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Beiträge von Marc Richter
Top-Rezensenten Rang: 3.422
Hilfreiche Bewertungen: 477

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Rezensionen verfasst von
Marc Richter (Nürnberg)

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Jabra Cruiser 2 Bluetooth-Kfz-Freisprecheinrichtung (dtsch. Verpackung, dtsch. Sprachausgabe) schwarz
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Wird angeboten von handingo

4.0 von 5 Sternen Ein MP3 Blutooth- Radio für den kleinen Geldbeutel, 13. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit über mein Handy oder mp3- Player Musik auf mein Autoradio zu bekommen. Jede Möglichkeit dieses Radio zu modifizieren, zu erweitern, bin ich durchgegangen, bis ich bei diesem Produkt hängen geblieben bin.
Jeder Umbau hätte mich mehrere 100,-€ gekostet, die ich dann doch nicht bereit war auszugeben, da es letztendlich "nur" um das Musik hören im Auto geht. Also habe ich den Jaba Cruiser ausprobiert und bin vollauf zufrieden damit, auch wenn man in der Musikqualität Abstriche machen muss. Die Integration des Gerätes in das System Autoradio ist denkbar einfach: EInschalten, Verbindung mit dem Handy über Blutooth, freie Frequenz im Autoradio suchen und mit dem Radio verbinden und schon kann man Musik hören.
Einziger Abstrich: Die Musikqualität. Durch die verschiedenen Verbindungsmodi leidet die Qualität der Musik, was man bei fast allen Titeln durchgängig hört (leichtes Rauschen, bei zuviel Höhen und Tiefen setzt ein Kratzen in den Boxen ein etc.). Wer damit leben kann, bekommt hier eine besonders günstige Lösung für sein Autoradio, welche in jedem Auto einsetzbar ist, welches keine Anschlussmöglichkeiten für Smartphones oder mp3- Player besitzt.


Hotz - kreativer Klotz (18 Stück, Holz, Bauklotz, stapelbar, pädagogisch, Natur, Kindergarten, Kita, kleine Kinder)
Hotz - kreativer Klotz (18 Stück, Holz, Bauklotz, stapelbar, pädagogisch, Natur, Kindergarten, Kita, kleine Kinder)
Wird angeboten von Neue Freunde
Preis: EUR 22,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreatives Holzspielzeug, 13. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Durch unsere zwei Kinder ist uns schon viel Holzspielzeug unter die Finger geraten und dieses gehört eindeutig zu der Kategorie der Besten. Obwohl es eigentlich "nur" 18 simple Holzklötze sind kann man mit ihnen in unendlicher Vielfalt Türme bauen, Figuren basteln oder einfach in andere Spielzeuge integrieren.
Die Verarbeitung gehört zur Oberklasse. Dem Augenschein nach aus festem massiven Holz fertigt, keine Leimstellen oder ähnliches zu sehen, was auf eine andere Verarbeitung hindeutet außer aus dem vollen Fräsen.

Volle Empfehlung für Kinder ab 4-5 Jahre. Jünger würde auch schon gehen, aber da können die Kinder mit dem Konzept der Bauklötzer noch nichts anfangen.


FALKE Airport Kniestrumpf 15435 Herren Kniestrümpfe, Gr. 43-44, Blau (Darknavy-6370)
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Preis: EUR 16,95

5.0 von 5 Sternen Angenehm zu tragen, 13. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Strumpf lässt sich sehr angenehm tragen. Wurde bei relativ warmen Wetter unter dem Anzug den ganzen Nachmittag und Abend getragen und war nicht spürbar. Nach dem Ausziehen gab es keine Einschneidespuren und auch der Geruch, den man sonst von den Synthetik- Socken kennt, hielt sich enorm in Grenzen. In Verbindung mit einem schicken Anzug und einem klassichen Lederschuh kann ich diese Strümpfe nur empfehlen.


LUQX Bartpflegeset - Bartbürste & Fonex Bartshampoo, Bartconditioner, Bartöl, Bartwax & Tasche
LUQX Bartpflegeset - Bartbürste & Fonex Bartshampoo, Bartconditioner, Bartöl, Bartwax & Tasche
Wird angeboten von Fonex
Preis: EUR 39,98

5.0 von 5 Sternen Bartpflege deluxe, 13. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte schon länger vor, mich mit Bartpflege und den dazugehörigen Produkten zu beschäftigen. Hype hin, Hype her. Genauso wie man seine Haare auf dem Kopf wäscht, schneidet und pflegt, sollte man das auch mit seinen Barthaaren tun, sofern man sich einen stehen lässt.
Die Produktlinie von LUQX ist die erste dieser Art, die ich ausprobiert habe und die mich sofort begeistert hat. Kam ich bisher beim Friseur mit der Bartpflege in Berührung, konnte ich das nun in aller Ruhe zu Hause ausprobieren.

Das Bartshampoo lässt sich angenehm auftragen, riecht angenehm und hinterlässt, sofern etwas in den Mund gerät keinen komischen Geschmack. Der Bart ist danach etwas weniger stopelig als sonst und wirkt angehm gepflegt. Das Bartöl plus die Anwendung der Bartbürste lässt schwer beschreiben. Aus den bisherigen Erfahrungen kann ich soviel sagen, dass sich durch die Anwendung beider Komponenten der Bart jeden Tag besser anfühlt, gepflegter aussieht und auch die Haut unter dem Bart spürbar besser reagiert (weniger Jucken zum Beispiel).

Insgesamt eine Empfehlung, auch wenn ich bisher nicht das komplette Set ausprobiert habe. Der Preis ist in meinen Augen angemessen für das, was man geboten bekommt.


Trunki Koffer für Kinder Bernard
Trunki Koffer für Kinder Bernard
Preis: EUR 48,53

4.0 von 5 Sternen Zum Spielen und Reisen gut geeignet, 13. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Trunki Koffer für Kinder (Luggage)
Diesen Koffer (und ein anderes Modell) haben wir für unsere kleinen Mäuse bestellt, da es bald in den ersten gemeinsamen großen Urlaub geht. Das Platzangebot ist riesig. Da können beide viel Spielzeug, Bücher, Klamotten etc einpacken und werden trotzdem nicht alles benötigen.
Die Verarbeitung ist mehr als solide und macht auch optisch etwas her. Die Verschlüsse sind aus Plastik und machen auf mich nicht gerade den Eindruck, dass sie lange halten werden. Der Koffer wurde auch schon für diverse Rennen durch die Wohnung verwendet - Test bestanden.

Wie die beiden Koffer auf der Flugreise abschneiden werden und ob sie wirklich, wie in der Beschreibung angegeben, als Handgepäck durchgehen, werde ich in einem Update zu dieser Produktbewertung schreiben.

Bisher ist es ein gut durchdachtes Kofferkonzept, welches einen stabilen Eindruck hinterlässt und mit den kleinen Details punktet, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Schwachstelle bisher: Der Verschluss.
Der erste kleine Härtetest war ein Kurztrip und den haben die Koffer schadlos überstanden.


Sophia, der Tod und Ich
Sophia, der Tod und Ich
von Thees Uhlmann
  Audio CD
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön, schön, schön. Toll, Toll, Toll., 25. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Sophia, der Tod und Ich (Audio CD)
Schnarren, dass ist das erste Wort, welches einem einfällt, wenn man Thees Uhlmanns Stimme beim Erzählen lauscht. Schnarrend gibt sie ihren Text von sich, immer in derselben Tonlage, kaum Betonungen der unterschiedlichen Sprechrollen, manchmal hastig, sprudelt der Text aus der Kehle des Erzählers. In bestimmten Passagen überschlägt sie sich gar und als Zuhörer ist ein Folgen des Textes in diesen Situationen schier unmöglich. Und doch erzeugt es auf eine faszinierende Art und Weise Spannung, die es beim Lesen des gedruckten Wortes nicht gegeben hätte. Diese Stimme nun, sie erzählt von einem Mann, der als Altenpfleger arbeitet, dessen Namen wir nicht erfahren und an dessen Tür eines Tages der Tod steht und sagt, der Erzähler hätte noch 3 Minuten zu leben, hätte alle Wünsche frei, die ihm einfallen würden und das er nur diese 3 Minuten Zeit hat, die geäußerten Wünsche zu nutzen oder erfüllt zu bekommen. Doch es kommt anders, als es der Tod eingeplant hatte, denn noch jemand steht vor des Erzählers Tür und klingelt. Das verschafft dem Tod, dem Fährmann zwischen den Welten, zu seinem eigenen Erstaunen eine Zeit auf der irdischen Welt ein, die er in den tausenden von Jahren seines Schaffens noch nie hatte. Vor der Tür steht Sophia, des Erzählers Ex- Freundin, die ihn daran erinnert, dass sie beide zusammen die Mutter des Erzählers besuchen wollten. Daraus ergeben sich von nun an sehr skurrile Situationen. Der Tod lernt die Vorzüge menschlichen Daseins auf der Erde kennen, Sophia und der Erzähler keifen sich erst voll und, verbunden durch die Situation, kommen sie sich wieder näher, die Mutter kann nicht glauben, dass ihr Sohn mehr Worte mit ihr wechselt als in den Jahren zuvor. Als Zuhörer beziehungsweise Leser erfahren wir auch, dass der Leser einen siebenjährigen Sohn hat, der mit der Mutter des Kindes bei ihren Eltern lebt. Vom Tod erfährt er, dass durch das wider Erwarten längerdauernde Engagement des Eintreibers der Sterbenden ein neuer Anwärter auf diesen Posten ins Spiel gekommen ist und dieser will sich Johnny, den Sohn des Erzählers, holen. Also treten der Erzähler, der Tod, Sophia und die Mutter des Erzählers eine Reise in den Süden an, um den Sohn vor dem Tod zu bewahren. Eine Reise voller lustiger Anekdoten, seltsamer Rückblicke und einem Erzähler, der dem Tod buchstäblich in die Augen schaut.

Dieses Hörbuch ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein Text wirkt, wenn er vorgelesen wird. Stünde das Buch alleine zur Debatte, würde eine Bewertung eingehen, die von wohlwollend bis leicht negativ ausgefallen wäre. Doch zum Glück rettet vor allem die als schnarrend charakterisierte Stimme Thees Uhlmanns diese Geschichte und macht das Hörbuch zu einem Erlebnis, welches im Gedächtnis haften bleibt. Auch wenn er hastig über die Seiten gleitet, über 300 Seiten in knapp 5h zu lesen ist schon eine Referenz, kann man dem roten Faden der Geschichte folgen und die Stimme trägt den Text trotz ihrer Monotonität. Der hamburgerische Einschlag in der Stimme scheint bei Thees Uhlmann in jeder Silbe durch, was es besonders in den Passagen, in denen er sich überschlägt, zwar schwer macht, ihn zu verstehen und es ist trotzdem ein Spaß diesem Mann zuzuhören. Es kann sogar an manchen Stellen passieren, sofern man dem Humor zuträglich ist, dass man aufpassen muss den gerade getrunkenen Kaffee (oder irgendein anderes Getränk, welches man gerade zu sich nimmt) nicht prustend wieder von sich zu geben. Trotz der Thematik, dass der Erzähler dem Tode geweiht ist und er seinen Sohn retten muss, ist Thees Uhlmann ein Buch voller heiterer Momente gelungen. Besonders dann, wenn der Wortwitz zündet, was durch das Vorlesen besser klappt, als wenn das Buch selber gelesen werden muss. Ein Buch wie gemacht für Bestsellerlisten und ebenfalls für kontroverse Diskussionen, denn der dargebotene Humor wird nicht jedermanns Geschmack treffen. Es erheitert den Leser für den Moment, wird aber nicht als Dauergast im Gedächtnis haften bleiben. Soll eine Empfehlung ausgesprochen werden, ob es eher das Hörbuch oder die gedruckte Version sein soll, steht am Ende dieser kleinen Besprechung: Greift zum Hörbuch, es ist die bessere Entscheidung.


Heilige Kuh: Roman
Heilige Kuh: Roman
von David Duchovny
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu formelhaft im Aufbau, komische Innenansichten einer Kuh, 13. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heilige Kuh: Roman (Gebundene Ausgabe)
David Duchovny. Wer in den 90ern das Fernsehen für sich entdeckt hat und dabei bei Akte X hängen geblieben ist, der wird sich mit wohligem Schauer diesen Namen vorsagen und an seelige TV- Abende zurück erinnern, bei denen man sich wohlig gruseln konnte und einem TV-Ereignis beiwohnte, dass bis heute seine Fühler ausstreckt. Dieser Name ist untrennbar mit 2 Charakteren verbunden, denen ich gerne folgte – Fox Mulder und Hank Moody, seine zweite große Serienrolle, die er in den letzten Jahren gespielt hatte. Passenderweise war die Rolle Hank Moody ein Schriftsteller auf Abwegen, der sich mit seinem Großmaul und seiner Ehrlichkeit viele Türen zugeschlagen hatte. Das David Duchovny vor seiner schauspielerischen Karriere sogar an einem Doktor in der Literatur gearbeitet hatte und diesen zugunsten seines Erfolges auf der Mattscheibe aufgegeben hat, wissen sicher die wenigsten. Diese Leidenschaft hat Duchovny nun aufleben lassen und ein Buch geschrieben. Soviel sei vorweg gesagt, nur um den Punkt zu entkräften, dass hier einer seine Popularität nutzt, um jetzt auch auf dem Buchmarkt noch ein paar Kröten abzustauben.

Duchovny, laut Klappentext ein leidenschaftlicher Vegetarier, wollte, so kann gemutmaßt werden, mit diesem Buch ein Plädoyer für die Tiere setzen. Insbesondere die, die am meisten betroffen sind vom Schlachtwahnsinn, wobei der Truthahn als amerikanisches Symbol für Thanksgiving an dieser Stelle für den europäischen Leser mal ausgenommen werden soll. Worum geht es also? Die Kuh Elsie lebt ein recht zufriedenes Leben auf einem Bauernhof irgendwo in den USA. Sie hat es gut, bekommt täglich ihr Futter, Zuwendung vom Bauern und seiner Kinder und sie hat Freunde auf dem Bauernhof. Es ist also alles gut bestellt in ihrem Leben. Über gewisse Unregelmäßigkeiten, so zum Beispiel das plötzliche Verschwinden ihrer Mutter, sieht sie hinweg und misst dem Ganzen keine große Bedeutung bei. Eines Tages ergibt sich die Möglichkeit, den Stall zu verlassen. Elsie wie diese Gelegenheit nutzen, um mit einer Freundin bei den Bullen vorbeizuschauen und um mit ihnen zu flirten. Doch irgendwie ist Elsie nicht soweit und statt dessen geht sie zum Haus des Bauern, um zu sehen, was die Menschen so treiben. Das sieht sie in den sogenannten Schachtelgott, den die Menschen anzubeten scheinen. Es läuft eine Dokumentation, wie es zu der Zufall halt so will, über die Schlachtung von Kühen und die wahren Beweggründe ihrer Haltung. Schlagartig wird Elsie klar, was ihr auf dem Hof immer merkwürdig vorkam. Sie fasst einen Plan. Eine Flucht spielt darin eine Rolle und das Land Indien, in dem die Kühe als heilig angesehen werden und sie so einer Schlachtung entgehen kann. Da Elsie auf Hilfe angewiesen ist, werden ein Schwein (Schalom) und ein Truthahn (Tom) ihre Begleitung sein. Ab da wird es erst richtig turbulent und das Weltbild, welches sich die drei Tiere gemacht haben über ihre jeweiligen Ziele, wird gehörig auf den Kopf gestellt.

Ein Roman mit einer Kuh als Hauptrolle? Mit selbstreflektierenden Gedanken? Mit Fluchtreflex? Kann das funktionieren? Es kann, wenn man sich auf gewisse Dinge einlässt. Es sind diverse Punkte dabei, die dem Leser störend auffallen könnten. Das hängt aber immer davon ab, aus welchem Blickwinkel der Moral das Geschehen betrachtet wird. Als Erstlingswerk ist David Duchovny, der, wie schon angedeutet, Literaturgeschichte studiert hat, ein wunderbares Werk gelungen, indem er das Innenleben einer Kuh auf eine ironisch gebrochene Art und Weise wiedergibt und dem Leser den eigenen Ernährungsspiegel vorhält. Vieles, was er da beschreibt, ist nachvollziehbar und wenn man sich in Elsie hineinversetzt, auch logisch aufgebaut. Dabei gelingt es Duchovny zwischen Witz und Ernst gekonnt hin und herzuwechseln. Leider übertreibt er es im letzten Drittel der Geschichte mit dem Ernst, wenn zu dem ganzen Fleischesser- und Schlachtungswahnsinn, der uns Menschen umgibt, auch noch die Religionen mit ins Spiel kommen. Da überhebt er sich, denn, dass Tiere dafür zuständig sein sollen, dass im Nahen Osten plötzlich Frieden herrscht, erscheint des guten Zuviel. Bis dahin gelingt es Duchovny in einer leichten Sprache den Ernst des Lebens der Tiere in humoristische Noten zu packen. Dabei verzichtet er in manchen Momenten aber auch nicht dem Leser viele fleischverzehrverachtende Dinge auf die Augen zu hämmern, dass einem an manchen Stellen der Appetit vergeht. In Zeiten, in denen bewusster gegessen werden sollte und die Menschen auf zu viel Fleisch und Wurst verzichten sollten, ein gar nicht mal so schlechter Ansatz.

Elsie hat ein Anliegen und richtet sich an uns, den Menschen. Dazu benutzt sie das Sprachrohr David Duchovny, der es gekonnt in Worte zu gießen versteht, was Elsie möchte. Er ist der Kuhflüsterer, der, der mit den Kühen spricht. An manchen Stellen wirkt das Buch etwas experimentell, wenn Duchovny verschiedene literarische Formen ausprobiert und am Ende verhebt er sich in den Untiefen der Religionen. Insgesamt ist ihm ein Buch gelungen, was vor allem durch seinen mahnenden Zeigefinger im Gedächtnis bleiben wird, was den Fleischkonsum der Menschheit angeht. Literarisch bietet das Buch nichts, an was man sich eine Woche nach zuklappen des Buches erinnern würde.


Pünktchen und Anton (3CD): Ungekürzte Lesung mit Musik, 225 Min.
Pünktchen und Anton (3CD): Ungekürzte Lesung mit Musik, 225 Min.
von Erich Kästner
  Audio CD
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Spannende Berliner Ansichten mit frecher Schnauze, 13. Mai 2016
Das Erich Kästner gute Kindergeschichten geschrieben hat, sollte hinlänglich bekannt sein. Auch auf diesem Blog gab es schon Besprechungen zwei seiner Klassiker - „Emil und die Detektive“ beziehungsweise „Das doppelte Lottchen“. Die Geschichte um Luise Pogge und ihren Freund Anton Gast in „Pünktchen und Anton“ wird beim Aufzählen der bekannteren Werke von Kästner meist sträflich vernachlässigt, was jedenfalls der Eindruck seitens des Verfassers ist. Das soll nun geändert werden. Also, Bühne frei für die freche Luise, die zusammen mit Anton einem Verbrechen auf die Spur kommt. Für diese Rezension wurde zur Audioumsetzung dieses Buches gegriffen, welche 2015 mit Bastian Pastewka als Sprecher neu eingelesen wurde.

Luise Pogge ist eine Tochter aus besserem Hause. Ihr Vater ist Fabrikbesitzer und bringt, ganz wie damals üblich, das Geld nach Hause, während seine Frau und die Mutter von Luise die Tage zu Hause verbringt, sich mit Kultur beschäftigt und ihr Kind lieber dem Kindermädchen überlässt. Das Kindermädchen, Fräulein Andacht, wird noch eine gewichtige Rolle in der Geschichte spielen. Luise also, wegen ihres etwas geringerem Wuchs auch Pünktchen genannt, ist ein ganz verrücktes Mädchen. Sie spielt immer wieder Theater zu Hause, bindet ihren Hund Piefke mit in diese Vorstellungen ein, der aber keine Lust dazu hat. Manche würden sagen, sie ist ein aufgewecktes Mädchen. Doch der Haushaltshilfe, Dicke Berta genannt, ist aufgefallen, dass Luise in der letzten Zeit immer ein bisschen blass um die Nase aussieht. Woran das wohl liegen mag? Ist daran das Kindermädchen Fräulein Andacht schuld?
Mit dieser ist Luise immer wieder unterwegs. Vor allem zu Anton, einem Jungen aus ärmeren Verhältnissen, der für seine Mutter kocht, da es um ihre Gesundheit nicht gerade gut bestellt ist. Ihr wurde ein Gewächs entfernt, weshalb sie sich zu Hause ausruhen muss und kein Geld verdienen kann. Um sich Essen und andere Dinge leisten zu können, geht Anton auf der Straße bis in den Abend hinein betteln. Luise hilft ihm dabei. Eines Abends gehen Luise und Anton mit Fräulein Andacht in ein Lokal, wo sie sich mit ihrem „Bräutigam“ trifft, einem hinterlistigen Halunken, dem man schon von weitem ansieht, dass er nichts Gutes im Schilde führt. Doch was heckt er aus? Wie kommen Anton und Luise diesem Tun auf die Schliche? ...

Erich Kästner und seine Kindergeschichten – eine wundervolle Verbindung. Auch wenn er als ernsthafter Autor gescheitert ist, konnte er sich im Metier der Kinder- und Jugendliteratur umso mehr austoben. Gerade da blitzt sein ganzes Können auf, vor allem die Erwachsenen mit einem erheiternden Augenzwinkern zu demaskieren und diesen den Spiegel vorzuhalten. Es nicht immer ein seichtes Thema, welches Kästner in seinen Kinderbüchern aufgreift. Er präsentiert es aber immer wieder auf eine so leichtfüßige Art und Weise, dass einem nicht schwer ums Herz wird. Man weiß, dass diese Geschichten im Kern herzensgut sind und nie einen Ausgang haben, bei dem am Ende das Buch zuklappt und erleichtert ausatmet, weil es ein so böses Ende genommen hat. Und doch lässt es einen darüber nachdenken, was er da zu Papier bringt. Das alles vereint er auch in „Pünktchen und Anton“, bei dem sich Kästner vor allem die Gegensätze zwischen Reichtum und Armut zur Brust nimmt und aufzeigt, dass diese Grenzen zwischen diesen beiden Welten überwunden werden können. Dazu nutzt er nicht nur die Geschichte, sondern er bringt auch nach jedem Kapitel kleine Nachdenkereien ein, die ein Hauptmotiv des vorangegangenen Kapitels aufgreifen und noch einmal deutlich werden lassen, welches Anliegen Kästner damit verfolgt hat. Manchem mag das anmaßend erscheinen, aber es regt das Nachdenken bei den Kindern an. Zumal diese Nachdenkereien zeitlos sind. Sie passen wunderbar auch in die heutige Zeit und lassen sich im Jetzt anwenden.

Diese leichtfüßige Art steht und fällt in einer Hörbuchversion mit der Stimme. Für die vorliegende Besprechung wurde das neueste Audioerlebnis konsumiert, in der Bastian Pastewka als Sprecher fungiert. Er gibt allen Rollen über seine Stimme eine eigene Charakteristik, auch wenn man den Pastewka immer raus hört, was größtenteils kaum als störend empfunden werden kann. Besonders die Berliner Schnauzen (Dicke Berta, Bräutigam und Klepperbein) kommen richtig schön zum Tragen. Was beim Hören noch auffällt, mehr als beim Lesen, ist, dass die Stimmung der Stadt richtiggehend konserviert und an den Hörer übertragen wird. Die Luft schmeckt nach 20er Jahre, die alten Autos sind wieder lebendig und die Leute kleiden sich anders als heute. Es überträgt sich auf das innere Auge beim Zuhören. Unterstützt wird das Ganze durch den Einsatz von kleinen Musikstücken am Ende der jeweiligen Kapitel, die das Flair der Stadt Berlin aus der Zeit auf das lauschende Ohr übertragen.

Da kann man nur sagen: Vielen Dank für das erneute Einspielen dieses Kinderbuchklassikers. Er wurde nicht seiner zentralen Elemente beraubt, durch die stimmliche Entfaltung der einzelnen Personen bekommt das Buch einen besonderen Charakter. Bei einer Laufzeit von nicht einmal 3h lässt sich dieses Hörbuch wunderbar auf der Reise in den Urlaub hören. Auch wenn es abgedroschen klingt, ist es ein Hörspaß für die ganze Familie.


The Bazaar of Bad Dreams
The Bazaar of Bad Dreams
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Horrorhändler ruft zum Basar und verkauft böse Träume, 13. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: The Bazaar of Bad Dreams (Gebundene Ausgabe)
Stephen King zu lesen fühlt sich immer an, als würde man bei seinen Großeltern zu Besuch einkehren. Alles ist immer noch an seinem Platz. Dieselben Gerüche, die man schon als Kind oder Jugendlicher wahrnahm. Dieselben Farben, die sich nicht zu ändern scheinen und nichts mit dem zu tun haben, die man sonst so in seiner Umgebung sieht. Alles riecht und schmeckt anders, ist aufgeladen mit Erinnerungen. Übertragen auf den King of Horror wecken seine Bücher Erwartungen, die man durch seine früheren Werke aufgebaut hat. Man erwartet den Horror im Alltag, der aber einen übernatürlichen Ursprung hat. Doch diese Zeiten sind spätestens seit seinem Unfall vorbei, bei dem er knapp dem Tode entronnen ist, was vielleicht auch der Wendepunkt in seinem Schaffen war. Er schreibt zwar immer noch unglaubliche Geschichten und davon unglaublich viel. Doch hat die Qualität seiner Werke seit Anfang der 2000er beständig zugenommen und sein Alterswerk beeinflusst. Der Horror, der plötzlich in den Alltag einbricht, hat mittlerweile natürliche Ursachen und braucht (meist) keine Geister mehr oder Clowns, um den Leser frösteln zu lassen.

Der neueste Streich aus seiner Feder ist nun das vorliegende Buch „The Bazaar of Bad Dreams“, welches im November veröffentlicht wurde und Anfang 2016 auf Deutsch erschienen ist. Da King im Englischen um einiges authentischer wirkt (und weil manche Übersetzung in den letzten Jahren grottenschlecht sein soll), basiert diese Besprechung auf der Originalversion. Insgesamt werden dem Leser 18 Kurzgeschichten und, man höre und staune, sogar zwei Gedichte vorgesetzt. Bei vielen der Geschichten entsteht der Horror aus Alltagssituationen heraus. Die übernatürlichen Ursachen sucht man dabei manchmal vergebens. Das sind in diesem Buch sogar die besseren Geschichten, da sie einem bewusst machen, was für grausame Dinge aus dem Alltag heraus passieren können und wie schnell es geschieht, dass sich alles ändert.
Ein Ehepaar streitet sich. Die Frau geht in eine Mall um eine Kleinigkeit zu besorgen und bricht dort zusammen. Ein Verkehrsunfall auf einer Kreuzung hat dramatische Folgen. Zwei Familien sind in einem Kleinbus auf dem Highway unterwegs während die Fahrerin den Verlockungen des Alkohols nicht widerstehen kann. Eine Frau kann einem unmoralischem Angebot ihres Arbeitgebers nicht widerstehen, woran ihre Beziehung zerbricht. Ein Kleinkrieg zum 4.Juli, der über das jeweilige Feuerwerk ausgetragen wird, artet aus.
Doch auch der übernatürliche Horror kommt nicht zu kurz. Ein Auto steht vollkommen verlassen auf dem Highway herum und frisst die Menschen, die ihm zu nahe kommen. Ein Kindle sagt die Zukunft voraus und lässt dem Mann, dem der Zufall dieses Lesegerät in die Hände spielte, keine Wahl genau diese Zukunft zu verhindern. Ein Atomkrieg hat die Menschheit dahingerafft und die letzten Überlebenden beschreiben dem Leser die von Leben entleerte Welt. Ein kleiner Junge spielt einem Mann seit seinen Kindheitstagen übel mit, bis dieser in der Todeszelle auf die Vollstreckung seines Urteils wartet. Und natürlich noch einiges mehr.

Sich Stephen King als Geschichtenhändler vorzustellen, der Albträume verkauft, fällt gar nicht so schwer. Viele haben, wie bereits angedeutet, seine früheren Werke im Kopf, die in ihrer Art und Weise relativ gleich gestaltet waren. Anfangs wirkt alles sehr normal und weicht erst nach und nach dem Horror, der sich zum Ende einer Geschichte in voller Gestalt zeigt. Diesem schematischem Aufbau waren sicher viele überdrüssig und haben deshalb mit Stephen King abgeschlossen. Doch denen entgeht etwas, denn die neueren Bücher sind vielfältiger gestaltet, so auch „The Bazaar of Bad Dreams“, obwohl es sich um Kurzgeschichten handelt. Doch gerade in dieser Spielwiese kann die Vielfältigkeit des Autors wie unter einem Brennglas beobachtet werden. Viele Male spielt King mit Motiven, Gegenständen, Symbolen oder unschuldig wirkenden Menschen (kleiner Junge, Auto, eBook- Reader, unmoralische Angebote, Verlockungen des Alkohols und vieles mehr) und setzt diese in den Kontext seiner Geschichte. Das hat er früher auch schon gemacht (Clown, Friedhof, Alkohol etc.), jedoch wirkt es jetzt im Kontext der Kurzgeschichten lässiger als früher, nicht mehr so gezwungen. Er lässt die eingeführten Dinge die jeweiligen Geschichte anleiten, um diese soweit zu manipulieren, bis es zur Eskalation kommen muss oder diese verhindert wird, je nachdem, aus welchem Blickwinkel die Geschichte präsentiert wird. Dabei geht King, entgegen seiner ausschweifenden Geschichten, bei denen viel Raum der Charakterisierung der Figuren eingeräumt wird, den direkten Weg und kommt ohne Umschweife zum Punkt. Das bringt er auch im Vorwort zum Ausdruck, dass es die größere Kunst ist, sich in einer Kurzgeschichte auch wirklich kurz zu fassen, was ihm als Romanautor erwiesenermaßen schwer fällt. Doch ist es in seinen Augen die größere Kunst, solche Geschichten an die Leser zu bringen und diesen mit Spannung zu unterhalten. Oftmals hat man den Eindruck, dass gar nicht vorhersehbar ist, was als nächstes passieren wird. So führt King zum Beispiel in die Geschichte „Mile 81“ einen Jungen ein, der vor lauter Langeweile in einer stillgelegten Raststätte an der namensgebenden Mile 81 Schnaps trinkt und dann durch den Alkohol in einen tiefen Schlaf fällt. Danach folgt ein Schwenk und das schon erwähnte menschenfressende Auto kommt ins Spiel, worüber der Junge ganz vergessen wird. Welche Rolle wird er noch spielen? Diese Art des Spannungsaufbaus reproduziert King immer wieder in dieser Geschichtensammlung. Das macht sie interessant und spannend. Der Aufbau ist immer wieder anders, öfters kommt Unerwartetes um die Ecke, was King in seinen ausschweifenden Romanen anders angeht, denn er baut immer wieder Andeutungen ein und nimmt so einige Entwicklungen in der Geschichte vorweg. Somit wäre noch die Frage zu beantworten, ob King kurz schreiben kann. Darauf ein eindeutiges Ja. Diese Geschichten tragen seine Handschrift und sind doch anders als seine Romane konzipiert. Sie haben einen ganz eigenen Sound, sind spannend geschrieben und es gibt keine Wiederholungen. Manche Szenen sind schrecklich oder auch grauenhaft, so wie man es von King erwartet, andere wiederrum sind leise und zart.
Die Ware liegt aus, die Preisschilder sind angebracht, nun muss der Leser entscheiden, welchen Preis er zu zahlen bereit ist, auf welche Geschichten er sich einlassen möchte. Eines kann man sagen, heil ist dem fliegenden Händler, der die spezielle Horrorkost verkauft, noch niemand davon gekommen. Infiziert lässt er einen zurück, infiziert mit dem Virus, noch mehr seiner Geschichten lesen zu wollen. Lasst euch darauf ein, ihr werdet es nicht bereuen.


Wunderlich fährt nach Norden: Roman
Wunderlich fährt nach Norden: Roman
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Magische Geschichte, die einen wunderlichen Mann verändern wird, 13. Mai 2016
Wer Marion Braschs Buch „Wunderlich fährt nach Norden“ aufschlägt, sollte sich darauf gefasst machen, eine Geschichte zu lesen, die dem Namen des Hauptakteurs entspricht – sie ist verwunderlich, bezaubernd, irritierend. Es ist eine Wundertüte, deren Inhalt nicht jedem schmecken wird. Auf gewisse Begebenheiten muss man sich einlassen, damit sich ein Lesegenuss einstellt. Andernfalls wird das Buch sicher in die Ecke gepfeffert und ein Schwarzärgern ist vorprogrammiert. Deshalb an dieser Stelle die Vorwarnung, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht in diesem Buch und eine Erklärung, warum das so ist, verbleibt im Nebel der Unwissenheit.

Herr Wunderlich wird verlassen. Von seiner Freundin Marie. Sie geht, einfach so. Macht die Tür hinter sich zu und ist weg. Wunderlich steht da wie ein begossener Pudel, weiß nicht, was falsch gelaufen ist. In seiner Traurigkeit begibt er sich auf das Dach seines Hauses und lässt sich volllaufen. Dann bekommt er eine Nachricht auf seinem Handy, denkt, sie ist von Marie. Aber nein, nur von einer anonymen Nummer und sie sagt Wunderlich er solle nach vorne schauen. Da sieht er einen seiner Nachbarn vom Haus nebenan und die anonyme Nummer erzählt ihm einiges über diesen Menschen auf dem Balkon und vor allem, was ihm passieren wird. Wunderlich denkt, es liege am Alkohol, dass er nun auch noch spinnt. Er geht schlafen, doch die Sache mit der anonymen Nummer ist noch nicht ausgestanden. Am nächsten Morgen geht der Reigen weiter. Wunderlich lässt sich auf die seltsamen Nachrichten ein. Diese anonyme Nummer, die sich auch in Wunderlichs Leben auskennt, wie eigentlich nur Wunderlich selber, bringt ihn am Ende sogar dazu, eine Reise anzutreten, die er nie wollte. Also macht sich Wunderlich auf den Weg Richtung Norden. Dabei ist Wunderlich gar nicht der Reisetyp, er ist ein bequemer und sehr einfach lebender Mensch. Was Wunderlich auf dieser Reise erlebt, soll an dieser Stelle im Dunkeln bleiben. Soviel sei verraten: Die mysteriöse anonyme Nummer soll nicht die einzige obskure Begebenheit in diesem Buch werden, soviel sei versprochen.

Marion Brasch hat mit „Wunderlich fährt nach Norden“ ein wahrhaft wunderliches Buch geschrieben. Leicht in der Sprache und auch leicht in der Geschichte, fliegt der Lesende nur so über die Seiten. Leichter Einstieg, kein allzu schwerer Fortgang und auch sonst keine Anstiege in Sicht. Ein luftig leichter Sommerroman mag man meinen. Und doch wird einem schwer ums Herz. Denn so ein Mensch wie Wunderlich ist an sich eine eher traurige Gestalt. Manch einer wird ihn als phlegmatisch bezeichnen, schwermütig. So einen Menschen, den man nicht unbedingt um sich herum haben möchte. Und doch arrangiert man sich mit diesem Kauz, dringt, auch animiert durch die anonyme Nummer immer in sein Leben vor, ohne dass es man es als Leser vorgelebt bekommt. Die Geschichte rollt in leichten Schritten voran und man lernt Wunderlich mit seinen alten Seiten kennen und sieht ihm dabei fasziniert zu, wie ihm neue Erkenntnisse wachsen und er diese aufsaugt. Werden diese sein Leben verändern?

Auf jeden Fall lässt sich das, was einem da geboten wird, gut lesen. Wer viel Zeit und Muße hat, wird diesen Roman innerhalb weniger Stunden in einem Rutsch durchlesen können und sich an dieser kleinen Geschichte eines kleinen Mannes erfreuen. Auf manche Dinge, die seltsam erscheinen und die mit magisch umschrieben werden können, muss man sich einlassen können. Wenn das nicht geht, dann Finger weg von diesem Buch. Alle anderen werden riesige Freude an diesem fröhlich melancholischen Roman haben.


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