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Rezensionen verfasst von
Funeral Doom

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Stereolithic
Stereolithic
Preis: EUR 17,34

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Crossover in Perfektion, 24. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Stereolithic (Audio CD)
311 ist eine in Deutschland relativ unbeachtete US-Crossover Band, seit 1988 praktisch mit der gleichen Besetzung spielend, die mit "Stereolithic" bereits ihre 12. bzw. 13. Studioscheibe raushaut. Interessant wird die Sache auch durch den Wechselgesang von N. Hexum und S. A. Martinez.

Das Ganze klingt wie "RATM" trifft auf fröhliche "Ace Of Base", „Bob Marley“ und "Madness", kombiniert mit Beatles-artigen Refrains, die einen dezenten Hinweis auf "King's X" setzen, und wir haben ungefähr die Richtung gefunden!!

Das ist genial, und irgendein fantastischer Stratege hat "Ebb And Flow" als Opener gewählt - ein Song, den RATM und King's X möglicherweise immer schreiben wollten, ... hat offensichtlich nicht geklappt! Das ist ein echtes "Funk'n'Hip'n'Metal-Beatles" Teil, der erste Klassiker in 2014! Der Halb-Proggie "Five Of Everything" folgt passend - mit "Killing in the name of" Part, ... aber sie können's sich erlauben, denn 311 hat das schon ein paar Jahre vor RATM gemacht!.

Es ist schwer, auf dieser Scheibe die Highlights rauszufiltern, denn durch die stilistische Vielfalt kann man beispielsweise das Reggae-lastige "Showdown" oder "Make It Rough" (mit Klasse-Solo), das praktisch neutrale "Made In The Shade", oder den megagenialen Heavy-Rap "The Great Divide" favorisieren. Die eigenwillige Halb-Ballade "Friday Afternoon" muss ebenfalls in Betracht gezogen werden, wobei auch der "schwere" Abgang berücksichtigt werden sollte... Auch das funkige "Simply True" hat durchaus Daseinsberechtigung. "Extential Hero" ist dann wieder sehr massiv gehalten, und wohl der härteste Song der Platte.

Und was ist "The Call"? Der stilübergreifende Song, der alle Musikliebhaber zusammen bringt? Wenn man's versteht, dann schon!

Gut, die Band hat in dieser Hinsicht ja einige Bretter in der Vergangenheit geliefert ("Sunset In July" oder "Trouble" vom Vorgänger, "India Ink" von Uplifter oder "Beautiful Desaster" von Transistor ... und ... oder ...).

Es würde ausarten, die Klassiker der Band aufzuzählen, also nur in Kurzform - die ersten fünf Songs stehen praktisch für das gesamte Spektrum von 311! Coolere Musik kann man fast nicht machen. Eine sehr eigenständige Band, die sowohl Metaller, Funk- oder Reggae-, als auch normale Rockfans begeistern dürfte! Nun ja, ein bischen aufgeschlossen sollte man schon sein ;-)


Mini World
Mini World
Preis: EUR 6,99

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein starkes Stück ..., 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Mini World (Audio CD)
... liefert hier Adila Sedraia (so der bürgerliche Name) ab. Denn die Stimme ist schon stark, wenn auch nicht direkt kräftig und kompromisslos, aber gut!

Der Opener „Dernier Danse“ ist representativ für die ganze Scheibe - Schöner, melancholisch gehaltener French-Pop, mit „Alexandra-Ansätzen“ (remember „Mein Freund der Baum“, „Zigeunerjunge“) …
Das Gefiepe zum Beginn von „S.O.S.“ und „Comme Un Bateau“ hätte man sich zwar sparen können, ansonsten gibt es an der Platte so gut wie nichts auszusetzen.

Die Ballade „Boite En Argent“ ist schon ein Brett – hat mehr Gefühl als viele Hits in den letzten Jahren zusammen (von „Jar Of Hearts“ mal abgesehen).

Natürlich darf auch INDILA mal richtig bei anderen abschauen – bestes Beispiel dürfte „Run Run“ sein, Happy-Feeling ala „Ace Of Base“ ist halt auch mal erlaubt! Durch den dezent osmanischen Touch hebt sich die Stimme von Indila auch noch ein wenig von der Masse ab.

Um die Klasse solcher Songs zu begreifen, muss man vielleicht schon etwas älter sein, egal! Aber es liegt nicht nur an dem Musikgeschmack – auch als Extrem-Metal-Freak kann man durchaus Gefallen an anderen Stilarten finden, ... ja, das geht!

Keine absolute Weltmacht, aber solide Kost für jeden, der dem Markt offen gegenübersteht!


Across the Dark River
Across the Dark River
Preis: EUR 17,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wir KOPIEREN Candlemass, ..., 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Across the Dark River (Audio CD)
... aber es ist uns wurscht! Nun ja, da kann man, so wie ich, auch der größte Doom-Freak sein - die "überoffensichtlichen" Parallelen zu Candlemass führen hier definitiv zu einer Abwertung! Auch die meisten Gesangslinien sind hier von "Epicus Doomicus Metallicus" oder "Nightfall" übernommen worden, denn Sänger Zeb versucht hier, einen Messiah Marcolin zu imitieren - nicht schlecht, aber da fehlt schon noch einiges!

Technisch gesehen hervorragende Musiker, die Stimmung passt auch - mal flotter, wie bei "Ghost Of A Shepard" - dann mal wieder megaslow wie beim Titelstück, ...
Ich muss hier gar keine einzelnen Songs anführen - wer die ersten Candlemass-Scheiben hat, kennt praktisch ALLE Songs dieser Scheibe, viele "Candlemass-Parts" wurden hier einfach irgendwie zusammengebastelt, und ergeben nun den "Stil" von Below! Die in anderen Reviews angesprochenen "King Diamond" Einflüsse kann ich eigentlich nirgends erkennen, na ja.

Da lobe ich mir den Hauch der Eigenständigkeit von Ultratumba, die 1997 alleine schon durch den eigenständigen Gesang einen richtigen Klassiker vorweisen konnten! Durch die "Schrägheit" der Melodien waren da auch noch einige Parallelen zu "Confessor" erkennbar.

Eine Band wie Below ist heute nicht mehr unbedingt von Nöten, und deshalb gibt es hier auch nur schlappe drei Sterne!


Consolamentum
Consolamentum
Preis: EUR 14,27

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Licht am Ende des Tunnels, ..., 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Consolamentum (Audio CD)
... denn hier werden Riffs und eine finstere Stimmung geboten, die man unter Nichtberücksichtigung des Funeral-Doom selten intensiver gehört hat, und auf die auch ein Toni Iommi stolz wäre - starke Songstrukturen und Melodiebögen, klasse Soli und eine Stimme, die sakraler und eigenständiger kaum sein könnte:

Das sind The Wounded Kings, eine der wenigen Bands, die wie beispielsweise Avatarium, Chalice (Australien), Hooded Menace, Virgin Black oder auch Dolorian, dem Einheitsbrei der unzähligen Retro-Doom- und Dauer-Sabbath-Plagiate (wie beispielsweise Orchid oder Earthride), obwohl natürlich einige Parallelen zu BS erkennbar sind, entfliehen kann, um sich eine eigene Nische zu schaffen!

Im Gegensatz zu Avatarium sind sie aber generell nur für Freunde der langsamsten Spielart des Heavyrocks interessant, und somit absolut nicht massenkompatibel!

Wir haben hier vier "Hauptsongs", welche jeden vernünftigen Doom-Freak förmlich in Ekstase versetzen müssten, sofern er auch auf weiblichen Gesang im Stile von Jex Toth, J..A. Smith (Avatarium) oder Mariana Holmberg (Left Hand Solution) steht, und sich mit Ultra-Slow-Doom wie ihn "Warning" oder "Pallbearer" zelebrieren, anfreunden kann. Sharie Nylands einzigartiger Gesang strahlt eine gewisse Wärme aus, wirkt aber gleichzeitig völlig unnahbar und beschwörend!

"Gnosis" und "The Silence" sind allerdings durch Einleitung bzw. Finale ein wenig arg lang geraten, denn "Gnosis" z. B. braucht halt erst mal drei Minuten, bis es richtig anfängt!
But whatever, richtig geniale Doomer! Mit "Elige Magistrum" und "Sacrifice" werden zwei überzeugende Kurz-Instrumentals ausgepackt, die vor allem bei den Soli etwas an "Lost Paradise" Zeiten von "Paradise Lost" erinnern.
"Space Conquerer" wirkt dem Namen entsprechend etwas "spaciger", und der Schlagzeug-Part erinnert mich ein wenig an das "Ngorongoro" Intro von Goddo's "Pretty Bad Boy" von 1981 (kanadische Hardrockband, hierzulande nicht sonderlich bekannt), wenn auch etwas verhaltener.

Eine Platte, umgeben von düsterer Eleganz, durchzogen mit ultraschweren Gitarrenwänden und wabernden Orgelsounds, also ein starkes Stück Extrem-Doom.
An den Vorgänger kommt „Consolamentum“ zwar nicht ran, aber 8,5 von 10 Punkten dürften angemessen sein, hier also gute vier Sterne!


Antagonise
Antagonise
Preis: EUR 13,97

4.0 von 5 Sternen Durchdachter Symphonic-Prog-Death-Metal, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Antagonise (Audio CD)
Album Nummer zwei vom ehemaligen Epica/After Forever Gitarristen/Grunter Mark Jansen, der hier aber nur für die Grunts zuständig ist. Eine Besonderheit von Mayan liegt sicher beim Einsatz dreier verschiedener Sänger/Innen. Denn mit Henning Basse (dürfte einigen von Metalium bekannt sein) hat man einen hervorragenden Mann für die Clean-Vocals, und Laura Macri ist für die Sopranparts zuständig.

Ein sehr stimmiges, orchestrales und düsteres Intro eröffnet die CD. Die ersten Töne, die mir vom Opener "Bloodline Forfeit" entgegenschallen, sind allerdings genau das, was ich im Regelfall "nicht" bevorzuge, nämlich ziemliches Geholze mit anschließend einsetzenden Grunts. Im Verlauf tauchen allerdings etliche songdienliche Breaks und auch die ersten Gesangsparts von Henning auf. (7/10)
"Burn Your Witches" ist dann insgesamt schon etwas gedrosselter, und die Grunts/Cleanvocals harmonieren auch recht gut miteinander. (8/10)

Erstes Album-Highlight ist "Redemption - The Democracy Illusion". Ein überwiegend bombastischer, getragener Song, mit überragendem Mittelteil (hört sich nach Gastvocals von Floor Jansen an). Der Gesang von Henning ist hier ebenfalls sehr überzeugend. Der Song hat schon das Zeug zum Klassiker! (10/10)

Es folgt mit "Paladins Of Deceit - National ... Pt I"gleich der nächste Klassesong, der beispielsweise durch sehr eigenständiges Stakkato-Riffing überzeugen kann. (9/10)

"Lone Wolf" ist vorwiegend schleppend gehalten, das Anfangsriff erinnert mich ein wenig an die guten alten Bolt Thrower, die Breaks sind genial und wirklich gut strukturiert. (9/10)

Nach recht heftigem Anfang wird auch "Devil In Disguise" mit Midtempoparts aufgelockert, für mich einer der schwächeren Songs der Scheibe. (6/10)

"Insano" ist ein reines Klassikstück und hervorragend gesungen von Laura. (9/10)

Hm, etwas zu hektisch erscheint mir "Human Sacrifice", bei dem erstmals im Mittelteil ein Einsatz von Laura in einem härteren Song erfolgt. Folglich ist der Song auch ab der Hälfte erträglicher. (6/10)

"Enemies Of Freedom" hat ausnahmsweise mal keinen Highspeed-Anfang, die Brutalo-Parts kommen aber noch, allerdings auch ein sehr schöner ruhiger Teil, und tolle Gesangsparts vom Trio "Infernale". (8,5/10)

Auch bei "Capital Punishment" sind wieder alle gängigen Möglichkeiten in Sachen Geschwindigkeit vertreten, auch der Sopran/Grunzgesang ist passend. Ein gutes Beispiel dafür, wie man verschachteltes Songwriting zugänglich machen kann, die orchestralen Schlepp-Parts zu Beginn und im Ausklang sind gigantisch. (9,5/10)

Leider ist der Rausschmeißer "Faceless Spies - National ... Pt II" für mich etwas zu "abgehoben", hier harmonieren auch die verschiedenen Songparts nicht so gut, der schwächste Song des Albums (5/10).

Sehr gelungen sind auch die oft eingestreuten Wechselsoli von Gitarre und Keyboard. Ein bischen schade finde ich, dass Laura Macri erst in der zweiten Hälfte der Platte auftaucht, vor allem, weil sie doch inzwischen als festes Mitglied gilt. Es hätte nicht geschadet, durchgehend mit drei Stimmen zu arbeiten.

Insgesamt eine starke Scheibe, aber durch die progressive Ausrichtung nicht sofort zugänglich. Allerdings passen die Arrangements innerhalb der Songs weitgehend gut zusammen, so dass die Stücke eine Einheit bilden, und nicht klingen, als hätte man fünf Einzeltitel in einem Song! Das ist eine Kunst, die beispielsweise "Revamp" oder auch "Epica" meistens fehlt, bzw. gefehlt hat!
Anhänger der genannten Bands sollten auf alle Fälle mal ein Ohr riskieren, vier Sterne.


Divide and Conquer (Limited First Edition)
Divide and Conquer (Limited First Edition)
Preis: EUR 15,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Thrashalbum aus Griechenland, 15. Januar 2014
Nachdem "Dead Again" und "Bloodbath" der griechischen "Slayer" ziemlich eingeschlagen haben, jetzt also Studioalbum Nummer fünf.

Nun, im Gegensatz zur Erstrezensentin finde ich, dass die Jungs hier "keine" Ausarbeitung ihrer Eigenständigkeit vorweisen können.

Man könnte vielleicht behaupten, dass sich außer den eindeutigen Slayer-Einflüssen, welche bei Prüglern wie dem Titelstück, "Lost Dignity", "Marching Over Blood" oder "Pit Of Snakes"(u. a. auch klar am Gesang zu erkennen - Nick Melissourgos hat schon eine unbestreitbare Ähnlichkeit zu Tom Araya) zuhauf anzutreffen sind,
auch noch eine gepflegte Portion Metallica mit eingeschlichen hat, was man deutlich bei dem guten Schlepper "Seed Of Evil", dem vorwiegend midtempolastigen "White Wizard" (da könnte aber auch ein Chuck Schuldiner mitgewirkt haben [RIP Chuck]), und den meisten anderen eingestreuten Midtempoparts merkt.

Das muss nicht zwingend ein Fehler sein, denn die Songs kommen allesamt recht kräftig rüber, wirken in sich gut struktuiert, und die Soloarbeit ist hervorragend - mir gefällts, und vier Sterne sind vertretbar!

P.S.

Es gibt in der letzten Zeit nicht mehr viele überzeugende Platten in der Richtung; ich persönlich würde "Congress Of The Insane" von den Niederländern Izegrim vorziehen, die haben's noch ein Pfund besser drauf, und vor allem etwas eigenständiger (und irgendwie auch das lässigere Albumcover)!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2015 9:19 AM MEST


Avatarium
Avatarium
Preis: EUR 16,99

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk!, 4. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Avatarium (Audio CD)
Nachdem mich die letzten musikalischen Ergüsse von Leif Edling nicht sonderlich vom Hocker reißen konnten (weder die letzte Krux, noch das Candlemass-Abschiedswerk), wurde ich von der EP positiv überrascht - und das jetzt vorliegende Album dürfte wirklich mit "Sat-Urn" von Shinin' Shade (die mit Jane-Esther Collins ebenfalls eine hervorragende Sängerin vorweisen können!!) und Cathedrals "The Last Spire" das beste Doomalbum des Jahres sein.

Die ersten drei Songs und "Bird Of Prey" kann man noch weitgehend mit den starken älteren Candlemassklassikern in Verbindung bringen - der Unterschied liegt vor allem in den eingestreuten Akustikeinlagen und der irren Stimme von J.-Ann Smith, die als Kombination aus Jutta Weinhold (Zed Yago, Velvet Viper, Weinhold) und Janis Joplin durchgehen könnte!

"Boneflower" und "Tides Of Telepathy" stehen im Zeichen der 70er-Jahre Rockmusik, wobei das erstgenannte Stück etwas an Blue Oyster Cult's "Don't Fear The Reaper" erinnert.

Das abschließende "Lady In The Lamp" ist ein absolutes Highlight - eine Ballade fernab klischeebeladener Schnulzen, was u. a. auch wieder am exzellenten Gesang liegt! Eine so starke Ballade habe ich das letzte Mal von den Niederländern Autumn gehört ("Solar Wake" vom '04er Album Summer's End).

Wie bereits von anderer Seite erwähnt, muss hier die starke Gitarrenarbeit von M. Jidell angesprochen werden, der auch exzellente Soli raushaut (die gefühlvollen Soli von "Bird Of Prey" und "Lady In The Lamp" sind echt Killer).

Ich bin im Regelfall niemand, der einen Hang zu vorschnellen Höchstbewertungen hat, aber hier hat Edling eine Platte rausgehauen, die vom Feeling her sogar fast dem unerreichten Candlemass-Debüt das Wasser reichen kann, ohne eine Kopie davon zu sein, absolut genial!
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 11, 2015 10:57 AM MEST


III the Rommel Chronicles
III the Rommel Chronicles
Preis: EUR 19,96

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Death-Metal-Brett 2013, 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: III the Rommel Chronicles (Audio CD)
Onkel Warby und Großneffe "Maddin van Drunen" legen wieder ein Death-Metal-Brett vor - und es ist erwartungsgemäß sehr gut geworden!

"Swoop Of The Falcon" ist ein guter Opener, midtempolastig und mit schleppenden Parts gespickt, typisch eben. Selbiges gilt für "The Final Front", "The Desert Fox", "DAK" und "DG-7", alle natürlich mit mal mehr, mal weniger Speedparts. Wobei mir "DG-7" am besten gefällt, da mit einem tollen melodischen letzten Drittel ausgestattet - ... Gespensterdivisioooon ... hahaha ..., genial.

Die "Speed-Hämmer" der Platte sind "To The Last Breath ..." (Uffta-Uffta, ohne Schnörkel, einfach nur derb, ja, kommt gut), "Farewell To Africa" (gigantische Melodyline), "Tobruk" und das selten geniale "Pour Le Merite", welches einen extrem bösartigen Doom-Part im zweiten Drittel hat, klasse!

Mit "Death Of A Field Marshal", der mittlerweile obligatorischen Doom-Walze, klingt das für mich gelungenste Death-Metal Album des Jahres aus.

Und da liegt eben schon ein Grund zur leichten Abwertung vor - die Platte ist absolut berechenbar, es wäre klüger gewesen, den Slow-Motion-Song mal ins Mittelfeld zu stellen. Aber insgesamt sind die Aussagen der Bandmitglieder zutreffend - es ist eine Kombination aus den ersten beiden Scheiben!

Eigentlich hätte ich gemeint, knapp an der Höchstwertung vorbei, aber gerade der kürzeste Song bringt hier das Quentchen zur vollen Punktzahl - "Farewell To Africa" ist mit "To The Last Breath ..." der BESTE Highspeed-Deather, den ich seit Jahren gehört habe - echt Klasse Jungs!!!

Eine Platte, die von vorne bis hinten Freude macht (Promo läuft seit knapp 2 Wochen) , gibt es nicht so oft, aber eigentlich ist es ja die Stimme schon wert, also volle Punktzahl!!


Witching Hour (Ltd.Digipak)
Witching Hour (Ltd.Digipak)
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 14,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erwartungsgemäß gut, aber keine Steigerung, 30. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Witching Hour (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Jubel - Neues von The Vision Bleak, eine meiner Favoritenbands! Na, mal hören ....

...nun, das Intro ist richtig "nett" und irgendwie stark an das Intro von "The Deathship ..." angelehnt, nur ohne Gesang, aber wurscht. Von der Stimmung her orientiert sich "Witching Hour" ohnehin eher an den ersten beiden Scheiben.

Der Titelsong startet dann auch gleich im flotteren Midtempo, ein wenig befremdlich ist allerdings, dass die Strophen "gekrächzt" werden, und nur der Refrain clean gesungen wird, geht in Ordnung (... mehr aber nicht).
"The Blocksberg Rite", ein wenig langsamer gehalten, ist nicht schlecht, aber noch lange kein Brüller (wer mir sagt, von welcher Band, bzw. Song die erste Gesangslinie ist, bekommt einen Preis, denn mir fällt's echt nicht ein, aber ich kenne das).

Der erste stärkere Song ist "Cannibal Witch", ein richtig guter Stampfer, mit lässigen Melodien und Gesangslinien, der Speedpart im letzten Drittel ist auch sehr gelungen!
"The Wooden Hag" dürfte mit der beste Song der Scheibe sein, und wurde auch als Video ausgewählt (unbedingt mal anschauen, ist klasse), ein starker Midtempo-Song.

Im Regelfall habe ich es ja nicht so mit den Speedausbrüchen, aber "Hexenmeister" kombiniert die Speedattacken sehr gut mit den schleppenden Parts, was im Übrigen auch für "Pesta Approaches" gilt, bei dem ebenfalls die Mischung aus schnellen und getragenen Parts recht gut gelungen ist.

Allerdings ist mir "The Call Of The Banshee", welches größtenteils auch eher im Midtempo gehalten ist, doch etwas sympathischer.

Der Rausschmeißer "The Valkyrie" kann mich persönlich jetzt nicht unbedingt überzeugen, weil leider erst in der zweiten Hälfte des Songs ein recht starker Part kommt, und ansonsten zu hektisch wirkt, aber was solls ...!

Eine gute Scheibe, wenngleich auch Überflieger wie "Metropolis", "The Vault Of Nephren Ka" oder "The Eldritch Beguilement" abgehen! Was hier auch fehlt, sind richtig geniale Übergänge, beispielsweise so was wie das "Tenor-Break" von "Mother Nothingness" des Vorgängers!

Tja, was soll ich nach etwa zehn Durchläufen schreiben, auch wenn's noch vier Sterne sind, für mich ist und bleibt "The Wolves Go Hunt Their Prey" die bisher ausgereifteste Platte von TVB, auch soundtechnisch gesehen, und für "Witching Hour" bleibt vor "Carpathia" nur der vorletzte Platz!

Ach so, noch eine Anmerkung: Ich möchte hier niemanden davon abhalten, sich die limitierte Buch-Edition von "Ihr wisst schon ..." zu besorgen, aber die zwei Songs der Bonus-CD sind wirklich "NUR" für Ambientfans interessant, ich höre da nur langweiliges Soundgewaber, hat also mit dem TVB Stil rein gar nix zu tun!!


Drive
Drive
Preis: EUR 9,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Pop-Rock mit Ausnahmegesang, 23. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Drive (Audio CD)
Ex-Gathering-Sängerin Anneke van Giersbergen beehrt uns mit einem weiteren Soloalbum. Die Durchschnittslänge der Songs von 3 - 4 Minuten lässt den erfahrenen Hörer bereits erahnen, dass hier keine großen Experimente zu erwarten sind. Man könnte die Platte nach dem ersten Durchlauf als durchgehend radiotauglich bezeichnen. Musikalisch bzw. härtetechnisch bewegt man sich im Fahrwasser von Robin Beck, früheren Heart oder Journey, was u.a. beim Opener "We Live On" recht gut rauszuhören ist!

Das muss kein Nachteil sein. Zuerst mal toppt die Stimme von Anneke das Gros der Charts-Eintagsfliegen, was Zweiflern spätestens beim etwas progressiveren Titel "You Will Never Change" klar werden müsste (Break bei 2:10). Auch die starke Ballade "My Mother Said" und die Midtemponummer "Forgive Me" dürften dazu beitragen.

Das treibende "Treat Me Like A Lady" gefällt mir auch recht gut, der Gesangsstil erinnnert mich da ein wenig an Dolores von den Cranberries ("Zombie"), hat was!

Nun, Tatsache is, nix Neues, aber gut gemachter und hervorragend produzierter Pop-Rock mit recht eigenständigem Gesang (ohne den Namen würde das aber kein Schwein interessieren), vier Sterne!


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