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Rezensionen verfasst von
Sulli

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Die Farbe von Kristall: Roman
Die Farbe von Kristall: Roman
von Nikola Hahn
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erreicht nicht die Qualität des Vorgängers, 6. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe von Kristall: Roman (Taschenbuch)
Ein realer historischer Kriminalfall bildet die Grundlage, um den die Autorin ihren Roman entwickelt. Als Ermittler fungiert Kommissar Richard Biddling, aus Berlin stammend und mittlerweile in Frankfurt heimisch geworden. Mit dabei ist auch wieder Wachtmeister Heiner Braun, der Sympathieträger aus "Die Detektivin", ein Frankfurter Original. Obwohl er gleich zu Beginn des Buches in Pension geht, muß man keine Angst haben, daß die Handlung ohne ihn vonstatten geht. Er hat auch hier wieder eine tragende Rolle.
Biddlings Frau Victoria, um die herum Nikola Hahn "Die Detektivin" aufgebaut hatte, ist diesmal nur eine von vielen. Erst gegen Ende des Romans tritt sie mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Ihre Rolle der emanzipierten Frau übernimmt diesmal Laura Rothe, die als gelernte Krankenschwester ihren Dienst als erste weibliche Polizeiassistentin in Frankfurt antritt und als solche einen schweren Stand hat.
Nikola Hahn kämpft hier an zu vielen Fronten, so daß sie leider nicht an die Qualität des Vorgängerromans heran kommt. Die Charaktere wirken nicht so tiefgründig und leider kommt auch die liebenswert ruppige Frankfurter Art, die in "Die Detektivin" so sympathisch beschrieben war und der Geschichte einen Großteil der Anziehungskraft gab, in "Die Farbe von Kristall" zu kurz.
In diesem Falle ist es nützlich, "Die Detektivin" vorher zu lesen, denn es wird zu viel vorausgesetzt und zu wenig wiederholt. Viele Anspielungen sind ohne die Kenntnis dieses Buches nicht zu verstehen.


Das Delphinorakel
Das Delphinorakel
von Thomas Görden
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Übelst zusammenkonstruierter Plot, 6. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Delphinorakel (Taschenbuch)
Was erwartet man von einem Krimi, in dem eine Schamanin eine Hautrolle spielt? Ich erwartete eher einen Mystery-Thriller, in dem die Schamanin durch Zauberei und übersinnliche Fähigkeiten weiterhilft, wenn der Autor keine realistische Lösung mehr parat hat. Glücklicherweise haben sich meine Befürchtungen nur wenig bewahrheitet. Nur ein einziges Mal mussten hellseherische Kräfte herhalten, um der Polizei weiter zu helfen.
Der Plot ist leicht und locker lesbar, doch übelst zusammenkonstruiert. Ich hab nun wirklich nichts gegen ein paar Zufälle zur Steigerung der Dramaturgie, solange das Stilmittel nicht übertrieben eingestzt wird. Doch hier wird der eingesetzte Zufall zum K.O.-Kriterium: da müssen die Protagonisten völlig unmotiviert ins Ausland fahren, um jemanden zu besuchen, und ausgerechnet die Person, die besucht werden soll, ist in den Fall verwickelt.
Gordens Moralpredigten tun ein übriges dazu, diesen Krimi nur für einen ausgewählt kleinen Leserkreis als empfehlenswert zu erachten.


Teuflische Versprechen: Julia Durants 8. Fall (Julia Durant ermittelt)
Teuflische Versprechen: Julia Durants 8. Fall (Julia Durant ermittelt)
von Andreas Franz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überraschungen bleiben leider aus, 6. September 2005
Nach dem doch recht schwachen "Mord auf Raten" hat sich Andreas Franz wieder auf das besonnen, was er am besten kann: flüssig schreiben und den Leser fesseln, indem er Mitleid und Hass erzeugt.
Obwohl man von vornherein weiß, wie das Buch ausgehen wird - denn ständig wird betont, daß man gegen das organisierte Verbrechen keine Chance haben wird - klebt man in gebannter Erwartung an den Seiten.
In Punkto Spannung wird man nicht enttäuscht, doch bleiben große Überraschungen leider aus.


Die Rückkehr des Poeten
Die Rückkehr des Poeten
von Michael Connelly
  Gebundene Ausgabe

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sauber und in sich schlüssig aufgebaut, 6. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Rückkehr des Poeten (Gebundene Ausgabe)
Was ist einfacher, als einen totgeglaubten Serienmörder aus einem früheren Roman wieder auferstehen zu lassen? Man erspart es sich, einen neuen Charakter entwickeln zu müssen und hat in den Lesern des früheren Romans bereits potentielle Kunden. Zudem verknüpft Connelly hier geschickt den Vorgänger "Der Poet" mit seiner Hieronymus Bosch-Reihe.
Etwas störend, daß das Geschehen um die FBI-Agentin Rachel Walling in der 3. Personen beschrieben wird, der andere Handlungsstrang jedoch von Harry Bosch als Erzähler geschildert wird. Zugegeben, man erkennt durch diese Erzählweise sofort, in welcher Handlung man sich befindet. Geschmackssache, für mich persönlich wirkt es aber etwas gewöhnungsbedürftig, denn normalerweise befindet man sich mit einem Ich-Erzähler auf gleichem Wissensstand. Doch sowohl diese Schreibweise als auch die Verknüpfung verschiedener Protagonisten sind für den Autor nicht neu. Die Kenntnis des Vorgängerromans ist nicht notwendig, denn im Laufe des Geschehens wird man mit den nötigen Zusammenhängen vertraut gemacht. Ungünstiger ist es in diesem Fall, "Der Poet" hinterher zu lesen, denn da dürfte man bereits um alle Überraschungen gebracht sein.
"Die Rückkehr des Poeten" unterscheidet sich nicht großartig von anderen Serienmörder-Thrillern, dennoch zeigt sich die Routine des Autors. Die Handlung ist sauber und in sich schlüssig aufgebaut. Der Schreibstil ist geradlinig und leicht lesbar. Connelly versteht sein Handwerk und bietet einen ausgewogenen Roman mit gelungenem Spannungsbogen, dem es aber auch an Sensibilität nicht mangelt.
Harry Bosch ist leiser geworden. Er legt sich nicht mit dem FBI an, weil er weiß, daß er gegen die Behörde keine Chance hat. Doch obwohl er deren Spiel mitspielt, macht er sein eigenes Ding. Und natürlich ist er auch schlauer. Und bildet mit Rachel Walling, die ihre Vorgesetzten geschickt austrickst, ein klasse Team. Bevor der Autor zum Schluß kommt, dröselt er noch die letzten Fäden auf und hat dabei auch noch eine Überraschung in petto.


Messer, Gabel, Schere, Mord: Mitchell & Markbys vierter Fall. Mitchell & Marby, Bd. 4
Messer, Gabel, Schere, Mord: Mitchell & Markbys vierter Fall. Mitchell & Marby, Bd. 4
von Ann Granger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Macht endlich mal dem Genre Landhauskrimi Ehre, 12. Juni 2005
Ganz ungewöhnlich beginnt dieser Fall aus Ann Grangers Mitchell&Markby-Reihe. Ist die Besetzung der Krimis der englischen Autorin normalerweise sehr übersichtlich, so hat man hier fast das Gefühl, das Telefonbuch in Händen zu halten, denn auf den 15 Seiten des ersten Kapitels führt sie gleich eine Unzahl von Personen ein, so daß man der Geschichte von Beginn an vollste Aufmerksamkeit zollen muß.
Mit ihrem vierten Roman der Reihe ist der Autorin nun endlich ein Buch gelungen, das dem Genre Landhauskrimi Ehre macht. Nett erzählt mit Randstories fürs Herz, die für die Handlung nicht notwendig gewesen wären und mit einigen originellen Charakteren. Da man dem Geturtele des Inspektors um seine Meredith, die ihn weiterhin verschmäht, nach dem mittlerweile vierten Anlauf nun absolut nichts mehr abgewinnen kann, kommt man zumindest bei den Flirtversuchen der Nebenfiguren auf seine Kosten.
Der Kampf einer jungen Dame um den Erhalt ihres Tierheims und dem Werben gleich zweier sehr unterschiedlicher Männer um sie ist ob seiner Rührseligkeit spannender als alles, was Frau Granger bisher in den Fällen zuvor geboten hat. Die Autorin hat mittlerweile an Routine gewonnen. Die oft benutzen Perspektivwechsel zerreisen die Handlung nicht wie in den früheren Büchen, der Schreibstil wirkt insgesamt homogener.
Doch auch die zentrale Story birgt vom Aufbau her mehr Potential als Grangers vorherige Krimis. Auch wenn sich des Rätsels Lösung trotz größerer Auswahl an Verdächtigen schon bald als vorhersehbar erweist, bietet "Messer, Gabel, Schere, Mord" wenigstens mal ein klein wenig Spannung. Anders als in den vorangegangenen Romanen bleibt zumindest in Erinnerung, daß ein Verbrechen geschehen ist und man ist doch daran interessiert, wer nun der Täter ist.
Mal sehen, wie lange es Ann Granger noch schafft, die beiden Protagonisten räumlich getrennt zu halten, denn allmählich dürfte es schwierig werden, Ideen zu entwickeln, um Meredith in die Fälle zu involvieren. Dann so, wie die Diplomatin immer wieder über Leichen stolpert, wirkt sie schon fast so komisch wie der Landstreicher, der in der Kottan-Reihe regelmäßig die Leichen entdeckt.


Die Brandmauer: Roman
Die Brandmauer: Roman
von Henning Mankell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwächen in der Auflösung, 1. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Brandmauer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wieder ein von Anfang bis Ende fesselnder Roman, aber mit Schwächen in der Auflösung. Dennoch vergebe ich hier die Höchstwertung, da ich die Wallander-Romane nicht vorwiegend als Kriminalfall mit Verbrechen und Täter im Vordergrund sehe, sondern als Unterhaltungsroman, der Ausschnitte aus dem beruflichen und privaten Leben einer fiktiven Person und seiner Umgebung glaubhaft schildert.
Dadurch, daß Mankell immer wieder in Stichworten auf die früheren Fälle Bezug nimmt, kommt auch gut zur Geltung, daß solche schwierigen Mordfälle für die Polizei in Ystad die Ausnahme sind. So wirkt das Ganze noch realistischer. Die ruhigere Zeit zwischen den Aufsehen erregenden Verbrechen ist eben auch vorhanden, nur muß diese eben nicht in Romanen geschildert werden.
Wie immer wirkt Wallander in der Zeit, in der ein solch schwieriger Fall zu bearbeiten ist, sehr gestresst. Dadurch, daß er kaum zum Schlafen kommt, ist er ständig übermüdet und macht ebenso wie seine Kollegen viele Fehler. Nur allzu menschlich und glaubhaft wirkt es, wenn mal wieder eine Nachfrage vergessen geht. Und auch die Beziehungen zwischen ihm und seinen Kollegen sind alles andere als freundschaftlich. Da wird hinter Wallanders Rücken intrigiert und gelogen, man motzt sich gegenseitig an und schimpft aufeinander. So bilden die Reibereien hinter den Kulissen der Polizei von Ystad einen der Höhepunkte des Buches.
Mit dem Thema "Verbindungen von Computern" hat sich Henning Mankell auf ein Terrain begeben, in dem er sich selbst nicht gerade als Experte sieht. Wie er im Nachwort erklärt, geht es ihm auch nicht um die Korrektheit von technischen Details, für die er auch nicht garantiert; sondern er möchte aufzeigen, daß in diesem Bereich Verbrechen möglich sind, an die bisher kaum einer gedacht hat. Leider sind seine Überlegungen jedoch auf halbem Wege stecken geblieben, denn was genau die Verbrecher im einzelnen bezweckt haben, das erfährt der Leser nicht. Natürlich erwartet man als Leser eines Kriminalromans Aufklärung in sämtlichen Rätseln, die im Laufe der Ermittlungen aufgetaucht sind. Ebenso selbstverständlich ist es, daß in der Realität bei einem Kriminalfall selten jede Einzelheit aufgeklärt werden kann. Dennoch hat der Autor auch für die realistische Schilderung eines Falles hier doch ein wenig zu viel und auch mehr als bei den bisherigen Wallander-Romanen offen gelassen.


Die Brandmauer: Roman
Die Brandmauer: Roman
von Henning Mankell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwächen in der Auflösung, 30. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Brandmauer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wieder ein von Anfang bis Ende fesselnder Roman, doch mit Schwächen in der Auflösung. Dennoch vergebe ich hier die Höchstwertung, da ich die Wallander-Romane nicht vorwiegend als Kriminalfall mit Verbrechen und Täter im Vordergrund sehe, sondern als Unterhaltungsroman, der Ausschnitte aus dem beruflichen und privaten Leben einer fiktiven Person und seiner Umgebung glaubhaft schildert.
Dadurch, daß Mankell immer wieder in Stichworten auf die früheren Fälle Bezug nimmt, kommt auch gut zur Geltung, daß solche schwierigen Mordfälle für die Polizei in Ystad die Ausnahme sind. So wirkt das Ganze noch realistischer. Die ruhigere Zeit zwischen den Aufsehen erregenden Verbrechen ist eben auch vorhanden, nur muß diese eben nicht in Romanen geschildert werden.
Wie immer wirkt Wallander in der Zeit, in der ein solch schwieriger Fall zu bearbeiten ist, sehr gestresst. Dadurch, daß er kaum zum Schlafen kommt, ist er ständig übermüdet und macht ebenso wie seine Kollegen viele Fehler. Nur allzu menschlich und glaubhaft wirkt es, wenn mal wieder eine Nachfrage vergessen geht. Und auch die Beziehungen zwischen ihm und seinen Kollegen sind alles andere als freundschaftlich. Da wird hinter Wallanders Rücken intrigiert und gelogen, man motzt sich gegenseitig an und schimpft aufeinander. So bilden die Reibereien hinter den Kulissen der Polizei von Ystad einen der Höhepunkte des Buches.
Mit dem Thema "Verbindungen von Computern" hat sich Henning Mankell auf ein Terrain begeben, in dem er sich selbst nicht gerade als Experte sieht. Wie er im Nachwort erklärt, geht es ihm auch nicht um die Korrektheit von technischen Details, für er auch nicht garantiert; sondern er möchte aufzeigen, daß in diesem Bereich Verbrechen möglich sind, an die bisher kaum einer gedacht hat. Leider sind seine Überlegungen jedoch irgendwo stecken geblieben, denn was genau die Verbrecher im einzelnen bezweckt haben, das erfährt der Leser nicht. Natürlich erwartet man als Leser eines Kriminalromans Aufklärung in sämtlichen Rätseln, die im Laufe der Ermittlungen aufgetaucht sind. Ebenso selbstverständlich ist es, daß in der Realität bei einem Kriminalfall selten jede Einzelheit aufgeklärt werden kann. Dennoch hat der Autor auch für die realistische Schilderung eines Falles hier doch ein wenig zu viel und auch mehr als bei den bisherigen Wallander-Romanen offen gelassen.


Die Sünde der Engel
Die Sünde der Engel
von Charlotte Link
  Taschenbuch

53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abstrus und wenig originell, 18. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Sünde der Engel (Taschenbuch)
Wie immer begeistert der unglaublich fesselnde Schreibstil der Autorin. Doch trotzdem ist das Werk für mich eine einzige Enttäuschung. Völlig unverständlich, wie Charlotte Link, deren Ideenreichtum ich ansonsten sehr schätze, auf eine solch abstruse Story kommt. Zudem ist das Stilelement des Verwechselungsspiels von Zwillingen nicht gerade originell.
Personen, denen man bis dahin rationales Denken zubilligen würde, wie z.B. ein Staatsanwalt, lassen sich plötzlich von ihren Gefühlen leiten. Mehere Leute kommen gleichzeitig unabhängig voneinander auf die Idee, einem jungen Pärchen nachzureisen, blos weil sie ein ungutes Gefühl haben. Das ist für mich doch ein wenig an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeglicher Logik.
Die Geschichte um das Geheimnis des psychisch kranken Maximilian wird zwar lange zurückgehalten, ist aber sehr vorhersehbar. Auch das, was schließlich als die große Auflösung präsentiert wird, ist alles andere als glaubwürdig. Ähnlich wie in "Schattenspiel" versucht die Autorin gleich in mehreren Situationen wieder die Frage nach Schuld oder Schicksal aufzuwerfen, hier jedoch längst nicht so gelungen.
Eine Stärke von Charlotte Link die Charakterdarstellungen, die auch diesmal gut gelungen sind, obwohl ihre Figuren sonst differenzierter ohne Schwarz-Weiß-Denken dargestellt werden. Doch soviele Klischees in einem Roman hat sie bisher noch nicht zuwege gebracht.


Das zweite Gedächtnis
Das zweite Gedächtnis
von Ken Follett
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man kommt kaum zum Luftholen, 17. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Das zweite Gedächtnis (Gebundene Ausgabe)
Ganze drei Tage umfasst die Handlung des Buches, doch in atemberaubender Geschwindigkeit minutiös erzählt, so daß man kaum zum Luftholen kommt. Streng chronologisch, doch aus verschiedenen Sichtweisen und an wechselnden Schauplätzen beschreibt Follett das Geschehen. Unterbrochen wird das Ganze nur von Rückblenden, um dem Leser die Beziehungen der Hauptdarsteller untereinander näher zu bringen.
Wie von Follett nicht anders gewohnt, ist das Buch überaus flüssig geschrieben. Die Spannung leidet eigentlich kaum darunter, daß der Leser durch die wechselnden Szenen weitaus mehr weiß als sein Protagonist, der sich jede Information nach seinem Gedächtnisverlust erst wieder mühsam erarbeiten muß.
Der Roman ist vorwiegend auf die fünf Hauptdarsteller ausgelegt, die überaus genau dargestellt werden. Jeder hat dabei seine Stärken und Schwächen und wird nicht in irgendeine Schublade gezwängt. Beeindruckend, wie gut Follett die Entwicklung der Charaktere von ihrer Studienzeit ab in nur wenigen Rückblenden dargestellt hat. Leider jedoch hat er nicht so viel Wert auf Nebendarsteller gelegt, die doch größtenteils recht blaß bleiben. Selbstverständlich darf bei Follett auch eine romantische Liebesgeschichte nicht fehlen.
Ein großer Pluspunkt sind die Recherchen des Autors. So einiges hat man sich sicher anders vorgestellt beim Beginn der Raumfahrtära. Hervorragend integriert sind die historischen Geschehnisse in die fiktive Handlung des Romans. Sehr glaubhaft dargestellt ist die Erklärung für die Verschiebung des Raketenstarts und vielleicht steckt sogar das eine oder andere Körnchen Wahrheit darin. So genau wird man das sicher nie erfahren. Und obwohl das Thema Gedächtnisverlust in Romanen schon reichlich abgegriffen ist, war es selten so logisch nachvollziehbar geschildert wie hier.
Daß Follett keine tiefgründigen anspruchsvollen Romane schreibt, weiß jeder, der bereits ein Buch von ihm gelesen hat. Aber der Autor geht ins Detail und liefert für alles eine Erklärung, so daß man als Leser das Buch befriedigt beiseite legen kann und keine Fragen offen bleiben.
Ken Follett versteht sein Handwerk nach wie vor. Mit "Das zweite Gedächtnis" ist ihm wieder ein spannender Unterhaltungsroman gelungen, in den man sich so richtig vertiefen und mit den Helden mitfiebern und mitleiden kann, ohne sich geistig übermäßig anzustrengen.


Das dunkle Haus am Meer: Roman
Das dunkle Haus am Meer: Roman
von Susanne Mischke
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mischke lässt ihre Stärken vermissen, 8. Juli 2003
Warum nur erinnert mich dieses Buch so frappant an "Die Fotografin" von Anne Chaplet? Das ist nicht nur die Beschreibung der Örtlichkeiten, nicht nur die Charaktere, auch der Aufbau, die Szenenwechsel und die Motive haben eine ungeheure Ähnlichkeit. Zufall oder inspiriert?
Susanne Mischke hat hier einen reichlich verworrenen und unglaubhaften Plot geschaffen. Die ständigen Szenenwechsel tragen eher zur Verwirrung als zu einem gelungenen Spannungsaufbau bei. Selbst zum Finale hin, als die Fäden zusammenlaufen, will keine rechte Spannung aufkommen und auch die Auflösung lässt den Leser ziemlich unbefriedigt zurück.
Leider lässt die Autorin in diesem Roman fast alles vermissen, was ihre Stärken bisher ausgemacht und was ihre bisherigen Bücher so lesenswert gemacht hat. Hier sind die Charaktere nur ein müder Abklatsch von den überzeichneten skurrilen Gestalten, die wir von ihr kennen. Das kann selbst die Oma, die mit Adiletten und einem Glöckchen um den Hals über den Dorfplatz geht, alleine auch nicht widerlegen. Lieber soll Frau Mischke die Serie um Vincent Romero und Antonie Bennigsen fortsetzen.


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