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Rezensionen verfasst von
Simbelmyne

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Die Jägerin (Unter der Erde 4)
Die Jägerin (Unter der Erde 4)
Preis: EUR 3,49

5.0 von 5 Sternen Mächtige Herausforderungen für Ada und Michael - Spannung pur!, 23. Dezember 2014
Ada lebt! Nach einem unglaublichen Cliffhanger im 3. Teil folgte nun der 4. Band der Fantasy-Romance-Reihe „Die Jägerin“. Der Titel „Unter der Erde“ klingt verheißungsvoll, doch was es damit auf sich hat, verrät Autorin Nadja Losbohm natürlich nicht sofort.

Die Heldin der Geschichte hat die Attacke des Flussmonsters überlebt. Pater Michael sorgt sich liebevoll um die taffe Frau und päppelt seine Geliebte langsam wieder auf. Die Autorin nutzt die Gelegenheit, ein wenig mehr über diesen geheimnisvollen Mann preiszugeben. Während Ada sich erholt, traut sich der Pater endlich, über seine Vergangenheit zu sprechen.

Dass er ein wenig älter ist, als er aussieht, damit hatte Ada bereits gerechnet. Doch was die junge Frau aus dem Munde des Geistlichen hört, ist unglaublich, wenn nicht gar unmöglich. Die Erinnerungen des Paters wühlen sie auf. Zweifel tauchen auf, ob die Verbindung mit ihm richtig ist. Doch das Band zwischen Ada und Michael ist bereits stark genug, die Wucht, mit der die Vergangenheit auf die Gegenwart trifft, auszuhalten.

Kapitel für Kapitel wechselt die Autorin die Perspektive, lässt Michael und Ada abwechselnd zu Wort kommen. Mit diesem Stilmittel schafft sie es, dass der Leser sich gut in die Gefühlswelt beider hineindenken kann. Immer wieder hat man das Gefühl, mit zwei guten Freunden zusammen zu hocken.

Action kommt im 4. Teil der „Jägerin“ natürlich auch nicht zu kurz. Kaum ist Ada wieder auf den Beinen, geht sie erneut auf die Jagd. Zunächst läuft alles ruhig. Ein paar Monster hier und da, nichts Besonderes. Doch dann trifft die Jägerin gleich auf zwei furchteinflößende Gestalten, die für sie und Pater Michael eine mächtige Herausforderung werden. Sie wird mit Angst, Hilflosigkeit und Verzweiflung konfrontiert wie nie zuvor. Ob Ada und Michael diese Gefahr meistern …

Insgesamt ist der Autorin erneut ein spannendes Buch gelungen, das man gerade im zweiten Teil nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Reise in Michaels Vergangenheit im ersten Teil des Buches passt an dieser Stelle sehr gut. Allerdings folgten für mich hin und wieder zu viele historische Ereignisse aufeinander. Dennoch ist es großartig, endlich etwas mehr über Pater Michael und die Geschichte der Jäger zu erfahren. Auch wenn der Rückblick für den einen oder anderen etwas lang sein mag, lohnt es sich auf jeden Fall, dran zu bleiben, denn der zweite Teil des Buches ist Spannung pur.


Distant Shore: Bedtime Novel
Distant Shore: Bedtime Novel

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißende Romanze, die eine Sehnsucht nach Irland weckt, 23. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Distant Shore: Bedtime Novel (Kindle Edition)
Unter dem Titel „Distant Shore“ hat die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern eine Novelle veröffentlicht, die zu Herzen geht. Es ist eine eindrucksvolle Geschichte zweier Menschen, die in einem sagenumwobenen Land aufeinander treffen.

Die Story beginnt mit einem Schicksalsschlag. Ben wollte nur schnell für sie einen Kaffee aus der Cafeteria holen. Als er endlich mit dem heißen Getränk zu ihrem Krankenzimmer zurückkehrt, ist sie ihren letzten Weg bereits gegangen. Für Ben bricht eine Welt zusammen, als seine Zwillingsschwester Kristin den Kampf gegen den Krebs verliert. Doch Kristin hinterließ ihrem Bruder eine letztes Geschenk: Sie hat für ihn einen Urlaub in ihrem geliebten Irland gebucht.

Ben, der lieber im Süden am Strand liegt, tritt die Reise an, um den Wunsch seiner Schwester zu erfüllen. Kaum auf der Insel angekommen, entfaltet das Land seine Wirkung. Der junge Mann ist überrascht, wie vertraut ihm Land und Leute sind, obwohl er noch nie zuvor in Irland war. Und dann ist da plötzlich Hanna. Eine junge Frau, die etwas Geheimnisvolles umgibt. Langsam nähern sich beide an, doch Hanna macht immer wieder einen Rückzieher.

„Distant Shore“ ist eine mitreißende Romanze und genau der richtige Lesestoff, um in hektischen Zeiten einfach mal innezuhalten. Tanja Berns Schreibstil gibt einem das Gefühl, live dabei zu sein und entfacht eine Sehnsucht, die Geheimnisse Irlands zu entdecken. Dass sich die Autorin selbst zu diesem Land hingezogen fühlt, spürt man in jeder Zeile.


Schattenhauch. Ruinen der Dämmerung
Schattenhauch. Ruinen der Dämmerung

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes Werk einer sehr vielseitigen Autorin, 18. Juni 2014
Mit ihrem neuen Roman „Schattenhauch“ beweist die Gelsenkirchener Autorin Tanja Bern einmal mehr ihre Vielseitigkeit. Bei ihrem Werk handelt es sich um eine Dystopie, geschrieben für Jugendliche/junge Erwachsene. Es ist ein Werk, in dem die Autorin neue Facetten zeigt, ein Werk, das man nicht weglegen mag, bis man es zu Ende gelesen hat.

Eine Chemiekatastrophe zwang die Überlebenden, sich in den Wäldern eine neue Heimat zu suchen. Abseits der großen Städte, ohne Gas, Öl und Strom führen diese Menschen ein einfaches Leben, ähnlich wie im Mittelalter. Die 17-jährige Amelie wächst in einem dieser Dörfer auf. Sie hat die Katastrophe nicht miterlebt, kennt also nur das eng mit der Natur verbundene Leben. Sie weiß aber auch, dass man das Dorf nicht verlassen darf, denn hinter den hohen Barrikaden lauern die Schatten in den Wäldern.

Doch eines Tages ist sie gezwungen, den sicheren Ort zu verlassen. Lillyn will stark sein und eine Mutprobe bestehen, geht in den Wald und verirrt sich. Amelie glaubt, mit Schuld daran zu sein, dass das Mädchen plötzlich verschwunden ist und macht sich zusammen mit Viktor Storm und Derlyn auf die Suche nach ihr. Derlyn, der Junge, den man einst in den Wäldern fand, ist ein Außenseiter. Die Suche nach der Vermissten bringt beide Jugendliche einander näher.

Tanja Bern begibt sich in „Schattenhauch“ auf neues Terrain und kann diesen Schritt als weiteren Erfolg ihres schriftstellerischen Schaffens verbuchen. Sie hat das Talent, durch Worte Bilder entstehen zu lassen. So ist der Leser oft nicht nur Beobachter, sondern mitten drin. Neu ist, dass sich die Autorin mit unserer Gesellschaft auseinander setzt und an mancher Stelle sogar mahnend den Zeigefinger hebt. Zu Recht. Als Ursache der Chemiekatastrophe bringt sie nämlich das aktuell sehr umstrittene Fracking auf den Plan. Diese Methode, Bodenschätze zu gewinnen, birgt tatsächlich das Risiko, Grundwasser und somit das Trinkwasser zu vergiften.

In ihrem Buch kreiert sie eine Welt „danach“. Das Überleben ist in den verborgenen Dörfern gesichert. Idylle scheint Einkehr gehalten zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen Mädchen reißt alte Wunden auf und schiebt immer wieder die Frage in den Vordergrund, ob die Menschen aus ihren Fehlern von damals gelernt haben. Das Ganze ist gewürzt mit einer kleinen Liebesgeschichte, die sich zart entwickelt, dabei aber im Verlauf des Romans nicht zu dominant wird, um dem Blick auf eine fiktive, aber nicht abwegige Zukunft frei zu lassen.

„Schattenhauch“ stellt unsere heutige Gesellschaft in Frage. Benötigen wir alles, was es heute gibt, tatsächlich? Wie lange kann die Natur die Gier Einzelner noch aushalten?

Tanja Berns Roman „Schattenhauch“ ist nicht nur eine Geschichte, die mitreißt. Es ist ein Werk, das zum Nachdenken anregt. Es bleibt etwas hängen, das den Blick auf die Dinge verändert.


Die Jägerin (Vergangenheit und Gegenwart 3)
Die Jägerin (Vergangenheit und Gegenwart 3)
Preis: EUR 3,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionen, Spannung, Komik - Ein gelungenes Werk, 6. April 2014
Mit „Vergangenheit und Gegenwart“ setzt Autorin Nadja Losbohm ihre Fantasy-Romance-Reihe „Die Jägerin“ fort – ein Band, der begeistert und mitreißt. Gleich auf den ersten Seiten findet man sich am Ende des zweiten Bandes wieder, endlich die lang ersehnte Auflösung eines schier ausweglosen Kampfes. Nadja Losbohm hat die Situation genial aufgelöst.

Das Leben in den geheimen Räumen der St. Mary’s Kirche scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. Während der Pater sich von seinem Schachzug erholt, geht Ada Nacht für Nacht auf Jagd nach Monstern. Doch dann ändert sich alles. Ein neues Monster taucht auf, das sowohl die Jägerin als auch den Pater vor eine große Herausforderung stellt. Und damit nicht genug, wird Ada von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie rettet einen jungen Mann vor einem Vampir: ihren Bruder. Wut und Mitleid begleiten sie, als sie den Verletzten in die Kirche schleppt. Alte Wunden reißen auf und Ada findet sich in einem großen inneren Konflikt wieder.

Im dritten Band lernt man die Protagonistin immer besser kennen, und beginnt zu verstehen, warum sie so ist, wie sie ist. Man fühlt automatisch mit ihr. Die Autorin beleuchtet einzelne Facetten der Jägerin, die sich zu einer starken, selbstbewussten Frau entwickelt hat. Geschickt bringt sie dafür eine weitere Person in die Geschichte hinein, die dem Leser Einblicke in Adas Vergangenheit gewährt. Nadja Losbohm kreiert einen klassischen Geschwister-Konflikt. Und sie lässt ihrer Heldin Zeit, diesen selbst aufzulösen.

Neben sehr emotionalen Momenten, die der Geschichte sehr viel Tiefe verleihen, platziert die Autorin jede Menge Spannung und Zündstoff. Ein neues Monster taucht auf und hält die junge Frau auf Trab. Nadja Losbohm beschreibt die Szenen um das Monster sehr bildhaft und es fällt leicht, direkt dabei zu sein.

Insgesamt ist der dritte Teil der „Jägerin“-Reihe erneut ein gelungenes Werk. Man spürt, dass sich die Autorin sprachlich immer weiter entwickelt – sie schreibt flüssig, anschaulich, lustig, emotional und spannend. Und es macht einfach Spaß, Adas Geschichte zu lesen. Der geschickte Wechsel zwischen Emotionen und Spannung, gewürzt mit komischen Momenten, ist gut dosiert, so dass es schwer fällt, zwischendurch das Buch weg zu legen.

Wer Ada Pearce noch nicht kennt, sollte allerdings mit dem ersten Band beginnen. Es wäre sonst schade, wenn man die Erlebnisse aus Band 1 und 2 sowie die Entwicklung der Heldin nicht mitgemacht hätte.

Was auf jeden Fall nicht unerwähnt bleiben soll: Mit Band 3 hat die Autorin ihre Buchcover erneuert. Und diese können sich auf jeden Fall sehen lassen!


Der silberne Flügel
Der silberne Flügel
von Tanja Bern
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte, die die Seele berührt, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der silberne Flügel (Taschenbuch)
„Der silberne Flügel“ von Tanja Bern ist ein großartiges Werk. Die Gelsenkirchener Autorin hat mit diesem Roman eine unbeschreiblich spannende und romantische Geschichte entwickelt. Sie erzählt dabei so glaubhaft, dass man gleich einen Flug nach Schweden buchen möchte, um sich selbst ein Bild zu machen.

Die Geschichte spielt in den Skanden im Westen Schwedens. Elias Nilsson ist Arzt, wirkt aber mit seinem Leben nicht wirklich zufrieden. So überlegt er nicht lange, als ihm eines Tages ein Job in einer geheimen Forschungsstation in den Skanden angeboten wird. Seltsame Phänomene wurden dort gesichtet und merkwürdige Dinge passierten mit der Landschaft.

Elias soll eigentlich nur die Mitarbeiter der Station verarzten, falls sie seine Hilfe einmal nötig haben sollten. Doch diese beanspruchten seine medizinischen Fähigkeiten weniger. Nach Tagen der Langeweile wird plötzlich ein seltsames Wesen gefunden, schwer verletzt. Und Elias hat mit einem Mal alle Hände voll zu tun, dieses menschenähnliche Wesen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint, zu retten.

„Der silberne Flügel“ ist eine fantastische Geschichte, in der Tanja Bern sich mit dem mystischen Thema Engel beschäftigt. In ihrem Roman existieren die sanftmütigen Wesen in einer Welt über uns und entscheiden, ob und wie oder als was sie auf die Erde gelangen. Es ist eine Geschichte über bedingungslose Liebe und Seelenverwandtschaft, Verbindungen, die eine Ewigkeit halten und allen Unwegsamkeiten trotzen. Es ist eine Geschichte, die zum Träumen einlädt und emotional mitreißt.

Die Autorin, die durch ihre Romanreihe über die ElfenIrlands bekannt geworden ist, hat mit Schweden einen neuen, faszinierenden Ort gefunden, in dem sie ihre Protagonisten auf ein Abenteuer schickt. Sie beschreibt die Umgebung so anschaulich, wie es für die Geschichte notwendig ist, um die eigene Vorstellungskraft zu aktivieren, aber auch um eine unerklärliche Sehnsucht nach diesem Land zu entwickeln, in dem man Antworten auf so viele Fragen vermutet.

Ihre Figuren entwickeln sich während des Romans wie von selbst. Als Elias realisiert, dass sein geheimnisvoller Patient ein Engel ist, der in der Forschungsstation gefangen gehalten werden soll, befreit er ihn und flieht mit ihm durch die tief verschneiten Skanden. Während dieser Flucht lernt man beide Figuren immer besser kennen und spürt die Veränderung, die beide durchmachen. Tanja Bern schildert die Ereignisse so lebendig, dass man sich fühlt, als würde man beide Protagonisten tatsächlich begleiten.

„Der silberne Flügel“ ist nicht einfach nur eine faszinierende Geschichte. Es ist ein Buch, das die Seele berührt.


Die Jägerin - Blutrausch
Die Jägerin - Blutrausch
Preis: EUR 3,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Fortsetzung der Fantasy-Romance-Reihe, 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Jägerin - Blutrausch (Kindle Edition)
Die Kreaturen der Nacht müssen warten. In den geheimen Räumen unter der St. Mary's Kirche bringt Jägerin Ada Pearce ihre Tochter zur Welt. Die Geburt kostet sie viel Kraft. Als die junge Frau erwacht, befindet sich ihre Tochter bereits an einem sicheren Ort. Und obwohl Ada weiß, dass sie als Jägerin – die nachts fürchterlichen Kreaturen den Gar ausmacht, um die Menschen ihrer Heimatstadt zu schützen – ihrem Kind kein behütetes Zuhause bieten kann, will sie ihre Tochter zurück.

Dramatisch beginnt der zweite Teil der Fantasy-Romance-Reihe von Autorin Nadja Losbohm. Im ersten Band „Die Jägerin – Die Anfänge“ nahm Ada Pearce ihre Bestimmung an und verliebte sich in ihren Lehrer und Beschützer, Pater Michael. Eine wunderbare Romanze entwickelte sich, aus der eine tiefe Liebe wurde. Als Ada feststellte, dass sie schwanger ist, machen sich gemischte Gefühle breit. Die St. Mary's Kirche ist kein guter Ort für ein Kind.

Im zweiten Teil wird der Leser mit der gewaltigen Wucht der Gefühle einer Mutter konfrontiert, der ihr Kind genommen wird. Der Verstand setzt aus, die Vernunft verschwindet – es bleibt eine übermächtige Wut, die Ada und Michael zugleich überrennt. Die Autorin findet hier eine gute, bildliche Sprache für das, was in Ada – aber auch in Michael – vorgeht. Man klebt förmlich im Buch, um zu erfahren, ob beide letztendlich mit dieser außergewöhnlichen Situation umgehen können.

„Blutrausch“ ist nicht nur der innerliche Kampf mit dem „Verlieren und Wiederfinden, mit Schmerz und Heilung, Liebe und Trauer“, wie es in der Amazon-Beschreibung heißt, es ist auch ein Kampf mit den eigenen inneren Dämonen.

Adas „Arbeit“ auf der Straße muss jedoch weiter gehen und so macht sich die Jägerin wieder daran, Vampire und Pockenmonster zu vernichten. Kann die allnächtliche Jagd über den Schmerz hinweg helfen? Doch in diese Entspannung der Geschichte lässt die Autorin ihre Leser nicht mehr gehen, denn das Paar wird auf einmal vor eine grausame Entscheidung gestellt, die ihr Leben vollends auf den Kopf stellt.

Insgesamt kann ich sagen, Nadja Losbohm hat eine wunderbare Fortsetzung geschrieben. Geschickt baut die Autorin einen großen Spannungsbogen auf, der direkt nach einer vermeintlichen Auflösung in einen gewaltigen Cliffhanger übergeht, der das Warten auf Band 3 anfeuert.

„Blutrausch“ ist etwas für Herz und Verstand, man kann mitleiden und mitfiebern. Und auch die Action kommt nicht zu kurz, da ihre Protagonistin nun zeigen kann, was in ihr steckt. Sprachlich hat Nadja Losbohm diesen Band an die Tragik der Geschichte von Ada und Pater Michael sehr gut angepasst und der Schluss, der den Leser nun am langen Arm zappeln lässt, ist ihr wirklich hervorragend gelungen.


Ruf der Geister
Ruf der Geister

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendige Figuren, bildhafte Schauplätze, logische Geschichte - ein Krimi, der Spaß macht, 7. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Ruf der Geister (Kindle Edition)
Joshua Benning ist Streetworker in Gelsenkirchen, der sich um junge, verlorene Seelen kümmert. Jugendliche, die ihren Halt in der Familie verloren haben und auf der Straße zu überleben versuchen. Doch Joshua ist nicht nur das. Seit seiner Kindheit hat er diese Gabe, Geister zu sehen und mit ihnen kommunizieren zu können. Eine Gabe, die oft eine Last ist, ihn aber zu einer wertvollen Hilfe für den Ermittler Erich Salberg macht. Er kann Dinge sehen, die andere nicht sehen und kann so oft entscheidende Hinweise zur Lösung eines Mordfalles geben. Doch als plötzlich mehrere Frauen auf merkwürdige Weise ermordet werden, hilft ihm seine Gabe nicht mehr weiter. Dennoch muss er den Mörder finden, koste es, was es wolle.

Tanja Berns neuester Roman „Ruf der Geister“ ist ein Mystery-Krimi, der seine Leser fesselt – von der ersten bis zur letzten Seite. Die Gelsenkirchener Autorin, bekannt durch die Fantasy-Reihe „Die Sídhe des Kristalls“, wagt sich mit diesem Buch auf neues Terrain. Ein Wagnis, das geglückt ist.

„Ruf der Geister“ ist eine Geschichte, die in sich stimmig ist, sich Schritt für Schritt entwickelt, um dann so Fahrt aufzunehmen, dass sie einen nicht mehr loslässt. Geschickt verbindet die Autorin die Realität mit der Mystik. Ein Protagonist, der eigentlich ein normaler Mann in einem anspruchsvollen Job in einer Stadt im Ruhrgebiet ist. Ein Protagonist der darüber hinaus eine Gabe hat, bei der man an Melinda Gordon aus „Ghost Wisperer“ denken muss. Doch Joshua ist nicht wie Melinda, sondern erlebt seine ganz eigene Geschichte.

Der Leser lernt Joshua gut kennen und irgendwie muss man den Streetworker einfach mögen, der sich so für seine Schützlinge einsetzt und unverdrossen einen Mörder sucht. Tanja Bern gibt tiefe Einblicke in die Arbeit eines Sozialarbeiters, die Höhen und Tiefen, die man in diesem Job erlebt. Und dies mit einer Leichtigkeit, dass es perfekt zur Geschichte passt.

Kapitel für Kapitel baut Tanja Bern Spannung auf. Der Leser ist mittendrin, erlebt hautnah, was Joshua in dieser turbulenten Zeit durchmacht. Nicht nur sein Job hält ihn auf Trab, vor allem die Mordfälle, bei denen er Salberg bei den Ermittlungen unterstützt, nehmen in ordentlich mit. Er tappt im Dunkeln. Ebenso wie der Leser, da die Autorin hier und da geschickt falsche Fährten auslegt, so dass die Auflösung am Ende überrascht und erleichtert zugleich.

Lebendige Figuren, bildhafte Schauplätze mitten im Ruhrgebiet und eine logisch aufgebaute Geschichte – das ist der Mystery-Krimi „Ruf der Geister“ von Tanja Bern, der einfach Spaß macht, zu lesen.


Die Jägerin (Die Anfänge 1)
Die Jägerin (Die Anfänge 1)
Preis: EUR 3,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswerte Fantasy-Romanze, 11. Mai 2013
Eine eher unscheinbare, junge Frau erfährt eines Tages, dass sie auserwählt ist, als Jägerin die Menschen in ihrer Stadt vor Monstern und Vampiren zu beschützen. Stoff, der ein wenig an „Buffy“ erinnert, aber ganz anders daherkommt. In ihrem Roman „Die Jägerin – Die Anfänge“ klammert Autorin Nadja Losbohm Action-Szenen fast vollkommen aus und konzentriert sich viel mehr auf die Beziehung ihrer beiden Protagonisten.

Ada Pearce, 24 Jahre alt, arbeitet „als Vampirjägerin und Monsterschreck“. Alles begann drei Jahre zuvor, als Ada bei ihrem Nachbarn einfach nur ein Päckchen abholen wollte und sich wenig später als Auserwählte in der St. Marys Kirche wieder findet. Sie sei als Jägerin geboren und müsse nun die Menschen vor Monstern und Vampiren beschützen – so ihre Bestimmung.
Ada hält alles zunächst für einen schlechten Scherz, doch Pater Michael – ihr neuer Beschützer und Lehrer – kann sie davon überzeugen, ihre Aufgabe anzunehmen. Adas normales Leben wird ausgelöscht, ab sofort muss sie mit dem Pater zusammen in Räumen unter der Kirche leben und trainieren.
Nach einem Jahr harter Arbeit darf sie die Kirche nachts für ihre Jagdausflüge verlassen. Reibereien mit ihrem Trainer Pater Michael sind vorprogrammiert. Doch nicht nur das, Pater Michael und Ada verbindet etwas Besonderes.
Als Ada ihre Jagdausflüge nicht mehr bestreiten kann, versucht sie, die Menschen vor den Gefahren der Nacht zu warnen. In einem sehr persönlichen Interview mit Reporter Meyers erzählt sie, wie alles begann. Sie hofft, dass die Geschichte, die der Journalist daraus macht, veröffentlicht wird und die Menschen aufmerksam macht.

Die Autorin erzählt eine lebendige Geschichte über eine quirlige junge Frau, die mit einer radikalen Veränderung in ihrem Leben zurechtkommen muss. Über die Vergangenheit Adas erfährt man wenig, dafür erlebt man mit, wie sich die Jägerin während ihrer Zeit in der Kirche verändert und mit welchen Ängsten die nach außen taff wirkende Frau kämpft.

Ihr gegenüber gestellt wird Pater Michael, ein gut aussehender Mann, den eine Menge Geheimnisse umgeben. Laut Geschichte muss er sehr, sehr alt sein, da er bereits mehrere Jäger ausgebildet und begleitet hat – und alle 50 Jahre wird ein neuer Jäger geboren. Auch seine Vergangenheit – die verbotene Liebe zu einer Frau, der Ada zum Verwechseln ähnlich sieht – deutet die Autorin nur dezent an. Als roten Faden verwendet Losbohm das Interview zwischen Ada und dem Reporter, mit dem sie Stück für Stück die Geschichte entwickelt.

Die Räume unter der Kirche beschreibt Losbohm sehr beeindruckend. Man kann sich den Lebensraum Adas und des Paters gut vorstellen. Der Sprachstil der Autorin ist unterhaltsam. Ein wenig störend wirkt auf mich persönlich lediglich die Häufung von umgangssprachlichen Gefühlsausbrüchen wie „Seufz“, „Pah!“, „Grr!“ oder „Tss!“.
Nichtsdestotrotz ist „Die Jägerin“ eine lesenswerte Fantasy-Romanze, die aufgrund der wenigen Action-Szenen zwar nicht fesselt, aber dennoch sehr amüsant und anrührend ist.


Schattenmorellen. Kriminalroman
Schattenmorellen. Kriminalroman
von Sigrid Hunold-Reime
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswerter Krimi, der inhaltlich und sprachlich überzeugt, 28. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schattenmorellen. Kriminalroman (Taschenbuch)
Martha Lühnemann wacht im Krankenhaus auf. Sie weiß zunächst nicht, wo sie ist und warum. Sie ist aus einem Kirschbaum gefallen, ihr Nachbar hat den Krankenwagen gerufen. Alles gut – könnte man meinen. Nichts ist gut, weder mit der Vergangenheit, die Martha mit einem Mal so präsent ist, noch mit der Gegenwart. Der Roman „Schattenmorellen“ von Sigrid Hunold-Reime beginnt als eine scheinbar harmlose Krankenhaus-Geschichte, die sich jedoch sehr schnell zu einem spannenden Krimi entwickelt, den man nicht mehr weglegen möchte, bis man weiß, wie er ausgeht.

Die 71-jährige Martha scheint zunächst mit ihrer Situation total überfordert. Sie darf das Krankenbett nicht verlassen – heißt, sich vor den anderen Patientinnen im Zimmer von der Schwester versorgen lassen. Undenkbar für die alte Dame, dennoch muss sie sich fügen. Doch dies ist nur die eine Seite. Martha erinnert sich plötzlich an Begebenheiten aus ihrer Jugend, die ihr so real vor Augen erscheinen, dass sie hin und wieder nicht weiß, wo sie gerade ist und ob das, woran sie sich erinnert, tatsächlich passiert oder nur Einbildung ist. Im Schwesternzimmer ist man sich nicht ganz einig, ob Frau Lühnemann verwirrt ist oder doch voll zurechnungsfähig.

Marthas Erinnerungen nehmen zu, als mit Eva eine alte Bekannte von damals in ihr Zimmer aufgenommen wird. Eva war damals ein junges Mädchen, Martha eine erwachsene Frau – sie waren Nachbarn. Doch diese Zeit ist es nicht, die sich in Marthas Bewusstsein bohrt, die Erinnerungen sind viel älter. Als sie damals selbst noch ein junges Mädchen war und den Freund ihrer Schwester anhimmelte. Damals, unter dem Kirschbaum. Lange hatte sie verdrängt, was in dieser Gewitternacht passierte.

Aber auch Eva plagen Erinnerungen an vergangene Tage, die stark mit ihrem Gefühlswirrwarr der Gegenwart verbunden sind. Da ist ihr Ehemann, der sich um sie sorgt. Und da ist der Mann, der sie begehrt und das Spiel gewinnen will. Je länger die beiden Frauen in diesem Krankenhaus ihr Dasein fristen müssen, umso verzwickter werden beide Geschichten, die Martha und Eva mit sich herumtragen.

Die Autorin schafft es, von einem harmlos wirkenden Startpunkt die Geschichte Schritt für Schritt so zu entwickeln, dass man nicht merkt, wie man in den Strudel der Vergangenheit und Gegenwart der beiden Protagonistinnen hineingezogen wird. Die Spannung steigt Seite für Seite und der berühmte Punkt, ab dem man ein Buch nicht mehr aus der Hand legen will, weil man endlich wissen will, wie die Geschichte endet, beginnt schon mittendrin. Keine der Erlebnisse der Frauen, die sich in der Gegenwart zu einer Ausweglosigkeit entwickelt haben, erscheinen an den Haaren herbei gezogen. Im Gegenteil – es könnte genauso passiert sein.

Inhaltlich wie auch sprachlich hat mich das Buch überzeugt. Das Bild vom Krankenhausleben ist stimmig. Durch die fast berichtsartigen Kurzsequenzen am Ende der Kapitel – die Übergabe im Schwesternzimmer – erhält man lange den Eindruck, Martha könnte tatsächlich verwirrt sein, womit man ihre Version der Geschichte immer wieder in Frage stellt. Das erzeugt zusätzlich Spannung.

Insgesamt kann ich sagen: Der Roman ist absolut lesenswert!


Unheilvolle Bekanntschaften
Unheilvolle Bekanntschaften
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert!, 9. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Unheilvolle Bekanntschaften (Kindle Edition)
„Unheilvolle Bekanntschaften“ heißt die schaurig-schöne Kurzgeschichtensammlung von Autorin Lola Victoria Abco. Das Buch ist im pirat-verlag erschienen.

In sieben Geschichten spielt die Autorin mit den Nerven ihrer Leser. Sie erzählt Begebenheiten, die genau so hätten passiert sein können. Sie zieht Zusammenhänge und Hintergründe an feinen, roten Fäden langsam in die Geschichten hinein und erwischt einen meist hinterrücks mit der Auflösung der jeweiligen Taten.

„Die erste Zigarette“ ist wirklich tragisch. Drei Mädchen rauchen heimlich ihre erste Zigarette im Keller. Es geschieht ein Unglück. Ein schreckliches Unglück, dass eines der drei Mädchen Jahre später als erwachsene Frau „bereinigt“, um sich damit endlich nicht mehr zu belasten. Immer wieder springt Lola Victoria Abco zwischen den Zeiten und verdichtet die Geschehnisse so stark, dass man es kaum abwarten kann, bis alles ans Licht gezerrt wird.

„Ihre Schwester für meinen Mann“ ist eine herrliche Geschichte, die auf tragische Weise zeigt, dass man seine Worte, die man gegenüber Unbekannten spricht, genau abwägen sollte. Sonst könnte jemand deswegen das Leben verlieren. Einfach so. Ein spannendes Verwechslungsspiel mit Missverständnissen und Todesfällen.

In „Walpurgisnacht“ spielt die Autorin mit Ängsten. Wer zur Walpurgisnacht schon mal an unheimlichen Orten unterwegs war, hat sicher eine Ahnung davon, wie der Verstand langsam weicht und einem panischen Wahn weicht, der das Herz wild schlagen lässt. „Angsthase, Pfeffernase!“ Die Protagonistin dieser Geschichte findet sich mitten in der Nacht in der Walachei wieder. Ihr Auto steckt fest, keine Menschenseele zu sehen. Nur so merkwürdige Gestalten, Gespenster, die ihr Angst einjagen. Eine Situation, in der wohl jeder zu einem festen Ast greifen würde, um seine Haut zu retten und sein Leben zu verteidigen. Die Gespenster bekamen nichts zu lachen. Erst das Tageslicht verriet die Wahrheit. Gruselig!

Sieben fesselnde Geschichten über Charaktere, die so echt wirken und mit denen man sehr oft mitfühlt, machen das Buch absolut lesenswert.


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