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Rezensionen verfasst von
Happyx
(TOP 50 REZENSENT)   

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BOHMAIN E27 Dimmbare RGB Glühlampe mit Bluetooth 4.0 Ambiente Beleuchtung per App Kompatibel mit allen Touchscreen Smartphones OS & Android Apple Samsung etc.
BOHMAIN E27 Dimmbare RGB Glühlampe mit Bluetooth 4.0 Ambiente Beleuchtung per App Kompatibel mit allen Touchscreen Smartphones OS & Android Apple Samsung etc.
Wird angeboten von Bohmain Europa
Preis: EUR 39,99

5.0 von 5 Sternen Kiss. Kiss. Kiss., 23. Juni 2016
►Generell zu meinen technischen Bewertungen:

Technik sollte nicht Zeit kosten, sondern einfach anzuwenden sein. Sie muss bei mir schlicht intuitiv funktionieren, von Anfang an, obwohl ich weiß, dass man sich bei vielen Programmen/Technik natürlich auch einarbeiten muss. Die Zugangsbarriere bei mir aber ist das schnelle Ingang-Bringen. Wenn das nicht klappt, steige ich aus oder nutze das Produkt nicht.

►Für diese Glühbirne vergebe ich ein dreifaches Staunen und bin einfach begeistert.

►Habe das Programm Magic Blue heruntergeladen und kann die Lampe mit dem iPhone tatsächlich ein- und ausschalten.
Hat nach 30 Sekunden geklappt.

►Alle denkbaren Farben aus den RGB Raum sind mit einem Klick programmierbar bzw. man kann Lieblingsfarben einstellen und immer wieder abrufen

►Lampen sind individuell nach bestimmten Leucht-Zeiten programmierbar

►Lampe kann zu Musik als Disco bzw. Lichterspiel eingestellt werden

►Magic Blue ist intuitiv verständlich und nach 2 Minuten hat man den Bogen raus

Glaube es irgendwie nicht:
aber mit Bluetooth sind Innovationen möglich, an die man bislang nicht gedacht hat.

►Einfach bestimmte Gruppen bzw. Räume zusammenfassen oder einzelne Lampen einstellen, merkfähige Namen vergeben und immer wieder abrufen.

►Alleine die Farbauswahl aus dem RGB Raum macht Spaß und ist für Kinder eine ganz besonders spannende Herangehensweise an das Farbverständnis.

►Musik kann am iPhone mit der Magic Blue ebenfalls (unabhängig von der Birne) als Lichtfeuerwerk abgespielt werden.

Selten war ich so begeistert von einem neuen Produkt, von dem ich bislang niemals gedacht hätte, dass man es zu diesem Preis haben kann.

HINWEIS:
Dieser Artikel wurde mir vom Anbieter KOSTENLOS als Testversion zur Verfügung gestellt.  Diese Tatsache hatte keinen Einfluss auf meine Bewertung, die unbeeinflusst, unvoreingenommen und objektiv erfolgte. BITTE lesen Sie mehrere Rezensionen. Nur so ist man in der Lage, alle relevanten Aspekte eines Produktes zu erfassen bzw. ein möglichst umfassendes Bild für den möglichen Kauf zu bekommen.


Multi-Function Gürteltasche Bauchtasche Hüfttasche Außen Mit Trinkflasche wasserabweisend Unisex Taille Tasche nur Tasche Grün
Multi-Function Gürteltasche Bauchtasche Hüfttasche Außen Mit Trinkflasche wasserabweisend Unisex Taille Tasche nur Tasche Grün
Wird angeboten von SHOWTIME TECH
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen ►Angenehm zu tragen ►und da passt was rein, 22. Juni 2016
Sehr gut aussehendes Äußeres (Grün) und große innere Werte, das zeichnet diese gut zu tragende Tasche aus.

Für meine Fotografie-Touren habe ich hier folgendes untergebracht :

Smartphone
Sony Kamera
Schlüssel
Tempos
Ersatzbatterie groß
Kleine Lampe
USB Kabel
Geldbeutel
Trinkflasche

Fächer innen: Vier, eines mit Reißverschluss

Fächer außen: Eines (außen offen, aufgesetzt) für das Smartphone

Der Gürtel ist bis zu 1m "ausbaubar", eignet sich also auch für voluminösere Bauchumfänge.

Die Fläche der Tasche ist hinten mit einem Netz und Löchern im Schaumstoff (gegen das Schwitzen) geschützt, insgesamt angenehm zu tragen, bei mir sitzt alles an der Seite und eher hinten.

►Siehe Rückseitenfläche: Sogar mit einer Halteschlaufe zum Aufhängen unterwegs an stilleren Örtchen. Also: an alles gedacht.

Wenn ich die Kamera entnehme (liegt innen) dann wandert das Smartphone nach innen.

Zipper mit zusätzlicher Schlaufe versehen, gut greifbar und leichtgängig.

Robuste Nähte, beste Verarbeitung

Transparente zusätzliche Stofffläche des Flaschenfachs (hier passen natürlich auch andere Dinge rein, oft nutze ich es auch für die Kamera, nehme nicht immer eine Wasserflasche mit) So sind mögliche Aufnahmen schneller greifbar.

►Über dem Flaschenfach noch eine Schlaufe, an der man noch andere Dinge anhängen kann.

►Wirkt insgesamt sehr robust und langlebig, auch der Verschluss.

HINWEIS:
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Tabiger Reise Silikon Kosmetik Flaschen 78ml Set x3 & Kulturbeutel - Farbige Fläschchen, Kosmetiktasche, 2 Saugnapf, Reiseflaschen für Duschgel, Shampoo, Creme
Tabiger Reise Silikon Kosmetik Flaschen 78ml Set x3 & Kulturbeutel - Farbige Fläschchen, Kosmetiktasche, 2 Saugnapf, Reiseflaschen für Duschgel, Shampoo, Creme
Wird angeboten von Tabiger Direct-DE
Preis: EUR 49,99

5.0 von 5 Sternen Farbenfroh, praktisch und differenzierbar., 18. Juni 2016
Schon lange nutzen wir auf Reisen separat abfüllbare Behältnisse und dieses Angebot von Tabiger hat den Vorteil, dass es beim Fliegen auch im Handgepäck mitgenommen werden kann.

Das entscheidende PLUS dieser Flaschen sind aber die Saugnäpfe, mit denen - bei meist übervollen Ablagemöglichkeiten im Hotel (wenn Paare unterwegs sind) - direkt an den Kacheln befestigt werden kann. Ein Vorteil insbesondere auch im Fitness-Studio. Sie halten wirklich sicher. (Siehe Bild)

Sehr praktisch zudem der transparente Beutel mit Henkel, in dem wir die Flaschen mitnehmen bzw. im Koffer leicht auffindbar verstauen. Nichts läuft aus, die vorderen, starren Verschlüsse bleiben dicht: zuverlässig und sicher.

Als Selbstständiger kann ich mich nicht erinnern, Urlaub länger als eine Woche gemacht zu haben. Dafür reichen diese Flaschen (Shampoo, Pflegespülung, Duschöl) allemal aus. Und: man wird bei der Entnahme automatisch sparsamer. Ein angenehmer Begleiteffekt, denn meist drückt man zu lange auf die Tube!

Meine Frau und ich haben es auch im Bad gerne bunt und differenzierbar. Man braucht so nichts zu beschriften. Auch in solchen Kleinigkeiten kann etwas mehr Stimmung und ein positives Umfeld geschaffen werden. Man sollte es nicht glauben, aber auch solche Dinge wirken.

Es stimmt: das große Glück mag kleine Dinge. Wenn man die Behältnisse mit den Saugnäpfen nach vorne stellt, ist man der Meinung, das Gesicht eines Vogels zu erkennen. (grünes Bild) Dazu passt dieses hervorragende Buch: Ornis: Das Leben der Vögel

INSGESAMT:

Leicht zu befüllen

Sehr angenehme Haptik

Dosier-Spender erleichtert Entnahme

Immer nach unten stellen oder hängen

Leicht zu reinigen

Dauerhaftes Material, BPA frei

Ideal auch für das Fitness-Studio

Farbliche Unterscheidung der Inhalte

HINWEIS:
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SUMERSHA niedlichen Elefanten nonskid bookends Kunst Bücherstützen blau 1pair
SUMERSHA niedlichen Elefanten nonskid bookends Kunst Bücherstützen blau 1pair
Wird angeboten von SUMERSHA DE
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Sind begeistert., 17. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine (eng gepackte) Bibliothek ist nach bestimmten Kriterien geordnet, sie wird im Grunde aber permanent umgeräumt und neu bearbeitet. D.h. ich stelle Bücher nach bestimmten Kriterien neu zusammen bzw. bearbeite sie für bestimmte Projekte bzw. benötige Infos.

Diese Buchstützen hatte ich zunächst für eine Freundin erworben, die Elefanten sammelt. Als Geschenk inkl. 4 Büchern. Wieviele Menschen sammeln eigentlich Abbildungen und Statuen von Elefanten? Es muss ein großer Prozentsatz sein!

Sie war schlicht hingerissen davon und nutzt die beiden Stützen - ich bin sicher, sie kauft noch weitere nach!

Warum aber nutze ich sie inzwischen auch?

Es ist vor allem eine perfekte Ordnungsidee für meine Zwecke.

Der herausragende Rüssel (2cm) wird nicht als solcher erkannt, sondern trennt somit neutral gewisse Themenbereiche, die man selber definiert. (siehe Bilder) Wenn ich z.B. 4 Bücher zusammenstelle, die ich demnächst wieder brauche, dann schiebe ich die Stütze einfach darunter und weiß dann, wo ich demnächst zugreifen muss. (siehe Bilder)

Mit einem Griff kann ich so 3-4 Bücher mitnehmen.
Das Geniale ist jetzt: mit einem Griff (schaffe 3-4 Bücher mit einer Hand am Rüssel zu tragen, siehe Bild) entnehme bzw. platziere ich diese auf dem Schreibtisch oder wo auch immer sie dann benötigt werden. (siehe Bild)

Die Stützen haben im unteren Bereich 4 Noppen, die für ausreichend Stabilität sorgen bzw. das Rutschen verhindern. Innerhalb eines halb-leeren Regals setzen sie mit ihrer Unterlänge einen ausreichenden Endpunkt bzw. sorgen für einen optisch schönen Halt.

Kreativität bis in alle Details, für mich als Bibliophilen sind solche kleinen, durchdachten Helfer Gold wert. Bin ebenso begeistert wie meine Bekannte. Würde mir noch andere Farben wünschen.

Maße:
Unterlänge: 12 cm
Höhe: 18,5 cm
Rüssel ragt als Griffhalterung 2 cm raus

Gewicht: 275 g

Verarbeitung/Lackierung: gut.

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Schattenvolk: Roman
Schattenvolk: Roman
von Viola Huber
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte aus der Zukunft - Hochspannung um einen Wert aus dem vergangenen Jahrhundert., 15. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Schattenvolk: Roman (Broschiert)
Das passiert heute nicht mehr so oft: Ein Science-Fiction-Roman erscheint, der eine ziemlich realistische sozialkritische Prognose bemüht, um zu schildern, was einer Gesellschaft blüht, die vergisst, dass ihr Wohlergehen von der Wohlbehandlung ihrer produktiven Bevölkerungsanteile abhängt. Sicher, neben all den Photonen-Raketen-Besatzungen, wahnsinnig werdenden Wissenschaftlern, den Lichtjahre entfernten bösen und guten Welten, den endzeitlichen Nuklearkatastrophen und den intergalaktischen Kriegs- und Untergangsszenarien, die unsere gängigen literarischen Zukunftsphantasien dominieren, gab es das auch mal: Literatur, die einfach zeigen möchte, wie falsch eine Welt wird, wenn etwas in ihr fortwährend falsch läuft. Als Vergleich fallen mir spontan hehre Beispiele ein: 1984 von George Orwell, Fahrenheit 491 von Ray Bradbury, Schöne neue Welt von Aldous Huxley.

Nicht so hehr, sondern bisher ziemlich unbekannt, ist 'Schattenvolk', der Roman von Viola Huber. Er spielt in einer gar nicht so fernen Welt, in der ganz Reiche und ganz Arme sich so gut wie vollends voneinander abgekoppelt haben und keine verbindende Mittelschicht mehr überlebt hat, die mit gelebten und geforderten Werten wie Recht, Gerechtigkeit, Ethik, Liebe, Geborgenheit und Fairness die klaffende soziale Lücke zu überbrücken sucht. Man ahnt, was dann bleibt: Zwangsarbeit, Hunger und Elendskriminalität bei denen im Schatten; und ein quasi diktatorischer Staat, der mit harter Hand all das in Schach hält für das schöne Leben jener anderen im Licht.

Doch es geht bei 'Schattenvolk' nicht etwa um das große Drama, die große Revolte und den großen erhobenen Zeigefinger; das heißt, es geht nicht ums Klischee. Es geht eher um eine kleine, liebevoll sich entwickelnde Welt von sehr jungen Menschen, die klug und mutig ums Überleben kämpfen müssen in jener schmutzigen Realität, in die sie hineingestoßen wurden. Zwischen den Zeilen des Romans schwebt unausgesprochen ein 'Wert' aus dem letzten Jahrhundert und das heute fast vergessene Wort dafür: Solidarität.

Die Erniedrigten und Beleidigten dieses Romans rücken buchstäblich vor ihrem Lagerfeuer in der Kanalisation zusammen, geben sich gegenseitig die menschliche Wärme, die ihre Hoffnung erhält, helfen einander aus, wo sie können und vergeben sich die Hässlichkeiten, die das pure Überleben ihnen abverlangt.

Wer das liest, wird belohnt: Mit einer glaubwürdigen Entwicklung der Charaktere; mit einem in 'Kaleidoskop-Technik' (Dos Passos) vorgetragenen, immer überraschenden, spannenden und nie willkürlich unrealistischen Handlungsablauf; mit viel liebevoller Phantasie und mit einem für unsere Gegenwartsliteratur ungewöhnlichen sprachlichen Reichtum. Und vielleicht belohnt auch mit einem Happy End?
Wir wissen es nicht. Denn mit 'Schattenvolk' hat Viola Huber zunächst den ersten Teil einer auf mehrere Bände angelegten Geschichte vorgelegt. Was nicht heißt, dass der Leser nicht zu einem vorläufigen dramaturgischen Schlusspunkt geführt würde.

Ganz im Gegenteil: Verblüfft sieht man sich einem kreativen Paukenschlag gegenüber, den das 'Schattenvolk' sich für seine Unterdrücker ausgedacht hat. Und mit blankem Entsetzen darf der Leser sich dann zusammen mit den Protagonisten des Romans so heftig bekämpfen und verfolgen lassen, dass er auf ein gutes Ende nur noch schwach hoffen darf. Ob zu Recht, das kann uns Viola Huber vielleicht in der Fortsetzung von 'Schattenvolk' erzählen.

Das Buch eignet sich sowohl für Jugendliche ab 12 als auch für Erwachsene, ein spannender Plot, bei dem man von Beginn an mitten im Geschehen ist, eine Handlung, die jedem nahegeht, der heute die wachsende Entfremdung einer ultraschnellen Gesellschaft fühlt, die für Emotionen und Miteinander keine Zeit mehr hat.


Völkerwanderung. Kurze Erläuterung der aktuellen Migrationskrise (Edition Sonderwege bei Manuscriptum)
Völkerwanderung. Kurze Erläuterung der aktuellen Migrationskrise (Edition Sonderwege bei Manuscriptum)
von Václav Klaus
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

65 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitte lesen Sie dieses Buch., 10. Juni 2016
Dieses Buch geht nicht dezidiert auf Religionen ein. Es weist nach, dass die EU bzw. gewisse Kreis nach dem Prinzip der Salamitaktik vorgehen. Immer neue, bewusst herbeigeführte Krisen sollen Nationalstaaten schrittweise zerstören und mit jener fremden Welt konfrontieren, von der sich europäische Progregissten den neuen Menschen versprechen.

Massenmigration hat nichts mit individuellem Asyl zu tun. Sie verfolgt in der jetzt zu beobachtenden Form das Ziel, die versiegelte Zeit, die Heimat, mitzunehmen, um sie in Parallelgesellschaften auch in der Fremde zu zementieren, sie dort durchzusetzen. „Dass die massenhafte Zuwanderung sowohl die ethnische Zusammensetzung als auch die gesellschaftlichen Zusammenhänge in den einzelnen europäischen Ländern zum „Tanzen“ bringt. Und dass es gut sei, wenn das geschieht.“ (S. 57)

Vaclav Klaus und Jiri Weigl zeigen die dabei entstehenden Probleme sachlich auf und weisen diese Strategie ebenso klar argumentativ zurück. Der heute im Mainstream der deutschen Öffentlichkeit vorhandene Glaube, mehr ist es nicht, gründet auf einem heuchlerischen Populismus, der das Gedächtnis und die Öffentlichkeit beleidigt, so die Autoren.

Dabei wird in der Presse nicht mehr vom Normalfall geredet: dass der Flüchtling nach Wegfall seines Fluchtgrundes wieder in seine Heimat zurückkehrt. Nein, man versteigt sich bewusst darauf, von Bereicherung und Chancen zu sprechen, vergisst aber die dann fehlende Bereicherung im Land, aus dem die Flüchtlinge kommen. Diesem fehlen logischerweise dann für den Aufbau einer Zukunft wichtige, junge Kräfte.

Das Buch fragt zurecht, ob denn Europa überhaupt neue Arbeitskräfte braucht. In diesem Zusammenhang genügt ein Nachdenken mit dem einfachen, gesunden Menschenverstand. Österreich redet heute von einer Maschinensteuer, weil immer mehr Handgriffe der Einfachheit halber von Robotern übernommen werden. Auch die Müllabfuhr wird morgen einfach per Roboter LKW mit Greifarmen erledigt. Und wie hoch ist die Arbeitslosigkeit in südlichen europäischen Ländern?

Unsere Eliten spielen ein gefährliches Spiel, vor allem die Deutschen. Es ist wohltuend, mit den Autoren wirkliche Staatsmänner aus Europa zu hören, die nicht der gefährlichsten aller Ideologien anhängen, die die Menschheit retten soll: den Mulitikulturalismus. Die Moralapostel in Deutschland überschätzen ihre Kraft bei weitem, sie überziehen mehr als gefährlich für das Empfinden der Autoren - und das ganze ohne Not und Grund.

In keiner anderen Stadt als in Prag fühle ich mich europäischer zu Hause. Vaclav Klaus ist ein würdiger Vertreter eines Europa der Vernunft, eine Stimme, die in Deutschland durch die hohlen, jeglichen Zweifel ausschaltenden populistischen Mainstream-Stimmen völlig verloren gegangen scheint. Er geißelt vor allem den europäischen Zentralismus, der nationale, durch das jeweilige Volk bestimmte Regelungen immer mehr ausschließt. In der aktuellen Flüchtlingskrise findet sich hier ein Kulminationspunkt, an dem eine Umkehr stattfinden muss, um die Wirkungsweise der deutschen Position einzugrenzen.

Der europäische Sozialstaat, vor allem der deutsche, ist auf mittelfristige Sicht nicht zu halten, wenn die Einwanderung weiter voranschreitet. Die Grenzen sind schon sichtbar und man sollte m.E. auf die Stimmen hören aus Ländern, die in ihrer Geschichte zu oft von außen dirigiert wurden. Vaclav Klaus und Jiri Weigl kennen die Probleme von Ideologien bzw. Steuerungen nach unten, leidvoll, und schreiben aus einer Position, die jedem einleuchtet, ohne ver-quaste soziologische Sprache, klar in der Mitte der Probleme.

„Die Mainstream Medien lassen sich natürlich nicht beirren und vergießen heiße Tränen der Barmherzigkeit, Solidarität und Opferbereitschaft, um uns zu erweichen.“ Und sie wollen durch die deutschen Totschlagargumente alle Zweifel im Keim ersticken. Die daraus erwachsende Gefahr einer echten Radikalisierung benennen die Autoren als die größte Problematik überhaupt.

Bitte lesen Sie dieses Buch.

Es stiehlt keine Zeit, ist nicht kompliziert geschrieben. Andere brauchen dafür 400 Seiten. Herr Klaus und Herr Weigl sparen uns Zeit, sie haben extrahiert, gestrichen und Zusammenhänge auf den Punkt der wirklichen Probleme gebracht. Wenn wir nicht jetzt reagieren, werden diese viel früher als wir alle glauben unter unseren Nägeln brennen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 8, 2016 5:16 PM MEST


Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift ...: Aphorismen (Reclam Taschenbuch)
Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift ...: Aphorismen (Reclam Taschenbuch)
von Michael Klonovsky
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der erste Schritt der Weisheit besteht darin,…, 9. Juni 2016
…fröhlich zuzugeben, dass es keinen Grund gibt, dass unsere Ideen irgendjemand interessieren könnten." (Dávila)

Aufgeteilt in die Kategorien:

Existenz
Künstler
Literatur
Moderne
Zivilisation
Geschichte
Technokratie
Vom Geist
Lebensalter
Philosophie
Christentum
Allzumenschliches
Politik
Der Demokrat
Die Linke
Der Reaktionär

finden sich in diesem Buch Anregungen und Spitzen satt,
die in der Lage sind,
aufzuwecken, neu zu justieren,
gleich Brenngläsern,
die Ideen und Begeisterung erhitzen und in Bewegung kommen lassen.

Es stimmt: "Für nichts wirklich Wichtiges ist es jemals zu spät."

Und tief Innen ahnt es jeder:
"Die Mittelmäßigkeit eines jeglichen Triumphs ist es nicht wert, dass wir uns mit den Eigenschaften beschmutzen, die er erfordert."

„Dieser Kopf hat im Grunde nur für den Hausgebrauch gedacht, diese Hand nur für den engeren Freundeskreis geschrieben.“ Liest man diesen unabhängigen Denker in seinen Sentenzen, dann wird er hier in seiner unbestechlichen Originalität sichtbar. Seine Aphorismen sind nicht ab- und zugeschrieben.

Es wird sichtbar, wie abgrundtief er Massenmedien und die Konsumgesellschaft verachtete, er wollte keine Berührungspunkte mit ihr, ein eigenes, abgeklärtes, unabhängiges, nicht korrumpierbares Leben blickt uns entgegen, mit Aussagen, die frösteln lassen und doch Urgründe in uns selbst wachkitzeln nach jenem Leben, das fernab von jeglicher Storytellerei echte Literatur, Erhabenheit über das Profane setzt, für Sprachästheten und Schönheitssucher gedacht ist.

Er sieht den gläubigen Menschen als ein Witzwesen, in die unendliche Kälte hinausbetend, vom Mars aus betrachtet, der die Welt in die Luft jagen wird. Er sieht die Welt überschwemmt von unnützen Dingen, Schönheit wird der Technik geopfert. Und wohin will man eigentlich noch wachsen? Zu welchem Zweck? Und um welchen Preis?

Ich habe eine wirklich große Bibliothek von Aphorismenbüchern (2000+), aber dieses ist der bisherige Höhepunkt an Kraft des unbestechlichen Denkens.

##Unbedingt, unbedingt lesen.

„Was ist der ganze technische Fortschritt neben einem Kunstwerk? Was sind die Probleme eines Menschen neben einer vollendeten Seite Prosa?“

Davila zwingt zum Denken, seine Sätze sind immer der Auftakt zu einem äußeren oder inneren Gespräch.

Ich werde dieses Buch in diesem Jahr als zentrales Buchgeschenk vorsehen.


Glück: Ein Tatsachenroman
Glück: Ein Tatsachenroman
von Robert Kisch
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Keine Fassade mehr. Nur noch der Kern., 8. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Glück: Ein Tatsachenroman (Broschiert)
Nachdem ich den Vorgänger von Robert Kisch (RK) - Möbelhaus: Ein Tatsachenroman - gerne gelesen habe - und zwar von einem ganz unten, der Einblicke liefert in einen Handelszweig, den ich seither nie mehr aufgesucht habe - ist dieses Buch der Versuch, aus dem noch Weiter-unten, der Icherzähler hat jetzt keine Arbeit mehr, die Seelenlage zu extrahieren.

Man fühlt mit und kann sich vorstellen, wie das Größen-Ich zurückerinnernd Extrakte zieht, Vergangenes raucht, um sich aufzubauen. Aber wie gleichzeitig alles an der Realität zerbricht, die Schichten der Zeit überlagern sich in Traumdeutungen und fahrigen Handlungen, die weh tun. Zu Beginn.

Tiefe, deutsche Zerrissenheitssucht, zäh gepflügte Ideen und Worte des Zweifels an allem, des Unverständnisses, merkwürdig, irgendwie metaphysisch zerronnen, ein ehrlicher Bericht der Zerstörung. In Erinnerung bleibt mir z.B. der Drehbuchschreiber, der seine Bücher messert: d.h. er legt echte Messer in seine Regal-Bücher, als Lesezeichen und um wohl zu signalisieren, wo er etwas „heraus-schneidet“. RK sieht das erst jetzt, zurückblickend, seinen eigenen Beruf und Freunde damals.

Es sind auch Einblicke in den Journalistenalltag, der sich jetzt aber auf sich selbst zurückzieht und jene Dinge sucht, die vielleicht, bei allem Verlust, Glück bringen. Man liest das Buch nicht leicht, aber wenn man sich darauf einlässt, werden Fassaden abgelassen, die uns alle umgeben, es werden Glückskerne freigelegt, die überall sein können, auch noch im unbedeutendsten, unscheinbarsten Moment.

RK findet vor allem in der Auseinandersetzung mit dem Tod Hilfe, er besucht ein Hospiz, geht so auch wieder zurück zum Leben. Dort ist eben gar keine Fassade mehr, der Kern liegt offen, wie jemand ist und war, hier wird es deutlich. Nicht alle reinigen sich umfassend, viele hetzen auch dem Tod entgegen, aber fast alle erleichtern sich, reden, früher oder später. Eine Frage des Vertrauens. Auch der Wortlosigkeit oft. Sie sind sinnlos vor dem Tod. Meist. Und doch: Gespräche ohne Hintergedanken. Frei. Raus. Weniges und Schönes.

RK unter-hält sich, wie es einem Journalisten gebührt, in eigener Sache, an jenen Punkten und mit Menschen, die das Leben ausmachen und seine Reisen zum Glück, seine Berichte sind Gold wert, wenn man sie denn nicht gehetzt, sondern gedankenverloren aufnimmt, um neue Richtungen zu sehen, die letzten Endes immer nur in einem liegen: im jetzigen Augenblick.

Leiden in diesem Sinne ist nicht umsonst: es öffnet Tore zum Leben, die man ohne sie nicht gesehen hätte. So wie früher, als der Tod noch Teil des Lebens war. Die mutige Hospizmitarbeiterin und mehrfache Mutter sagt: „Ich glaube, dass alle glücklich sterben, der Gesichtsausdruck ändert sich im Tod. Ich habe keinen Menschen gesehen, der im Tod nicht glücklich aussieht.“

Nabokov dazu:
"Leben ist ein großer Sonnenaufgang. Ich sehe nicht, warum Tod nicht ein gleichmäßigerer grösserer sein sollte."


Am Anfang war Heimat: Auf den Spuren eines deutschen Gefühls
Am Anfang war Heimat: Auf den Spuren eines deutschen Gefühls
von Eberhard Rathgeb
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Renaissance und zentrale Bedeutung der Heimat., 7. Juni 2016
Ein Ort des Vertrauens und ein Ort des Vertrautseins: den Begriff Heimat zu umkreisen wie es Eberhard Rathgeb (ER) unternimmt, ist ein Genuss. Tief schürfend, liebevoll und hoch fliegend zu philosophischen Ideen verquickt er wunderschön Privates mit jenen größeren Bezugsräumen, die seinem Vater bzw. seinen Eltern und ihm Halt gaben in ihrer Reise aus der Heimat in die Welt und wieder zurück. Sein Vater spürte mehr und fotografierte als theoretische Sichtweisen zu artikulieren.

'Heimat ist ein Schutzraum oder sollte einer sein. Der tiefe Grund des Heimatgefühls ist die Angst, in einer unheimlichen Welt verlorenzugehen, in der keiner, der allein ist, überleben kann.' (S. 46)

Alle Heimatlosen wissen, wie gut es ist, eine Heimat zu haben. Dabei spielen Werte und Sprache, Landschaft und Philosophie, Kunst und Verantwortung eine zentrale Rolle. Das Mixen dieser Aspekte in Realitäten vor Ort, Stimmungen einerseits, die sich kunstvollen Theorien annähern ' alleine der Abschnitt über Adorno bringt zentrale Facetten deutscher Geistesgeschichte auf den Punkt:

Adorno hat, wie Martin Heidegger und Rudolf Borchardt, einen eigenwilligen, auffallenden Sprachstil entwickelt, als hätten die drei nicht mit einfachen Worten sagen können, um was es ihnen ging.' (S. 198)

Kierkegaard und Wittengestein waren dazu in der Lage, ebenso Karl Popper. Adorno ist ebenso wie Marx immer in der Theorie verblieben, sein Buch über Kierkegaard enthielt im Kern seine ganze spätere Philosophie. Aus der konkreten Geschichte enthob er sich mit seiner ästhetischen Theorie. Seine Art zu philosophieren widerstand der Realität, sie entfloh ins Ästhetische, in die Kunst. Heidegger bezeichnete er nach dem Krieg als jemand, der ein Jargon der Eigentlichkeit sprach, ein vernichtendes Urteil hinabweisend zur Daseinsfolklore und Heimatkunde.

Dabei hatte Adorno in seiner negativen Dialektik eingeräumt, dass es ein Metaphysik der Herkunftsgegend gäbe, eine durch Klänge, Bilder und Erlebnisse sich herstellende Verbundenheit mit dem Fleckchen Erde, auf dem ein Mensch geboren wurde. Einfach schön, wie der Autor die heimelige Fahrt von Adorno nach Amorbach im Odenwald, sein Meßkirch, beschreibt, um danach den Freund eines Vaters, dessen Hoffnungen und Wünsche auszubreiten.

Die in der Kindheit entwickelten Urbilder kann niemand ersetzen, keine andere Heimat, kein anderer Kulturkreis, sie sind an Philosophie und Umgebung, an vertraute Geräusche, Glockenklang und Waldrauschen gebunden, oder freien Himmel, den Blick aufs Meer, das Hiddensee von Gerhart Hauptmann.

Wir erleben eine starke Renaissance der Heimat und fühlen, dass diese nicht beliebig hin- und her verschiffbar ist, sie ist das, was bleibt, aus Gedanken, aus Sprache, Landschaften und Kultur. Es ist kein deutsches Gefühl, es ist universell und unhintergehbar.

Ein Weitergereister formulierte: 'Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfernung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten.' Wilhelm von Humboldt dachte so und auch Marcel Reich-Ranicki war trotz Nazi-Diktatur und erlittenem Leid der deutschen Sprache, dem deutschen Geist verwoben.

Ein ganz hervorragendes Buch, das mich animiert hat, Schillers Wallenstein weiterzulesen.

Friedrich Schiller: Auf dem Auswandern ruht der Fluch ewiger Heimatlosigkeit.


Kursbuch 186: Rechts. Ausgrabungen
Kursbuch 186: Rechts. Ausgrabungen
von Armin Nassehi (Hrsg.)
  Broschiert
Preis: EUR 19,00

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch zur Analyse der aktuellen Strömungen., 2. Juni 2016
Bitte lesen Sie einfach den Klappentext hier bei Amazon und extrahieren bitte die darin schon vorkommenden, populistisch-diskriminierenden, linguistischen Begriffe:

fröhliche Urstände
hässliche Pegida-Demos
anschwellender Bockgesang
Renaissance der Unwissenden
Knäuel an nationalistischen Vermutungen
Ohne Halt und Haltung
Furien des Nationalismus
Süppchen zum Brei verkochen
schlichte Lügen,
Erfindungen, die ohne jeden Beweis Wahrheit sind
etc.

Dieses Buch ist ein Debatten-Scan aus Sicht der Postmoderne, dessen Wurzeln ich im folgenden freilegen möchte. Sie liegen im Spannungsfeld zwischen einem träumenden Alt 68er und dem heutigen, jubelnden Multikulturalisten.
___________________________________________

Wie würde ein treuer, gläubiger Alt 68er argumentieren?
Es wäre nur eine Stimme unter den vielen, die auf dem Dampfer der 86-er segelten.

In der 68er Bewegung wäre niemand auf die Idee gekommen, zum Zweck des gesellschaftlichen Fortschritts Menschenmassen aus anderen Kulturen auf dem Globus hin- oder herzubewegen. Die 68er waren Internationalisten, das heißt sie plädierten für die weltweite Solidarität der arbeitenden Bevölkerung durch Unterstützung der Arbeiterbewegungen in den jeweiligen Ländern. Die 68er waren Anti-Imperialisten, das heißt sie waren für einen Rückzug der europäischen und nordamerikanischen Armeen und Machtstrukturen aus den ehemaligen Kolonien und Entwicklungsländern. Die ehemaligen Kolonien und Entwicklungsländer sollten sich aus eigener Kraft und mit Unterstützung der europäischen Arbeiterbewegung reorganisieren und weiterentwickeln.

Die sogenannte Multikulti-Bewegung ist das geistige Produkt einer antimarxistischen und gegenaufklärerischen philosophischen Strömung in Frankreich, die in den 1950er und 1960er Jahren den Marxismus (Sartre, Merleau-Ponty, Althusser) und Strukturalismus (Levy-Strauss, Levy Bruhl) abgelöst hat. Diese Strömung wird heute genannt: Poststrukturalismus oder auch Dekonstruktivismus, oder beides zusammen: Postmoderne. 

Ihre kulturellen Annahmen sind eine Mischung aus Strukturalismus und Linguistik, und diese Bewegung ist genau das Gegenteil zum Materialismus der sozialistischen Bewegung, und damit auch der 68er-Bewegung.

Ihre Vertreter hießen Roland Barthes, Foucault, Deleuze, Derrida und Rorty, mit denen die 68er absolut nichts am Hut hatten. Die 68er nennen diese Leute Gegenaufklärer, also Feinde der sozialistischen Ideen der 68er, und das Resultat ihres Denkens ist eine neokonservative Ideologie, die genau das Gegenteil ist zur von den 68ern angestrebten internationalen Solidarität.

Die Feinde der 68er wollten also nicht soziale Bewegungen in der Dritten Welt unterstützen, sondern Bevölkerungen der Dritten Welt nach Europa und USA schaffen und sie dort in ihrem eigenen rückständigen  kulturellen Saft schmoren zu lassen. Je religiöser ein Billiglohnarbeitnehmer, umso hilfloser ist er.

Diese postmodernen Ideen passten hervorragend zu den neuen arbeitsmarktpolitischen Ideen der globalisierten Unternehmen, nachdem der Imperialismus, also die Ausplünderung der Länder der 3. Welt, militärisch und organisatorisch zu teuer geworden war: nämlich das Heranschaffen von Arbeitskräften aus anderen Ländern, die Nutzung dieser Menschen als Billiglohnunterwanderer des Arbeitsmarkts mit möglichst wenig Investitionen in deren gesellschaftliche Integration. Multikulti-Politik ist nichts anderes als Politik der kulturellen Nichtintegration der angekommenen Arbeitskräfte.
___________________________________________
Wie würde ich argumentieren?

Die 68er gab es nie, es war ein buntes Konvolut unausgegorener Ideen, deren Arroganz den Arbeitern gegenüber sprichwörtlich war. Es war, um mit einem Buchtitel https://www.amazon.de/lange-Sommer-Theorie-Geschichte-Revolte/dp/3406668534/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1464270293&sr=8-1&keywords=der+lange+Sommer+der+theorie
zu sprechen, m.E. ein langer, öder Sommer von Theorien, blindem Hass und sterbenden Hoffnungen, aber selten bis nie ausgewiesen durch die Tat. Alle 68er waren später (nachdem alle Ideen im Sande verliefen) wild darauf, Karriere zu machen, um heimlich immer weiter ihrer individuellen Lieblingstheorie anzuhängen. Keine andere Protestgruppe der Geschichte hat sich jemals so mit ihrem feindlichen Wirt verbrüdert und alle Ideale verraten. Die Ausrede, dass man die Segnungen des Kapitalismus genoss, war dann der erzwungene Gang durch die Institutionen.

Beide Systeme (Sozialismus noch stärker als Kapitalismus, der immerhin zufriedene Mitarbeiter brauchte) dachten, sie könnten sich auf die Arbeit/Lohn/ konzentrieren und  der Mensch wäre dann schon glücklich, wenn er Grundbedürfnisse decken und darüber hinaus (auf-)leben kann. "Nietzsche meinte dazu: das klingt in meine Ohren, als ob man ein Leben zu erfinden verspräche, welches sich aller organischen und psychischen Funktionen enthielte.'

Die 68er waren für mich das Kopfmekka der Sozialisten. Sie sollten endlich dorthin befördert werden, wo sie hingehören: in den Anschauungsunterricht für einseitige Ideologien ohne Kenntnis des zutiefst Allzumenschlichen. "Eine bleibende Kulturleistung der 68er besteht darin, dass sie die deutsche Gesellschaft in ein Kollektiv von Halbkranken umgeschaffen haben." - Peter Sloterdijk

Ich sehe das ähnlich, alleine schon weil die 68er wie oben beschrieben die Religionen einfach aus ihrer Betrachtung ausgeschlossen haben. Dieses Opium fürs Volk wurde schlicht negiert oder verboten, ein verhängnisvoller Fehler in allen sozialistischen Ländern aber auch in der Türkei Atatürks.

Nun, was ist dieses Buch?

Zumindest eine gute Analyse des neokonservativen Selbstbildes der Postmodernisten (die in Wahrheit das Gegenteil der Alt 68er sind, also rechts und für das Kapital arbeiten, ohne es zu merken), die über die neuen Rechten schreiben, die wiederum Inhalte der 68er Bewegung übernommen haben und damit Postmodernisten komplett verwirren. Was man daraus lernt: vergessen sollte man die Begrifflichkeit aus links und rechts. Sie bringen wenig zur Erklärung außer Polemik. Dieses Buch ist völlig und ganz Polemik wie man oben in dem einführenden Klappentext schon erkennen kann. Was dort versprochen wird, breitet sich innen weiter und dumpf aus.

Ich zitiere z.B. aus Seite 147: (Liane Bednarz) 'In diesem kruden Gedankenkonstrukt bedeute Anisrassismus also, Rassen zu erhalten, indem man sie vor Vermischung schützt.' Frau Bednarz schildert den Ethnopluralismus korrekt und immerhin erkennt sie, dass man von der Begrifflichkeit 33-45 Abstand genommen habe, während sie noch einen Begriff nutzt, den es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gar nicht mehr gibt: den Begriff der Rasse.

Die neuen Rechten nutzen also den Begriff Kultur statt Rasse und meinen, dass die Buntheit der Welt (schauen sie auf einen Globus) erhalten werden solle, das Verständnis für Kulturen ist eine europäische Stärke schon immer gewesen, ohne alle als Nachbarn im eigenen Land haben zu müssen: Besuche und Heimkehr ins Eigene stärken Austausch viel besser als das Herankarren von Arbeitnehmern, die einer Kultur fremd bleiben.

Was die Alt 68er nie begriffen haben, ist die Kraft von Religionen, um den Wurm in unserem Herzen, den Tod, aushalten zu können. Was sie auch nie begriffen haben, ist, dass viele Unternehmen, auch heute, einer sozialen Gerechtigkeit verpflichtet sind und Menschen keinesfalls ausbeuten. Erst die Multi-Kulti-Globalisierung führte zu einem Lohndumping, der alles in den Schatten stellte, was Menschen aushalten können an Erniedrigung.

Was die sog. neuen Rechten postulieren, ist eine Mischung aus Zielen der Alt 68er mit neuen Erkenntnissen für eine Zeit, die eben nicht leisten kann, dass die gesamte Welt in Europa gerettet werden kann und auch nicht will. Jeder möchte in seiner Kultur, seiner Heimat etwas erreichen und je schneller das alle begreifen, umso besser.

Die postmodernen Kräfte heute, gebündelt in den allen Links- und Mitteparteien irren in der Sichtweise auf Multikulturalismus völlig und zentral, Menschen fühlen dies und in Österreich lesen wir die ersten Ergebnisse, dass der Anteil derer schon bei 50% liegt. Viele fühlen, was man mit etwas Nachdenken auch erreichen kann.

Dieses Buch ist nichts als ein Offenbarungseid, ein populistisch ausgrenzender Angriff auf alles Rechte, ohne eine Differenzierung dessen, was tatsächlich dahinter an Wurzeln liegt. In Wahrheit ist die Postmoderne heute extrem rechts und die sogenannten neuen Rechten sind zutiefst links und menschlich. Je schneller man Gedankenkonstrukte aus der 33-45er Zeit befreit, in der die Postmoderne immer noch feststeckt, umso besser.

Soziologisch verlauste Sprache, gleich den 60ern, hier in Fülle und hochgesteltzt, ich bin davon überzeugt, dass wir uns auch davon befreien müssen, um Klarheit im Sinne Poppers zu gewinnen:

Dem alten Prinzip der Wissenschaftstheorie (Verifizieren von Theorien) setzte Popper das Theorem der Falisfizierbarkeit entgegen: danach (Wikipedia) vollzieht sich der Erkenntnisfortschritt durch 'trial and error': Auf offene Fragen geben wir versuchsweise eine Antwort und unterziehen diese einer strengen Prüfung. Wenn sie diese nicht bestehen, verwerfen wir diese Antwort und versuchen, sie durch eine bessere zu ersetzen. (Wikipedia)

Karl Popper hat den richtigen Weg gewiesen, den ich auch diesen Autoren gerne vermitteln würde:

"Jeder Intellektuelle hat eine ganz besondere Verantwortung. Er hatte das Privileg und die Gelegenheit zu studieren; dafür schuldet er seinen Mitmenschen, die Ergebnisse seiner Studien in der einfachsten und klarsten und verständlichsten Form darzustellen. Das Schlimmste ' die Sünde wider den Heiligen Geist ' ist, wenn die Intellektuellen versuchen, sich ihren Mitmenschen als große Propheten auszuspielen und sie mit Orakeln der Philosophie zu beeindrucken. Wer es nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er es klar kann."

'Wenn unsere Zivilisation überleben soll, müssen wir mit der schlechten Gewohnheit unserer Pietät gegenüber großen Männern brechen. Große Männer machen große Fehler.' Sir Karl Raimund Popper

Dieses Buch ist nicht von großen Männern oder Frauen geschrieben, sondern von einem endlosen Diskurs der postmodernen Sichtwise, extrem verhaftet einem Denken, dessen Stahlgewitter immer noch über ihren Köpfen schwebt: die Zeit von 33-45. Sie lähmt das vorurteilsfreie Denken. Der Ausgleich zwischen marktgerechtem Verhalten und sozialem Anspruch: er muss immer wieder neu verhandelt werden inkl. Beteiligung der Bevölkerung, weit über das Maß von Wahlen alle 5 Jahre hinaus. Unsere Zeit hat einen neue Diskussion für das Politische eröffnet und solche Bücher können immerhin als schlechtes Beispiel dafür dienen, diesen Prozess voranzubringen.

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