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Rezensionen verfasst von
Lena (Germany)

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Der gleiche Himmel [2 DVDs]
Der gleiche Himmel [2 DVDs]
DVD ~ Tom Schilling
Preis: EUR 8,29

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum so ein konstruierter Unsinn?, 30. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Der gleiche Himmel [2 DVDs] (DVD)
(Achtung Spoiler.)

Das Thema "Romeos", also Geheimagenten, die mit der Absicht des Spionierens Frauen verführen, welche entweder selbst Geheimnisträgerinnen sind oder doch zumindest Zugang zu Geheimnissen haben (d.h. z.B. Sekretärinnen in Ministerien usw.), hätte als Idee sicherlich viel Stoff für einen interessanten Film geboten. Aber die Handlung des Films "Der gleiche Himmel" ist so himmelschreiend konstruiert, dass einem die Haare zu Berge stehen. Ein DDR-Romeo, der im Westen auf eine Frau angesetzt wird, die scheinbar die Tochter eines in Berlin tätigen US-Geheimdienstoffiziers, aber doch, wie der Zufall so spielt, in Wirklichkeit seine eigene, totgeglaubte Schwester ist, mit welcher er also, ohne es zu wissen, eine inzestuöse Beziehung eingeht? Ein NSA-Geheimdienstoffizier, dem man mitten im kalten Krieg mal eben so das private Arbeitszimmer verwanzen kann? So doof waren die damals bei der NSA? Und dann bricht der Film plötzlich ab? Was soll das bitte? Warum nimmt man überhaupt beim ZDF für eine deutsch-deutsche Geschichte eine BRITISCHE (!) Drehbuchautorin namens Paula Milne, die nach eigener Aussage noch nicht einmal Deutsch (!) spricht? Würde man vielleicht bei der BBC eine Deutsche, die kein Englisch spricht, das Drehbuch für einen Film über den Nordirlandkonflikt schreiben lassen? Sind denn die deutschen Drehbuchautoren alle so untalentiert und unfähig, dass man beim ZDF dafür auf eine Britin zurückgreifen muss? Ich könnte mich echt aufregen!

Mein Vorschlag für die nächste Verfilmung des "Romeo"-Themas: Man nehme eine ECHTE Geschichte über die Annäherung eines DDR-Romeo an eine westdeutsche Frau (darüber gibt es ja massenhaft Bücher und Berichte, z.B. die Reportage "Sex für den Frieden" im "Spiegel" 12/1999 [kann man googeln] oder das Buch Agentinnen aus Liebe: Warum Frauen für den Osten spionierten ), eine(n) DEUTSCHE(N) Drehbuchautor(in) und versuche die Geschichte so historisch-authentisch wie möglich zu erzählen.


Xoro HRT 8720 Full HD HEVC DVB-T/T2 Receiver (H.265, HDTV, HDMI, kartenloses Irdeto-Zugangssystem für freenet TV, Mediaplayer, PVR Ready, USB 2.0, 12V) schwarz
Xoro HRT 8720 Full HD HEVC DVB-T/T2 Receiver (H.265, HDTV, HDMI, kartenloses Irdeto-Zugangssystem für freenet TV, Mediaplayer, PVR Ready, USB 2.0, 12V) schwarz
Preis: EUR 56,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach Firmwarde-Update: Erhöhe von 2,5 auf vier Sterne, 31. März 2017
Durch die vielen Auszeichnungen, mit denen der Xoro 8720 beworben wird, hatte ich auch eine hohe Erwartungshaltung, die inzwischen einer gewissen Ernüchterung gewichen ist.

Zuerst das Positive: Die Bildqualität der gefundenen Programme ist beeindruckend - zumal auf einem FullHD (also NICHT einfach nur "HD-Ready", sondern wirklich FullHD!)-Fernseher das Bild auch mit den 1080i schön zu Geltung kommt.

Aber jetzt die negativen Punkte:

- Gerät hat keinen LAN-Anschluss. Warum nicht? Die meisten anderen Receiver haben doch wohl einen LAN-Anschluss, oder? Einige Programme, wie z.B. Bayern 3 oder RBB gehen bei uns in NRW wohl nur in Verbindung mit Internet und diesem sogenannten Hbb-TV. (Warum auch immer, ich meine Fernsehen über Antenne ist Fernsehen über Antenne und Streaming übers Internet ist Streaming übers Internet. Warum muss man beide kombinieren, um diese Programme sehen zu können?) Das mit dem Hbb-TV und der dafür notwendigen Verbindung mit dem Internet war mir aber nicht bewusst.

- Nach dem Sendersuchlauf werden zwar zunächst über vierzig Programme gefunden, aber wenn man das Gerät dann ausschaltet und nach einer Weile wieder einschaltet, sind im Speicher plötzlich nur noch zehn Programme übrig. Jetzt vermute ich einfach mal, dass die Software das nicht packt? Muss man also die Firmware updaten? Ohne LAN-Anschluss, mit einem USB-Stick?

- Ich habe bis jetzt noch nicht rausbekommen, wie man die Programme nach eigenem Geschmack sortieren kann, also: ARD auf 1, ZDF auf 2, WDR 3 auf 3, ... Pro7 auf 7 usw. usf.

- Das Gerät hat zwar Videotext, aber wenn man bei Videotext die Untertitel (ARD: Tafel 150, ZDF: 777) einschaltet, dann erscheinen zwar die Untertitel, aber das Bild bleibt ansonsten schwarz. Das ist ja aber natürlich NICHT die Idee von Untertiteln, sondern die Idee von Untertiteln ist natürlich, dass man die Untertitel unter dem eigentlichen Fernsehbild sieht und NICHT unter einem ansonsten schwarzen Bildschirm. Auch kann man den Videotext nicht "transparent" machen, wie das sogar ganz früher bei unserem alten Röhrenfernseher ging. D.h. gleichzeitig etwas im Videotext lesen und im Hintergrund dazu das Fernsehprogramm verfolgen - das geht ebenfalls nicht.

Ich warte jetzt erst einmal die weitere technische Entwicklung ab und schaue, ob es einen Receiver gibt oder geben wird, der oben angeführten Kritikpunkte NICHT hat. (Oder hat jemand diesbezüglich einen Tipp?)

UPDATE (im wahrsten Sinne des Wortes):

Nachdem ich nun mit Hilfe eines FAT32-formatierten USB-Sticks das Update aus dem Internet "gezogen" und das Gerät damit auf den neuesten Stand gebracht sowie im Internet auch eine ausführliche Gebrauchsanweisung gefunden habe ( Google: "Xoro" + "8720" + "Firmware"), fallen zwei Kritikpunkte jetzt weg, denn jetzt KANN man Videotext-Untertitel gebrauchen und in der Bedienungsanleitung steht wohl auch, wie man die Sender sortieren kann. Nur dass man bestimmte Sender wie z.B. BR oder RBB bei uns in NRW wohl nur mit Hilfe von HbbTV und Internetverbindung bekommt, ärgert mich immer noch, ebenso, dass man den Videotext nicht "transparent" machen kann. Aber fairerweise erhöhe ich nun die Bewertung von 2,5 auf vier Sterne.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2017 1:18 AM MEST


Acer H233HA 58,4 cm (23 Zoll) Full-HD Widescreen TFT Monitor VGA, DVI, HDMI (Kontrastverhältnis dyn. 40000:1, Reaktionszeit 2ms) schwarz
Acer H233HA 58,4 cm (23 Zoll) Full-HD Widescreen TFT Monitor VGA, DVI, HDMI (Kontrastverhältnis dyn. 40000:1, Reaktionszeit 2ms) schwarz

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Preis/Leistungsverhältnis: Besser geht's nicht, 10. Juni 2009
Endlich, nach zehn Jahren, sollte der alte CRT-Monitor in unserem Büro durch einen LCD-Monitor ersetzt werden. Anforderungen: Möglichst groß - mindestens 22 Zoll - und möglichst modern sollte er sein, nicht mehr als etwa 250,- Euro kosten.

Nachdem ich mich Web mit verschiedenen Typen, u.a. von LG und Samsung beschäftigt hatte, war ich hier bei amazon beim Acer H233HA 23 hängengeblieben. Die vielen positiven Rezensionen, von denen keine geringer war als vier Sterne, die meisten sogar fünf, hatten mich doch schon beeindruckt. Nun soll man natürlich nicht "blind der Herde folgen", aber als ich dann auch die Werte: 23 Zoll, 2 (zwei!) ms Reaktionszeit und 40.000:1 Kontrast las zum Preis von nur 233,-€ las, war ich mir sicher: der ist zumindest einen Versuch wert.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Unterschied zu unserem alten Sony Multiscan - der auch nicht schlecht war - war einfach frappant. Farben, Schärfe, alles einfach überwältigend. Und das zu dem Preis. Ich hätte gedacht, ein Monitor dieser Leistungsklasse kostet mindestens 300,- Euro. Aber nein, es waren wirklich nur 233,- €. Wie machen die das bei Acer nur, einen so guten Monitor so billig anzubieten?

Zwar gab es am Anfang noch ein paar Unstimmigkeiten mit der Auflösung, aber nachdem ich diese am PC auf 1200 x 800 eingstellt hatte, war es perfekt. Die werkseigene Einstellung von Helligkeit und Kontrast finde ich übrigens auch in Ordnung und habe sie so belassen, obwohl ich verstehen könnte, wenn sie vielleicht einer als einen Tick zu hell empfinden sollte. Aber da wir im Büro viel bei Tageslicht und Sonnenschein arbeiten, ist uns das nicht unrecht.

Mein Fazit des Acer H233HA 23:

Monitor an sich: Sehr gut.

Preis/Leistungsverhältnis: Unglaublich gut.

Kaufempfehlung!


Prototyp
Prototyp
von Ralf König
  Gebundene Ausgabe

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wenn ich vorher erkenne, dass es böse ist, die Frucht zu essen, dann brauche ich die Frucht doch gar nicht mehr zu essen!", 26. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Prototyp (Gebundene Ausgabe)
Ralf König, der bekannteste Verfasser von Schwulencomics in Deutschland (und vermutlich auch der Welt) hat sich hier selbst übertroffen. In Comic-Form wird von König in "Der Prototyp" die Schöpfungsgeschichte neu erzählt. Gott, der nur in Form von gewaltigen Frakturbuchstaben am oberen Rand eines jeden Bildes (also des Himmels) erscheint, erschafft einen Adam, für den das Wort "dumpfsinnig" noch schmeichelhaft wäre. Dieser Adam hat nichts anderes zu tun als Gott, seine Herrn und Schöpfer, in Lobgesängen den ganzen Tag zu preisen und es sich ansonsten im Paradies gutgehen zu lassen - klar, Gott hat ihn ja auch so programmiert. Wäre da nicht "Luz", die gutmütige Schlange im Baum, die Adam vorsichtig einflüstert, dass selbständiges Denken vielleicht doch nicht so verkehrt wäre...

In Zeiten der Wiederkehr des allgemeinen religiösen Fanatismus ist Ralf Königs "Der Prototyp" ein vergnüglicher Kontrast.

Ein Meisterwerk!


Schwarze Sonne
Schwarze Sonne
DVD ~ Rüdiger Sünner
Preis: EUR 10,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter und wichtiger Film, 26. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Sonne (DVD)
Viel zu sehr wurde bisher genau dieses Thema des Holocaust vernachlässigt, nämlich nicht "nur", *was* passiert ist, sondern auch *warum*, welche Vorgeschichte der merkwürdige Rassenmystizismus der Nazis hatte. Rüdiger Sünner hat dankenswerterweise genau diese Lücke endlich geschlossen, indem er für einen sehr gut recherchierten und für ein breites Publikum verständlichen Film gedreht hat. Helena Blavatsky, Jörg Lanz von Liebenfels, Guido von List - sie leisteten mit ihren mystischen Schwärmereine und Phantastereien gewissermaßen die "Vorarbeit" für das, was dann in der allgemein bekannten Katastrophe 1933-1945 endete. Warum aber nur vier Sterne? Leider, leider ist der Film "Schwarze Sonne" meiner Meinung nach nicht ganz vollständig, denn mit keinem Wort geht Sünner auf zwei weitere wichtige Vorabeiter der Rassenmythologie ein, nämlich den französischen Schriftsteller Arthur de Gobineau (1816-1882) und den englisch-deutschen Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain (1855-1927). Das wäre aber aus meinem Dafürhalten unverzichtbar gewesen, um das Anliegen des Filmes - die Wurzeln, Ursprünge und Vorläufer des Rassenwahns der Nazis aufzuzeigen - vollständig zu machen. Deshalb nur vier Sterne. Aber dennoch ist "Schwarze Sonne" ein empfehlenswerter Film, gerade auch z.B. im Schulunterricht.


Uhrwerk Orange
Uhrwerk Orange
DVD ~ Malcolm McDowell
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 13,19

30 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Dystopie mit philosophischem Hintergrund, 20. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Uhrwerk Orange (DVD)
Das Buch "Clockwork Orange" wurde im Jahre 1962 von Anthony Burgess in England veröffentlicht, die Verfilmung von Regisseur Stanley Kubrick kam 1971 in die Kinos. Die Geschichte spielt im Jahr 2018. Alex (gespielt von Malcolm McDowell) ist 15 Jahre alt und ein Psychopath, ein Gewaltverbrecher, und als solcher Anführer einer Jugendgang bestehend aus drei Mitgliedern, die in einer nicht näher benannten englischen Stadt in einer tristen und grauen Hochhaussiedlung ein trostloses Leben fristen. Dort vertreiben sie sich die Zeit mit Raub und Gewaltverbrechen: hilflose, alte Obdachlose schlagen sie ebenso zusammen wie die Einwohner fremder Häuser, bei denen sie unter dem Vorwand, dringend Hilfe zu brauchen, eingedrungen sind, und die sie anschließend berauben. Und natürlich vergewaltigen sie auch jede Frau, die ihnen in die Finger kommt. "Futuristisch" mutet dabei zunächst nur die - einheitliche - Kleidung der jungen Männer an: eine Art weisser Overall und ein Melonenhut als Kopfbedeckung sowie ihre Slangsprache "Nadsat", eine Art Mischung aus Englisch und Russisch. Sind sie einmal nicht auf einem ihrer Raubzüge, verbringen die jungen Männer ihre Zeit in der "Korona-Milchbar", wo man mit Halluzinogenen versetzte Milch bekommen kann.
Alex ist zwar ein ebenso psychopathischer Gewaltverbrecher wie seine "Droogs", seine Kumpanen, - im Grunde ist er sogar der brutalste von allen -, wähnt sich aber auch als kultivierter und intelligenter als diese, denn seine Lieblingsmusik ist nicht etwa Rock sondern Beethoven. Als einmal Alex' Führerschaft in Frage gestellt wird und er seinen "Droogs" mit äusserster Brutalität klarmacht, dass er und nur er der Führer der Bande sein kann, sorgen sie beim folgenen Raubzug, bei welchem sogar ein Mensch stirbt, dafür, dass die Polizei Alex als einzigen erwischt. In den Fängen der Justiz wird Alex zu 14 Jahren Haft verurteilt, hofft aber, vorzeitig auf freien Fuss gesetzt zu werden, indem er sich freiwillig einer neuartigen Therapie, die sich noch im Experimentierstadium befindet, unterzieht. Diese "Ludovico-Therapie" besteht im Grunde in einer klassischen pawlowischen Konditionierung: Alex bekommt ein Serum gespritzt, das ihm speiübel werden lässt, gleichzeitig wird er gezwungen (in Zwangsjacke und mit Klammern, die die Augen offen halten) sich Filme mit sexuellen und gewalttätigen Inhalten anzuschauen, so dass Alex Gehirn "lernt", auf jeden Impuls von Sexualität oder Gewalt sofort mit schwerer Übelkeit zu reagieren. Weil bei einigen Filmen als Filmmusik Beethoven gespielt wird, greift das Reiz-Reaktionsschema als "Nebeneffekt" bei Alex auch beim Hören seiner geliebten Beethovenmusik. So "reapariert" wird Alex in die Welt entlassen, die aber die gleiche geblieben ist. Bei seinen Eltern ist sein Platz inzwischen von einem anderen eingenommen worden, sie geben ihm, wenn auch ein wenig unbeholfen, zu verstehen, dass sie ihn nicht mehr wollen, so dass Alex von nun an zusehen muss, wie er alleine auf sich gestellt zurechtkommt. Auf der Strasse ist Alex, nun unfähig, auch nur die geringste Gegenwehr zu leisten, hilflos der Rache seiner früheren Opfer ausgeliefert.
Der philosophische Hintergrund, der auch im Film vom Gefängnispfarrer angesprochen wird, ist der, dass ein Mensch, der *keine Wahl* zwischen Gewalt und Nicht-Gewalt hat, nicht wirklich "gut" ist. Alex schlägt ja *nicht* etwa deshalb nicht mehr zu, weil er plötzlich Empathie für seine Opfer empfände, bzw. weil er zu einem "Gandhi" geläutert wurde, sondern deshalb, weil er konditioniert ist, nicht zuschlagen zu *können*. Der Staat, in dessen Auftrag Alex so konditioniert wurde, ist schon zufrieden, wenn Alex nicht mehr gewalttätig sein *kann*, aber dass Alex so selbst zum wehrlosen Opfer wird, ist dem Staat gleichgültig. Alex ist nach der "Ludovico-Therapie" ein "Uhrwerk Orange", ein durch Programmierung zu völliger Gewalt- aber auch Wehrlosigkeit gezwungener Mensch und also in einer gewalttätigen Welt im Grunde nicht mehr überlebensfähig. So erklärt sich dann auch das überraschende Ende des Films.


Ralf Königs Lysistrata
Ralf Königs Lysistrata
DVD ~ Maribel Verdú
Wird angeboten von Filmexpress
Preis: EUR 6,98

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So gut wie Monty Python oder Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten", 12. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Ralf Königs Lysistrata (DVD)
Athen, im Jahre 411 vor Christus: Ein seit dreissig Jahren andauernder Krieg zwischen Athen und Sparta hat sich in einer unendlichen Abfolge sinnloser Gemetzel ohne Sieger festgefahren. Lysistrata, die Athenerin, hat die Nase voll davon und beschliesst zusammen mit ihrer Freundin, der Spartanerin Lampito, mit allen Frauen die Akropolis zu besetzen. Ausserdem verkünden die Frauen, dass sie sich ihren Männern sexuell verweigern bis endlich Frieden herrscht. Soweit der antike Stoff des Aristophanes. Bei Ralf König tritt dann allerdings ein gewisser Hepatitos auf den Plan...

Zur Verfilmung: Ich meine, dass man das nicht so eng sehen sollte: Der Comic ist ja schon eine Parodie einer antiken Komödie, ergo haben wir es hier mit der Verfilmung einer Comic-Parodie einer Komödie zu tun. Und ich finde "Lysistrata" schon deshalb besser als die Verfilmung von "Der bewegte Mann" weil die spanischen Schauspielerinnen und Schauspieler selbst offensichtlich ordentlich Spass an der Sache haben. Natürlich ist "Ralf Königs Lysistrata" keine hohe Filmkunst und auch keine "hintersinnige Komödie", aber das sind die meisten Monty-Python-Filme ja auch nicht. Ich würde die Verfilmung von "Ralf Königs Lysistrata" in einer Reihe sehen sowohl mit den meisten Monty-Python-Filmen als auch mit Woody Allens Film "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten".
Tipp: Wem die deutsche Synchronisation nicht gefällt, der kann ja auf der DVD das spanische Original mit deutschen Untertiteln einstellen.


Otto - Der Film
Otto - Der Film
DVD ~ Jessika Cardinahl
Preis: EUR 7,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Da waren sie wieder - meine drei Probleme...", 31. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Otto - Der Film (DVD)
Ottos Kultfilm - Klassenschlager des Jahres 1985 lohnt sich immer wieder anzuschauen. Otto zieht vom friesischen Dorf in die große Stadt, um dort sein Glück zu machen - und, nach vielen Widrigkeiten, endlich auch zu finden. Die Handlung ist natürlich gespickt mit den Otto-üblichen Gags.

Wer hätte gedacht, dass Otto so prophetisch sein würde, im Jahre 1985 seine Ich-Ag ausgerechnet "Ossi" zu nennen?


Nylon Road: Eine graphische Novelle
Nylon Road: Eine graphische Novelle
von Parsua Bashi
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marjane Satrapi ebenbürtig, 6. Februar 2007
Parsua Bashi ist ebenso wie Marjane Satrapi eine junge Iranerin, die nach Europa emigriert ist, von Beruf Grafikerin ist und ihre Biografie, ihre eigenen Lebenserfahrungen, sowohl die im islamischen Gottesstaat Iran als auch die im "freien" Europa, in Form eines Comics verarbeitet hat.

Zeichnerisch und künstlerisch finde ich Parsua Bashis "Nylon Road" sogar ganz deutlich besser als die "Persepolis"-Comics von Satrapi, was das Narrative angeht, ist Parsua Bashi Marjane Satrapi mindestens ebenbürtig.


Lust an der Unterwerfung
Lust an der Unterwerfung
von Sina-Aline Geißler
  Taschenbuch

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Männer als die eigentlichen Opfer des weiblichen Masochismus, 20. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Lust an der Unterwerfung (Taschenbuch)
Sicher, es gibt sie wohl nun mal *auch*, die weiblichen Masochistinnen, und das sollte nicht verschwiegen werden.

Was mich aber besonders betroffen bei der Lektüre von "Lust an der Unterwerfung" gemacht hat war die Tatsache, dass jene Männer, die nicht in der von Frau Geissler gewünschten Form aggressiv und und dominant sind, sondern ihr eher zärtlich und einfühlsam begegneten, von ihr mit eiskalten Peitsche ihrer Verachtung bestraft wurden, keine "richtigen Männer" zu sein.

Für Menschen, denen diese Welt eher fremd ist, wird zwar ein interessanter Einblick geboten, aber ein schaler Beigeschmack bleibt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2007 5:44 PM CET


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