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F aus S

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Olympus E-P5 Systemkamera (16 Megapixel MOS-Sensor, True Pic VI Prozessor, 5-Achsen Bildstabilisator, Verschlusszeit 1/8000s, Full-HD) Gehäuse schwarz
Olympus E-P5 Systemkamera (16 Megapixel MOS-Sensor, True Pic VI Prozessor, 5-Achsen Bildstabilisator, Verschlusszeit 1/8000s, Full-HD) Gehäuse schwarz

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Ergänzung zur EM1, 25. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die Chance genutzt und mir bei Amazon die EP5 sehr günstig als Ergänzung zur EM1 gekauft. Ich nutzte vorher eine E-PL7, jedoch hatte diese 4 für mich wesentliche Einschränkungen: 1. Sie nutzt andere Akkus was auf Reisen immer 2 verschiedene Ladegeräte und Akkus bedeutet (unschön). 2. die E-PL7 besitzt nur 1 Einstellrad, was es im manuellen Modus schwierig macht Blende und Belichtungszeit gleichzeitig zu verändern. 3. Die kürzeste Verschlusszeit der E-PL7 beträgt 1/4000s, die der EP5 1/8000s. Das klingt zunächst unerheblich aber man muss bedenken, dass die niedrigste native ISO Zahl bei Olympus 200 ist (andere Hersteller bieten meist ISO100 als Basis), womit einem effektiv nur 1/2000s zur Verfügung steht (wieder bei ISO100 als Basis). Da ich viel mit lichtstarken Festbrennweiten arbeite, ist die Grenze von 1/4000s schon bei normalem Tageslicht sehr schnell erreicht. Last but not least kommt die EP5 mit einem eingebauten Blitz daher. Auch wenn ich aus-serhalb des Studios zu 99,9% ohne Blitz auskomme (ich bin das bereits von der EM1 gewohnt), ist es dennoch viel praktischer einen Blitz in der Kamera zu haben, als den mitgelieferten Aufsteckblitz erst noch (zum Teil umständlich) montieren zu müssen.

Was mir an der EP5 gefällt, ist neben der guten Ausstattung vor allem die wertige Haptik, kombiniert mit einer sehr guten Position aller Knöpfe und Wählräder. So kann ich die Kamera auch mit dem aufgesetzten elektronischen Sucher E-VF4 völlig intuitiv und ohne Unterbruch bedienen. Im Vergleich zur E-PL7 liegt die EP5 deutlich angenehmer und 'satter' in der Hand.

Die E-P5 ist ausstattungstechnisch irgendwie ein Mix aus EM5 und EM1. So bringt sie den AF der EM5 mit, jedoch den mechanischen Verschluss der EM1. Leider ist sie nicht staub- oder spritzwassergeschützt ' jedoch haben auch andere, nicht staubgeschützte Kameras von mir diverse Afrikareisen klaglos überstanden, womit ich das nicht überbewerten möchte. Die nächste Reise steht bereits an ' also mal sehen wie sie sich schlägt.

Was ich schade finde ist, dass die Kamera bei aufgestecktem Sucher nicht das gleiche Info - Menü auf dem rückseitigen Monitor anbietet wie die EM1/EM5/EM10. Wenn man z.B. bei der EM1 ausschliesslich mit dem EVF arbeitet, kann man das Monitorbild auf der Rückseite der Kamera fest auf dieses Menü einstellen und hat so alle relevanten Einstelloptionen auf einen Blick bzw. kann sie zentral anwählen. Insbesondere mit der Touch-Bedienung geht das sehr fix. Bei der EP5 wird dagegen leider nicht unterschieden, ob man ohne oder mit EVF arbeitet ' es blendet sich stets nur ein umrahmtes Menü ein, was man durchscrollen muss um an die richtige Stelle zu gelangen. Das hindert ein wenig den 'Flow''

Weiterhin bietet zumindest die aktuelle Firmware 1.6 nicht an, dass man an die gleiche Stelle des Menüs zurückkommt, wo man sich zuletzt befunden hat. Es hat ewig gedauert bis dieses 'Feature' an der EM1 Einzug gehalten hat, an der EP5 wird es wohl oder übel nicht mehr kommen. Das ist insofern schade, weil das Olympus Menü generell ein wenig umfangreich ist und sehr viele Einstellfunktionen bietet. Ich nutze seit zig Jahren Olympus Kameras ' bin also relativ vertraut mit der Menüstruktur ' aber selbst ich muss hin und wieder überlegen wo gleich nochmal der Unterpunkt zu finden war. Schlecht wenn man da etwas ändert, ein Testfoto macht, und dann wieder scrollen muss bis man den Parameter findet. Aber damit muss man wohl leben, wenn man eine Kamera am Ende ihres Lebens-zyklus kauft.

Schade finde ich ebenfalls, dass man den eingebauten Blitz nicht ein wenig 'nach hinten biegen' kann um indirekt zu blitzen. Das ist natürlich nie ein offizielles 'Feature', aber ich hatte das an meiner alten Panasonic GF3 als sehr praktisch empfunden. Das hat den Bildern einfach einen ganz anderen Lock gegeben als das direkte Anblitzen. Aber natürlich ist das kein Minuspunkt ' zumal die Konstruktion des Aufstellmechanismus vom Blitz der EP5 unheimlich solide ist ' ich war fast schon ein wenig überrascht aber da wackelt und ruckelt nix. Keinen Millimeter.

Einen 100% elektronischen Verschluss bietet die EP5 nicht ' geräuschlos auslösen ist also nicht drin. Das macht mir aber nix, da ich dies einerseits mit der EM1 kann und andererseits selbst da nur sporadisch nutze. Auf Hochzeiten, bei denen ich hin und wieder fotografiere, hat sich auch noch nie jemand über das Auslösegeräusch der Kameras beschwert. Ich mag generell das mechanische 'Klick' viel lieber ' es gibt auch ein besseres Feedback an den Fotografen. Das Geräusch der EP5 ist sehr satt und gefällt mir besser als das der EM1.

Das Verwackeln der Bilder bei kritischen Verschlusszeiten (im Bereich von ca. 1/30 ' 1/160s) hat Olympus auch via Firmware gefixt. Man stellt dazu im Menü sowohl für Einzel- wie auch für Serienbil-der die Option 'Anti Shock Mode' ein (erkennbar an einem kleinen Rautensymbol), und dabei die Zeit für den Anti Shock auf '0s'. Ich kann zumindest bestätigen, dass kein einziges Bild in diesem Modus verwackelt ist, den Negativbeweis habe ich allerdings nicht. Da es keine Einschränkungen auf den Fotoalltag gibt, bleibe ich grundsätzlich dabei. Auch an meiner EM1.

Tja ansonsten ist nicht viel zu sagen ' die Bildqualität ist aus meiner Sicht sehr gut. Rauschen bis ISO3200 kein nennenswertes Thema. Ich fotografiere allerdings ausschliesslich in RAW und kann nicht viel über die JPG`s sagen. Das JPG-Engine von Olympus wird jedoch allgemein immer als sehr gut gelobt. Die 16MP sind aus meiner Sicht auch mehr als genug ' ich habe noch nie Bedarf nach mehr verspürt. Ich empfinde sie zudem als sehr angenehm im Workflow da die Grösse der RAW-Daten noch überschaubar ist und dem Arbeitsspeicher meines Rechners nicht nach 5 Bildern die Puste ausgeht.

Vergleiche mit grösseren Sensoren anderer Kameramodelle (z.B. von Fuji oder Sony) sind aus meiner Sicht nur dann sinnvoll, wenn sie bei gleicher Brennweite und unter den gleichen Voraussetzungen geführt werden. Wenn zum Beispiel bei 50mm Brennweite (KB äquivalent) noch ISO-Reserven gebraucht werden, ein 25mm /1.8 + ISO3200 der EP5 also immer noch nicht ausreichend Qualität bieten, dann sind grössere Sensoren natürlich besser. Einmal weil sie entweder bei gleicher Auflösung eine höhere Lichtempfindlichkeit besitzen, oder aber eine höhere Auflösung bieten, welche auf 16MP '"zurückgecropped'" ebenfalls rauschärmer sind, als die nativen 16MP der EP5. So oder so ' mit grösseren Sensoren hat man hier immer einen Vorteil. Erkauft wird dieser jedoch mit grösseren und (in der Regel) teureren Objektiven. Insbesondere bei den 'Normalbrennweiten' macht sich das bemerkbar. Man vergleiche hierzu das 16-55/f2.8 von Fuji oder das Nikon 24-70/2.8 mit dem Olympus 12-40/2.8. Oder man schaue sich an, wie klein das 17mm/1.8 von Olympus ist. Im Telebereich schrumpft dieser Vorteil jedoch wieder, wie man am neuen 300mm/f4 von Olympus sieht. Das ist aber ganz normal da ab einer bestimmten Brennweite / Lichtstärke andere Faktoren als die Sensorfläche die Grösse eines Objektivs bestimmen. Mögliche Verwunderungen darüber werden aus meiner Sicht von den Herstellern Olympus & Co unnötigerweise selbst verschuldet, da diese den Grössenvorteil häufig als DAS alleinige Kaufargument in den Raum stellen. Bestes Beispiel ist wieder die Werbung von Olympus, die das neue 300mm/f4 einem 600mm Vollformatobjektiv gegenüberstellen und dann den Grössenunterschied als magischen Vorteil identifizieren (wer hätte das erwartet'). Vollkommener Quatsch aus meiner Sicht, denn wenn man an eine 50MP Canon 5Ds ein 300mm Objektiv anschraubt, bekommt man nahezu (ca. 12MP) auf die gleiche 'gecroppte' Auflösung wie die native Auflösung einer EP5 + 300mm. Also sollte man solche Vergleiche doch einfach mal sein lassen und sich auf die 'wirklichen' Vorteile besinnen. Nur der Grössenvorteil allein wäre ja auch irgendwie ein bisschen wenig.

Aber nochmal zurück zum Sensor: Der zweite Vorteil grösserer Sensoren ist die Möglichkeit, Motive besser freizustellen. Wer also darauf besonders viel Wert legt, muss probieren ob ihm das, was MFT bietet, reicht. Im Gegenzug hat man bei MFT von Haus aus mehr 'Tiefe' im Bild, was insbesondere bei Landschaftsaufnahmen oder Makrofotografien wieder ein Vorteil sein kann. Das alles sind aber systembedingte Unterschiede, die nix mit der Kamera zu tun haben. Jeder sollte dies im Vorfeld prüfen und dann die Kamera kaufen - oder eben nicht. Man wird in jedem Fall erstaunt sein, wie weit man mit MFT kommt.

Ich nutze objektivmässig nur Festbrennweiten bzw. die Olympus PRO Objektive im Zoombereich. Dadurch ergibt sich der optimale Wirkungsgrad und dieser ist wirklich sehr hoch. Generell macht die EP5 mit Festbrennweiten am meisten Spass ' sie ist geradezu wie geschaffen dafür. Die PRO ' Objektive sind aus meiner Sicht zu schwer, auch wird die EP5 damit arg frontlastig. Für zwischendurch aber kann man durchaus mal ein 12-40 Pro anschliessen, etwa dann, wenn das 40-150 an der EM1 sitzt und man noch eine Normalbrennweite parat haben will (so eine Zusammensetzung hat sich auf der letzten Safari bewährt ' damals aber noch mit der E-PL5). Ansonsten ist die EP5 in Kombination mit dem 17mm/1.8 oder auch dem 25mm/1.8 ein echter Augenschmaus.

Für mich ist die EP5 damit die perfekte Ergänzung zur EM1 mit der ich für die nächsten Jahre gut versorgt sein sollte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2016 11:13 AM MEST


Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, Superempfindliches AF-System) nur Gehäuse schwarz
Nikon D610 SLR-Digitalkamera (24,3 Megapixel, 8,1 cm (3,2 Zoll) Display, Full HD, Superempfindliches AF-System) nur Gehäuse schwarz
Preis: EUR 1.495,00

57 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezahlbares Vollformat für den Amateur, 20. Dezember 2013
Hier noch ein Update

Bei der Arbeit mit einer Kamera stellt man viele Dinge fest, die rein aus der Bewertung von technischen Spezifikationen nicht hervorgehen. So auch bei der D610. Während der letzten Monate habe ich einige Events und Reisen fotografiert und kann zusammenfassend sagen, dass ich bis auf ein paar wenige Aspekte im Handling von der Kamera sehr angetan bin. Ich nutze vornehmlich folgende Objektive:

Für den Weitwinkel das 16-35/f4
Für den Normalbereich das 24-120 /f4
Für das leichte Tele das 70-200/f4

Ich nehme an das viele ambitionierte User ähnliche Objektive nutzen wollen und kann von meiner Seite sagen dass es keinerlei Anlass zur Sorge gibt die D610 wäre evtl. dafür zu klein bzw. nicht mehr gut ausbalanciert. Objektive im Gewichtsbereich von ca. 700g - 850g stellen die D610 vor keine Probleme. Für längere Sessions habe ich noch den Batteriehandgriff MB-D14. Diese nutze ich vornehmlich aber wegen der damit verbundenen längeren Akkulaufzeit und dem Hochformatauslöser der sich bei Hochzeitsfotografien immer als nützlich erweist. Das der Handgriff unbedingt für eine Verbesserung des Handlings im Bezug auf diese Objektive benötigt wird, sehe ich nicht.

Nun einmal zu dem, was an negativen Kleinigkeiten bei mir hängengeblieben ist:
Da wäre einmal die Steuerung der Blitzkompensation über die Kamera zu nennen. Diese kann man zwar um -3EV nach unten korrigieren, jedoch nur um +1 nach oben. Das ist etwas unverständlich in meinen Augen, denn nutzt man z.B. einen Diffusor bei gleichzeitig dunklen Wänden, kommt man mit +1EV oft schnell an die Grenzen. Ein kleiner Trick hilft hier aber: Ich stelle meinen Aufsteckblitz stets auf +1EV und korrigiere wieder -1EV an der Kamera damit ich in der Summe auf +/-0 komme. Somit habe ich über die Kamera den Bereich von -2 bis +2EV hergestellt. Das ist also lösbar aber trotzdem irgendwie komisch.

Weiterhin ist es leider nicht möglich die Schnellmenüleiste, in die man über den Info - Knopf kommt, selber zu konfigurieren. So muss man mit den 10 vorgefertigten Einträgen auskommen. 4 oder 5 Einträge sind dabei für reine RAW - Fotografen unbrauchbar, denn sie betreffen diverse Rauschunterdrückungsvarianten, Verzeichnungs- und Vignettierungskorrekturen. Für RAW - Fotografen ist dieses Schnellmenü daher mehr oder minder nicht brauchbar. Schade eigentlich denn hier könnte man die ein oder andere Funktion aus dem doch sehr komplexen Menü schnell und übersichtlich aufschalten.

Die Bedienung vom Liveview ist vorsichtig ausgedrückt als "speziell" zu bezeichnen. Man könnte aber auch sagen sie ist einfach nur grottig. Tut mir leid Nikon aber Blende verstellen im Liveview durch Wechsel aus dem Liveview und dann wieder zurück um evtl. noch raus zu müssen und dann wieder rein damit man die Änderungen am Bildschirm sieht, ist im Jahr 2014 einfach nicht mehr zeitgemäss. Und an der D800 geht es ja auch - also Nikon kann es sehr wohl. Ich persönlich nutze den Liveview überhaupt nicht und das Filmen hält sich ebenfalls in argen Grenzen. Somit ist es für mich kein grosses Problem - anderen Nutzern, die hier einen beträchtlichen Anteil ihrer Arbeit sehen, würde ich aber ernsthaft raten einmal die D800 ins Auge zu fassen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese unlogische Implementierung bei der D610 auf die Dauer nervt und man sich evtl. stark ärgern wird nicht von Anfang an auf die D800 gesetzt zu haben. Natürlich wäre das preislich nochmals ein beträchtlicher Aufwand, aber in der Summe aller Kosten die ein Kamerasystem so mit sich bringt, stellen 600 - 700€ letztendlich doch nicht eine so fundamentale Barriere dar.

Weitere Bemerkungen:
Toll an der D610 ist die sehr gute Bildqualität. Damit meine ich nicht nur das niedrige Bildrauschen sondern viel mehr noch den unglaublich hohen Dynamikumfang, welcher in den RAW - Dateien steckt. Ich bin immer wieder fasziniert, was alles an Informationen noch in den Bildern liegt. Man kann wirklich ohne Bedenken dunkle Bildbereiche aufziehen ohne dass auch nur im Geringsten ausgefressene Bildbereiche entstehen. Die Auflösung ist sehr hoch und mir scheint zudem, dass man bei der D610 einen sehr moderaten AA - Filter implementiert hat. Im Vergleich zur D800 sehe ich gefühlsmässig mehr Morè - Effekte - ich bin fast geneigt zu sagen, dass es sogar zur D7100 kaum Unterschiede gibt. Positiv ist das zwar eigentlich erst einmal nicht, aber es zeugt von einer sehr hohen Auflösung des Sensors.

Da bin ich beim Thema Verschlusszeiten und Objektivwahl. Insbesondere das 70-200/f4 hat den neusten VR (3. Generation) und ist bekannter Weise DIE Referenz unter den Nikon Objektiven beim Thema VR. Man könnte also meinen, dass es bei diesem Objektiv ab 1/50s nur noch scharfe Bilder geben müsste. Doch nach vielen hunderten Bildern muss ich sagen, dass ich selbst mit aktivem VR in keinster Weise empfehlen kann, längere Belichtungszeiten als nach der Formel /Brennweite zu benutzen, wenn es nicht unbedingt anders geht. Das klingt sicher erst mal komisch aber es ist wie folgt: Der VR hilft enorm und ja - es ist möglich mit 1/20s Sekunde bei 200mm scharfe Aufnahmen zu bekommen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen scharf und richtig scharf. Gerade bei 24MP muss man extrem exakt arbeiten und hierbei unterstützt einen der VR bei etwa 1/160s für 200mm um absolut super scharfe Bilder zu bekommen. Freihand ist das nur im Glücksfall möglich. Das gleiche Verhalten habe ich auch an meinen anderen Objektiven festgestellt. Mal davon abgesehen dass man bei ab gewissen Belichtungszeiten sowieso die Bewegungsunschärfe ins Bild bekommt, kann ich wirklich nur empfehlen stellt den VR auf "ON" und stellt die ISO - Automatik auf 1/Brennweite. Das ist DAS Sorglos-Paket für super scharfe Bilder.

Wenn es also um Objektive für die D610 geht, würde ich von Grund auf nur stabilisierte Objektive kaufen. Nach eigenen Erfahrungen bin ich auch nicht mehr überzeugt von der Argumentation, dass man z.B. beim beliebten 24-70/f2,8 aufgrund der hohen Lichtstärke und der überschaubaren Brennweite einen Bildstabilisator nicht unbedingt braucht. Wenn man exakt arbeitet, sieht man bei 24MP wirklich jede kleine Unschärfe was im Endeffekt für das gleiche Objektiv viel kürze Belichtungszeiten erforderlich macht als noch an einer 12MP D700. Wenn man keinen VR kennt, kann man den Unterschied auch nicht beurteilen - ich habe auch beim 24-120/f4 oder beim 16-35/f4 diverse Tests gemacht und komme stets zum gleichen Schluss wie mit dem 70-200/f4.

Zusammenfassend kann ich sagen dass die D610 eine exzellente Fotokamera ist, mit der man ebenfalls qualitativ hochwertige Videos drehen kann. Dennoch ist sie in meinen Augen für den Videodreh oder Liveview-Betrieb weniger gut geeignet als z.B. die D800. Nikon bietet im Vollformatbereich eine gute Auswahl passender Objektive an, was das Paket in der Summe sehr attraktiv macht. Vom Anfassgefühl stellt man auch gegenüber der etwas grösseren D800 nur geringfügige Unterschiede fest. Interessanter Weise ist der Grössenunterschied in der Realität deutlich kleiner als sich auf Produktbildern vermuten lässt. Im Grunde ist die D800 nur etwas nach oben aufgestockt, womit auch die rechte Hand etwas weiter nach oben rutscht. Ich habe etwas kleinere Hände und durch die stärker ausgewölbte Form des Handgriffs an der D800 sogar die etwas unbequemere Haltung (ist aber nur sehr subtil). Damit will ich sagen dass die D610 wirklich gut und ausbalanciert in der Hand liegt, und selbst mit schwereren FX - Objektiven niemand vor Probleme stellt. Für ganz schwerere Teleobjektive oder allgemein für längere Fotosessions würde ich sowohl an der D610 wie auch an der D800 den Batteriegriff empfehlen.

Die technischen Einschränkungen gegenüber der D800 sind für mich erträglich. Man bekommt dafür Vorteile wie die schneller Bildfolge von 6B/s, die für den Amateur praxisgerechteren 2xSD - Kartenslots statt einem CF und einem SD Slot (Ich kenne keinen Laptop, in dem ein CF-Reader eingebaut ist), kleinere Bilddaten mit dennoch absolut ausreichender Auflösung (exaktes Arbeiten ist auch hier schon sehr wichtig aber noch wichtiger wird es bei der D800). Die Kamera ist deutlich günstiger, hat ebenfalls den grossen Sucher und ist auch ähnlich gegen Staub und Wasser geschützt. Der Autofokus an der D610 mag etwas langsamer sein als bei der D800 nur bin ich noch nie an die Grenzen gestossen (selbst bei Hochzeiten unter schlechten Lichtbedingungen), die etwas geringere Spreizung der AF-Sensoren über das Sucherbild ist eigentlich auch kein echtes Hindernis denn die wichtigen Kreuzsensoren an der D800 sind ebenfalls sehr mittig und genau die sind es aber, die im schlechten Licht noch funktionieren.

Daher würde ich mich im FX Bereich bei Nikon nach wie vor für die D610 entscheiden.

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Als langjähriger Nikon User mit Erfahrungen an Cropkameras (D200, D7000 und D7100) habe ich mir nun nach reiflicher Überlegung die D610 zugelegt. Ausschlaggebend für den Kauf waren mehrere Faktoren, das Vollformat alleine spielte dabei sogar eine eher untergeordnete Rolle.

Kurz zur DX - Historie:
Nikon verfolgt in meinen Augen eine etwas seltsame Produktstrategie, die von ambitonierten Amateuren im Crop - Bereich derzeit viel Leidensfähigkeit erfordert. Grund dafür ist weniger das Kameraangebot als vielmehr das doch sehr bescheidene Objektivangebot. Denn bis auf das alte und schwere 17-55 / 2,8 gibt es im gehobenen Preissegment ausschliesslich lichtschwache Zoomlinsen. Da wären das 16-85 und das 18-200 zu nennen. Ich besitze beide und kann von meiner Seite keines so wirklich empfehlen. Abgesehen von der schlechten Lichtstärke verfügen beide über ein sehr durchschnittliches Bokeh (beim 18-200 noch eher verständlich, da es ein Superzoom ist und man Kompromisse noch eher akzeptiert), das 16-85 hat zudem noch über die unangenehme Eigenschaft, dass der Bildstabilisator bei Belichtungszeiten um die 1/80s immer eine leichte Unschärfe ins Bild "zaubert". Das ist bereits diversen andern Usern auch aufgefallen - ein ähnliches Verhalten hat man übrigens im Objektivtest auf dpreview zum Nikon 18-300mm Superzoom aufgedeckt. Kurz und knapp: Das DX - Objektivangebot von Nikon ist einfach überholungsbedürftig und reizt mich nicht wirklich. In diesem Zusammenhang stelle ich mir auch die Frage, was eine evtl. kommende D400, die ja von vielen Usern so gewünscht wird, bringen soll. Das macht also den FX - Bereich deutlich attraktiver zumal es dort recht gute Standardobjektive, wie etwa das 24-120 / f4 gibt.

Holpriger Start ins Amateur Vollformat:
Die D610 ist im Endeffekt die D600 mit einem neuen Verschluss. Abgesehen davon, dass Nikon es mal wieder (siehe Verhalten bei Blitz SB900 / SB910) versäumt hat eine offene und transparente Aufklärung zu betreiben, ist die Kamera per se natürlich ein sehr tolles Arbeitsgerät. Da ich in meinem Bekanntenkreis einen D600 - Besitzer habe, der vom unsäglichen Staub- und Ölproblem betroffen ist, kann ich nur jedem ebenso betroffenen D600 - Besitzer raten, unbedingt beim Nikon Service darauf zu bestehen, dass die Kamera nicht nur mal "ausgeblasen" wird, sondern der Verschluss ersetzt wird. Es wird dann der gleiche eingebaut wie bei der D610 und dann hat man wirklich Ruhe.

D610
So - nun also bin ich bei der D610 angelangt. Über sie ist ja schon eine Menge geschrieben worden - ich möchte hier etwas näher auf die Besonderheiten eingehen und auch einen Vergleich zur D7100 anstellen, die ich bis vor wenigen Tagen noch parallel bei mir hatte und mir in dieser Zeit einen guten Sparringspartner im Ring war. Die D610 nutze ich vorwiegend mit dem 24-120 / f4 Objektiv, die D7100 mit dem 16-85èr. Also ungefähr vergleichbare Welten.

Grundlegend sind sich beide Kameras in der Bedienung sehr ähnlich. Ich bevorzuge den "A" - Modus und stelle die ISO - Automatik ein. Da ich bildstabilisierte Objektive nutze, setze ich zusätzlich im Menüpunkt "längste Verschlusszeit" den Reiter auf Automatik und wähle eine Blende tiefer an. Das hat den Vorteil, dass die Belichtungszeiten gemäss der klassischen Regel 1/Brennweite (KB) nochmals um eine Blende länger werden und die ISO - Werte sich daraufhin anpassen. Die Automatik macht die manuelle Bedienung des ISO - Wertes bis auf einige Ausnahmen - etwa beim Blitzen oder bei bestimmten Sportmotiven - komplett obsolet. Das ist eine wirklich klasse Sache die zudem die suboptimale Plazierung des ISO - Button an der linken Seite des Gehäuses verschmerzen lässt. Die ISO - Automatik hatte übrigens meine D7000 noch nicht integriert. Profile lassen sich anlegen so dass man nicht jedes Mal z.B. beim Wechsel auf ein nichtstabilisiertes Objektiv erst wieder ins Menü abtauchen muss, um die bewusste Verlängerung der Belichtungszeit zurückzustellen.

Im Zusammenhang mit der Verschlusszeit wird ja gerade bei der D610 bemängelt, dass sie nur bis 1/4000s belichten kann - die günstigere D7100 dagegen bis 1/8000s. Das ist auf den ersten Blick richtig, man muss dabei aber 2 Dinge berücksichtigen. Erstens: Wann braucht man eine so kurze Verschlusszeit überhaupt? Und Zweitens: Die D610 hat im Gegensatz zur D7100 einen ISO 50 Modus. Damit habe ich das gleiche Verhältnis wieder hergestellt. Auch bei der Blitzsynchronisation sprechen wir von Unterschieden im absolut vernachlässigbaren Bereich. Man muss sich auch mal vor Augen halten, dass die uralte D70 eine Blitzsynchronisationszeit von 1/500s besessen hatte. Stört dieser Umstand jemand und man greift deswegen lieber zu D70 als z.B. zur D800?

Autofokus:
Ich gebe zu dass ich bei der D7000 einige Schwierigkeiten mit dem AF hatte und daher zunächst dem AF der D610 nicht über den Weg traute. Das war eigentlich auch der Grund die D7100 zu nehmen. Heute kann ich sagen, dass diese Zweifel unbegründet sind. Beide AF - Module stellen zuverlässig scharf - ich bin aber auch kein Action - oder Sportfotograf der da das ein- oder andere Mal mit der D610 sicherlich eher an die Grenzen kommt als mit der D7100. Das ist aber auch nur Spekulation. Für den Alltagsgebrauch kann ich jedenfalls überhaupt nichts Negatives feststellen. Die 51 AF - Punkte der D7100 hören sich gut an, die relevanten Kreuzsensoren sind aber auch dort leider nur wie bei der D610 um das Zentrum herum angeordnet. Das ist bei anderen Herstellern durchaus besser gelöst, etwa bei der Canon 70D / 7D oder auch der Pentax K3. Dort reichen die Kreuzsensoren bis zu den Rändern. Im Nikon - interen Verlgeich ist der Mehrwert des AF - Moduls der D7100 aber gar nicht so gross wie man denkt. Natürlich ist das AF - Feld der D610 kleiner - aber der Bereich der Kreuzsensoren ist auch bei der D7100 nur in der Mitte. Beide arbeiten bis F8 - das ist sehr gut denn wenn man mal an eine (bezahlbare) grosse Telebrennweite (das neue Tamron Tele oder auch die Sigmas gehen meist bis f6,3) denkt, ist man da besonders gegenüber der Canon 6D im Vorteil.

Serienbildgeschwindigkeit:
6Bilder / Sekunde bieten beide, die D7100 macht aber nach 6 RAW - Bildern Schluss. Die D610 erst nach 15-16. Ich habe da bei der D7100 einen kleinen Trick der das Manko ein wenig relativiert. Zunächst stelle ich im RAW auf das verlustbehaftete Kompressionsverfahren (da merkt man überhaupt keinen Unterschied), lasse die Bittiefe aber bei 14 Bit bestehen. Dann stelle ich den CL - Modus (also der langsame Serienbildmodus)auf 4 Bilder pro Sekunde ein und nutze eine sehr schnelle Sandisk Extreme Pro mit 95MB/S. Die D7100 hat einen kleinen Puffer aber einen sehr schnellen Speichercontroller - womit bei dieser Einstellung ca. 18 Bilder im RAW Format aufgenommen werden bevor die Kamera dann auf etwa 3 Bilder pro Sekunde zurückgeht. Geht man gleich mit 3 Bildern pro Sekunde und den oben genannten Einstellungen ins Rennen, macht sie so lange RAW - Aufnahmen, bis die Karte voll ist. Also Serienbilder lassen sich auch mit der D7100 viele machen - aber nicht mit 6 Bildern pro Sekunde. Aber auch hier mal zur Erinnerung: Die D300s schaft im 14Bit - Modus nur 2,5 RAW - Bilder pro Sekunde.

Bedienung
Ein wirklicher Nachteil ist die fehlende 1-Knob Bedienung für die 100% Ansicht bei der D610. Das ist für mich ein viel praktikableres Manko als die bisherigen Dinge. Am Anfang hab ich fast jedes Mal den OK - Button gedrückt und bin versehentlich im RAW - Bearbeitungsmenü gelandet. Daran gewöhnt man sich als D7100 - User so schnell dass man es echt nicht mehr missen möchte. Da verstehe ich Nikon wieder mal überhaupt nicht das Feature mal einfach via Firmware Update nachzureichen. Ich gebs aber mittlerweile auf - das wird wahrscheinlich eher eine D620 werden..... Sonst ist die Bedienung nahezu identisch. Was die D610 nicht hat ist der zweite Info Knopf und die nicht vorhandene OLED - Einblendung im Sucher. Anfangs habe ich auch den Unterschied gesucht - bis ich darauf gekommen bin, dass bei der D7100 die Wasserwage im Sucher mittels OLED - Display zusätzlich zu den Normalen Informationen eingeblendet werden kann - bei der D610 schaltet sich unten die Leiste komplett aus. Das bedeutet man hat bei der D610 entweder die Anzeige der Wasserwage ODER die Informationen zur Belichtungszeit im Sucher. Die D7100 kann beides auf einmal. Dabei muss ich aber sagen, dass die OLED Anzeige etwas kontrastarm ist - ich habe manchmal Schwierigkeiten den Balken zu erkennen. Die alte Anzeige der D610 "grün auf Schwarzen Hintergrund" ist da fast besser. Also aus meiner Sicht hat die OLED Anzeige keinen echten Mehrwert.

Das Display der D610 kommt noch mit klassichem Hartplatikschutz, das der D7100 ist ein kratzfestes Glas. Das wurde mir noch einmal beim Nikon Service bestätigt. Rein intuitiv vertaue ich dem alten Schutz dennoch mehr :-)

Tja also zusammenfassend kann ich sagen dass der Schritt hin zur D610 ein wirklich sinnvoller Schritt ist. Ich rate auch jedem der evtl. zwischen der Wahl steht D7100 vs D610: Nehmt die D610. Die Zukunft ist Vollformat - Nikon selbst richtet sich ja auch bereits sehr deutlich danach aus. Das gehobene DX Segment krankt in meinen Augen nicht an der Kamera - aber an brauchbaren Objektiven. Eine evtl. D400 wird daran gar nichts ändern - egal wie gut sie ist. Schaut einfach mal auf die letzte Standardlinse, die Nikon im DX - Bereich veröffentlicht hat: Eine 18-140 f3,5-5,6. Na toll... Sie ist nicht schlecht aber ehrlich gesagt nicht das, was ich im gehobenen Amateurbereich brauche. Dann ist die Bildqualität der D610 wirklich fantastisch und nochmal ein deutlicher Schritt über der D7100 angesiedelt. Ich fotografiere ausschliesslich im RAW - Format und bei der Entwicklung merkt man deutlich dass mehr Dynamik vorhanden ist, das Bildrauschen ist auch geringer. Man darf auch die alltäglichen Vorteile nicht vergessen, die das Vollformat so mit sich bringt: Da wäre natürlich das deutlich grössere Sucherbild - damit macht es alles immer noch ein wenig mehr Spass wenn man fotografiert. Und auch preislich liegen die Kameras auch nicht mehr so weit auseinander. Und wirklich billig ist die D7100 ja nun auch nicht.

Die paar wenigen technischen Unterschiede der Kameras an sich sind marginal. Deswegen würde ich nie pro oder contra entscheiden. Bei Canon ist da der Wechsel in meinen Augen deutlich schwerer: Gut ausgestattete 70D oder recht magere 6D? Bei Nikon hat man eigentlich zwei gleichwertige Kameras. Interessant wird es bei den Objektiven und da ist im DX - Bereich von Nikon nicht so viel los.

Viele Grüsse
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 20, 2015 10:51 PM MEST


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