Klavier.

Soundtechnisch braucht sich ihre selbstfinanzierte Eigenproduktion keineswegs zu verstecken. Alle Instrumente auf „Drive“ klingen kraftvoll, sehr differenziert und zu wirklich keiner Sekunde in irgendeiner Art und Weise „billig“. Ich habe ihr 2009er Debüt „Hotter Than A Thousand Suns“ leider verpasst, aber wenn die Mucke auf „Drive“ ein Qualitätsindikator ist, sollte ich das wohl dringendst nachholen.

Geboten bekommt man einen Mix aus rockigem Melodic Rock, hochmelodiösen AOR und saulässiger Westcoast – Mucke.

Der Albumeinstieg „Fire In The Hole“ erinnert direkt an große musikalische Vorbilder wie Journey und kann gegen Ende ausserdem noch mit einer spontanen, sehr rockigen Gitarreneinlage überraschen.

„Loving You“ erzeugt durch sein durchgängiges Grundriff Southern Rock Stimmung, während in der Ballade „Emily“ Toto meets Marillion Feeling aufkommt.

„Fly From Here“ ist eine leicht melancholische Nummer, die vor allem durch ihren extrem eingängigen Chorus punkten kann. Zu Songs wie „Love Lies Bleeding“ und „Setting Our Sights“ möchte man im Sommer bei strahlendem Sonnenschein am liebsten mit heruntergekurbelten Fenstern durch die Gegend cruisen und auf „Mysterious“ schwingen die Jungs nochmal die Journey – und Foreigner Keule.

Bisher war ich von deutschem Melodic Rock nie sonderlich begeistert, aber High Road Easy haben mit „Drive“ auf der ganzen Linie hochklassige Überzeugungsarbeit geleistet!


Zerstörer
Zerstörer
Wird angeboten von SDRC
Preis: EUR 7,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Metal aus Kasachstan!, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Zerstörer (Audio CD)
Ab und zu wird man auch nach über zwanzig Jahren, in der man diese Musik nun schon hört, doch noch überrascht. Wer würde z.B. die Republik Kasachstan mit Heavy Metal in Verbindung bringen? Im Falle der Holy Dragons sprechen wir hier allerdings von einer Band die es bereits seit über zwanzig Jahren gibt.

Nach diversen eigenproduzierten EP’s und Alben und einigen Umbesetzungen – Frontmann Ian Breeg ist bereits der sechste Sänger in der Band – nahm sich nun in diesem Jahr das kleine zypriotische Heavy Metal Label Pitch Black Records der Band an.

Musikalisch orientiert sich das Songmaterial auf „Zerstörer“ schwer an den Achtziger Jahren. Stellt euch eine Mischung aus Omen, Judas Priest und teutonischen Stahl wie Grave Digger vor, und schon habt ihr den Sound der Jungs ungefähr im Kopf.

Instrumental ist die Mucke sehr sauber gespielt, Ian Breeg’s Gesang ist als extrem hoch zu bezeichnen und wird auch sicherlich nicht jedermanns Geschmacknerv treffen. Leider schafft es die Band nicht über die volle Spieldauer , immerhin 70 Minuten, die Spannung aufrecht zu erhalten. Vieles klingt auf die Dauer zu austauschbar und obwohl es hier an guten Riffs nicht mangelt, vermiss ich einfach ein wenig an Abwechslung. Auch die Tatsache das die Songs im Schnitt alle zwei bis drei Minuten zu lang sind, macht es für mich nicht leichter.

Immerhin ist produktionstechnisch alles im grünen Bereich und Fans von undergroundigen True Metal könnten hier vielleicht doch das ein oder andere Ohr riskieren.


Symphonic
Symphonic
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alter guter Wein in neuen Schläuchen !, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Symphonic (Audio CD)
Nicht schon wieder ein Best Of Album! Ein Gedankengang der einem beim inzwischen dritten Greatest Hits Album von Jorn nur allzuleicht über die Lippen gleiten kann.

Allerdings belässt es unser aller Sangesgott dieses Mal nicht bei einer stinknormalen Compilation seiner bekanntesten Songs. Mit Hilfe von Lasse Jensen, seines Zeichens zuständig für ein komplettes Orchester, erstrahlen 14 ganz persönliche Favoriten des Herrn Lande im vollkommen neuen symphonischen Glanz.

Auffallend dabei ist, daß es gleich ganze sechs Songs vom letzten Studioalbum „Bring Heavy Rock To The Land“ auf „Symphonic“ geschafft haben.

Allen voran „I Came To Rock“, welches mit einem majestätischen Orchesterintro der Marke „Lingua Mortis“ (dem Classic meets Metal – Projekt der Ruhrpottmetaller RAGE) ins Album startet. Die Instrumentierung des Songs ist auf orchestraler Ebene dabei zum Glück nicht zu dick aufgetragen. Viel mehr hat man das Gefühl, dass der Song durch die neuen Arrangements im Vergleich zum Original eher an Dramatik dazu gewonnen hat und auch die Gitarren braten dieses Mal einen Tacken härter und druckvoller durch die Boxen.

Den gleichen Eindruck erhält man, wenn man sich „Burn Your Flame“, „The World I See“ und „Man Of The Dark anhört. Der Sound passt einfach wie Arsch auf Eimer, als ob es die Stücke niemals in anderen Variationen als diese gegeben hätte.

Etwas überraschend hat es auch eine Neuinterpretation „Time To Be King“ auf den Longplayer geschafft. Im Original immerhin von MASTERPLAN

Als kleines „Goodie“ und Huldigung an einem der größten Metalsänger aller Zeiten, gibt es darüber hinaus noch zwei Cover von “Rock And Roll Children” und Black Sabbath‘s „The Mob Rules“. Ich bin mir sicher, wenn Dio diese Versionen seiner Klassiker noch hören könnte, er wäre verdammt stolz auf unserem norwegischen Stimmwunder.

Schon klar, auf „Symphonic“ gibt es keine neuen Songs zu hören, aber wer ein offenes Ohr für orchestrale Momente im Metal hat und Jorn Lande sowieso klasse findet (der Rezensent dieser Zeilen würde sich sogar „Jorn Lande sings the Telephone Book“ kaufen...), macht hier nicht viel verkehrt.


United World Rebellion Part 1
United World Rebellion Part 1
Preis: EUR 15,11

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein neuer Anfang..., 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: United World Rebellion Part 1 (Audio CD)
Die Karriere von SKID ROW, Ende der Achtziger – und Anfang der Neunziger DAS Synonym für sleazigen Kickassrock der allerfeinsten Sorte, geriet spätestens seit dem Ausstieg von Gesangsgott Sebastian Bach im Jahr 1996 zu einer schier endlos anmutenden Abwärtsspirale.

Mit ihrem 1989 erschienenen selbstbetitelten Debüt und dem Nachfolger „Slave To The Grind“ (1991) eroberten die Jungs die Welt des Rock im Sturm. Mehrere Singlehits, ein Nummer 1 Album in den US-amerkanischen Billboard Charts und diverse Gold – und Platinauszeichnungen prasselten auf die Band ein; SKID ROW befanden sich sowohl künstlerisch, als auch kommerziell auf dem absoluten Zenit ihres Schaffens.

Als sie 1995 ihren dritten Longplayer „Subhuman Race“ veröffentlichten, befand sich die Rock – und Metalszene gerade auf dem Höhepunkt der damaligen allseits gehypten Grungewelle. Radiostationen, MTV und Plattenfirmen setzten komplett auf alternative Sounds und abermals beliebte und erfolgreiche Rockbands der Achtziger Jahre galten plötzlich quasi über Nacht als musikalische Auslaufmodelle.

Es kam wie es kommen musste – aus Angst davor nicht mehr relevant zu sein, integrierte die – inzwischen bereits zerstrittene - Combo fortan Elemente des Alternative Rock in ihrem Gesamtsound; inklusive heruntergestimmte Gitarren und depressiven, erzbeschissenen Rumgejaule, Trendreiterei Deluxe. Erfolgreich? Nope. Das Ding floppte weltweit grandios und nur ein Jahr später strich Frontmann Bach wegen unüberbrückbarer Differenzen entgültig die Segel und verließ die Band.

Vier Jahre später meldeten sich SKID ROW zurück, inklusive neuem Sänger. Zusammen mit Johnny Solinger spielten sie die Alben „Thickskin“ (2003) und „Revolutions Per Minute“ (2006) ein, die allerdings auf noch weniger Gegenliebe bei den alten Fans stießen sollten, als die letzte Langrille in Originalbesetzung. Vom Mittneunziger Alternative Sound blieb zwar auf den beiden Werken nicht mehr viel übrig, stattdessen aber setzte die Band vermehrt auf einen punkigeren Sound, der nicht selten in die für diese Zeit archetypischen Pop Punk – Muster verfiel.

Seit dem letzten Album sind inzwischen sieben lange Jahre ins Land gezogen und es gibt nicht wenige, die mit einem baldigen Ableben der einstigen Rockgiganten aus New Jersey gerechnet hätten. Umso überraschender, dass es jetzt mit „United World Rebellion - Chapter One“ ein neues musikalisches Lebenszeichen von SKID ROW gibt. Der 5-Tracker ist der Auftakt einer Reihe von EP’s , die in den nächsten 1 bis 1 ' Jahren in ihrer Heimat unter ihrem neuen Label Megaforce veröffentlicht werden sollen.

Im Vorfeld wurde bereits darüber berichtet das der „neue“ Sound der Jungs wieder wesentlich Richtung „back to the Roots“ gehen soll und diese Behauptung ist jetzt auch mal gar nicht so verkehrt. Zum Auftakt hätten wir da beispielsweise „King Of The Demolition“, einen lupenreinen Rocker der in der Form vielleicht auch auf „Slave To The Grind“ seinen Platz gefunden hätte – oder zumindestens als recht gute B-Seite durch gegangen wäre – hat ein bisschen was von einer „Riot Act“ – Light Version. Auch der Gesang von Johnny Solinger orientiert sich überraschend stark an seinen Vorgänger Sebastian Bach, die Punkattitüde in der Stimme hat er hier komplett abgelegt.

Die nächste Nummer„Let’s Go“ reiht sich nahtlos in das „Zurück zu den Wurzeln“ - Konzept ein. Erneut wird hier schnell, agressiv und schnörkellos drauflos gerockt. Eines muss ich Ihnen lassen – das klingt tatsächlich mehr nach SKID ROW als alles was nach 1992 kam.

Zusätzlich gibt es mit „This Is Killing Me“ noch eine recht nette Ballade, die aber auf Dauer auch einen sehr belanglosen Eindruck hinterlässt. Kein Vergleich zu Überhits der Marke „Wasted Time“ oder „18 And Life“.

Zum Abschluss dann noch zwei weitere schnelle Tracks, aber weder „Get Up“ noch „Stitches“ hauen mich jetzt wirklich aus den Socken. Zumal mir die runtergestimmten Gitarren im erstgenannten Song dezent auf dem Sack gehen und mir die Arrangements sowie die Art des Gesangs ein bisschen zu gewollt „modern“ klingen.

Man darf gespannt sein, wie sich die nächsten EP’s der Band entwickeln werden. Vielleicht geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder und sie nehmen nochmal einen Longplayer auf, der zumindestens das Prädikat „Gut“ verdient hat.


Harlequins of Light
Harlequins of Light
Preis: EUR 6,79

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eins der besten AOR & Melodic Rock Alben des Jahres 2013!, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Harlequins of Light (Audio CD)
Vor genau 30 Jahren erschien das selbstbetitelte Debüt von ARC ANGEL. Mastermind Jeff Cannata braute darauf einen gefälligen Mix aus leichtfüßigem AOR, einer Messerspitze Pomp Rock und einer Prise Progressive Rock. Seit damals sind viele Jahre ins Land gezogen, aber trotzdem genießt eben jenes Werk in der Szene seit eh und je einen nicht zu unterschätzenden Kultstatus.

Nachdem sich Jeff zwischenzeitlich mit anderen Bands, wie die nach ihm benannten CANNATA, einen großen Namen unter AOR Jüngern machen konnte (den Genreklassiker „Images Of Forever“ sollte jeder AOR Fan kennen), bekam er von Frontiers Records im Jahr 2012 einen Anruf mit dem Angebot ob er nicht ein weiteres ARC ANGEL Werk einspielen möchte.

Glücklicherweise erklärte Cannata sich einverstanden und so habe ich heute, ein Jahr später, „Harlequins Of Light“ auf meinem Schreibtisch zur Rezension liegen.

Geändert hat sich seit damals – zum Glück! – nichts. Die Songs von ARC ANGEL sind weiterhin tief in den „Early 80s“ verwurzelt. Dem geneigten Hörer springen beim Goutieren der zwölf Songs unweigerlich Bands wie Asia („As Far As The Eyes Can See“), Toto („War (Battle Wounds Of Life) ) oder Journey („Through The Night“) ins Gedächtnis.

Das beschwingte „California Daze” klingt wie Night Ranger auf dem Westcoast Trip und zum Schluss gibt es mit „Legend Of The Mary Celeste" noch einen recht progressiven Rausschmeisser der Marke Kansas.

Auch die Instrumentalarbeit auf „Harlequins of Light” ist durch die Bank weg als absolut erstklassig zu bezeichnen. Geschmackvoll eingesetzte Gitarrenklänge wechseln sich ab mit einem dezent pointierten Piano, typischen 80er Jahre Keyboardsounds und organisch gespielten Drums.

Cannata’s Produktion ist ebenfalls top und ich kann allen Genrefans den Erwerb dieses Albums nur wärmstens ans Herz legen.Hier kommen ganz besonders AOR und Pomp Rock Liebhaber der frühen Achtiger auf ihre Kosten. Tolles Album und hoffentlich dauert es jetzt nicht noch einmal 30 Jahre bis zum nächsten Longplayer!


Any Given Moment
Any Given Moment
Preis: EUR 8,29

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen AOR Leckerbissen!, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Any Given Moment (Audio CD)
Dennis “Fergie” Frederiksen, ist noch vielen Melodic Rock und AOR Freunden als einer der ehemaligen Sänger von TOTO (u.a. „Isolation“, 1984) bekannt. Auch darüber hinaus gilt der inzwischen 62-jährige in der Rockszene als „Hansdampf –in-allen-Gassen“. So arbeitete der gebürtige Amerikaner aus Grand Rapids, Michigan unter anderem früh in seiner Karriere als Backgroundsänger für SURVIVOR („Eye Of The Tiger, 1982), verdingte sich als Vokalist auf LE ROUX’s 1983er Klassiker „So Fired Up“ und sang, als besonderes Sahnehäubchen, das 2002er Debütalbum von MECCA mit ein (im Übrigen meiner Meinung nach eines der besten AOR Werke des jungen neuen Jahrtausends).
Trotz einer belastenden Leberkrebsdiagnose im Jahre 2010 ließ sich Fergie nicht unterkriegen und veröffentlichte vor zwei Jahren mit „Happiness Is The Road“ ein vielbeachtetes Melodic Rock Album , auf dem ihm kein geringerer als Pink Cream 69 Tausendsassa Dennis Ward sowohl künstlerisch als auch produktionstechnisch unter die Arme griff.
Dennis Ward ist auf „Any Given Moment“ zwar nicht mehr mit von der Partie, allerdings hat Fergie für mehr als adequaten Ersatz gesorgt. Diesmal kam eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Produzenten Alessandro Del Vecchio zustande (letzterer arbeitete schon für Koriphäen wie Glenn Hughes und Jeff Scott Soto).
Auch auf dem inzwischen dritten Soloalbum von FERGIE FREDERIKSEN regiert wieder einmal die pure Melodie. Elf ausdrucksstarke Melodic Rock Nummern, tief verwurzelt im Sound der guten alten Achtziger, schmiegen und schmeicheln sich in des Hörers Ohr und bleiben dort ohne weitere Umwege auch stecken.
Besonders erwähnenswert wären noch zum einen „Not Alone“, ein Duett mit der norwegischen AOR Beautyqueen ISSA und die Neuaufnahme des TOTO Klassikers „Angel Don’t Cry“ (von Frederiksen ursprünglich höchstpersönlich auf deren 1984er Werk „Isolation“ eingesungen).

AOR Fans im speziellen und FERGIE FREDERIKSEN Fans im besonderen können hier wieder mal bedenkenlos zugreifen!


Straight Jacket Vacation
Straight Jacket Vacation
Wird angeboten von SDRC
Preis: EUR 11,87

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur die besten sterben jung..., 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Straight Jacket Vacation (Audio CD)
Am Montag, den 8.Juli 2013 verstarb BRETT WALKER mit gerade einmal 51 Jahren im Schlaf. Vollkommen unerwartet und viel zu früh wurde da ein Mann aus dem Leben gerissen, der die AOR – und Melodic Rock Szene in den letzten 25 Jahren unnachahmlich bereichert hat. Egal ob als Songwriter oder Sänger, die Liste seiner Meriten ist lang und beeindruckend.

Brett Walkers Karriere im Musikbusiness begann früh. Im Alter von 21 Jahren zog er 1983 von Oklahoma nach Los Angeles, um sich dort in der damals boomenden Rockszene einen Namen zu machen. In der Folgezeit kollaborierte er unter anderem mit Genregrößen wie Jim Peterik (SURVIVOR), Jonathan Cain von JOURNEY und der Band ALIAS, für die er 1991 an dem Song „Waiting For Love“ mitschrieb, einer weltweiten Top 10 Hitsingle. Darüber hinaus war Walker noch ein gerne genommener Musik-Komponist für TV Serien (u.a. Baywatch, Malcom in the Middle und One Tree Hill.)

Als wenn das nicht schon zuviel der Ehre wäre, zeichnete sich Mister Walker aber auch und vor allem als exzellenter Solokünstler aus. Sein Solodebüt „Nevertheless“ aus dem Jahre 1994 hat bis zum heutigen Tage unter AOR Fans einen Ruf wie Donnerhall und ist vielleicht eines der besten Genrewerken der Neunziger Jahre.

Am 30.08. erscheint mit „Straight Jacket Vacation“ über das Label AOR Heaven posthum der musikalische Nachruf dieses überaus talentierten Mannes. Zehn Songs, stillistisch allesamt irgendwo zwischen BRYAN ADAMS, RICK SPRINGFIELD und STAN BUSH, aber trotzdem immer zu 100 % BRETT WALKER. Einzelne Lieder hervorzuheben ist hier meiner Meinung nach komplett unnötig. Der geneigte Melodic-Fan bekommt bodenständigen, tief in den 80er Jahren verwurzelten Rock serviert – mal schneller, mal etwas langsamer, aber zu jeder Zeit absolut homogen und stimmig.

Fans werden hier sowieso zugreifen, an alle anderen die sich bisher wenig bis gar nicht mit BRETT WALKER beschäftigt haben: Leute, tut euch einen Gefallen und hört zumindestens mal rein und erweist damit dieser viel zu früh verstorbenen AOR Ikone euren Respekt.

Rest in Peace Brett, you will be very missed...

WERTUNG:


All for One
All for One
Preis: EUR 18,85

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wiser Time rocken!, 13. April 2013
Rezension bezieht sich auf: All for One (Audio CD)
Guter bodenständiger Rock, das ist es was uns Wiser Time, drei Jungs aus New Jersey, USA auf ihrem neuen, inzwischen zweiten selbstproduzierten Album „ All For One“ bieten. Musikalisch tief in den 70iger Jahren verwurzelt, zocken Carmen Sclafani, seines Zeichens Sänger und Gitarrist in Personalunion, Steve Decker (Drums) und Jon Cornell (Bass) eine Mischung aus Retro,- Southern,- und Bluesrock.

Manch einen Song auf dem, mit 37 Minuten leider etwas kurz geratenen Longplayer, könnte man locker auf einem der ersten Black Crowes Alben wiederfinden, das relaxt rockende „All For One“ z.B. oder „Hammer Down“, beides Stücke die ganz klar den Geist alter Songs der „schwarzen Krähen“ atmen. Aber es gibt auch bluesigere Nummern a’la „Floating Blues“ oder „High Time Mind“ - die erinnern zuweilen, begleitet von Mundharmonika und Hammond Orgeln, an frühe ZZ Top, Paul Rodgers’ Free oder so mancher alter Led Zeppelin Nummer.

Auch in Sachen prominente Gastmusiker haben sich Wiser Time nicht lumpen lassen. Da hätten wir als Backgroundsängerin z.B. eine CC Colletti, die bereits mit niemanden geringeren als Meat Loaf im Duett gesungen hat oder Keyboarder Rob Clores, der bereits diverse Male mit den Black Crowes auf Tournee gegangen ist. Produktionstechnisch ist ebenfalls alles im grünen Bereich, kein Wunder, bei einem so erfahrenen Mann wie Anthony Krizan (ex-Spin Doctors) an den Reglern.

Fazit:

Black Crowes Fans und Seventies Rock Freaks können mit „All For One“ nicht viel verkehrt machen. 8 von 10 Punkte!


Crashed on Planethard
Crashed on Planethard
Preis: EUR 16,35

4.0 von 5 Sternen Hardrock made in Italy, 13. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Crashed on Planethard (Audio CD)
Planethard - eine weitere Hardrockcombo aus Italien. Die Band aus Mailand gründete sich bereits im Jahr 2004 und vollzog seitdem mehrere Wechsel im Lineup. Anfangs noch als reine Coverkapelle unterwegs - man gab Songs von Bon Jovi, Skid Row, Guns 'N Roses, Mötley Crüe und Konsorten zum besten - fing die Band bereits Ende 2004 damit an an eigenen Songmaterial zu schreiben. Nachdem sie ihre erste Mini-CD "So Good" fertig gestellt hatten und damit in Fankreisen durchweg gute Resonanz bekamen folgt nun also ihr erster Longplayer "Crashed on Planet Hard". Mit den Aufnahmen zum Album begannen die Jungs unter der Leitung von Alessandro Del Vecchio (u.a. Sänger bei der Melodicrockband Edge Of Forever) bereits im März 2006. Jetzt also, 2 Jahre später, wird "Crashed on Planet Hard" endlich über das unter Genrefreunden sehr beliebte Artistworxx Label europaweit veröffentlicht.

Musikalisch bekommt man eine Mischung aus kraftvollem traditionellen Hardrock und Achtziger Jahre beeinflussten "Hairmetal" zu hören. Die Stimme von Sänger Marco Siva hört sich mal mehr nach Axl Rose an ("You Know Who You Are") um dann in anderen Songs wieder wie Eric Martin zu klingen ("If I Want To Forget Her Love"). Das ruhige "I'll be there" weckt erst Erinnerungen an alte Bonfire-Balladen, geht dann aber nach ca. einer Minute in den Midtempobereich hinüber. Kann man vielleicht am besten als Bonfire meets Mr.Big beschreiben. Das flotte "You Got That Fire" klingt nach Slaughter zu "Stick it to ya" - Zeiten (man beachte den Chorus, hat ein bisschen was von "Up All Night"). "Without Words" plätschert als nächstes etwas höhepunktlos vor sich hin, hier fehlt es einfach an Catchiness und auch die ,ansonsten wenig zu kritisierende Stimme von Siva hört sich ein wenig zu schief an. Ähnlich ergeht es mir leider mit der Ballade "She" - Leute, hört euch nochmal ein paar musikalische "Höschenöffner" eurer Vorbilder an und versucht es dann nochmal!

Mit "Everything" ist dann die kleine Durststrecke größtenteils wieder überwunden, das Teil ist ein netter kleiner Uptemporocker mit ein paar ziemlichen coolen Solis. "Kill Me (But First Kiss Me)" ist für mich der Höhepunkt des Albums - messerscharfe Riffs, guter Songaufbau, Hammerchorus und ein fantastisches Solo im Mittelpart (übrigens wieder einer der Tracks der stärker Richtung Mr.Big geht). Zum Schluss wird uns dann mit "Fairy Tale" nochmal eine gefühlvolle Ballade präsentiert (zum Glück ist die dann auch etwas besser als das bereits erwähnte "She"..)

Fazit:

Was die vier Mailänder Jungs hier bieten ist für ein Debüt wirklich sehr,sehr ordentlich. Ich würd mir nur wünschen das Planethard in Zukunft beim Songwriting noch etwas konzentrierter zur Sache gehen würden und vielleicht den Schwerpunkt mehr auf Songs in Richtung Mr.Big legen. Denn wenn sie diesen musikalischen Pfad weiterverfolgen bin ich mir sicher das wir von der Band noch eine Menge gutes Zeug hören werden!


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