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Beiträge von Lars Nitsch
Top-Rezensenten Rang: 14.167
Hilfreiche Bewertungen: 216

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Rezensionen verfasst von
Lars Nitsch (München)
(REAL NAME)   

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A Morning For Flamingos (Dave Robicheaux)
A Morning For Flamingos (Dave Robicheaux)
Preis: EUR 8,36

4.0 von 5 Sternen Does Robicheaux get his life back together?, 22. Juni 2016
Checking my reviews for the first three Robicheaux novels, I always emphasized my dislike of the character (egocentric, selfish, always bringing evil upon himself and others). Reading the fourth book, it was the first time that I had the impression that the detective might get his life back together. But don't worry, it won't get boring. As usual, Robicheaux can't say no to sticking his nose into sinister doings and finds himself as an undercover cop trying to incriminate a local mafia boss, Tony Cardo. In my opinion, the depiction of this gangster is the highlight of the book. As Robicheaux himself (and in fact as most human beings), the mafioso has a bright and caring side and a dark, psychotic side. And Burke manages very well to bring this torn character to life.

Alongside, Robicheaux gets badly injured, falls in love again and roams New Orleans and its often beautiful surroundings. And as always, the author has no problems in finding the right, vivid words. Burke's works are great examples of of sophisticated noir crime, combining a skilful prose, a thrilling story and an interesting character. Keep it rolling!


Eine Frage der Würde: Ein Fall für Avvocato Guerrieri 5 - Roman
Eine Frage der Würde: Ein Fall für Avvocato Guerrieri 5 - Roman
von Gianrico Carofiglio
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bisher leider der schwächste Teil der Serie, 22. Juni 2016
Wie hatte ich mich auf das fünfte Buch rund um den Bareser Anwalt Guido Guerrieri gefreut! Und auch wenn es kein schlechter Roman ist: Ich bin leicht enttäuscht. Warum? Um es mal ganz simpel auszudrücken: Das Werk wirkt insgesamt einfach unrund. Im Zentrum steht diesmal ein der Korruption verdächtigter Richter, verteidigt vom Anwalt Guerrieri. Hier merkt man, dass der Autor selbst lange Recht gesprochen hat, stellt er doch im Laufe der Verhandlung zahlreiche ethisch-juristische Fragen. Das kann durchaus spannend sein, wie ich finde gelingt es Carofiglio diesmal aber nicht wirklich, das moralische Dilemma auch dem juristischem Laien verständlich, vor allem aber einigermaßen spannend darzureichen. Allein die seitenlangen Gerichtsprotokolle in der ersten Hälfte des Buches vermögen wohl nur einen Jura-Studenten wirklich zu begeistern.

Bewegung kommt immer dann in die Erzählung, wenn es um das Leben, Lieben und Leiden der Hauptfigur geht. Dann sind auch wieder zahlreiche ausdrucksstarke Anekdoten dabei, die uns den Anwalt und seinen Charakter gekonnt näher bringen. Sei es nun die Geschichte seiner doch eher traurigen Kindheit oder die stimmungsvolle Begegnung in der Nachtbuchhandlung. Oder die interessante Figur der toughen Privatdetektivin. Insgesamt wirken diese kleinen Stories aber irgendwie in den Roman gewürfelt und alles in allem lässt sich nur festhalten, dass Guerrieri wohl nach wie vor an einer starken Midlife Crisis mit ungewissem Ausgang laboriert. Nicht zuletzt kamen mir diesmal auch Sarkasmus und Ironie zu kurz. Kurzum: Carofiglio kann es besser, mal sehen, ob ihm für seinen Bareser Anwalt noch was einfällt.


Transport 2: Todesflut
Transport 2: Todesflut
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut lesbar und spannend, menschlich aber eher flach, 22. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Transport 2: Todesflut (Kindle Edition)
Zum ersten Teil hatte ich ja eine gemischte Meinung. Und auch bei der Fortsetzung gibt es meiner Ansicht nach viel Licht, aber auch reichlich Schatten. Fangen wir doch mal mit den Pluspunkten an: Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen, wenngleich der Titel mittlerweile eigentlich etwas irreführend ist, denn eigentlich geht es um die Kolonialisierung einer neuen Welt und die Gefahren, die dabei lauern. Der Alien-Transporter an sich und dessen Benutzung spielen nur noch eine kleine Rolle. Peterson beschäftigt sich demzufolge in diesem Buch auch nicht ganz so viel mit Fragen der Astrophysik, sondern mehr mit der Erkundung einer neuen Welt und dem Aufbau einer Zivilisation. Diese Schwerpunktverlagerung hat mir, kein großer Fan von allzu expliziter Hard Science Fiction, äußerst gut gefallen (wobei mir diesmal die zahlreichen Einlassungen zur Atomphysik oft zu viel waren). Dass der Roman streckenweise äußerst spannend und in einem schnellen Tempo geschrieben ist, stellt einen weiteren Pluspunkt dar. Auch an der Sprache und am Lektorat gibt es so gut wie nichts auszusetzen, Punkte, die bei einem unabhängigen Autor sonst ja oft in die Hose gehen.

Leider fällt es dem Autor aber immer noch sehr schwer, seinen Charakteren Leben einzuhauchen und deren Emotionen plausibel und greifbar zu machen – jenseits der bloßen Deskription. Wenn der Protagonist ob seiner schweren Erkrankung gefühlt zum hundertsten mal sagt, dass er es nicht fassen könne, vielleicht bald schon tot zu sein, wirkt das weder besonders eindringlich noch elegant. Aber gut, vielleicht sind meine Erwartungen an Science Fiction da auch zu hoch (wenngleich sich Peterson selbst mit Vorbildern wie Stephen Baxter, Arthur C. Clarke und Larry Niven ja eine hohe Messlatte gelegt hat). Inhaltlich zu bemängeln ist zudem, dass sich der Autor nicht ganz entscheiden kann, ob er nun auch eine Kolonial-Historie erzählen will oder nur eine spannende Geschichte. Ich zumindest fand es nicht besonders rund, dass die eingangs eingestreuten Rückblicke auf die Siedler-Historie nach dem ersten Drittel des Romans plötzlich aufhören. Alles in allem lässt sich das neue Buch von Peterson gut lesen und ich freue mich immer, dass es auch talentierte deutschsprachige SF-Autoren gibt. Einen literarischen Meilenstein hat Peterson bisher allerdings noch nicht gesetzt.


Mitternachtsweg
Mitternachtsweg
von Benjamin Lebert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Schauder der See, 2. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Mitternachtsweg (Gebundene Ausgabe)
Schöne Entdeckung – jeder, der das Meer liebt, sich aber gleichzeitig vor dessen Tiefen fürchtet, wird von diesem Buch berührt sein. Der Roman ist kompakt und gerät fast nie ins Schwadronieren – an manchen Stellen ist der Grat zwischen emotionaler Tiefe und leicht altklugen Lebens- und Liebesweisheiten zwar dünn, insgesamt wissen Schreibstil, Plotentwicklung und Metaebene aber durchaus zu überzeugen. Und auch die verschiedenen zeitlichen Handlungsstränge haben sich gut aufgelöst. Ein bisschen Grusel, ein bisschen Liebe, und sogar mir als Münchner war die eine oder andere Location auf Sylt oder in Hamburg bekannt. Viel mehr bitte von solchen Geschichten - es muss nicht immer ein 600seitiger Debütroman sein, in dem alles ausformuliert und jeder Handlungsstrang durchexerziert wird.


Italien in vollen Zügen
Italien in vollen Zügen
von Tim Parks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Italienische Reise mal anders, 2. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Italien in vollen Zügen (Gebundene Ausgabe)
Parks begibt sich mit diesem Buch in die Tradition schreibender Eisenbahnreisender – und schneidet dabei, etwa im Vergleich mit Paul Theroux, sehr gut ab. Wie die schöne Wortspielerei des deutschen Buchtitels schon sagt, geht es hier ausschließlich um Italien, die Wahlheimat des Autors seit Anfang der Achtziger. Parks versucht, sich der italienischen Seele in den Bahnwaggons zu nähern und das Werk weiß meist dann zu begeistern, wenn es in den Zügen zu Begegnungen und teils skurrilen Dialogen kommt. Jeder der Italien kennt, liebt, und vielleicht auch manchmal hasst, wird sich hier definitiv wiederfinden

Der Autor ist nicht nur um Lokalkolorit und die Schilderung seiner ganz persönlichen Rolle auf der Appenninenhalbinsel bemüht, sondern versucht auch, politische und gesellschaftliche Eigenarten Italiens mit der Geschichte des Eisenbahnbaus in Einklang zu bringen. Das fällt bei der einen oder anderen Tarifdiskussion dann manchmal etwas zäh aus, insgesamt finden sich auf den gut 330 Seiten aber viele interessante Informationen. Gut gefallen hat mir, dass Parks die Aufteilung der Gesellschaft in einen kleinen reichen und einen großen ärmeren Teil am Bahnsystem aufzeigt: Hier die teuren, sauberen und reservierungspflichtigen Hochgeschwindigkeitszüge, und auf der anderen Seite die dreckigen, überfüllten und langsamen Regionalzüge.

Besonders verführerisch fand ich die Beschreibungen des äußersten Süden des Landes, Kalabrien und Apulien. Obwohl fast jedes Jahr in Italien, war ich dort noch nie. So wie Parks die alten, noch nicht übermäßig aufgemotzten Altstädte von Lecce oder Crotone beschreibt, muss sich das unbedingt ändern. Nicht aufgemotzt und sehr klar ist übrigens auch die Sprache des Autors, und ohne das englische Original zu kennen, scheinen mir Übersetzerin und Lektoren hier sehr gute Arbeit geleistet zu haben. Also, auf nach Italien, sei uns nun real oder mit Tim Parks schönem kleinen Bahnreiseroman.


Spigen Schutzhülle für OnePlus X [RUGGED ARMOR] Hülle in schwarz [Black - SGP11819]
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Wird angeboten von Startfaktor (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 13,99

3.0 von 5 Sternen Eher Sportlich als elegant, 2. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jede Smartphone-Hülle pendelt ja zwischen den Polen "dünn und elegant, schützt aber kaum" und "trägt leider recht dick auf, bietet jedoch einen guten Schutz". Diese Spigen-Hülle für das OnePlus X liegt ziemlich in der Mitte, wobei die Tendenz letztendlich dann doch zu "nicht gerade filigran, aber sicher" geht. Gut gefallen hat mir die Lippe, die über das Display hinausgeht, so dass man das Handy problemlos mit dem Bildschirm nach unten auf den Tisch legen kann. Zudem ploppt das Telefon auch nie aus der Schutzhülle, wenn man es beispielsweise in der Gesäßtasche trägt. Was ich mir etwas besser erhofft hatte, ist die Rutschfestigkeit. Zwar liegt das Case deutlich besser in der Hand als das nackte OPX, aber allzu nachlässig sollte man das Telefon trotzdem nicht herumschwenken. Optisch ist die Hülle zwar deutlich hübscher als die mit dem OPX gelieferte transparente Umhüllung – die im OnePlus-Shop (für recht teures Geld) erhältlichen, dünnen Hüllen, gefallen mir allerdings rein vom Aussehen her deutlich besser und insbesondere das Sandstone Case ist deutlich griffiger. Für den Preis ist die Spigen-Schutzhülle aber insgesamt ein solides Produkt.


Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen
Der Fluch des schnauzbärtigen Banditen
von Irina Teodorescu
  Broschiert
Preis: EUR 15,90

4.0 von 5 Sternen Buntes, gelungenes Erstlingswerk mit starker Erzählstimme, 7. April 2016
Schöner, heiterer, trauriger und kompakter Roman, der im Parforceritt die Geschichte einer rumänischen Gutsherrenfamilie im 20. Jahrhundert schildert. Toll, wie es der Autorin gelingt, auf wenigen Seiten ganz nah bei ihren Figuren zu sein - was nicht unbedingt bedeutet, dass die Protagonisten alle liebenswert sind. Ganz im Gegenteil, fast jeder hat eine Macke und bei nicht wenigen handelt es sich um äußerst unsympathische Gestalten. Das Schicksal der bescheidenen und aufrichtigen, (deshalb) aber oft scheiternden Charaktere, geht einem dafür umso näher. Gut gefallen hat mir, dass bei Irina Teodorescu keines der beiden Geschlechter die Rolle des Bösewichts übernimmt - sowohl bei Frauen als auch Männern gibt es Schufte, Aufrechte oder Verdammte.

Ein bisschen merkt man dem Roman an, dass wir hier ein Erstlingswerk vor uns haben. In der Kürze des Buchs werden manche Stränge angerissen, dann aber nicht mehr weiter verfolgt. Und auch die Übersicht bleibt bei mindestens fünf Generationen und zwei Zeitschienen gerade zu Beginn des Buchs oft auf der Strecke. Diese kleinen Schwächen sind jedoch zu verkraften, schafft es die Autorin doch, gerade das Thema Liebe mit all seinen Unzulänglichkeiten aber auch der darin liegenden Kraft in wahre und wunderbare Worte zu fassen. Lesen! Ich schließe meine Review mal mit einem Zitat: "[...] die Jahre fliegen dahin und lassen nichts als den bittersüßen Geschmack der Erinnerung an eine mögliche Welt zurück."


Gib jedem seinen eigenen Tod
Gib jedem seinen eigenen Tod
von Veit Heinichen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2.0 von 5 Sternen Viel Hintergrundinformation, wenig Charaktertiefe, 1. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Gib jedem seinen eigenen Tod (Taschenbuch)
Zunächst einmal das Positive: Veit Heinichen kann auf jeden Fall gut schreiben - in Zeiten von Self Publishing ist das heutzutage bei Autoren ja keine Selbstverständlichkeit mehr. Gelobt wird der Autor stets dafür, in seiner Laurenti-Serie historische und lokale Begebenheiten von Triest einzuflechten. Was mir persönlich aber fast zu viel der journalistischen Herangehensweise ist. Ein bisschen Hintergrund, gerne, aber bei mehr Informationsbedarf lese ich lieber einen Fachartikel oder einen Reiseführer. Den Ausschlag für meine eher negative Bewertung gibt jedoch, dass es dem Autor meiner Meinung nach nicht gelingt, ein wirklich tiefgründiges Bild der Hauptfigur zu vermitteln. Laurenti mag Kunst und Literatur – ich kann mich an keine Stelle im Buch erinnern, an dem der Geschmack des Polizisten präzisiert wird. Heinichen ist wie ich finde nach in diesem Roman ein guter Beschreiber, aber ein weniger guter Erzähler, und so bleibt alles etwas blutleer. Auch der Fall an sich riss mich nicht gerade vom Hocker. Eher unwahrscheinlich, dass ich die Reihe fortsetze.


Genesis. Die verlorene Schöpfung
Genesis. Die verlorene Schöpfung
von Thariot
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut, 1. Februar 2016
Um Bücher mit mehr als 500 Seiten mache ich in der Regel einen großen Bogen. Denn selten gelingt es einem Autor, in einem dicken Wälzer mehr niederzulegen als das, was man nicht auch auf 300 Seiten unterbringen könnte. Leider schlägt auch der erste Teil der Genesis-Trilogie in diese Kerbe: viel Handlung, wenig roter Faden. Thariot greift eine Vielzahl von (klassischen) Science Fiction-Themen auf: Künstliche Intelligenz, das Klonen von Menschen, interstellares Reisen, den Ursprung der Menschheit undsoweiterundsofort. Doch wenn mich jemand fragen würde, um was es in dem Roman eigentlich geht, würde mir sehr schwer fallen, dies in zwei drei Sätzen auszudrücken. Außer vielleicht, um mit Dr. Udo Brömme zu sprechen: Zukunft ist für alle gut!

Auf der Haben-Seite steht mit Thariot ein sicherlich talentierter Autor am Start, der definitiv schreiben kann und es auch versteht, Spannung aufzubauen. Lohnenswert für einen Independent-Titel ist zudem, dass offensichtlich ein guter Lektor über das Buch gesehen hat. Bis auf eine manchmal etwas eigenwillige Kommasetzung liest sich der Text sehr flüssig und fehlerfrei. Das reichte jedoch nicht, um bei mir echte Begeisterung aufkommen zu lassen, zumal ich ohnehin kein allzu großer Fan von Hard Science Fiction bin, in welchem Genre Thariot trotz seiner Reflexionen zum Zusammenspiel von Ratio und Emotion eindeutig einzuordnen ist. Sprich, für die Lektüre des ebenso dicken zweiten Bandes wird es bei mir wohl nicht reichen, dafür wirft mir der Autor einfach zu wenig Fragen auf.


Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin
Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin
von Heinz Helle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

4.0 von 5 Sternen Sprachlich extravagant, inhaltlich beeindruckend, 1. Februar 2016
Eher kürzeres, aber trotzdem tief- und hintergründiges Buch – so mag ich es. Der Autor fasst diverse Themen an, besonders prominent ist der (scheinbare?) Gegensatz von Liebe und Triebe. Wer es noch etwas philosophischer mag, findet auch viele schlaue Gedanken zum Thema Bewusstsein. Mich hat das Buch in weiten Teilen insgesamt eher bedrückt, so unveränderbar verloren und in der Menge einsam scheint der Protagonist zu sein. Was nicht heißt, dass ich den Roman schlecht finde, ganz im Gegenteil. Lieber bedrückt, als gar keine Emotionen vermittelt zu bekommen.

Schwierigkeiten hatte ich manchmal mit der Sprache, die in ihrer Rastlosigkeit recht gut zur Thematik des Getriebenen passt, mir aber oft zu umständlich war. Wenn ich einen Satz dreimal lesen muss, um ihn zu verstehen, erhöht das nicht unbedingt meine Aufnahmebereitschaft. Auch das präzise Beobachten von Worten und Gesten seitens des Protagonisten, vor allem der Partnerin, artet manchmal in ein schriftstellerisches Ausdiskutieren aus, was dann zu einigen wenigen eher platten und trivialen Stellen führt. Insgesamt trotzdem ein sehr interessanter und ehrlicher Autor, den ich sicher nicht aus den Augen verlieren werde.


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