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Beiträge von Chandler Bing
Top-Rezensenten Rang: 21.426
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Rezensionen verfasst von
Chandler Bing (Frankfurt)

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Wird angeboten von Fotga
Preis: EUR 110,98

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser als erwartet - gut geeignet für (einfache) Planetenfotografie und unbewegte Objekte, 6. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für 139,00 Euro kann man nichts falsch machen, dachte ich mir. Erwartungen hatte ich im Hinblick auf den günstigen Preis keine allzu großen. Eigentlich wollte ich mir zu Weihnachten ein einfaches Teleskop gönnen, um Planeten und Sterne zu beobachten, entschied mich dann aber für dieses "Objektiv", um das Gesehene auch festhalten zu können. Außerdem fielen mir noch einige andere fotografische Anwendungsbereiche ein, für die es geeignet sein könnte. Dazu später.

Man muß sich darüber im Klaren sein, daß man kein Kamera-Objektiv im eigentlichen Sinne erhält, sondern ein Fernrohr, das sich an eine Kamera schrauben läßt. Das Objektiv besitzt keine Elektronik, Blende und Belichtungszeit werden nicht an die Kamera übertragen. Automatisches Fokussieren und Belichten ist also nicht möglich. Die Blende läßt sich selbst im manuellen Betrieb an meiner Canon EOS 700D nicht verstellen. Hier muß man ein wenig tricksen - auch dazu weiter unten. Auch einen Bildstabilisator sucht man dementsprechend vergebens.

Für Freihandaufnahmen ist das Objektiv somit denkbar ungeeignet. Man benötigt dringend ein stabiles Stativ und einen festen Untergrund. Auf einen Hochsitz würde ich das Teil daher schon einmal nicht mitnehmen. Jede noch so kleine Erschütterung, sei es von Wind, instabilem Untergrund oder sogar Schritten, wirkt sich bei diesen Brennweiten und mangels Stabilisatoren nachteilig auf das Ergebnis aus. Dem Anwendungsbereich sind mithin recht enge Grenzen gesetzt. Das Scharfstellen ist meiner Meinung nach nur mit der Zoomfunktion des Liveview-Modus vernüftig möglich. Bei 800 mm Brennweite ist das aber selbst mit Stativ nicht frei von Schwierigkeiten. Bereits das vorsichte Drehen am Fokusring erschüttert die Kamera so stark, daß das Motiv im Vergrößerungsmodus immer wieder aus dem Display verschwindet. Man muß also Zeit und Geduld mitbringen. Für die Tierfotografie scheint mir das Objektiv daher ungeeignet. Welches Tier in freier Natur hält schon so lange still? Zumal die notwendigen Belichtungszeiten aufgrund der Lichtschwäche des Objektivs recht lang sind, falls die Sonne nicht gerade von einem strahlend blauen Mittagshimmel scheint.

Fotografieren läßt sich nur im manuellen Modus. Die Belichtungszeit läßt sich einstellen, die Blende, wie bereits oben erwähnt, allerdings nicht. Hier muß man sich eines Tricks bedienen: die Blende mit einem anderen Objektiv wählen und durch halbes Durchdrücken des Auslösers "speichern", sodann das "Fernrohr" anschrauben und zur gespeicherten Blende die passende Belichtung wählen. Etwas umständlich, aber es funktioniert. Sehr flexibel ist man dadurch allerdings nicht.

Für die Anwendungsbereiche, die ich im Sinn hatte, ist das Objektiv jedoch eine günstige Alternative zu sehr viel teureren Komfort-Modellen. Der Mond und die Planeten lassen sich sehr schön heranholen und scharf abbilden. Hier muß man nur einmal fokussieren, da sie alle "unendlich" weit weg sind. Bei Sternenkonstellationen ergibt es hingegen weniger Sinn, denn es handelt sich aufgrund ihrer großen Entfernung von vielen Lichtjahren "nur" um leuchtende Punkte am Himmel, gleich ob man sie mit einem hochwertigen 250 mm Objektiv oder diesem 800 mm Fernrohr fotografiert. Außerdem ist das Rohr aufgrund der benötigten Belichtungszeiten bei Nachthimmel zu träge, da der Sternenhimmel sich aufgrund der Erdrotation bewegt. Ein Nachführen ist selbstverständlich nicht möglich.

Ein weiterer für mich sinnvoller Anwendungsbereich - ich gebe zu: recht speziell - ist die Fotografie von Gebäudedetails, z.B. an Kirchtürmen oder die Ablichtung ganzer Gebäude aus großer Entfernung. Manche Gebäude lassen sich nur attraktiv bzw. ungewöhnlich einfangen, wenn man sie aus großer Entfernung, z.B. von einem Aussichtsturm oder einem Berg aus fotografiert. Dafür braucht es neben kristallklarer Luft und guter Beleuchtung ein Objektiv mit hoher Brennweite. Hierfür eignet sich das Fernrohr, da Gebäude still zu stehen pflegen und man daher alle Zeit der Welt hat, in Ruhe zu fokussieren.

Die Ergebnisse sind mit ein wenig Übung durchweg vorzeigbar, hinsichtlich Schärfe und Detailgrad selbst bei 800 mm in jedem Fall wesentlich besser als ein entsprechend vergrößerer Ausschnitt eines Fotos, das mit einem guten, elektronisch gesteuerten 300 mm (o.ä.) Objektiv gefertigt wurde. Die Farben sind etwas ausgewaschen und die Ränder leicht verschwommen. Das läßt sich jedoch problemlos nachbearbeiten.

Es handelt sich sicher um ein Objektiv, das nur selten und nur bei speziellen Motiven zum Einsatz kommen kann, da man gutes Licht, Zeit und Geduld benötigt, um mit ihm gute Fotos zu fertigen. Die derzeitigen 139,00 Euro sind jedoch ein fairer Preis für die gebotene Leistung. Wer ähnliche Resultate mit mehr Komfort erwartet, muß mindestens das 10-fache investieren.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 27, 2016 12:26 PM MEST


Was, wenn doch?
Was, wenn doch?
Preis: EUR 11,59

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges Album, 30. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was, wenn doch? (MP3-Download)
Über Klavierkabarett reicht das Album weit hinaus. Bodo Wartke ist inzwischen auch ein großartiger Chansonnier und Liedermacher. Die Texte, Melodien und Arrangements sind noch reifer, raffinierter und bis zu sieben Minuten lang. Da mag es mancher bedauern, daß das typisch "Bodo-Wartkige" zuweilen etwas auf der Strecke bleibt. Aber mit Liedern wie "Der Knopf", "Kompromissbereit" und "Unkompliziert" bleibt er sich dennoch treu. Furios das "Happy End", die Melodie von "Alles auf Anfang" synphonisch, dramatisch, mitreißend - und mit dem Text hätte er im 18. Jahrhundert die Damen reihenweise in die Ohnmacht gesungen.

Obwohl Bodo Wartke stets einen überdurchschnittlich hohen Anteil an herausragenden Kompositionen auf seinen Alben liefert, bleibt es nicht aus, daß bei 16 Titeln einige schwächer geraten sind, so das unvollendet wirkende "Motiv", das leicht abgedroschene Stück vom traurigen Clown, das etwas aus dem Rahmen fallende "Schlaflied" (erinnert eher an Rolf Zuckowski) oder "Das falsche Pferd". In letzterem werden Motive verarbeitet, die schon im vorherigen Album auftauchten (Werbung, Architektur). Neben den vielen staunenswerten Reimen mit den für Bodo Wartke (und Wilhelm Busch) typischen Zeilenumbrüchen wirken einige ein wenig holprig und gleich zweimal auf dem Album muß sich "Au weia" reimen, nämlich einmal auf "Dreier" und einmal auf "Heia", na ja... Auf einem Konzert sagte der Künstler, er habe an "Der Clown" 13 Jahre gearbeitet und das Lied liege ihm sehr am Herzen. Wirklich? Klischeebeladener als das Bild vom traurigen Clown geht es kaum, zumal Heinz Rühmann das Thema schon vor Jahrzehnten bearbeitet hat.

Neben bekannten musikalischen Motiven (z.B. "Avec Plaisir" [Charleston], "Kompromissbereit" im "Saloon"-Stil; "Der Knopf" - Rock'n'Roll) wagt sich Bodo Wartke auch wieder auf neues, innovatives Terrain ("Dazwischen"). Jedem, der Klavier spielt, juckt es da sofort wieder in den Fingern, nur um am Piano festzustellen, daß man an fast allen Arrangements von Bodo Wartke nur scheitern kann, die so wunderbar leicht klingen, aber an der Klaviatur schwer umzusetzen sind.

Dennoch sind alle Lieder hörenswert und unter dem Strich das vielleicht stärkste Album von Bodo Wartke.


Canon Tele-Zoomobjektiv EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM (58mm Filtergewinde) schwarz
Canon Tele-Zoomobjektiv EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS STM (58mm Filtergewinde) schwarz
Wird angeboten von Marble Arch
Preis: EUR 157,00

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verbesserte Technik ggü dem 75-300 mm; die absolute Bildqualität wurde jedoch nicht gesteigert., 19. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich fotografie nicht häufig mit Teleobjektiven, allenfalls mal ein Tier oder ein Gebäudedetail, an die man nicht näher herankommt. Daher scheue ich mich auch immer, viel Geld für ein Teleobjektiv auszugeben. Bislang hatte ich nur ein technisch recht betagtes Canon EF-S 75-300 USM, das alles andere als befriedigende Ergebnisse liefert, insbesondere im oberen Zoombereich nicht überzeugen kann.

Das EF-S 55-250 mm erhielt gemischte Kritiken. "Traumflieger" lobte es überschwenglich und meinte, es reiche von der Bildqualität fast an ein entsprechendes L-Objektiv heran.

Im Vergleich zu meinem alten 75-300 mm ist das neue Objektiv insofern ein großer Gewinn als der Steppermotor den Fokuspunkt leise und blitzschnell findet, während der alte USM-Motor zum Teil doch ziemlich laut, langsam und unsicher herumrödelt. Die Bildstabilisation erlaubt auch noch bei 250 mm und längeren Belichtungszeiten ein scharfes Bild. Schaut man durch den Sucher und drückt den Auslöser halb durch, "friert" der Bildstabilisator das ansonsten freihändig doch stark zitternde Bild augenblicklich ein.

Natürlich hat mich interessiert, ob sich in den 15 (?) Jahren Entwicklungszeit, die zwischen diesen beiden Objektiven liegen, auch die absolute Bildqualität verbessert hat. Ich habe daher mit einem Stativ den bekannten 10-Euro-Schein-Test gemacht. Dieser Geldschein eignet sich deshalb recht gut für einen Objektivtest, weil er auf der Vorderseite einen Torbogen mit sehr feinen Linien zeigt. Ich habe daher mit einer EOS 700D mit verschiedenen Brennweiten (80, 150, 250 mm), Stativ und verzögerter Auslösung (2 Sekunden) den Schein mit beiden Objektiven fotografiert, wobei man bei dem "75-300er" fairerweise recht stark abblenden muß, um eine noch gute Schärfe im oberen Brennweitenbereich zu erhalten.

Das sehr viel neuere "55-250er" konnte leider bei diesem Test keinen entscheidenden Vorteil für sich verbuchen. Leichte, kaum wahrnehmbare Unterschiede finden sich allenfalls bei Vollbilddarstellung der 18 MP-Aufnahmen. Bei einer üblichen Bildschirmauflösung (1080p), ist kein Unterschied in der Auflösung auszumachen. Das "55-250er" bietet allerdings bessere Farben und Kontraste.

Sinnvoll ist auch die Reduzierung der unteren Brennweite auf 55 mm; da bekommt man erheblich mehr auf's Bild als mit 75 mm. Hingegen fällt der Verlust der oberen 50 mm kaum ins Gewicht.

Das Upgrade hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es gelingen Freihand viel mehr scharfe und nicht verwackelte Aufnahmen als mit dem "75-300er". Von der absoluten Schärfe war ich hingegen ein wenig enttäuscht. Hier hatte ich mir etwas mehr "Knackschärfe" erhofft, insbesondere in der Tierfotografie. Unter optimalen Bedingungen (Stativ o. ruhige Hand, gutes Licht) liefert mein altes Objektiv jedoch keine schlechteren Ergebnisse als das neue.

Für den Preis lohnt sich das Zugreifen jedoch in jedem Fall. Die Preis-Leistungs-Qualität ist hervorragend.


Cosby - Die komplette Staffel 1 [4 DVDs]
Cosby - Die komplette Staffel 1 [4 DVDs]
DVD ~ Phylicia Rashad
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Großartige deutsche Ausgabe, ganz miese Bildqualität, 19. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lange, mehr als 15 Jahre, mußte man auf die DVD-Veröffentlichung dieser Serie warten, die auch nur wenige Male im deutschen TV lief. Ich habe daher sofort zugegriffen.

Ein ganz großes Kompliment verdient der deutsche Publisher, Tiberius Film GmbH, der sich alle erdenkliche Mühe gegeben hat, ein ansprechendes Produkt zu präsentieren. Die vier DVDs befinden sich in einer angenehm schlanken, aufklappbaren Papphülle, die noch einmal in einem Pappschuber untergebracht ist. Beigefügt ist ein 12-seitiges Booklet (wo gibt es das heute noch?) , das zu jeder der 25 Folgen der 1. Staffel eine ausführliche Inhaltsbeschreibung enthält. Das vermisse ich bei der "Bill Cosby Show" sehr, da man mit den Episodentiteln nicht immer etwas anfangen kann.

Die Bildqualität ist allerdings dürftig und sieht streckenweise aus, als habe man ein YouTube-Video mit der Auflösung 320x240 hochskaliert. Das wirkt nicht einmal wie die 480p, die im amerikanischen TV üblich sind, geschweige denn wie 576p. Die Farben sind verwaschen und das ganze hat in meinen Augen einen ziemlich kräftigen Orange-Stich. Da ist die "Bill Cosby-Show", obwohl 12 Jahre älter, für mein Empfinden von der ersten Staffel ab deutlich besser. Ich hoffe, ab der zweiten Staffel steigert sich die Bildqualität.

Inhaltlich konnte ich mich mit der Serie noch nicht so ganz anfreunden. Von der wohlhabenden Anwalts-/Arzt-Familie zum Rentner in mieser Wohnlage ist es schon ein großer Schritt. Eindeutig fehlen Kinder in der Serie, mit denen Bill Cosby immer so großartig umgehen konnte.

Erfreulich ist, daß Bill Cosby und Phylicia Rashad ihre gewohnten Synchronstimmen (Engelbert von Nordhausen und Marianne Groß) behalten haben.


Star Trek - Deep Space Nine: Season 4 [7 DVDs]
Star Trek - Deep Space Nine: Season 4 [7 DVDs]
DVD ~ Avery Brooks
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich fehlerfrei abspielbare DVDs, 19. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diese Neuausflage der 4. Staffel als Test gekauft, weil ich die Komplettbox aus dem Jahr 2011 besaß, die bekanntlich den meisten DVD- und Blurayspielern dahingehend Abspielprobleme bereitete, daß die jeweils 2. Folge auf fast jeder Disc nicht komplett abspielbar war, sondern sich die Abspielgeräte 2 bis 10 Minuten vor dem Ende einer Folge "aufhingen".

Diese DVDs sind in dieser Hinsicht nunmehr fehlerfrei. Dabei ließ das Äußere zunächst nichts Gutes erwarten, denn sowohl das Label als auch der Innenring sind bei den beiden Auflagen absolut identisch, mit denselben Seriennummern, etc.

Die Qualität der Verpackung ist allerdings, wie bereits der erste Rezensent bemerkt hat, dürftig. Abgesehen davon, daß sie für heutige Verhältnisse doch etwas klobig daher kommt, fiel mir beim Auspacken des Amazon-Päckchens gleich ein Teil des DVD-Case entgegen, weil ein Stück herausgebrochen war. Ferner lag die DVD Nr. 7 lose in der Verpackung und wies deshalb auf der Datenseite einen dicken Kratzer auf (der die Abspielfähigkeit jedoch nicht beeinträchtigte).

Der Master wurde nicht geändert. Die Bild- und Tonqualität ist noch immer so schlecht wie eh und je. Gerade im Vergleich zu den TNG-Blurays kein wahrer Genuß, aber wahrscheinlich ist in absehbarer Zeit keine Verbesserung zu erwarten, insbesondere keine Bluray-Veröffentlichung.

Ich warte noch weitere Rezensionen über die im Februar 2015 erschienene Neuauflage der Komplettbox ab. Mal sehen, ob die Abspielfehler auch in jener Auflage behoben wurden. Dann lohnt sich vielleicht noch einmal ein kompletter Neukauf der Serie, wenngleich ich es ärgerlich finde, noch einmal 85,00 Euro investieren zu müssen.


SIMM Spielwaren 50145 - Rennbahn Mission 4 Loops, inklusive rotem Rennwagen, 690 cm Streckenlänge
SIMM Spielwaren 50145 - Rennbahn Mission 4 Loops, inklusive rotem Rennwagen, 690 cm Streckenlänge
Wird angeboten von BUSDUGA GmbH
Preis: EUR 29,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bahn eigentlich o.k. - der schlechten Fahrzeuge wegen jedoch kaum zu gebrauchen., 9. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Bahn war ein Geschenk zum vierten Geburtstag unseres Sohnes. Das Preis-Leistungsverhältnis bezüglich der "Schienen" ist nicht zu beanstanden. Der robuste Kunststoff ist im Prinzip unkaputtbar und für Kinder leicht aufzubauen.

Da die Fahrzeuge jedoch weiterhin (Stand: Oktober 2014) die bereits vielfach beschriebenen Qualitätsmängel haben, ist die Bahn kaum zu gebrauchen.

Der in diesem Basissetz mitgelieferte bordeauxfarbene Sportwagen funktioniert einigermaßen. Wenn man ihn "bis zum Anschlag" aufzieht - was man sich angesichts der schlechten Verarbeitung kaum traut - schafft er - manchmal - mit Ach und Krach eine volle Runde mit zwei Loopings, knapp 7 Meter Strecke. Allerdings dann nicht, wenn man die Bahn wie auf dem Bild aufbaut, indem man die beiden langen, gelben Schienenstücke als flexible Loopings einbaut und die roten Kurven als Steilkurven errichtet. Dann schafft das Fahrzeug nicht einmal einen der beiden Loopings, im Scheitelpunkt des ersten Loopings fällt er mangels Schwung herunter, gleich wo man das Fahrzeug startet. Die beiden langen, flexiblen gelben Schienen kann man also nur als lange Start-/Ziellinie nehmen, damit das Auto genügend Schwung holen kann, um die beiden kleinen Loopings zu bewältigen.

Ich hatte von Anfang an noch einige Zusatzschienen und - Loopings gekauft, um eine etwas größere Bahn zu haben. Für was und wen diese Ausbausets angeboten werden, erschließt sich mir allerdings nicht. Da die Fahrzeuge - wenn sie überhaupt funktionieren - nur mit Mühe die Basisstrecke schaffen, vielleicht noch einen weiteren kleinen Looping (aber nur selten), kann man sich weitere Schienen oder gar spektakuläre Loopings sparen, denn das schaffen die derzeit ausgelieferten Fahrzeuge mit Sicherheit nicht.

Die Fahrzeuge sind einerseits für den schwachen Motor - falls dieser überhaupt funktioniert - zu schwer, so daß sie nicht genügend und nicht lang genug Energie erhalten, andererseits zu leicht, da sie nicht genügend Anpressdruck erzeugen, um in Kurven in der Bahn zu bleiben. Es ist mir ein Rätsel, wie man so eine schwache Perfomance überhaupt zum Verkauf frei geben kann. Offenbar hat die Qualitätssicherung vollständig versagt oder ist im Unternehmen des Herstellers nicht existent.

Von drei zusätzlich erworbenen silbernen Porsche Boxster (einer war im Zusatzsetz enthalten, zwei habe ich separat bestellt), funktionierte nur der im Zusatzset, die beiden separat erworbenen waren von Anfang an defekt und gingen zurück. Der im Zusatzset enthaltene schafft aber nicht einmal eine Runde, fliegt bei 50% der Fahrten aus der ersten Kurve oder schafft den zweiten Looping nicht.

Vor 30 Jahren war die Qualität der Fahrzeuge deutlich besser.


Darda 50307 - Porsche Boxster silber, ca. 7,5 cm
Darda 50307 - Porsche Boxster silber, ca. 7,5 cm
Preis: EUR 7,99

1.0 von 5 Sternen Geschenkt ist noch zu teuer - schon beim Auspacken defekt., 9. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Januar 2014 wurde hier ein angeblich vom Hersteller stammender Kommentar veröffentlicht, in dem man sich für die Unannehmlichkeiten und die schlechte Qualität der Fahrzeuge entschuldigte sowie Abhilfe versprach.

Neun Monate später ist allerdings noch immer keine Besserung festzustellen. Wegen der bereits mehrfach angesprochenen Mängel der Fahrzeuge habe ich sicherheitshalber für die Bahn gleich zwei Ersatzfahrzeuge hinzu bestellt, um Enttäuschungen beim vierjährigen Geburtstagskind zu vermeiden.

Beide gelieferten Porsche Boxster funktionierten nach dem Auspacken nicht. Bei beiden war der Motor defekt, sie ließen sich nicht aufziehen! 9,00 Euro ist ja schon recht teuer, für solche Billigware aus China. Ich hätte aber sogar den doppelten Preis bezahlt, wenn man hierfür Qualität erhielte. Qualitätssicherung scheint beim deutschen Vertrieb und dessen chinesischen Hersteller jedoch ein Fremdword zu sein. Wie man die Fahrzeuge im Hinblick auf die bekannten Probleme überhaupt noch vertreiben kann, ist mir ein Rätsel.

Die Technik ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Meine damals als Kind erworbenen Fahrzeuge fahren immer noch.

Die beiden Fahrzeuge gehen natürlich an Amazon zurück.


Star Trek - Next Generation/Season 6 [Blu-ray]
Star Trek - Next Generation/Season 6 [Blu-ray]
Preis: EUR 33,33

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überwiegend knackscharfe Bilder und kinomäßiger Look, 11. Juli 2014
Inhaltlich gilt vielen die 6. Staffel als die beste. Hierzu ist bereits alles geschrieben worden, weshalb ich mich auf das wesentliche Kaufkriterium bei einer Bluray beschränken möchte: die Bildqualität. Ich setze voraus, daß man über ein einigermaßen aktuelles TV-Gerät mit guten Bildeigenschaften und perfekten individuellen Einstellungen verfügt. Es wäre unfair, das Bild mit einem sechs Jahre altem Billiggerät mit unmöglicher Konfiguration zu beurteilen (nach dem Motto: "Ich mag das Bild am liebsten 'lefthaft' oder "kalt" , mit dynamischen Kontrast, Truemotion, Schärfe: 100 und Kontrast 18"). Redlicherweise sollte man die Bluray also mit einem entsprechend gutem Equipment und optimalen Einstellungen testen.

CBS hat nicht zuviel versprochen, als sie zu Beginn der Veröffentlichung der Blurays eine sich von Staffel zu Staffel verbessernde Bildqualität ankündigten. In der sechsten Staffel ist nunmehr eine für eine über 20 Jahre alte TV-Serie praktisch perfekte Bildqualität erreicht. Das Bild ist noch schärfer und - im Gegensatz zu den vorherigen Staffeln - in den allermeisten Szenen gänzlich frei von Filmkorn. Im direkten Vergleich mit den früheren Staffeln mag es daher vielleicht sogar zu "glattgebügelt" daherkommen oder den Eindruck vermitteln, man habe einen Rauschfilter eingesetzt. Das scheint mir jedoch nicht der Fall zu sein. Ein "Wachsfiguren-Effekt", wie er diesfalls zu erwarten wäre, stellt sich nicht ein. Nur vereinzelt, z.B. in einigen Szenen der stark effektlastigen, mit vielen Bildkompositionen versehenen Folge "Phantasie oder Wahrheit", ist ein etwas körnigeres Bild festzustellen.

Das Bild hat, sogar im Vergleich mit Kinoproduktionen dieser Zeit, fast Referenzqualität. Selbst aktuelle Kinofilme habe ich schon in schlechterer Bildqualität auf Bluray gesehen. Die Setausleuchtung und die Farben kommen in der 6. Staffel in manchen Episoden bereits an den ersten Kinofilm "Star Trek: Generations" heran. Insbesondere werden die Brücke und die übrigen Räumlichkeiten des Schiffs zumeist nicht mehr so hell oder farbstichig ausgeleuchtet wie in früheren Staffeln, so daß vielfach ein recht kinomäßiger Look erzielt wird.

Wenn das Bild, insbesondere bei Nahaufnahmen, gelegentlich nicht 100%ig scharf wirkt, liegt das an Fokussierungsfehlern der Kamera. Hier hat zum Teil mit starken Teleobjektiven oder offener Blende gearbeitet, denn die hierdurch bedingte Tiefenschärfe (oder Schärfentiefe) setzt den Brennpunkt gelegentlich an die falsche Stelle. Wenn also etwa Picard mit seinem infolge großer Nase und länglichen Schädel sehr "tiefen" Kopf in Nahaufnahme gezeigt wird, kommt es vor, daß das Bild nicht von der Nasenspitze bis zum hinteren Rand des Ohres scharf ist, sondern beispielsweise der Focus auf dem Ohr liegt, dort jedes kleine Härchen auf der Ohrmuschel erkennbar ist, dafür Pupillen, Gesichtsporen und Nase etwas unscharf wirken. Hier würde man sich unter fotografischen Aspekten den Fokus eher auf Pupille und Wimpern wünschen, auf die das Auge des Betrachters sich automatisch ausrichtet. Patrick Stewarts Ohrbehaarung interessiert mich weniger...

Aber diese winzigen Details sind kein Problem der Bluray sondern der ursprünglichen Kameraeinstellungen. Selbst diese kleinen "Makel" sind nur bei genauem Hinsehen aus großer Nähe zum Bildschirm zu erkennen und fallen aus einem normalen Sitzabstand zum Bildschirm kaum auf.

Demgegenüber sind Aufnahmen, die mit Normalobjektiv bzw. größerer Blende gefertigt worden sind, über jeden Zweifel erhaben. Eine Szene ist mir in ihrer Klarheit besonders aufgefallen - leider ist mir der Name der Episode spontan nicht erinnerlich (vielleicht: "Besuch von der alten Enterprise"?). Jedenfalls schaut die Kamera von der Eingangstür des Transporterraums zu Chief O'Brien, der im Hintergrund an der Transporterkonsole steht. In ihrem Detailreichtum und ihrer Klarheit hat die Aufnahme Referenzqualität. Das sieht man auch bei aktuellen Kinoproduktionen kaum besser. Kein Korn, kein "Bildmatsch", kein Banding, kein Pixeltanz, keine Unschärfen, schlicht perfekt.

Die nunmehr erstmals in Stereo präsentierte deutsche Tonspur wirkt sauberer als der bis dahin vorliegende Mono-Ton und der unsägliche 5.1-Upmix der DVD-Veröffentlichung. Der englische 7.1-Ton bietet naturgemäß mehr Surroundeffekte. In Anbetracht dieser eher dialoglastigen Serie fällt das meines Erachtens jedoch nicht entscheidend ins Gewicht. Ob die seltenen Phaserschüsse oder Explosionen statt von vorn nach hinten lediglich von links nach rechts durch den Raum wandern, ist mir relativ gleichgültig, zumal es gute Fernsehgeräte oder gute Surroundanlagen heutzutage vermögen, einen 2.0-Ton gleichsam auf die Seiten- und Rückwände des Raumes zu "projezieren", so daß eine Surroundatmosphäre vermittelt wird. Eigentlich wirken die Dialoge der deutschen Synchronfassung - wie zumeist - sogar klarer und dynamischer als der Originalton, da sie unter den optimalen Bedingungen eines Tonstudios aufgenommen wurden. Bei der englischen Tonspur muß man wesentlich mehr Lautstärke auf die Boxen geben, um ein gleiches Lautstärkeniveau zu erhalten.

Auch wenn TELE5 seit vergangener Woche die restaurierte Fassung im Free-TV ausstrahlt, ist das meines Erachtens noch "Lichtjahre" von der Qualität entfernt, die die Blurays bieten, zumal im reinen Free-TV natürlich nur eine Standard-Auflösung des HD-Materials wiedergegeben wird. Ob die HD-Ausstrahlung an die Bluray herankommt, vermag ich mangels entsprechendem Abo nicht zu beurteilen.

Ich möchte die sechste Staffel auch in Sachen Bildqualität uneingeschränkt empfehlen, nachdem ich in den früheren Staffeln noch nicht 100% mit der Bildqualität zufrieden war. Angesichts der demgegenüber unterirdischen Bildqualität der Serien "Deep Space Nine" und "VOYAGER" würde man sich im Anschluß an die siebte TNG-Staffel eine Restauration dieser Serien wünschen. Aber ich fürchte, dort stehen Aufwand und Ertrag für CBS in einem ungünstigen Verhältnis. Schon bei "Star Trek: Enterprise" auf Bluray hat man sich ja aus Kostengründen bei der Bildqualität kein Bein ausgerissen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2014 10:46 PM MEST


Extras - Statisten: Die Komplette Serie (inkl. Weihnachtsspecial mit Clive Owen, George Michael uvm.) [5 DVDs]
Extras - Statisten: Die Komplette Serie (inkl. Weihnachtsspecial mit Clive Owen, George Michael uvm.) [5 DVDs]
DVD ~ Ricky Gervais
Preis: EUR 21,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende deutsche Synchron-Fassung - leider nicht im Weihnachtsspecial, 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Entgegen der Auffassung anderer Rezensenten ist meiner Meinung nach die Synchronfassung in diesem Fall der Originalfassung vorzuziehen; und zwar aus zwei Gründen:

1. Die meisten Darsteller sprechen einen ganz üblen englischen Slang, in den man sich lange hineinhören muß, bevor man etwas versteht. Selbst mit einiger Erfahrung und guten Englischkenntnissen dürfte es schwer fallen, alles mitzubekommen. Darüber hinaus werden häufig britische Insidergags und nicht allgemein geläufige umgangssprachliche englische Ausdrücke verwendet. Für den Durchschnittszuschauer ist die Originalfassung ungeeignet, zumal nur das Weihnachtsspecial, nicht aber die beiden Staffeln über deutsche Untertitel verfügen.

2. Die deutsche Synchro lohnt sich schon deshalb, weil alle hierzulande bekannten Gastdarsteller mit ihrer deutschen Standardstimmen sprechen:

Ben Stiller: Oliver Rohrbeck
Kate Winslet: Ulrike Stürzbecher
Samuel L. Jackson: Engelbert von Nordhausen
Patrick Stewart: Ernst Meincke (2. Standardstimme neben Rolf Schult)
Orlando Bloom: Philipp Moog
David Bowie: Frank Glaubrecht
Daniel Radcliffe: Nico Sablik
Ian McKellen: Jürgen Thormann (Standardstimme in der X-Men-Reihe)
Robert de Niro: Christian Brückner

Das Weihnachtsspecial wurde leider nicht synchronisiert und liegt nur als Original mit deutschen Untertiteln vor.

Die erste Staffel ist meiner Ansicht nach stärker als die zweite und das Weihnachtsspecial. Die Idee, daß die Hauptdarsteller der Serie als Statisten nur unwichtiges Beiwerk" der großen Stars sind, gefällt mir besser als die zum Teil zu Cameos degradierten Auftritte der Gaststars in den späteren Folgen. Allen Episoden ist aber der herrlich schmerzhafte, britische Fremdschämfaktor gemein.

Die Bildqualität ist für eine schon ältere TV-Produktion auf DVD sehr zufriedenstellend. Wegen der vielen Hollywood-Gaststars und deren zum Teil in Kinoqualität inszenierten Auftritten hätte ich mir sogar eine Bluray-Fassung gewünscht.


Acer P1500 3D Full HD DLP-Projektor (direkt 3D-fähig über HDMI 1.4a, 3.000 ANSI Lumen, Kontrast 10.000:1, Full HD 1920 x 1080 Pixel) schwarz
Acer P1500 3D Full HD DLP-Projektor (direkt 3D-fähig über HDMI 1.4a, 3.000 ANSI Lumen, Kontrast 10.000:1, Full HD 1920 x 1080 Pixel) schwarz
Preis: EUR 589,00

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichneter Heimkino-Projektor, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als großer Filmfreund verwende ich den Beamer ausschließlich, um mir am Wochenende 1-2 Kinoabende zu gönnen, nachdem die echten Kinobesuche nachwuchsbedingt für die nächsten Jahre rar werden.

Die Anforderungen waren daher recht bescheiden. Der Beamer soll bei Dunkelheit ein gutes HD-Bild liefern, das ihm von einem Bluray-Player zugespielt wird. Die Eigenschaften bei Tageslicht, in Verbindung mit einem PC, etc., interessierten mich deshalb nicht.

Der Sound wird über eine entsprechende Anlage abgespielt, weshalb für mich auch die Qualität des kleinen internen Lautsprechers keine Rolle spielt.

Als reiner Kinoprojektor erfüllt der Beamer meine Erwartungen voll und ganz. Die Leinwand mit einer Breite und Höhe von jeweils 2,50 Meter ist in einer Sichtentfernung von etwa 4,5 Meter aufgebaut. Den Beamer positioniere ich einfach auf dem Wohnzimmertisch vor dem Sofa, in etwa 3,5 Meter Entfernung von der Leinwand. Da ich in meinem Haus keinen eigenen "Kinosaal" freiräumen wollte und mich ein dauerhaft installierter Beamer nebst Leinwand im Wohnzimmer stören würde, war es mir wichtig, das "Kino" in wenigen Minuten aufbauen zu können.

Das funktioniert problemlos. Der erstaunlich kleine Beamer, der während der Zeit seiner Nichtnutzung in der mitgelieferten Tasche im Schrank verstaut wird, ist mit wenigen Handgriffen betriebsfertig. Einfach das HDMI-Kabel vom Bluray-Player in die Soundanlage und von der Soundanlage in den Beamer. Die Geräte (Bluray-Player von Sony, Soundanlage von Panasonic) kommunizieren ohne Probleme miteinander. Zu Beginn muß man manchmal die Geräte noch einmal aus- und wieder einschalten, weil Beamer und/oder Player die Soundanlage nicht gleich erkennen. Spätestens nach 5 Minuten sind die Geräte jedoch ohne zusätzliche Konfiguration aufeinander eingestellt und korrespondieren den ganzen Film über störungsfrei miteinander.

Etwas Sorge hatte ich im Hinblick auf die manuelle Scharfstellung der Linse. Ich hatte Zweifel, ob man das Bild problemlos per Hand optimal scharfstellen kann. Diese Sorge war jedoch unbegründet. Mit einem Dreher an der Linse ist das Bild sofort knackscharf. Zur Kontrolle kann man sich noch einmal direkt an die Projektionsfläche begeben, ob wirklich jeder einzelne Pixel zu sehen ist. Die Linse ist da aber sehr tolerant, man muß sie also nicht auf den Zehntelmillimeter in die richtige Position bewegen. Etwaige winzige Unschärfen sind schon nicht mehr erkennbar, wenn man einen Schritt zurückgeht und ohnehin nicht aus einem üblichen Sitzabstand von 3-5 Metern oder mehr. Mit einem weiteren Rad an der Linse läßt sich die Projektionsgröße ebenso einfach einstellen.

Ein Nachteil ist sicher, daß die Linse nicht bewegt werden kann. Der Beamer muß also vertikal der Mitte der Leinwand genau gegenüber stehen. Es ist nicht möglich, den Beamer seitlich in einem Regal aufzustellen und die Verzerrung zu korrigieren. Die leichte Verzerrung des Bildes, die dadurch bedingt ist, daß der Beamer regelmäßig nicht genau dem Mittelpunkt der Leinwand gegenüber positioniert werden kann, sondern entweder etwas über der Leinwand hängt oder etwas unterhalb der Leinwand auf einem Tisch o.ä. steht, läßt sich mittels der softwareseitigen Trapezkorrektur mit der Fernbedienung korrigieren. Sichtbare Beeinträchtigungen des Bildes treten hierdurch nicht auf. Ohnehin ist die Linse im Gerät schon so positioniert, daß der notwenige Höhenausgleich zu 90% schon berücksichtigt ist und nur noch minimal angepaßt werden muß. Mit einer zu hohen Standfläche (z.B. Esstisch, Dia-Projektor-Tisch, Fensterbank, o.ä.), wirft man das Bild allerdings weitgehend an die Zimmerdecke. Sofern der Projektor nicht an die Decke gehängt, sondern irgendwo hingestellt werden soll, muß er relativ niedrig stehen (z.B. flacher Wohnzimmertisch). Einen Mangel an Höhe kann man durch das Unterlegen von Büchern ausgleichen, zuviel Höhe wäre aber nur durch das Absägen der Tischbeine oder ähnliche bauliche Maßnahmen zu korrigieren... Der Versuch, den Beamer auf einer hohen Fläche abzustellen und nur hinten "aufzubocken", um die Projektion nach unten zu korrigieren, wird mit Bildunschärfen und Verzerrungen bestraft.

Mittels der zwei höhenverstellbaren Füße (vorne und hinten rechts) läßt sich das Bild problemlos horizontal auf die Leinwand ausrichten. Weshalb allerdings der dritte Fuß (hinten links) nicht ebenfalls höhenverstellbar ist, erscheint wenig nachvollziehbar. Es klappt aber auch so (vielleicht deshalb). Einmal richtig ausgerichtet, muß man bei künftigen Einsätzen allenfalls noch einmal Feinabstimmungen vornehmen, wenn man Beamer und Leinwand (sofern, wie bei mir, mobil) an der gleichen Stelle neu aufstellt. Bei einer Festinstallation von Beamer und Leinwand wird man weitgehend auf ein Nachjustieren verzichten können.

Schärfe und Leuchtkraft des Bildes erzeugen schon im Eco-Modus echtes Kinofeeling. Nun ja, nicht das Gefühl der großen Blockbuster-Leinwand im Premierensaal, aber mit den kleinen Leinwänden der Programmkinos (gerne mit den Bezeichnungen "Kammer" oder "Studio") kann der Eindruck locker mithalten. Da ich moderne Blockbuster à la Avengers, Hobbit, Avatar, o.ä., allenfalls pflichtschuldig schaue, um filmgeschichtlich auf dem Laufenden zu bleiben, mich im übrigen eher Dramen, Komödien, Thriller, Klassiker, usw., interessieren, ist das in Ordnung. Ganz ersetzen kann ein Heimkino das echte Kinoerlebnis ohnehin nicht.

Interessant ist es, ältere Serien, die erstmals auf Bluray erschienen sind (z.B. Star Trek) einmal auf der großen Leinwand zu schauen. Ein ganz neues Erlebnis.

Mit DVDs sollte man es lieber nicht versuchen. Eine gut gemasterte DVD ist in Verbindung mit einem in Sachen Upscaling leistungsfähigen Player zwar noch erträglich, ein echtes Vergnügen ist die DVD-Auflösung auf der großen Leinwand jedoch nicht. Man hat ständig das Gefühl, man benötige eine Brille.

Die angeblich störende Lautstärke des Lüfters konnte ich nicht feststellen. Nach wenigen Minuten, und diese Zeit benötigt man zumeist ohnehin für die Feineinstellungen und übrigen Vorbereitungen (Film-, Getränke- und Snack-Auswahl...), ist das Gerät auf Betriebstemperatur. Der Lüfter hat nicht einmal Flüsterton. Selbst ein ruhiges Kinopublikum ist lauter und störender als dieser Lüfter. Ach, wäre es doch einmal im Kino so ruhig! Selbst in ruhigen Filmmomenten nimmt man den Lüfter allenfalls wahr, wenn man die Aufmerksamkeit vom Film auf den Projektor lenkt. Entweder die Lautstärke ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich bzw. hängt von der Umgebungstemperatur ab oder andere Leute sind extrem empfindlich. Mich stört da nichts. Vielleicht kann ich auch altersbedingt die Frequenzen schon nicht mehr wahrnehmen...

Die Hitzeentwicklung ist allerdings beachtlich. In meinem nicht gerade kleinen Wohnzimmer kann ich selbst im Winter die Heizung ausschalten und mich eines Pullovers entledigen. Der Beamer heizt den ganzen Raum. Das stelle ich mir im Sommer eher störend vor. Aber das ist ja auch nicht die klassische Heimkinozeit.

Die übrigen Bedienung ist kinderleicht. Mit einem Druck auf die Taste "Menu" auf der Fernbedienung werden alle Konfigurationsmöglichkeiten auf die Leinwand gezaubert. Diese sind denkbar einfach und erklären sich von selbst. In die Bedienungsanleitung muß man wirklich nicht schauen. Obwohl dies mein erster Beamer ist, hatte ich ihn schon beim ersten Mal binnen weniger Minuten ohne Anleitung angeschlossen und eingestellt. Genauso schnell sind Gerät und Leinwand nach der Vorführung wieder verschwunden.

Die 3D-Funktion konnte ich leider noch nicht testen. Ich bin kein 3D-Fan und habe auch nicht die benötigten Shutterbrillen, sondern nur Polarisationsbrillen. Ich besitze zwar einen 3D-Bluray-Player und einen 3D-TV. Sämtliche Filme, die ich bislang in 3D im Kino gesehen habe, fand ich jedoch kein bißchen beeindruckend, sondern eher störend. 20-30 Euro für eine 3D-Bluray sind mir deshalb doch etwas zu viel.

Den zum Teil angesprochenen Regenbogeneffekt bemerke ich nur in den ersten Sekunden, wenn sich die Geräte aufeinander abstimmen. Während des laufenden Films habe ich noch keine derartigen Fehler festgestellt.

Ich bin nach vierwöchigem Einsatz und etwa 8-10 Filmen sehr zufrieden mit dem Gerät. Bildschärfe, Leuchtkraft und Kinofeeling haben meine Erwartungen übertroffen. Wie haltbar und fehleranfällig das Gerät im Langzeittest ist, muß sich freilich noch zeigen.

Für Filmfans eine gute Wahl zu einem günstigen Preis. Ich habe das Gerät für 499,00 Euro erworben, derzeit ist er wieder etwas teurer.

Update vom 08.07.2015:

Nach nunmehr 1,5-jährigen Einsatz kann ich das Gerät noch immer voll und ganz empfehlen. Zwischenzeitlich habe ich mir auch geeignete 3D-Brillen gekauft. Ich werde zwar nie ein großer 3D-Fan werden, aber der Eindruck entspricht dem Kinoerlebnis. Auch als 3D-Projektor überzeugt das Gerät somit vollends.

Das Gerät verfügt noch immer über die erste Glühlampe. Ich habe aber auch erst einige dutzend Filme gesehen. Das Gerät hat also höchstens 100 Betriebsstunden hinter sich. Angeblich soll die Lampe ja mehrere tausend Betriebsstunden halten.
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