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Beiträge von Dr. Chrilly Do...
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Rezensionen verfasst von
Dr. Chrilly Donninger "vulgo Chrilly" (Altmelon, Waldviertel)

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Algorithmic Game Theory (2007-09-24)
Algorithmic Game Theory (2007-09-24)
von unknown
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Wo sind die Algorithmen?, 7. September 2017
Ich habe mir mehr ein Buch in Richtung praktische Realisierung von Game-Theorie Modellen erwartet. Stattdessen ist es eine umfassende aber gleichzeitig nirgends sehr tiefgehende Sammlung von allen möglichen Mathematischen Resultaten. Wenn Algorithmen präsentiert werden (was selten vorkommt), dann sind diese sehr Abstrakt formuliert. Man könnte - und das wird auch gemacht - den Algorithmus auch rein umgangsprachlich im Text formulieren.
Wobei man in der Regel das Gefühl hat, dass die Mathematischen Resultate und die entsprechenden Algos zu nix gut sind. Z.B. wird bewiesen, dass unter bestimmten - nicht sehr realistischen Annahmen - eine Auktion, bei der der Sieger des Gebot des Zweitplazierten bezahlen muss, fair und optimal ist. Ich kenne keine derartige Auktion.
Das Theoretische Grundproblem ist: Die meisten Sätze hängen direkt oder indirekt vom Konzept des Nash-Equilibriums ab. Mathematisch ist der Satz eine relativ triviale Folgerung des Brouwerschen Fixpunktsatzes. John Nash rechnet es selbst nicht zu seinen wichtigsten Mathematischen Resultaten. Aber die Ökonomen lieben den Satz, weil er so schöne Marktgleichgewichte ergibt. Die man allerdings in der Praxis nicht beobachtet. Man beobachtet es auch nicht in anderen Spielsituationen und selbst wenn man etwa für ein Programm die Equilibrium Strategie berechnen kann, dann spielt das Programm nicht besonders gut. Es wird bestensfalls ein schwer besiegbarer Remisschieber. Es versucht nicht die Fehler des Gegners auszunützen.
Das Buch ist ein typisches akademisches Lehrbuch. Für diesen Zweck ist es sicher brauchbar. Aber wenn man praktische Anwendungen im Kopf hat, dann kann man sich das Geld für das Buch und vor allem den Aufwand fürs Lesen sparen.


Multiagent Systems: Algorithmic, Game-Theoretic, and Logical Foundations
Multiagent Systems: Algorithmic, Game-Theoretic, and Logical Foundations
von Yoav Shoham
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 51,99

3.0 von 5 Sternen Umfassend und akademisch-öd, 7. September 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir mehr ein Buch in Richtung praktische Realisierung von Multiagent-Systems erwartet. Stattdessen ist es eine umfassende aber gleichzeitig nirgends sehr tiefgehende Sammlung von allen möglichen Mathematischen Resultaten. Wobei man in der Regel nie das Gefühl hat, dass das zu irgendwas gut ist. Z.B. wird bewiesen, dass unter bestimmten - nicht sehr realistischen Annahmen - eine Auktion, bei der der Sieger das Gebot des Zweitplazierten bezahlen muss, fair und optimal ist. Ich kenne keine derartige Auktion.
Das Theoretische Grundproblem ist: Die meisten Sätze hängen direkt oder indirekt vom Konzept des Nash-Equilibriums ab. Mathematisch ist der Satz eine relativ triviale Folgerung des Brouwerschen Fixpunktsatzes. John Nash rechnet es selbst nicht zu seinen wichtigsten Mathematischen Resultaten. Aber die Ökonomen lieben den Satz, weil er so schöne Marktgleichgewichte ergibt. Die man allerdings in der Praxis nicht beobachtet. Man beobachtet es auch nicht in anderen Spielsituationen und selbst wenn man etwa für ein Programm die Equilibrium Strategie berechnen kann, dann spielt das Programm nicht besonders gut. Es wird bestensfalls ein schwer besiegbarer Remisschieber. Es versucht nicht die Fehler des Gegners auszunützen.
Ein ähnlich gelagerts Buch ist Noam Nisan et al.: Algorithmic Game Theory. Teilweise überschneiden sich die Kapitel direkt. Es gilt auch für dieses Buch das oben Gesagte.


Introducing Ethereum and Solidity: Foundations of Cryptocurrency and Blockchain Programming for Beginners
Introducing Ethereum and Solidity: Foundations of Cryptocurrency and Blockchain Programming for Beginners
von Chris Dannen
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,58

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hauptsächlich Evangelisierung, wenig konkrete Information, 17. August 2017
Man bekommt mit dem Buch einen gewissen Überblick über die Ethereum Welt und auch die dahinter stehende Philosophie. Wobei der
Autor evangelisiert und es so gut wie keine kritische Reflexion gibt. Manchmal wird das sogar leicht komisch. Z.B. stellt er es
als einen Vorteil dar, dass man für die Solidity Programmierung keine IDE braucht. Man kann natürlich auch in C oder Java wie in den guten alten Tagen mit vi programmieren und dann make aufrufen. Nur macht das heute niemand mehr. Für mich ist die Existenz einer brauchbaren IDE inzwischen ein K.O. Kriterium für jede neue Programmiersprache. Nach dem Buch zu schließen gibt es die für Solidity nicht.
Wobei das Buch überhaupt nur am Rande mit Solidity zu tun hat. Es gibt nirgends eine systematische Darstellung der Syntax. Das gilt für das gesamte Buch: Es fallen zwar Begriffe wie Merkle-Tree aber es gibt nicht den leisesten Hinweis, was das nun genau ist.
Es wird auch die Ethereum Virtual Machine behandelt. Nach den Infos im Buch zu schließen ist das der gute alte Pascal-P Interpreter aufgebohrt mit ein paar Krypographischen Keywords/Funktionen. Es gibt den Fixed-Point Datentyp. Von Floating-Point habe ich nix gelesen. Aber gut,
Floating Point hat es im Ur-Pascal auch nicht gegeben.
Von der generellen Philosophie her ist es extremer Neoliberalismus im Geiste von Hayek und seiner Mont Perelin-Gang gemischt mit amerikanischen Messias-Kult um den russischen Bua.


Hohner Blues Harp Mundharmonika in C-Dur
Hohner Blues Harp Mundharmonika in C-Dur
Preis: EUR 29,00

3.0 von 5 Sternen Klingt gut, aber fühlt sich unangenehm an den Lippen an, 17. August 2017
Ich habe vor 2 Monaten mit dem Blues-Harp spielen angefangen. Neben der Hohner habe ich auch noch eine Lee-Oskar. Die Hohner gefällt mir vom Klang recht gut. Allerdings hat das Metall vorne eine scharfe Kante, die auf den Lippen unangenehm ist. Die Lee-Oskar ist da wesentlich angenehmer. Mein Blues-Harp Lehrer hat gemeint, man kann die Kante etwas abfeilen. Aber eigentlich sollte das die Firma tun.


Deep Learning (Adaptive Computation and Machine Learning)
Deep Learning (Adaptive Computation and Machine Learning)
von Ian Goodfellow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 74,99

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute, umfassende und praktisch orientierte Einführung, 13. März 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem das von mir mitentwickelte Schachprogramm Hydra die menschliche Elite dominiert hat, hatte ich 2007 den Plan ein Go-Programm zu schreiben, dass binnen 10 Jahren auf ähnlichem Niveau wie Hydra in Schach spielt. Leider hat meinem Geldgeber (ein Mitglied der Königlichen Familie der Vereinigten Arabischen Emirate) Go nix gesagt. Es war zumindest der Zeitrahmen realistisch. Googles AlphaGo spielt auf Top-Niveau. AlphaGo verwendet zur Verbesserung des Roll-Outs vulgo Monte-Carlo Search einen Deep-Learning Modul der plausible Go-Züge verschlägt. Das war die Motivation zur Beschäftigung mit Deep-Learning.

AlphaGo kommt in diesem Buch nicht vor. Aber es ist eine sehr umfassende und auch aktuelle Darstellung von Deep Learning. Man merkt, dass die Autoren zu den treibenden Akteuren zählen. Das Buch zeichnet sich vor allem durch eines aus: Praxisnähe. Die Autoren machen wiederholt klar, dass viele mit aufwendiger Mathematik erzielte Resultate praktisch irrelevant sind. Z.B. die Charakterisierung des Verhältnissses von Maxima, Minima und Sattelpunkten. Im echten Leben findet der Lernalgorithmus keinen dieser Punkte sondern bleibt irgendwo im Niemandsland stecken. Es ist rein die Frage, ob die gefundenen Parameter Werte gut genug sind. Das Buch ist nach dem chinesischen Motto "Egal, ob die Katze weiß oder schwarz ist, Hauptsache ist, sie fängt Mäuse" geschrieben. Das fand ich sehr erfrischend. Es entspricht auch meiner eigenen Erfahrung.

Das bedeutet nicht, dass das Buch oberflächlich ist. Ganz im Gegenteil, es ist speziell im 3. Teil, bei der Präsentation neuester Forschungsrichtungen, ziemlich fordernd. Aber es wird nicht Mathematik um der Mathematik willen betrieben. Das Buch zeigt auch sehr
klar die momentanen Grenzen der verwendeten Methoden auf. Es enthält auch ein sehr aktuelles und reichhaltiges Literaturverzeichnis. Der Text ist jedoch so aufgebaut, dass man diese Literatur zum Verständnis nicht heranziehen muss.

Leider kann ich für meine aktuelle Tätigkeit, ein Trading-Bot für His Royal Heighness, keine Anwendungsmöglichkeiten von Deep Learning erkennen. Es gibt zwar vereinzelt papers mit Trading und Deep-Learning. Aber die sind offensichtlich Schrott. Die im Buch präsentierten Anwendungen sind aus dem Bereich Bild- und Spracherkennung und Sprachübersetzung. Keine Ahnung, ob man die Methoden auch für Zeitreihen wie sie bei Börsenkursen vorliegen, anwenden kann. Eine Zeitlang war die Anwendung von klassischen Neuronalen Netzwerken - zumindest in der akademischen Literatur - chic. Aber das war nur eine vorübergehende Mode.

Deep Learning gehört zu den besten Fachbüchern die ich jemals gelesen habe. Ich kann es allen, die am Thema interessiert sind nur empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2017 12:50 AM MEST


NATÜRLICH TEE - CHINA PAI MU TAN BIO - WEISSER TEE BIO / Biotee, White Tea Organic - 250G
NATÜRLICH TEE - CHINA PAI MU TAN BIO - WEISSER TEE BIO / Biotee, White Tea Organic - 250G

1.0 von 5 Sternen Minderwertig, 11. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Tee erinnert mich an die Zeiten als man in den ersten Bioläden verschrumpelte und wurmstichige Äpfel bekommen hat. Beim Obst sind diese Zeiten vorbei. Möglicher Weise ist es beim Tee noch immer so. Möglicher Weise war es naiv von mir zu glauben, dass man um diesen Preis einen ansprechenden weissen Tee bekommt. Möglicher Weise liefert der Anbieter generell keine hochwertige Ware. Es war auch der Pu-Erh Tee den ich mit derselben Lieferung bestellt habe nicht besonders. Man könnte diskutieren, ob das überhaupt ein weisser Tee ist. Und nicht eher ein fader Grüntee. Wie auch immer. Ich weiß nun, dass man Tee beim Händler seines Vertrauens kaufen sollte.


NATÜRLICH TEE - CHINA PU ERH BIO - PUERH TEE BIO / Biotee, Roter Tee, Pu'er, Pu-erh Organic- 500G
NATÜRLICH TEE - CHINA PU ERH BIO - PUERH TEE BIO / Biotee, Roter Tee, Pu'er, Pu-erh Organic- 500G

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine eher matte Sache, 8. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich trinke normaler Weise Schwarz- und Grüntee. Nachdem ich schon öfters über den kräftigen und erdigen Geschmack von Pu-Erh Tee gelesen habe, wollte ich es einmal ausprobieren. Ich bin aber zumindest von dieser Mischung eher enttäuscht. Es sind einige Schwarze Assams wesentlich kräftiger. Auch vom erdigen Geschmack kann ich nicht besonders viel entdecken. Der Tee schmeckt solide, aber es ist nichts besonderes. Möglicher Weise muss ich doch tiefer in die Tasche greifen und mir in einem Tee-Fachgeschäft einen "richtigen" Pu-Erh kaufen. Vielleicht schmeckt Pu-Erh einfach so. Keine Ahnung.
Eigen fand ich auch die Verpackung. Aussen Papier, innen beschichtet. Damit kann man die Verpackung auch nicht in den Papiercontainer geben bzw. damit einheizen. Das ist mehr Ökolook als eine tatsächlich ökologische Verpackung.
Es war einmal ein Versuch, von weiteren Bestellungen werde ich eher Abstand nehmen.


Verstärker verstehen: Über den Einsatz von Belohnung im Hundetraining (Das besondere Hundebuch)
Verstärker verstehen: Über den Einsatz von Belohnung im Hundetraining (Das besondere Hundebuch)
von Viviane Theby
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Sanfte" Tierquälerei., 25. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin auf meinen ersten Hund Bello eher zufällig gekommen und hatte von Hunden bzw. Hundeerziehung so gut wie keine Ahnung. Ich wusste nicht einmal dass Bello (nach dem Lied "Bello e impossibile" von G. Nannini) ein Allerweltsname für Hunde ist. Es ist trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ein aufgeweckter, aber sozial sehr verträglicher Hund geworden, den man überall mitnehmen konnte. Wir sind viel durchs Waldviertler-Hochland gehirscht, haben Ball gespielt und auch den einen oder anderen Trick erlernt. Wir hatten 14 Jahre sehr viel Spass miteinander.
Es kommt nun bald der neue Hund Emil ins Haus. Ich wollte mich diesmal vorher ein bisserl schlau machen. Ich habe unter den rund 16.000 Hunderatgebern dieses Buch auf Grund der guten Bewertungen ausgewählt. Ich habe es jedoch relativ schnell aus der Hand gelegt.
Das erste Kapitel erinnert mich an Lucky Luke. Er konnte schneller als sein Schatten schießen. In diesem Fall muss man lernen, wie man schneller wie sein Schatten Leckerli in ein kleines Gefäß gibt. Wobei man - wie einst Lucky - das auch beidhändig und auch rückwärts können muss. "Das Entscheidende fürs Training ist, dass die Hand in so großer Geschwindigkeit zum Hund geführt wird, dass das Leckerchen für den Hund praktisch aus dem Nichts erscheint". Das geht nach meinen Erfahrungen nur - wie bei Lucky - mit Überlichtgeschwindigkeit.
Danach muss man sich Listen anlegen, welche Belohnungen der Hund gerne mag. Man muss schon ziemlich verblödet bzw. dement sein, wenn man für diese triviale Aufgabe eine Liste braucht. Aber Madame Theby (und auch Claudia Moser***) ist offensichtlich ein Kontrollfreak und da geht es nicht ohne Liste.
Nach dem Schießtraining kommt dann auch der Hund ins Spiel. Und selbst wenn er nicht spielen will (gibt es überhaupt so einen Hund?) kann man ihn mit aus dem Nichts erscheinenden "Knick-Knack-Wurst" auch das Spielen und überhaupt alles beibringen. Es ist alles eine Frage des Timings (siehe Lucky Luke).
Wie von der Autorin auch erwähnt baut die ganze Klick-Literatur auf den Behavioristen Watson und Skinner auf. Nachdem der Behaviorismus seine grossartigen - in einem gewissen Sinn Orwellschen - Versprechungen nicht halten konnte und in den Erziehungswissenschaften nicht mehr so in ist, feiert er in der Hundeerziehung offensichtlich späte Triumphe. Ich möchte nicht wissen, wieviele hochneurotische vierbeinige Skinner-Tauben bei dieser Klickerei heraus kommen. Von Watsons "Little Albert" einmal ganz abgesehen. Die Schattenseiten dieser Richtung kommen - soweit ich gelesen haben - im Buch und wohl in der gesamten Klick-Literatur nicht vor. Eine herrliche Parodie auf diesen Klicker-Wahn ist das Kapitel "Die Klicker-Katastrophe" in M. Dodillets "Herrchenjahre".
Meine Frau Anni und ich haben beschlossen, dass wir uns und vor allem Emil die Klickerei ersparen. Die elementaren Grundkommandos kann man einen Hund auch ohne Klickerei beibringen. Wir werden - falls Emil dazu Lust hat - auch Ballspielen und den im Garten einst für Bello errichteten Parcour durchlaufen. Nachdem Emil zu einer sehr bewegungsfreudigen Rasse gehört, wird er wahrscheinlich damit glücklich sein. Und wenn nicht, soll er dem Alpha bei seinem Beweglichkeitstraining zuschauen.
Familie Donninger ist literarisch ganz auf die "Herrchenjahre" umgesattelt. Ich lese Anni am Abend als gute Nachtlektüre daraus vor. Die "Klickerkatastrophe" gehört zu unseren Lieblingsstücken. Man muss allerdings erst eines dieser messianischen Klicker-Bücher gelesen haben um den vollen Spass zu haben.
Dieses und auch das zweite Klicker Buch von Claudia Moser sind ein Fall für den Papiercontainer. Wenn man sich überlegt, dass viele Hunderassen für Jahrhunderte dafür gezüchtet wurden um wie z.B. die Collies weitgehend selbstständig eine Herde oder wie die Pinscher ein Fuhrwerk zu begleiten und zu bewachen, dann ist diese Klickerei, die ständige Kontrolle des Hundes und seines Verhaltens, nichts anderes als gegen die Natur des Hundes gerichtete Tierquälerei. Wir möchten jedenfalls keinen Pawlowschen Hund haben.

*** Claudia Moser: Vom Welpen zum Sporthund. Siehe auch meine Rezension zu diesem Buch.
Michael Frey Dodillet: Herrchenjahre, Vom Glück, einen ungezogenen Hund zu haben.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2017 3:28 PM MEST


Vom Welpen zum Sporthund: Welpentraining und -motivation mit Sinn und Verstand
Vom Welpen zum Sporthund: Welpentraining und -motivation mit Sinn und Verstand
von Claudia Moser
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Abschreckend und deswegen Lehrreich, 15. Oktober 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin auf meinen ersten Hund Bello eher zufällig gekommen und hatte von Hunden bzw. Hundeerziehung so gut wie keine Ahnung. Ich wusste nicht einmal dass Bello (nach dem Lied "Bello e impossibile" von G. Nannini) ein Allerweltsname für Hunde ist. Es ist trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ein aufgeweckter, aber sozial sehr verträglicher Hund geworden, den man überall mitnehmen konnte. Wir sind viel durchs Waldviertler-Hochland gehirscht, haben Ball gespielt und auch den einen oder anderen Trick erlernt und hatten 14 Jahre sehr viel Spass miteinandern.
Es kommt nun bald der neue Hund Emil ins Haus. Ich wollte mich diesmal vorher ein bisserl schlau machen. Ich habe unter den rund 16.000 Hunderatgebern dieses Buch auf Grund der guten Bewertungen und weil mich als passionierter Läufer das Titelbild angesprochen hat, ausgewählt. Ich habe es jedoch auf Seite 44 aus der Hand gelegt.
Es nervt mich die verwendete Sprache. Die Autorin spricht den Leser mit "euch, eurer" an. "Startet euren Welpen mit euren Startsignal". Ich bin kein "eurer", sondern entweder "ihrem" oder von mir aus auch "deinem". Wahrscheinlich betreibt sie einen Hund-Blog. Da es sich in diesem Fall um eine Community handelt, ist das "eurer" akzeptabel. Ein Buch ist jedoch ein Buch und kein Blog. Es erfordert eine andere Sprache. Ich hasse es allgemein, wenn Leute ihre Blogs mehr oder minder 1:1 zwischen 2 Buchdeckel veröffentlichen. Es ist auch fast jeder Satz in Befehlsform formuliert, "Achtet darauf", "Startet euren Welpen", "Clickt diesen Blickkontakt ... " Man kann das auch weitgehend neutral formulieren. Ich habe jedenfalls keine Lust auf einer Seite mehr als ein Dutzend "Befehle" zu konsumieren. Die Autorin hat auch keinerlei Zweifel, dass das alles so richtig ist. Offensichtlich ist das - siehe Blog - für ihre jugendlichen Fans geschrieben, die ihr bedienungslos glauben. Aus diesem Alter bin ich schon lange heraussen und in meiner Jugend galt der Slogan "trau keinem über 30".
Ich fand auch die gesamte Methodik übertrieben und teilweise an der Grenze zum Kontrollwahn. Bello&Chrilly haben gerne mit dem Tennisball gespielt. Ich habe den Ball genommen, habe "Bello kumm" gesagt und los ist es gegangen. Wenn einer der beiden genug hatte, hiess es "Bello aus". Und falls das nicht genügt hat (weil nur Chrilly und nicht Bello genug hatte), noch ein deutlicheres "aus is aus". Die Autorin macht hingegen eine totale Prozedur aus dem Beginn und dem Ende einer Trainingseinheit. Wahrscheinlich ist der Unterschied, dass Chrilly&Bello mit dem Ball gespielt und nicht trainiert haben. Wir haben aber trotzdem was gelernt bzw. geübt. In den Trainingseinheiten empfiehlt sie nach jeder Übung Buch zu führen. Ich habe schon einige Sportarten wettkampfmässig betrieben und spiele im Alter in der TT-Liga mit. Meine Mannschaftskameraden würden mich für verrückt erklären, wenn ich jede TT-Übung notieren würde. In meinem Sportlog heisst es nur Montag: "TT-Training, leichte Probleme mit der Schulter, aber Max besiegt", Dienstag: "Intensiver-Dauerlauf 1 Moorrunde" ..... Das sollte auch für ein Hundetraining genügen. Ständig dazwischen etwas notieren ruiniert sowohl beim TT- als auch beim Hundetraining bzw. Spiel den Spass an der Sache. Es garantiert vor allem, dass man nie in den Flow kommt. Aber Spass an der Sache kommt in dem von der Autorin propagierten Hunde und wahrscheinlich auch Menschen-Weltbild eh nicht vor. Ich hatte hingegen durchaus den Eindruck, dass auch ein Hund so etwas wie einen Flow haben kann.
Der Hund soll auch - wie ein Spitzensportler - nach dem Training massiert werden. Bello hat von mir reichlich Streicheleinheiten und Körperkontakt bekommen, aber auf die Idee, dass ich mich zum Hundemasseur ausbilden lasse, wäre ich nie und nimmer gekommen. Ich lege mich auch selbst nicht nach dem Training auf den Massagetisch. Das Training ist dazu da um locker zu werden.
Nachdem ich dieses Buch bestellt habe, hat mir Amazon rund 100 Hundebücher vorgeschlagen. Ich habe gelernt, dass es auch welche für Hunde-Krafttraining, Yoga, Homöophatie ... gibt. Ich kann mir nicht helfen, aber da umschleicht mich das Gefühl, die Welt ist verrückt geworden.
Inhaltlich baut die ganze Click-Literatur auf den Behavioristen Watson- und Skinner auf. Nachdem der Behaviorismus seine grossartigen - in einem gewissen Sinn Orwellschen - Versprechungen nicht halten konnte und in den Erziehungswissenschaften nicht mehr so in ist, feiert er in der Hundeerziehung offensichtlich späte Triumphe. Ich möchte nicht wissen, wieviele hochneurotische vierbeinige Skinner-Tauben bei dieser Clickerei heraus kommen. Von Watsons "Little Albert" einmal ganz abgesehen. Die Schattenseiten dieser Richtung kommen in der Click-Literatur wohl nicht vor.
Die Hunde-Abrichtung ist lange Zeit eine Domäne von Militär und Polizei gewesen. Schon das grausliche Wort "Abrichtung" spricht für sich. Der Hund muss bei Fuss links gehen, damit er sein Herrl beim Ziehen der Pistole nicht behindert ... Ich dachte, dass es mit der Verweiblichung der Hunde-Ausbildung besser geworden ist. Meiner Meinung nach hat man jedoch den offenen Terror mit Würgehalsband und Elektroschocks nun durch den typisch weiblich-"sanften" Click-Terror ersetzt. Man kann diskutieren, was schlimmer ist. Ich sehe auch eine Parallele zu Trends in der Kindererziehung. Die Helikopter-Mutter, die vom Mutterleib an das Kind schon mit allen möglichen Ausbildungen tracktiert und ihm so die Kindheit ruiniert. Herauskommen tut dabei in der Regel kein Genie, sondern ein ziemlich gestörtes Kind bzw. Erwachsener.

Das Buch war gerade deswegen sehr nützlich und informativ. Ich habe beschlossen, dass für Emil - so wie für Bello - die Grundverhaltensweisen genügen und wir ansonsten machen, wozu wir beide gerade Lust und Laune haben. Es kommt mir auch kein Clicker ins Haus. Ich habe im Garten einen Parcours aufgebaut, den wir einst gemeinsam mit großem Eifer absolviert haben. Die Idee, man könnte mit Emil eventuell bei Agility-Wettbewerben mitmachen, habe ich auch schon von vornherein gestrichen. Wir werden wohl im herkömmlichen Sinn sportlich unterwegs sein, aber um den Hundesport einen weiten Bogen machen. Nach dem Buch zu schließen herrscht dort eine große Dichte von Tennis- bzw. Eislaufmüttern.
Bei einem weniger penetrant gemachten Buch wäre mir das wahrscheinlich alles nicht so aufgefallen und ich hätte mir womöglich gedacht "ein bisserl was ist schon dran" bzw. "probieren kann man es ja einmal". Aber womöglich - bzw. wahrscheinlich - gibt es da noch viel Ärgeres und ich habe gar kein besonderes Glück mit diesem gehabt.


Hund - Betriebsanleitung: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung
Hund - Betriebsanleitung: Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung
von Dr. David Brunner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergnügliche und Informative Lektüre, 9. Oktober 2016
Wir hatten 14 Jahre einen Border-Collie Mischling. Gestern waren wir bei der Züchterin um unseren neuen Hund das erste Mal kennen zu lernen. Sie hat uns dieses Büchlein mit den Worten "Ich weiss, ihr kennt euch eh aus, aber lest es trotzdem durch" in die Hand gedrückt. Wir haben es auch am Abend gemacht. Es ist eine vergnügliche Lektüre. Comics-artige Zeichnungen mit einem knappen, teilweise pointierten Text.
Es hat uns auch der Inhalt sehr gut gefallen. Der einzige Punkt an den wir uns nicht halten werden: Der Hund wird - sofern es medizinisch nicht notwendig ist - nicht kastriert. Die Züchterin möchte ihn falls er sich gut entwickelt weiter in der Zucht einsetzen. Wir haben auch den Border-Collie erst im Alter von 12 Jahren auf Anraten der Tierärztin kastrieren lassen. Der Ratschlag ist jedoch nicht unsinnig. Man reduziert bzw. eliminiert das Risiko für Prostataerkrankungen. Allerdings habe ich schon Studien gelesen, die zu dem Schluss kommen, dass die Lebenserwartung dadurch nicht erhöht wird. Die Kastratration verringert die Aktivität des Hundes. Es steigt das Risiko z.B. für Übergewicht.
Mein Motiv ist: Ich lebe am Land, betreibe viel Sport, mache mit den Hund auch Agility. Ich will einen möglichst aktiven Hund. Der Border-Collie war Rüden gegenüber sehr dominant und ist keiner Rauferei aus dem Weg gegangen (meine Frau hat das mit "wie der Herr, so das Gscherr kommentiert"). Da hat man als Herrl manchmal seine Mühe. Er war aber Menschen gegenüber sehr friedfertig. Die Nachbarkinder haben sehr gerne mit ihm gespielt und er hat ihnen nie auch nur einen Kratzer zugefügt (es gibt keinen ehelicher Kommentar zu diesem Punkt). Es gab daher keine Notwendigkeit durch eine Kastration sein Aggressionspotential zu verringern. In gewisser Weise sind wir jedoch Trittbrettfahrer, weil die Nachbarhündinnen sterilisiert sind. Wahrscheinlich hätte ich nach der ersten Alimentezahlung auch der Kastration zugestimmt. Meiner Meinung nach hängt die diffizielle Frage Kastration oder nicht Kastration von den Umständen ab. Als Tierarzt ist man aber eher auf der sicheren Seite, wenn man - wie im Buch - die Kastration empfiehlt.
Das Buch hat auch eine nette Schlusspointe. Das letzte Kapitel lautet Fehlersuche. Es wird - wie in einem Auto-Handbuch - die Funktionsstörung beschrieben und was man dagegen machen könnte. Die letzte Funktionsstörung lautet:
"Hund interessiert sich weder für Sie noch Ihre Familie, weigert sich, nützliche Aufgaben zu erfüllen und ist suboptimal intelligent".
Unter Ursache und Problemlösung steht: "Konsultieren Sie ihren Service-Provider (Tierarzt C.D.). Möglicher Weise haben Sie versehentlich eine Katze angeschafft".
P.S.: In unserem Zoo gibt es auch zwei suboptimal intelligente Lebewesen. Sie interessieren sich jedoch 2x am Tag für uns: Wenn sie Futter wollen. In der Früh ist das durchaus nützlich. Der Weckdienst funktioniert besser als jeder Wecker. Zuerst sanftes Streicheln im Gesicht. Falls das nicht die erwünschte Reaktion zeigt, kontrollierter, leichter Einsatz der Krallen ...


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