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Rezensionen verfasst von
Torsten Scheib "torstenscheib" (Ludwigshafen am Rhein)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Braun Oral-B Professional Care WaterJet Munddusche
Braun Oral-B Professional Care WaterJet Munddusche
Preis: EUR 42,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine gute Ergänzung - nicht mehr, nicht weniger, 11. August 2010
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zahnpflege fängt nicht erst bei den Zähnen an. Die kritischen Zahnzwischenräume ebenso wie das Zahnfleisch selbst sind von nicht minderer Bedeutung. Wobei besonders letztgenannter Punkt oft und gerne in Vergessenheit gerät. Doch wie so oft, hängt das eine mit dem anderen zusammen. Soll heißen: Ist das Zahnfleisch angegriffen, leiden auch die Zähne darunter. Und Angriffe aufs Zahnfleisch gibt es mehr als genug. Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), die nicht selten daraus resultierende bakterielle Enzündung Parodontitis; sogar eine Bakteriämie (das zeitweilige Vorhandensein von Bakterien im Blut - nicht selten ausgerufen durch krankes bzw. entzündetes Zahnfleisch) sind nur ein Teil dessen, was dem vielleicht wichtigsten Teil des Zahnhalteapparates zustoßen kann und gleichzeitig das wohl beste Argument, was die Anschaffung einer Munddusche betrifft.
Wer sich nun für die Braun Oral-B Professional Care Munddusche WaterJet entscheidet, kann im Grunde nicht sehr viel falsch machen. Schon das kompakte Äußere kann überzeugen. So findet die Munddusche praktisch auf jeder Ablage ausreichend Platz oder kann direkt - und dank mitgelieferter Halterung und Dübeln - direkt an die Wand montiert werden. Mindestens genau so kinderleicht ist der Einsatz des Gerätes. Einfach eine der vier Aufsteckdüsen auf das Handstück setzen, den Wasserbehälter füllen, die entsprechende Stärke einstellen - und los geht's.
Hierbei hat man die Wahl zwischen Einfach- und Mehrfachstrahl (für die gezielte Reinigung bzw. zur Zahnfleischmassage). Man muss also kein Kernphysiker sein, um relativ schnell mit dem Gerät vertraut zu werden. Als Ergänzung sei ferner auf die sehr übersichtliche Bedienungsanleitung hingewiesen, welche im Grunde allerdings nicht unbedingt nötig ist.
Doch auch wenn die Funktion der Munddusche im Wesentlichen gut ist und ihren Zweck erfüllt, so besitzt das Gerät leider auch einige - wenn auch minimale - Wermutstropfen. So ist das Kabel des Handstücks zwar ausreichend, erweist sich jedoch als ein klein wenig störrisch und nicht unbedingt flexibel. Ein anderer kleinerer Makel dürfte die Lautstärke des Gerätes sein; ein überraschend deutliches Brummen, das anfangs durchaus als ein wenig nervig empfunden werden kann.
Doch wie bereits erwähnt, sind eben erwähnte Punkte eigentlich winzige Makulaturen. Was zählt, ist die Leistung - und die kann überzeugen. Nach sorgfältiger Anwendung stellt sich ein frisches und belebendes Gefühl im Mundraum ein; also genau das, was man erhofft hat.

Fazit: Trotz kleiner Mäkel kann die Braun Oral-B Professional Care Munddusche unterm Strich überzeugen - als gute Ergänzung zu Zahnbürste und Co. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!


The Husband
The Husband
von Dean Koontz
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie weit würden SIE gehen ...?, 20. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Husband (Taschenbuch)
Stellen Sie sich vor, Sie wären der Besitzer eines kleinen Gartenbaubetriebes irgendwo in Kalifornien; ein ganz normaler Mann, der täglich seiner Arbeit nachgeht, brav seine Steuern entrichtet und zudem in seiner Frau die Liebe des Lebens gefunden hat - und von der sie eines schönen Tages einen Anruf erhalten und sie ihnen erklärt, dass sie gerade entführt wurde und die Kidnapper ein Lösegeld von zwei Millionen Dollar von Ihnen fordern, sofern man möchte, dass besagte Ehefrau weiterhin am Leben bleibt.

Ganz genau so ergeht es nämlich dem Protagonisten in Koontz' Roman. Schlagartig verändert sich das Leben von Mitchell Rafferty in einen wahrgewordenen Alptraum. Denn Mitch hat keine zwei Millionen. Nicht mal ansatzweise. Was soll er also machen? An wen soll bzw. kann er sich wenden? Wie weit gehen die Entführer; wie weit er selbst?

Zugegeben, von Koontz ist man eigentlich eher komplexere Geschichten gewohnt, die sich hauptsächlich um Verschwörungen und die Schrecken der modernen Technik drehen. Selbst für das Übernatürliche war sogar in der jüngsten Vergangenheit Platz gewesen ("Odd Thomas"). Umso verwunderlicher also, dass das neueste Elaborat praktisch sämtliche Markenzeichen über Bord wirft und sich als waschechter Thriller der alten Schule entpuppt. Hier gibt es eben so wenig mächtige, die Menschheit unterjubelnde Konzerne wie außer Kontrolle geratene Technologien. Stattdessen verfolgen wir unbeirrbar den Weg von Mitch Rafferty und wie weit ihn die Verzweiflung gehen lässt. Von der ersten bis zur letzten Seite legt Koontz dabei ein schwindelerregendes Tempo vor; beherrschen anstelle von groß angelegten Beschreibungen und Schilderungen flotte Dialoge, eine stets präsente Spannung und unzählige, niemals unlogisch erscheinende Wendungen das Geschehen. Mit "The Husband" hat Koontz nicht nur eine grandiose Lehrstunde in Sachen Thriller vorgelegt, sondern auch sich selbst stellenweise übertroffen. Und das will was heißen!


The Burning
The Burning
von Bentley Little
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen The Spirit of America, 14. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Burning (Taschenbuch)
Bentley Little ist ein Unikat in der amerikanischen Horror-Szene. Ähnlich wie der legendäre Thomas Pynchon verweigert er Fotoaufnahmen von sich (obwohl es ein paar ältere Bilder von ihm gibt, die beweisen, dass er wirklich existiert), das Internet ist für ihn eher ein Fremdwort und obendrein hat er in seiner mittlerweile fast zwei Dekaden währenden Karriere als Schriftsteller so manchen Herausgeber zur Weißglut und/oder leidenschaftlichen Hasstiraden getrieben. Gleichzeitig jedoch wächst die Zahl seiner Anhänger beständig. Reiner Zufall? Gutes Marketing? Sicherlich nicht. Vielmehr liegt es an dem konstant guten Niveau seiner Werke und der Gewissheit, mindestens einmal pro Jahr mit neuem Stoff aus der Schmiede des Meisters des Makabren" (so ein gewisser Little-Fan namens Stephen King) versorgt zu werden. Anders als bei so vielen - zu vielen inzwischen! - Autoren, lässt Little seine Bücher für sich sprechen. Und alleine dafür sollte man ihm schon großen Respekt zollen.

Gleichwohl pfeift der Mann auf irgendwelche Trends oder Vorgaben und behält stur seinen eingeschlagenen Weg bei. Und der lautet Horror - oder was der in Kalifornien lebende 46-jährige darunter versteht. Dabei lassen sich seine Werke in zwei Kategorien einteilen: klassische Schreckensüberfälle mit allem, was dazugehört und bitterböse Allegorien auf unsere moderne Gesellschaft, angefangen von Kaufhausketten und Hauseigentümergesellschaften hin zu Versicherungen und dem Verlust der Individualität. Die Themenauswahl von letztgenanntem Sujet mag lächerlich klingen, ist es aber nicht. Stets gelingt es Little nämlich, den scheinbar harmlosen, ganz alltäglich wirkenden Dingen die dunkle Seite zu entlocken; meist in einer eigenständigen Mischung aus Twilight Zone" und Kafka. Dabei kümmern Little auch Tabubrüche wie Inzest oder ungewöhnliche Sexualpraktiken (um es mal vorsichtig auszudrücken) herzlich wenig. Besagter Erfolg gibt ihm aber Recht und längst sind Romane wie etwa The Walking" (2000), The Store" (1996) oder The Ignored" (1997) zu modernen und eigenständigen Klassikern des Genres geworden.

Auch in seinem neusten, mittlerweile achtzehnten Roman, The Burning" steht ein heißes Eisen im Mittelpunkt der Geschichte - Rassismus. Ein Thema, das durchaus auch in den Vereinigten Staaten noch immer aktuell ist.

Allerdings lässt Little den Leser erst mal lange Zeit im Dunkeln tappen, bis gewisse Zusammenhänge klar werden. Nach einer kurzen - aber verdammt blutigen - Reise in die amerikanische Vergangenheit stellt er uns erst einmal seine vier Protagonisten vor, die passenderweise auch noch in vier verschiedenen Regionen des Landes agieren: ein Parkranger indianischer Abstammung, der von furchtbaren und zugleich ziemlich erregenden Alpträumen geplagt wird; eine junge Studentin, die ihr erstes Jahr an der Uni beginnt und schon bald Opfer eines rassistischen Überfalles wird; eine junge, alleinerziehende Mutter, die ein furchtbares Geheimnis der Geschichte entdeckt sowie ein junger Amerikaner asiatischer Abstammung, dessen Reise durchs Land zu einem Trip in die Hölle wird. Gleichzeitig taucht ein mysteriöser Zug buchstäblich aus dem Nichts auf und hinterlässt eine Schneise aus Blut und Zerstörung. Aber weshalb?

Bis zum Finale garniert Little seinen wirklich clever ausgearbeiteten Plot unter anderem mit Sukkubi, pechschwarzem Schimmel mit Eigenleben und natürlich sorgfältig durchdachten Todesarten, ehe nochmals mit ganzer Stärke zum letzten Schlag ausgeholt wird und die Geschehnisse in einem durchaus sehr bizarren, aber logischen Höhepunkt ihre Auflösung finden (und das Geheimnis des Spirit of America" endlich geklärt wird, so viel sei schon mal verraten). Dabei entpuppt sich Little keineswegs als Anhänger der gegenwärtigen Regierung, sondern als freiheitsliebender Individualist - was sicherlich nicht der schlechteste Wesenszug ist. Zwar fehlt The Burning" im Vergleich zu früheren Romanen der oftmals rabenschwarz gehaltene Humor, doch dieses Manko gleicht Little mit einer spannenden und wirklich originellen Erzählung aus, die Lust auf mehr macht.


Dawn of the Dead - Director's Cut (FSK 18)
Dawn of the Dead - Director's Cut (FSK 18)
Wird angeboten von TICÁ
Preis: EUR 109,85

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Kaufhaus bleibt für immer geschlossen, 13. März 2006
Bereits im Vorfeld sorgte Zack Snyders Neuauflage (und Regiedebüt) des legendären Zombieklassikers für Unruhe bei den Fans des Genres. War es wirklich nötig, ausgerechnet diesen Film ein zweites Mal drehen zu müssen? Immerhin besaß das Original aus dem Jahre 1978 (Regie: George A. Romero) Kultstatus und galt gemeinhin als Klassiker bzw. Vertreter für intelligenten Horror.
Doch weder Snyder noch die Verleihfirma ließen sich davon beirren, und so präsentierte man schließlich voller Stolz im Jahre 2004 die neue Version von "Dawn of the Dead" (welche bei uns unter dem ziemlich idiotischen Titel "Zombies im Kaufhaus" zu Berühmtheit gelangte). Und stolz können die Macher auf dieses Remake in der Tat sein, dass in der vorhaltenden Welle von Zombiefilmen wie ein Fels in der Brandung herausragt und dem Genre gleichzeitig frische Impulse mit auf den Weg geben konnte.
Eigentlich ist die "Dawn"-Neuauflage nur namentlich mit dem Original verwandt - sieht man mal von der Shopping Mall ab, die sich auch in Snyders Version widerfindet, diesmal aber keine Allegorie auf den allgemeinen Konsumterror sein soll, sondern vielmehr ein Versteck vor den Horden kannibalistischer Kreaturen, die früher einmal Menschen gewesen waren.
Und genau dorthin verschlägt es die Krankenschwester Ana (gespielt von Sarah Polley) gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Überlebender. Erschöpft, schockiert und hilflos versucht die Gruppe in Zeiten des namenlosen Schreckens nur eines: zu überleben. Was sich jedoch nicht als einfach herausstellt, da man nicht alleine in der Mall ist. Schon sehr bald gesellen sich zu den Problemen vor den Eingangstüren interne Unruhen hinzu, die jedoch schnellstens bereinigt werden sollten, da die Legionen von Fleischfressern täglich, stündlich, minütlich immer mehr werden ...
"Dawn of the Dead" beginnt verhalten, verwandelt sich aber nach fünf Minuten in einen wahr gewordenen Alptraum, der sich (fast) den kompletten Film hindurch ersteckt. Das plötzliche Hereinbrechen von Gewalt, Tod und blankem Terror weckt durchaus Assoziationen an den Krieg im Irak bzw. den 11. September und war sicherlich gewollt. Wer jedoch ein glattgebügeltes B-Movie mit etwas Blut und vielen Klischees erwartet, der wird hier sein blaues - oder besser rotes - Wunder erleben. Mit schnellen Schnitten und dem richtigen Gespür für Timig wird in "Dawn of the Dead" gebissen, geschossen, zerplatzt oder zersägt. Den Splatterfan wird's freuen. Aber es gibt noch wesentlich mehr als nur - eigentlich niemals deplaziert wirkende - Gewalt. Die kleinen Konflikte unter den einzelnen Überlebenden heizen Spannung und Unruhe an, was für diverse dramatisch-schockierende Höhepunkte garantiert. Wobei auch die eine oder andere witzige Szene eingebaut wurde, ohne dabei gekünstelt zu wirken. Neben Sarah Polley weiß auch der Rest der Besetzung zu überzeugen - u.a. Ving Rhames, Mekhi Phifer oder Ty Burrell. Und natürlich die unzähligen Untoten, denen einerseits die Langsamkeit entfernt wurde bzw. dank einer unglaublichen Make-up-Arbeit stellenweise viel zu real erscheinen.
Was bleibt also unter'm Strich? Sicherlich einer der besten Horror- bzw. Zombiefilme der letzten Jahre; rasiermesserscharf inszeniert und gnadenlos spannend. Und schon bald mit Sicherheit mit dem gleichen Kultstatus versehen wie Romeros Original.
Ein paar Wörter noch zur DVD: Bild und Ton sind erstklassig und der Director's Cut noch ein Spur blutiger als die Kinoversion. Daneben gibt es ein randvolles und wirklich lohnenswertes Extraprogramm, dass u.a. einen informativen Einblick auf die Make-up-Artisten gewährt (wahre Künstler!), sowie ergänzend zwei kleine Filmchen parat hält, die ebenfalls in der apokalyptischen Welt des "Dawn"-Universums spielen.
Ach ja - und bloß nicht beim Abspann ausschalten!!!


House of Wax (Exklusiv bei Amazon.de mit Narbentatoo)
House of Wax (Exklusiv bei Amazon.de mit Narbentatoo)
DVD ~ Elisha Cuthbert

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend gut!, 3. November 2005
Ein Teenie-Slasher und noch dazu ausgerechnet mit Paris Hilton ... kann bzw. darf man da überhaupt etwas erwarten außer Klischees? Man kann - denn "House of Wax" ist ein erstaunlich unterhaltsames Werk geworden, und Madame Hilton eh nur schmückendes, aber letztlich unwichtiges Beiwerk.
Zugegeben, neu erfunden wird auch in "House of Wax" (dass ja seinerseits schon ein Remake eines Vincent-Price-Klassikers ist) nichts. Und Klischees gibt es auch. Allerdings kommen sie nicht mit der Geschwindigkeit eines Schnellzuges dahergebraust, sondern lugen eher verstohlen um die Ecke. Offensichtlich haben Regisseur Jaume Collet-Serra und Produzent Joel Silver aus dem ebenfalls sehr gelungenen "Texas-Chainsaw-Massacre"-Remake gelernt. Mehr noch: "House of Wax" überzeugt durch einigermaßen erwachsen wirkende Charaktäre, originelle Slashereinstellungen und einem wirklich gelungenen Produktionsdesign.
Aber der Reihe nach: Wie (fast) immer in dem Genre, beginnt alles mit einer Fahrt ins Blaue bzw. zu einem Footballspiel. Denn genau dorthin will die Clique um Wade und Blake, und um Zeit zu sparen, entschließt man sich für eine Abkürzung, die sich aber letztlich als das bloße Gegenteil präsentiert. Doch die Gruppe nimmt es gelassen, und verbringt die Nacht im Wald - Alkohol und Knutschen inklusive. Allerdings wird das fröhliche Zusammensein herbe gestört, als ein fremder Wagen aufkreuzt. Der Fahrer jedoch bleibt im Verborgenen. Kurz darauf ist der Wagen wieder verschwunden und der kleine Zwischenfall schnell vergessen - bis zum nächsten Morgen jedenfalls, denn offenbar hatte die Truppe in der Nacht weiteren Besuch gehabt, der sich an Wades Wagen zu schaffen gemacht hatte. Was bleibt Wade also anderes übrig, als sich auf den Weg in die nächste Ortschaft zu machen, gemeinsam mit Freundin Carly? Glücklicherweise finden die beiden eine Mitfahrgelegenheit und landen in einem kleinen Nest, dass die Welt vergessen zu haben scheint. Und dass trotz des berühmten Wachsmuseums, dass wie ein Schloß über den Häusern der Stadt thront! Doch der friedliche Schein trügt - und zwar gewaltig!
"House of Wax" beginnt verhalten, steigert sich aber dann gewaltig. Neben den wirklich gut ausgewählten Darstellern - besonders die aus "24" bekannte Elisha Cuthbert und Chad Michael Murray sowie der in seinem Spiel oftmals an Bill Paxton erinnernde Brian Van Holt in einer Doppelrolle ragen aus der Riege hervor - gilt ein großes Lob den Maskenbildnern, die tolle und stellenweise sehr beeindruckende Arbeit geleistet haben, die man auch mit modernster CGI nicht so hingekriegt hätte. Obwohl "House of Wax" ein waschechtes B-Movie ist, präsentiert der Film sich nicht als solches, was sicherlich hauptsächlich dem Produzenten Joel Silver zuzuschreiben ist, aus dessen Schmiede ja auch Werke wie beispielsweise "Matrix" stammen. Horrorfans werden mit "House of Wax" jedenfalls blendend und blutig unterhalten werden!


Sims
Sims
von F. Paul Wilson
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Menschlich ist ..., 27. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Sims (Taschenbuch)
Stellen Sie sich vor, sie müssten nonstop arbeiten. Von früh bis spät, von morgens bis abends. Ihre spärlich bemessene Freizeit verbringen sie gemeinsam mit Arbeitskollegen in einer viel zu kleinen Unterkunft und vor einem noch winzigeren Fernseher. Würde ihnen dass gefallen?
In F. Paul Wilsons neuestem Thriller, "Sims", ist dies genau die Ausgangsposition der titelgebenden Kreaturen - genauer gesagt, gentechnisch verbesserten Schimpansen, die buchstäblich als Arbeitstiere rund um den Globus ihr Aufgabe erfüllen, und zwar ohne Wenn und Aber.
Umso überraschter ist daher auch der junge und aufstrebende Rechtsanwalt Patrick Sullivan, als er während eines Treffens mit einem Mandanten von einem Sim auf seine Dienste angesprochen wird. Denn wie es scheint, sind die Sims gar nicht so dumm bzw. eingeschränkt in ihrem Denken. Die geplante Bildung einer Gewerkschaft, eigene Gesetze und Rechte inklusive, lässt jedenfalls den Schluss zu. Allerdings gibt es da ja noch SimGen, jene mächtige Firma, die die Sims erschaffen hat. Wie wird wohl deren Vorstand reagieren?
Für Sullivan ist die Sache jedenfalls sonnenklar: Die Aussicht nach Ruhm und Erfolg lassen ihn förmlich über Nacht zum gesetzlichen Vertreter der Sims werden. Doch viel zu schnell lernt Sullivan die hässlichen Seiten des Jobs kennen. Denn nicht jeder ist den Sims gut zugetan, und um jeden möglichen Erfolg zu vermeiden, schrecken die Gegner selbst vor kaltblütigem Mord nicht zurück. Sullivan jedoch gibt nicht auf. Gemeinsam mit der ebenso hübschen wie unerschrockenen Aktivistin Romy Cadman und dem mysteriösen Unbekannten namens Zero nimmt er schließlich den Kampf gegen seine Gegner auf - und damit auch gegen SimGen!
Was Thriller bzw. Spannungsliteratur betrifft, so ist F. Paul Wilson ein alter Hase in dem Metier, und dass merkt man. "Sims" ist ein spannender, gut durchdachter und zugleich mit Überraschungen vollgepackter Pageturner geworden, der außerdem Fragen nach Sinn und Zweck der modernen Biotechnologien, nach der Macht der großen Konzerne und nicht zuletzt nach Menschlichkeit stellt. Und wo wir gerade dabei sind: Was macht eigentlich einen Menschen aus ...?
Lesen Sie "Sims", dann wissen Sie vielleicht mehr!


Die Sopranos - Die komplette vierte Staffel [4 DVDs]
Die Sopranos - Die komplette vierte Staffel [4 DVDs]
DVD ~ James Gandolfini
Wird angeboten von mediaweisser
Preis: EUR 21,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In die Enge getrieben, 24. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein neues Kapitel im Leben des Tony Soprano samt seiner beiden Familien - und noch immer hat es der Mann nicht leicht. Die Wirtschaft liegt brach, sein Onkel steht vor dem Gericht und seine Frau Carmela plagen Zukunftsängste und heimliche Liebesnöte. Und dass ist nur die Spitze des Eisberges ...
Erneut beweisen die Macher der preisgekrönten Kultserie, warum die "Sopranos" so beliebt sind: Statt einen Gang zurückzulegen, was nach der ereignisreichen dritten Staffel durchaus keine Überraschung gewesen wäre, wird sogar noch mehr Kohle ins Feuer geworfen. Und spätestens nach Beendigung der zweiten Episode, "Meadow kämpft, wer verliert", dürfte dem geneigten Zuschauer klar sein, dass es innerhalb dieser Serie niemanden gibt, der sich absolut sicher über seine eigene Zukunft sein kann. Aber genau dass macht ja auch einen Reiz der "Sopranos" aus. Hier wird nicht nach Serien-Schema-F gearbeitet, sondern erfrischend anders und ganz offensichtlich mit freier Hand. Die hervorragenden Drehbücher belegen dies jedenfalls eindrucksvoll, von den Schauspielern ganz zu schweigen. Neben James Gandolfini, der in seiner Rolle des Tony Soprano dem Wahnsinn tatsächlich noch ein Stückchen nähergerückt zu sein scheint, hinterlassen besonders Michael Imperioli als Tonys schwerst abhänginger Neffe Christopher und Joe Pantoliano als Mobster Ralph Ciffaretto nachhaltig Eindruck. Garniert wird das Ganze erneut durch clevere, oftmals sozialkritische Einsprengsel, die die Marotten und Probleme der Welt und insbesondere der Amerikaner elegant und niemals übertrieben oder gar unbeherrscht reflektieren. Und wie schon in den letzten Staffeln auch, gibt es mit der Episode "Täter: Unbekannt" erneut eine Folge, die man einfach als denkwürdig bezeichnen muss. Nicht, dass die Qualität der restlichen Folgen sehr viel schlechter wäre. Einzig und allein dass Finale, "Whitecaps" hätte gerne etwas temporeicher, überraschender und vielleicht auch schockierender ausfallen können, obwohl dort bereits dramatische Wendungen angedeutet werden, die die fünfte Staffel definitiv mit sich bringen wird. Wie bereits gesagt: Sicher darf sich niemand mehr fühlen ...


Die Sopranos - Die komplette dritte Staffel [4 DVDs]
Die Sopranos - Die komplette dritte Staffel [4 DVDs]
DVD ~ James Gandolfini
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 29,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch immer viel dicke Luft in New Jersey, 9. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Wichtigste vorweg: Das hohe Niveau der ersten beiden Staffeln kann die dritte Staffel der "Sopranos" nicht mehr halten - denn sie ist besser. Es ist fast schon erschreckend, mit welcher Leichtigkeit es David Chase, dem geistigen Kopf der Serie und seinem talentierten Team erneut gelungen ist, den Mikrokosmos aus Korruption, Verbrechen und nicht zuletzt Familien- und Seelenproblemen um weitere, originelle und spannende Nuancen zu erweitern. Wer jedenfalls gedacht hat, dass nach den ersten beiden, schon brillant realisierten Staffeln der Serie vorzeitig die Luft ausgehen würde, bekommt hiermit das Gegenteil vorgelegt.
Doch was kann man eigentlich erwarten? Natürlich gibt es noch immer Tonys Auseinandersetzungen mit seiner Vergangenheit (sprich Mutter), die er noch immer mit regelmäßigen Konsultationen bei der Psychologin Dr. Melfi zu ergründen versucht. Und natürlich halten ihn auch noch seine beiden Familien weiterhin auf Trab: So machen Tonys Kinder ihm das Leben schwer, während seine Frau Carmela mit ihrer möglichen Zukunft als Frau eines Mafia-Bosses hadert. Sein noch immer extrem hitzköpfiger Neffe Christopher wird zum "Vollmitglied" befördert und lernt erstmal die Schattenseiten des Business kennen. Gleichzeitig sorgt die Rückkehr des Mobster Ralph Ciffaretto für Unruhe und Streit, während das FBI verzweifelt versucht, eine Wanze im Heim der Sopranos einzuschleusen ...
Und das ist noch nicht einmal die Spitze des Eisberges. Was diese dreizehn Folgen für den geneigten Zuschauer bereithalten, ist schier unglaublich und füllt das komplette Spektrum aus. Egal ob Trauer, Wut, Verzweiflung, Neid, Hass - Staffel Drei der "Sopranos" lässt wirklich keine Wünsche offen und lässt erneut die (Serien-)Konkurrenz beschämt im Regen stehen. Ein dickes Kompliment muss man den Machern außerdem für die großartig ausgesuchte Riege von Schauspielern machen, die die "Sopranos" durch ihre Gastauftritte beehren. Neben Joe Pantoliano, der in seinem Part als Ralph Ciffaretto großartig agiert, gebührt u.a. auch Charles S. Dutton als unbelehrbarem Policeofficer und nicht zuletzt der ebenso hübschen wie talentierten Annabella Sciorra große Anerkennung, die in ihrer Rolle als Tony Sopranos Geliebte Gloria Trillo eine ebenso tolle wie denkwürdige Leistung abliefert - nicht zuletzt auch deswegen, weil ihr Charakter noch mehr Psychosen aufzuweisen hat als Tony Soprano selbst.
Dennoch, ein einziger, wenn auch minimaler Wehrmutstropfen bleibt - nämlich die doch recht spährliche Anzahl an DVD-Extras. Neben zwei Audikommentaren und einem viel zu kurzem "Making-off" hält das DVD-Set nämlich nichts mehr parat, obwohl man sich schon die eine oder andere Hintergrundinformation gewünscht hätte. Doch wie bereits erwähnt ist dieser Makel wirklich nur minimal und kratzt nicht mal ansatzweise an der außergewöhnlichen und einzigartigen Qualität der Serie, die längst und wohlverdient einen Platz in den Annalen der TV-Geschichte sicher hat.


The Girl Next Door
The Girl Next Door
von Jack Ketchum
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kennen Sie ihre Nachbarn ...?, 3. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: The Girl Next Door (Taschenbuch)
"Ich hasse Leute, die mir Angst machen", so Jack Ketchum in seinem Nachwort zu "The Girl next Door". "Leute wie (Ted) Bundy, die so aussehen und reden wie ich und eigentlich sehr freundlich sind." In seinem fünften Roman hinterfragt Ketchum also unsere scheinbar heilige Welt - und welche Motivationen dahinterstecken, wenn aus ganz gewöhnlichen Menschen unberechenbare Soziopathen werden. Wie etwa im Falle der am sechsundzwanzigsten Oktober 1965 getöteten Sylvia Likens, deren grauenhafter Tod den Autor zu diesem Werk inspirierte.
Wir schreiben die Fünfziger Jahre. Es ist die Zeit von Elvis, Drive-In-Kinos und - im Falle des Protagonisten David - kindlicher Unbeschwertheit. Doch mit der Ankunft der beiden Waisen Meg und Susan, die nach dem Unfalltod der Eltern bei ihrer Tante Ruth ein neues Zuhause gefunden haben, ändert sich für David fast alles - und schlagartig. Was mit einfachen Strafen seitens Ruth anfängt, entwickelt sich immer mehr und mehr zu einem sadistischen, gefühlskalten Spiel, dass für David einerseits faszinierend, andererseits aber auch abstoßend und widerwärtig ist. Harte Schläge und brutale Misshandlungen im Keller stellen nur die Spitze des Eisberges dar. Doch dann spitzt sich die Lage auf ungeahnte und schreckliche Weise zu ...
Ketchum macht es dem Leser nicht leicht. Die Welt, in die er uns führt ist keine erfundene, sondern liegt direkt vor unserer Haustür. Unnachgiebig und gnadenlos gegenüber seinen Protagonisten und letztlich auch dem Leser gegenüber offenbart Ketchum die wahre Maske des Schreckens, die keinem Vampir, Dämon oder einer anderen übernatürlichen Schreckensgestalt zuzuordnen ist, sondern einzig und allein uns selbst.


Unendliche Grenzen
Unendliche Grenzen
von Peter Crowther
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Entwürfe großer Autoren, 29. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Unendliche Grenzen (Taschenbuch)
Stephen Baxter, Peter F. Hamilton, Paul McAuley und Ian McDonald - an prominenten Namen fehlt es in dieser, von Peter Crowther herausgegebenen Sammlung durchaus nicht. Doch wird glücklicherweise nicht einfach auf den Bekanntheitsgrad der Schriftsteller, sondern vielmehr auf die Qualität der Stories gesetzt, die allesamt überdurchschnittlich sind und die Erwartungen auch größtenteils erfüllen können.
Auch wenn in Stephen Baxters Erzählung, "Wirklichkeitsstaub", oftmals trockene Details und Erklärungen in die Geschichte hineingeworfen werden (wer seine Xeelee-Geschichten jedoch kennt, wird mit ihnen kein Probem haben), so stopft der Autor diese Löcher mit seiner schier unbändigen Erzählfreudigkeit, die den Leser sofort mitreißt und nicht wieder loslässt und der Frage, wie weit ein Mensch gehen würde, um Unsterblichkeit zu erlangen.
Im zweiten Beitrag des Bandes, "Den Bäumen beim Wachsen zusehen" von Peter F. Hamilton, nähern sich die Menschen bereits der Alterslosigkeit. Hamilton, der besonders dank seines einzigartigen und monumentalen "Armaggedon-Zyklus" Bekannheit erlangte, enttäuscht auch hier nicht. Seine Erzählung, die einen Kriminalfall über mehrere Jahrhunderte in einer alternativen, von Centurios regierten Welt erzählt, ist eine grandiose Mischung aus SciFi und klassischem Krimi.
Leider kann man derlei Lob nicht gerade von Paul McAuleys "Geschichte machen" behaupten. Zwar ist auch diese Erzählung, die solchen Fragen wie Freiheit und Demokratie nachgeht, nicht schlecht, aber trotzdem fehlt ihr dennoch dass gewisse Etwas. Meiner Meinung nach die schlechteste Story in diesem Band.
Herausragend indes ist jedoch Ian McDonalds fantastische Erzählung "Tendeléos Story", die wirklich alle Merkmale einer originellen, mitreißenden und nachdenklich stimmenden SF-Story vorweisen kann. Was oberflächlich wie eine weitere Version des klassischen und gerne benutzten Invasionsthemas anmutet, hebt sich tatsächlich auf erfrischende Art und Weise von Gros der SciFi-Erzählungen ab. "Tendeléos Story" ist jedenfalls ein echter Pageturner geworden, von dem man gerne mehr lesen würde!
Summa sumarum kann man Peter Crowther also eine gute Wahl attestieren. Jedenfalls ist ihm der Beweis für die tolle SciFi-Szene Englands gelungen und die Autoren haben jeder für sich beweisen können dass Grenzen nicht unbedingt Hindernisse sein müssen.


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