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Rezensionen verfasst von
MengKi (Ettlingen)

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Reframing Economic Ethics: The Philosophical Foundations of Humanistic Management (Humanism in Business Series)
Reframing Economic Ethics: The Philosophical Foundations of Humanistic Management (Humanism in Business Series)
von Claus Dierksmeier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 52,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New horizons, 31. August 2016
This short book contains centuries of economic history. We learn a lot about the closing of the economic mind and Dierksmeier shows that there is an alternative to mainstream theories. After an overview of the leading paradigms (mechanistic, theological, liberal), he sketches the necessary elements of a both realistic and human-centered approach. Being one of the founders oft he worldwide "Humanistic Management Network", the author brings in a convincing global perspective.

It is worth reading – for scholars, for students and especially for future managers who are not afraid of free thoughts.


Qualitative Freiheit: Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung (Edition Moderne Postmoderne)
Qualitative Freiheit: Selbstbestimmung in weltbürgerlicher Verantwortung (Edition Moderne Postmoderne)
von Claus Dierksmeier
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das große Wort, 16. Juni 2016
Zum Thema "Freiheit", so scheint es, ist doch schon alles geschrieben. Es handelt sich um einen der Kernbegriffe philosophischer, ethischer, politischer oder ökonomischer Debatten. Und die Literatur dürfte in der Tat schwer überschaubar sein. Nun kommt jemand daher und scheint zu glauben, die Zitrone Freiheit noch mehr ausquetschen zu können. Tut er aber gar nicht. Der Autor stellt vielmehr dar, dass es sich gar nicht um eine Zitrone dreht, sondern um eine Orange, noch dazu eine, die für jeden anders schmeckt.
Prof. Claus Dierksmeier leistet in dem Buch so einiges: er gibt erstens einen schönen Überblick über die Möglichkeiten, Freiheit zu denken. Diese Möglichkeiten entwickelt er historisch und systematisch, ohne Scheuklappen. Er vermeidet, sich in einem philosophischen Lager einzuordnen und wirft den Blick in verschiedene Richtungen. Zweitens zeigt er, wie und warum die gute alte Freiheit auch heute noch für gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen Orientierung bietet. Und drittens bietet er eine ganz eigene, neue und originelle Vorstellung von der Freiheit an, die viele alte Sackgassen und Irrläufe vermeiden hilft. "Qualitativ" nennt er diese Konzeption - im Gegensatz zur "quantitativen", die nur Optionen vermehren möchte - statt sie zu verbessern. Seine Freiheit ist global gedacht - und sie schließt Verantwortung und Wertebewusstsein, Empathie und Nachhaltigkeit nicht aus. Ältere Freiheitsdenker haben oft mehr auf die Stricke geschaut, die man lösen muss, um das Schiff in See stechen zu lassen. Dierksmeier schreibt hingegen über den Kurs, den das Schiff nehmen kann und begründet sogar, warum es das Meer benötigt, um sich zu bewegen. Schließlich weist er sogar auf einige Inseln hin, zu denen uns das Schiff bringen kann.
Weniger poetisch gesagt: der Autor legt eine Konzeption der Freiheit vor, die dem Zusammenhalt der sozialen Gemeinschaft, der marktwirtschaftlichen Ordnung und der Herausbildung weltbürgerlicher Kooperationen dient. Gegen die Feinde der offenen Gesellschaft, die linken wie die rechten, werden zahlreiche gute Argumente eingeführt - und den manchmal zu kühlen, formalistischen und abgehobenen Liberalen wird Mut gemacht, sich neu zu erfinden. Sollte das alte große Wort doch noch einmal Hoffnung bringen? In diesem Sommer 2016, in dem Menschen andere umbringen nur weil diese ihre Form der Freiheit leben, können wir nur hoffen, dass noch viele Sommer der Freiheit kommen.


Pontypool - Radio Zombie
Pontypool - Radio Zombie
DVD ~ Stephen McHattie
Wird angeboten von Filmwelt
Preis: EUR 4,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tödliche Sprache – Kammerspiel mit Zombies, 14. September 2015
Rezension bezieht sich auf: Pontypool - Radio Zombie (DVD)
(Achtung! In meiner Besprechung kommen nicht zu knapp Spoiler vor.)

Ich will hier gar den Cineasten raushängen und die abqualifizieren, die den Film eben langweilig fanden. Schon OK, Leute. Die Geschmäcker sind verschieden und keiner muss sich schämen wenn er anderer Meinung als die Filmkritiker ist. Nur die Ruhe...

Warum aber hat mir persönlich „Pontypool“ so gut gefallen?
Es gibt hier einen völlig neuen Blick auf die gute alte Zombiegeschichte. Die Menschen werden durch die Sprache infiziert. Das hört sich zunächst abstrus an – aber denken wir mal daran, wie wir – gerade in der Kindheit – durch Sprache geprägt werden. Was wir sprechen, welche Worte wir verwenden – das ist ganz wichtig dafür, ob und wie wir das Leben bewältigen können. Und so ganz weit hergeholt ist es nicht, dass sich plötzlich etwas in der Sprache ändert, das es unmöglich macht, dass wir uns noch orientieren können. Die Sprache kann uns verrückt machen...
Die Schauspieler. Es sind nur ein paar Hauptdarsteller, aber alle liefern eine klasse Leistung ab. Grant Mazzie mit der unfassbaren Radiostimme, dem schrägen Humor und dem Alkoholproblem... Guter Mann, trotz Cowboyhut. Wie er seinen Abstieg in der Welt des Radios bis zum allerletzten Provinzsender in Kanada verarbeitet und seine privaten Dämonen bekämpft...bis dann noch äußere dazu kommen.
Die Produzentin und Senderchefin, frustriert und voller Angst, noch ihre Scheidung verarbeitend und bemüht, sich selbst und das Team zusammenzuhalten.
Die junge Mitarbeiterin, eine Ex-Soldatin mit Mädchenblick und echter Begeisterung für die Radio-Welt.
Der Ort. Diese großartige düstere Radiostation in einer alten Kirche. Allein das Setting, die Räume, die Ausstattung, alles ist wunderbar gewählt.
Die Bedeutung des Radios, von Tönen und Sprache überhaupt. Tolle Visualisierungen der Macht von Akustik und Worten. Vielleicht könnte das aber auch eine Schwachstelle des Films sein: viele Szenen würden auch als Hörspiel funktionieren. Und dann kann man sich fragen, warum überhaupt das Medium Film gewählt wird. Aber für mich hat es trotzdem funktioniert, vielleicht wegen (s.o.) den Schauspielern.
Mich hat das Ganze gepackt und lange beschäftigt. Ein Film mit ganz wenigen Schockeffekten und wahrscheinlich der unblutigste Zombiefilm aller Zeiten. Aber dennoch verstörend und beunruhigend – wenn man sich darauf einlässt. Und warum soll ein Horrorfilm nicht auch mal innovativ sein?


Oma und Frieder, Band 4: ,,Schule!", schreit der Frieder, und die Oma, die kommt mit
Oma und Frieder, Band 4: ,,Schule!", schreit der Frieder, und die Oma, die kommt mit
von Gudrun Mebs
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was passiert mit der Oma?, 31. Juli 2015
Meine kleine Tochter hat die Frieder-Gechichten aus dem Kindergarten mitgebracht. Dort sind sie der Hit und weil wir auch daran Spaß hatten, gab es zum letzten Weihnachten die 3-Bände-Box, die eifrig durchgelesen wurde. Der Frieder macht ja schon viel Quatsch und strapaziert die Geduld der Oma sehr - aber es wird eigentlich immer klar, wo die Grenzen sind und wann er zu weit geht. Auch kann die Oma mit ihrer kauzig-strengen, aber doch auch versöhnlichen und kreativen Problembewältigung meistens überzeugen. Nur wenige Geschichten fanden wir entweder langweilig oder unangenehm.
Aber diese Einschätzung gilt leider nicht für den Band zu Friedens erstem Schultag. Zunächst sind die Geschichten noch gut nachvollziehbar, eben Frieder-Style, mit Höhen und Tiefen, aber doch lesbar. Wenn die beiden dann zur Schule kommen und es (nach erheblichen Problemen) mit der Einschulung losgeht, dann fragt man sich nur noch: "Was hat Oma denn geraucht?" Die alte Dame verhält sich völlig anders als in den sonstigen Frieder-Bänden, sie macht die Lehrerin lächerlich, singt wirre Lieder, kommandiert die ganze Klasse herum, setzt sich einfach zu Frieder in die Schulbank etc. Es ist nicht schön. Soll das den Band "Oma wird dement" vorbereiten?
Ich fand die Erzählung jedenfalls ziemlich anti-pädagogisch und irgendwie massiv gegen die Schule gerichtet. Da gibt es die junge nette Lehrerin ("Prinzessin"), die aber gleich sehr überfordert ist und überhaupt nicht ernst genommen wird. Da gibt es lustvoll inszeniertes Chaos im Klassenzimmer, das als ganz OK vorgeführt wird. Welche Botschaft soll denn hier vermittelt werden? Irgendwie scheint die Autorin den Bogen nicht mehr gekriegt zu haben von der Frieder-Anarchie zum versöhnlichen Frieder-und-Oma-Ende. Diesen Band kann man sich sparen. Ich finde, man sollte eher versuchen, seinen Kindern das Schöne und Sinnvolle der Schule (gerade mit ihren Regeln und Anforderungen) zu vermitteln. suchen.


Unter Bankern: Eine Spezies wird besichtigt
Unter Bankern: Eine Spezies wird besichtigt
von Joris Luyendijk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Banken und Kranken, 4. Juni 2015
Die Buchversion einer Sammlung von Finanzbeiträgen, welche in einem Blog und als Beiträge für die englische Zeitung "The Guardian" veröffentlicht worden war. Der Band konzentriert sich auf die Menschen, ihre Biografien und Lebensauffassungen. Aus den vielfältigen Beschreibungen, die auf längeren Interviews beruhen, entsteht nach und nach ein Bild des "Kontinents Finanzwelt". Die große Stärke der Darstellung liegt in ihrer Voraussetzungslosigkeit: man muss wirklich über kein Vorwissen verfügen, um alles zu verstehen. Auch wird durch den gewählten persönlichen Zugang alles sehr plastisch. Nur bleibt so natürlich vieles etwas oberflächlich.
Dennoch ein insgesamt empfehlenswerter Beitrag zu Entstehung und Entwicklung der Finanzkrise. Denn diese ist das eigentliche Hintergrundthema. Es geht nicht um "die Banker", sondern um eine bestimmte Form des Finanzwesens in den letzten Jahren. Das macht der Autor aber auch transparent wie er überhaupt sein Vorgehen und seine Ziele, die Kontakte zu seinen Gesprächspartner und anderes höchst ausführlich beschreibt. Ein bisschen weniger "Wie dieses Buch entstand und warum ich so ein netter, total neugieriger Typ bin"- Gerede wäre auch in Ordnung gewesen. Aber das wird vielen vielleicht gerade gefallen.
Jedenfalls gibt Luyendijk den Menschen aus dem Finanzgeschäft die Möglichkeit, ihre Arbeit darzustellen - und dabei lernt man einiges. So zum Beispiel wie wichtig die Kopplung aus Gewinn, Risiko und Haftung ist. In dem Augenblick, in dem die Investmentbanken ihre Eigentümerstruktur veränderten, von Sozietäten verantwortlicher und haftender Bankiers zu Teilen von größeren Banken wurden, mit beschränkter Haftung, aber großen Gewinn- und Boni-Margen für diejenigen, die die Risiken eingehen - in dem Augenblick lief etwas in die falsche Richtung. Solche und andere Einsichten kann man hier finden; deshalb trotz mancher Oberflächlichkeiten und Eitelkeiten eine Kaufempfehlung für alle, die mehr über die Voraussetzungen der Finanzkrise sowie die Finanzindustrie, besonders am Schauplatz Londoner City, wissen wollen.


Berberian Sound Studio (OmU)
Berberian Sound Studio (OmU)
DVD ~ Toby Jones
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Geräusch zerplatzender Melonen, 19. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Berberian Sound Studio (OmU) (DVD)
Ein wirklich eigenartiger und sehenswerter Film mit einer großartigen Grundidee: Annäherung an die Klangwelt bestimmter Horrorfilme (Italien70er/80er) über die Sounds. Ein britischer Tontechniker und Filmgeräusch-Experte soll die Tonspur eines Filmes perfektionieren, in dem es im Wesentlichen um das Foltern schöner Hexen geht. Referenzen vor allem an Dario Argento sind deutlich. Dabei sieht man in „Berberian Sound Studio“ nie irgendwelche grausigen Szenen – alles findet im Kopf bzw. im Ohr statt. Und dennoch geht einem das zum Teil ziemlich nahe und man lernt, wie viel über die Geräusche, die Musik, die Stimmen transportiert wird.
Grotesk und sehenswert wie der Hauptdarsteller Toby Jones Gemüse zerreißt und auf Salatköpfe einsticht. Rührend die zarten Annäherungen an die hübschen Synchronsprecherinnen indem er endlos ihre Stimmen bearbeitet, mit Hall und Echo „vergruselt“. Hörenswert die musikalischen Synthesizer-Alptraumlandschaften. Einfach schön das Filmdesign und das kafkaeske Setting. Zuerst auch unterhaltsam, dann aber immer mehr nervend die Darstellung der „kulturellen Unterschiede“, die über die Konfrontation zwischen introvertiertem und überhöflichem Briten und desorganisierten und unprofessionellen, aber unterhaltsamen und dauernd essenden, trinkenden und Frauen begrabschenden Italienern nicht wirklich originell inszeniert wird.
Hauptgrund aber dafür, dass ich der Umsetzung einer sehr guten Filmidee dann doch nur 4 Punkte geben kann, ist, dass ab ca. 2/3 des Films alles unklar zerfließt. Es wird nicht wirklich surreal, aber eben gerade so unverständlich, dass man sich fragt, worauf die Macher hinauswollten. Ich glaube, so ganz genau wussten sie das nicht. Meines Erachtens hätte man entweder realistisch weitererzählen können oder den Film ganz gegen jede Logik oder jeden Zusammenhang in konfus-schrecklichen Bildern implodieren lassen können. So wie es ist, bleibt irgendwie das Gefühl zurück, dass irgendwo noch ein richtig guter „director’s cut“ liegen könnte. Wer weiß?


Take Ivy
Take Ivy
von Shosuke Ishizu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Those were the days, 25. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Take Ivy (Gebundene Ausgabe)
Was für ein herrlicher Bildband, liebevoll ediert und produziert, noch dazu zu einem wirklich günstigen Preis (in festem Einband und mit Schutzumschlag). Es handelt sich um ein Standardwerk zum "preppy look" bzw. dem Kleiderstil, den man mit den Ivy League-Universitäten in den USA verbindet. Das Besondere ist, dass es aus authentischen historischen Aufnahmen der 60er Jahre besteht. Also keine Anzeigen mit Idealmenschen auf dem Campus, keine Ralph Lauren-, Hilfiger- und GANT-Ads, sondern eher sozialhistorische Dokumente von Rang, die nebenher auch eine kleine Stilkunde ergeben. Gesammelt und kommentiert haben die Aufnahmen seinerzeit einige japanische Begeisterte, die alles toll finden, ganz rührend von den Sonntagen in Boston schwärmen und sich sogar bemühen, den Ivy-Stil im New York der Zeit aufzufinden. Ich mag diese alten Aufnahmen in ihrer verblichenen Farbigkeit sehr, die kruden Aufnahmewinkel, die komischen Belichtungen, die seltsamen Details (man achte auf die Autos, die gelegentlich zu sehen sind). Ein klassisches Buch zu einem klassischen Stil.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2014 12:47 PM MEST


Quai d`Orsay: Hinter den Kulissen der Macht
Quai d`Orsay: Hinter den Kulissen der Macht
von Abel Lanzac
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 36,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Genuß!, 30. September 2013
Wunderbarer Band: ein sehr schön produzierter Comic über das Innenleben ministerieller Apparate. Die Figuren sind großartig charakterisiert, der Politbetrieb wird in allen seinen Einzelheiten dargestellt; Spaß und Entsetzen geben sich dabei die Hand. Faszinierend ist, dass nicht einfach bloßgestellt wird, sondern wir erfahren auch, was intelligente Menschen dazu bringt, freiwillig und begeistert Nächte in muffigen Büros zu verbringen und das übersteigerte Ego von Berufpolitikern zu füttern. Die Präsenz und Faszination der Macht wird durchaus spürbar. Auch der Mann an der Spitze, der Minister, ist nicht nur ein Hampelmann, sondern kann Visionen entwickeln und seine Mitarbeiter mitreißen.
Sehr schön wird auch die Politikersprache seziert: aus Begriffen entstehen Pläne, ein Komma kann entscheiden - aber eben nur in der Welt der Politik. Im richtigen Leben könnten sich viel der Hohlformeln nicht behaupten (herrlich das Geschwafel über das "sinnliche" Afrika und die Strukturierungsrhetorik - "zack, zack und zack").
Mir hat die grafische Umsetzung recht gut gefallen, weil sie nicht nur das Karikaturhafte betont. Allerdings würde man sich über mehr "Totalen" (wie auf dem Cover) freuen. Aber dennoch: Rundum gelungen - eine politische Graphic Novel, die für Deutschland ebenso gültig ist wie für Frankreich. Fünf Sterne stehen für fünf Wörter: "Das musst Du unbedingt kaufen!" Und stabiloisieren. Zack.


Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
von Matthias Weik
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,90

219 von 246 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Empören statt verstehen, 30. September 2013
Zunächst das Positive: das Buch greift ein wichtiges Thema auf – es beschreibt Aspekte der Finanzkrise und der Fehlentwicklungen im Bankenwesen der letzten 5-10 Jahre. Das leistet es kurzweilig und verständlich, ohne Angst vor offenen Worten und klaren Ansagen.
Obwohl ich die Problematik außerordentlich behandelnswert finde und es mich immer freut, wenn auch ein allgemeineres Publikum angezielt wird und nicht alles in Fachterminologie ertrinkt, habe ich mich über „Der größte Raubzug der Geschichte“ trotzdem eher geärgert. Warum?
Der Band will offensichtlich nicht orientieren und informieren, sondern Empörung erzeugen. Deshalb fehlen ihm auch einige Dinge, die ein gutes Sachbuch eigentlich benötigt, damit Leserinnen und Leser langfristig damit etwas anfangen können. Wenn man alles gelesen hat, dann ist man zwar irgendwie auf Banker schlecht zu sprechen, kann aber wenig Substanzielles zum Finanzsystem sagen.
Was fehlt diesem Band?
- Ein Literaturverzeichnis (!)
- Ein Glossar der Fachbegriffe
- Eine Zeitlinie oder zumindest eine wie auch immer geartete geordnete Darstellung der Entwicklung und Struktur der Finanzkrise
Eigentlich ist es ein ziemlich schmales Pamphlet, das sich künstlich aufbläht. Dickes Papier lässt den Band gewichtig wirken und ein großzügiger Satz (mit wenig Text pro Seite) ermöglichen einen Umfang von 381 Seiten. Auch die anstrengend unwitzigen Karikaturen nehmen viel Raum ein… Lange Zitate (z.T. bis zu 10 Seiten) helfen auch. Es wird tatsächlich sehr großzügig zitiert. Die Autoren geben dabei jeweils brav ihre Quellen an, aber dennoch ist man ein bisschen erstaunt, seitenweise Artikel aus Zeitschriften und Zeitungen zu lesen. Die Inhalte dieser Artikel hätten jeweils auch kurz referiert werden können – nur wäre der Band dann deutlich dünner ausgefallen. Erfreulich wäre es auch gewesen, wenn wenigstens gelegentlich Fachliteratur eine Rolle spielen würde – aber die Weisheiten der Autoren stammen aus Zeitungen und Fernsehsendungen. Als Quelle für Einzelfakten ist das z.T. ausreichend – aber die größeren Zusammenhänge bleiben auf der Strecke wenn man konsequent jede Stellungnahme von Ökonomen und Finanzwissenschaftlern vermeidet. Ohne Zweifel hat sich die Ökonomenzunft nicht mit Ruhm bekleckert in Bezug auf die Finanzkrise, aber ein paar kritische und umsichtige Geister gibt es in diesem Bereich ja doch.
Irritierend ist, dass der Band zwar von zwei Autoren verfasst wurde, im Text wird aber durchgehend die „Ich-Form“ verwendet. Natürlich soll auch das der Lebendigkeit und Lesbarkeit dienen – ebenso wie die ständig wiederholten Wendungen wie „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ u.ä. Aber diese ganzen Teaser und Appetitmacher gehen einem mit der Zeit auf die Nerven. Immer wieder wird ein Vorhang aufgezogen und die Autoren brüllen einem ins Ohr „Das hast du noch nicht gesehen – so eine unglaubliche Schweinerei“. Permanent wird einem so vermittelt, wie unglaublich das alles ist und wie haarsträubend. „Jawohl, Sie haben richtig gehört“ kommt mehrfach vor (auch wenn man die Unfassbarkeiten natürlich nicht gehört, sondern gelesen hat).
Das wichtige Anliegen, über Ursachen und Folgen der Finanzkrise zu informieren, geht in alarmistischem Stammtischgeschrei unter. Anstatt dass sie sich einmal intensiv und seriös mit einem Thema wie der der Subprime-Problematik beschäftigen, springen sie gleich weiter zum nächsten Aufreger und der nächsten haarsträubenden Geschichte über Banker-Boni. Natürlich gibt es da vieles, das einen aufregen kann. Aber Aufregung genügt eben nicht. Wenn es um Erkenntnisse zu den Strukturen des Finanzsystems geht (wozu volks- und betriebswirtschaftliches Wissen ebenso gehören würde wie ein solider historischer Hintergrund), dann wird das Autorenduo kleinlaut. Die Lösungsvorschläge sind recht unbedarft: mehr Regulierung in allen Bereichen, staatliche Aufsicht und Begrenzung der Bezüge. Die Politik wird es schon richten (wie das Beispiel der Landesbanken ja auch wundervoll belegt...). Wie und wo das Geforderte umgesetzt werden soll und welche Nachteile oder Vorteile welche Maßnahme im Einzelnen hat, das möchte man offenbar nicht so genau wissen. Auch die konkreten Tipps für Anlagen auf den letzten paar Seiten fallen dürftig aus – den Banken soll man möglichst nicht vertrauen, Gold bzw. Immobilien sind u.U. OK… Alles bleibt aber im Unbestimmten, weil man vor allem eins will: Empörung erzeugen und Angst machen.
Und die Autoren verdienen mit der Angst der Menschen wohl ganz gut. Sie werben offensiv für ihre eigene Firma, die Beratungen zur „Vermögenssicherung“ anbietet. Deren Homepage lohnt einen Besuch, da man dort mitbekommt, wie einfach es ist, Plattitüden in Geld zu verwandeln.
Es gibt meiner Meinung nach einige gute Veröffentlichungen zur Finanzkrise, die sachlicher und kritischer sind. Man kann Max Ottes „Der Crash kommt“ lesen, Rajans „Fault Lines“, den Band „Kasino-Kapitalismus“ von Sinn oder sogar das reißerische SPIEGEL-Buch „Billionenpoker“. Jedesmal wird man am Ende besser orientiert und gründlicher informiert über die Probleme reden können. Sogar der Film „Let’s make money“ hilft weiter.
Aber dieses Buch von Weik und Friedrich ist nur sinnvoll, wenn man sich ärgern will, nicht wenn man etwas begreifen möchte.
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2015 2:33 PM MEST


I SELL THE DEAD- VERTRAUE NIEMALS EINER LEICHE - UNCUT
I SELL THE DEAD- VERTRAUE NIEMALS EINER LEICHE - UNCUT
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 9,49

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Humortot, 24. Juni 2013
Was für ein einfallslos runtergedrehter Streifen! Ich hatte mich auf eine Horrorkomödie à la "Shaun of the Dead" oder "Zombieland" gefreut, auf Ron Perlman und britisch-skurrile Dialoge. Aber stattdessen bietet der Film endlose Längen, untote Witze, die man noch nicht mal auf dem Schulhof erzählt hätte und profillose Darsteller. Perlman bekommt man als Standbild; gelegentlich macht er die Perlman-Grimasse und wird zum Selbstzitat. Trostlos.
Ab und zu wird eine Szene in eine Comic-Zeichnung verwandelt ohne dass man wüsste, was das soll. Überhaupt hat man den Eindruck, die Macher hätten von allem ein bisschen zusammengemischt ohne zu wissen, was sie eigentlich wollen. Splatterfans werden nicht auf ihre Kosten kommen, die Komödiengucker ebensowenig. Ein Film, der rundum enttäuscht, mit einem Ende, das so wirkt als wäre nun das Geld ausgegangen und man hätte irgendwie einen Schluss finden müssen.
Die viktorianische Ausstattung ist ganz nett und die Hammer-Zitate auch - aber das reicht einfach nicht wenn man sich an so vielen Stellen langweilt.


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