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Rezensionen verfasst von
Marthamse

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El Fuego® Holzkohlegrill Ontario, Grau, 115x107x67 cm
El Fuego® Holzkohlegrill Ontario, Grau, 115x107x67 cm
Preis: EUR 97,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ausreichend aber nicht Top, 15. Mai 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe mir zuletzt diesen Griller zugelegt und auch die ersten beiden Grillagen hinter mich gebracht. Geliefert wurde der El Fuego leider mit einigen Gebrauchsspuren, die sich zum Glück nur optisch auswirken (eingedrücktes Blech von der Lieferung). Für den Aufbau habe ich gemeinsam mit meinem Vater etwa 2 Stunden gebraucht, Anleitung vorhanden, die halbwegs ok ist.

Die Fläche zum Auflegen der Kohle ist per Kurbel höhenverstellbar, was ich für eine coole Idee halte. Leider ist die Kohlefläche an den Seiten nur etwa 3 cm hoch, weshalb Kohle an den Rändern darüber hinaus bröckelt (da haben wir einen zusätzlichen höheren Blechrand dazu gebastelt); zudem ist die Kohleablage an den Rändern offen (2-3 cm hin bis zum Außenblech). Damit ist sie bei weitem kleiner als die darüber liegende Grillfläche. Das ist für mich ein großes Ärgernis. Zudem ist das Kohleblech eher dünn und liegt schief in der Auflage.

Im Grunde ist der El fuego dennoch ein ausreichender Grill für zwischendurch, super ist die große Ablage über dem Grillbereich, wo man bereits gegartes Grillgut ablegen bzw. ruhen lassen kann. Nachdem jetzt alle Schrauben noch einmal angezogen wurden, steht der El fuego auch sehr stabil. Die Aschelade ist leider nach wie vor verzogen und steht auf einer Seite etwa 1 cm vor.
Ich würde 3,5 Punkte vergeben, was hier aber nicht möglich ist, 4 Punkte ist er nicht ganz wert.


Hardwired...To Self-Destruct (Deluxe Edition)
Hardwired...To Self-Destruct (Deluxe Edition)
Preis: EUR 19,99

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig und ideenlos, 3. Dezember 2016
Death magnetic hat mir mit seinen guten Riffs, der knackigen Produktion und den vereinzelten ruhigeren Passagen zuletzt wirklich gut gefallen. Hardwired ist nicht so viel anders, es fehlen aber diesmal die Ideen, die den Songs wirklichen Erkennungswert verleihen. So dümpelt das (viel zu lange) Album vor sich hin, es verstecken sich zwischendurch zwar immer wieder einzelne Höhepunkte, aber insgesamt ist mir das zu wenig. Es hätte dem Album gut getan, wenn man etwas knackiger ans Werk gegangen wäre, anstatt die Songs künstlich auf Längen zwischen sieben und acht Minuten aufzubauschen. Auch findet man eingängige Melodien oder klar gesungene Passagen fast nur mit der Lupe. Irgendwie bleibt der Eindruck, dass die alten Herren auf Teufel komm raus beweisen wollen, wie hart sie noch riffen können. Als ob sie das nötig hätten.

Schade, insgesamt ein uninspirierter, ideenloser Leistungsnachweis, den man aufgrund der sich wiederholenden Songstrukturen und der unendlichen Länge kaum am Stück anhören kann.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2016 5:09 PM CET


To Be Everywhere Is to Be Nowhere
To Be Everywhere Is to Be Nowhere
Preis: EUR 12,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Rückkehr, die berührt, 3. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: To Be Everywhere Is to Be Nowhere (Audio CD)
Dass Thrice eine ganz besondere Band sind, haben sie hinlänglich bewiesen. Ich war wirklich traurig, als sie nach „Major/Minor“ von der Bildfläche verschwunden sind; umso größer war die Freude über die Rückkehr. Ich habe mir durchaus ein gutes bis sehr gutes Album zum Comeback erwartet, zugleich aber leichte Bedenken gehabt, weil Comebackalben, naja, nicht immer die überragendsten Alben sind. Beispielsweise, weil die Beweggründe hinter solchen Alben ja wahrlich nicht immer die wieder neu aufgeflammte Freundschaft der Bandmitglieder ist.
Was Thrice aber mit „To be everywhere…“ abliefern, ist grandios, groß, berührend, wunderschön- schlicht und einfach genial. Vorausgeschickt möchte ich festhalten, dass ich kein „fanboy“ bin, der sich bei Lieblingsbands schnell und unreflektiert ins Höschen macht, aber das Album ist bei mir seit einer Woche in Dauerrotation, so dass mein Eindruck kein Schnellschuss aus der ersten Emotion heraus ist.
Schon der Start ins Album ist mit „Hurricane“ absolut gelungen, ein akustischer Start führt in der Folge zu einer wunderbaren Melodieführung und wirklich schweren Gitarren, die Kensrue durch den hervorragenden Refrain begleiten. Was für ein Start nach 5 Jahren!
Danach kommt mit „Blood on the sand“ ein ganz offensichtlicher Hit – recht kurz, knackig geht dieses Lied ohne große Umwege nach vorne und macht keine Gefangenen; erneut wartet die Band mit einem sensationellen Refrain auf (wenn Kensrue schreit „I’m sick of it“ muss man mitwackeln, -schreien, -hüpfen, was auch immer) - ganz stark. Und in dieser Tonart geht es weiter, einen Downer mit Skip-Potenzial findet man auf „To be evereywhere…“ einfach nicht, wenn man vielleicht vom einminütigen Zwischenspiel „Seneca“ in der Albummitte absieht. Aus dem qualitativ überragenden Album ragen für mich neben dem bereits erwähnten „Blood on the sand“ am ehesten noch die Single „Black honey“ (gegen Ende hin, wenn sich der refrain noch einmal in der Wiederholung auflöst - einfach magisch!) und das darauf folgende „Stay with me“ heraus. Zu letzterem habe ich in diversen reviews gelesen, dass es zu kitschig oder gar peinlich wäre!? Es soll sich bitte jeder selbst ein Bild machen, aber was da in der Bridge ab 2:45 abgeht, ist unglaublich intensiv und hat mir (wirklich) die Gänsehaut hinaufgetrieben. Wirklich ganz groß!
Zusammenfassend kann ich nur meinen Hut ziehen, für mich ist „To be everywhere…“ das bisher beste Album der hoffentlich noch lange andauernden Karriere von Thrice. Es ist stellenweise etwas eingängiger (die Melodien sind wunderschön; stellenweise sind auf „To be everywhere…“ die Strophen von Kensrue schöner, als der Refrain bei vielen anderen Bands), springt einem im genialen „Death from above“ mitten ins Gesicht, um bei Albumcloser „Salt and shadow“ langsam und getragen – erinnernd an die „Alchemy index“ Zeiten - zu begeistern.
Für mich war dieses Album auch wieder eine Bestätigung, dass mich Musik noch mit aller Wucht packen und berühren kann; zu oft hatte ich in den letzten Jahren als passionierter und jahrelanger Musikfan und -Sammler die Sorge, dass mich der ganze Einheitsbrei (zu viele „ganz ok-Alben“) bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mehr wirklich zu berühren vermag – Irrtum, danke dafür Jungs! Gäbe es 7 Punkte, ich würde sie an dieser Stelle vergeben.


Gore
Gore
Preis: EUR 6,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rar gesähte Höhepunkte, 20. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gore (Audio CD)
Relativ lange haben sich die Deftones Zeit für ihr neues Album gelassen. Nach dem zuletzt sehr starken und epischen 'Koi no yokan' war die Erwartungshaltung dementsprechend hoch und wurde eigentlich nur durch diverse news zum Entstehungsprozess getrübt. Wenn ein Entstehungsmitglied als Gitarrist keinen rechten Zugang zum neuen Material findet, dann kann man das bei einer Rockband zumindest als ' naja, suboptimal bezeichnen.
Der Ersteindruck war dann leider wirklich enttäuschend, zu viel Leerlauf und zu wenige Höhepunkte, weshalb ich in der Hoffnung auf einen sogenannten Grower die Rezension aufgeschoben habe. Leider ist der Eindruck von 'Gore' mit Fortdauer nicht wesentlich besser geworden.
Der Start ist mit 'Prayers/Triangles' und seinem Moreno-typischen Refrain noch durchaus gelungen und stark. Gleich darauf wabert dann aber schon 'Acid hologram' völlig höhepunktslos vor sich hin, ohne irgendwann zum Punkt zu kommen, ähnlich wie bei 'Pittura infamente' oder dem Titeltrack. Und dieser uninspiriert/belanglose, ja "halb"Gore" (hoho Wortspiel) Eindruck zieht sich leider bis auf einige Ausnahmen durch große Teile des Albums. Was für mich persönlich auffällt, dass die Gitarrenparts die Songs oft nicht tragen, sondern eher den Eindruck machen, als wären sie verkrampft hinzugefügt worden. Womit wir wiederum bei der Außenseiterrolle von Carpenter bei den Aufnahmen wären. Vielleicht wird dabei aber einfach zu viel hineininterpretiert.
Gut gefallen mir das erwähnte 'Prayers/Triangle' sowie das epische 'Hearts/Wires', 'Phantom bride'(hat für mich den schönsten Refrain des Albums, dazu ein cheesy-Solo) sowie das abschließende 'Rubicon'. Das macht unterm Strich zwar noch immer ein gutes Album einer außergewöhnlichen Band, verglichen mit ihren besten Werken und der Tatsache, dass von 'Gore' es nicht allzu viele Tracks auf eine persönliche Deftones-best of schaffen würden, bleibt doch ein wenig Enttäuschung zurück. Abschließend muss auch festgehalten werden, dass die Produktion nicht ganz so fett und klar wirkt, wie auf den Referenzalben der Band.


Live at BENAROYA Hall
Live at BENAROYA Hall

5.0 von 5 Sternen Das beste Livealbum der besten Liveband, 29. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Live at BENAROYA Hall (Audio CD)
Pearl Jam sind in Bezug auf das Veröffentlichen von Livealben bekanntermaßen ja keine Kinder von Traurigkeit, manchmal bekam man den Eindruck, dass es von jedem Konzert irgendwo ein offizielles Livealbum oder irgendein mehr oder weniger gelungenes bootleg gibt.

"Live at Benaroya Hall" sticht für mich jedoch qualitativ aus dem Rest der Live-Veröffentlichungen der Band hervor. Die Jungs spielen hier ein recht fragiles Akustikset, welches mit einer absolut herausragenden Klangqualität und einer überaus gelungenen und umfangreichen Songauswahl (das Konzert umfasst insgesamt 26 songs, darunter neben einigen selten gespielten B-sides auch mehrere Coverversionen von Neil Young bis zu Johnny Cash) zu entzücken weiß.

Mir gefallen die Grunge-Veteranen rund um Ausnahmesänger Eddie Vedder stets dann am besten, wenn sie sich ohne Schnick-schnack auf die größte ihrer Stärken konzentrieren - und die liegt meiner Ansicht nach in den ruhigeren, minimalistisch begleiteten Songs, die die Stimme von Vedder in den Mittelpunkt stellen.
Und gerade auf dem vorliegenden Live-Mitschnitt liefert der begnadete Frontmann eine denkwürdige Gesangsperformance ab. Wer dies ähnlich sieht, wird an "Live at Benaroya Hall" definitiv nicht vorbei kommen - bei "Thumbing my way", "Black" (Gänsehautalarm, als das Publikum zum Schluss den Refrain übernimmt), "Thin air" (mit dem charmanten Verspieler) oder "Immortality" (überragend-intensives Akustik-Solo!) bleibt einem angesichts der vertonten Genialität wirklich die Luft weg.
Man hört der Band in jedem Moment an, dass sie an diesem Abend große Freude am Spielen hatte.

Seit Jahren komme ich immer wieder auf dieses Livealbum zurück, welches mit Kopfhörern genossen seinen Charme zusätzlich zu steigern vermag, aber durchaus auch im Auto zum Mitsingen einlädt. Volle Punktzahl für ein Meisterwerk, welches seine Relevanz auch nach fast 10 Jahren nicht eingebüßt hat.


Lightning Bolt
Lightning Bolt
Wird angeboten von Great Price Media EU
Preis: EUR 11,40

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnte Qualität mit hohem "Kitsch-Faktor", 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Lightning Bolt (Audio CD)
Meine mittlerweile fast 20-jährige Liebe zu Pearl Jam ist einer stop and go- Beziehung gleichzusetzen - bis "Yield" (1998) habe ich die Alben stets geliebt und abgefeiert, danach habe ich die Band irgendwie aus den Augen verloren und erst mit "Backspacer" wieder neu für mich entdeckt.
Im Zuge dessen habe ich mich mit neu entflammter Zuneigung wieder intensiv dem gesamten Backkatalog zugewandt und letztendlich bis auf "Pearl Jam" auch alles wirklich und nahezu vollinhaltlich geliebt. Dementsprechend groß war die Erwartungshaltung und die Vorfreude in Bezug auf "Lightning bolt", online streams wurden über Wochen zähneknirschend ignoriert, um das pure Albumerlebnis mit Kopfhörern und booklet erst am release date zu genießen.

Nachdem ich die Platte jetzt seit 2 Wochen immer wieder gehört habe, warte ich jedoch noch immer auf die wahre "Initialzündung", wie dies "Backspacer" nach vergleichsweise wenigen Durchläufen geschafft hat.
Mit dem gelungenen und melodisch-rockigen "Getaway" startet das Album sehr solide und durchaus vielversprechend. "Mind your manners" war bereits als Singleauskoppelung bekannt und gefällt nicht zuletzt aufgrund des Anfangsriffs und der punkigen Grundausrichtung. Bei "My fathers son" rechnet Eddie Vedder mit seinem Vater ab, leider kann die Musik mit den tollen lyrics nicht ganz mithalten, der song ist für mich neben "Let the records play" der Schwachpunkt des Albums.
Die 2. single "Sirens" beschäftigt sich textlich mit der Vergänglichkeit des Lebens/der Liebe und ist für mich der absolute Albumhöhepunkt, wenngleich es in Punkto Schmalzigkeit nur von der Rausschmeißer- Ballade Future days" übertroffen wird.
"Infallable" weiß zwar zu gefallen, erinnert im Refrain jedoch an - Achtung! - "Beautiful" von Christina Aguilera. Die zweite Hälfte des Albums beginnt mit "Pendulum" sehr düster und gleichzeitig langsam und beinhaltet in der 2. Songhälfte durchaus Klänge, die man von PJ in der Form noch nicht gehört hat. Dieser song steht auch irgendwie stellvertretend für die 2. Albumshälfte, auf der es größtenteils gemäßigt und balladesk weitergeht. Hier komme ich zu einem Kritikpunkt, der in der unglücklich und wenig dynamischen tracklist besteht - während die erste Hälfte abgesehen von "Sirens" weitgehend flott-rockig gestaltet ist, geht es gegen Ende des Albums fast ausschließlich ruhig weiter.

Mit "Sleeping by myself" hat die Band einen song vom letzten Vedder-Soloalbum "Ukulele songs" neu interpretiert und aufs Album gepackt - zwar eine "nette" Version, für mich jedoch ein wenig deplatziert und an der Grenze zur Langeweile, da ohnehin bereits seit Jahren bekannt.
Den Endpunkt von "Lightning bolt" bestreiten Vedder und Co. mit dem bereits erwähnten "Future days" - ein reines Liebeslied, welches auf der Akustikgitarre gespielt wird und trotz seines Charmes, bzw. der unvergleichlichen Gesangsperformance von Eddie Vedder fast schon zu anbiedernd und höchstgradig "kitschig" aus den Boxen klingt.

Fazit: "Lightning bolt" ist ein erwartungsgemäß gutes Album, welches aber wenige Überraschungen zu bieten hat (will man das überhaupt?) und trotz intensiver Beschäftigung damit bisher irgendetwas vermissen lässt, das PJ Alben ansonsten für mich immer ausgezeichnet hat. Bis auf "Sirens" hat sich für mich noch kein 2. wirklicher Hit herauskristallisiert, den ruhigen songs fehlt es im Vergleich zu vergangenen Glanztaten wie z.B. "I am mine", "Thumbing my way" oder "Nothingman" teilweise an Dynamik, Intensität und mitunter auch Spannung. Pearl Jam haben schon bessere Alben als "Lightning bolt" geschrieben, jedoch auch schlechtere, weshalb sich das Werk für mich vorerst im Mittelfeld des PJ-Kataloges einreiht, was im Vergleich zu anderen Bands jedoch durchaus immer noch als hohe Qualität zu werten ist. 3,5 Punkte sind hier nicht möglich, daher darf - auch aufgrund der tollen Aufmachung bzw. des gelungenen artworks - aufgerundet werden.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2013 11:14 PM CET


II
II
Wird angeboten von dodax-shop
Preis: EUR 4,61

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwache Gesangsperformance und mieser sound, 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: II (Audio CD)
Es wurden ja wahre Wunderdinge vom zweiten DOWN longplayer erwartet, nachdem seit dem superben Monster-Debut NOLA bereits 7 Jahre vergangen waren.
Die internationale Musikpresse überschlug sich nahezu in Superlativen, die Band selbst propagierte den (in der Metalszene stets gern gesehenen) Weg zurück - zurück in die 70er, zurück zu drogengeschwängerten Studio-sessions, und leider eben auch zurück zu einer Produktion, die weit entfernt vom akustischen Perfektionismus der Pantera-Alben einzuordnen sein sollte.

DOWN II kann zumindest in meinen Ohren den hohen Erwartungen leider in keinster Weise gerecht werden und ist für mich auch im Laufe der Jahre nicht gewachsen - der Einstieg ins Album erfolgt mit "Lysergic funeral procession" und "Theres something on my side" völlig unspektakulär und langweilig. Der Vogel abgeschossen wird dann bei "The man that follows hell" - was Phil Anselmo hier stimmlich abliefert, ist eine einzige Bankrotterklärung, er plagt sich in hohen Tonlagen, wirkt dabei aber so gequält und kraftlos, dass es einem vor dem Rest des Albums Angst und Bange wird.

Generell ist anzufügen, dass die Unterschiede in der Gesangsperformance von Anselmo zwischen 1995 und 2002 größer nicht sein könnten, wo er auf NOLA noch die beste und vielseitigste Gesangsleistung neben dem irren "Great southern trendkill" von PANTERA (1996) ablieferte, stinkt er auf DOWN II leider weitgehend ab.
Nun zum Sound - dieser kommt im Gegensatz um Debut weit matschiger und undifferenzierter aus den Boxen, so dass auch amtliche Groover wie "New Orleans is a dying whore", "Dog tired" oder "Ghost along the Mississippi" viel von ihrem Charme verlieren. Für mich völlig unverständlich, warum man ein Album bei den Produktionsmöglichkeiten im Jahre 2002 absichtlich dumpf und matschig produziert, nur um der eigenen musikalischen Rückentwicklung Sorge zu tragen. Und ich spreche hier als Referenz beileibe nicht von glattpolierten new metal Produktionen, sondern z.B. vom NOLA-sound, der bereits 1995 trotz Projektstatus weit besser war.

Die songs, die den Langzeittest halbwegs bestanden, sind schnell aufgezählt - "Ghost along the Mississippi", "Where I`m going", "Learn from this mistake", wobei die beiden Letzteren bluesig-balladesk und entspannt daherkommen. Hier fühlt sich mittlerweile offenbar auch Phil Anselmo wohler, er muss nicht in Tonlagen schreien, die ihm nicht (mehr) liegen.

Die Band hat die schlechten Verkaufszahlen von DOWN II stets der mangelnden Arbeit der Plattenfirma zugeschrieben. Dafür dürfte wohl doch eher das maximal durchschnittliche Songmaterial verantwortlich sein.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2013 6:53 PM MEST


Walk Through Exits Only
Walk Through Exits Only
Preis: EUR 16,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Anselmo-unwürdiges Gebolze, 15. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Walk Through Exits Only (Audio CD)
Da hat Herr Anselmo nach seinem mittlerweile zu den Akten gelegten Projekt "Superjoint ritual" nach Jahren bei den weit gemäßigteren und populäreren DOWN also wieder mal Lust auf ein richtiges Krawallprojekt. Das klingt an sich durchaus interessant, allein der Name Anselmo bürgt in der Regel ja durchaus für Qualität, auch die Zuneigung des Superstars zum musikalischen Underground ist bekannt.

Vorausschicken möchte ich, dass ich gegenüber nahezu allen Genres der härteren Gitarrenmusik durchaus aufgeschlossen und durchaus bereit für längere Beschäftigung mit "schwierigen" Alben bin. Die "Musik", welche hier jedoch auf "Walk through exits only" offensichtlich völlig lieblos zusammengeschustert wurde, ist qualitativ unter jeder Kritik und erfährt Erwähnung wohl ausschließlich aufgrund des populären masterminds Anselmo. Verglichen mit dem vorliegenden Werk waren die beiden "Superjoint ritual" Alben nahezu musikalische Meisterwerke hinsichtlich stringentem songwriting und nachvollziehbarem Songaufbau. Auf "Walk through exits only" werden teils lächerliche riffs und weitgehend undurchsichtliche Rhythmen in Verbindung mit schrecklichen Solis zu einem akustischen Kopfschuss vermengt, der eine längerfristige Beschäftigung mit dieser Musik trotz durchaus vorhandenem Wohlwollen (es könnte sich ja um einen "grower" handeln) nahezu verunmöglicht. "Walk through exits only" am Stück gehört hat zumindest mich nur entnervt und mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen.
Möchte man zu diesem Album zumindest etwas Positives sagen, dann sei (speziell im Vergleich zum matschigen Sound der DOWN-Alben)die durchaus druckvolle und gute Produktion erwähnt.

Da bleibt nur zu hoffen, dass diese Band beim nächstbesten "Exit" wieder rausmarschiert.


Down IV Part 1-the Purple Ep
Down IV Part 1-the Purple Ep
Preis: EUR 7,29

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Früher war alles besser? Ja, leider., 13. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Down IV Part 1-the Purple Ep (Audio CD)
Ich kann den mantrahaft heruntergebeteten Aussagen, "früher" wäre in Bezug auf harte Musik alles besser gewesen, meist gar nichts abgewinnen, da jede Zeit ihre akustischen Diamanten offenbart, wenn man offenen Ohres durchs Leben marschiert. Gerade bei DOWN trifft diese Beurteilung aber leider zu, da diese Band an das mittlerweile 18 Jahre zurückliegende Debut "NOLA" nie auch nur annähernd anschließen konnte. Konnten mich schon "Down II" und "Over the under" nur sehr beschränkt begeistern, legen die (mittlerweile) Altrocker bei der "Purple-EP" noch einmal nach - leider im negativen Sinne.

Die Musik auf "DOWN VI Pt.1" wirkt zerfahren, unausgegoren, stringentes songwriting, packende riffs oder Melodien habe zumindest ich bis auf wenige Einsprengsel (z.B. die wunderschöne zweistimmige Gitarren-Passage bei "This work is timeless" oder das treibende Riff von "Misfortune teller") nicht entdecken können. Im Vergleich zum ausdifferenziert produzierten Sound auf NOLA sieht man sich seit "DOWN II", "Over the under" und nun auch "DOWN VI" einem ach so "ehrlichen" Sound konfrontiert, der mir leider zu matschig/unausdifferenziert daherkommt. Es soll alles so "alt", "ehrlich" und "unbehandelt" wie nur irgendmöglich klingen, was wohl ein urtypisches Symptom der allseits präsenten Vergangenheitsglorifizierung der Rock/Metal-Szene an sich darstellt.
Zudem kann die Gesangsleistung von Philipp Anselmo nicht einmal ansatzmäßig mit seinen herausragenden stimmlichen Performances aus den 90er Jahren mithalten. Das letzte Mal konnte mich Hr. Anselmo auf dem Debut seines Sideprojektes "Superjoint Ritual" überzeugen, wenngleich die musikalische Qualität dieses Outputs ansonsten kaum erwähnenswert war.

Darf man solche Worte über Ikonen überhaupt in den Mund nehmen? Ist das nicht Gotteslästerung? Ich bin mir bewusst, dass die Mitglieder von DOWN sich jeweils einen Legendenstatus erarbeitet haben, auch ich selbst kann mich als Pantera/DOWN/Crowbar Fan der ersten Sunden bezeichnen. Vielleicht sind die Erwartungen daher höhere, als an andere Bands, andererseits - wären die Reaktionen auf "DOWN IV" dieselben, wenn das Album von einer unbekannten Band veröffentlicht worden wäre? Bei der Musik von DOWN wird immer ein Lebensstil, eine "Ehrlichkeit" und nicht zuletzt die Leistungen aus der Vergangenheit mit beurteilt.
Für mich persönlich überwiegt der Eindruck, dass DOWN musikalisch alles gesagt haben - damit haben sie immerhin mehr erreicht, als der Großteil anderer Bands, das allein steigert die Qualität/Relevanz ihre Outputs in der Gegenwart jedoch nicht.

"This work is timeless"? Leider nein.


Vincent (detebe)
Vincent (detebe)
von Joey Goebel
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,00

4.0 von 5 Sternen Der Unterhaltungsindustrie auf den Zahn gefühlt..., 26. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vincent (detebe) (Taschenbuch)
Mit "Vincent" ist Joey Goebel ein beeindruckendes Werk gelungen, das abgesehen von kleineren Schwächen auf ganzer Linie zu überzeugen weiss.

Der sozial isolierten, höchst kreativen aber gänzlich unwissenden Titelfigur werden von dessen vertrautem Manager Harlan über Jahre hinweg sämtliche physische sowie psychische Grenzerfahrungen auferlegt, um im Sinne der freudschen Sublimierung dem Künstler durch dessen Leiden Werke für die Ewigkeit zu entlocken. In weiterer Folge soll auf subversive Art schrittweise der gesamte Mainstream mit "Qualitätsware" befruchtet und somit längerfristig das Kunst- und Kulturverständnis der gemeinen US-Durchschnittskonsumenten verändert werden. Soweit der Plan - dass Vincent aber aufgrund seiner künstlich kreierten, andauernden Misere in Depression und Abhängigkeit abdriftet, was nahezu zu dessen Freitod führt, lässt Harlan jedoch am großen Plan zweifeln und letztendlich aussteigen. Die Idee ist überaus interessant, das Projekt scheitert letztendlich jedoch an der Menschlichkeit der handelnden Akteure.

Auf ein allzu kitschiges happy end hat Joey Goebel verzichtet, das Umdrehen des Spießes durch Vincent wirkt jedoch nicht 100% glaubwürdig, genausowenig passt er am Ende des Werkes als Alleinerzieher ins Bild einer jahrelang kontinuierlich zugrunde gerichteten Persönlichkeit.
Dass der abgebrühte und in Liebesdingen desillusionierte Harlan seine große Liebe Monica just im Kreise der von ihm höchstgradig verachteten Mitarbeiter von Produktionsfirmen findet, passt ebenso nicht so recht ins Gesamtbild.
Aufgrund dieser Schwächen bleibt der 5.Punkt eingesteckt, die Story und die Akteure konnten mich jedoch überdurchschnittlich begeistern.

Wem die Abgedrehtheit sowie die subversive Auflehnung gegen den herrschenden Mainstream bei "Vincent" gefallen hat, dem seien unbedingt "Ignaz oder die Verschwörung der Idioten" von John Kennedy Toole bzw. "Vatermord und andere Familienvergnügen" von Steve Toltz an Herz gelegt.


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