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Beiträge von Catherine
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Rezensionen verfasst von
Catherine

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Ich stehe nicht mehr zur Verfügung - Die Folgen. Mit Kritik ausgeglichen und liebevoll umgehen
Ich stehe nicht mehr zur Verfügung - Die Folgen. Mit Kritik ausgeglichen und liebevoll umgehen
von Olaf Jacobsen
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu viel, 29. November 2010
Kritik ist ein alltägliches Phänomen. Kritik bringt uns manchmal in Teufelsküche mit unseren Mitmenschen und auch in die eigene Schlangengrube alter Verletzungen.

Gut finde ich, dass es in diesem Buch nicht nur um psychologisch oberflächliche Verdrängungs- und Beruhigungstaktiken geht. Sondern dass es Olaf Jacobsens Ziel ist, die Kritik als Wachstumsmöglichkeit zu betrachten, die uns mit unseren eigenen Wunden konfrontiert und dann sehr radikale Lösungen und Möglichkeiten (und auch Übungen) anzubieten, wie wir diese Wunden heilen können und Kritik integrieren. Wie wir uns aufgehoben fühlen können in einem großen Ganzen, das uns niemals feindlich gegenübersteht. Radikal deshalb, weil wir uns auch aufgrund neuester Erkenntnisse aus der Hirnforschung gewissermaßen neu erfinden können und dürfen und vielleicht sogar müssen, weil wir es ja sowieso schon jeden Tag tun. Wenn ich Objekt meines Denkens und Handelns bin, kann ich dieses Objekt meiner selbst auch externalisieren und für tiefgreifende Heilungsprozesse nutzen indem ich zum Beispiel ganz gezielt ein Avatar, einen Stellvertreter benutze.

Olaf Jacobsen beschreibt seine Erkenntnisse und sein eigenes Vorgehen dabei sehr ausführlich. Sehr, sehr ausführlich. So ausführlich, dass ich dieses Buch unlesbar fand, eine Qual. Es war mir zu viel: zu viel Seiten, zu viel bunt zusammengestelltes Material und Beispiele, zu viele Querverweise, zu viele Erklärungen und auch Rechtfertigungen und langwierige Herleitungen und kleinteiliges Gedankenausbreiten und Entlanghangeln. Zu viel 'Ich, Ich, Ich' und zu wenig Thema und geöffnete Türen durch die ich als Leser selbständig gehen kann, weil mich da was hinzieht. Und nicht weil mich der Autor da durchmanövriert, Schrittchen für Schrittchen. Vielleicht liegt es auch am schwierigen Thema, dass das Schreiben darüber so leicht kompliziert wird.

Gibt es unabhängig von subjektiver Fantasiewelt und dem eigenen Seelenschmerz noch eine Realität, die Beachtung verdient? Wie zum Beispiel die Realität der Leser, die sagen: schwer zu lesen oder sogar: unlesbar.

Ich glaube, dass Olaf Jacobson Wichtiges zu sagen hat. Aber das Buch, in dem er das sagt, ist m.E. nicht gelungen. Ich finde, dieses Buch braucht ein Abmagerungskur, ein kräftiges, kluges Lektorat.

Der längste Weg ist vom Kopf ins Herz. Dieses Buch ist für mich im Kopf stecken geblieben. Nicht nur in meinem. Und hat das Herz nicht erreicht.


Vom Atmen unter Wasser
Vom Atmen unter Wasser
von Lisa-Marie Dickreiter
  Gebundene Ausgabe

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht nur gut, 30. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Vom Atmen unter Wasser (Gebundene Ausgabe)
Ich finde das Thema sehr spannend. Und finde jede Figur zu Anfang sehr spannend. Und ich fand auch den Film gut und berührend. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut.

Aber dann fand ich das Buch nach 30 Seiten - puh.... langatmig, schwerfällig, anstrengend, kaugummi, nervig. Ich mag die Erzählstimme einfach irgendwann nicht mehr, dieses kleinteilige Abarbeiten von Geräuschen, Kleidergeraschel hier, Karottengeknurpse im Kopf da, alles Geräusche die nichts mit dem zu tun haben was da gerade in der Szene erzählerisch, gefühlsmäßig für die Figuren passiert, und dem was da erzählt wird keine zusätzliche Dimension geben, sondern einfach nur immer wieder die Subjektive vermitteln.

Mir kam es so vor als hätte sich die Autorin ihr Drehbuch und den Film Szene für Szene vorgenommen und dann Hausaufgaben gemacht: Und die Szene aus einer Fiugurenperspektive durchgespielt - inklusive allen sinnlichen Eindrücken dieser betreffendne Figur.....uähhhh.....das ist erzählerisch vielleicht "interessant", intellektuell interessant aber emotional langweilig und literarisch....wirkt es auf mich wie eine Etüde.

Im Film funktionieren für mich auch einige der Gespräche besser, da sehe ich Leute, Gesichter, Menschen - und interetiere da was rein, denke mir, was die wohl denken. Die Gedanken, die den Charakteren dann im Buch gegeben wurden, waren dann im Vergleich dazu manchmal richtig flach, haben dem was shcon gesagt wurde nichts hinzugefügt, haben keine literarisch erzählerische Dimension aufgemacht. Und diese "im Kopf und Körper"-Subjektiven waren irgendwann nicht mehr sinnlich, sondern nervig für mich.

Also für mich wars enttäuschend. Auch wenn das Ende mit seinen zarten, wundervoll emotional logischen Lösungen für jeden einzelnen der Charaktere noch immer toll ist. Einfach toll erzählt, toll erfunden und gefunden.


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