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Rezensionen verfasst von
Llewellyn709

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Zhongyi Mitakon Speedmaster 50 mm Objektiv f/0.95 für Sony E Bajonett z.B. A7 A7S A7R inkl. Sonnenblende
Zhongyi Mitakon Speedmaster 50 mm Objektiv f/0.95 für Sony E Bajonett z.B. A7 A7S A7R inkl. Sonnenblende
Wird angeboten von Foto-Morgen GmbH
Preis: EUR 929,90

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimtip für Geduldige, 3. Februar 2015
'OK, zugegeben: Sooo geheim ist der Tip inzwischen nicht mehr. :)
Ich habe mir im Dezember 2014 aufgrund begeisterter Berichte im Netz das Mitakon für meine A7s gekauft. Damals noch für ca. 750€ direkt aus England, mittlerweile (Februar 2015) haben die Preise wegen hoher Nachfrage stark angezogen, sofern der Lichtriese überhaupt zu bekommen ist.

50mm/f0.95'ja, Sie haben richtig gelesen: Blende 0.95. Es handelt sich hier um eine der lichtstärksten Vollformat-Optiken, die es gibt - mehr als doppelt so lichtempfindlich wie ein 1.4er Objektiv. Selbstverständlich erfordert der Fokus bei 0.95 viel Übung und Geduld, aber die Ergebnisse sind außergewöhnlich und eine Hausnummer für sich. Die Schärfe ist in der Bildmitte bereits bei Offenblende gut bis sehr gut.

Hier scheiden sich natürlich die Geister: Wer eigentlich Autofokus bevorzugt und sich sowieso nur stirnrunzelnd manuellem Fokus widmet, wird mit dem Mitakon nicht glücklich werden und braucht hier nicht weiterzulesen.

Allen anderen würde ich empfehlen, zumindest einen Blick zu wagen. Dank des Fokus-Peakings, das mittlerweile alle Systemkameras mit elektronischem Sucher haben (das Mitakon scheint bauartbedingt sowieso nicht für herkömmliche DSLRs hergestellt zu werden), ist die Scharfstellung ein Kinderspiel. Das gilt auch für lichtstarke Objektive bei Offenblende - allerdings ist hier Voraussetzung, daß das Objekt still hält und der Fotograf nicht schwankt, die Schärfeebene bei f0.95 auf Vollformat ist nämlich winzig, ich schätze etwa 1cm. Actionaufnahmen sind also nicht möglich, Zufallstreffer ausgenommen.
Es gibt also Hindernisse auf dem Weg zu tollen Fotos - aber alles andere wäre ja auch zu einfach gewesen. :-)

Trotzdem, es lohnt sich!

Zwei Warnungen hätte ich aber:

a) Das Objektiv ist zwar gut verarbeitet und relativ kompakt (ich habe die überarbeitete Version 2 mit dem klangvollen Beinamen "Dark Knight"), aber dank Vollmetall und viel Glas ziemlich schwer, ca. 720g. Und es ist relativ streulichtanfällig, also unbedingt die mitgelieferte Gegenlichtblende benutzen.

b) Vorsicht, das Objektiv kann süchtig machen, wenn man mit manuellem Fokus klarkommt! Die Ausschußquote bei f0.95 mag hoch sein, aber die Ergebnisse sprechen für sich. Das Bokeh (Hintergrundunschärfe) ist sehr cremig, einfach toll. Das einzige andere Objektiv mit vergleichbarem Bokeh, das ich kenne, ist das ebenfalls manuelle Walimex 85/1.4.

Von mir gibts eine klare Empfehlung, das Mitakon ist eine ganz besondere Optik mit eigenem Charakter.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2016 12:09 AM CET


Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz
Sony Alpha 7s nur Gehäuse (12,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD Display, Full HD, Unkomprimierter Output via HDMI (4K/Full HD), Silent Shooting Modus, staub- und feuchtigkeitsgeschützt) schwarz
Preis: EUR 1.796,00

306 von 323 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A7s - Die stille Revolution, 10. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe in den letzten Jahren diverse APS-C Kameras besessen und war eigentlich mit allen zufrieden. Eigentlich. Aber so gut jede einzelne (anfangs Nikon, später Sony) auch war, es handelte sich dabei stets nur um relativ geringfügige Detailverbesserungen der jeweiligen Vorgängermodelle. Auch die medienwirksamen Steigerungen auf 12-16-24 MP änderten daran nichts.

Dann der Paukenschlag: Seit dem Paradigmenwechsel von analog auf digital vor über 10 Jahren ist die A7s aus meiner Sicht die erste Kamera, die wirklich neue Möglichkeiten eröffnet und alte Fotografiergewohnheiten komplett über den Haufen wirft. Mit diesem kleinen Wunderwerk der Technik sind Aufnahmen in Situationen möglich, in denen ich mir kurz zuvor nicht mal die Mühe gemacht hätte, an eine Kamera überhaupt zu denken ' geschweige denn, sie einzupacken.

Bislang gehörte ich zur "ich-fotografiere-sowieso-nicht-höher-als-ISO-3200"-Fraktion. Genaugenommen auch nur ungern über ISO 1600, denn meine vorherigen Kameras (D5000, D7000, A65, A77 und zuletzt die überraschend gute A6000) schwächelten da bereits sichtbar. Je nach Situation gab es mal Einzelfälle bis ISO 6400 und ein einziges Ausnahmebild von der A6000 mit ISO 12.800 - aber höher? Bäh, nein danke.

Ich war selbstverständlich auch ein sogenannter 'Pixelpeeper'. Bilder am Monitor in Normalansicht ansehen? Langweilig. Eher 100%, 200%, 300% Vergrößerung. Ich freute mich über jeden scharfen Zweig am Bildrand. Jedes weit entfernte Straßenschild, das kaum erkennbar, aber bei Vergrößerung noch lesbar war. Nicht, daß das für den Verwendungszweck meiner Bilder irgendeine Praxisrelevanz gehabt hätte. Aber ich fand es trotzdem ganz toll.

Ich gehörte natürlich auch zur 'was-soll-ich-denn-mit-Vollformat?'-Fraktion. Zu groß, zu schwer, zu teuer, mehr Nachteile als Vorteile - die üblichen Argumente halt. Zumindest galt das aus meiner Sicht für alles, was vor Sonys A7-Serie auf dem Markt war.
Und dann war da selbstverständlich noch die Geldfrage: Wenn mir vor einem halben Jahr jemand gesagt hätte, daß ich einmal ein Kameragehäuse für über 2000€ kaufen würde, hätte ich ihn für unzurechnungsfähig erklärt.

Tja, was soll ich sagen: Nun bin ich der Unzurechnungsfähige. Und glücklich damit. Aber wer weiß, so geht es vielleicht vielen Unzurechnungsfähigen. :)

Immerhin brachte der Verkauf von angesammeltem APS-C-Equipment genug für die A7s ein, es reichte auch noch für ein gebrauchtes 28-70 Kitobjektiv zum Ausprobieren sowie einen Adapter für das alte Minolta AF 50/1.4 und mein geschätztes Walimex 85/1.4, welches sich unerwartet sogar als vollformattauglich erwies. Auch ein altes 'Ofenrohr' (Minolta AF 70-210 4.0) behielt ich zum Testen, obwohl ich damit an der A77 nicht sonderlich glücklich gewesen gewesen war.

Bisherige Erfahrungen mit der A7s:
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Die A7s hat trotz Vollformat nur ungefähr Größe und Gewicht eines kleinen APS-C Einstiegsmodells und liegt sicher in der Hand, der kleine Finger findet allerdings keinen Platz mehr am Griff und gesellt sich unter die Kamera (ich habe mittelgroße Hände). Unterm Strich geht die Haptik einigermaßen in Ordnung, kommt aber keinesfalls an das Anfaßgefühl z.B. einer A77 ran. Verarbeitung und Materialqualität sind dennoch erstklassig, was man zu diesem Preis allerdings auch erwarten darf.

Praktisch: Dank ihrer Handlichkeit und des silent shutters (dazu später mehr) kann man mit der A7s ziemlich unauffällig unterwegs sein, besonders, wenn man eine Festbrennweite draufschraubt. Gelegentlich bringt einem das abschätzige Blicke von schwerer beladenen Fotografen ein ("was für eine Kompakte hat der denn da?"), ich lächle dann immer freundlich zurück. :)
Wer seine Kamera gerne ein bisschen zur Schau stellt, ist mit der A7/r/s vielleicht nicht so gut bedient, da nur wenige wissen, welches Schmuckstück man da eigentlich hat.

AF:
Der Kontrast-Autofokus der A7s ist subjektiv etwas langsamer als bei der A77 oder A6000. Forenkommentaren zufolge soll er zwar besser als der der A7 / A7r sein (aber wiederum schlechter als bei der A7-II / A7r-II), Action- und Sportfans werden eher andere Kameras vorziehen - zumindest, solange es hell genug ist. Für meine Bedürfnisse genügt der AF jedenfalls und ich tendiere mittlerweile sowieso mehr und mehr zur manuellen Fokussierung, weil es einfach Spass macht.
Dennoch beeindruckend: Auch bei miserabler Beleuchtung findet der AF (sogar ohne Hilfslicht) in der Regel noch den Fokus, das schaffen andere Kameras nicht unbedingt.

Fokus Peaking:
Hat sich bereits bei den Sony SLT-Modellen bewährt und ist eine geniale Methode für manuellen Fokus. Wie in alten Zeiten, nur statt Schnittbild-Entfernungsmesser werden als Scharfstellhilfe die fokussierten Kontrastkanten des Objekts hervorgehoben. Zusätzlich gibts noch eine optionale Fokuslupe in Sucher und Display.

Aber'WAAAH! Nur 12 Megapixel! Ein Rückschritt!
Schlechte Auflösungsergebnisse in sämtlichen Testberichten!
Tja, was soll ich dazu sagen. Eigentlich nur eins: Papier ist geduldig. In der Theorie mag das schrecklich klingen, in der Praxis habe ich festgestellt, daß es für mich keine Relevanz hat. Ich hatte schon früher trotz meines Pixelpeepings nie etwas für den Megapixel-Hype übrig und habe mich immer geärgert, daß der technische Fortschritt dazu genutzt wurde, mit hohen MP-Zahlen zu protzen (krassestes Beispiel: Kompaktkameras), statt die Sensoren rauschfreier zu machen. Zudem gibt es durchaus Objektive, die mit dem Auflösungsvermögen von 16MP- und 24MP-Sensoren überfordert sind, was am Monitor bei Vergrößerungen ab 100% deutlich zu sehen ist. Der 12MP-Sensor der A7s verhält sich hier wesentlich gutmütiger, bietet für meinen Bedarf aber meist genug Auflösungsvermögen. Einzige Ausnahme: Grosszügige Ausschnittvergrößerungen sind damit nicht drin.
Selbstverständlich können die Testwerte in den Charts nicht mit den 24/36MP-Kameramodellen mithalten, aber das ist technisch auch gar nicht möglich, denn die Pixel pro Sensorfläche sind bei der A7s deutlich grösser. Allerdings sind sie dadurch auch viel lichtempfindlicher, womit wir zum nächsten Punkt kommen, nämlich'

'High ISO:
Die Paradedisziplin der A7s. Nach aktuellen Berichten gibt es keine Vollformatkamera, die der Sony hier das Wasser reichen kann (APS-C natürlich erst recht nicht). Selbst die bisherigen 'low-light-Kings' Nikon D4s und Nikon Df können nicht mithalten - auch dann nicht, wenn man deren Bilder auf 12MP runterskaliert. Ich weiß nicht, was Sony hier getan hat, aber sie haben es richtig gemacht: Sogar unbearbeitete JPGs sehen bei hohen Empfindlichkeiten erstaunlich gut aus. Ich nehme zwar vorsichtshalber grundsätzlich in JPG+RAW auf, habe die RAWs aber bisher kaum angetastet (OK, zugegeben, ich bin eh ein RAW-Muffel und nutze das Format nur im Notfall). Fachkundige Nachbearbeiter könnten aber vermutlich aus den RAWs nochmal eine zusätzliche Blendenstufe herauskitzeln, ohne nennenswerten Qualitätsverlust.
Apropos RAW: Wer sich dafür interessiert, einfach mal nach "Capture One for Sony" googeln. Die bieten einen vollständigen, mit Lightroom vergleichbaren RAW-Konverter kostenlos an. Das gilt allerdings ausschließlich für die spezielle Sony-Variante, alle sonstigen Versionen sind kostenpflichtig oder zeitlich befristet.

Wie hoch kann man mit der ISO bei der A7s denn nun tatsächlich gehen?
Pauschal läßt sich diese Frage nicht seriös beantworten, denn es hängt von Aufnahmesituation, Verwendungszweck der Bilder und natürlich dem Ansprüchen ab. Meine persönliche Meinung: Wenn man Fotobücher oder Ausdrucke bis A3 macht und die Bilder nur am Full-HD-Fernseher (oder Beamer) ansieht, sollten in dem meisten Fällen ISO 51.200, unter Idealbedingungen auch ISO 102.400 noch akzeptabel sein. Darüber beginnt der sogenannte 'extended'-Bereich, in dem durch Signalverstärkung ein Maximum von ISO 409.600 erreicht wird - aber das ist eher was für absolute Notfälle oder Dokumentationszwecke, wenn sonst gar keine Bilder mehr verfügbar wären.

Anekdote am Rande (ein kleiner, unfairer Praxistest):
Neulich sah jemand ziemlich skeptisch drein, als ich erzählte, daß die Lichtempfindlichkeit meines neuen Spielzeugs so überragend ist. Er zückte eine Panasonic TZ36 (Kompaktkamera, 16MP, 1/2,33" Sensor) zum Vergleich und stellte sie auf das Maximum, nämlich ISO 3200 ein ' was für einen so kleinen Sensor schon eine ziemliche Vergewaltigung bedeutet. Ich blendete auf f22 ab, woraus sich ISO 128.000 ergab.
Die resultierenden Bilder (Innenraumfotos) waren zwar in beiden Fällen nicht mehr schön, aber bei der A7s waren trotz deutlichem Rauschen noch Details erkennbar, während die TZ36 nur noch ein, sagen wir mal "künstlerisch wertvolles Aquarellbild" lieferte.
Ja, ich weiß, dieser Vergleich ist weder seriös noch fair. Ich fand ihn dennoch amüsant und dachte mir, daß er vielleicht den einen oder anderen Leser interessieren könnte. :)

Wie auch immer: Wer gerne (wie ich früher) bei 367% Vergrößerung mit der Nase am Monitor die Pixel beäugt, wird natürlich unter gar keinen Umständen eine sechsstellige ISO akzeptieren. Auch fünfstellige ISO's dürften eher zu einem drohenden Stirnrunzeln führen. Allerdings bekommen solche Pixelzähler mit "gewöhnlichen" DSLRs zuweilen bereits bei ISO 800 oder 1600 die Krise, das hat also vielleicht nicht sooo viel zu sagen. :)

Jedenfalls sind, wie auch in anderen Rezensionen bereits beschrieben, mit der A7s selbst bei kümmerlichster Beleuchtung meist noch stimmungsvolle Bilder aus der Hand möglich. Und zwar in Situationen, in denen andere Kameras komplett aussteigen, unbrauchbaren Pixelmüll produzieren oder zwingend ein Stativ voraussetzen (nur, daß weder alle Motive stativgeeignet sind noch man immer ein solches dabei hat). Diese Art von Evolution geht aus meiner Sicht deutlich über bisherige Verbesserungen bei neuen Kameras hinaus und stellt eher eine Revolution dar, da sie völlig neue Optionen in der Fotografie bietet.

Unabhängig davon gilt für die A7s trotzdem dasselbe wie für andere Kameras auch: Mindestens ein lichtstarkes Objektive in der Fototasche ist Pflicht. Je nach Geldbeutel kann das z.B. ein preiswertes 50mm/1.8 (besser 1.4) mit manuellem Fokus + Adapter sein oder eine der vielen deutlich teureren Optionen. Zu Objektiven und Adaptern später mehr.

Video:
Dazu kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen, ist nicht mein Ding. Bei Youtube überschlagen sich diverse Tester allerdings wegen der Videoqualitäten. Und das nicht mal wegen 4K (kann die A7s zwar, aber dafür ist ein externer Recorder nötig), sondern weil sie diverse professionelle Optionen bietet und bei wenig Licht die gesamte Konkurrenz deklassiert - einschließlich Panasonics GH4, Canons Platzhirsch 5D III und diverser 'echter' Videokameras.
Manche gehen sogar so weit zu behaupten, daß die A7s in erster Linie eine Videokamera sei und es Verschwendung wäre, sie 'nur' zum Fotografieren zu kaufen. Naja'das mögen manche Videografen zwar glauben, aber ich sehe das selbstverständlich genau andersherum. :)

Elektronischer Sucher (EVF):
Klasse! Gross, scharf und hochauflösend, auch bei fast völliger Dunkelheit benutzbar (dann zwar etwas pixeliger - aber hey, mit einem herkömmlichen Sucher wäre in so einer Situation GAR NICHTS mehr anzufangen) und frei konfigurierbar. Man kann sich alle Einstellungen einblenden lassen, die das Herz begehrt - einschließlich Bilddaten, Gitterlinien, Wasserwaage und Histogramm. Oder alles ausblenden.
Oder sich verschiedene Varianten einrichten und mit einem(!) Tastendruck zwischen diesen umschalten. Und dann wäre da noch der "what-you-see-is-what-you-get"-Effekt: Belichtung, Schärfentiefe, Weissabgleich. Man sieht noch vor der Aufnahme, ob alles passt.
Was will man mehr? Optische Sucher sind von gestern. Eigentlich eher von vorgestern.

Eingebauter Blitz
Fehlanzeige. Mir ist es zwar nicht wichtig, da ich sowieso ungern direkt blitze und available light vorziehe (erst recht mit der A7s), aber ich kann verstehen, daß das manche Nutzer ärgert. Als Aufhellblitz oder zum Ansteuern von externen Blitzen wäre es schon sinnvoll gewesen. Sony steht da allerdings nicht allein da, viele sogenannte "Profi-Kameras" haben keinen eingebauten Blitz. Anscheinend haben Profis so etwas nicht nötig?
WICHTIG: Die A7-Serie hat nicht mehr den alten Minolta/Sony-Blitzschuh, sondern den neuen "Sony Multi Interface"-Anschluß. Passende Automatikblitze dafür gibts ab ca. 150€ (z.B. von Metz).

Update: Ich bin gerade dabei, mich näher mit dem sogenannten "entfesselten Blitzen" zu beschäftigen. Eine interessante Alternative bzw. Ergänzung zu available light. Mit einem Sender auf der Kamera werden da per Funk einer oder mehrere externe Blitze angesteuert (kein TTL). Die grundsätzliche Benutzung ist kinderleicht, aber es erfordert natürlich Übung und Erfahrung für tolle Ergebnisse.
Meine derzeitige Ausrüstung: Yongnuo YN-560TX (Funkauslöser, die Canon-Version funktioniert problemlos an der A7s) und 3x Yongnuo YN-560 Mk. IV (Blitze), dazu 3*4+2=14 Akkus Eneloop AA - alles zusammen für ca. 250€. Im Netz gibts viele Videos zu dem Thema und zum preiswerten Yongnuo-Equipment.

Konfigurierbarkeit:
Waren die älteren Alphas bis hin zur A77 diesbezüglich noch relativ kastriert, zeigte bereits die A6000 wohin der Weg geht - und mit der A7-Serie perfektioniert Sony nun die Konfigurierbarkeit. Es gibt zwar "nur" drei programmierbare Fn-Tasten, aber auch so gut wie jede sonstige Taste kann man nach eigenem Bedarf umbelegen.
Besonders begeistert mich übrigens, daß die frei konfigurierbare ISO-Automatik auch im vollmanuellen Modus (M) funktioniert. "M" ist für mich zwar nicht in jeder Aufnahmesituation das Mittel der Wahl - aber wer weiß, was er tut, hat damit bei Bedarf ein sehr effektives Werkzeug an der Hand, zumal die A7s mehr ISO-Spielraum hat als andere Kameras.

Silent Shutter
Sehr praktisch: Im Gegensatz zu ihren beiden Geschwistern bietet nur die A7s die Option eines 'silent shutters', also eines vollständig lautlosen Auslösens (Kameramenü 2.4). Man hört bei Offenblende wirklich GAR NICHTS, das ist in manchen Aufnahmesituationen Gold wert.
Einschränkung: In diesem Modus reagiert die A7s empfindlicher auf künstliche Beleuchtung. Zumindest manches LED-Licht kann, abhängig von der Verschlußzeit, unschöne Streifen oder Verdunklungen im Bild erzeugen. Die Hintergründe sind mir nicht so ganz klar, aber es scheint etwas mit der Frequenz einiger LED-Lampen zu tun zu haben. Ich weiß nicht, ob sich daran technisch überhaupt irgendetwas ändern läßt ' falls ja, wird das Problem wohl per Firmwareupdate behoben werden.
Im normalen Auslösemodus treten die Streifen jedenfalls nicht auf.

Purple Glow:
Das sogenannte "Sensorglühen", das einigen Staub in einschlägigen Foren aufgewirbelt hat. Kein Problem speziell der A7s, es kommt auch bei anderen Herstellern vor und tritt gerne auf, wenn Sensoren bis zum Anschlag ausgereizt werden. Soweit ich verstanden habe, hängt es mit der Signalverstärkung zusammen.
Ich konnte unter Extrembedingungen (ISO im sechsstelligen Bereich, vereinzelt auch ab 80.000) tatsächlich einen unschönen violetten Schimmer am linken unteren Bildrand erzeugen. Nicht immer, aber manchmal. Bei gewöhnlichen Langzeitbelichtungen von 1s - 30s im normalen Bereich von ISO 50 - 51.200 trat nichts dergleichen auf.
Könnte sein, daß Videofilmer damit eher Schwierigkeiten haben, das kann ich nicht beurteilen. Bei Fotos unter realen Praxisbedingungen (ich habe mit der A7s in den letzten zwei Monaten ca. 2000 gemacht) sind bisher keine Probleme aufgetreten, auch nicht nachts oder bei schlechtem Licht.

Automatik- und Szeneprogramme
Es kommt gar nicht so selten vor, daß Fotografie-Anfänger sich eine (sehr) teure Kamera zulegen, in der Hoffnung, daß sich ihre Bilder in Relation zum Preis verbessern. Leider ist das immer ein Trugschluß.
Ja, auch die A7s hat diverse Automatikfunktionen, einschließlich einer kompletten Sorglos-Vollautomatik und einigen Szeneprogrammen. Würde ich deren Benutzung empfehlen? Eher nicht. Aber das hat nichts zu sagen, schließlich bin ich ein Snob. :)

Lassen Sie sich davon also nicht abschrecken. Die genannten Automatiken haben durchaus ihre Existenzberechtigung und können für den Einstieg hilfreich sein. Allerdings sollten Sie sich klar machen, daß sie längst nicht immer das gewünschte Ergebnis bringen und in Extremsituationen manchmal auch völlig versagen. Schließlich rät die Kamera nur, was Sie vermutlich von Ihr wollen könnten. Oder sie entscheidet, was gut für Sie zu sein hat.

Letztlich sind die Automatiken der A7s auch nicht besser als die einer 50€-Knipse aus dem Supermarkt. Sie mögen zwar rauschärmere und schärfere Bilder erzeugen, aber das nutzt Ihnen nichts, wenn diese womöglich anders als gewünscht belichtet oder auf die falsche Stelle im Bild fokussiert sind, zuwenig oder zuviel Schärfentiefe haben etc.. Auch den Bildausschnitt wählt die Kamera nicht für Sie.

Kurz gesagt: Sie können die A7s durchaus dauerhaft in der grünen Vollautomatik betreiben. Allerdings wäre das, als ob man sich einen Porsche kauft und ihn dann nur für Einkaufsfahrten im Stadtverkehr benutzt. Rechnen Sie nicht damit, auf diese Weise wesentlich sehenswertere Bilder zu produzieren, als Sie es mit einer Kompaktkamera täten.

Tip: Ein Einsteiger-Fotokurs oder auch diverse Videos im Netz, in denen Grundlagen der Fotografie erklärt werden, wirken Wunder. Plötzlich traut man sich, Vollautomatik und Szeneprogramme links liegenzulassen und kommt vielleicht sogar auf den Geschmack nach 'mehr'. Irgendwann fotografiert man dann ganz von selbst nur noch in A, S oder M und vermisst rein gar nichts. :)

Akkulaufzeit:
Nicht besonders. Was von Kritikern allerdings selten erwähnt wird: Die FW50 Akkus sind dafür auch entsprechend klein und leicht, passen also ins Gesamtkonzept einer super-kompakten Vollformatkamera. Man kann halt nicht alles gleichzeitig haben und diese Lösung gibt für mich durchaus Sinn.
Wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin, dabei immer wieder unregelmäßig fotografiere und die Kamera dauerhaft eingeschaltet lasse (aber mit Stromsparmodus nach 2 min), brauche ich 2-3 Akkus. Das geht völlig in Ordnung, denn Ersatzakkus sind preiswert und vom selben Typ, den auch die A6000 benötigt. Mit dem Hersteller Patona hatte ich bei Austauschakkus bisher noch nie Probleme, auch deren Ladegeräte sind OK.
Übrigens liefert Sony serienmässig bereits 2(!) Akkus + ein externes Ladegerät + ein Kameraladekabel mit. Das gilt allerdings ausschließlich für die A7s, die preiswertern Modelle erhalten einen solchen Luxus nicht und müssen sich mit 1 Akku + Ladekabel begnügen.
Stromspar-Tip: Flugmodus einschalten, wenn man WLAN nicht braucht.

Was ich vermisse:
GPS! Ich fand es an der A65 und A77 extrem hilfreich für die Dokumentation von Urlaubsreisen, aber offenbar sah Sony (und womöglich auch die Mehrzahl der Anwender) das anders und es fiel dem Rotstift zum Opfer. Schade, wirklich schade! <schnief>

Adapter-Tips:
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Zunächst drei wichtige Begriffserklärungen, um Mißverständnisse zu vermeiden:

A-Mount ist der "alte" Anschluß von Minolta und Sony, er wird benutzt, seit es Autofokusobjektive gibt und ist immer noch in Verwendung, z.B. bei Alpha 33 bis 77.

E-Mount (auch NEX genannt) ist der neue Anschluß für die NEX-Modelle, Alpha 5000-6000 und natürlich die A7-Serie.

FE-Mount = E-Mount, die Bezeichnung besagt lediglich, daß es sich um ein vollformat-taugliches Objektiv handelt.

Generell kann man sagen, daß durch das geringe Auflagemass des E-Mounts (Vorteil des fehlenden Reflex-Spiegels) so ziemlich alles adpatierbar ist, was vor eine Kamera geschraubt werden kann, gleichgültig von welchem Hersteller.

Nun aber zu den Adaptern:

Minolta/Sony A auf E-Mount:
Der Sony LA-EA4 besitzt ein AF-Modul mit teildurchlässigem Spiegel wie es auch bei den SLT-Kameramodellen eingebaut ist, dadurch geht allerdings grob geschätzt eine drittel bis halbe Blende Licht verloren. Bei den SLTs fand ich das wegen deren eh recht dürftigen low-light-Fähigkeiten störend, bei der A7s fällt es dagegen kaum ins Gewicht. Irgendwo habe ich gelesen, daß der AF des EA4 dem der Alpha 65 entsprechen soll. Bei Tageslicht mag das zutreffen, aber bei Dunkelheit...naja. Ich werde noch weiter testen, aber die bisherigen Ergebnisse bei schlechter Beleuchtung überzeugen mich absolut nicht.

Wenn AF keine Rolle spielt, aber dennoch Objektivdaten an die Kamera und in die EXIF übertragen werden sollen, kommt der kleinere, leichtere, lichtstärkere(!) und 100€ billigere LA-EA3 zum Zug. Er kann zwar theoretisch mit Sony SSM-Objektiven AF, allerdings nur sehr lahm und unzuverlässig - also eher was für manuellen Fokus.
WICHTIG: Bei den original Sony-Adaptern sind nur EA4 und EA3 vollformattauglich. EA2 und EA1 sind für APS-C, also nicht den falschen kaufen.

Wer einen Originaladapter nicht braucht oder will, kann auch einen rein manuellen Sony/Minolta A -> NEX Adapter kaufen, die gibt es von hochwertig (z.B. Novoflex) bis sehr billig (diverse Noname), sie übertragen allerdings keine EXIF-Daten. Die Benutzung an der Kamera ist dennoch einfach: Auf A (oder M) stellen und Blende am Adapter wählen, falls das Objektiv keinen Blendenring hat. Zeitautomatik funktioniert, ISO-Automatik ebenfalls.

Canon EF auf E-Mount:
Da ich sehr günstig ein gebrauchtes Tamron 28-75/2.8 für Canon ergattern konnte, legte ich mir einen 'Commlite Canon EF-NEX Adapter' (ca. 80€) zu, dieser funktioniert gut. Theoretisch sogar mit AF, aber der taugt nix, also manueller Fokus. EXIF-Daten funktionieren, Verbindungsprobleme gibt es keine (was man vom deutlich teureren Metabones Canon-NEX Adapter diversen Berichten zufolge nicht behaupten kann).

Was Objektive für die A7-Serie angeht:
Kritiker bemängeln, daß es noch viel zu wenig native FE-Mount Linsen gibt und daß sie sehr teuer sind. Beides ist richtig, auch wenn das Sortiment in den letzten Monaten aufgestockt wurde und weiter wird. Ein echtes Problem ist das allerdings nur, wenn man zwingend AF haben möchte. Den braucht man aber in vielen Situationen gar nicht - und dann wirds erst richtig interessant. Zum Fokus Peaking habe ich ja schon etwas geschrieben, manueller Fokus über Sucher oder Display wird damit zum Kinderspiel und eröffnet viele kreative Möglichkeiten.

Einige Vollformat-Objektivtips (teilweise Adapter benötigt):
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Als Allroundobjektive mit AF und ohne nervigen Adapter bieten sich entweder das Sony 3.5-5.6 / 28-70 FE oder das Zeiss 4.0 / 24-70 FE (zum vierfachen Preis) an. Ersteres bietet nur durchschnittliche BQ und ist lichtschwach, dafür aber aber sehr leicht und relativ günstig. Letzteres ist schärfer und hat mehr Kontrast, allerdings wird ihm eine gewisse Serienstreuung nachgesagt. Wer sich dafür interessiert, sollte also die Qualität prüfen.

Eine Alternative als Standardzoom ist das lichtstärkere Tamron 28-75/2.8 + EA4 Adapter. Bei diesem Objektiv schätze ich die hervorragende Schärfe und Lichtstärke, andererseits nervt der laute AF. Auch mag ich die klobige, schwere Adapterlösung bei einem Objektiv, das eigentlich als "Immerdrauf" gedacht ist, nicht so gern. Dennoch: Unterm Strich ein erstklassiges P/L-Verhältnis.
Es gibt von Tamron auch ein 24-70 2.8 USD, das wiegt allerdings mit Kamera und Adapter dann bereits DSLR-typische 1,5kg - nein, danke.

Sony AF 3.5-4.5 / 24-105mm (wird nicht mehr hergestellt und ist sehr rar, gebraucht mit viel Glück für unter 300€ zu bekommen); benötigt für Autofokus den LA-EA4. Von dem Objektiv gibts auch eine etwas ältere, vermutlich baugleiche aber preiswertere Minolta-Variante.
Ich habe das 24-105 mit dem Zeiss 24-70 verglichen und es schneidet erwartungsgemäß schlechter ab. Bei Offenblende ist mein Exemplar nur bei 105mm scharf, abgeblendet auf 5.6 - 8 ist es im ganzen Brennweitenbereich passabel bis sehr gut. Der AF funktioniert mit dem EA4 bei Tageslicht meistens recht flott, ist aber laut.

Günstiges Superweitwinkel-Zoom: Minolta AF 2.8-4.0 / 17-35mm (gebraucht unter 300€), benötigt LA-EA4 für AF. Die Bildqualität ist durchwachsen, Offenblende sollte eher gemieden werden. Mit Abblenden auf 5.6 - 8 wird es passabel bis gut - nur bei 17mm bleiben die Ränder weich. Das Objektiv kommt mir insgesamt etwas kontrastarm vor, verglichen mit dem hohen Preis für Vollformat-Alternativen ist es aber durchaus eine Überlegung wert. Wer (viel) mehr finanziellen Spielraum hat, kann sich alternativ das neue Zeiss 16-35mm näher ansehen, es soll hervorragend sein.

Telezoom:
Das alte "Ofenrohr" Minolta AF 70-210/4.0 (Vorsicht, nicht das 3.5-4.5 oder eine der lichtschwächeren Versionen kaufen!) habe ich kürzlich mit mehreren hundert Bildern getestet und bin begeistert! Es harmoniert hervorragend mit dem 12MP-Sensor der A7s und ist bereits bei Offenblende über den gesamten Brennweitenbereich scharf. Sogar der AF funktioniert tagsüber gut und schnell (und laut) in Kombination mit dem LA-EA4. Das Objektiv ist gebraucht für 100-150€ zu bekommen, aber achten Sie unbedingt darauf, daß die Sonnenblende mit dabei ist (da etwas streulichtanfällig).

Zum Vergleich habe ich mir auch ein ca. 40 Jahre altes, manuelles Vivitar 70-210mm/3.5 Series 1 Schiebezoom (richtig gelesen: f3.5 durchgehende Lichtstärke) für unter 40€ ersteigert. Die "Series 1" war damals die Luxus-Version, zu Analogzeiten konnte ich mir so etwas nicht leisten und musste zu billigeren Modellen greifen. Hätte nicht gedacht, dass ich doch mal eins in Händen halten würde. :)
Naja, wahrscheinlich viel Rauch um nichts, wie oft bei "posh"-Produkten. Erfahrungsbericht wird nachgeliefert, wenn ich Zeit zum Testen habe. Sollte es nichts taugen, könnte man es notfalls immer noch verwenden, um Nägel in die Wand zu schlagen, robust genug ist es dafür. :-P

Superzoom/Allroundobjektiv:
Das Tamron 28-300mm/3.5-6.3 (die neue PZD-Version) für A-Mount ist in Kombination mit dem EA4 erstaunlich gut an der A7s. Relativ leicht und kompakt, zuverlässiger und leiser AF, meistens scharf bei Offenblende.
Auch die ältere und deutlich billigere Version des Tamron 28-300 bietet ein überraschend gutes P/L-Verhältnis. Wer mit einem lauten und langsameren AF leben kann, kann damit einiges Geld sparen, die Bildqualität ist jedenfalls annähernd gleichwertig zum PZD.

Alternativ kommt als Reisezoom das neue Sony FE 24-240mm/3.5-6.3 in Frage. Problem: Groß, schwer, teuer. Ich habe es einige Tage ausprobiert, war allerdings wegen des lahmen AF's ziemlich unzufrieden (siehe meine dortige Rezension).

Einige Festbrennweiten:
(und noch hunderte weitere warten auf experimentierfreudige Adaptierer:-)

Mein persönlicher Geheimtip: Mitakon Speedmaster 50mm f0.95. Ja, richtig gelesen: Blende 0.95! Dieser Lichtriese ist etwas ganz besonderes - und er wird für gewöhnliche DSLRs nichtmal abgeboten, es gibt ihn aus technischen Gründen nur für spiegellose Kameras. Mehr dazu habe ich in einer gesonderten Rezension geschrieben. Fazit: Zwar teuer, aber trotzdem preiswert. :)

Walimex 85mm/1.4: War an der A77 eines meiner Lieblingsobjektive. Billig trotz erstklassiger Verarbeitung, manueller Zoom, akzeptable Schärfe bei Offenblende, butterweiches Bokeh. Eigentlich sogar das beste Bokeh, das ich je gesehen habe. Es ist zwar vollformattauglich, aber an der A7s werde ich noch nicht so recht warm damit. Eigentlich hätte ich erwartet, dass das Walimex mit dem 12MP-Sensor gut harmoniert, aber irgendwie wirkt es deutlich softer, als ich es in Erinnerung habe. Vielleicht bin ich aber auch nur vom Mitakon verwöhnt, das ist bereits bei f0.95 überzeugender, als das Walimex mit f1.4.
Dennoch: Wer ein Bokeh-Fan ist, sollte einen Blick auf das 85/1.4 riskieren, zumal Walimex mittlerweile eine neue Version fürs E-Mount herausgebracht hat und man sich damit den Adapter spart. Und wenn es hauptsächlich für Portraits zum Einsatz kommt, schadet ein bisschen Softness bei Offenblende eigentlich nicht - Frauen sind sogar oft dankbar dafür. :)

Wer manuellen Fokus nicht mag und auf fast 2 Blenden Lichtstärke im Vergleich zum Mitakon verzichten kann, wählt das Zeiss 55/1.8 FE (etwa selber Preis) und bekommt dafür neben dem AF eine gigantische Bildqualität; das 55/1.8 soll zu den schärfsten jemals produzierten Objektiven gehören. Strenggenommen paßt es aber eher zur A7r mit 36MP, die kann auch noch das letzte Quentchen Auflösung aus dieser tollen Linse herausquetschen.

Absoluter Preis-/Leistungstip: Canon FD 50/1.4. Da dieses Objektiv noch von den alten Analog-Canons stammt, hat es einen schönen, breiten Fokusring. Die Schärfe ist bei Offenblende überraschend gut, abgeblendet sogar erstklassig. Das Bokeh ist nicht so soft wie beim Walimex oder Mitakon, aber immer noch OK. Ein billiger, manueller Canon FD-NEX-Adapter genügt.
Es gibt von allen anderen Herstellern ebenfalls adaptierbare 50/1.4 ohne AF, laut einschlägiger Forenkommentare ist aber obiges Canon FD vom Preis-/Leistungsverhältnis her nur schwer zu toppen.

Fazit:
-------
Hut ab! Während Canon und Nikon sich auf ihren (zugegebenermassen verdienten) Lorbeeren ausruhen und weiterhin solide, aber altbackene und un-innovative DSLRs herausbringen, wagen sich die vermeintlichen Außenseiter der Branche ' allen voran Sony, aber auch Panasonic und Olympus ' auf völlig neues Terrain. Das ist riskant und ich hoffe für sie und für uns Verbraucher, daß sich diese Innovation bzw. Investition lohnt.

Für mich ist die A7s genau die Kamera, auf die ich immer - ohne es zu wissen - gewartet habe. Endlich macht fotografieren wieder richtig Spaß! Sogar mein übertriebenes Pixelpeeping habe ich mir weitgehend abgewöhnt, vielleicht, weil ich nun andere Schwerpunkte setze und die Bilder irgendwie aus neuen Augen sehe. Ich kann nicht einmal genau beschreiben, woran es eigentlich liegt, aber seit dieser Kamera ist irgendwie alles anders. Ich fühle mich in die 'Pionierzeit' mit meiner ersten Analog-SLR zurückversetzt. :)
Kommentar Kommentare (59) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 30, 2016 1:07 PM MEST


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3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen miserable Materialqualität, 16. Dezember 2014
Mit Transpulmin Balsam habe ich kein Problem, das ist qualitativ in Ordnung.
Ganz anders sieht die Sache mit dem Inhalator aus: Ich kaufte meinen vor 5 oder 6 Jahren und er war in dieser Zeit nur maximal 15x im Einsatz und stand den Rest der Zeit im Schrank. Als ich ihn wegen Erkrankung letzte Woche wieder benutzen wollte, hatte ich plötzlich das Inhalationsteil in der Hand: Das Plastik war bereits so spröde geworden, daß es schon bei einer leichten Drehung des Kugelgelenks vollständig abbrach. Nein, es erfolgte keine Gewaltanwendung - obwohl ich nach dieser Erfahrung nicht übel Lust gehabt hätte, auch noch den Rest des Inhalators zu Kleinholz zu verarbeiten. Selten so einen minderwertigen Schrott gesehen...


Doogee YOYAGER DG300 5.0 Inch QHD 3G Dual Core MTK6572W Dual SIM Dual Standby Smartphone Android 4.2 Mobile Phone GPS Cellphone WIFI
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen kein Schnäppchen, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, 22. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vorgeschichte: Ich suchte für meine Freundin ein erschwingliches Smartphone in der Größenklasse 5" bis 5.5", da ihr uraltes Samsung Star (noch mit Bada-Betriebssystem und reaktivem Touchscreen) nun wirklich nicht mehr zeitgemäß ist. Auf den ersten Blick sah daher das DG300 wie ein echter Glücksgriff aus, bei näherem Hinsehen trübte sich das Bild allerdings erheblich.

Zunächst das Positive:
- sehr ausdauernder Akku
- schönes Design, ähnlich wie die Samsung Galaxy-Modelle, liegt hervorragend in der Hand
- Displayauflösung kein HD, aber für 5" ausreichend
- scheint stabil zu laufen, keine Abstürze in der Testphase
- passables Preis-/Leistungsverhältnis (sofern man keinen der Negativpunkte als no-go sieht)

Negativ:
- kein blickwinkelstabiles IPS-Display
- Kontrast ist relativ flau (fällt aber ohne direkten Vergleich mit besserem Display kaum auf)
- lahmer Dualcore (ältere Generation, neuere Mediatek-Dualcores sind ca. 50% schneller bei gleichem Takt)
- daher: Bedienung nicht wirklich flüssig, die veraltete CPU werkelt an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit
- Speicher (512MB + 4 GB) ist knapp bemessen
- miese Kamera (für mich aber unwichtig)

All das wäre bei einem preiswerten Smartphone noch zu verschmerzen gewesen - eine Frechheit ist allerdings das eingebaute GPS. Ich hatte die Gelegenheit, es mit fünf anderen Smartphones (ein Samsung, vier noname-Chinahandys ähnlicher Größe) zu vergleichen. Das DG300 schneidet katastrophal ab: mit der App GPS-Test, die auf allen Geräten gleichzeitig lief, lieferte das Dogee mit Abstand das schlechteste Ergebnis und im Praxistest versagte es völlig. Erst nach 20min(!) Autobahnfahrt war eine Positionsbestimmung überhaupt möglich und innerorts war die Position dermaßen ungenau (wenn der Empfang nicht sogar abbrach), daß eine Navigation sich als völlig unmöglich erwies. Für uns ein absolutes no-go, da das Smartphone auch das alte Navi ersetzen soll.

Fazit:
Wem Navigation mit dem Smartphone egal ist, kann zum DG300 greifen. Allerdings sollte selbst dann jedem klar sein, daß es sich hier um ein ziemlich veraltetes Modell handelt. Für das gleiche Geld oder einen nur geringen Aufpreis bekommt man mittlerweile wesentlich(!) leistungsfähigere noname-Smarthones. Beispiel: Cubot S208 (ebenfalls 5", flotter Quadcore, IPS-Display, USB-OTG, funktionierendes GPS und 1+16GB Speicher für nur 20-30 Euro Aufpreis zum DG300), es hat sogar den Preis-/Leistungssieg bei chinahandys.net abgeräumt. Dagegen sieht das Dogee DG300 (auch von dieser Firma gibt es übrigens aktuellere Modelle) ziemlich alt aus.


Minolta AF Objektiv MA Sony Micro M43-Mount-Adapter für G1 GH1
Minolta AF Objektiv MA Sony Micro M43-Mount-Adapter für G1 GH1

5.0 von 5 Sternen primitv, aber funktioniert, 18. Juni 2014
Mit der Überschrift ist eigentlich schon alles gesagt. An meiner Lumix G6 funktionierte der Adapter problemlos (natürlich nur manueller Fokus) mit einem alten Minolta AF 50mm/1.7 und einem AF 70-210mm/4.0. Das Teil könnte zwar etwas leichtgängiger sein, aber immerhin sitzen dadurch die Objektive fest an der Kamera, da wackelt nix.
Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2014 2:53 PM MEST


Sony DSC-HX200V Digitalkamera (18 Megapixel, 30-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, GPS, Schwenkpanorama)
Sony DSC-HX200V Digitalkamera (18 Megapixel, 30-fach opt. Zoom, 7,6 cm (3 Zoll) Display, Full HD, GPS, Schwenkpanorama)

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufrüstung von der HX100V lohnt nicht, 29. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schade, wirklich schade.
Ich besitze neben meiner DSLR auch eine HX100 fürs leichte Gepäck und hatte gehofft, mit der HX200 einige nützliche Verbesserungen zu bekommen - was sich aber leider als Fehlanzeige erwies. Über den Status einer netten Spielerei kommt keine der eh schon dünn gesäten neuen Funktionen hinaus. Mehr als eine minimale Modellpflege hat sich Sony hier nicht geleistet und selbst diese wäre größtenteils auch problemlos per Firmware-Update im Vorgängermodell möglich gewesen. Aber warum sollte man das tun, wenn sich mit einem neuen Modell mehr Geld verdienen läßt?

Sicher: Das neue Bildeffekt-Menu (welches neben diversen Spezialeffekten, wie sie heute in Smartphones üblich sind, z.B. auch Belichtungs- und Farbtonkorrekturen erlaubt) kann für Foto-Neulinge durchaus hilfreich sein. Zumal es, einmal aktivert, am Displayrand verbleibt und unkompliziert bedienbar ist. Auf mich hatte es allerings eher eine "Hä? War das alles?"-Wirkung. Viel mehr hat sich nämlich seit der HX100 nicht getan. Ich habe zwar noch eine GPS-Tracking-Funktion entdeckt, die offenbar den zurückgelegten Weg aufzeichen kann (was mich aber nicht interessiert, mir genügt die simple Verortung der Bilder, die die HX100 bereits kann). Und natürlich die zusätzlichen 2 Megapixel...

...welche sinnloser nicht sein könnten. Liebe Firma Sony: So sehr ich eure Innovationsfreude in sonstigen Belangen auch schätze, könntet ihr nicht bitte ENDLICH beim Megapixelwahn eine Pause einlegen? Besser noch, auf 12MP zurückschrauben? Für den mickrigen 1/2,3" Kompakt-Sensor (ungefähr so groß wie ein kleiner Fingernagel) ist das bereits mehr als genug. 18MP müssen wirklich nicht sein (von den 20MP der neueren Sony-Modelle ganz zu schweigen).
Um etwas konkreter zu werden: Ich habe Fotos in Innenräumen von HX100 und HX200 verglichen; die Unterschiede sind leider deutlich sichtbar, zu Ungunsten der HX200. Das geht bis ISO 3200 so, dann ist bei der HX100 Schluss. Die HX200 kann zwar noch weiter, nämlich bis ISO 12800 (was ungeachtet der hohen Zahl nur 2 Blendenstufen Unterschied sind), schummelt dabei aber - denn es werden dann zwangsweise mehrere Aufnahmen zusammengerechnet, "echte" Einzelbilder für bewegte Szenen sind nicht mehr möglich (nicht, daß sie noch sinnvoll wären, bei höheren Empfindlichkeiten sehen die Bilder von Kompaktsensoren sowieso nur noch wie Aquarelle aus).

Ein letzter Wermutstropfen der HX200: Das Objektiv meines Exemplars war bei allen Brennweiten/Blenden-Kombinationen im Vergleich zur HX100 an den Bildrändern (ca. äußere Drittel) sichtbar unschärfer; in der Bildmitte konnte es annähernd mithalten. Da die Objektive beider Modelle baugleich sind, tippe ich hier mal auf die "normale" Serienstreuung. Unerfreulich, aber leider immer wieder zu beobachten, auch bei Markenherstellern. Verglichen mit anderen Bridgekameras ist die Bildqualität zwar trotzdem noch guter Durchschnitt - aber von einem hochwertigen Zeiss T* Objektiv erwarte ich etwas mehr als lediglich "guten Durchschnitt".

Fazit: Wenn die Serienstreuung beim Objektiv nicht gewesen wäre, hätte ich noch 4 Sterne gegeben. So aber erwies sich zumindest mein Exemplar der HX200 als Enttäuschung und ich habe es postwendend zurückgeschickt. Grundsätzlich handelt es sich zwar um eine ordentliche Kamera, aber (für mich) ohne echten Mehrwert zur HX100.
Anders sieht die Sache aus, wenn man das Vorgängermodell nicht besitzt. Im Vergleich zu anderen Bridgekameras besitzt die HX-Serie einige echte Alleinstellungsmerkmale (siehe meine ausführliche Rezension zur HX100) und ist definitiv einen Blick wert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 1, 2013 12:20 AM CET


Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung der nächsten Generation, WLAN
Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung der nächsten Generation, WLAN

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein echtes Highlight, 26. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe lange gezögert, meinen alten Kindle Keyboard in Rente zu schicken, aber als schließlich der Paperwhite II herauskam und dank Prime-Rabatt für 99€ zu haben war, konnte ich dann doch nicht mehr widerstehen.

Ergebnis: Ich bin begeistert! Mein Exemplar ist tadellos verarbeitet, auch das Display. Gleichmäßige und unaufdringliche Beleuchtung, keine Staubeinschlüsse, kein Streulicht, kein Clouding. Der Touchscreen ist zwar etwas weniger empfindlich als bei einem Smartphone oder Tablet, funktioniert aber dennoch einwandfrei und ist dafür entspiegelt. Die Bedienung erwies sich als kinderleicht und in wenigen Minuten erlernt.

Das absolute Higlight jedoch ist die in 20 Stufen einstellbare Beleuchtung, allein schon diese war den Kauf zu 100% wert. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich früher ohne ausgekommen bin, denn es liest sich selbst in normal beleuchteten Räumen mit ihr viel entspannter. Da der Hintergrund weißer ist, strengt es meine Augen spürbar weniger an - und ich bin in dieser Hinsicht durchaus empfindlich. Mit meinem Tablet beispielsweise würde ich niemals eBooks lesen, da hätte ich selbst auf der dunklesten Einstellung nach einer Stunde Kopfweh. Nicht so beim Paperwhite, dessen dezente Hintergrundbeleuchtung ist absolut nicht mit einem aktiv strahlenden Tablet-Display vergleichbar. Eher schon mit einem auf hellem Papier gedrucken, verzauberten Buch, welches den zusätzlichen Vorzug hat, selbst bei Dunkelheit lesbar zu sein. :)

Ein nette Zugabe ist übrigens der im Paperwhite II integrierte Vokabeltrainer. Da ich häufig englische eBooks lese, finde ich den recht nützlich. Einfach das unbekannte Wort antippen und es poppt ein Erklärungsfenster auf (je nach installiertem Wörterbuch wahlweise auf Englisch oder Deutsch), danach wird der Begriff automatisch im Vokabeltrainer gespeichert. Sehr praktisch!

Weniger gut:
Die Akkulaufzeit könnte etwas länger sein (wie die offiziell behaupteteten 8 Wochen erreicht werden sollen, ist mir schleierhaft - vielleicht mit einer Viertelstunde täglich?), aber sie beträgt immer noch ein Vielfaches von Tablets.
Ich habe auf dem Paperwhite II erst dreieinhalb Bücher gelesen, kann diesbezüglich also noch keine endgültige Aussage treffen, aber ich würde mal schätzen, daß eine Akkuladung je nach Beleuchtungsstärke und Schriftgröße für 500-1000 Seiten reicht. Der Akku ist allerdings neu, hat also wohl noch nicht seine volle Kapazität.
Zum Vergleich: Auf meinem unbeleuchteten Kindle Keyboard hielt der Akku ziemlich genau einen 1000-Seiten-Wälzer durch (getestet mit "World without End", Ken Follet).

Ebenfalls nicht so toll:
Die Firmware ist noch etwas instabil. Beim Stöbern im Kindle-Store ist mir das Gerät bislang zweimal abgestürzt, es half nur noch ein kompletter Neustart. Und beim Lesen kam es einmal vor, daß ich für einige Minuten den Raum verließ - als ich dann zurückkam, begrüßte mich der Paperwhite II mit der Bücherauswahl-Startseite und hatte die Stelle, an der ich im Buch gewesen war vergessen. Keine Ahnung, was da passiert ist, vielleicht hat er sich selbst neu gestartet.

Mein Fazit:
Ich gebe momentan wegen der noch etwas wackeligen Firmware viereinhalb Sterne (aufgerundet auf 5, denn die Vorteile überwiegen deutlich ). Allzuschwer sollten diese Bugs allerdings nicht zu beheben sein und dann stehen "echten" 5 Sternen nichts mehr im Weg. Sollte sich allerdings herausstellen, daß es sich nicht um Firmware-, sondern um irreparable Hardwarebugs handelt, werde ich auf 4 Sterne abrunden.
Doch selbst dann würde ich den neuen Paperwhite nicht mehr missen wollen und werde garantiert nicht zu meinem alten Kindle Keyborad zurückkehren, dafür ist allein schon die Beleuchtung einfach zu genial! :)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 27, 2013 11:18 PM CET


SanDisk Extreme Pro SDHC 32GB Class 10 Speicherkarte (bis zu 95MB/s lesen) (Amazon Frustfreie Verpackung)
SanDisk Extreme Pro SDHC 32GB Class 10 Speicherkarte (bis zu 95MB/s lesen) (Amazon Frustfreie Verpackung)

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr teuer, aber rasend schnell, 1. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich von der Sony Alpha 65 (welche die Geschwindigkeit von UHS-I leider nicht ausnutzt) auf die A77 aufgerüstet habe, mußten neue Speicherkarten her, da ich viel mit Serienbildern fotografiere.

Bisher hatte ich eine Sandisk Extreme 32GB (45MB/s) im Einsatz, zusätzlich kaufte ich mir nun eine Sandisk Extreme Pro 32GB (95MB/s) und als Reserve die Transcend Ultimate 32GB (85MB/s). Die angegeben Geschwindgkeiten sind die maximalen LESEgeschwindigkeiten, also für die Nutzung in einer Kamera völlig irrelevant. Was hier zählt, ist ausschließlich die SCHREIB-Geschwindigkeit - daher konnte ich natürlich nicht widerstehen, die drei Karten sofort in der Praxis zu vergleichen (zuzüglich einer alten Class 4 Karte außer Konkurrenz):

A77 auf 8B/sec RAW+JPG, Messung sobald der kamerainterne Bildpuffer voll ist:
Sandisk Extreme Pro: noch knapp 1,4 Bilder pro Sekunde
Transcend Ultimate: 1,1 B/sec
Sandisk Extreme: 0,9 B/sec
Sony 4GB Class 4: 0,2 B/sec

A77 auf 8B/sec JPG Fine, Messung sobald der kamerainterne Bildpuffer voll ist:
Alle drei 32GB Karten gleichauf, nämlich knapp 2 Bilder pro Sekunde (!)
Nur die alte Sony Class 4 hatte ca. 1,4 B/sec (was immer noch gut ist für so eine lahme Krücke)

A77 auf 8B/sec JPG Standard, Messung sobald der kamerainterne Bildpuffer voll ist:
Diesmal alle vier Karten gleichauf, immer noch knapp 2 Bilder pro Sekunde

Dauer für vollständiges Leeren des Bildpuffers nach RAW+JPG (rotes Speicherlicht):
Sandisk Extreme Pro: 7 sec
Transcend Ultimate: 9 sec
Sandisk Extreme: 11 sec
Sony 4GB CLass 4: 67 sec (!!!)

Interessante und teils unerwartete Ergebnisse, wie ich finde.
Unterm Strich siegt klar die Sandisk 95, aber die preiswerte Transcend Ultimate 600x schlägt sich deutlich besser, als ich erwartet hätte - sie bleibt daher als preiswerte Reservekarte in der Fototasche. Keine schwere Entscheidung, da bezüglich Sicherheit und langfristiger Haltbarkeit so oder so Sandisk mein volles Vertrauen hat (ich benutze Sandisks seit Jahren mit Zehntausenden von Fotos und hatte noch keinen einzigen Ausfall).

Fazit: 5 Sterne für die tolle Sandisk 95. Sie ist zwar vergleichsweise teuer, aber dafür wird auch etwas geboten. Aus meiner Sicht ist sie jeden Cent wert.


BBGenics K6 - Mehrkomponenten Protein, Vanille, 3000g Dose, SP2-EW0121
BBGenics K6 - Mehrkomponenten Protein, Vanille, 3000g Dose, SP2-EW0121
Wird angeboten von Sportshop No1
Preis: EUR 44,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen toller Preis, widerlicher Geschmack, 21. September 2013
Die Überschrift sagt eigentlich schon alles: Wem es ausschließlich auf die Inhaltsstoffe und den Preis ankommt, der könnte mit dem BB K6 durchaus glücklich werden, denn in dieser Hinsicht hat das Produkt sicher 4 Sterne verdient. Sollten Sie zu dieser Kategorie Shake-Trinker gehören, dann ignorieren Sie meinen Kommentar einfach.

Wenn Sie aber auch nur ein kleines bißchen Wert auf Geschmack legen, sollten Sie sich wirklich sehr genau überlegen, ob Sie für diesen Shake Geld ausgeben wollen. Ich habe es leider doch gekauft (Vanille-Version), zum Glück aber "nur" 1000g.

Ergebnis: Es schmeckt kein bißchen nach Vanille, stattdessen unangenehm mehlig und künstlich. Die Löslichkeit ist mittelmäßig. Unterm Strich finde ich den Geschmack so widerlich, daß ich mir ernsthaft überlege, ob ich es in den Biomüll kippen soll.

Mein Fazit: Pfui Teufel, nie wieder BB Genics!


Panasonic LUMIX DMC-FZ200EG9 Premium-Bridgekamera (12 Megapixel, 24x opt. Zoom, F2.8, 7,6 cm LC-Display, LEICA DC Weitwinkel-Objektiv) schwarz
Panasonic LUMIX DMC-FZ200EG9 Premium-Bridgekamera (12 Megapixel, 24x opt. Zoom, F2.8, 7,6 cm LC-Display, LEICA DC Weitwinkel-Objektiv) schwarz
Preis: EUR 298,00

39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kein DSLR-Ersatz, aber trotzdem praktisch, 17. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
[Update vom 27.4. und Korrektur der Bewertung siehe letzter Abschnitt]

Eigentlich habe ich bereits die Sony HX100 als Zweitkamera fürs leichte Gepäck, wenn ich nicht mehrere Kilo Ausrüstung mitschleppen will. Leider hat aber die HX100, so gut ich sie auch finde, einige Schwachpunkte, die Panasonic mit der FZ200 deutlich besser löst. Umgekehrt allerdings auch. Da mir Sony und Panasonic bedauerlicherweise nicht den Gefallen tun, zu fusionieren und die Vorzüge beider Modelle in einer HXFZ 300 zu vereinigen, habe ich mir eben die FZ200 zusätzlich zugelegt.

Klingt freakig? Ist es wahrscheinlich auch. Insbesondere, da ich vorerst tatsächlich beide Modelle behalte und mehr oder weniger regelmäßig nutze, zusätzlich zu meiner A65. Jeweils für unterschiedliche Einsatzzwecke.

Aber genug der Vorrede, hier einige Stärken und Schwächen, die mir an der FZ200 aufgefallen sind:

+ durchgehende Blende 2.8, auch bei Maximal-Zoom (äquiv. 600mm). Das ist aus meiner Sicht viel wertvoller, als ein Zoom, welches mit großen Zahlen um sich wirft, dann aber dafür nur eine lausige Lichtstärke zu bieten hat (Beispiel Canon SX50: Blende 6.5 bei vollem 50fach-Tele) und deswegen mit der ISO viel schneller hochgehen muss bzw. bei Dämmerlicht völlig nutzlos wird
+ neben der hohen Lichtstärke bietet Blende 2.8 auch ein größeres Potential für Hintergrundunschärfe und somit viel mehr kreative Möglichkeiten
+ das Bokeh (die besagte Hintergrundunschärfe) ist recht passabel, ein Unterschied zu den allesamt lichtschwächeren Konkurrenzmodellen ist tatsächlich sichtbar
+ überdurchschnittliche Bildqualität für eine Bridgekamera; Panasonic quetscht aus dem kleinem 1/2,3" Kompakt-Sensor das Maximum heraus, das sehr gute Leitz-Objektiv hilft ebenfalls
+ vernünftigerweise trotzt die FZ200 dem Megapixelwahn mit moderaten 12MP
+ einzige Bridge mit echter schneller Serienbildfunktion, die wirklich diesen Namen verdient. Zwangspausen, während denen gar nichts mehr geht, gibt es fast nicht, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten. Die Handhabung bei Serienbildern ist vergleichbar mit einer Einsteiger-DSLR. Ein gewaltiges Plus aus meiner Sicht, da ich gerne Serie fotografiere (zum Vergleich: Die Sony HX100 weist auf dem Papier ebenso gute Serienbildwerte auf, taugt in der Praxis aber wegen viel zu häufiger und langer Speicherzwangspausen für Bildserien leider nur eingeschränkt)
+ praxistaugliche 2 und 5,5 Bilder pro Sekunde. Wenn man nur gewöhnliche JPG (ohne RAW) fotografiert, werden dabei die 2 B/s selbst mit einer lahmen Class 4 Speicherkarte unbegrenzt (!) und ohne Pausen durchgehalten - bis die Karte voll ist. Selbst die 5.5 B/s führen erst nach ca. 17 Aufnahmen zu einer Verlangsamung auf ca. 2 B/s (KEINE Zwangspause!). Die erste Bridge, die ich kenne, die so was schafft: DAS verstehe ich unter praxistauglicher Serienbildfunktion. Hut ab, Panasonic!
+ Klapp-/Schwenkdisplay
+ Filtergewinde vorhanden, sogar eine Gegenlichtblende ist im Lieferumfang (die HX100 bietet keins von beiden)
+ AEB (automatische Belichtungsreihen) mit sehr guten +-3 Belichtungsstufen
+ 3:2 Bildseitenverhältnis auswählbar (wichtig für A4 Fotobücher, dafür sind 16:9 und 4:3 nicht gut geeignet - außerdem sehen Hochformatbilder in 16:9 richtig sch**** aus)

o Der Sensor der FZ200 bietet die vollen 12 MP lediglich im veralteten 4:3 Seitenverhältnis. Bei 3:2 = 10.5MP, bei 16:9 = 9MP. Das ist zwar nicht optimal, aber wenigstens stehen alle Formate zur Auswahl (nicht wie z.B. Sony, welche bei ALLEN Kompakt- und Bridgekameras das 3:2 völlig unterschlagen)
o ungenaue Akkustandsanzeige mit nur 3 Balken, keine % oder Restzeit
o die FZ200 kann schnelle UHS-I Speicherkarten zwar nutzen, profitiert aber nicht von deren Geschwindigkeitsvorteil, das scheinen aktuell nur höherpreisige DSLRs zu tun. Die Mehrausgabe ist also rausgeworfenes Geld, eine gewöhnliche Class 10 SDHC genügt

- Bildrauschen bzw. Rauschunterdrückungsartefakte bereits bei ISO 100 sichtbar (allerdings nur bei vergrößerter Ansicht und auch nicht stärker als bei der Konkurrenz; die kleinen Kompaktsensoren sind längst bis über die Schmerzgrenze ausgereizt, auch mit "nur" 12MP)
- Sucher trotz relativ hoher Auflösung immer noch viel zu mickrig und nicht oder nur minimal größer als bei den meisten anderen Bridgekameras (deutlich kleiner als die elektronischen Sucher bei der Fuji X-S1 oder den Sony Alpha Einsteiger SLTs, obwohl alle drei ungefähr dieselbe Auflösung haben)
- keine automatische Umschaltung von Display auf Sucher per Annäherungssensor (extrem nervig, wenn man das gewohnt ist)
- kein GPS, also sehr schlecht für Rundreisen im Urlaub. Aus meiner Sicht dafür sogar absolut untauglich (Beispiel: Letztes Jahr 1200km mit dem Mietwagen in Sizilien, über 1000 Bilder gemacht. Spätere Zuordnung ohne entsprechende GPS-Daten? Keine Chance, so gut ist mein Ortsgedächtnis nicht und ich weigere mich, extra Tagebuch zu führen)
- Panoramafunktion leider völlig nutzlos, da sie lediglich 6MP bei 360° liefert, das taugt bestenfalls für eine Kinderspielzeug-Knipse. 6MP wären für ein normales Foto in Ordnung, aber für ein 360° Panoramabild ist diese Auflösung bei weitem zu gering. Nur so zum Vergleich: Die Sony HX100 kann Panoramas mit fast 50 (!) MP bei 180°. Umgerechnet also ungefähr die 16fache Auflösung. Und das nicht nur theoretisch: Man kann extrem reinzoomen und erkennt tatsächlich noch jede Menge Details, während bei den lächerlichen FZ200-Panoramen nur noch Pixelmatsch zu sehen ist, soweit das Auge reicht.
Das ist zwar kein Weltuntergang, denn Panoramen kann man auch per Software von Hand zusammenbasteln - aber eine praxistaugliche Panoramaautomatik spart viel Zeit.
- keine manuelle Zoomverstellung, nur der klassentypische elektronische Zoomhebel (Fuji ist der einzige Konkurrent, der bei manchen Modellen einen echten manuellen Zoom am Objektiv bietet. Die Sony HX100 hat zwar immerhin einen Zoomring, der aber leider elektronisch geregelt wird und verzögert reagiert. Das ist zwar besser als ein Zoomhebel, kommt aber nicht an ein echtes manuelles Zoom ran)

Fazit:
Trotz besagter Kritikpunkte bekommt die FZ200 von mir 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5, weil sie diverse herausragende Features hat - allen voran das Alleinstellungsmerkmal f2.8 und die praxistaugliche Serienbildfähigkeit. Sie ist zwar keine perfekte, aber trotzdem noch eine sehr gute Bridgekamera. Unterm Strich ist kein Konkurrent insgesamt besser, jede Bridge weist in irgendwelchen Bereichen Schwächen auf. Als Zweitkamera finde ich die FZ200 super, als einzige Kamera würde ich persönlich sie jedoch nicht haben wollen - das liegt nicht zuletzt an meinem Faible für GPS, was sie für meine Urlaube disqualifiziert. Wem das egal ist und wer keine DSLR benötigt, kann bedenkenlos zugreifen. Mit der FZ200 bekommt man echten Mehrwert fürs Mehr-Geld. :)

Tip:
Sofern keine Spezialaufgaben zu erfüllen sind, im Modus A (Zeitautomatik bei Blendenvorwahl) mit fest eingestellter Blende 2.8 oder 4 fotografieren. Abblenden ist nur bis f4 sinnvoll (bringt leichten Schärfegewinn am Bildrand), ab 5.6 wird die Bildqualität bereits etwas schlechter. F8 ist die maximal mögliche Blende. Bei vielen DSLR-Objektiven ist ungefähr um Blende 8 herum die beste Bildqualität zu erreichen. Für die FZ200 gilt dies jedoch absolut nicht, also Vorsicht (ich bin kein Physiker, aber ich glaube mich zu erinnern, daß die optische Beugung umso früher einsetzt, je kleiner der Sensor ist - daraus resultiert der Auflösungsverlust beim Abblenden, wenn man eine gewisse Grenze überschreitet).

----------------
Update vom 27.4.2013:

Nach etlichen Fotos unter verschiedenen Aufnahmebedingungen hat sich meine anfängliche Begeisterung etwas abgekühlt - im wahrsten Sinne des Wortes. Grund ist der automatische Weißabgleich der FZ200, der zwar nicht immer, aber in bestimmten Situationen, für meinen Geschmack zu kühle Bilder produziert. Ob man das bereits als blauchstichig bezeichnen kann, sei dahingestellt - jedenfalls sie wirken farblich deutlich unangenehmer auf mich, als z.B. Ergebnisse meiner HX100 oder A65 in derselben Situation. Auch die "vivid"-Option der FZ200 ändert daran nichts.
Bitte nicht mißverstehen: Ich spreche nicht von Sonderfällen etwa unter Kunstlicht, sondern von völlig alltäglichen Aufnahmebedingungen wie beispielsweise nachmittags im Freien bei dichter Bewölkung. Eine Kamera, die es in einer solchen 08/15-Situation per automatischem Weißabgleich nicht schafft, ordentliche Farben hinzubekommen (während die Konkurrenz das durchaus bewerkstelligt), hat ein Problem und aus meiner Sicht keine 5 Sterne mehr verdient. Daher habe ich die Gesamtbewertung auf 4 Sterne reduziert.

Sicher, man könnte manuell in den WB eingreifen. Sicher, man könnte RAW fotografieren, dann spielt WB eh keine Rolle. Aber mal ehrlich: Wenn man das nicht nur tun kann, sondern tun MUSS, um eine Situation auszubügeln, die andere Kameras ohne solche Verrenkungen schaffen, dann stimmt etwas nicht. Das ist kein Kameradefekt, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach ein grundsätzliches Problem und liegt daran, wie der automatische Weißabgleich abgestimmt ist.

Nicht jeder muß kühlere Farben so unangenehm finden wie ich, manche bemerken es vielleicht nicht mal - und es tritt sowieso nur unter bestimmten Lichtverhältnissen auf. Die FZ200 bleibt deswegen trotzdem eine gute Kamera mit vielen Vorzügen. Weiterempfehlen kann ich sie aus obigem Grund allerdings nur noch mit Einschränkung. Sollten Sie jedoch zu den Glücklichen gehören, die resistent gegen kühlere Farbnuancen sind, können Sie unbesorgt zugreifen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2013 4:52 PM MEST


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