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Rezensionen verfasst von
Johnny Rotten "sid.vicious" (Bochum)

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Nacht der Vampire - Werewolf's Shadow
Nacht der Vampire - Werewolf's Shadow
DVD ~ Paul Naschy
Wird angeboten von Medien Thüringer
Preis: EUR 7,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr trashiger Horrorbeitrag aus Spanien, 21. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Nacht der Vampire - Werewolf's Shadow (DVD)
Der Leichnam von Waldemar Daninski, wird einer Autopsie unterzogen. In Daninskis Herz, befinden sich drei Silberkugeln. Als der Arzt die Kugeln entfernt, erwacht Daninski wieder zum Leben, was für andere den Tod bedeutet.

León Klimovsky hat ein Jahr nach dem schwachen Italo-Western -Bleigewitter-, mit -Nacht der Vampire- einen Horrorfilm für die untere Trash-Kiste geschaffen. Zusammen mit Paul Nashy beschreitet er den Weg der Vampire und des Werwolfs. Dieser Weg ist weniger von Angst und dem Unheimlichen gekennzeichnet, als vielmehr von Unlogik und unfreiwilligen Humor. Dieses ist allerdings nicht als schlimm zu bezeichnen, da der Film ein anderes Manko aufweist, nämlich dass sich dieser ziemlich dahin zieht und von einigen unnötigen Dialogen dominiert wird.

Positiv zu erwähnen, sind die gut ausgewählten Bauten und einige kurze, aber schön anzusehenden Landschaftsaufnahmen. Weiterhin setzt Klimovsky einige Zeitraffer ein, die innerhalb der spärlichen Vampirauftritte zum Tragen kommen.

Paul Nashy hält in der Rolle des Waldemar Daninski nicht gerade viel von Gestik und Mimik. Sein Spiel kommt eher uninspiriert rüber, vollkommen anders als später in Javier Aguirres -Die Stunde der grausamen Leichen-, in dem Nashy förmlich glänzte. In Klimovskys Film dreht Nashy erst nach der Verwandlung zum Werwolf auf. Ob man dieses als emotional gute Leistung oder als Lächerlichkeit bezeichnen soll, lasse ich mal dahingestellt.

Die Rolle der Elvira wird von Gaby Fuchs verkörpert, die ein Jahr von -Nacht der Vampire- den Part der Deidre von Bergenstein, innerhalb -Hexen bis aufs Blut gequält- zum Besten gab. Gaby Fuchs macht ebenfalls einen recht genötigten, fast gequälten Eindruck und spielt ihren Part, eher lapidar dahin. Barbara Capell wirkt in der Rolle der Genevieve Bennett schon ein wenig erfrischender.

Fazit: Was bleibt zu sagen? Der Film hat zwar einen gewissen Wohlfühlfaktor, hält allerdings wenig von Logik und Spannung.

-und wenn auch noch so viele Nebelschwaden (oder sind es Staubwolken?) am Grabe der Countess Wandesa Dárvula de Nadasdy zu Tage treten, ein unheimliches Gefühl, kann irgendwie trotzdem nicht erzeugt werden.

2,5 Punkte

Zusätzliche Anmerkung: Die hier angebotene Version ist ungeschnitten.


Das Gasthaus an der Themse
Das Gasthaus an der Themse
DVD ~ Joachim Fuchsberger
Preis: EUR 8,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gestatten, Gubanow- Gewürze Im- und Export, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Gasthaus an der Themse (DVD)
An der Themse kommt es zu einigen Morden, die auf das Konto eines Harpunenkillers gehen, den Scotland Yard, den Hai nennt. Die Spuren führen Flussinspektor Wade, der für Scotland Yard ermittelt, zu einer Spelunke namens Mekka. Die Nichte der Besitzerin Nelly Oaks, scheint mehr zu wissen, als sie zugibt und Wade weiß, dass er auf der richtigen Fährte ist.

-Das Gasthaus an der Themse- ist eine wirklich gelungene Wallace-Verfilmung, der es im Prinzip an Nichts fehlt. Es gibt nächtliche, Nebeldurchzogene Außenaufnahmen, die eine schaurig, schöne Atmosphäre hervorrufen. Die klassischen Gruselelemente, welche eigentlich immer in einer Wallace-Verfilmung willkommen sind, eine gute Story und gute Darsteller.

Joachim Fuchsberger spielt die Rolle des Inspektors, Wade wirklich gut. Er ist selbstbewusst, draufgängerisch und verzichtet auf ein tölpelhaftes Verhalten, wie er es 2 Jahre später in -Der Hexer-, an den Tag legte. Für solche Parts bleibt schließlich Eddi Arent als Barnaby, der auf bekannte Weise, seinen etwas anderen Humor einbringt. Im Vergleich zu manch anderen Wallace-Verfilmungen, wie z.B. -Zimmer 13-, driftet Arent allerdings nicht ins Negative. Man akzeptiert seinen Part und wird nicht genervt.

Der weibliche Part wird von Brigitte Grothum als naive, verängstigte und verunsicherte Leila Smith, ebenfalls gut vermittelt. Das Gleiche gilt für Elisabeth Flickenschildt, die den Part der zwielichtigen und berechnenden Nelly Oaks verkörpert. Ein Highlight ist wie erwartet, Klaus Kinski in der Rolle des Gregor Gubanow, dessen wundervolle und seinerseits, häufig getätigte Aussage: Gestatten, Gubanow Gewürze Im- und Export, immer wieder ein Lächeln in den Mundwinkeln des Zuschauers erzeugen kann.

Fazit: Ein atmosphärischer und spannender Film, der den Zuschauer bis zum letzten Moment bestens unterhält und in dem Wand und Standuhren, das nahende Unheil einläuten.


Zimmer 13
Zimmer 13
DVD ~ Joachim Fuchsberger

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige und hochspannende Wallace-Verfilmung, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Zimmer 13 (DVD)
Der Privatdetektiv Johnny Grey wird von einem Abgeordneten beauftragt, dessen Tochter zu beschützen. Ein bekannter Verbrecher, bedroht die beiden. Er fordert die Unterstützung bei einem Raubüberfall. Als es zu Toten kommt ist auch Scotland Yard gefordert.

Zimmer 13 ist eine, aus meiner Sicht etwas andere, Wallace-Verfilmung. Harald Reinl verzichtet eher auf bekannte Gruselelemente und setzt eher auf Suspense. Ein Endergebnis, das sehr ernst daherkommt und richtig gut umgesetzt wurde. Wenn da nur nicht dieser völlig überflüssige Part von Eddi Arent als Dr. Higgins gewesen wäre. Arent passt mit seiner unangebrachten Slapstick, in keiner Weise, in das Bild dieses Films. Es ist dermaßen überflüssig, dass man sehr verärgert ist, wenn Arend ins Bild kommt, um einen seiner Antischerze in das ansonsten hervorragende Gesamtbild zu werfen.

Reinl muss man hoch anrechnen, dass innerhalb des Films keine Lücken bleiben, die vereinzelnd aus Wallace-Verfilmungen gewohnte Unlogik bleibt außen vor. Es gibt Situationen, die fraglich erscheinen, aber zum Ende erklärt werden. Demnach lobende Worte an das Drehbuch von Quentin Philips. Es passt einfach alles zusammen, außer der erwähnte Eddi Arent stört.

Karin Dor überzeugt als undurchsichtige Denise Marney und dem Rätsel um den Tod ihrer Mutter. Es ist ein kleiner Hauch von Rebecca, der dem Film von Reinl eingehaucht wurde. Ein kleiner Hauch der die Suspense innerhalb des Films würzt und zum Ende Wahrheiten an den Tag treten lässt, die gar Giallo-ähnliche Züge annehmen.

Joachim Fuchsberger hält sich in der Rolle des Privatdetektivs John Gray eher dezent zurück, als sich in den Vordergrund zu spielen. Der Film hat eh zwei Bezugspunkte, in der Form zwei parallel laufender Geschichten, zu bieten. In einem solchen Fall, bedarf es keiner Selbstdarstellung oder einer unnötigen Vohrer Mentalität, wie in z.B. Der Hexer. Zimmer 13 geht ganz andere Wege, die sich als düster und steinig erweisen und den Zuschauer wirklich begeistern können.


Neues vom Hexer
Neues vom Hexer
DVD ~ Heinz Drache
Preis: EUR 8,29

4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut, wie der großartige Vorgänger, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Neues vom Hexer (DVD)
Lord Curtain wird ermordet. Der Täter richtet es so ein, dass der Verdacht auf den Hexer fällt. Der Hexer erfährt von dem Verdacht und macht sich von Australien, auf den Weg nach London, um der Sache auf den Grund zu gehen. Inspektor Wesby, der in den Fall ermittelt, stellt schnell fest, dass der Hexer nicht für den Mord verantwortlich sein kann.

Die Fortsetzung vom Hexer, geht sehr rasant los. Es werden einige Morde praktiziert, aber es hapert ein wenig mit der Logik. Der Film nimmt teils schon parodistische Züge an und verlässt so das Grundschema seines Vorgängers, der definitiv etwas ernster genommen werden wollte. Ein Sachverhalt, der dem Nachfolger nicht allzu gut zu Gesicht steht. Selbstverständlich wird ein unterhaltsamer und kurzweiliger Beitrag geboten, jedoch muss sich dieser immer, ein Messen mit seinem Vorgänger gefallen lassen. Genug der angestrebten Vergleichsmomente.

Neues vom Hexer hat, wie bereits oben erwähnt, einiges an interessanten Situationen zu bieten. Gerade die ersten 65 Minuten sind dafür ein reichhaltiger Brunnen. Dann verlässt der Film ein wenig seinen eigentlichen Weg und findet erst im Finale zu diesem zurück. Was u.a in dieser Anfangsphase geboten wird, ist ein wie immer brillanter Klaus Kinski, in der Rolle des Dieners Edwards. Sein unnachahmliches: Noch einen Wunsch, Mylady? ruft den Zuschauer spätestens beim zweiten Aussprechen, zu stehendem Applaus auf. In einer Szene bringt Kinskis Lieblingssatz, gepaart mit dem Läuten der Standuhr, selbst Lady Aston an den Rand eines Herzinfarktes. Kinski bringt, trotz seiner Wortkargheit, massig an guten Momenten in den Film ein. Seine Art des Harfenspiels und das allgemeine Auftreten in den unterschiedlichen Situationen, sind aller Ehren Wert.

Des weiteren muss das Spiel von Barbara Rütting als Margie Fielding lobend erwähnt werden. Barbara Rütting spielt ihre Rolle überlegt, selbstbewusst und sehr ansprechend. Ihre etwas seltsame Frisur, sollte Niemand bemängeln, schließlich waren andere Zeiten und Modegegebenheiten angesagt und man sollte sich an solchen Lappalien auch nicht hochziehen. Bevor gänzlich der Faden verloren wird: Barbara Rütting macht ihre Sache sehr gut, kann allerdings nicht den Charme und die Optik, einer außer Frage stehenden, Karin Dor erreichen.

Heinz Drache als Inspektor James W. Wesby, hat mir im Vorgänger, als er sich doch noch als Kommissar James W. Wesby vorstellte, besser gefallen. Dieses mag auch daran liegen, dass er innerhalb der Fortsetzung, keinen überforderten Higgins um sich herum hat, den er stets mit sarkastischen Belehrungen, zu recht weisen konnte.

Fazit: Ein gutes Sequel mit parodistischen Zügen, das in machen Situationen ein wenig zu überspitzt wird und somit den Status seines Vorgänger nicht gefährden kann.


Der Hexer
Der Hexer
DVD ~ Joachim Fuchsberger
Preis: EUR 8,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Wallace-Klassiker, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hexer (DVD)
Die Sekretärin des Rechtsanwalts Maurice Messer, findet heraus, dass dieser in einem Ring von Mädchenhändlern verstrickt ist. Kurz darauf wird sie getötet. Ihr Bruder hat derweil angekündigt nach London zu kommen, um den Tod seiner Schwester zu rächen. Ein Fall für Scotland Yard, denn es handelt sich um den lang gesuchten Hexer.

Der Film entstand 1964, nach der Romanvorlage und dem gleichnamigen Theaterstück: The Ringer. Alfred Vohrer verzichtet in seiner Verfilmung auf flachen Humor und geht recht ernsthaft zu Werke, dass nebenher die ein oder andere unfreiwillig komische Sequenz entstand, sei nur beiläufig erwähnt. Letztendlich handelt es sich um eine sehr guten deutschen Krimi.

Die Darstellerriege erweist sich als durchaus gut gewählt. Heinz Drache vermittelt den Charakter, James W. Wesby überzeugend, sympathisch und recht zwielichtig. Siegfried Lowitz geht als Inspektor Warren, sehr sachlich zu Werke. Sophie Hardy (kennt man auch aus Winnetou 3) als naive Elise Penton und Joachim Fuchsberger als deren Freund und kleine Nervensäge: Inspektor Higgins. Das Elise, Inspektor Higgins mit Higgi anspricht, zeigt schon wie viel Respekt man vor dem Inspektor haben muss. Inspektor Higgins will viel, eigentlich will er alles allein lösen, aber irgendwie verfängt er sich stets in Unüberlegtheit und unangebrachter Tollkühnheit. Eine Person, die sich von James W. Wesby, schon den ein oder anderen, Veralberungsspruch gefallen lassen muss.

Es ist wirklich gelungen, wie Vohrer in seinem Film die Spuren auslegt, den Zuschauer auf verschiedene Fährten lockt, um dann zu sagen: Nein, so nun auch wieder nicht. Das Rätsel bleibt bis zum letzten Moment offen, so wie es sich für einen guten Film, dieser Machart gehört.

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer und spannender Wallace-Film, der den Zuschauer zum Miträtseln animiert und einiges an Freude bereitet.


Die blaue Hand
Die blaue Hand
DVD ~ Harald Leipnitz

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Wallace-Verfilmung, mit einem brillanten Harald Leipnitz, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Die blaue Hand (DVD)
Der angebliche Mörder Dave Emerson wird aus der Irrenanstalt befreit. Der ihm folgende Wärter wird anschließend im Schloss, in dem Dave wohnhaft ist und in das er flüchten konnte, umgebracht. Da Daves Zwillingsbruder Richard verschollen ist, kann Dave dessen Position einnehmen ohne das es vorerst Jemand merkt.

Ein Mörder mit einem Handschuh, an dem Messer befestigt sind? Eine Irrenanstalt? Irgendwo ist mir das doch schon mal in den 80ern begegnet. Seis drum-

Nach Die Gruft mit dem Rätselschloß und Der unheimliche Mönch ist Die blaue Hand leider der dritte und letzte Wallace-Film, in dem Harald Leipnitz den Inspektor verkörpert. Denn wie man es erwartet, macht Leipnitz seine Sache erneut sehr gut. Das Zusammenspiel zwischen ihm um Siegfried Schürenberg als Sir John, ist allerdings nicht ganz so brillant wie in Der unheimliche Mönch.

Klaus Kinski zeigt in der Doppelrolle als Dave und Richard Emerson ebenfalls dass, was man von ihm, als Ausnahmeschauspieler erwartet. Besonderer Dank gilt Alfred Vohrer und Horst Wendlandt, dass man Diana Körner für die Rolle der Myrna Emerson auswählte und nicht Ursula Glas. Ein Sachverhalt der mich persönlich noch wesentlich entspannter, in das ohnehin gemütliche Vohrer-Ambiente, gehen ließ. Ein Ambiente, das mit der Präsentation seiner Locations und Kulissen absolut gut vermittelt wird.

Die blaue Hand ist eine Wallace Verfilmung, die Abstand vom Humor nimmt und eher der Ernsthaftigkeit nahe steht. Ausgeschlossen ist davon, der überflüssige Schlusskommentar, der Werbung für den folgenden Wallace-Film, Der Mönch mit der Peitsche, macht. Die blaue Hand konzentriert sich zentral auf seine Story und darauf dessen Spannungsbögen zu präsentieren. Um dieses zu erreichen, ist Harald Leipnitz genau der richtige Darsteller des Inspektors. Leipnitz stellt keine unnötigen und dummen Fragen, ist konsequent und setzt seinen Willen und seine Absichten überzeugend durch.

Was noch bleibt ist der unbekannte Mörder mit dem Vorgänger des Freddy Krüger Handschuhs. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Films, der den Zuschauer atmosphärisch erfreut. Ein unbekannter Kapuzenträger, der vom Publikum schnell zum Bezugspunkt und Sympathieträger wird.

Fazit: Sehr gute Wallace-Farbverfilmung, die nicht so verworren ist, wie manch andere Farb-Verfilmungen aus der Reihe. Dieser Film kann was.


Der Hund von Blackwood Castle
Der Hund von Blackwood Castle
DVD ~ Heinz Drache
Wird angeboten von digitaldisc
Preis: EUR 22,84

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wallace-Verfilmung mit parodistischen Zügen, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hund von Blackwood Castle (DVD)
Jane erbt, nach dem Ableben ihres Vaters, das Anwesen Blackwood Castle. Der anwesende Anwalt rät ihr zum Verkauf, welchen sie umgehend ablehnt. Es tauchen nach und nach immer mehr Fremde auf, die an dem Schloss interessiert sind, dass diese später auf mysteriöse Art und Weise zu Tode kommen, zwingt Scotland Yard zu Ermittlungen, in denen massig Verdächtige verstrickt sind.

Die 25. Wallace Verfilmung der Nachkriegszeit, ist ein Beitrag der sich zum Teil an Wallace orientiert und weiterhin an Arthur Conan Doyles, Der Hund von Baskerville. Eine Produktion, die neben einem schaurig schönen Ambiente, mit Nebelschwaden und alten Gemäuern, auch eine gehörige Portion Humor zu bieten hat. Eine Art Humor, der für machen übertrieben, aber für den geeigneten Zuschauer, absolut unterhaltsam ist. Für diesen Sachverhalt sorgen die ein oder anderen Darsteller und ihre manchmal beeindrucken Dialoge.

"Habt ihr nicht auch einen Hund gehört?"
"Einen Hund?"
"Du hörst doch, was ich sage. Ich sagte einen Hund."
"Ich hörte keinen Hund."
"Dann kann es nur daran liegen, dass du schwerhörig bist!"
"Und Sie, Doc?"
"Nein, Mylady, auch ich habe keinen Hund gehört."
"Dann hat Sie der Whisky taub gemacht. Es war ein... ein unheimliches Heulen... und kam direkt von Blackwood Castle herüber.

Einfach nur herrlich. Agnes Windeck als Lady Agathy Beverton, Gott habe sie seelig. Eine Art Humor, angesiedelt zwischen schwarzer, englisch Kost und dem Wirken des Hamburger Ohnsorg Theater. Ein Hauch der Ödipuss-Scrabble-Mentalität. Großartig.

Heinz Drache haut auch einen absoluten Brüller raus, im Stile von: Ich ging spazieren und bin nun hier und oho dort liegt eine Leiche. Während er dieses ähnliche Zitat von sich gibt, betritt er unangemeldet das Schloss. Eine Eigenschaft, die fast Jeder in diesem Film mit sich bringt. Ständig taucht jemand neues in Schloss auf und vereinzelnd nicht nur durch die Haustür. Allerdings ist den Personen im weiteren Verlauf auch schon der Tod gewiss.

Host Tappert wirkt als Douglas Fairbanks, alles andere als kühl und überlegt. Er ist ein nervöser Hektiker, der mit jeder kleinen Situation überfordert ist. Weit entfernt von einem Oberinspektor Stephan Derrick. Aber auch dieser schauspielerische Part bereitet einiges an Vergnügen. Eben, Vergnügen- und wo bleibt das eigentliche Element, der Spannungsfaktor? Nun, dieser ist durchaus vorhanden, die Story ist gut angelegt und birgt eine akzeptable, wenn auch absehbare Lösung. Allerdings ist, der eigentliche Spannungsmoment eher rar gesät und unterwirft sich eher dem unterkühlten schwarzen und dem ebenfalls vorhandenen, eher ungewollten Humor. Wem so etwas gefällt, der wird sich köstlich amüsieren


Der unheimliche Mönch
Der unheimliche Mönch
DVD ~ Harald Leipnitz

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Wallace-Verfilmung, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der unheimliche Mönch (DVD)
Der Schlossherr von Darkwood liegt im Sterben. Vor seinem Ableben, setzt er seine Enkelin Gwendoline, als Alleinerbin ein. Natürlich sind die Verwandten des Toten nicht davon begeistert und wollen Gwendoline um ihr Erbe bringen. Ein weiteres Problem ist ein Mönch, der im und um das Schloss herum, für Morde verantwortlich ist und der Scotland Yard vor ein Rätsel stellt.

Harald Reinl hat mit Der unheimliche Mönch, einen wirklich großartigen Film geschaffen. Einen Film an dem es Nichts auszusetzen gibt. Die Story ist spannend angelegt und wird von sehr guten Darstellern/ innen vermittelt. Sehr erwähnenswert ist das Spiel von Harald Leipnitz als Inspektor Bratt. Harald Leipnitz verkörpert die Rolle des Inspektors in einer überlegten und geradlinigen Weise. Leipnitz ist konsequent, weiß was er will und wird zu einem überzeugenden Leiter eines Kriminalratespiels. Ihm zur Seite steht ein ebenfalls überzeugender Siegfried Schürenberg als Sir John. In der Tat ein wirklich großartiges Kriminalistenpaar, welches durchgehend harmoniert. Bei diesem Zusammenspiel, stimmt kurz gesagt Alles. Den bösen Part bestreiten, Hartmut Reck als Ronny, dem man den schmierigen, auf junge Mädchen abfahrenden Widerling jederzeit abnimmt. Siegfried Lowitz als Sir Richard, der sich durch Gewieftheit auszeichnet und den anderen geistig überlegen ist. Dazu kommen Ilse Steppat als Lady Patricia und Dieter Eppler als Sir William. Die genannten sind allesamt skrupellos, wenn es ums Geld oder die Scheinheiligkeit ihres Adels geht.

Weiterhin muss auch Rudolf Schündler als Alfons Short genannt werden, den man schnell für einen geistig Verwirrten hält. Karin Dor macht in der Rolle der Hauptperson, Gwendolin einen wie erwartet überzeugenden Eindruck. Karin Dor verkörpert die Rolle so, wie man es von einer sehr guten Darstellerin, was sie zweifelsohne ist, erwartet. Addi Arend hält sich innerhalb des Films, für seine Verhältnisse, sehr zurück. Der Auftritt von Ursula oder Uschi Glas, ist recht kurz, so dass man die Toleranz walten lassen und den Deckmantel des Schweigens darüber legen kann. Einen weiteren Kurzauftritt hat übrigens Dunja Rajter.

Atmosphärisch weiß der Film sehr zu gefallen. Sein schwarz/ weiß Ambiente passt ganz einfach zu ihm. Ein sehr guter Unterbau für, im Prinzip zwei parallel laufende Geschichten, welche miteinander verknüpft sind und der Mönch in beiden Fällen zum Tragen kommt. Als kleines Bonbon, bietet Alfons Short noch Giuseppe Verdis, Va, Pensiero als Tonbandaufnahme an. Eine Komposition, die nicht durch die Fischer-Chöre für meine persönliche Begeisterung sorgte, sondern durch Dario Argentos Musikeinspielung in Horror Infernal. Nein, Argento hat nicht aus Reinls Film abgekupfert (diese Aussage würde zu weit führen), aber er wird den Reinls Film ebenso mögen, wie es bei mir der Fall ist.

Fazit: Ein spannender Wallace-Film ohne flachen Humor, geradlinig und von sehr guten Hauptdarstellern dominiert. Ein Klassiker des deutschen Films, der Alles richtig macht.


Im Banne des Unheimlichen
Im Banne des Unheimlichen
DVD ~ Joachim Fuchsberger

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Film, den man nicht immer ernst nehmen sollte, 4. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Im Banne des Unheimlichen (DVD)
Sir Oliver Ramsey wird die letzte Ehre in einer Kapelle erwiesen. Als man seinen Sarg in die Gruft tragen will, ertönt ein lautes Lachen, dass man dem Geist von Sir Oliver zuordnen will. Sein Bruder ist sogar der Meinung, dass Sir Oliver als Untoter umgehen würde. Als es zu den ersten Todesopfern kommt, geht Scotland Yard der absurden Spur auf den Grund.

Was etwas wirr klingt, ist auch ein wenig wirr in seiner Umsetzung. Diese Worte sollte man, wenn man mich als Schreiberling kennt, nicht unbedingt als negativ ansehen, da dieser Film einiges an Unterhaltung zu bieten hat. Dieses ist allerdings u. a. auf einige Momente des unfreiwilligen Humors zu führen. Das Highlight ist demnach wohl Peter Mosbacher als Ramiro. Ramiro hat ein grünes Gesicht im Stile von Hulk und man sagt innerhalb des Films wirklich, dass ein solches Äußeres in Indien normal sein. Ah ja, da haben wir ja zumindest schon wieder was dazu gelernt. Unglaublich ist es auch, das Wolfgang Kieling in der Rolle des Sir Cecil Ramsey, anscheinend tatsächlich der Meinung ist, er würde von einem Skelett bedroht. Nichts gegen die Maskerade, dass ist absolut okay und erinnert mich an die US Punk-Band Misfits, aber wollte Cecil Ramsey dem Zuschauer wirklich weismachen, dass er von einem Toten angegriffen wird?

Hubert von Meyerinck wirkt auf mich in der Rolle von Sir Arthur, wie ein überzogener Klon von Sir John, sprich Siegfried Schürenberg. Habe ich mich in der Vergangenheit mal negativ zu Siegfried Schürenberg geäußert, so sein diese Aussage hiermit revidiert. Fakt ist nämlich, dass es Hubert von Meyerinck extrem übertreibt und sehr albern, wenn nicht gar penetrant, wirkt.

Fuchsberger spielt seinen Part, wie immer routiniert runter und glänzt mit der ein oder anderen wörtlichen Spitzfindigkeit, allerdings ohne dabei Oberlehrerhaft zu wirken. Der weibliche Part, sprich die Rolle der Peggy Ward wird von einer, mir absolut unbekannten, Siw Mattson verkörpert, die ihre Sache aber auch recht ordentlich macht. Ein optisches Highlight hat der Film allerdings zu bieten, nämlich Ewa Strömberg als Bibliothekarin. Ein minimaler, aber sehr ansprechender Auftritt.

Was das Handwerkliche anbelangt, so weist Im Banne des Unheimlichen, eine sympathische Atmosphäre auf. Nett ausgewählte Requisiten, verschönern die konventionellen und schaurig schönen Kulissen. Bei den Außenaufnahmen läuft die Nebelmaschine übrigens auf Hochtouren.

Was bleibt zu sagen? Ein unterhaltsamer Film, mit einigen farblich herrlichen Bildern und schönen Kulissen, der neben seiner Spannung auch einiges an gewolltem und ungewolltem Vergnügen, vermitteln kann.


Der grüne Bogenschütze
Der grüne Bogenschütze
DVD ~ Gert Fröbe
Preis: EUR 8,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus meiner Sicht eine sehr gute Wallace-Verfilmung, 22. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der grüne Bogenschütze (DVD)
Es kommt zu einigen Todesfällen, für die ein Bogenschütze verantwortlich gemacht wird. Scotland Yard sucht nach einem grünen Bogenschützen und kann schnell feststellen, dass die Lösung über den Amerikaner Abel Bellamy zu finden ist. Allerdings gibt es zahlreiche Verdächtige.

Jürgen Roland hat mit -Der grüne Bogenschütze- einen originellen Film geschaffen, der in der Wallace-Fangemeinde, einen Kultstatus genießt. Zu diesem Status tragen einige gut eingesetzte Elemente bei. Spannung, Ironie und eine Prise Selbstveralberung. Wer sich auf eine Mischung dieser Elemente einlässt, der wird hier bestens unterhalten.

Klausjürgen Wussow zeigt in der Rolle des Inspektors James Lamotte Featherstone, eine Darbietung, die mit reichlich Arroganz und übersteigerten Selbstbewusstsein getränkt ist. Wussow ist in keiner Weise der Typ, Wallace-Darsteller wie z.B. Fuchsberger. Joachim Fuchsberger konnte immer Sympathien gewinnen, Wussow hingegen ist ein Garant für Antipathien, ein von sich überzeugter Angeber ohne Überzeugungskraft. Wolfgang Völz macht in der Rolle des Wussow untergebenen, Sergeant Higgins einen besseren Eindruck. Richtig gut sind die Bösewichte Stanislav Ledinek als Coldharbour Smith und Gert Fröbe in der Rolle des Abel Bellamy. Beide geben in diesem Film wirklich alles und lassen Sympathien aufkommen. Gerade Fröbe glänzt in seiner unverkennbaren und kolerischen Art und Weise.

Die weibliche Hauptrolle und zwar die der Valerie Howett, wird von Karin Dor verkörpert und dieses macht sie richtig klasse. Kein Wunder, dass Frau Dor, einige Jahre später auch mit Hitchcock innerhalb Topas zusammenarbeitete und auch im Bondfilm -Man lebt nur zweimal- mitwirkte. Schwerpunktmäßig kennt man sie allerdings aus deutschen Produktionen, wie -Der Schatz im Silbersee-, -Der letzte Mohikaner-, -Die Schlangengrube und das Pendel-, -Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten-. Wie man schnell erkennt, Filme von Harald Reinl, mit dem Frau Dor häufig drehte. Innerhalb -Der grüne Bogenschütze- macht Karin Dor wirklich alles richtig. Eine großartige Optik und reichlich Charisma, machen Karin Dor zu einem der Highlights des Films.

Was diese Wallace-Verfilmung weiterhin auszeichnet, sind die klassischen Elemente des Grusel- sprich Horrorfilms. Schöne Schloss- und Kellerkulissen und eine reichhaltige Ansammlung an Schattenspielen.

Fazit: Ein ironischer und vereinzelnd stimmiger Film, mit fast nur guten Darstellern und einer sehr guten Story. Ein Genremix, der viel Vergnügen bereiteten kann, wenn man den Film nicht allzu ernst nimmt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2011 2:18 PM MEST


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