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Rezensionen verfasst von
Julius

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Drei Schlappschwänze auf großer Tour
Drei Schlappschwänze auf großer Tour
DVD ~ Jean Lefebvre

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einmal zu oft aufgewärmt, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Drei Schlappschwänze auf großer Tour (DVD)
Immer wieder habe ich mit großem Vergnügen die beiden ersten Teile der Reihe gesehen und habe daher - als ich kürzlich erfahren habe, dass es diesen Film als weitere Fortsetzung gibt - sofort zugeschlagen. Nun bin ich leider nicht um einen guten Film, wohl aber eine Erfahrung reicher geworden:

Waren die ersten beiden Titel noch eine mehr als gelungene Mischung aus tragischer Komik, teilweise genialer, unterschwelliger Kritik am Krieg und einer richtig gesetzten Prise Klamauk, so ist dieser Film nur ein dünner, billiger Abklatsch seiner Vorgänger. Es ist einfach unmöglich, eine gute Idee ohne Geschmacksverlust immer und immer wieder aufzukochen, und während die drei unfreiwilligen Helden mit ihren biederen Biografien so herrlich in das Chaos des französischen Zusammenbruchs 1940 passten, so sind sie doch als unfreiwillige Widerstandskämpfer im besetzten Frankreich mehr als fehl am Platze. Der Film ist lediglich eine Häufung dümmlicher Gags, die man auf direkt peinliche Weise diesmal noch mit Knall-Bumm-Actionszenen aufzuwürzen versuchte. Auf die Handlung näher einzugehen ist daher müßig, mit dem Satz, dass die Drei versehentlich in einer Aktion der Resistance landen, für Widerstandskämpfer gehalten und verfolgt werden, ist alles gesagt.

Zudem bietet die DVD keinerlei Bonusmaterial, Ton und Bild sind aber in Ordnung. Ein liebloses, weil unbetiteltes Kapitelmenü rundet den mageren Gesamteindruck passend ab. Für einen schlechten Film mit Unterlänge (80 min), der auch noch keinerlei Zusatzmaterial bietet, ist der Preis zudem eindeutig zu hoch.

Fazit: Hier muss man sich wirklich mit allem Nachdruck fragen, wo denn die gute, alte 7. Kompanie geblieben ist...


Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 - 1970. Mit 922 Seitenrissen, Decksplänen, Querschnitten und Detailskizzen sowie einer Einführung: Die geschichtliche Entwicklung des Grosskampfschiffs.
Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 - 1970. Mit 922 Seitenrissen, Decksplänen, Querschnitten und Detailskizzen sowie einer Einführung: Die geschichtliche Entwicklung des Grosskampfschiffs.
von Siegfried Breyer
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geniales Standardwerk, 4. März 2012
Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 - 1970. Mit 922 Seitenrissen, Decksplänen, Querschnitten und Detailskizzen sowie einer Einführung: Die geschichtliche Entwicklung des Grosskampfschiffs.
Wenn es ein Buch zum Thema "Schlachtschiffe" gibt, das man als grundlegendes Standardwerk empfehlen kann - nein, muss! -, dann ist es dieses umfangreiche Nachschlagewerk. Auf über 500 Seiten findet sich wirklich jeder einzelne Schlachtschiff- bzw. Schlachtkreuzertyp der beschriebenen Zeitspanne mit ausführlichen technischen Daten und mindestens einer detaillierten Skizzenzeichnung. Darüber hinaus gibt es entsprechende Informationen auch zu den diversen Schiffsprojekten und unvollendeten Bauten der enthaltenen Länder (neben den "Klassikern" wie Großbritannien, Deutschland oder den USA auch weniger bekannte wie Brasilien, Österreich-Ungarn oder die Niederlande, um nur ein paar zu nennen). Ein einführender und sehr griffig formulierter Textteil informiert den interessierten Leser zudem über die Großkampfschiffentwicklung im Allgemeinen.

Eine in meinen Augen etwas störende Schwäche besitzt das Buch dennoch: Zwar sind sämtliche wichtigen Daten zu den Schiffen vorhanden, doch die Grundangaben (Tonnage, Länge, Breite usw.) befinden sich nicht bei den jeweiligen Einträgen, sondern in einer Gesamttabelle am Anfang der jeweiligen Länderabschnitte. Dies führt bei manchen vergleichenden Betrachtungen zu einer etwas umständlichen Vor-und-Zurück-Blätterei, die noch dadurch etwas erschwert wird, dass die Spalten der Übersichtstabellen keine Bezeichnungen ("Länge", "Breite"...), sondern nur ein - im Buch natürlich erklärtes! - Nummernkürzel tragen. Wer also nicht täglich mit dem Buch arbeitet und deswegen nicht immer auswendig weiß, was sich hinter den einzelnen Zahlen versteckt, muss nochmals etwas mehr Papier zwischen die Finger nehmen.

Grundsätzlich aber in jeder Hinsicht empfehlenswert - schon allein durch das sensationelle Preis-Leistungs-Verhältnis und die Qualität des Buches (Schutzumschlag, gebunden)! Unbedingt zuschlagen!


Die Schlachtschiffe
Die Schlachtschiffe
von David Howarth
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch - schade um den Titel!, 23. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Schlachtschiffe (Gebundene Ausgabe)
Ich habe länger mit mir gerungen, dieses Buch zu erwerben - ich besitze bereits eine recht umfangreiche Bibliothek zur Seekriegsgeschichte und habe eigentlich erwartet, mit diesem Werk zum größten Teil Altbekanntes einzukaufen. Der Titel jedenfalls ließ auf einige Allgemeinplätze schließen, ich rechnete mit Kapiteln wie "Die letzte Fahrt der Bismarck", "Drama vor dem Rio de la Plata" oder "Einsame Königin des Nordens". Trotzdem entschied ich mich für eine Bestellung, nicht zuletzt, weil ich die gelungenen Bücher der Reihe "Geschichte der Seefahrt" mit ihrem so wohltuenden Schreibstil mit der richtigen Mischung zwischen detailreicher Information, packender Erzählung und einer Prise Pathetik sehr schätze. Vielleicht war ja auch zumindest ein wenig Neues in punkto Inhalt zu erwarten...

Kurzum: Hätte ich dieses Buch früher gekannt, hätte ich mir einige "Fehlkäufe" zum Thema Kaiserliche Marine und vor allem Skagerrakschlacht sparen können! Das Werk erzählt in voller Ausführlichkeit und mit äußerster Genauigkeit die Geschichte der Royal Navy und der Kaiserlichen Marine vom Beginn des großen Wettrüstens um 1900 bis zum Untergang der deutschen Flotte in Scapa Flow 1919. Nichts mit Allgemeinplätzen, nichts "Bismarck", "Scharnhorst", "Yamato", "Iowa"! Die Skagerrakschlacht wird hier in zwei vollen Kapiteln derart anschaulich und verständlich erklärt, dass ich zum ersten Mal das Gefühl habe, den Ablauf dieses hochkomplexen Zusammenpralls der beiden Riesenflotten wirklich begriffen zu haben. Angereichert mit verständlichen Übersichtsskizzen und insgesamt wenigen, aber aussagekräftigen Fotos bietet das Werk eine reichhaltige Fundgrube. Bemerkenswert ist auch die eindrucksvolle Sammlung großformatiger Abdrucke von faszinierenden Gemälden des Malers Claus Bergen, der die grausamen Eindrücke der Schlacht in beeindruckenden Bildern zu fassen wusste.

Zu schade, dass der Titel vermutlich viele Käufer aus Furcht vor Altbekanntem abschreckt - denn leider denkt man beim Thema "Schlachtschiffe" heute nicht oder wenigstens kaum mehr an die Epoche der Kaiserzeit und des Ersten Weltkriegs. Wer wie ich schon länger nach einem guten Übersichtswerk zur Kaiserlichen Marine und zur Schlacht am Skagerrak sucht, ist hier am Ziel seiner Wünsche! Die Flucht in englischsprachige Literatur oder eher analytisch-wissenschaftliche Auswertungen mit wenig Tiefgang für den "Shiplover" ist nicht mehr notwendig. Daher: Unbedingte Kaufempfehlung!

Wie für alle Titel der Reihe gültig am Schluss noch eine kurze Warnung: Die Bindequalität ist leider nicht berauschend, die älteren Ausgaben, die ich besitze, haben allesamt mittlerweile lose Seiten, obwohl ich meine Bücher stets sorgfältig behandle. Daher: Achtung vor dem Überdehnen und das Knirschen im Buchrücken wirklich ernst nehmen, damit das Schmuckstück lange erhalten bleibt!


Die grossen deutschen Passagierschiffe. Imperator - Vaterland - Bismarck
Die grossen deutschen Passagierschiffe. Imperator - Vaterland - Bismarck
von Peter Zerbe
  Taschenbuch
Preis: EUR 135,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein echt beeindruckendes Werk, 26. April 2011
Ich habe lange mit mir gerungen, ob mir dieses Buch den zugegeben hohen Kaufpreis wirklich wert ist. Doch seit ich es in Händen halte, ist jeder Zweifel ausgeräumt: Es hat sich gelohnt!

Nun ist es in der Tat aber so, dass das Buch nicht perfekt ist. Es ist in meinen Augen zumindest merkwürdig, dass ein Werk, das sich vom Format und der Bilderfülle her ausdrücklich als Bild-, nicht als Textband versteht, Kapitel über Albert Ballin und die Auswandererbewegung des 20. Jahrhunderts benötigt. Ich persönlich bin auch immer wieder regelmäßig über den etwas holprigen Schreibstil gestolpert - es ist offenbar immer mehr eine verlorene Kunst, Nebensätze zu formulieren; eine Kritik, die ich hier schön öfters gerade bei Sachbüchern vorbringen musste. Naja!

Aber die Bilder! Herrliche, riesige, wunderbar seltene Bilder! Man könnte als Shiplover stundenlang die großformatigen Abdrucke betrachten und immer wieder neue Details in ihnen entdecken. Denn das besonders Bemerkenswerte ist die hohe Qualität der großformatigen Abbildungen: Während man in anderen Bildbänden in ähnlichen Formaten doch immer wieder von der Unschärfe der großen Fotografien enttäuscht wird, staunt man hier über die Klarheit der Bilder. Und ebenso klarer wird es zugleich von Seite zu Seite, warum dieses Buch entstehen musste, denn wie sehr diese beeindruckenden Schiffe bisher in der deutschen Sachbuchwelt vernachlässigt wurden, ist angesichts ihrer Bedeutung für Technik und Entwicklung der weltweiten Passagierschifffahrt wirklich kaum nachvollziehbar. Peter Zerbe hat mit seinem Buch dankenswerterweise endlich das Denkmal gesetzt, das ihnen würdig ist.

Erwähnenswert sind außerdem die teilweise in voller Länge zitierten zeitgenössischen Presseartikel, die Bilder der Innenausstattung der Schiffe und die Aufnahmen aus den Bauphasen. Seitenrisse und Deckspläne runden das Gesamtbild sehr überzeugend ab.

Kurzum: Ein teures Buch, aber für den Liebhaber der alten Schiffe, der wie ich jahrelang nach gut bebilderten Werken zur Geschichte von Ballins "dicken Dampfern" gesucht hat und dabei dem Text die kleinere Bedeutung zuordnet, ein wahrer Schatz mit großem Wert! Nur zu empfehlen!


Mauretania: The Cunard Turbine-Driven Quadruple-Screw Atlantic Liner
Mauretania: The Cunard Turbine-Driven Quadruple-Screw Atlantic Liner
von Mark Warren
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Groß, aber oho!, 22. März 2011
Mauretania: The Cunard Turbine-Driven Quadruple-Screw Atlantic Liner

Ich hatte lange nach einem Buch über die Mauretania gesucht, das vor allem zwei wesentliche Dinge beinhaltet: Eine möglichst große Auswahl an qualitativ hochwertigen Bildern des Schiffsinneren und einen ausführlichen Abriss über ihr ereignisreiches Schiffsleben mit möglichst vielen Angaben zu Technik und Design. Zunächst skeptisch angesichts des relativ hohen Alters des Buches, habe ich mich dann doch zum Erwerb entschlossen - und bin hellauf begeistert!

Das Buch ist riesig - etwa 40 auf 28 cm groß -, trägt Schutzumschlag und ist auf hochwertige Art gebunden, bietet also Dinge, die man heute nur noch bei Bildbänden erwarten kann, die dreistellige Summen kosten. Ein ausführlicher Text des Autors leitet gekonnt und kenntnisreich zum Kern des Werkes hin, einer Reproduktion einer mehr als detailreichen und wunderbar bebilderten Sonderausgabe des Journals "Engineering" aus dem Jahr 1907 zur Fertigstellung der "Mauretania". In ihr findet man Inormation zu nahezu allen Räumen und technischen Anlagen des Schiffes und vor allem Fotos in einer Fülle und Qualität, die das Herz jedes Shiplovers höher schlagen lässt! Von den einzelnen Räumen der Suiten, Detailansichten und Totalen der Salons über Werftaufnahmen bis hin zu Deckplänen ist alles vorhanden. Wer die "Mauretania" kennenlernen möchte, kann dies in diesem Buch so vollständig und informativ wie kaum irgendwo anders.

Ich kann nur sagen: Dieses Buch, das so versteckt hier ohne Abbildung dahindümpelt, ist ein wahrer Schatz! Und es gibt nicht mehr viele davon...


Lusitania: An Illustrated Biography
Lusitania: An Illustrated Biography
von J Kent Layton
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Insgesamt enttäuschend, 17. Januar 2011
Lusitania: An Illustrated Biography
Lange, sehr lange habe ich mich als großer "Lusitania"-Fan auf dieses groß als neues und ultimatives Standardwerk angekündigte Werk gefreut. Da bereits die Softcover-Version sehr informativ war, aber leider insbesondere aufgrund der schlechten Bildqualität doch einige Mängel aufwies, habe ich mich deshalb trotz des relativ hohen Kaufpreises zum Erwerb dieser Ausgabe entschlossen. Ein weiterer Grund dafür waren die vielversprechenden Ankündigungen, die die 3D-Grafiken, den ausführlichen Decksplan und die enthaltenen Fotographien in den Himmel lobten...

Doch wie so oft bei Dingen, auf die man sich wirklich freut - die Vorfreude war leider die schönere Freude! Die groß angekündigten Grafiken - nur sechs an der Zahl - sind weder von der Art der Darstellung noch ihrer Qualität wirklich bahnbrechend. Die Farbgebung wirkt sogar teilweise so eigenartig und künstlich, dass man überlegt, ob hier nicht beim Druck ein Fehler passiert ist (ein undefinierbarer leichter Gelb- und Rotstich liegt auf dem Großteil der Abbildungen). Kein Vergleich zu den genialen Gemälden eines Ken Marschall! Einen "ganz neuen Eindruck von der 'Lusitania'" - wie angekündigt - habe ich jedenfalls sicher nicht erhalten...
Die Fotographien haben zwar durchaus in der Zahl zugenommen - aber ihre Qualität leider nicht. Statt wie erhofft mehr Bilder vom Schiffsinneren zu zeigen (hier schwächelte bereits die Softcover-Ausgabe), wurde die Zahl der Außenaufnahmen der "Lusitania" extrem gesteigert - bis zu einem Punkt, der das Angemessene überschreitet: Selbst wenn man die "Lusitania" wie ich als ästhetisch sehr gelungen betrachtet, fühlt man sich mit einem Dutzend Fotos derselben Szenerie auf einer Doppelseite irgendwann überfordert. Dagegen findet man im ganzen Buch nur zwei (!!!) winzige Abbildungen von Kabinen - hier sind andere Bücher nicht nur deutlich ausführlicher, sondern auch günstiger. Dazu kommen teilweise noch seitenweise Porträtaufnahmen von Passagieren - ich hatte eigentlich ein Buch zur "Lusitania" gekauft, und nicht ein Who-is-who der Gesellschaft von 1910. Naja!
Die größte Enttäuschung war allerdings der groß angekündigte Decksplan. Zwar ist dieser zweifellos sehr ausführlich - doch er ist derart winzig auf einer Doppelseite abgedruckt, dass man nicht einmal mit einer Lupe mehr die Details erkennen kann - und gerade die zeichnen ihn aus und hätten mich interessiert! Zwar wird er in Auszügen an manchen Stellen des Buches in lesbarer Größe gezeigt, aber im Großen und Ganzen bleibt er ein kryptisches Grauschwarzgemisch auf viel zu wenig Platz - schade! Ich hatte mir etwas Ausklapp- und Auffaltbares vorgestellt und bei dem Preis ehrlich gesagt auch erwartet...

Mein Resümee ist also: Wer die Softcoverversion noch nicht besitzt, kann sich überlegen, ob er aus repräsentativen Gründen diese Ausgabe bevorzugt. Wer erstere hingegen bereits sein Eigen nennt, hält mit ihr nahezu dieselbe Information mit vielleicht sogar weniger überladenem Bildmaterial in Händen. Dieses Buch ist jedenfalls deutlich mehr Schein als Sein - und das ist wirklich schade!


Schlachtschiff YAMATO / Battleship YAMATO ( 2DVD Premium Edition )
Schlachtschiff YAMATO / Battleship YAMATO ( 2DVD Premium Edition )
DVD ~ Schlachtschiffe
Preis: EUR 16,99

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mogelpackung mit versöhnlichem Inhalt, 29. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
History Films - Schlachtschiff YAMATO - Japans geheime Flotte ( 2DVD Premium Edition )
Als ich hier im Suchfeld den Begriff "Yamato" eingab und diese Dokumentation in den Ergebnissen erschien, war ich hellauf begeistert: Eine DVD-Dokumentation über das mächtigste Schlachtschiff aller Zeiten - darauf hatte ich lange Zeit gewartet! Professionell erschien mir auch die Aufmachung der Hülle, der Zusatz "2 DVD-Premium-Edition" verlockte zudem mit der Hoffnung auf reichhaltiges Bildmaterial - diese DVD schien die Erfüllung meiner Träume zu sein. Der günstige Preis tat sein Übriges, die Bewertungen waren zahlreich und im Schnitt ausgezeichnet, rasch war die Bestellung aufgegeben...

Nach dem ersten Ansehen des Films folgte leider ebenso rasch die Ernüchterung: Der Titel "Schlachtschiff Yamato" ist - man kann es nicht anders sagen - reine Augenwischerei und Kundenfang. Der Name des berühmtesten japanischen Schlachtschiffs soll hier wohl in erster Linie Kunden anlocken, nicht mehr und nicht weniger. Nur zu Beginn und am Ende der Dokumentation wird kurz auf die "Yamato" und das Schicksal ihrer Schwesterschiffe eingegangen, das dazu verwendete Bildmaterial ist dabei nichts weiter als die bereits x-fach gesehenen Allgemeinplätze - jede Google-Suche verschafft einem mehr Bilder und Informationen. Und um die negativen Aspekte gleich zu Beginn abzuarbeiten: Die Bilder- und Filmgalerien der Bonusmaterialien glänzten allenfalls durch stete Wiederholung bereits gezeigten Materials und verursachten - das mag allerdings auch an meinem DVD-Player gelegen haben - regelmäßig Hänger und andere technische Fehlfunktionen. Einige Schnitzer im Begleittext der "Yamato"-Doku ließen mich dann überdies noch an der fachlichen Qualität zweifeln - genannt sei hier nur die völlig abwegige Äußerung, die deutschen Schiffe der "Scharnhorst"-Klasse hätten eine Höchstgeschwindigkeit von 36 Knoten gehabt.

Ein anderer Punkt, den ich in aller Vorsicht ansprechen möchte, ist die gelegentlich etwas "manipulative" Haltung der Dokumentation, die beispielsweise in übertriebener Länge das "Flaggenlied" der Kaiserlichen Deutschen Marine - wohlgemerkt in einem Film zur japanischen Flotte - einspielt und die Kamikazepiloten Japans unkritisch zu Kriegshelden stilisiert.

Was hätte ich mir erwartet? Eine Dokumentation, die sich "Schlachtschiff Yamato" nennt, sollte in meinen Augen etwa eine deutlich größere Fülle an Archivmaterial zu den Schiffen zeigen (es gibt seltene Fotos, die man hier gut hätte einarbeiten können), Zeitzeugen zu Wort kommen lassen (ob nun im Interview oder durch Verlesen von Schriftzeugnissen), viel genauer auf die Bauweise, Struktur und Funktionsweise des Schiffes eingehen, die verfügbaren Quellen zu den Fahrten, Liegeorten und Kampfeinsätzen auswerten und darstellen (man könnte glauben, außer den Einsätzen bei Leyte und Okinawa hätte die "Yamato" nichts im Krieg unternommen) und vor allem auch auf die modernen Aspekte der Geschichte eingehen: Wie wird den Toten in Japan gedacht? Welche Rolle spielt das Schiff für das Land und sein Selbstverständnis? Und schließlich: Wann und wie wurde das Wrack erforscht, wie sieht es heute aus? Alles dies gehört meines Erachtens bei einer "Premium-Edition-Doku", das den Namen nur eines Schiffes führt, dazu. Leider findet sich hier kaum etwas davon.

Warum also trotzdem drei Sterne? Die Dokumentation liefert - würde man sie ganz ehrlich "Die Geschichte der japanischen Schlachtflotte von 1905 - 1945" nennen - teilweise tatsächlich seltenes Bildmaterial mit verständlichem, meist fundiertem Begleittext. Man erhält einen vollständigen Abriss über Entstehung, Bau und Einsatz der japanischen Großkampfschiffe im 20. Jahrhundert und damit Informationen, die gerade in deutscher Sprache nur selten und kaum in dieser Vollständigkeit verfügbar sind. Kurz und gut: Wer mit der Mogelpackung leben kann, weil er nicht nur an den Schiffen der "Yamato"-Klasse, sondern allgemein an der japanischen Marinegeschichte Interesse zeigt, kann diese DVD ruhigen Gewissens erwerben. Wer allerdings hofft, dass hier endlich ein großer Wurf zur "Yamato" gelungen sei und diese Hoffnung zum Kaufgrund macht, wird leider bitter enttäuscht. Es steht zu hoffen, dass die Produktionsfirma bei anderen Dokumentationen größere Ehrlichkeit bei der Titelwahl an den Tag legen wird.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 6, 2011 11:34 AM CET


Die Scharnhorst: Untergang und Entdeckung des legendären Schlachtschiffs
Die Scharnhorst: Untergang und Entdeckung des legendären Schlachtschiffs
von Alf R Jacobsen
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnder und spannender Schmöker, 29. August 2010
Die Scharnhorst: Untergang und Entdeckung des legendären Schlachtschiffes
Alf Jacobsen ist mit seinem Buch zur "Scharnhorst" ein echt großer Wurf gelungen. Seine eingängige und fesselnde Art zu schreiben hat in heutiger Zeit - gerade in der Abteilung Sachbuch - Seltenheitswert und macht das Buch zu einem literarischen Schmuckstück. Auch die regelmäßigen Wechsel zwischen heute (Suche nach dem Wrack) und damals (Geschichte des Schiffes) sind sehr gelungen und zerstören an keiner Stelle die Verständlichkeit. Der Text bietet detaillierte Informationen ebenso wie Krimispannung und Zeitzeugenberichte - er wird nie langatmig oder unverständlich.

Für einen sensationell günstigen Preis erhält man wirklich viel für sein Geld. Die Qualität der Verarbeitung ist erfreulich gut, man läuft nicht wie bei anderen, preiswerteren Taschenbüchern Gefahr, nach zwei- oder dreimaligem Lesen die Seiten lose in der Hand zu halten. In der Mitte des Buches findet sich zudem ein wenige Seiten umfassender Fototeil mit Aufnahmen des Schiffes und einiger der historischen Protagonisten.

Trotzdem sind einige wenige Dinge anzusprechen, die mich daran gehindert haben, fünf Sterne für das Buch zu vergeben. So missfällt es mir als langjährigem Kenner der deutschen Kriegsschiffe, dass Jacobsen immer wieder willkürlich sowohl "Schlachtschiff" als auch "Schlachtkreuzer" auf die "Scharnhorst" anwendet - hier zeigt sich, dass der Autor zwar unbestritten ein guter Journalist und Schriftsteller, aber eben kein echter Kenner der Materie ist. Außerdem ist die Bildauswahl - wohl auch dem günstigen Preis geschuldet - meiner Meinung nach nicht besonders gut. Es findet sich leider kein einziges Bild des Wracks, und die einzige Totale der "Scharnhorst" zeigt das Schiff ausgerechnet in seinem ursprünglichen Bauzustand, in dem es sich nur wenige Monate nach seiner Indienststellung befunden hat. Eine Aufnahme des Schlachtschiffs während seiner Zeit in Norwegen wäre hier deutlich aussagekräftiger gewesen. Wer als Neuling der Materie generelle Informationen zum Schiff sucht, muss lange suchen: Statt einer an sich üblichen Tabelle mit den wichtigsten Daten wurde nur ein kurzer, relativ versteckter Absatz im Fließtext dem Schiff und seinen Daten gewidmet, der allerdings zentrale Informationen (wie Länge und Breite) verschweigt und stellenweise sogar falsch ist (die maximale Panzerdicke der "Scharnhorst" betrug 35 und nicht, wie im Text angegeben, 32 Zentimeter).

Doch ich will den positiven Gesamteindruck nicht über Gebühr mit vernachlässigbaren Details verstellen: Wer sich zum Kauf dieses Buches entscheidet, erhält für günstiges Geld ein packendes, fundiert recherchiertes und ungemein gut geschriebenes Stück deutscher Marinegeschichte. Rundum zu empfehlen!


RMS Lusitania: The Ship and Her Record
RMS Lusitania: The Ship and Her Record
von Eric Sauder
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucy - mal anders..., 10. März 2010
RMS Lusitania

...denn hier wird die Geschichte der "Lusitania" einmal nicht als eine Kriegsgeschichte, sondern als die eines wunderbaren Schiffes erzählt, das zu seiner Zeit die Menschheit in Erstaunen versetzte und von dem ein Bewunderer sagte, es sei "schöner als Salomos Tempel". In einer Fülle von seltenen und gleichzeitig qualitativ hochwertigen Fotografien wird das Innenleben dieses Luxusliners eindrucksvoll wieder zum Leben erweckt. Gerade für mich als langjährigen Kenner des Schiffes und seiner Geschichte war es faszinierend, fast auf jeder Seite von bisher unbekannten Bildern überrascht zu werden. Kurze, auch für den in der englischen Sprache weniger geübten Leser relativ leicht verständliche Texte und Bilderläuterungen liefern prägnante und fundierte Informationen. Ein gewisser nautischer Grundwortschatz und über reines Touri-Englisch hinausgehende Sprachkenntnisse sind allerdings durchaus für ein flüssiges Verständnis zu empfehlen.
Eric Sauders Buch ist kein textlastiges Lesebuch, sondern ist eher als Mini-Bildband konzipiert. Der relativ geringen Größe ist leider geschuldet, dass die meisten der wie erwähnt absolut sehenswerten Fotos eher kleinformatig abgedruckt werden mussten. Die Geschichte der "Lusitania" wird trotzdem gut umrissen, von den ersten Planungen bis hin zu der dramatischen letzten Fahrt im Mai 1915. Erfrischendweise verzichtet Sauder auf eine Schilderung der Vorgänge während des Untergangs und lässt stattdessen Überlebende aller sozialen Schichten zu Wort kommen, indem er deren Briefe über ihre Erlebnisse abdruckt. Ein mittig angeordneter farbiger Bildteil, der Zeichnungen, Gemälde (u.a. von Ken Marschall) des Schiffs und Fotoaufnahmen des Wracks präsentiert, rundet das Buch ebenso ab wie die Passagierliste der Ersten Klasse von der letzten Überfahrt, die als "Schmankerl" im Anhang beigegeben ist.
Alles in allem ein absolut lesens- und sehenswertes Buch, das für den "Lucy"-Kenner ebenso Neues bietet wie für den Einsteiger, der sich über dieses außergewöhnliche Schiff jenseits der reinen Kriegsereignisse informieren möchte!


Dampfer Titanic: Eisberg voraus: Die letzten Stunden vor der Kollision neu untersucht
Dampfer Titanic: Eisberg voraus: Die letzten Stunden vor der Kollision neu untersucht
von Susanne Störmer
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Revolutionäres für wenig Geld - ein Muss für alle Fans!, 6. Oktober 2009
Dampfer Titanic: Eisberg voraus: Die letzten Stunden vor der Kollision neu untersucht
Susanne Störmer entwickelt in ihrem Buch eine faszinierende, von der ersten bis zur letzten Seite spannende und dabei äußerst fundierte Rekonstruktion der letzten Stunden des Schiffes und kommt dabei zu Ergebnissen, die ebenso unerwartet wie ungewöhnlich sind. Auch eingefleischte Kenner der Materie - wie ich - erleben die altbekannte Geschichte der "Titanic" mit jeder Seite völlig neu. Wer erleben möchte, wie seine aus Film, Fernsehen und älteren Büchern aufgebaute Vorstellung von jener Nacht Stück für Stück demontiert wird, für den ist dieses Buch ein absolutes Muss! Frau Störmer mit ihm hat ein ganz neues Kapitel der "Titanic"-Forschung aufgeschlagen. Nur vier Sterne trotzdem, Grund dafür ist die Tatsache, dass die Autorin zwar eine unbestrittene Koryphäe des "Titanic"-Faches ist, aber leider nicht die geborene Schriftstellerin. Teilweise ist es aufgrund ihres etwas holprigen und gelegentlich auch unpassend flapsigen Schreibstils für die Leser nicht ganz leicht, den komplexen Gedankengängen immer ohne Weiteres zu folgen. Trotzdem: Ein Muss für jeden, der mit der "Titanic" neue Wege beschreiten möchte! Unbedingt empfehlenswert!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2014 6:16 PM CET


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