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Rezensionen verfasst von
SonataFanatica

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Cold As the Clay
Cold As the Clay
Preis: EUR 19,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bad Religions Stimme auf Country-Pfaden, 3. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cold As the Clay (Audio CD)
Endlich erscheint nach ganzen 10 Jahren das zweite Solowerk von Bad Religion-Stimme Greg Graffin. Nach dem 1996er "American Lesion", welches nicht den Namen Greg Graffin auf dem Cover trug und welches eine breitgefächerte Akustik-Landschaft irgendwo zwischen Jazz, Blues und Swing zu bieten hatte, wendet sich Greg auf "Cold As The Clay" ausschließlich dem klassischen, traditionellen Country-Stil.

Insofern kann man "Cold As The Clay" so gut wie garnicht mit "American Lesion" vergleichen. (Einziges "American Lesion"-Stück, welches ansatzweise mit dem Material auf "Cold As The Clay" vergleichbar ist, ist "The Fault Line". Nur so als Information für Leute, die Gregs erstes Solowerk besitzen und sich nun fragen, was sie von dem Zweitwerk zu erwarten haben.)

Stellt sich nur die Frage, für wen "Cold As The Clay" 'geeignet' ist...

Bad Religion-Fans, welche Gregs Stimme sehr mögen und auch ruhigere Songs lieben - sprich: nicht ausschließlich schnellem Punkrock verschrieben sind - werden eventuell Gefallen daran finden. Diesen Leuten empfehle ich jedoch eher Gregs erstes Soloalbum "American Lesion", da es von den Songstrukturen teilweise sehr an Bad Religion-Songs erinnert.

Wer allerdings mit Countrymusik generell NICHTS anfangen kann, sollte von "Cold As The Clay" die Finger lassen.

Nicht nur, weil es sich bei der Instrumentierung um Country handelt - nicht selten kommt dieses typische amerikanische Fernfahrer-Feeling oder das "wir sind auf einem Pilger/Western-Dorffest"-Feeling auf und man wird streckenweise an Mistgabel-schwingende Hillbillies erinnert - sondern auch, weil Greg TEXTLICH alle Country-Klischees bedient, die man sich vorstellen kann. So geht es um Pilger-Geschichten wie "hach Schatz, lass uns hier niedersiedeln und keine Angst vor den Pilgern im Planwagen neben uns haben" oder um Jack, der Mary versprochen hat, sie zu heiraten und sie reich zu beschenken, sie stattdessen aber lieber in einem See ertränkt und dafür ins Gefängnis kommt...

Nichtsdestotrotz bietet Greg stimmlich absolute Höchstleistungen und wer seine Stimme mag, wird an manchen Stellen definitiv Gänsehaut bekommen. Also auf jeden Fall einmal antesten und dann selbst entscheiden!

Aufgrund der Tatsache, dass Greg das, wofür er sich hier entschieden hat, lückenlos perfekt darbietet, vergebe ich in der Bewertung ganze 5 Sterne. Mir selbst gefallen zwar einige Melodien und einige Instrument-Passagen nicht so sehr (die Western-Banjos in Lied 7 und 8 nerven mich nach einer Weile ziemlich), doch objektiv gesehen ist alles im Lot - die Qualität der Stücke ist sehr hoch.


Cold As the Clay
Cold As the Clay
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 7,85

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Greg Graffin auf Country-Pfaden, 3. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cold As the Clay (Audio CD)
Endlich erscheint nach ganzen 10 Jahren das zweite Solowerk von Bad Religion-Stimme Greg Graffin. Nach dem 1996er "American Lesion", welches nicht den Namen Greg Graffin auf dem Cover trug und welches eine breitgefächerte Akustik-Landschaft irgendwo zwischen Jazz, Blues und Swing zu bieten hatte, wendet sich Greg auf "Cold As The Clay" ausschließlich dem klassischen, traditionellen Country-Stil.

Insofern kann man "Cold As The Clay" so gut wie garnicht mit "American Lesion" vergleichen. (Einziges "American Lesion"-Stück, welches ansatzweise mit dem Material auf "Cold As The Clay" vergleichbar ist, ist "The Fault Line". Nur so als Information für Leute, die Gregs erstes Solowerk besitzen und sich nun fragen, was sie von dem Zweitwerk zu erwarten haben.)

Stellt sich nur die Frage, für wen "Cold As The Clay" 'geeignet' ist...

Bad Religion-Fans, welche Gregs Stimme sehr mögen und auch ruhigere Songs lieben - sprich: nicht ausschließlich schnellem Punkrock verschrieben sind - werden eventuell Gefallen daran finden. Diesen Leuten empfehle ich jedoch eher Gregs erstes Soloalbum "American Lesion", da es von den Songstrukturen teilweise sehr an Bad Religion-Songs erinnert.

Wer allerdings mit Countrymusik generell NICHTS anfangen kann, sollte von "Cold As The Clay" die Finger lassen.

Nicht nur, weil es sich bei der Instrumentierung um Country handelt - nicht selten kommt dieses typische amerikanische Fernfahrer-Feeling oder das "wir sind auf einem Pilger/Western-Dorffest"-Feeling auf und man wird streckenweise an Mistgabel-schwingende Hillbillies erinnert - sondern auch, weil Greg TEXTLICH alle Country-Klischees bedient, die man sich vorstellen kann. So geht es um Pilger-Geschichten wie "hach Schatz, lass uns hier niedersiedeln und keine Angst vor den Pilgern im Planwagen neben uns haben" oder um Jack, der Mary versprochen hat, sie zu heiraten und sie reich zu beschenken, sie stattdessen aber lieber in einem See ertränkt und dafür ins Gefängnis kommt...

Nichtsdestotrotz bietet Greg stimmlich absolute Höchstleistungen und wer seine Stimme mag, wird an manchen Stellen definitiv Gänsehaut bekommen. Also auf jeden Fall einmal antesten und dann selbst entscheiden!

Aufgrund der Tatsache, dass Greg das, wofür er sich hier entschieden hat, lückenlos perfekt darbietet, vergebe ich in der Bewertung ganze 5 Sterne. Mir selbst gefallen zwar einige Melodien und einige Instrument-Passagen nicht so sehr (die Western-Banjos in Lied 7 und 8 nerven mich nach einer Weile ziemlich), doch objektiv gesehen ist alles im Lot - die Qualität der Stücke ist sehr hoch.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2008 3:06 PM MEST


Dagon
Dagon
DVD ~ Ezra Godden
Wird angeboten von Filmexpress
Preis: EUR 4,55

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verfilmung zu "Schatten über Innsmouth" - zwar irgendwie seltsam, aber gut!, 27. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Dagon (DVD)
Howard Philips Lovecraft's legendäre Story "Schatten über Innsmouth" originalgetreu zu verfilmen, ist mit diesem Film relativ gut gelungen. Wenn man die Geschichte um die furchterregende Hafenstadt mag, sollte man sich "Dagon" definitiv zu Gemüte führen. Viele Ideen aus der Romanvorlage und auch aus einigen anderen Lovecraft-Stories wurden für den Film verwendet und bis heute ist "Dagon" einer der wenigen Filme, die das typische Lovecraft-Feeling auch rüberbringen.

Leider Gottes wirkt der Film ein wenig hölzern. Ganz besonders die Schusseligkeit des Protagonisten ist manchmal hart an der Grenze zur Albernheit. Die dunkelhaarige Macarena Gomez spielt ihre Rolle als Verführerin allerdings sehr gut und ist generell eine wirkliche Schönheit :)

Doch... insgesamt hat man immer das Gefühl im Nacken, als säße man vor einer mittelmäßigen Produktion, die höchstens spät nachts im Fernsehen läuft. Wenn man dieses Gefühl aber ignoriert, steht der guten Unterhaltung nichts im Weg. Special Effects gibt es relativ wenige, aber diese sind zumindest gut gemacht und wirken zu keiner Zeit "gummiartig" oder so. Die bedrohliche Atmosphäre in Innsmouth kommt durchaus gut rüber.

Lovecraft-Fans werden über diesen Film sicherlich geteilter Meinung sein. Wer aber einmal einen guten "Innsmouth"-Abend verbringen möchte, der sollte sich "Dagon" auf jeden Fall anschauen. Zudem ist der Film sehr günstig zu erstehen: ca. 5 Euro für die Bereicherung der Lovecraft-Sammlung ist echt nicht zuviel!

Fazit:

4 von 5 Sternen

Gelungene und günstig zu erstehende Lovecraft-Umsetzung, wenn auch hin und wieder mit Trash-Film-Flair.


Per Anhalter durch die Galaxis
Per Anhalter durch die Galaxis
DVD ~ Sam Rockwell
Preis: EUR 5,99

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders als das Original -- aber sehr sehenswert und sympathisch!, 27. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Per Anhalter durch die Galaxis (DVD)
Meine Güte, all diese schlechten Kundenrezensionen zu diesem eigentlich sehr guten Film zu lesen, deprimiert schon sehr. Ich verstehe diese Leute einfach nicht.

Wer die Bücher kennt, der weiß definitiv, dass man UNMÖGLICH all den Stoff - besonders in Douglas-Adams-typischer Rhetorik - auf die Leinwand bringen kann.

UND SELBST WENN MAN ES KÖNNTE: wer, der das Original kennt, würde sich denn überhaupt um den Film scheren, wenn man die Gags doch eh alle bereits schon kennt, sei es aus dem Buch, aus der alten BBC-Serie, aus dem Hörspiel, oder Gott weiß woher?!!! Witze, die man zum hundertsten Mal hört, SIND einfach nicht mehr lustig!

Also musste etwas her, das zwar den typischen Stil und die Rahmenhandlung von "Per Anhalter" auf den Bildschirm bringt - aber trotzdem eine neue Würze in den Film bringt, um ihn auch für Adams-Veteranen interessant und lustig zu machen - und eben das ist DEFINITIV gelungen! Und zwar indem man eine Art abgewandelte Story verfilmt, die eines Douglas Adams würdig ist: mit Elementen aus dem ersten Buch "Per Anhalter durch die Galaxis", plus Gags aus den anderen Büchern, PLUS Elementen, die neu erfunden wurden.

Für Leute, die das Original - sprich: die Vorlage(n) zu "Per Anhalter" - noch nicht kennen, ist der Film ein guter Appetitmacher. Und für alteingesessene Fans ist der Film sicherlich eine große Bereicherung!

Fazit: SEHR guter Film! Die Problematik "wie verfilmt man etwas, das 90% aller Leute schon kennen und macht es trotzdem interessant" wurde SEHR SEHR gut gelöst!

Bleibt zu hoffen, dass die Filmemacher das selbe Talent für einen Teil 2 (der folgerichtig "Das Restaurant am Ende des Universums" heißen müsste) nutzen!


Iced Earth - Alive In Athens
Iced Earth - Alive In Athens
DVD ~ Iced Earth
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 19,77

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Magie der Glanzzeit von Iced Earth, akzeptabel dargeboten..., 27. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Iced Earth - Alive In Athens (DVD)
Eines vorweg: Jon Schaffer, Mastermind der Band Iced Earth, hat im offiziellen Internetforum der Band selbst geschrieben, dass die Qualität der "Alive In Athens"-DVD zu wünschen übrig lässt. So schrieb er, dass die Qualität "substandard" sei, und mit (nur) 3 Kameras für den deutschen Musiksender Viva mitgeschnitten wurde. (Er selbst hat die Show als Gast-VJ mitmoderiert und neben den Stücken der "Alive In Athens"-Show auch Lieder anderer Bands präsentiert.)

Doch sollen die Fans nun keine Angst bekommen oder Abneigung spüren: Jon schrieb nämlich auch folgendes: "Ich möchte nicht so klingen, als sei die DVD mit einer schrecklichen Amateur-Bootleg-DVD vergleichbar - es ist nur so, dass die DVD nicht wirklich den hohen Standard repräsentiert, den die Fans heutzutage von Iced Earth gewohnt sind."

Soviel zu den Worten des Meisters. Nach einigen Durchläufen der DVD kann ich aber die Zweifler unter euch beruhigen: der Kauf der DVD lohnt sich trotzdem. Logisch, dass man sich soundtechnisch wesentlich besser die 3-CD-Box von "Alive In Athens" anhören sollte, doch wurde der Ton für 5.1 DTS Surround Sound remastert, sodass alles im grünen Bereich ist. Auch optisch bleiben keine Wünsche übrig. Die verschiedenen Kamera-Ansichten sind schön abwechslungsreich und man bekommt die Energie deutlich zu spüren, die Iced Earth an diesem legendären Abend versprühten. Diesbezüglich gebe ich also 4 von 5 möglichen Sternen als Bewertung.

Die DVD enthält (wie natürlich schon die 199er 3-CD-Box) alle relevanten bzw. guten Songs der Band beinhaltet, nämlich insgesamt 28 Titel plus Intro und Outro. Leider sind jedoch 4 (meiner Meinung nach wirklich wichtige) Songs nicht auf der DVD enthalten. 3 Songs (nämlich "Iced Earth", "Slave To The Dark" und "A Question Of Heaven") wurden nicht aufgezeichnet, da die Bänder der Kameras gewechselt wurden. Der vierte fehlende Song, nämlich "Colors", welcher auch schon auf der 3-CD-Version nicht enthalten war, aber auf der Melancholy-EP nachgereicht wurde, fehlt leider auch hier. Wirklich schade also, dass nicht die komplette Show zu sehen ist.

Wer von dieser DVD, die eigentlich ein Monumentalwerk hätte werden können (die CD-Version gilt als eines der absoluten Live-Meisterwerke des Metal) erwartet, nun auch eine große Menge Extras geliefert zu bekommen, wird jedoch derbe enttäuscht. So finden sich als Extras lediglich ein kurzes Backstage-Video (nur knappe viereinhalb Minuten lang) und das Viva-Interview-Video "Jon Schaffer in Athens", ein kleiner persönlicher Teil des Masterminds (nur ca. dreieinhalb Minuten lang), als Zusatz auf der DVD. Ich denke ich stehe mit meiner Meinung nicht allein da, dass knappe ACHT MINUTEN Extras definitiv viel zu mager sind!

Trotz dieses Makels ist die DVD für Iced Earth-Fans ein absolutes MUSS, denn es handelt sich um die einzige offizielle Live-Aufnahme mit dem unvergleichlichen Matthew Barlow als Sänger. Jon Schaffer kündigte zwar im Internetforum schon an, dass die Band von ihrer anstehenden Welttournee eine viel bessere DVD aufzeichnen lassen werde - doch dort wird dann lediglich Tim "The Ripper" Owens am Mikrofon zu sehen sein. Insofern handelt es sich bei der "Alive In Athens"-DVD DURCHAUS um einen wichtigen Teil Metal-Geschichte!

Iced Earth-Fans sollten also definitiv zugreifen, während Iced Earth-Neulinge die DVD zumindest antesten sollten, da sie ein Stück Metal-Geschichte geliefert bekommen und anschließend mit hoher Wahrscheinlichkeit Fans der Band werden.

Anbei noch die komplette Tracklist:

01. Intro [01:53]

02. Burning Times [03:32]

03. Vengeance is Mine [04:07]

04. Dark Saga [03:30]

05. Last Laugh [04:15]

06. Cast in Stone [05:53]

07. Last December [03:28]

08. Pure Evil [06:16]

09. Desert Rain [06:29]

10. Dante's Inferno [16:20]

11. The Hunter [03:58]

12. Melancholy (Holy Martyr) [05:04]

13. Angels Holocaust [04:38]

14. Stormrider [04:45]

15. The Path I Choose [05:39]

16. Watching Over Me [05:12]

17. Diary [05:57]

18. Blessed Are You [05:08]

19. When the Night Falls [07:21]

20. My Own Savior [03:47]

21. Travel in Stygian [09:17]

22. Violate [04:38]

23. Stand Alone [03:23]

24. Brainwashed [05:43]

25. Disciples of the Lie [04:10]

26. I Died For You [05:01]

27. Prophecy [06:10]

28. Birth of the Wicked [05:44]

29. The Coming Curse [08:08]

30. Epilog [02:36]

---

31. Iced Earth Backstage [04:21]

32. Jon Schaffer In Athens [03:26]

Insgesamt kommt die DVD auf eine Spielzeit von ca. 171 Minuten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 8, 2012 4:11 PM CET


Rollercoaster Tycoon 3 (Best of Atari)
Rollercoaster Tycoon 3 (Best of Atari)
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 21,87

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles einsteigen! Rollercoaster Tycoon 3 bietet Spaß für Jung und Alt!, 17. Oktober 2006
Im Grunde bin ich kein Fan von Wirtschaftssimulationen, mein Hauptinteresse gilt dem Adventure-Genre. Doch als ich einer Freundin Rollercoaster Tycoon 3 kaufte und es nicht eingeschweißt war, habe ich es mal spaßeshalber auf meiner Festplatte installiert und angetestet. Und nach einer kurzen Einarbeitungszeit in die doch recht intuitive Steuerung hat mich das absolute Freizeitpark-Fieber gepackt. Nie habe ich einen besseren geistigen Nachfolger des guten alten Spiels "Theme Park" gesehen, nicht einmal "Theme Park World" kann da mithalten! Inzwischen habe ich mir das Spiel selbst gekauft und bin restlos begeistert!

Die Unmenge an aufregenden und liebevoll animierten Attraktionen, die wie schon erwähnt sehr benutzerfreundliche Bedienung und die selbst für Ende 2006 noch absolut exzellente Grafik sind hervorzuhebende Stärken des Spiels. Mal entspannende, mal rockige Musik untermalen den Aufbaumodus sobald man weiter wegzoomt, andernfalls regiert die für jede Attraktion einstellbare sehr gute Musik. Absoluter Höhepunkt ist aber die Tatsache, dass man in fast jede Attraktion selbst "einsteigen", sprich aus der Ich-Perspektive mit ihr "fahren" kann - nicht selten hat man das Gefühl, tatsächlich den eigenen Park hautnah zu erleben. Und zu jeder Zeit im Spiel kann man die 3D-Ansicht so einstellen, wie man möchte. Mehr noch als im guten alten "Theme Park" hat man sich sehr viel Mühe mit den Verhaltensweisen, Gedanken und Animationen der Parkbesucher gegeben. So laufen die Leute nicht einfach nur durch den Park, kaufen Dinge und fahren mit den Attraktionen, sondern genießen sichtlich ihr Leben, küssen sich, beobachten die Mitmenschen, nehmen die Kinder an die Hand und lachen, weinen, spielen. So macht es nicht nur Spaß, den Park aufzubauen - man sieht auch anschließend stundenlang einfach gern dem bunten Treiben zu.

Einziger (zugegeben ziemlich irrelevanter) Kritikpunkt ist, dass die Zeit auch im normalen Modus recht schnell vergeht: manchmal steigt man virtuell morgens in eine Achterbahn und beendet die Fahrt um Mitternacht. Naja.

Zudem hat man manchmal Probleme, nachdem man das Terrain verändert hat. Mir ist es zum Beispiel öfters schon passiert, dass ich eine ziemlich hügelige Landschaft gestaltet habe, auf der meine Achterbahn auch problemlos stehen konnte, doch hatte ich anschließend keinerlei Chance, das Eingangs-Häuschen der Bahn irgendwo zu platzieren, sodass ich die Bahn wohl oder übel wieder abreißen musste. Doch auch dies ist kein ernstgemeinter Makel des Spiels, da man dies ja selbst in der Hand hat und man MUSS ja nicht zwangsweise "Gott spielen" und die Landschaft verändern.

Fazit: ein wunderbarer Zeitvertreib - definitiv 5 Sterne für den Unterhaltungswert und noch einmal 5 Punkte für die Gesamtbewertung. Ich gebe eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Die kunterbunten "Rollercoaster Tycoon 3"-Welten (und auch beide Erweiterungen "Soaked!" und "Wild!") verdienen einen Ehrenplatz in jeder guten Spielesammlung.


Roller Coaster Tycoon 3 - Deluxe Edition
Roller Coaster Tycoon 3 - Deluxe Edition

40 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine geniale und kunterbunte Welt der Unterhaltung, 17. Oktober 2006
Im Grunde bin ich kein Fan von Wirtschaftssimulationen, mein Hauptinteresse gilt dem Adventure-Genre. Doch habe ich es mal spaßeshalber auf meiner Festplatte installiert und angetestet. Und nach einer kurzen Einarbeitungszeit in die doch recht intuitive Steuerung hat mich das absolute Freizeitpark-Fieber gepackt. Nie habe ich einen besseren geistigen Nachfolger des guten alten Spiels "Theme Park" gesehen, nicht einmal "Theme Park World" kann da mithalten! Inzwischen habe ich mir das Spiel selbst, inklusive beider Erweiterungen "Soaked!" (zu deutsch "durchnässt", mit dem Hauptschwerpunkt Schwimmbäder und Wasserbahnen) und "Wild!" (in dem man Tierparks - z.B. à la Jurassic Park - aufbauen kann) gekauft und bin restlos begeistert!

Die Unmenge an aufregenden und liebevoll animierten Attraktionen, die wie schon erwähnt sehr benutzerfreundliche Bedienung und die selbst für Ende 2006 noch absolut exzellente Grafik sind hervorzuhebende Stärken des Spiels. Mal entspannende, mal rockige Musik untermalen den Aufbaumodus sobald man weiter wegzoomt, andernfalls regiert die für jede Attraktion einstellbare sehr gute Musik. Absoluter Höhepunkt ist aber die Tatsache, dass man in fast jede Attraktion selbst "einsteigen", sprich aus der Ich-Perspektive mit ihr "fahren" kann - nicht selten hat man das Gefühl, tatsächlich den eigenen Park hautnah zu erleben. Und zu jeder Zeit im Spiel kann man die 3D-Ansicht so einstellen, wie man möchte. Mehr noch als im guten alten "Theme Park" hat man sich sehr viel Mühe mit den Verhaltensweisen, Gedanken und Animationen der Parkbesucher gegeben. So laufen die Leute nicht einfach nur durch den Park, kaufen Dinge und fahren mit den Attraktionen, sondern genießen sichtlich ihr Leben, küssen sich, beobachten die Mitmenschen, nehmen die Kinder an die Hand und lachen, weinen, spielen. So macht es nicht nur Spaß, den Park aufzubauen - man sieht auch anschließend stundenlang einfach gern dem bunten Treiben zu.

Einziger (zugegeben ziemlich irrelevanter) Kritikpunkt ist, dass die Zeit auch im normalen Modus recht schnell vergeht: manchmal steigt man virtuell morgens in eine Achterbahn und beendet die Fahrt um Mitternacht. Naja.
Zudem hat man manchmal Probleme, nachdem man das Terrain verändert hat. Mir ist es zum Beispiel öfters schon passiert, dass ich eine ziemlich hügelige Landschaft gestaltet habe, auf der meine Achterbahn auch problemlos stehen konnte, doch hatte ich anschließend keinerlei Chance, das Eingangs-Häuschen der Bahn irgendwo zu platzieren, sodass ich die Bahn wohl oder übel wieder abreißen musste. Doch auch dies ist kein ernstgemeinter Makel des Spiels, da man dies ja selbst in der Hand hat und man MUSS ja nicht zwangsweise "Gott spielen" und die Landschaft verändern.

Fazit: ein wunderbarer Zeitvertreib - definitiv 5 Sterne für den Unterhaltungswert und noch einmal 5 Punkte für die Gesamtbewertung. Ich gebe eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Dieses Komplettpaket von "Rollercoaster Tycoon 3" verdient einen Ehrenplatz in jeder guten Spielesammlung.


Age of Pirates: Caribbean Tales
Age of Pirates: Caribbean Tales
Wird angeboten von welle11
Preis: EUR 37,90

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sea Dogs 2 1/2? Fluch der Karibik 1 1/2? Kaum mehr als ein Add-On?, 13. Oktober 2006
Eines vorweg: ich persönlich bin ein Riesenfan vom Vorgänger dieses Spiels, nämlich "Fluch der Karibik" (bzw. "Sea Dogs 2" wie es eigentlich heißt). Schon bei "FDK" gab es einige Mängel, die einem den Spielspaß ziemlich vermurksen konnten. Doch wer über diese hinwegsah, bekam Piratenatmosphäre und Abenteuer en masse.

Schon vor Monaten fiel mir die russische Originalversion von "Age Of Pirates - Caribbean Tales" in die Hände, welche ich trotz der Tatsache, dass ich GAR kein russisch kann, unbedingt installieren und antesten musste, denn nun lag doch endlich der Nachfolger des einzigen Spiels vor, zu welchem ich je ein ausführliches FAQ/Walkthrough geschrieben habe (über 50 A4-Seiten lang). Doch anstatt eine komplexere Variante des Vorgängers zu bekommen, war fast alles beim Alten. Inzwischen habe ich mir die deutsche Version gekauft und bin noch immer dabei, mit mir selbst zu kämpfen, ob ich es nun weiterspielen soll, oder doch lieber wieder den Vorgänger zu installieren, welcher in mancherlei Hinsicht etwas mehr Charme hat. Aber gehen wir mal ins Detail.

Das neue Interface sieht wirklich klasse aus. Es stehen einem nun vielmehr Optionen offen, wie man seinen Charakter entwickelt (erinnert schon fast an die komplexe Charakterentwicklung der "Fallout"-Spiele!) und auch Spieloptionen-technisch ist einiges dazugekommen.

Das Spiel selbst spielt sich allerdings EXAKT wie der Vorgänger. Heißt das, dass Fans des Vorgängers nun blind zugreifen können? - Nicht ganz!

Storytechnisch ist es bei "Age Of Pirates" zunächst sehr schwierig, überhaupt einen roten Faden zu finden. Man bekommt zwar direkt zum Spieleinstieg einen Questanfang, nämlich Nachricht vom eigentlich verstorbenen Vater, aber wo man eigentlich mit seinem Abenteuer ANFANGEN soll, weiß man schlicht und einfach nicht. Es gibt nicht EINEN Anhaltspunkt!

Insofern spricht man viele Leute, welche (abschaltbare) Rufzeichen über den Köpfen schweben haben, auf den Inseln an, was einem Erfahrungspunkte bringt. Doch was dann? Viele viele Missionen kann man sich ergattern, indem man in Tavernen, beim Gouverneur oder bei Händlern oder Passanten anfragt, aber wozu das Ganze? Man entwickelt schön seinen Charakter, aber das war's dann auch schon. Wenn man wenigstens zusätzlich zur Charakterentwicklung, Schiffsergatterung und all den Freiheiten im Spiel eine Hauptquest hätte, welche einen ein wenig an die Hand nimmt - nein, leider nichts dergleichen.

Sound- und Musiktechnisch ist alles beim Alten, wobei Softwareschmiede Akella sich hier wesentlich weniger Mühe gegeben hat, als bei "Fluch der Karibik" (wohl, weil aufgrund des Disney-Sponsoring zuvor mehr Geld da war): so hört man von Leuten, die man anspricht, immer und immer und immer wieder ein und denselben Satz! Wo "Fluch der Karibik" noch mit vielen verschiedenen lustigen Sprüchen (in verschiedenen Akzenten, um die verschiedenen Nationalitäten hervorzuheben) glänzte, hört man hier tatsächlich immer dieselben Sätze - und zwar einen pro Thema. Sehr schade, wirklich. Auch Musiktechnisch gibt es viel weniger im Spiel zu hören. Dafür ist die Musik aber sehr gut gelungen.

Die Spielsteuerung ist übrigens diesmal von vornherein schon besser geraten und glücklicherweise ist auch die Umstellungsmöglichkeit gegeben.

Das Fechten macht nun wesentlich mehr Spaß, da man verschiedene Hieb- und Stichmöglichkeiten hat und nun die Gegner Lebens- und Ausdauerbalken über dem Kopf schweben haben - so verwechselt man sie beim Entern nicht mehr mit den eigenen Leuten, da diese keine Balken über dem Kopf haben. Bei "Fluch der Karibik" war das immer so eine Sache...

Ärgerlich ist übrigens, dass man bei Handels- oder Eskortiermissionen oft an Orte bzw. Inseln geschickt wird, die es garnicht gibt. Seltsam, wirklich.

Zudem ist das Spiel insgesamt sehr schwierig geraten: immer wieder fährt man auf der Übersichtskarte von einem Piratenschiff ins nächste, sodass schnelle Fahrten von A nach B sehr erschwert werden. Und die Schiffe umgehen? Geht kaum! Zumeist sehr ärgerlich.

Ich gebe dem Spiel lediglich 3 Sterne, weil es doch hin und wieder viel Spaß bereitet, doch leider viel zuviel Potenzial verschenkt hat. Insgesamt sollte man sich das Spiel wirklich nur zulegen, wenn man ein absoluter Fan des Vorgängers ist, oder aber wenn man den Vorgänger garnicht kennt. Denn im Grunde wirkt "Age Of Pirates - Caribbean Tales" eher wie ein Add-On zu "Fluch der Karibik", mit etwas komplexeren Menüs. Mehr nicht.


Best of...
Best of...
Preis: EUR 9,29

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr schlecht als recht, 20. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Best of... (Audio CD)
WENN es schon eine Best-Of sein muss (die sich ein "richtiger" Fan in diesem Fall absolut sparen kann, da nicht ein einziger Song darauf enthalten ist, der nicht auf den regulären Alben zu finden ist), dann sollte es für eine Band wie Fear Factory durchaus ein 100-PROZENTIG durchdachtes Release sein. Und das ist diese CD keineswegs.

Beginnend mit dem Cover. Kennt irgendwer von euch dieses Poster bzw. Shirt "The History Of Fear Factory", wo alle 4 Versionen des FF-Logos (bis "Digimortal") nebeneinander stehen? SO ETWAS hätte es für das Cover getan! Wenn ich diese CD irgendwo im Laden gefunden hätte, hätte ich sie definitiv als inoffizielle Best-Of angesehen und somit nicht einmal gekauft!

Weiter gehts mit der Auswahl der Tracks. Dass es sich um magere 12 Tracks handelt, lässt einem Fan die Haare zu Berge stehen! Aber sicher doch! Da ist also eine Band, die eine ganze Stilrichtung geprägt, wenn nicht gar (mit-)gegründet hat, und da fassen wir deren 14-jährige Karriere doch einfach mal mit ZWÖLF mickrigen Tracks zusammen... da kann man nur resigniert den Kopf schütteln. Eine Doppel-CD wäre echt nicht zuviel verlangt gewesen.

Die ersten drei Tracks sind vom Debütalbum "Soul Of A New Machine" entnommen: "Martyr", "Scapegoat" und "Scumgrief". Meiner Meinung nach eine relativ gut getroffene Wahl, aber darüber lässt sich streiten.

Auch die darauf folgenden vier Tracks, die dem zweiten (revolutionären!) Album "Demanufacture" entnommen sind, sind eine gute Auswahl: "Demanufacture", "Self Bias Resistor", "Zero Signal" und das obergeniale "Replica". Dennoch würde ich jemandem, der Fear Factory nicht kennt, auch definitiv den Song "H-K (Hunter-Killer)" mit dazupacken! Ohne den ist man, was Fear Factory angeht, schlichtweg unwissend!

Anschließend gibt es noch 4 Songs aus dem (Konzept-)Album "Obsolete", und das sind: "Shock", "Edgecrusher", "Resurrection" und der Bonustrack "Cars" als Remix. Auch eine gute Auswahl. Aber wo um Himmels Willen ist "Descent"?? Ich möchte den Song durchaus als (entschuldigt den Ausdruck) Hitsingle betiteln! Und ohne "Securitron (Police State 2000)" wird wohl niemand so recht nachvollziehen können, was für eine einzigartige Atmosphäre die "Obsolete"-Konzept-Story verbreitet!

Dass von "Digimortal", dem von Fans ziemlich umstrittenen Werk (viele halten es für sehr kommerziell), lediglich EIN EINZIGER Track enthalten ist, ist einfach nur lächerlich! Dass es sich hierbei um "Linchpin" handelt, brauche ich glaube ich garnicht mehr erwähnen. Kein "Invisible Wounds (Dark Bodies)", obwohl es eine der genialsten Halbballaden ist, die es gibt! Kein "Digimortal", trotz des ohrwurmigen Charakters dieses Songs und leider leider leider auch kein "(Memory Imprints) Never End", welches die Spanne der "Digimortal"-Songs perfekt abgeschlossen hätte. Na, vielen Dank!

Doch der größte Patzer, den sich Fear Factory hier erlauben, ist definitiv der, dass sie KEINEN EINZIGEN Song von ihrem (von der Presse oft als "großes Comeback"-Album angepriesenen) Album "Archetype" verwenden! Zumindest "Slave Labor" und "Cyberwaste" hätten drauf geMUSST!! Ganz zu schweigen vom Titeltrack "Archetype", auch weil er lyrisch davon handelt, dass die Jungs wieder da sind und zwar besser denn je. Einfach nur albern, ehrlich!

Da "Transgression" mehr als nur einen derben Rückschritt darstellte, ist es nicht GANZ so schlimm, dass diese Best-Of keinen der Tracks enthält, schließlich heißt es ja "BEST"-Of. Allerdings hätte man zumindest dessen Opener "540000 Degrees Fahrenheit" mit draufpacken können, der Komplettheit Willen - UND weil der Song im Endeffekt ein ziemlicher Ohrwurm ist.

Um diesen Roman einer Rezension zusammenzufassen: was ein Orkan hätte werden können, stellte sich als ein Husten heraus. Was ein Denkmal hätte werden können, wurde zu einem irrelevanten Stück Plastik. Wieder einmal eine Best-Of, die niemand wirklich braucht. Einfach schade.


Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth
Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genial atmosphärischer Horror-Schocker!, 22. April 2006
"Call Of Cthulhu - Dark Corners Of The Earth" kann im weitesten Sinne als Adaption des Romans "Schatten über Innsmouth" von H.P.Lovecraft gesehen werden. Zum Spielen dieses Spiels werden jedoch keine Vorkenntnisse benötigt - eher noch ist es besser, wenn man den Roman zuvor noch nicht kennt, so dass man eventuell etwas geschockter darüber ist, was in der Stadt Innsmouth so vor sich geht. Ich selbst kannte den Roman schon und glaubte also in etwa zu wissen, was mich erwarten würde. Nun, bezüglich der Story hatte ich ansatzweise Recht. Jedoch übertrifft dieses geniale Erlebnis, das dieses Spiel darstellt, meine Erwartungen noch ziemlich. Auch für Insider hält dieses Spiel unheimlich viel Neues bereit! Und außerdem: wer hat sich beim Lesen nicht gewünscht, all dies mal selbst (aus sicherer Lage) zu erleben? :)

Zu allererst einmal ein wichtiges Feature: es gibt KEINE ständig sichtbare Health-Anzeige im Spiel. Wer nun glaubt, dies sei schlecht, liegt falsch! Der körperliche (und psychische!) Zustand unseres Protagonisten wird durch geniale Effekte angezeigt. So beginnt man zu humpeln, wenn man am Bein verletzt wurde, die Sicht verschwimmt eine Zeitlang, sobald man zuviele ekelige Dinge gesehen hat oder wenn man von einem hohen Gebäude hinabblickt (man hat halt Höhenangst). Auch beginnt man schwer zu atmen, wenn man zu sehr lädiert ist. Cool ist auch, dass man paranoide Selbstgespräche führt, wenn es zu derbe wird...

Wenn man verwundet ist, kann man nicht einfach ein paar Health-Drinks oder so einen Kram trinken, sondern muss sich eine sichere Ecke suchen und die Wunden verarzten (was glücklicherweise recht schnell geht). Es gibt zwar noch die Notlösung, dass man sich Morphium spritzt (wovon man eine endlose Menge im Inventar hat), doch sollte man es damit nicht übertreiben, da dies üble Nebenwirkungen haben kann. Im schlimmsten Fall (wenn man zuviel direkt hintereinander spritzt) kann dies zu Selbstmord führen - ja, richtig gelesen.

In Screenshots sieht "Call Of Cthulhu" immer nach einem 3D-Shooter aus - ist es aber nicht! Bis man im Spiel überhaupt eine Waffe in die Hände bekommt, ist man schon fast verzweifelt! Jetzt aber nicht falsch verstehen - dies trägt deutlich zur Atmosphäre bei! Schließlich ist man kein bis an die Zähne bewaffneter Soldat, sondern lediglich ein Privatdetektiv, welcher sich nur einmal in Innsmouth umschauen sollte. Das bedrohliche Gefühl ist somit sehr sehr ausgeprägt. Zu Anfang sind also Nachforschungen und Entdeckungen an der Tagesordnung. Sobald man allerdings mehr über die Verhältnisse in Innsmouth erfahren hat, wird es rasant! Und zwar auf eine Art und Weise, dass man sich ziemlich überrumpelt fühlt. Die Geschwindigkeit steigt quasi von null auf hundert. Und das obwohl man noch immer keine Waffe in die Hände bekommen hat! Dieser Schock geht dann (genial gemacht) fliessend in ein Niveau über, welches Action- und Adventure-Fans gleichermaßen gerecht wird.

Das einzige, was ich an diesem Spiel zu bemängeln habe, ist die zugegebenermaßen etwas schusselige künstliche Intelligenz der Gegner. Okay, wenn man versucht, an ihnen vorbeizuschleichen, wird man leider sehr sehr oft erwischt, was ja eigentlich ein positiver Aspekt ist. Wenn man die Gegner allerdings später im Spiel anschießt, sind sie noch nicht einmal alarmiert, sondern suchen weiterhin fleißig in der Gegend rum. Somit ist der Angstfaktor, den man vor den Gengern hat, ziemlich begrenzt, wenn man hinterher Waffen hat.

Manche Leute bemängeln außerdem, dass man im Spiel nicht speichern kann, wie man will, sondern auf Speicherpunkte angewiesen ist, die man aus Konsolenspielen kennt. Hierzu muss ich sagen, dass dies definitiv nicht schlecht ist, da die Dinger ziemlich günstig gestreut sind.

Alles in Allem gibt es an dem Spiel somit nicht sonderlich was zu bemängeln. Es hat eine gewisse Bethesda-typische Handlungsfreiheit und ein paar der coolsten Schockmomente, die ich je in Horrorspielen erlebt habe. Ein Lovecraft-Erlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.


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