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Rezensionen verfasst von
Carsten Würtz (Vancouver)
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Japanese Whispers
Japanese Whispers
Preis: EUR 7,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Totgesagte Band rettet sich wider Willen durch Cartoon-Pop, 21. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Japanese Whispers (Audio CD)
Der Bruch nach "Pornography" zu den Songs auf der Compilation "Japanese Whispers" (3 Singles und ihre B-Seiten von 1983) ist wohl der radikalste und gewagteste in der Bandgeschichte.
Nach der intensiven Pornography Tour und 3 düsteren Alben in Folge waren The Cure an einem Endpunkt angelangt. Ein heftiger Streit zwischen Simon Gallup und Robert Smith tat ein übriges. Die Band hatte sich de facto aufgelöst.
Der Produzent und Besitzer des Fictionlabels Chris Parry überredete Smith dazu, den Popsong "Let's go to Bed" zu veröffentlichen. Smith gab nach, weil er dachte, dies würde der Band den Rest geben. In der Tat musste man ja davon ausgehen, dass Fans, die die dunkle Phase der Band mochten, einen für so ein Liedchen steinigen. Die Single war als Top-40-Platzierung sogar weniger erfolgreich als die Vorgängersingle "The Hanging Garden" von "Pornography". "The Walk" allerdings knackte erstmals die britischen Top-20 und "The Lovecats" wurde der erste Top-Ten-Hit der Gruppe. Richtungsweisend wurde auch der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Regisseur Tim Pope, der von "Let's go to bed" bis "Friday I'm in Love" für alle Videoklassiker der Cure verantwortlich zeichnete. "The Lovecats" ist ojektiv betrachtet einfach prickelnd gut (besonders der Kontrabass und Andy Anderson's gerührte Jazztrommelei funktionieren klasse). Stilistisch ist die Compilation für die Band völliges Neuland: The Cure's Ausflucht zum Pop (bei Lovecats beinahe schon Cartoon Jazz), gewann der Band neue Fans und war ein Befreiungsschlag, ohne den die Gruppe aus der düsteren Sackgasse nie herausgekommen wäre. Dass Smith hinter den meisten Songs nicht wirklich stand, kann sicher als Ausverkauf gewertet werden, doch mental hatte er mit der Band zu der Zeit eigentlich abgeschlossen, so dass ihm alles egal war. Dass The Cure dennoch ihre Glaubwürdigkeit auf lange Sicht behalten haben und ihre Fans durch diverse Stilwechsel mitnehmen konnten, liegt schlicht und ergreifend am begnadeten Songwriting. Die Songs auf "Japanese Whispers" sind zum Teil albern, dabei aber wirklich gut und sehr angenehm zu hören. Kein Mensch kann sich ununterbrochen in den Tiefen einer Platte wie "Pornography" wälzen und die neue poppige Seite durchbricht die Curetypische Verzweiflung erstmals ironisch. Dabei klingt das wehmütige "Lament" noch wie ein Stück aus "Faith", allerdings mit dickem Zuckerguss. Man könnte das Ganze mit gutem Willen auch als eine Quasi-Rückkehr zu den positiveren Songs der Phase 1976-79 mit anderen Mitteln sehen. Zugegeben: Die Keyboards quäken auf "Japanese Whispers" manchmal etwas, aber hey, das waren die frühen 80er und es gibt viel schlimmere Sounds aus der Zeit. Auch der Drumcomputer war natürlich keine Lösung für alle Tage, aber gutes Songwriting ist eben durch nichts kaputtzukriegen.
Insgesamt sicher nicht die stärkste Platte, die The Cure je gemacht haben, aber ein wichtiger Schritt nach vorn, um überhaupt weiter im Geschäft zu bleiben. Die Platte hat die Gruppe ganz entgegen Smiths Absicht nicht gekillt, sondern gerettet und stärker gemacht. Von diesem Zeitpunkt hatte die Gruppe beinahe Narrenfreiheit und konnte sich (bald) fast alles erlauben - gutes Songwriting blieb dennoch immer die Voraussetzung. 3,8 Sterne für den Mut zur Verpoppung!


Seventeen Seconds (Remastered)
Seventeen Seconds (Remastered)
Preis: EUR 7,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Cure verdunkeln die Welle., 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Seventeen Seconds (Remastered) (Audio CD)
Ein richtungsweisendes Album, das für den Dark Wave stilbildend wurde. The Cure gehen hier konsequent in die Richtung, welche die Songs "3 imaginary Boys", "Another Day", aber auch "10:15 Saturday Night" aus dem Debütalbum bereits vage andeuteten: Es wird düsterer, die Band schaltet das Licht aus und der Dark Wave wird geboren. Der Sound des Albums ist dabei einheitlicher, klarer und ausgereifter als beim Vorgängeralbum. Smith bezeichnete "Seventeen Seconds" als den eigentlichen Beginn der Cure. Diesen Weg wollten allerdings Michael Dempsey und auch der noch am Keyboard für dieses zweite Album beteiligte Mathieu Hartley nicht (mehr) mitgehen, da es ihnen zu düster und depressiv wurde. Manche Fotos aus der Ära zeigen, dass die Schminke noch im Topf blieb und die Band sich erst ganz allmählich auch optisch dem neuen Sound anpasste. "Seventeen Seconds" gab den Takt und die Richtung für die nächsten 3 Alben vor und brachte echte Cure-Klassiker wie "A Forest" und "Play for Today". Interessant sind auch die Instrumentalstücke, was die Band später nur noch selten machte.
Ich habe diese Platte von Anfang an sehr gerne gehört. "Forest" ist und bleibt ein Geniestreich und ein Song für die Ewigkeit. Genial ist auch der dezente Keyboardeinsatz. Viele andere Platten aus der Zeit sind unerträglich, wegen nervenzerrenden Analog-Keyboardsounds, die einem nach heutigen Hörgewohnheiten die Ohren verkleistern. Das Keyboard auf "Seventeen Seconds" klingt dagegen zeitlos schön und gleichzeitig entwickelten The Cure ihren typischen Gitarrensound mit Choruseffekt.
Nach heutigen Gesichtspunkten (eine Rezensentin bemängelte die Kürze des Albums) sind 35 Minuten sehr kurz. Das Album wurde aber auch innerhalb von nur ein oder zwei Wochen eingespielt und dafür gabs damals fast jedes Jahr ein neues Album. Die heute üblichen 3 oder gar 4 Jahre Wartezeit sind wohl eher ein wenig zu lang und viel Sponataneität geht durch Überproduktion verloren ("Lass uns noch 'ne Spur draufkleben, Joe.") Das war in der "guten alten Zeit" von 1980 natürlich nicht so, "Seventeen Seconds" klingt genau richtig, minimalistisch und ist (fast) perfekt. Vier Sterne gebe ich nur deshalb, weil es The Cure bei den darauffolgenden Alben noch einen Tick besser konnten. Eigentlich 4,4 Sterne mindestens für das Album, das die Richtung vorgab, sie allerdings noch nicht ganz perfektioniert hatte.


Three Imaginary Boys (Remastered)
Three Imaginary Boys (Remastered)
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Würdiges Debüt einer großen Band!, 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Three Imaginary Boys (Remastered) (Audio CD)
Natürlich gehört "Three Imaginary Boys" in jede Cure-Sammlung. Ich habe ab 1992 alle Alben gekauft und zwar in sehr eigenartiger Reihenfolge: Wish, Disintegration und dann "Three imaginary Boys" und "Boys don't cry" (wobei letzteres ja die kommerziellere, gefälligere Variante des Debütalbums für den US-Markt war, mit den Singleklassikern "Killing an Arab", "Boys don't cry" und "Jumping someone else's train" sowie deren B-Seiten).
"Three Imaginary Boys" nach den dichten Soundteppichen von "Disintegration" und "Wish" zu hören war damals wirklich erfrischend und hat mir gleich gezeigt, dass The Cure viele Facetten haben und sich des öfteren neu erfunden haben. Das war und ist faszinierend. Das Album klingt wie Punk ohne Verzerrer und oft ohne zweite Gitarre, also eben Post-Punk. Damals revolutionär minimalistisch, und besonders nach heute üblichen überproduzierten Platten wünscht man sich manchmal solchen Wagemut zurück! Dennoch hat natürlich das Debütalbum im Vergleich zu späteren Meisterwerken der Band so seine Mängel. Das liegt nicht daran, dass mir die Songs zu einfach wären: so was simples wie "Grinding Halt" (einer von Lols Songs, munkelt man) macht einfach Spaß, 2,5 Minuten und Schluss, wirklich erfrischend unkompliziert. Es gibt etliche tolle Songs und Klassiker ("10.15 Saturday Night" ist live immer noch ein Reißer). Das Problem liegt wohl eher daran, dass The Cure und vor allem Smith nicht genügend Kontrolle über die Produktion und das Endprodukt hatten (das ist heute oft üblich, hat sich aber bei The Cure in der Folge zum Glück geändert. Von daher war es wohl ein lehrreicher Prozess für Smith). So brachte die Plattenfirma gegen den Willen der Band das "Foxy Lady"-Cover (von Michael Dempsey gesungen!) heraus, das eigentlich nur als Soundcheck eingespielt worden war. Natürlich ist so was heute interessant zu hören und eine spaßige Kuriosität, aber eine glänzende Aufnahme ist es natürlich nicht. Probleme sind also Songauswahl ("Meathook" und "So what" sind auch nicht gerade Glanzlichter). Der "Subway Song" ist heutzutage ein lustiger Gag, obwohl man immer noch bei dem Schockschrei zusammenzuckt. Die stärksten Songs sind natürlich der Titeltrack, "10:15..." und "Another Day". Insgesamt also ein würdiges Debüt einer talentierten Band, allerdings mit viel Raum nach oben zur Verbesserung, was der Gruppe gutgetan hat.
Persönlich finde ich die Songauswahl der "Boys don't cry"-compilation gelungener, die Singles mussten einfach drauf und man hat ein paar Füller des Debüts weggelassen. Aber "3 Imaginary Boys" bleibt natürlich ein Muss, schon allein wegen seiner Kuriositäten!


Pornography (Remastered)
Pornography (Remastered)
Preis: EUR 7,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial!, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Was kann man zu Pornography noch sagen? Es ist sicher das intensivste, frenetischste, härteste und düsterste Album, das die Band je gemacht hat. Wie man so einen Meilenstein zustande bringt zu einem Zeitpunkt als Smith nach eigenen Angaben vor lauter Drogen zum Teil gar nicht wusste, wo ihm der Kopf stand, ist mir ein Rätsel. Im Nachhinein sind die Songs wohl intensive Hilferufe und ein Kampf mit den Drogendämonen. Ob es die Platte in der Form gegeben hätte, wenn Smith nicht in jeder Hinsicht bis an die Grenzen gegangen wäre (er arbeitete, glaube ich, gleichzeitig als Gitarrist im Studio und auf der Bühne für Siouxsie & the Banshees und nahm nachts dann Tracks für Pornography auf) bleibt fraglich. Es war derart intensiv, besonders die Tour zum Album, dass ein Endpunkt erreicht war. Die besten Songs, und dies ist ein Album ohne Füller oder auch nur einen einzigen schlechten Song, sind für mich 100 Years, Siamese Twins, The Hanging Garden, der Titeltrack. In einer eigenen Superliga der Meisterklasse-Songs spielen The Figurehead und Cold (der Bass als einzigartiges Melodieinstrument über diesem wabernden Synthie- und Celloteppich, Wahnsinn!) Diesen Song 1996 und 2000 live zu hören zeigte mir erst recht seine Extraklasse. So ein Lied gibt es sonst nicht, das macht niemand so, das ist ein ganz eigenes Klangerlebnis. Toll natürlich auch die Tom-tom-Rhythmen auf "Figurehead" und "Hanging Garden", die Smith höchstpersönlich entwickelte, da Lol Tolhurst wohl manchmal noch indisponierter war als er.
Wer Pornography noch nicht gehört hat, hat eines der großen Alben der Musikgeschichte noch vor sich, oder vielleicht wird er es nie verstehen. Jedermanns Sache ist das Album nämlich bestimmt nicht, doch wer es für sich entdeckt hat, den lässt es nicht mehr los.


Faith (Remastered)
Faith (Remastered)
Preis: EUR 7,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine echte Perle!, 18. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Faith (Remastered) (Audio CD)
Unglaublich, dass das geniale Album "Faith" nach nur 3 Bewertungen genauso abschneidet wie das schreckliche, unsägliche "4:13 Dream" von 2008. Wer jemals Songs wie "All cats are grey" oder "den Titeltrack "Faith" in ihrer elegischen Schönheit live gehört hat, begreift, dass keine andere Band so etwas geschaffen hat, diese Art Stimmung auch nur annähernd erzeugen könnte. Wer nicht begreift, dass die "ewigen Wiederholungen" hypnotische Qualität haben und den Hörer in einen Sog hineinziehen können, der hat kaum Musikverständnis oder er versteht nur Party-Mucke. "Primary" ist auf dieser Scheibe noch der Up-tempo-Klassiker. Wie der andere 5-Punkte-Rezensent fand auch ich, dass "Faith" schon immer in derselben Liga wie "Pornography" gespielt hat, aber eben diese düstere Schönheit und Ruhe ausstrahlte, während P. hart und kalt ist. (Welche Rockgruppe mit größeren Ambitionen kann sich denn heute noch leisten, überhaupt konsequent Ruhe auszustrahlen? Es muss ja immer irgendwann abgehen und fetzen). Interessanterweise ist der einzige Makel des Albums "Faith" der Song "Doubt", der wie "Primary" ein höheres Tempo geht, aber einfach ideenmäßig der schwächste ist. Nur deshalb ist "Pornography" als gesamtes Album einen Mini-Tick besser zu bewerten als "Faith", denn "Pornography" leistet sich keinen Ausrutscher/Füller: kein Song ist da schlecht oder auch nur schwach.
Ich persönlich hätte ein "Dark Trilogy"-Konzert von Faith, Pornography, Dinintegration seeehr begrüßt, mit Zugaben von "Seventeen Seconds". Oder eine Trilogy der verrückten Alben: "The Top" (warum mögen das so viele nicht, es ist genial verrückt), (The Glove's) "Blue Sunshine" und "Kiss Me Kiss Me Kiss Me". Aber das sind alles Wunschträume...
Kauft Faith (wer's noch nicht hat), es ist ein Meisterwerk!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2015 6:06 AM MEST


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