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Beiträge von Pete Thrope
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Rezensionen verfasst von
Pete Thrope "petethrope"

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Verblendung
Verblendung
DVD ~ Michael Nyqvist
Preis: EUR 5,89

5.0 von 5 Sternen Intensiv, 9. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Der Journalist Mikael Blomkvist (Michael Nygvist), der gerade einen Prozeß wegen Verleumdung verloren hat, wird von dem reichen Hendrik Vanger (Sven-Bertil Taube) engagiert, ein Verbrechen aufzuklären, das sich vor vierzig Jahren ereignet hat. Dabei soll Vangers Nichte Harriet ermordet worden sein. Der Täter scheint aus der eigenen Familie zu stammen. Während seiner Nachforschungen erhält Blomkvist unerwartet die Hilfe der Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace). Gemeinsam kommen sie nach und nach dem Verbrechen auf die Spur, wobei sie in immer tiefere Abgründe der menschlichen Seele eintauchen.

Die Verfilmung des Romans von Stieg Larsson wurde ursprünglich im Zusammenarbeit mit dem ZDF fürs Fernsehen gemacht. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass die Aufarbeitung ohne große Spezialeffekte auskommt und in seiner Inszenierung einige Zuschauer eher an eine Tatortfolge erinnert. Es stellt sich allerdings die Frage, ob dies nun tatsächlich der Verarbeitung fürs Fernsehen geschuldet ist oder Absicht. Beurteilen kann man das wohl erst, wenn man die nachfolgenden Teile mit den Titeln "Verdammnis" und "Vergebung" gesehen hat, die direkt für das Kino produziert wurden.

Egal wie, "Verblendung" ist ein außerordentlich intensiver Film mit teilweise drastischen Szenen. Am Anfang hat man etwas Schwierigkeiten, sich durch die Fülle der Namen einen Weg zu bahnen, aber dann wird man trotz der zweieinhalb Stunden Laufzeit spannend unterhalten. Allerdings ist es möglich, dass sich beim wiederholten Sehen Längen einschleichen. Dazu ist noch zu sagen, dass man den Roman von Stieg Larsson schon erheblich gekürzt hat, ansonsten wäre der Film wohl doppelt so lang geworden.

Die Darsteller dürften hierzulande eher unbekannt sein - wer ist schließlich schon Kenner schwedischer Filme? - , aber ihre Leistungen sind außerordentlich, wobei der interessanteste Part Noomi Rapace als Lisbeth zukommt. Lisbeth hat eine Vorgeschichte, sie hat einen Vormund, weil sie einen Teil ihres Lebens in einer psychiatrischen Klinik verbracht hat (Die Szenen, die sie mit ihrem Vormund zeigen, sind übrigens auch nicht ohne). Warum dies so ist, erklärt "Verblendung" nur teilweise. Im Roman geschieht dies sogar erst im zweiten Teil, was bei Anhängern des Buches teilweise heftige Kritik auslöste. In diesem Zusammenhang ist es noch wissenswert, dass der Originaltitel übersetzt: "Männer, die Frauen hassen" lautet. Da kann man vielleicht jetzt nicht sehr viel mit anfangen, aber ich möchte nicht zuviel verraten.

Die Auflösung des Falls hat einige Ösen und Wendungen und auch so etwas wie Happy-End, aber gerade in der Figur der Lisbeth gibt es noch einige lose Fäden, die noch nicht geknüpft wurden und somit freue ich mich schon auf die nächsten Teile.


You're Never Alone With a Schizophrenic (30th Anniversary Special Edition)
You're Never Alone With a Schizophrenic (30th Anniversary Special Edition)

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album - neu aufgelegt, 7. März 2010
Ian Hunter's Alben waren bis zu diesem Zeitpunkt immer nur ein halbes Vergnügen, denn am stärksten war er, wenn er losgerockt hat. Seine Balladen waren meist schaurig. Das war auch übrigens bei seiner Band "Mott The Hoople" so, was nicht weiter verwunderlich ist, denn Hunter war ja für einen großen Teil für deren Musik verantwortlich. Richtig gute Balladen waren dünn gesät: "I Wish I Was Your Mother" war eine und vor allem das grandiose "Saturday Gigs". Bei seinen Soloalben machte er da munter weiter. Besonders bei "Overnight Angels" war das besonders auffällig. Die Hälfte waren Rocker, allesamt erstklassig und die zweite Hälfte waren Balladen, allesamt Schrott.

Bei "You're Never Alone With A Schizoprenic" stimmt aber alles. Balladen gibt es vier: "Ships", "When The Daylights Comes", "Standing In My Light" und "The Outsider", wobei ich mich bei den ersten dreien nie entscheiden kann, welches die schönste ist. Die restlichen fünf Songs rocken wie die Sau, mal etwas langsamer ("Bastard"), mal volle Pulle ("Life After Death", mein Lieblingssong der Platte).

Ian Hunter gehörte nie zu den Superstars der Rockwelt. Zur besten Zeit mit Mott The Hoople war er mal nah dran, aber solo konnte er sich die Charts meistens nur von unten ansehen. Das lag vermutlich daran, dass er sämtlichen musikalischen Moden aus dem Weg gegangen ist (bis auf einmal, bei der Platte "All Of The Good Ones Are Taken", wo er Synthies einsetzte. Das Ergebnis war einer seiner schlechtesten Platten) und konsequent seinen eigenen Stil durchzog. Ian Hunter ist ebenso ein überdurchschnittlich intelligenter Mensch, was sich in seinen Texten niederschlägt. Zu Zeiten von Mott The Hoople veröffentlichte er außerdem das Büchlein "Diary Of A Rock'n'Roll Star", das heute vergriffen ist und das ich auch leider nie zu lesen bekam, es wurde aber von der Fachkritik hochgelobt.

Was mir an Ian Hunter immer gefallen hat, ist, dass seine Musik auch in den schlechtesten Momenten nie unangenehm war. Er vermittelt so etwas wie Ehrlichkeit in der Musik. Da ist nichts gekünstelt oder draufgepappt. Hunter ist immer Hunter.

Zurück zur Platte: Die Nummer "Cleveland Rocks" ist eine Wiederaufbereitung seines eigenen Songs "England Rocks", den man unbedingt haben sollte. Man bekommt ihn aber nur auf einer CD-Version von "Overnight Angels" als Bonustrack. In "Cleveland Rocks" wurde er als Hommage an den amerikanische Discjockey Alan Freed umgeschrieben. Alan Freed hat mit seiner Sendung "The Moondog Show" den Mut gehabt, den Rock'n'Roll populär zu machen und so hören wir als Einleitung zu dem Song auch die Stimme von Freed. "Cleveland Rocks" wurde ein Standard bei Konzerten von Ian Hunter, wobei er dann so Wortspielereien wie "Cleveland Rocks, Boston Rocks, New York Rocks, Disco Sucks" draufhatte.

Nun liegt dieser Meilenstein in der 30Th Anniversary Special Edition vor und das als Doppel-CD. Auf der ersten Seite gibt es noch fünf Bonusstücke, davon sind drei, nämlich "Ships", "When The Daylight Comes" und "Just Another Night" frühe Versionen. Dazu kommt ein Cover von Jerry Lee Lewis "Whola Lotta Shakin' Goin' On" sowie ein gänzlich unbekannter Song "Don't Let Go".

Auf der zweiten Seite gibt es dann einige unveröffentliche Livetracks, von denen ein paar schon auf diversen Bootlegs zu finden waren, hier natürlich in besserer Qualität. Allerdings haben diese Tracks nicht die Power der damaligen Liveplatte "Welcome To The Club" ohne dass das wirklich ein Kritikpunkt wäre, denn sie sind gut gespielt und machen einfach Spaß.

Für Technikfreaks: Die Platte ist sauber remastert, ein Quantensprung ist es allerdings nicht.

Kleiner Hinweis noch: Auch wenn diese Edition an sich wahrscheinlich irgendwann mal ein Sammlerstück werden wird, sollte man versuchen, sich diese erste Auflage zu sichern, denn das Cover hat einen Fehler. Auf Seite 2 gibt es laut Cover fünfzehn Songs, obwohl nur vierzehn drauf sind. Des Rätsels Lösung ist, dass die Nummerierung falsch ist. Nach Song 12 folgt gleich Song 14. Mit Aberglauben kann das nichts zu tun haben, denn auf Seite 1 gibt es einen Song 13.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2015 2:21 PM MEST


Fishdom
Fishdom
Wird angeboten von RatziFatzi
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach schön, 2. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fishdom (Computerspiel)
"Fishdom" habe ich zuerst in einer (begrenzten) Online-Version gespielt und es hat mir so gut gefallen, so dass ich mir dieses Spiel zulegen musste, obwohl ich gar nicht DER riesige Spielefanatiker bin.

"Fishdom" ist ein typisches 3Match-Spiel, bei dem man mindestens 3 Symbole neben- oder untereinander legen muss, um auf diese Weise nach und nach das ganze Spielfeld abzuräumen. Dadurch kommt man zu Geld und kann sich dann ein eigenes Aquarium zusammenkaufen (insgesamt sind es drei Aquarien) bzw. es mit Fischen (logisch) und Dekoration füllen.

Was mir gut an diesem Spiel gefällt, ist ganz einfach, dass es fair ist. Ich habe schon Spiele dieser Art ausprobiert, wo man schon im zehnten Level arg ins Schwitzen kommt. Hier hat man vor allem meist genug Zeit und wenn man es nicht geschafft hat, fängt man das Level eben noch mal von vorn an. Natürlich werden die Level mit der Zeit schwerer, aber ich finde das absolut noch im Rahmen. Das ist sicher auch ein Grund, warum man dieses Spiel auch getrost Kinder spielen lassen kann. Dafür sprechen auch die putzigen Fische, die sich im Laufe des Spiels in die Ausstattung verlieben (sieht man an den aufsteigenden Herzchen über den Fischen).

Ein Tipp: Man sollte das Spiel nicht im Vollbildmodus spielen. Erstens ist die Spielfläche dann übersichtlicher und zweitens kann man dadurch etwas tricksen. Klickt man nämlich außerhalb des Bildes auf den Desktop, pausiert das Spiel. Das Wort "Pause" steht dann zwar mitten im Bild, aber man sieht noch genug, um sich den nächsten Zug etwas genauer zu überlegen. Im Vollbildmodus geht das nicht. Da kann man zwar auf den Menübutton klicken, dann stoppt das Spiel auch, aber man sieht die Spielfläche nicht mehr.

Mein Fazit: "Fishdom" eignet sich für Kinder jeden Alters und für junggebliebene Erwachsene.


Horror Cinema: Film
Horror Cinema: Film
von Steven Jay Schneider
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Bildband über Horror-Filme..., 27. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Horror Cinema: Film (Gebundene Ausgabe)
...so könnte man dieses Buch sehr kurz beschreiben, aber dann bräuchte man auch gar nix dazu zu schreiben. Um dieses Buch richtig gut zu finden, muss man allerdings tatsächlich den Schwerpunkt auf die teilweise scheußlich-schönen Bilder legen, denn inhaltlich hat der Band nicht viel Neues zu bieten außer vielleicht, dass neben den üblichen Kapiteln Vampire, Tiermonster, etc. der Frau als Monster hier wahrscheinlich zum ersten Mal ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Ansonsten ist das Buch, wie hier schon einmal richtig angemerkt wurde, z. T. fehlerhaft. Auf zwei Seiten werden beispielsweise Bilder von drei verschiedenen Verfilmungen von "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" gezeigt, die Erklärungen dazu sind aber komplett durcheinander gewirbelt.

Zur Mythologie des Horrorfilms hat der Band auch nichts Bahnbrechendes hinzuzufügen, was nicht in anderen Büchern zu lesen wären, wie z. B. in der Reclam-Reihe "Filmgenres" zu diesem Thema. Sogar das immer als etwas prüde verschriene "Lexikon des Horrorfilms" von Hahn/Jansen gibt an entsprechenden Stellen mehr her.

Wenn nicht so viele Fehler drin wären, könnte man das Buch getrost einem Anfänger zu dieser Thematik empfehlen. Ansonsten ist es eher ein Bilderbuch für Erwachsene.


Best of Ian Hunter
Best of Ian Hunter
Wird angeboten von London Lane Deutschland
Preis: EUR 1.094,88

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lausig, 23. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Best of Ian Hunter (Audio CD)
Es gibt Platten, die braucht man erst gar nicht anzuhören, um zu wissen, dass man sie nicht braucht. Best Of-Alben sollen ja wohl dazu da sein, neue Fans zu erschließen, die sich einen repräsentativen Überblick über das Schaffen eines/r Künstlers/Künstlerin/Gruppe machen wollen. Eingefleischte Fans haben in der Regel sowieso schon alles, was ihr Idol jemals herausgebracht hat und nur die total Hörigen brauchen wirklich alles, selbst wenn auf dem Cover "Made in Timbuktu" aufgedruckt ist.

Vor diesem Hintergrund ist diese Veröffentlichung einfach lausig. Gerade 10 Songs sind drauf, davon die Hälfte live - mit Sicherheit von der überragenden Liveplatte "Welcome To The Club", zwei von "You're Never Alone With A Shizophrenic" (ebenfalls überragend), zwei von "Short Back N'Sides" (gute Platte) und eins von der Deluxe-Edition dazu, also eher ein Bonustrack.

Wenn das alles ist, was man von einem Künstler zusammentragen kann, der mittlerweile seit über 30 Jahren im Geschäft ist, ist das reichlich arm. Man kann sicherlich bei Ian Hunter nicht so viele populäre Songs finden wie etwa bei den Beatles oder den Rolling Stones, aber einen einigermaßen repräsentativen Querschnitt hätte man schon auf eine einzelne CD bringen können, zumal hier die Kapazität des Mediums CD in keinster Weise ausgenutzt wird. Es gibt da wesentlich bessere Veröffentlichungen, etwa "The Truth, The Whole Truth And Nothing But The Truth".

So ist diese Zusammenstellung absolut lieblos und wenig aussagekräftig (wenn auch wenigstens 8 der Songs tatsächlich zu den besten von Ian Hunter gehören), was nur heißen kann: Finger weg!


Horsemen
Horsemen
Wird angeboten von Riverbird 912
Preis: EUR 12,65

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorhersehbar, 17. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Horsemen (DVD)
Der Cop Aidan Breslin (Dennis Quaid), dessen Frau an Krebs gestorben ist, ist so in seine Arbeit verbissen, dass er seine beiden Söhne stark vernachlässigt. Sein momentaner Fall benötigt allerdings höchste Aufmerksamkeit, denn innerhalb kürzester Zeit werden Menschen grausam zu Tode gefoltert. Er lernt Kristin (Ziyi Zhang) kennen, deren Adoptivmutter zu den Opfern gehört. Dabei findet er heraus, dass die Morde im engen Zusammenhang mit den vier Reitern der Apokalypse stehen.

Vom Ansatz her erinnert "Horsemen" vor allen Dingen an "Sieben" und ist in seiner Düsternis und seinen grausamen Morden durchaus mit diesem Film vergleichbar. Damit enden aber auch die Vergleiche, denn "Horsemen" ist weit davon entfernt, ein Meisterwerk wie "Sieben" zu sein. Dennis Quaid ist sicherlich ein guter Schauspieler und ich sehe ihn auch gerne, aber zur ersten Garde von Hollywoods Topdarstellern gehört er nun mal nicht und auch die anderen Schauspieler überzeugen nicht wirklich. Ziyi Zhangs Darstellung geht mir, ehrlich gesagt, nach einer Weile sogar auf die Nerven.

Die Story selbst ist bis zu einem gewissen Zeitpunkt sehr spannend, zumal ein überraschender Storytwist die Geschichte urplötzlich in eine andere Richtung weist. Zudem gibt es einige schön-schaurige Bilder. Der Film ist nicht umsonst erst ab 18 freigegeben. Was dem Film allerdings den Todesstoß versetzt, ist die Tatsache, dass man nicht mal sehr aufmerksam sein muss, um nach rund einer Stunde zu wissen, auf was das Ganze hinausläuft und von da an fällt der Film vollkommen in sich zusammen und das Ende wirkt dann nur noch aufgesetzt.

Schade, aus "Horsemen" hätte sicherlich mehr werden können. Die Verleihversion der DVD hat außer ein paar Trailern auch nicht viel zu bieten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2012 10:53 PM MEST


Garage Punk
Garage Punk
Preis: EUR 17,80

2.0 von 5 Sternen Coversongs, die Zweite, 9. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Garage Punk (Audio CD)
Es muss schon ein lausiges Gefühl sein, wenn einem die Kreativität ausgeht und man nur noch auf Coversongs zurückgreift. Nach "The Early Years", wo die Vibrators frühe Punk-Klassiker coverten, greifen sie nun noch tiefer in die Oldiekiste und spielen Songs der (größtenteils) 60er Jahre nach. Das Ergebnis ist genauso lahm wie bei "The Early Years".

14 Songs lang mehr oder weniger ein- und dasselbe Tempo und Gebrabbel. Wie so ein Projekt aussehen kann, bzw. sich anhören, hat vor Jahren eine Band namens Purple Helmet mit der CD "Rise Again" bewiesen. Die Purple Helmets waren ein Verein von Punkveteranen wie u. a. John Ellis, einer der Gründungsmitglieder der Vibrators. Hat zwar nicht die Bohne mit Punk zu tun, ist aber eine schöne, angenehm zu hörende Platte. Wer da noch rankommt - absolut empfehlenswert.

Bei "Garage Punk" ist davon nichts mehr übrig. Besonders schmerzlich wird einem das bei der Version hier von "Brand New Cadilac" bewusst. Während The Clash auf "London Calling" mit diesem Song ein kleines Gewitter losbrachen, ist die Version hier stinklangweilig.

Halt - ein Song lohnt tatsächlich das Zuhören. Die olle Buddy Holly-Nummer "Love's Made A Fool Of You" ist wirklich ein schöner Song. Hat auch nix mehr mit Punk am Hut, ist aber trotzdem wirklich so gelungen, wie der Rest der Platte hätte sein können.

Ansonsten soll der Totenkopf auf dem Cover, den die Vibrators schon einige Zeit als Logo benutzen, ja wohl so etwas wie Aggressivität suggerieren. Mir suggeriert es was anderes: Die Band ist zumindest halbtot und das tut besonders weh, wenn man die Vibrators mal sehr gemocht hat.


Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 [DVD]
Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 [DVD]
DVD ~ Denzel Washington
Wird angeboten von cvcler
Preis: EUR 5,22

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmaß, 8. Februar 2010
New York: Der Gangster Ryder (John Travolta) kapert mit einigen schwerbewaffneten Kumpanen einen U-Bahnzug, nimmt 19 Fahrgäste als Geiseln und verlangt 10 Millionen Dollar Lösegeld. Seine Forderung nimmt der zuständige Fahrdienstleiter Walter Garber (Denzel Washington) entgegen. Die Zeit drängt, denn Ryder droht, nach einer Stunde jede Minute eine Geisel zu töten, wenn seine Forderung nicht erfüllt wird.

Der Film ist ein Remake des Klassikers "Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123" aus dem Jahre 1974 mit Walter Matthau als Garber und Robert Shaw als Geiselnehmer. Es ist immer gefährlich, ein Remake eines Klassikers zu drehen und schwierig, über ein Remake eines Klassikers eine Rezension zu schreiben, weil man dieses ständig mit dem Original vergleicht.

Ich habe versucht, mich von diesem Vergleich zu befreien, um mich dem Film so objektiv wie möglich zu nähern (Schließlich werden viele das Original nicht kennen) und so fand ich die erste Stunde sehr unterhaltsam und durchaus spannend gemacht, was natürlich auch an Washington und Travolta liegt. Das bei einem Regisseur wie Tony Scott der Schwerpunkt auf der Action liegt, war mir von vorneherein klar. Nach der Geldübergabe durch den von Ryder dazu bestimmten Garber geht dem Film aber deutlich die Luft aus. Die nachfolgende Hetzjagd ist banal, vorhersehbar und somit recht langweilig.

Alles in allem könnte man dem Film, objektiv besehen und mit etwas gutem Willen, vier Sterne vergeben, aber so ganz objektiv kann man halt doch nicht bleiben, wenn man das Original kennt. Ganz davon abgesehen, dass man den genialen Schlussgag des Originals kaum übertreffen kann (ich hatte auch gar nicht erwartet, dass man den übernimmt), ist dieses beschriebene banale Ende umso enttäuschender, aber auch an vielen anderen Stellen hapert es doch sehr.

Geiselnehmer (bis auf Travolta) und Geiseln bleiben im Remake weitgehend gesichts- und profillos, wobei es besonders schade ist, dass man den meist unterschätzten Luis Guzman in der wichtigen Rolle von Martin Balsam im Original zu einer absoluten Minifigur verkommen lässt.

Auch wenn das Remake im Großen und Ganzen (einzige gravierende Ausnahme: Hier ist auch die Figur des Garber nicht ganz sündenfrei) dem Verlauf des Originals folgt, sind alle Ecken und Kanten abgebügelt worden, besonders der teilweise bösartige (und politisch herrlich inkorrekte) Witz und so kommt unterm Strich doch ein eher mittelmäßiger Streifen zustande.


The Early Years-With Riot-Re-Recordings
The Early Years-With Riot-Re-Recordings
Preis: EUR 10,84

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hausfrauenpunk, 19. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Vibrators covern Punkssongs der Blütezeit des Punks. In gewisser Weise steht ihnen das sogar zu, immerhin gehören sie ja inzwischen zu den Veteranen des englischen Punks. Sie gehörten zwar nie richtig zur ersten Liga wie etwa The Clash, Sex Pistols oder The Damned, aber immerhin, sie gehörten zu den ersten, die diese Musik spielten. Für mich zählen sie zu den ganz Großen der ersten Punkwelle (ihre ersten beiden Alben gehören für mich zum Besten, was der englische Punk je zustande gebracht hat) , aber sie schufen im Gegensatz zu den genannten Bands keinen Mythos, vielleicht weil sie wesentlich älter waren als die damaligen Gallionsfiguren und somit nicht ganz am Puls der Zeit.

Nun gut, als ich diese CD erstanden habe, hatte ich mich richtig darauf gefreut, sie zu hören, aber bereits beim ersten Song "White Riot" ist mir richtig übel geworden. Als ich am Ende der CD angelangt war, ist mir aufgefallen, dass mich 54 Minuten lang gequält habe, die CD durchzuhören.

Das liegt gar nicht mal an der Musik an sich. Von den Instrumenten her ist das zum Teil richtig gut. Was klar stört, ist Ian Carnochan's Gesang. Bleiben wir bei "White Riot" der Clash. Der Reiz dabei war, das sogar englische Ohren bei Joe Strummer's Gesang am Anfang nur "Wa Wa I Wanna Wa" verstanden. Ian Carnochan singt richtig schön "White Riot I Wanna Riot" und damit ist alles dahin.

Das zieht sich durch die komplette CD, das ist Punk weichgespült. Das Schlimmste daran ist, dass die Vibrators sogar ihre eigenen Songs durch eben diesen Weichspüler gedreht haben. "Automatic Lover", "Rip Up The City", "Whips & Furs" und "Baby Baby" sind schließlich ihre eigenen Songs. Bei "Baby Baby" tut das richtig weh, weil auch die mittlerweile mindestens dritte Version kein Vergleich zur Originalversion ist, im Gegenteil, sie ist dermaßen be*********, dass einem übel wird.

Nee, bei aller Liebe zu den Vibrators, das hier ist bestenfalls Hausfrauenpunk und damit habe ich noch nie was am Hut gehabt.


Public Enemies
Public Enemies
DVD ~ Johnny Depp
Preis: EUR 5,91

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu lang, 19. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Public Enemies (DVD)
"Public Enemies" handelt von der Verfolgung des Staatsfeinds Nummer Eins = John Dillinger in den 30er Jahren bis zu seinem Todestag. Das ist tatsächlich die ganze Handlung, obwohl auch andere damals schwere Jungs wie Frank Nitti oder 'Baby Face' Nelson als Figuren auftauchen.

Um es vorweg zu sagen: "Public Enemies" leidet vor allem an seiner Länge, was bei einem Regisseur wie Michael Mann erstmal merkwürdig anmutet, schließlich hat mit z. B. "Heat" Filme gemacht, die auch nicht gerade kurz waren.

Bleiben wir bei "Heat". Was Michael Mann da geschaffen hat, war ein perfektes Zusammenspiel der Bilder und der Schauspieler. Bei "Public Enemies" bleiben leider nur die perfekten Bilder übrig. Irgendein Regisseur hat mal gesagt, dass jeder Regis-seur, der eine Geschichte nicht in neunzig Minuten erzählen kann, ein Stümper ist. Der Regisseur stammte allerdings aus einer Zeit, in der neunzig Minuten Standard waren. Heute tendieren Filme, vor allem Blockbuster mehr in Richtung 120 Minuten. Das Problem daran ist, man muss die Zuschauer auch über die halbe Stunde mehr unterhalten und genau das schafft "Public Enemies" gar nicht. Es sind zu viele tote Stellen darin, wie z. B. in der völlig überflüssigen Liebesgeschichte, die so gar nicht stattgefunden hat.

Johnny Depp als John Dillinger und Christian Bale als sein Verfolger Melvin Purvis können da auch nichts retten, weil das Drehbuch zu schwach ist und die Dialoge eher hölzern. Selbst der Moment, als sich Depp und Bale gegenüberstehen, verliert haushoch gegenüber dem Moment, als sich Al Pacino und Robert De Niro in "Heat" gegenüber stehen.

Dabei möchte ich gar keine Kritik an den Schauspielern üben, obwohl Christian Bale gegenüber Johnny Depp ganz klar verliert. Sicher hat Depp die bessere Rolle, aber bei aller Liebe zu Christian Bale: Einen ganzen Film mit ein und demselben Gesichtsausdruck zu gestalten, ist einfach schwach. Es erscheint mir, als hätte Bale gar keine Lust zu der Rolle. Momentan erscheint er mir wie Robert De Niro, der inzwischen jeden Bockmist dreht, Hauptsache, er bringt Kohle (De Niro hat das in einem Interview auch mehr oder weniger zugegeben). Wenn ich mir den letzten Teil von "Terminator" ansehe, fühle ich mich bestätigt.

Gute Nachrichten allerdings für alle Johnny Depp-Fans: Ohne ihn wäre "Public Enemies" ein Totalflop. Wenn man ihn ansieht, wie er am Schluss einen Film genießt (John Dillinger wurde tatsächlich nach einem Kinobesuch geschnappt), das hat alles, was einen guten Schauspieler ausmacht.


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