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Beiträge von Falk Eichmann
Top-Rezensenten Rang: 603.753
Hilfreiche Bewertungen: 133

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Rezensionen verfasst von
Falk Eichmann "falkeichmann"
(REAL NAME)   

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Songs From The Labyrinth
Songs From The Labyrinth
Preis: EUR 14,99

37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Erstaunen über eine außergewöhnlich Platte, 10. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Songs From The Labyrinth (Audio CD)
Tja! Da überrascht der alternde Held der eigenen Jugend mit einem Bekenntnis im Booklet, seit 20 Jahren ein Freund der Musik des einzigartigen John Dowland zu sein und überrascht heuer mit einer denkwürdigen Einspielung.

Gemeinsam mit dem etablierten Lautenisten Edin Karamasov spielt Sting eine überzeugende Auswahl des "Best Of" aus dem Werk des großen englischen Lautenisten ein und greift dabei neben dem Gesangspart auch zur zweiten Laute.

Vorweg: Wer die klassische gesangliche Interpretation von Dowland hören mag, sollte beispielhaft zu John Potter greifen. Für die Laute sind meines Erachtens die Aufnahmen von Paul O'Dette wegweisend. die vorliegende Aufnahme ist anders.

ersten Gesangsstück "Can she excuse my wrongs" greifen die Beiden zu einem gefährlich hohen Tempo, was letztendlich gelingt, von leichten Schleuderspuren in der Laute nach der letzten Strophe einmal abgesehen.

Zwischen den einzelnen Werken folgen immer wieder im autenischen Altenglisch gelesene Zitate aus Briefen von Dowland an Robert Cecil.

Die Stimme von Sting klingt durhweg rauchig belegt, streckenweise zu monoton, in der tiefen Lage teilweise sicher nicht optimal für die Musik, zumindst sehr ungewöhnlich.

Wenn er die Möglichkeit erhält, nur geringfügig an Höhe zu gewinnen, entfaltet sich eine wunderbare Stimmung, bereits im Klassiker "Flow my tears".

Highlights sind allerdings die mehrstimmigen Stücke, z. B. "Fine knacks for ladies", wo Sting mit Sting Hintergrund singt.

Ebenfalls außerordentlich sind die Stücke für zwei Lauten ohne Gesang, die "Battle Galliard" noch reichlich konventionell eingespielt; herausragend mit einer für die Laute teilweise absurden aber faszinierenden Tongebung das "Forlorn Hope Fancy".

Über alle Zweifel erhaben und begeisternd ist die absolute saubere Intonation im Gesang, die maßgeblich zur positiven Bewertung der Platte beiträgt. Alles in allem ein sehr zu empfehlendes Werk für jeden, der auch abseits der klassischen Interpretation interessiert ist.


Reflections I
Reflections I
Preis: EUR 18,45

31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Musik für Geige allein in perfekter Ausführung, 28. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Reflections I (Audio CD)
Das erste Werk der CD ist „anthemes pour violon seul“ von Pierre Boulez. Bereits im ersten Takt überascht eine impulsive Tonfolge, die im ersten Moment den Gedanken einer zerspringenden Geige aufkommen läßt. Anschließend wird das Stück ruhiger, es folgen wilde Pizzicato Attacken, meditative und gesangliche Phasen, gefolgt von teils atonalen mehrstimmigen Sequenzen. Das Spiel von Carolin Widmann ist höchst souverän. Die Interpretation wegweisend.

Als nächstes Werk folgt die „Sonate No 2“ aus den Six sonates Op. 27 pour violon seul von Eugene Ysaye. Sicher ein Klassiker. Persönlich verfüge ich nur über die Aufnahme von Lydia Mordkovich zum Vergleich. In der Obsession gefalen mir die Takte 8 und 9 nicht, die meines Erachtens etwas zu ruppig gespielt sind. Traumhaft dagegen das zurück genomen Tempo unter „meno mosso“ mit einem ideal hervorgehobenen Kontrapunkt. Im „danse des ombres“ ein wunderschön weiches Pizzicato von orchestraler Klangcharakteristik. Die „les furies“ agogisch breit ausgespielt mit sehr zurückhaltendem Tempo, was dem Stück den live oft zur Schau gestellten Reißercharakter nimmt. Die kontrapunktischen Arpeggien weich und wie im ersten Satz perfekt ausgespielt. Man sieh den alten Bach noch in der Geige sitzen.

Anschließend folgen „6 Capricci per violino“ von Salvatore Sciarrino. Diesel knüpft wohl an die berühmten Capricci von n. Paganini an. Selbiges endet aber bereits beim Titel. Ich kannte das Werk vorher nicht, habe insofern auch die Noten nicht vorliegen, bin aber rundherum begeistert, was an Tönen man einer Geige entlocken kann. Im ersten „Vivace“ wird die Geige in den ohen Tonlagen nur zart gestreichelt und gewischt. Das zweite „Andante“ folgt mit geisterhaften Flageoletts und Flautando-Sequenzen.

Über die 6 Caprizzi verteilt erzeugt Carolin Widmann hier eine klangliche Bandbreite, für die Kollegen von Unterhaltungmusik ganz Schränke voller Elektronik auffahren.

Als viertes Werk folgt die „Sonate No 4“ ebenfalls aus dem o.g. werk von Ysaye. Wiederum extrem sensibel gespielt. Im zweiten Satz wieder diese Pizzicato. Schon dafür lohnt sich der Kauf dieser CD. Alle drei Sätze sind sehr zurückhaltend, quasi kammermusikalisch gespielt. Carolin Widmann scheint während der Ausführung mehr in sich , das Werk und in ihr Instrument zu hören, als den großem Effekt proben zu wollen. Dieser meditative Charakter gibt die Stücke meines Erachtens bestens dar.

Die letzten drei Stücke auf der CD sind die „etudes 1-3“ von Jörg Widmann, dem Bruder der Künstlerin. Etude 1 überrascht zu Anfang mit einer Sequenz, die das Stimmen der Geige imitiert. Das Werk ist extrem nachdenklich. Wenige impulsive Ausbrüche werden durch lange Pausen aufgefangen. In etude 2 wird die Geige durch den Gesang der Ausführenden unterstützt. Es entstehen dadurch interessante Effekte, die bei Verwendung der Geige allein so nicht darstellbar gewesen wären. Die etude 3 ist ein sehr schnelles Stück, aus überaus komplizierten, tonal wenig greifbaren Läufen. Auch hier überzeugt die Künstlerin durch eine extrem zurückhaltende, und trotzdem souveräne Spielweise.

Wer sich auch nur annähernd für die Geige als Instrument und für neue Musik interessiert, für den sollte diese CD ein absolutes Muß sein. 5 Sterne ohne Einschränkung.


Devils Workshop
Devils Workshop
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 39,95

5.0 von 5 Sternen Ein leises Schmuckstück, 20. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Devils Workshop (Audio CD)
Kommt mit dem Alter manchmal die Weisheit? Die Wandlungsfähigkeit des Frank Black ist schier unvorstellbar.
Nachdem Velvety noch ein wenig den Stil einer Punkband mit Akustikgitarre am Lagerfeuer kolportiert, lassen die beiden Folgestücke den gealterten Glanz früher Tage scheinen - auch wenn die Erinnerung an diese schöner bleibt.
Das erste große Highlight - und derzeit einer der absoluten Topsongs überhaupt für mich - stellt dann "San Antonio, TX" dar. nach einem kurzen - filigran konstruiert wirkenden Gitarrenintro - singt Frank Black ---- eigentlich ein Kinderlied. Melodiös, total abgeklärt, wunderschön. Ein Mann, der um die Wiskeyflasche weiß, und sie nicht mehr braucht. Im Hintergrund leise eine Hammond und sporadisch ein Slidegitarre.
Der nächste Knaller folgt mit Bartholomew, musikalisch ein klassischer Rocksong klingt die Stimme so arg nach frühem Mick Jagger, aber ohne jegliche Arroganz (daß das jemals über Frank Black geschrieben werden würde).
Mit "Modern Age" kommt ein klassischer Rock 'n Roll Song - durchgängig.
Letzter Titel auf der Scheibe ist "Field of Marygold". Das Hauptmotiv mit ausnahmsweise schwerem Gitarrensound lehnt an die alten Balladen von Led Zeppelin und black Sabbath. Die Melodie, der Gesang und insbesondere der Refrain passen eher zu Lennon/McCartney. Die Mischung ist unglaublich. Absolut genial.
Sofort kaufen und nie wieder hergeben!


The Infinite Circle
The Infinite Circle
Preis: EUR 21,42

9 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schock nach drei Takten, 11. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: The Infinite Circle (Audio CD)
Wer - wie ich - diese CD von Amazon empfohlen bekommt, weil er vorher von Peter Pettersons fundamental intustrialistischem Projekt „Sophia" das eine oder andere Werk erworben hat und unbedarft eine Kaufentscheidung trifft, beginnt nach den ersten drei Tönen der „infinite circle" mit hektischem Blättern im nett gestalteten Booklet der Neuerwerbung.
Mit der Erleichterung, daß dies doch nicht das Extrem der Wandlungsfähigkeit von Petterson ausbildet, stellte sich umgehend die (vorübergehende) Frage nach einem brauchbaren Entsorgungskonzept für das neu erworbene Produkt. Wobei sich nach dem Abklingen des ersten Schrecks zeigt, daß diese (Entsorgung) nicht notwendig ist.
Nehmen wir an, die CD sei der erste Versuch einer POP-Platte des -fiktiven aber nicht ausschließbaren- gemeinsamen Sohns von Lydia Lunch und Nick Cave. Ein/zwei stahlbesaitete Aksutikgitarren klampfen vorsichtig über einem zurückhaltendem E-Baß. Eine Hammond-Orgel jault untertourig im fernen Hintergrund. Das Schlagzeug arbeitet sparsam um die 60 BpM. Robin Proper-Sheppard nölt sich das Schicksal der Welt von der Seele.
So plätschern 10 schwermütige, sauber durchproduzierte, Songs am Ohr des geneigten Hörers vorbei.
Für die Suizidgefährdeten eine CD für die guten Tage; für den Rest eine CD für die nachdenklichen. Als POP-Platte (zum Glück) gescheitert.
Reinhörer ist Track No. 8 „within without".


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