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Rezensionen verfasst von
Dr. Wolfgang Punz (Mödling, Österreich)
(REAL NAME)   

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Die Kunst der Benennung
Die Kunst der Benennung
von Michael Ohl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar verständlich, unprätentiös und gleichzeitig unterhaltsam, 8. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Benennung (Gebundene Ausgabe)
„Wenn man mich ersucht hätte, das irdische Paradies darzustellen … vermutlich hätte ich eine Art Dschungel oder unentwirrbares Dickicht gemalt.“ - „Gründlich gefehlt! Dort gab es keinen Wirrwarr, sondern ein gepflegtes Muster von jeglicher Gattung, ein jeder in seinem Beet ... es muss den Pflanzungen der Apothekerschule von Barcelona geglichen haben, mit hübschen Täfelchen aus Porzellan …“ (Paul Claudel, Der Seidene Schuh)
Systematik und Taxonomie gehören nicht einmal bei vielen BiologInnen zu den Lieblingsfächern. Manchen ist das Lernen der vielen Namen schlichtweg lästig; andere meinen, man müsse im Ernst- respektive Publikationsfall ohnedies Spezialisten zu Rate ziehen. Zu dem diffusen Unwillen trägt auch der Umstand bei, dass sich Namen manchmal - anscheinend unbegründet - ändern, Taxa plötzlich anderen Familien zugeordnet werden und die deutschen „Trivial-“ Namen überhaupt keinen hohen Stellenwert zu besitzen scheinen.
Privatdozent Michael Ohl, Kustos am Museum für Naturkunde in Berlin unternimmt es in diesem Buch, den Prozess der Benennung von Arten den Leserinnen und Lesern gewissermaßen schmackhaft zu machen – jenen Prozess also, den wir als Vertriebene aus dem Paradies (siehe das einleitende Literaturzitat) nun selbst leisten müssen. Er tut es auf derart gekonnte Weise, dass man manchmal vergisst, ein wirkliches Fachbuch (und nicht bloß eine gekonnt aufbereitete Sammlung wissenschaftlicher Kuriositäten) in Händen zu halten. Von der Geschichte, dass Hitler persönlich die Umbenennung der Fledermaus in „Flatter“ verhindert habe, über die Entdeckung des Großen Pandas durch einen Lazaristenmissionar beim Tee mit einem chinesischen Gastgeber bis zu einer kurzgefassten Beschreibung der „bone wars“ (dem „Privatkrieg“ zweier amerikanischer Paläontologen) spannt sich der Bogen der packend (ohne jemals im geringsten reißerisch zu werden) dargebotenen Informationen. Man erfährt von den absonderlichsten Vorlieben mancher Wissenschafter für die Namensgebung: da verwendet der eine nur Namen aus dem „Elbischen“ (also jener fiktiven Sprache, welche von den Bewohnern von Mittelerde in den Romanen Tolkiens gesprochen wird), ein anderer zieht Namen aus der griechischen Mythologie vor (aber Vorsicht: die Epitheta adrythe, aphyrte, aphynphte … aphaphlyxte klingen wohl griechisch, sind es aber nicht – man spreche sie nur einmal laut aus!), und ein dritter hat den Namen der Sängerin Beyoncé in einer Pferdebremse mit goldenem Hinterteil gewissermaßen verewigt. Denn gültig vergebene Namen können nicht grundlos revidiert, sprich unterdrückt werden, es sei denn (auch hiezu gibt es ein Beispiel), sie stehen „im Konflikt mit der Forderung nach sprachlicher Harmonie und Handhabbarkeit“ – so geschehen bei Flohkrebs-Namen wie „Toxophthalmoechinogammarus toxophthalmus“ oder Gammaracanthuskytodermogammarus loricatobaicalensis“.
Die hier nur kurz angedeuteten, in Wahrheit viel zahlreicheren, mit profunden historischen Fakten unterfütterten Kuriositäten allein würden sicherlich für ein populäres Buch ausreichen. Das Werk ist aber nichts weniger als bloß eine gut aufbereitete Sammlung von Absonderlichkeiten. Die vielen Beispiele, von welchen die spektakulärsten oben vorgestellt wurden, dienen freilich der Illustration und vermögen so die Lektüre eines als „trocken“ verschrienen Fachbereichs interessant und spannend zu machen. Das wahre Verdienst des Buches ist es aber, dem Leser die Freude an der Kunst, ja der Schönheit wissenschaftlichen Namensgebung nahezubringen und ihn zu deren Grundsätzen samt den zu berücksichtigenden Regeln hinzuführen.
Vielleicht wäre es ohnedies besser gewesen, die vorgenannten Kuriositäten beiseitezulassen und vielmehr in lose Folge die Themen aufzuzählen, welche der Autor in klar verständlicher Sprache nach und nach behandelt. Da wären also: der Name als sprachliche „Etikette“; wie setzt sich ein Name zusammen?; das natürliche System der Organismen; deutsche Namen bzw. Populärnamen; onomatopoetische Namen; Schaffung deutscher Namen; wissenschaftliche Artbeschreibung; Gültigkeit eines Namens; Prioritätsprinzip; Internationale Regeln für die Zoologische Nomenklatur; Namenspatenschaften; Wesen der Art; phylogenetische Systematik; Typusmaterial und Holotypus; taxonomische Wortspiele; Prominentennamen; Akronyme; erotische Epitheta; Synonyme; nomenklatorische Grubenhunde („Canis fossor“); zoologische Exzentriker und vieles andere, dessen Beschreibung leider den Rahmen einer kurzen Rezension sprengen würde. Zwölf Seiten Anmerkungen und Quellen runden das Werk ab.
Es sei hier noch die Warnung angefügt, dass das Buch kaum zum raschen Durchblättern geeignet sein dürfte (prononcierte Systematiker vielleicht ausgenommen). Vielmehr sollte man sich Zeit nehmen und es in Ruhe lesen. Selten wurde eine nicht unschwierige Thematik so klar verständlich, unprätentiös und gleichzeitig unterhaltsam dargeboten.


Botanik - Die umfassende Biologie der Pflanzen
Botanik - Die umfassende Biologie der Pflanzen
von Ulrich Lüttge
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassendes Begreifen, 19. Juli 2013
Der in 1. Auflage erschienene ‚Lüttge/Kluge/Thiel’ setzt, so formuliert es die Verlagsinformation kurz und knapp, „einen neuen Standard unter den Botanik-Lehrbüchern“. Ausführlich und trotzdem konzentriert, umfasst er „die gesamten Pflanzenwissenschaften, von den molekularen Grundlagen bis hin zu den Anwendungen in der Biotechnologie“.
Ein gewaltiges Programm. Die didaktische Gliederung darf an dieser Stelle kurz skizziert werden: einem heute gebräuchlichen Muster folgend enthält der Satzspiegel einen Textblock, welcher etwa drei Fünftel der Seite umfasst; der solcherart freibleibende Rand wird auf der jeweils ersten Kapitelseite für eine Übersicht der Unterkapitel, auf den folgenden Seiten für Abbildungslegenden, fallweise auch für die Abbildungen selbst genutzt, wobei dieses Schema durchbrochen wird, wenn es die Dimensionen der Bilder oder sonstigen Informationen erfordern (Tabellen spielen eine untergeordnete Rolle). Weiters sind so genannte „Kompaktinformationen“ eingestreut, welche – wie schon der Name andeutet – in allerkürzester und übersichtlicher Form eine Detailinformation zu kapitelrelevanten Sachthemen bieten. (Um nicht allzu abstrakt zu bleiben: der Block „Bautypen von Spaltöffnungen“ versucht eine kurze textliche, durch Abbildungen [Graphiken] ergänzte Erläuterung der Funktionsweise von Stomata.) Den Abschluss jedes Kapitels bilden eine lehrsatzhafte Zusammenfassung des dargebotenen Wissens; eine diesen „Lehrsätzen“ zugeordnete Spalte mit „Übungsaufgaben“ (gewissermaßen eine Fragensammlung zum Stoff; und eine kleine Auswahl „Weiterführende Literatur“.
Die bereits angesprochenen Abbildungen, beinahe tausend an der Zahl und zum ganz überwiegenden Maß in Farbe, bestehen zum einen aus durchwegs ausgezeichneten Farbphotographien, zum anderen aus Graphiken, Schemata usw. (Dem Rezensenten sei es hier gestattet zu bemerken, dass der derzeitige Trend zur [sit venia verbo:] Vergröberung der graphischen Darstellung, speziell im Bereich der Anatomie und Morphologie, die gewissermaßen gegenläufig steigende Brillianz der photographischen, mikrophotographischen und elektronenmikroskopischen Aufnahmen auf merkwürdige Weise kontrastiert.) Die Abbildungen erscheinen angemessen zur Illustration des Lehrinhalts eingesetzt. (Die wie angemerkt ohnedies recht plakativen schematischen Darstellungen sind allerdings manchmal etwas überdimensioniert; man hätte auf deren Kosten manche detailliertere Abbildung [ein Beispiel unter vielen: Abb 33-4 Temperaturabhängigkeit von Lebensvorgängen] mit Gewinn vergrößern, oder aber den Seitenumfang des Werks etwas reduzieren können.)
Im Rahmen eines integrativen Lehrbuchs alle Aspekte des Fachs in einer Weise abzudecken, die selbst Spezialisten in Teilgebieten restlos zufrieden stellt, ist natürlich unmöglich oder vielleicht korrekter: würde den Zweck verfehlen, der Zielgruppe – und das sind nun einmal vor allem Studierende – einen leistbaren Studienbehelf zur Verfügung zu stellen. Unter diesem letztgenannten Aspekt erscheint das Werk rundherum gelungen, was die zahlreichen positiven Kommentare (die man ja heute unschwer via Internet abrufen kann) nachdrücklich unterstreichen, und es erscheint zwar mühelos, gleichwohl unnötig, beckmesserisch irgendwelche Details aufzuzeigen, bei welchen man womöglich andere Darstellungen hätte finden können.
Die Verfasser sind ausgewiesene Fachleute: Ulrich Lüttge wirkte in Forschung und Lehre als Lehrstuhlinhaber am Institut für Botanik der Technischen Universität Darmstadt über 40 Jahre lang; Manfred Kluge hatte einen Lehrstuhl am Institut für Botanik der Technischen Universität Darmstadt inne und blickt auf eine mehr als vierzigjährige Lehrtätigkeit zurück; Gerhard Thiel ist Professor für Botanik an der Technischen Universität Darmstadt.
In ihrem Vorwort schreiben die drei Autoren (welche übrigens die gemeinsame Arbeit am Lehrbuch ausdrücklich betonen), dass sie dabei besonders an die drei kognitiven Leistungen der Menschen, nämlich Sehen - Lesen - Lernen gedacht hätten, durch welche man – über die Aufnahme von Information – zum Wissen, und schließlich durch Reflexion zum Verstehen gelangen könne. Dieses Verstehen ist für sie ganzheitlich und sollte alle räumlich-zeitlichen Skalierungsebenen (in Kapitel 3 erläutert) umfassen. Die diesem Kapitel vorgestellte schöne Bilddarstellung der Jakobsleiter, an welcher gemäß dem biblischen Bericht „Engel auf und niedersteigen“, soll die Notwendigkeit illustrieren, die Stufenleiter der Skalierungsebenen immer wieder nach oben wie nach unten zu steigen, um einem umfassenden Begreifen des Fachs – gegen die stets vorhandene Versuchung eines falsch verstandenen Reduktionismus - näherzukommen.


Plants and Habitats of European Cities
Plants and Habitats of European Cities
von John G. Kelcey
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 265,10

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Europäische Naturgeschichte von Städten, 19. Juli 2013
Der Initiator dieses Buches (wie auch des Schwesterbuches Birds in European Cities) hat, wiewohl Botaniker, jahrzehntelang “in der Praxis” gearbeitet. Es gibt nun viele Gründe, warum der Anstoß zu derartigen ambitionierten Fachbüchern nicht von den Lehrenden an akademischen Institutionen, sondern von externen Fachleuten kommt (sapienti sat!). Seine persönlichen Gründe legt der (Erst-) Herausgeber im Vorwort offen, und sie sind exemplarisch genug, um sie hier wiederzugeben: Europa ist eine faszinierende naturräumliche Einheit in Vielfalt; speziell die Naturgeschichte von Städten ist vielfach noch immer zu wenig erforscht, meist auf Höhere Pflanzen beschränkt; in jedem Fall ist das Wissen aber nicht ausreichend publiziert bzw. kommuniziert. Vom daraus folgenden kühnen Gedanken, eine ganze Serie von Bänden zum Thema herauszugeben, sind einstweilen die beiden Bücher über Vögel und Pflanzen/Habitate zur Fertigstellung gekommen.
Das vorliegende Werk ist als Sammelband konzipiert – jede andere Lösung schien nach intensiven Diskussionen (vor allem mit dem Ko-Herausgeber Norbert MÜLLER sowie Herbert SUKOPP und Clive STACE) unrealistisch. Die Herausgeber waren auf die Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit der Autoren einerseits, die Verfügbarkeit ausreichenden Datenmaterials andererseits angewiesen, sodass bedauerlicherweise der Süden und Südwesten Europas (Ausnahme: Almeria/E) sowie Skandinavien nicht repräsentiert sind. Die Wahl der englischen Sprache war vor allem dem einhelligen Votum des Mitautoren des Vogelbandes geschuldet.
Es wurden letztendlich Beiträge zu sechzehn Städten (Almeria, Augsburg, Berlin, Bratislava, Brüssel, Bukarest, London, Maastricht, Milton Keynes, Moskau, Posen, St. Petersburg, Sofia, Wien, Warschau, Zürich) aufgenommen. Um die Bearbeitung (durch immerhin fünfundzwanzig hochqualifizierte Wissenschafter) möglichst zu vereinheitlichen, folgt die Gliederung der Kapitel jeweils folgendem Schema: Beschreibung der naturräumlichen Grundlagen (inklusive Geologie, Topographie, Boden, Klima); Geschichte (inklusive ökonomische und politische Entwicklung); Wechselwirkung von Urbanisierung und Umwelt (Schadstoffe, Stadtklima …); Flora/Habitate (Pflanzenlisten, Frequenz und Besonderheiten des Vorkommens; Beschreibung von Flächennutzungstypen und deren floristische Charakteristika); Umwelt- und Naturschutz, Management, Erziehungsprogramme.
Die vom Herausgeber MÜLLER formulierten – vorsichtigen – Schlussfolgerungen am Ende des Buches befassen sich mit folgenden Themen: Besonderheit der städtischen Umwelt; Städte als hotspots der Biodiversität; pflanzliche Adaptation und Evolution in Städten; Gefährdete Arten und Habitate; Invasive Arten; Umwelterziehung. Schließlich wird bedauernd festgestellt, daß die Habitatdirektive der Europäischen Union die städtischen Habitate ignoriert, und die Notwendigkeit gezielter Forschungsprogramme beton. Der anschließende, umfangreiche Appendix umfasst: Listen der behandelten Blütenpflanzen; Algen; Moose; Flechten; Tiere; Rote-Listen-Kategorien der IUCN (International Union for Conservation of Nature); und acht Seiten Begriffserklärungen. Ein fünfundvierzigseitiger Index rundet das Werk ab.
Bei allem Lob, welches diesem großangelegten Versuch einer erstmaligen „Europäischen Naturgeschichte von Städten“ gezollt werden muss, sind doch einige kritische Anmerkungen bzw. Einschränkungen erforderlich. Der erste Punkt ist die bereits erwähnte geographische Beschränktheit; natürlich gibt es hier in Mitteleuropa nach mehreren Jahrzehnten „Stadtbiotopkartierungen“ - einen Wissensvorsprung, und England hat sich (ebenso wie Deutschland) früh mit Trümmerflora („Polemobotanik“) befasst. Ebenso wie der uneinheitliche, in aller Regel aber viel zu geringe Umfang der Literaturangaben ist dieses Problem den Autoren freilich bewusst (es schmerzt trotzdem, dass beispielsweise in Wien die „alte“ Naturgeschichte Wiens von STARMÜHLNER & EHRENDORFER, oder in Brüssel die Werke von DUVIGNEAUD & DE SMET fehlen). Die Informationsdichte ist recht unterschiedlich, was wohl nur teilweise dem Datenmaterial, vielmehr auch den Vorlieben (bzw. Kompetenzen) der Autoren geschuldet sein mag: So werden die städtischen Habitate einmal ganz kurz, bei anderen Städten wieder exzessiv beschrieben; und die Flora wird manchmal nur kursorisch abgehandelt, dann wieder samt Pflanzengesellschaften und EUH-Code gemäß EC Habitatdirektive ausführlichst besprochen. Die Bebilderung ist grundsätzlich schwarzweiß mit nur wenigen Ausnahmen, wobei gerade bei der Titelabbildung jedes Artikels die Farbe als bloßer Blickfang dient und des Informationswerts entbehrt. Dass die Ankündigung des Buches bei einem grossen Versandhaus auch Amsterdam und Paris zu den behandelten Städten zählt, kann freilich den Herausgebern nicht angelastet werden.
Obwohl die Information zu den einzelnen Städten notgedrungen nur eine extrem knappe und komprimierte Fassung des vorhandenen Wissens darstellt, wird der einschlägig Interessierte für die nächste Zeit um dieses Buch nicht herumkommen. Es sei daher noch darauf hingewiesen, daß sich der recht stattliche Preis deutlich reduziert, wenn man darauf verzichtet, ein gedrucktes Exemplar zu beziehen und mit der E-Book-Version vorliebnimmt!


Vom Verstummen der Welt: Wie uns der Verlust der Artenvielfalt kulturell verarmen lässt
Vom Verstummen der Welt: Wie uns der Verlust der Artenvielfalt kulturell verarmen lässt
von Marcel Robischon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leseerlebnis eigener Art, 19. Juli 2013
„Das Tal der Bären und der Berg der Geier – Reminiszenzen an eine Zeit, als die großen Wildtiere auch bei uns noch zahlreich waren. Heute sind sie weitgehend verschwunden – zurückgedrängt, verschollen oder für immer ausgestorben. Mit ihrem endgültigen Verschwinden aber verarmt nicht nur unser natürlicher Reichtum; verloren geht auch ein geistiges Reservoir, aus dem menschliche Kultur seit Jahrtausenden schöpft. Wir leben in einer Zeit der Vereinheitlichung; aus Vielfalt wird Einfalt. Doch was wir in unseren Städten tagtäglich beobachten, macht auch vor Wald und Flur nicht halt – mit den bekannten Folgen für unsere Ökosysteme. Welche Auswirkungen hat diese »biologische Globalisierung« auf den Menschen als kulturelles Wesen? Was bedeutet es für unser Denken, wenn immer weniger Pflanzen und Tiere die Natur bereichern oder der Reichtum der Arten als Muster für unsere Vorstellungen und Ideen verschwindet? Marcel Robischon lädt den Leser zu einer ganz ungewöhnlichen, poetischen Reise ein und zeigt mit verblüffenden Einsichten, was es heißt, wenn alles auf der Welt »immer gleicher« wird. Eine literarische Entdeckung in der Tradition großer amerikanischer Schriftsteller von Henry D. Thoreau über Rachel Carson bis Michael Pollan.“
Es gibt Bücher, bei denen mit dem Klappentext bereits alles gesagt ist. Das ist kein Werturteil, weder positiv noch negativ – gerade bei Sachbüchern weiß man praktischerweise meist gleich, woran man ist, welche Informationen man erwarten, welchen Gewinn man aus ihnen schöpfen kann.
Dieses Buch ist anders. Nicht die Information über die Ausrottung von Arten, von Sprachen, von Biotopen, von Klängen ist das unmittelbares Anliegen des Autors. (Dabei stellt er eine solche Fülle von Details vor, dass sie schon ob ihrer Menge, mehr aber noch ob des teils schändlichen, teils dummen Verhaltens der Menschen schwer verdaulich sind.) Im Vordergrund scheint bei ihm zu stehen, Empathie, Mit-Empfinden mit der Lebewelt – der (noch) vorhandenen wie der ausgestorbenen – zu wecken. Er tut dies in einer ungewöhnlichen Sprache, die bisweilen geradezu magisch anmutet, häufiger aber den Gestus eines Geschichtenerzählers annimmt, der erzählt und erzählt, von Entdeckungen und Abenteuern, von Gewalt und Ausbeutung, über Einbürgerung und Ausrottung von Tieren und Pflanzen und von seltsamen, ausgestorbenen Lebewesen, mit denen auch ihre Laute und Klänge, ihre Farben und Düfte dahingegangen sind. Wie SAINT-EXUPERY gesagt haben soll “wenn Du ein Schiff bauen willst, …so lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer“, möchte ROBISCHON die Leute anleiten: „ … durch die Welt wandern wie ein Förster durch seinen Wald, [man] muss beobachten, muss auf die kleinsten Details achten. Welche Pflanze hier und welche dort wächst, welche Vogelstimmen hier und welche dort zu hören sind .[…] man muss um die Bedeutung des Standorts wissen und den Wert des Kleinen, auf den ersten Blick Unauffälligen kennen.“ Und er geht und fährt und fliegt durch die Landschaften und Städte (deren Namen er sonderbar verfremdet: wer kennt die Stadt an der Brücke, wer das Land der roten Bäume, und den Blauen Kontinent?), und er schaut und hört und riecht und erzählt und erzählt und erzählt.
Ein wunderbares Buch also? Gewiß. Es ist sicherlich den Versuch wert, es jemandem, der von all diesen Dingen nicht viel weiß, in die Hand zu drücken und zu hoffen, dass er sich von der Lektüre verzaubern lässt und der Welt inskünftig anders gegenübertritt.
Sollte es aber nicht funktionieren, dann sollte man nicht enttäuscht sein. Denn es ist nämlich auch möglich, dass der Leser nach ein paar Seiten das Buch zuklappt. Dass ihn das „grüne Tal“, welches „von einem Betonschleier überzogen“ wird, an die Zeichentrickserie „Als die Tiere den Wald verließen“ erinnert. Dass ihm der Stil nicht liegt; dass ihn die vielen Namen erschlagen: nicht nur die lateinischen, auch die deutschen Namen können zuviel werden (umso mehr, als sich nur wenige etwas unter Riesenfossa, Surinam-Amazone oder Dünnschnabelnestor vorstellen werden).
Es braucht Sachbücher, es braucht Bilderbücher, es braucht aber auch jene Art von Büchern, von welchem hier die Rede ist. Auch FachbiologInnen werden es wahrscheinlich mit Interesse lesen, es wird ihnen manches bekannt, manches unbekannt vorkommen, und sie werden wohl (ein echter Mangel des Buchs!) das fehlende Arten- und Stichwortverzeichnis beklagen. Nichtbiologen brauchen einen langen Atem; wenn sie ihn aufbringen, werden sie mit einem Leseerlebnis eigener Art belohnt.


Der jüdische Friedhof in Währing: Historische Entwicklung, Zerstörungen der NS-Zeit, status quo
Der jüdische Friedhof in Währing: Historische Entwicklung, Zerstörungen der NS-Zeit, status quo
von Tina Walzer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der sechste Biedermeierfriedhof Wiens, 1. Juni 2013
Auf Grund der Sanitätsverordnung von Kaiser JOSEPH II. wurden 1783 die in Wien innerhalb des Linienwalls (entspricht annähernd dem Verlauf des Gürtels) gelegenen Friedhöfe aufgelassen und an ihrer Statt fünf communale Friedhöfe errichtet, welche auch als „Biedermeier-Friedhöfe“ bezeichnet werden: der St. Marxer Friedhof, der Hundsturmer Friedhof, der Matzleinsdorfer Friedhof, der Schmelzer Friedhof und der Währinger Friedhof. Mit Ausnahme des erstgenannten (auf welchem übrigens MOZART in einem Massengrab bestattet liegt), wurden alle anderen in Parkanlagen umgewandelt.
Zur Erinnerung daran, dass es darüber hinaus aber noch einen sechsten Biedermeier-Friedhof gibt, trägt seit zwei Jahrzehnten die Wiener Historikerin und Autorin Tina WALZER durch unzählige Publikationen, Schulprojekte, Artikel, Führungen und sonstige Aktivitäten wesentlich bei. Der Währinger Jüdische Friedhof (in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen „christlichen“ Friedhof situiert und 1784 bis etwa 1880 belegt) ist nun fraglos ein einzigartiges Dokument der Wiener Kunst-, Kultur- und Sozialgeschichte. Auch erste stadtökologische Untersuchungen (vgl. hiezu die Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft 147[2010]: je eine Arbeit über die aktuelle und historische Vegetation sowie über Laufkäfergemeinschaften) liegen mittlerweile vor. Darüber hinaus ist es jedoch wesentlich, dass es ein jüdischer Friedhof ist und als solcher Zeugnis gibt vom jüdischen Anteil an österreichischer, an Wiener Vergangenheit.
Aufbauend auf langjährigen Quellenstudien fasst der vorliegende Band die Resultate der Recherchen zu Geschichte und Inventar des jüdischen Friedhofs Währing zusammen. Das Buch beginnt mit der historischen Entwicklung, also Kauf, Erweiterung, Schließung (d.h. Ende der Neubelegungen) und die nachmaligen Bemühungen um den Erhalt im Sinne der jüdischen religiösen Vorschriften: dass nämlich ein jüdisches Grab/ ein jüdischer Friedhof auf ewige Zeiten bestehen bleiben müsse. Dies geschah oftmals im Widerstreit mit dem Magistrat, welcher zunächst keine Erweitung gestatten und den Friedhof später sogar durch Straßen zerschneiden wollte (Ironie der Geschichte, dass hier Bürgermeister LUEGER im Gemeinderat für die jüdischen Interessen Partei ergriff).
Breiter Raum wird danach der Inventarisierung der Gräber, sodann den gärtnerischen Arbeiten im Gefolge der Schließung, mit dem Zweck der Herstellung einer parkähnlichen Anlage (inklusive Wiedergabe von Bepflanzungslisten) gewidmet.
Die nationalsozialistische Ära bringt die Übertragung des Friedhofs an die Stadt Wien (via erzwungenem „Kaufvertrag“). Das Areal soll von Grabanlagen geräumt, ein Luftschutzbunker angelegt werden. Für „rassenkundliche“ anthropologische Forschungen werden Enterdigungen vorgenommen (durch „Rettungs“-Exhumierungen bedeutsamer jüdischer Persönlichkeiten kommt die Kultusgemeinde in einzelnen Fällen dem Naturhistorischen Museum zuvor). Die Grabstelle der berühmten Fanny von ARNSTEIN (Hilde SPIEL hat eine Biographie über sie geschrieben) geht verloren. Noch in der Nachkriegszeit wird ein Friedhofsteil abgetrennt und für eine Wohnhausanlage verwendet; wie die Dokumentation belegt, macht die Gemeinde Wien dabei erneut keine gute Figur. Der ausgedehnte Baumbestand gibt dem Friedhof den Charakter einer relativ ungestörten Grüninsel, was vom ökologischen Standpunkt nicht ungünstig erscheint, aber der Erhaltung der Grabdenkmäler zuwiderläuft. Der allgemeine Zustand ist - trotz episodischer Sanierungen – nach wie vor schlecht, da die Verantwortung für dauerhafte Pflegemaßnahmen (sprich: die Aufbringung der notwendigen finanziellen Mittel) wie bei allen jüdischen Friedhöfen in Österreich zwischen Gemeinden, Ländern, Bund und Kultusgemeinde hin und her geschoben wird.
All die vorgenannten Ausführungen sind in einem wunderbar ruhigen und sachlichen, gut lesbaren Stil geschrieben, der die detailreichen Fakten ausbreitet, ohne sich zu verlieren. Es folgen danach ausführliche Quellenangaben, Literatur (habe ich das Buch von Martha KEIL [Hg.], Von Baronen und Branntweinern, ebenfalls über den Währinger Friedhof, in der Liste übersehen?) und die 315 Anmerkungen, welche den wissenschaftlichen Anspruch des Werks untermauern. Dann 21 sorgfältig ausgewählte Abbildungen. Und dann - ein sechzigseitiger Anhang mit akribisch erstellten Listen: das Teilinventar der von der Kulturgemeinde Exhumierten (die auf dem Zentralfriedhof neu bestattet wurden); jenes der vom Naturhistorischen Museum veranlassten Exhumierungen; jenes der bei den Bunker-Bauarbeiten zerstörten Gräber …
Der Schriftsteller Alois BRANDSTETTER lässt den Protagonisten eines seiner Romane sagen, er „würde für die Aufnahme eines Geschichtsstudiums nicht nur ein paar gute Noten im Maturazeugnis verlangen, sondern Mitleid, Mitleid und Mitgefühl für den geschundenen Menschen […] Ich würde dem Geschichtsaspiranten beispielsweise einen historischen Bericht über die Schlacht […] vorlesen, und wer von den Anwärtern an einer gewissen Stelle nicht losheult, den würde ich nicht zulassen.“
Die Namen, Daten, Zahlen, Buchstaben der genannten Listen kann man nicht lesen, ohne ergriffen zu sein. Die Autorin Tina WALZER hat mit diesem Buch gegen das Vergessen angekämpft und es damit (über die fachhistorischen Resultate hinaus) ermöglicht, dass man jener Personen, deren Grabstellen zerstört wurden, nunmehr namentlich gedenken kann.


Jüdische Friedhöfe. Kultstätte, Erinnerungsort, Denkmal
Jüdische Friedhöfe. Kultstätte, Erinnerungsort, Denkmal
von Claudia Theune
  Broschiert
Preis: EUR 35,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Kompilation, 1. Juni 2013
Im jüdisch-christlich-islamischen Kulturraum stellt die Erdbestattung Verstorbener historisch gesehen den Regelfall dar, wobei alle Grabstätten ursprünglich auf Dauer angelegt waren. In der christlichen Begräbnispraxis dominierte lange Zeit die Bestattung auf Flächen in der Nachbarschaft von Kirchen, wobei vor allem infolge des Raummangels die Wiederbelegung von Gräbern (oft verbunden mit der Einrichtung eines Beinhauses [Hallstatt!]) zunahm. Teils als Folge reformatorischer Auffassungen, aber auch aus hygienischen Gründen gewannen schließlich gesonderte, von den ‚Siedlungszentren entferntere „Friedhöfe“ an Bedeutung. Die Zunahme der Feuerbestattungen hat heute weniger politische als ästhetische, hygienische und ökonomische Gründe.
Friedhöfe können unter verschiedenen Aspekten gesehen werden. Da ist einmal der soziale Raum, der Begegnungsort mit Verstorbenen – und Lebenden, der im alten Konzept des Dorfkirchhofs da und dort noch gegenwärtig ist (ohne freilich in Mitteleuropa jemals der Lebendigkeit des mexikanischen Día de los muertos gleichzukommen). Das kulturhistorische Interesse knüpft zum einen hier, beim Umgang mit Tod und Verstorbenen an; zum anderen fokussiert es auf Grabsteine bzw. überhaupt Grabdenkmäler im Wandel der Zeit. In jüngerer Zeit gewinnt – vor allem im dichter bebauten Siedlungsgebiet - auch der Biotopcharakter von Friedhöfen an Bedeutung: da werden Zier-, Park-, Wald- und Steinfriedhöfe unterschieden, ihre mikroklimatische Bedeutung wahrgenommen und das Vorkommen von Flora - teils gepflanzt, teils spontan - und Fauna (wenn auch bisher in recht unvollkommenem Ausmaß) dokumentiert.
Das hier vorgestellte Werk hat, wie der Titel zum Ausdruck bringt, jüdische Friedhöfe als „Kultstätte, Erinnerungsort und Denkmal“ zum Inhalt. Jüdische Friedhöfe stehen im Spannungsfeld zwischen religiösen Vorgaben und gesellschaftlichen Interessen; ihr Zustand spiegelt das aktuelle Verhältnis zwischen jüdischen Gemeinden und ihrer Umwelt genauso wie den Umgang mit Zeugnissen jüdischer Vergangenheit, aber auch mit der Vernichtung jüdischen Lebens im Holocaust. Das Buch ist aus einer interdisziplinären Beschäftigung mit dem Thema hervorgegangen, welche seit beinahe 20 Jahren von der Historikern und Autorin Tina WALZER gewissermaßen „getragen“ wird, und hat in wesentlichen eine Ringvorlesung, die von Fachleuten unterschiedlicher Ausrichtung bestritten wurde, als Grundlage.
Das einführende Kapitel von Tina WALZER „Jüdische Friedhöfe in Österreich und den europäischen Ländern. Grundstrukturen, Rahmenbedingungen, Zustandsbilder“ gibt auf siebzig Seiten einen komprimierten und gleichzeitig umfassenden Überblick über den Status quo, also den Zustand jüdischer Begräbnisstätten. Für Österreich werden Eigentumsverhältnisse, Entstehung, Alter, Bedeutung und Größe erläutert, aber etwa auch die Orte von Massengräbern aus der jüngeren Vergangenheit dokumentiert. In gedrängter Form werden daneben die unverzichtbaren Informationen über jüdische Begräbnisvorschriften geboten, die aktuellen Bestrebungen zu Erhalt und Sanierung dargelegt und ein knapper Überblick über die Situation in anderen europäischen Staaten gegeben.
Es folgen: ein Beitrag über den Umgang mit jüdischen Denkmälern nach 1945 (LOHR), der recht betreten macht; eine ausgezeichnete Einführung, nein: Hinführung zu Denkmalschutz und Gartendenkmalpflege mit dem Spezialfall jüdischer Friedhof (HAJÓS); Jüdisches Mäzenatum zwischen Assimilation und Identitätsstiftung (SHAPIRA); und ein Artikel über Sefardische Grabkunst in der Alten und Neuen Welt (STUDEMUND-HALÉVY). Was da auf letztlich wenigen Seiten an Informationen über das Bildprogramm der iberischstämmigen Juden zusammengetragen ist und gleichzeitig die Welt der Sephardim (vor allem lusitanischer Provenienz) vermittelt, stellt wirklich ein Glanzstück dieses Bandes dar (ohne den Wert der anderen Beiträge damit schmälern zu wollen).
Die Aufsätze über konservatorische und restauratorische Grundlagenforschung befassen sich neben dem titelgebenden Beitrag (KRIST) unter anderem mit so selten dargestellten Themen wie Gesteinsverwitterung und gesteinskundlichen Grundlagen der Denkmalgesteine historischer jüdischer Friedhöfe (WEBER; ROHATSCH), sowie dem jüdischen Friedhof Währing (Gartendenkmalpflege [SCHMIDT], Bestandsaufnahme [PLIESSNIG]).
Beigefügt sind schließlich zwei Einzelstudien. Die eine stellt die Konservierung der Reste des lange Zeit beinahe vergessenen kleinen jüdischen Friedhofs am Judenbühel bei Innsbruck vor. Die andere befasst sich mit der größten noch bestehenden jüdischen Begräbnisstätte Europas, dem Friedhof Berlin-Weißensee (VON GAISBERG et al.). Vielleicht kennt noch mancher das leicht melancholische Gedicht des jüdisch-deutschen Schriftstellers Kurt TUCHOLSKY über diesen Ort:
„[...] Da, wo ich oft gewesen bin / zwecks Trauerei / da kommst du hin, da komm ich hin / wenns mal vorbei. / Du liebst. Du reist. Du freust dich, du – / Feld U – / Es wartet in absentia / Feld A. / Es tickt die Uhr. Dein Grab hat Zeit, /drei Meter lang, ein Meter breit. / Du siehst noch drei, vier fremde Städte, / du siehst noch eine nackte Grete, / noch zwanzig–, dreißigmal den Schnee – / Und dann: / Feld P – in Weißensee – / in Weißensee.“
Eventuell gewönne der Beitrag über die Sephardim durch ein paar zusätzliche Erläuterungen; vielleicht hätte man an der Bildauswahl da und dort etwas verbessern, und die Seitenangabe zur Gartendenkmalpflege korrigieren können. Alles in allem aber legt man das Buch mit nur einer Sorge aus der Hand: dass nicht genügend Menschen von dieser beeindruckenden Kompilation (die ja wiederum nur einen Ausgangspunkt für weitere Befassung mit dem Thema darstellt) erfahren, sie erwerben und lesen werden.


Der Baum im Nachbarrecht: Freude - Ärger - Risiko
Der Baum im Nachbarrecht: Freude - Ärger - Risiko
von Peter Herbst
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knapp, klar, informativ, 18. Februar 2013
(Die Rezension bezieht sich auf die 1. Auflage 2011)
Der unermüdliche Neue wissenschaftliche Verlag hat ein kleines Büchlein mit dem Titel „Der Baum im Nachbarrecht" herausgebracht. Im Umschlagtext heißt es dazu folgendermaßen: „Ein praktischer Ratgeber für alle Baumbesitzer - und ihre Nachbarn. Was ist eigentlich ein ,Baum’, wann steht er im ,Wald', und wann können Sie sich als ,Besitzer’ oder aber ,Nachbar’ eines Baumes betrachten? Was heißt es, Besitzer eines Baumes zu sein - welche Rechte und vor allem Pflichten ergeben sich für Sie daraus? Was bedeutet es dann, Verkehrssicherungspflichten zu haben, und wie weit geht die Haftung? Wie wird die Verkehrssicherheit von Bäumen richtig eingeschätzt? Und als Nachbar - wie können Sie sich gegen vom Nachbargrund ausgehende Einwirkungen, sei es durch Abwässer, Rauch, Gase, Wärme, Geruch, Geräusch oder Erschütterung, oder aber durch Entzug von Licht und Luft, wehren, wann ist das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß überschritten, die ortsübliche Benutzung des Grundstückes wesentlich oder gar unzumutbar beeinträchtigt? Was ist zu tun, wenn mit dem Nachbarn ,einfach nicht zu reden ist' -was kann ich von einem Baumsachverständigen erwarten, was vom Gericht? Diese Fragen und viele mehr beantwortet der vorliegende Ratgeber!"

Gegliedert ist das Buch in die Kapitel „Rechte und Pflichten der Baumbesitzer" (mit den Unterkapiteln: Inhaber Besitzer Eigentümer - Schaden und Haftung - Verkehrssicherungspflichten - Baumschutz in Normen und Regelwerken - Standort und Verkehrssicherheit - Bäume in Wald - Einschätzung der Verkehrssicherheit von Bäumen - Rechtsprechung); "Baumnachbar oder Der Baum in Nachbars Garten" (Unterkapitel: Rechtliche Grundlagen - Zivilrechtsänderungsgesetz 2004 - Grundbegriffe – Nachbarliches Rücksichtnahmegebot § 364 (1) ABGB - Die Abwehr unzulässiger Immissionen 8 364 (2) ABGB - Entzug von Licht oder Luft $ 364 (3) ABGB - Eindringen von Wurzeln und Ästen § 422 ABGB - Wenn Nachbarn sich nicht verständigen können); „Der Baum im EU-Recht". Die einzelnen Abschnitte sind knapp, klar und informativ, in vielen Fällen durch tabellarische Aufstellungen und Blöcke gegliedert und durch kleine Bilder aufgelockert. In Anhängen finden sich eine Checkliste zur Beurteilung der Verkehrssicherheit, ein kurzes Glossar, eine Literaturliste und ein Stichwortverzeichnis. Bildnachweise und eine Kurzbiographie der Autoren runden das Werk ab.

Als kleinen Schönheitsfehler mag man den Anfang des ersten Kapitels ("Was ist ein Baum, was ist ein Wald") empfinden. Ist ein bewusst salopp formulierter Einstieg ins Thema wirklich notwendig? Und widerspricht nicht das Vorhandensein der Legaldefinition im Wiener Baumschutzgesetz § l(1) oder der Grazer Baumschutzverordnung 5 2(2) der gemachten Behauptung „Österreich kennt überhaupt keine gesetzliche Definition des Begriffs Baum"?

Aber die anschließende Erläuterung zum Begriff "Wald" auf der vierten Seite leitet bereits zu den vorerwähnten Fachkapiteln über, und diese sind, um es nochmals zu wiederholen, kompetent und übersichtlich aufbereitet; für die Sachinformation zum Thema ist das Büchlein somit uneingeschränkt zu empfehlen.

(Rezension gemeinsam mit Magdalena Punz)


Die Schwarzföhre in Österreich : Ihre außergewöhnliche Bedeutung für Natur, Wirtschaft und Kultur
Die Schwarzföhre in Österreich : Ihre außergewöhnliche Bedeutung für Natur, Wirtschaft und Kultur

5.0 von 5 Sternen Unglaubliche Fülle, 10. Februar 2013
Welches ist die berühmteste Baumart Österreichs, die gleichzeitig die ältesten lebenden Exemplare aufweist? Es ist, wie man in dem vorgestellen Werk liest, die „Österreichischen Schwarzföhre“ Pinus nigra, die wie kein anderer Baum den Alpenostrand prägt. (Wer je an einem heißen Sommertag die dunklen Föhren auf den weißen Kalkfelsen gegen den tiefblauen Himmel gesehen hat, wird diesem Bild den mediterranen Hauch nicht absprechen.)

Das vorliegende Buch hat eine unglaubliche Fülle von Informationen zur Schwarzföhre und ihrer Bedeutung zusammengetragen. Um dies zu dokumentieren, erscheint es unumgänglich, den Inhalt kurz wiederzugeben. Im Anschluss an eine kurze Erforschungsgeschichte werden die Eigenschaften des Baums (Habitus, Anatomie und Morphologie, Alter) beschrieben. Es folgt ein fünfzigseitiges Kapitel über die Verbreitung (vom – im wesentlichen zirkummediterranen – Gesamtareal bis zur Verbreitung in Österreich), ergänzt durch Unterkapitel wie Waldgeschichte, Standortsansprüche, natürliche Waldgesellschaften, Bestandestypen, Waldbau, Naturwaldreservate. Optisch besonders ansprechend ist der folgende Abschnitt, welcher Bilder von Schwarzföhrenwäldern und Einzelexemplaren wiedergibt und – als besondere Attraktion – einige markante „Ansichten“ im Vergleich zu Bildern bei SENCKENDORFF (1881) bietet.

Föhrenholz galt lange als minderwertig. Das Kapitel „Holz - Eigenschaften und technologische Umsetzung“ vermag es, dieses Pauschalurteil ein wenig zurechtzurücken, indem es eine überraschende Fülle von Informationen über holzbiologische Eigenschaften, Einsatzpotential und Zukunftschancen des Föhrenholzes dartut.

Es wird prinzipiell nicht verwundern, dass dem Pechen und der Harzverwertung breiter Raum (mehr als hundert Seiten) gewidmet ist. Überraschend ist dennoch der Umfang der gebotenen historischen, ökonomischen wie auch technisch-praktischen Informationen, die hier zusammengetragen werden konnten. Nahtlos schließt eine umfangreiche Darstellung von Geschichte und Kultur an, die Wohlfahrtsaufforstungen im alten Österreich, Nebennutzungen, historische Schwarzföhrenprodukt ebenso einschließt wie Angaben zu Schwarzföhren in Sammlungen und in Literatur.

Genug? Aber nein! Da gibt es noch die „Sagen aus dem Föhrenwald“ und „Schwarzföhren in Gemeindewappen“. Wer hätte gewusst, wie häufig die Schwarzföhren in Lied und Gedicht vorkommen, wer kennt schon alte „Pechersprüche“ und –märsche? Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, oder vielleicht besser: es gibt kein Kapitel, das man nicht mit Interesse aufschlägt, um von der Fülle des Gebotenen verblüfft zu werden.

Am Schluss stehen Kurzbiographien der Ko-Autoren, ohne deren gemeinsame Arbeit ein derartiges Werk nicht möglich gewesen wäre; umso mehr aber gebührt ein besonderes Lob dem Herausgeber für seine erfolgreichen Bemühungen, sechzehn Fachleute verschiedener Provenienz zum Verfassen eines Beitrags zu animieren und diese dann in die vorliegende geordnete Form zu bringen. Fünfzehn Seiten Literatur dokumentieren die gesammelten Informationen in wissenschaftlich saubererer Weise. Ein Abbildungs- und Tabellenverzeichnis rundet das Buch ab.

Man sollte bei einem derartig verdienstvollen Band nicht mit Gewalt nach Schwächen suchen (deren eine zweifellos die geschickt arrangierten, aber viel zu klein geratenen Bilder der typischen Schwarzföhrenbegleitpflanzen ist). Wenn man dem Buch mit einem leider abgegriffenen Ausdruck eine weite Verbreitung wünscht, so ist dies wirklich ehrlich gemeint. Ich möchte hinzufügen: eigentlich sollte es für jeden, der am Alpenostrand lebt, zur Pflichtlektüre werden!


Brachland: Urbane Freiflächen neu entdecken
Brachland: Urbane Freiflächen neu entdecken
von Sabine Tschäppeler
  Broschiert

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4.0 von 5 Sternen Erlebnisorte, 10. Februar 2013
Unter Stadtökologen ist die Bedeutung innerstädtischer Brachflächen unbestritten. Von biologischer Seite werden zuallererst der hohe Anteil unterschiedlicher Vegetationstypen sowie der enorme Artenreichtum von Flora und auch Fauna hervorgehoben. Prinzipiell können Stadtbrachen zudem die gleichen lufthygienischen und bioklimatischen Funktionen erfüllen wie öffentliche Grünflächen. Darüber hinaus aber bieten sie, anders als die letztgenannten, eine im dicht bebauten Gebiet immer seltener werdende Möglichkeit eines nicht reglementierten Naturkontakts für Stadtbewohner. Insbesondere sind es hier die Kinder und Jugendlichen, welche auf diese Weise nicht nur die – im großstädtischen Milieu immer ferner rückende – Natur wieder in den Blick in ihren alltäglichen Horizont bekommen; es gibt sogar Studien, welche einigermaßen glaubwürdig das Fehlen derartiger Erlebnisorte im unmittelbaren Wohnumfeld als negativ für das physische und psychische Wohlbefinden qualifizieren und mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen (Bewegungsarmut, Jugendkriminalität) in Verbindung bringen.
Nun gibt es freilich Regionen, wo derartige Brachflächen in jüngerer Zeit an Zahl zugenommen haben: hier sind beispielhaft die „shrinking cities“ (etwas im Osten Deutschlands) einerseits, die durch Strukturwandel bedingten Industriebrachen (Ruhrgebiet) andererseits zu nennen. In der überwiegenden Anzahl der Fälle werden derartige Freiflächen im städtischen Bereich aber stetig knapper, und die spärlichen im Zuge der städtebaulichen Verdichtung verbleibenden Areale werden auch immer weniger „frei“. Parkanlagen, Sport- und Kinderspielplätze sind, wiewohl wichtige Elemente städtischer Lebensqualität, als Räume bereits spezialisiert und kaum mehr als Erlebnislandschaft im früher genannten Sinn geeignet.
Das vorliegende Buch versteht sich als „Einstiegslektüre“ in diesen Problemkreis. Es ist kein Fachbuch im strengen Sinn, sondern will – auf durchaus qualifizierte Weise – die Bedeutung der städtischen Brachflächen einer breiteren Öffentlichkeit nahe bringen. Neben der Einführung in die zuvor erwähnten Themenfelder, also in die sozialen, planerischen, organisatorischen und ökologischen Aspekte von Brachen-(-Zwischen-)-Nutzungen bietet das Buch auch zahlreiche Fallbeispiele und Erfahrungen aus Pilotprojekten (vorwiegend aus der Schweiz). Sehr praxisorientiert ist der letzte Abschnitt des Buches, der „Leitfaden“: hier stehen Ideen und Tipps für Aktivitäten, aber auch mögliche Vereinbarungen mit Eigentümern, Regelungen für Kurzzeitnutzungen usw.
Die drei AutorInnen kommen von verschiedenen Disziplinen (der Biologie, der Geographie und dem Kulturmanagement) her. Gemeinsam ist ihnen das Engagement für dieses wichtige stadtökologische Anliegen, welches sie in dem vorliegenden ansprechend bebilderten Buch gleichermaßen mit Enthusiamus wie Sachkenntnis vorbringen. Es erscheint somit als Anregung und Information für Leser, welche sich mit dieser wichtigen Problematik noch nicht genügend auseinandergesetzt haben, aber auch für Praktiker bestens geeignet.


Stadtparks in der österreichischen Monarchie 1765-1918
Stadtparks in der österreichischen Monarchie 1765-1918
von Geza Hajos
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,00

5.0 von 5 Sternen Schmuckstück, 10. Februar 2013
Nachdem in den letzten beiden Jahrzehnten bereits in England, den USA, in Deutschland oder auch in Italien große Monographien zur Entwicklung des urbanen Grüns entstanden waren, wurde auch in Zentraleuropa ein Projekt des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung über die Stadtparkanlagen der Monarchie durch ein internationales Forscherteam durchgeführt. Als dieses Projekt nicht weiter verlängert wurde, dauerte es geraume Zeit, bis die gewonnenen Ergebnisse nunmehr endlich, ergänzt durch rezente Fachliteratur, in Form des vorliegenden Bandes der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnten.
Dieses Buch untersucht nun erstmals die Stadtparks und diesbezügliche soziale und kulturelle Zusammenhänge im großen Gebiet der ehemaligen österreichischen Monarchie und stellt sie im (west-)europäischen Kontext dar. Zeitlich ist das Thema von der Josephinischen Aufklärung, da als wichtigste Ausdrucksform des aufsteigenden Bürgertums erstmals gestaltete Grünbereiche dem Volk zugänglich gemacht wurden, bis zum Zusammenbruch der Monarchie im Ersten Weltkrieg gespannt. Stadtparks, Schmuckplätze, Kurparks und Stadtlandschaftsverschönerungen, sowie Gärtner, bürgerliche Organisationen bzw. Initiativen und Bepflanzungen werden ausführlich behandelt.
Der Benutzerkreis, welchen dieser wunderschöne Band (welcher sogar ein eingebundenes Lesezeichen enthält) anspricht, wird sich zweifellos zunächst an die im weiteren Sinne geschichtlich interessierten Leser wenden. Die Darstellungen der Grünanlagen in den Ländern der Donaumonarchie (die Bearbeitungen für Böhmen und Mähren waren leider nur bruchstückhaft und wurden daher nicht in den Band aufgenommen) sind sorgfältig ausgewählt, gut recherchiert und ausgezeichnet geschrieben und bieten Lokalhistorikern wie Monarchie“nostalgikern“ sicherlich einen optischen wie informativen Genuß.
Über diesen Leserkreis hinaus, welcher hoffentlich zu einer entsprechenden Verbreitung des Buches beiträgt, richtet sich das Werk entsprechen der streng wissenschaftlichen Fundierung des Forschungsvorhaben vor allem an diejenigen Fachleute, welche in der dargestellten Entwicklung von städtischen Grünanlagen (mit) angesprochen werden. Es sind dies neben den Fachhistorikern sicherlich die Garten- und Landschaftsplaner bzw. -architekten, aber auch die Soziologen, welche die Beziehungen zwischen dem Wandel im Garten- bzw. Grünbewusstsein und dem Wandel der städtischen Freiraumformen in Zusammenschau mit dem sozialen Wandel interessieren wird. Die Stadtökologen im weiteren Sinn wiederum werden die historische Entwicklung des städtischen Grüns mit Aufmerksamkeit verfolgen, aber vielleicht auch wenig bekannte Beispiele für frühe hygienische, ästhetische, kommunikative und psychohygienische Konzepte der städtischen Grünplanung kennen lernen.
Ohne die Leistung von Einzelbeiträgen schmälern zu wollen sei doch festgehalten, dass das Gelingen dieses Buches wohl vor allem dem Herausgeber (gleichzeitig Autor des einleitenden Übersichtsartikels, welcher den gesamteuropäischen Kontext der Stadtparkentwicklung herstellt) geschuldet ist. Univ. Prof. Geza Hajos war seit 1986 Leiter der Abteilung für Gartenarchitektur im Bundesdenkmalamt. Er wurde 1942 in Budapest geboren, wo er auch Kunstgeschichte und Geschichte studierte. 1965 übersiedelte er nach Wien und promovierte an der Universität Wien im Fach Kunstgeschichte. Über den "Umweg" der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes kam er zur Gartenkunstgeschichte und Gartendenkmalpflege, seit 1992 ist er an der Universität Graz habilitiert und hat Lehraufträge zu diesem Gebiet. Er veröffentlichte zahlreiche Fachartikel und -bücher, darunter "Die Kunstdenkmäler Wiens - die Kirchen des 3. Bezirks", "Romantische Gärten der Aufklärung - englische Landschaftskultur des 18. Jahrhunderts in und um Wien" (Wien, Köln 1989), den Sammelband „Historische Gärten in Österreich“ (Wien, Köln, Weimar 1993), die 2005 unter dem Titel „Denkmalschutz und Öffentlichkeit“ erschienenen gesammelten Aufsätze und schließlich das jüngst erschienene Buch „Der malerische Landschaftspark von Laxenburg bei Wien“ (Wien, Köln, Weimar 2006), welche mitsammen den Schwerpunkt des wissenschaftlichen Interesses von Géza Hajós für die Gartenanlagen des 18. Jahrhunderts und der Romantik erkennen lassen.

Abgesehen von dem etwas knappen Register, welches nur die Personen rubriziert – man hätte sich zumindest ein Orts-, wenn nicht auch ein Sachverzeichnis gewünscht – ist das Buch ein Schmuckstück und ist ihm eine weite Verbreitung zu wünschen. Es steht zu hoffen, dass die vorgestellten Ergebnisse das Interesse an der Entwicklung von Stadtparks wie städtischem Grün überhaupt befördert; darüber hinaus wäre weitere Forschung auf diesem Gebiet wünschenswert.


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