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Rezensionen verfasst von
ground_zero

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Here Be Dragons
Here Be Dragons

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen experimenteller elektro-akustischer Sound, 30. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Here Be Dragons (Audio CD)
THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE - "Here Be Dragons"

Auch THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE (TKDE) gibt sich noch vor dem Jahreswechsel die Ehre. Was anno 2000 als ambitioniertes Projekt zur Vertonung von alten Stummfilmen begann, hat sich in den letzten neun Jahren zu einer festen wenn auch eher Output-armen Größe in Sachen experimentellem elektro-akustischem Sound entwickelt. Die Gruppe, die im Laufe der Jahre aus sieben Mitglieder angewachsen ist, steht für die Verbindung von klassischen Instrumenten wie Cello, Violine und Tromboe mit elektronischen Elementen. Dieser Fusion-Sound wird ergänzt durch den Gesang von Charlotte Cegarra, deren markante Stimme auch viele der neuen Tracks prägt. Stilistisch bleiben TKDE ihren Wurzeln treu und präsentieren auch auf "Here Be Dragons" ihren bewährte Melange aus digitalen Sphären, akustischen Soli und eingestreuten elektronischen Sphären. Ganz im Sinne der eigenen Anfänge entsteht so ein Score-artiges Klanggefüge, das nun nicht mehr dazu dient, F.W. Murnaus Nosferatu oder Fritz Langs Metropolis zu untermalen, sondern als Soundtrack zu einem Film dient, der in den Köpfen des Septetts gedanklich umrissen aber nie zur Umsetzung gekommen ist. Im Vergleich zum Debüt von 2006 und der Anfang diesen Jahres veröffentlichten EP präsentiert sich "Here Be Dragons" angenehm zugänglich, leichtfüßiger und dank der ausgeweiteten Vocal-Parts sehr viel emotionaler. Sieht man von Die Tracks sind mit ihrem meist beschaulichen Tempo, der dezenten Instrumentierung und ihrer leicht melancholischen Grundstimmung die perfekte Wintermusik, daß die Scheibe so spät im Jahr zur Veröffentlichung kommt, dürfte daher kein Zufall sein. Es bleibt zu hoffen, daß "Here Be Dragons" richtungweisend für den zukünftigen Sound von TKDE ist, denn in dieser Form ist das Septett aus den Niederlanden noch für die eine oder andere Überraschung gut.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2010 2:16 PM CET


Things Gone Wrong
Things Gone Wrong
Wird angeboten von Bessere_Musik ( 12-24 Tage Lieferzeit aus Kalifornien)
Preis: EUR 35,75

5.0 von 5 Sternen vielschichtig-facettenreiche Elektronik für die Kopfhörer, 30. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Things Gone Wrong (Audio CD)
DETRITUS - "Things Gone Wrong"

Das Spätjahr scheint die große Zeit der Veteranen auf Ad Noiseam zu sein, denn mit David Dando-Moore aka DETRITUS legt ein weiterer langjähriger Kontributor zum Backkatalog des Labels sein neues mittlerweile viertes Album vor. Auf der neuen Scheibe hat Dando-Moore nichts dem Zufall überlassen: Die Struktur lehnt sich eng an die der Vorgänger an, die Tracks punkten daher allesamt mit komplexem Programming und detaillierter Instrumentierung, im Vergleich zum letzten Album Fractured aus dem Jahr 2007 werden aber den melodischen Parts wieder größerer Raum eingeräumt. In diesem Bereich kann DETRITUS seine große Stärke ausspielen, denn die Melodien sind in den Tracks nicht nur harmonisches Füllmaterial zwischen den Drumpatterns, sondern ein elementarer Bestandteil. Ob in reduzierter Version mit wenigen Klavierakkorden oder in voller orchestraler Breite, als dominierendes Element oder als Widerpart zu heftigen Breaks, es sind die Melodien und ihr melancholischer Unterton, die den Longplayer mehr wie einen Soundtrack als ein Elektronik-Album anmuten lassen. Der Titel "Things Gone Wrong", so könnte man argumentieren, hätte nicht irreführender gewählt werden können, denn auf den zwölf Tracks ist nicht der Ansatz eines Fehlers zu erkennen. Vielmehr macht sich sehr schnell der Eindruck breit, daß die Stücke von Dando-Moore noch an Präzision, Vielschichtigkeit und Finesse gewonnen haben. Trotz der teilweise furios nach oben ausschlagenden Tempokurve ist "Things Gone Wrong" ein klassisches Listening-Album, dessen Komplexität und Detailreichtum sich am besten über Kopfhörer entdecken läßt. Als Bonus finden sich neben den neuen Tracks noch zwei Remixes von Labelmate Mothboy, der eine sperrig-beatlastige Version 'Beautiful People Die' beisteuert und von Niveau Zero, der 'Haunted' in ein Dubstep-Brett erster Güte verwandelt. Mit Album Nr. 4 festigt David Dando-Moore seinen Platz in der Elektronik-Oberliga und liefert eine der besten Scheiben der letzten Monate.


Cemetery Road Dead Electroniks
Cemetery Road Dead Electroniks
Preis: EUR 32,26

5.0 von 5 Sternen Dark Ambient trifft Post Rock, 30. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Cemetery Road Dead Electroniks (Audio CD)
WILT - "Cemetery Roads/Dead Electroniks"

James Keeler alias WILT war 2001 verantwortlich für die erste reguläre Album-Veröffentlichung auf dem damals noch in den Kinderschuhen steckenden Berliner Label Ad Noiseam. "Amidst A Spacious Fabric" war ein Dark Ambient-Album, das eine glasklare und vollsynthetische Dunkelheit verbreitete. Diesen bewußt steril-digitalen Sound lotete Keeler auch auf seinen nächsten Releases aus bis 2006 Don Hall als zweiter Mann im Team dazustieß. Mit Hall zogen analoge Klänge in den WILTschen Klangkosmos ein. Zu den dumpfen Drones gesellten sich hallende Gitarrenakkorde in Moll, zur digitalen Dunkelheit organisches Dämmerlicht. Mit diesem angepaßten Konzept und dem resultierenden Album Dark Meadows konnte WILT dann auch seine Fangemeinde deutlich erweitern, neben der Dark Ambient- und Drone-Fraktion wurden auch die Experimental- und Post Rock-Affinen hellhörig. Das neue Album folgt diesem Ansatz und schließt sich nahtlos an den Vorgänger an. Auch hier sind es verfremdete Gitarrensounds und düstere Flächen, die das musikalische Spektrum beherrschen. Schwebend, zeitlupenartig verändern sich die Harmonien und die Klangfarben auf "Cemetery Road" und schaffen so eine rätselhaft-melancholische Atmosphäre. Der gewählte Minimalansatz und die sehr reduzierte Instrumentierung unterstützen diesen Effekt, haben aber auch ihre Tücken, denn bei einigen der Tracks, die mit Laufzeiten bis zu zehn Minuten aufwarten, schleicht sich Monotonie ein, die klar zu Lasten der Aufmerksamkeit geht. Variabler geht es auf "Dead Electroniks", der zweiten CD dieser Doppelveröffentlichung, zu. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens von WILT wurde eine Reihe von Acts mit Originalmaterial versorgt und um neue Interpretationen gebeten. Die Resultate können sich durchweg sehen lassen, denn obwohl recht pfleglich und wenig invasiv mit dem Ursprungstracks verfahren wurde, haben viele der Remixer (darunter Navicon Torture Technologies alias Theologian und die ADN-Labelmates Larvae und Horchata) den Stücken ganz neue Seiten abgewonnen. Von der Radikalreduktion mit eingestreuten Glitchpartikeln über Reworks mit Industrialsounds bis zur Alternativversion mit Breakbeat-Gerüst finden sich viele interessante Ansätze. Für das "Jahr elf" des Bestehens von WILT bleibt zu wünschen, daß sich Keeler und Hall von dieser Diversität inspirieren lassen - dann wird ihr Sound auch noch ein weiteres Jahrzehnt gesucht sein.


Tremens Industry [+Bonus Dvd]
Tremens Industry [+Bonus Dvd]

5.0 von 5 Sternen Sound- und bildgewaltiges Doppel, 29. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Tremens Industry [+Bonus Dvd] (Audio CD)
RAOUL SINIER - "Tremens Industry"

Mit RAOUL SINIER meldet sich einer der produktivsten und sicherlich vielseitigsten Künstler aus dem Ad Noiseam-Lineup zurück an der Veröffentlichungsfront. Der Franzose, bisher eher als Lieferant sperrig-kopflastiger, IDMesquer Tracks bekannt, liefert mit "Tremens Industry" ein überraschend zugängliches, kompaktes Album ab, das nicht nur die Anhänger end-vertrackter Beats ansprechen dürfte. Die 13 Stücke tragen nach wie vor die SINIERs eindeutige Handschrift, die mächtigen Breaks und fett-analogen Sounds sind noch immer präsent, bewegen sich dieses Mal aber in weitgehend linearen Bahnen und die Samplemanipulation und Glitch-Eskapaden sind deutlich in den Hintergrund getreten und lassen dieses Mal den Melodien den akustischen Vortritt. Auf einer Reihe von Tracks kommen zudem Vocals mit eigenen Texten als tragendes Element zum Vorschein, ebenfalls eine Neuerung im Schaffen des Franzosen. Nicht neu ist hingegen, daß das Release auch optisch ein Schwergewicht ist. Waren in der Vergangenheit die von SINIER selbst gestalteten Videos zu seinen Tracks oft nur im Netz zu finden, liegt dieses Mal dem Album eine DVD bei, auf der sich auf 140 Minuten Laufzeit komprimiert die Highlights der visuellen Aufbereitung des Sounds finden. Auch hier gibt sich SINIER äußerst stiloffen: Neben klassischer Videoart in schwarzweiß haben auch 3D-Animationen und Cartoons den Weg auf den Datenträger gefunden. Und so weiß "Tremens Industry" nicht nur musikalisch, sondern auch optisch zu gefallen ' also gleich zwei gute Gründe, im heimischen Regal einen Platz für dieses Doppel zu räumen.


Words Below
Words Below
Wird angeboten von the chocolate factory
Preis: EUR 14,40

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster-hypnotisches Breakbeat-Opus, 29. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Words Below (Audio CD)
DJ HIDDEN - "The Words Below"

Drum&Bass steckt in der Krise. Seit dem großen Hype Anfang des Jahrzehnts hat das Genre so manche Wendung hinter sich gebracht und dennoch befindet man sich seit Jahren auf dem Rückzug vor der Übermacht anderen Breakbeat-Abarten, die mittlerweile die Floors dominieren. Diese Defensive schlägt sich natürlich auch auf Seiten des Angebots nieder: Die Zahl der Veröffentlichungen geht beständig zurück, die Vielfalt leidet und die Qualität der Hochzeiten wird vielfach nicht mehr erreicht - Funktionalität statt Kreativität ist das Gebot der Stunde. Daß in dieser Situation nur noch wenige Artist-Alben veröffentlicht werden und selbst die englischen Schwergewichte des DnB-Zirkus auf die sicherere Option Mixtape setzen, ist wenig verwunderlich. Und dennoch finden sich immer wieder Überzeugungstäter, die den widrigen Absatzprognosen zum Trotz mit eigene Full-lenghts an den Start gehen. Einer dieser Unverbesserlichen ist Noel Wessels aka DJ HIDDEN, der dieser Tage den lange erwarteten Nachfolger zu seinem viel gerühmten Debüt abliefert. Die Erwartungen waren berechtigterweise hoch, denn "The Later After" hat 2007 mit seiner Verbindung von düsteren Breaks und hypnotischen Melodien in vielerlei Hinsicht Maßstäbe gesetzt, die nun auch für das den eigenen neuen Longplayer als Meßlatte dienen. Den Vergleich mit sich selbst braucht DJ HIDDEN mit "The Words Below" jedoch nicht zu fürchten. Das Album ist weniger eine Sammlung von einzelnen Tracks, als vielmehr der Soundtrack zu einem Film noir, der eine dunkel-befremdliche Atmosphäre heraufbeschwört. Technisch präsentiert sich Wessels dabei in Bestform: Die Stücke sind kompakt, perkussiv und variabel, das Amen-Sperrfeuer und die brachialen Breaks der klassischen Darkstep-Tracks finden sich hier nur noch als Artefakte. Jedes Motiv, jedes Sample und jeder Effekt ist mit bedacht gesetzt und dennoch wirkt keines der Stücke clean und überproduziert, sondern kann mit fast organischem Charakter aufwarten. Wie komplex die Tracks angelegt sind, fällt letztlich nur über die Kopfhörer auf, da viele Feinheiten im Sounddesign über große Boxen verlorengehen. Und so ist "The Words Below" trotz aller Floor-Kompatibilität auch ein erstklassiges Listening-Album geworden, das bei jedem Hören neue Details offenbart. Die Scheibe ist ein schlagender Beweis dafür, daß Drum&Bass trotz kreativer Stasis noch nicht tot ist und mit Sicherheit eines der besten Alben des Spätjahrs 2009.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2010 2:10 PM CET


Terminal Static
Terminal Static

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brachialer Dubstep in Bestfrom, 29. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Terminal Static (Audio CD)
BROKEN NOTE - "Terminal Static"

Nichts ist so müßig wie über die Kommerzialisierung von Musik zu klagen. Kaum ist ein Genre dem Untergrund entwachsen und hat eine kritische Masse von Konsumenten erreicht, treten zahlreiche Produzenten auf den Plan um am neuen Hype teilzuhaben. Auch Dubstep ist längst von dieser Dynamik des Markts erfasst worden. Das Breakbeat-Derivat, das noch vor wenigen Jahren nur in englischen Clubs lief, ist mittlerweile weltweit präsent und hat vielerorts Drum&Bass und den NuBreaks den Rang abgelaufen. Mit wachsender Reichweite ist auch die Zahl der Produzenten gewachsen, die den ursprünglichen Sound mit bereits fest am Markt etablierten Stilen wie House oder Hiphop kreuzen und so absatzoptimierte Hybriden ziehen, die ein möglichst breites Publikum ansprechen. Dieser Mechanismus resultiert zumeist in einer Veröffentlichungsflut und der Ausbildung einer stilistischen Monokultur, in der sich "abweichlerische" Releases nur noch schwer durchsetzen können. Umso erfreulicher ist es dann, wenn sich Newcomer bewusst gegen den bestimmenden Trend stellen und eigenständiges Material releasen. Das Beispiel der Stunde ist BROKEN NOTE, ein junges Duo aus London, das mit "Terminal Static" ein Debütalbum abliefert, das so gar nicht anbiedert und trotzdem überzeugt. Die Scheibe fällt aus dem Rahmen weil sie hart, laut und dissonant ist, Attribute, mit denen sich andere Dubstep-Produzenten dieser Tage nur ungern behängen lassen. BROKEN NOTE verstehen sich keineswegs als Fackelträger der reinen Lehre, die metronomartigen, schlurfenden Beats und den Wobble-Bässe der Dubstep-Anfänge sind zwar noch zu erkennen aber dieses Urkonstrukt wurde von ihnen mit Elementen aus Breakcore, Drum&Bass und industrialtypischer Distortion zu einer wirklich gefährlichen Mischung hochgerüstet. Und so sind Track-Titel wie 'Mortal Bass' schon fast wörtlich zu nehmen, hier wird Extremismus im Subbass-Bereich zelebriert, der so manchem handelsüblichen Lautsprecher zum Verhängnis werden könnte. Ganz neu sind die 13 Tracks zwar nicht, denn das Gros der Stücke hat bereits eine Karriere als Vinyl-Release hinter sich. Da die Platten aber nur in kleiner Auflage auf verschiedenen Labels erschienen und mittlerweile nur noch schwer zu bekommen sind, lohnt sich der Griff zu "Terminal Static" allemal. Nicht unterschlagen werden darf natürlich, daß sich zu den Tracks von BROKEN NOTE noch zwei formidable Remixes von Hecq und Enduser (unter dem Alias I Am The Sun) gesellen und die CD so zum absoluten Pflichtkauf machen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2010 11:11 PM MEST


You Are Home
You Are Home
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wasser Oder Wodka?, 6. November 2009
Rezension bezieht sich auf: You Are Home (Audio CD)
MITTEKILL - "You Are Home"

Wenn es um den Titel der konsensstiftenden Platte des Monats geht, dann hätte MITTEKILL mit "You Are Home" sicherlich die besten Chancen, denn daß Medienvertreter verschiedenster Couleur (von taz über De:Bug und Tagesspiegel bis NDR Nachtjournal) in braver Eintracht den gleichen Act mit Lorbeeren überschütten, passiert nicht alle Tage. Dabei kommt die Platte weder besonders hedonismusoptimiert, noch ausgeprägt kopflastig daher - die traditionellen Gründe, von der einen oder anderen der genannten Fraktionen mit Wohlwollen belegt zu werden. Stattdessen präsentieren Friedrich Greiling und Jan Hohmann eine krude Mischung aus Rumpelelektronik, ausgefeilten Rhythmen, glasklaren Synthie-Melodien und deutschen Texten, die lakonisch über die Tracks zitiert werden. Deren Stil und Inhalt erinnern gerne an die Neue Deutsche Welle oder an eine zugedröhnte Version der Hamburger Schule - hier scheint die mit dem Track 'Wasser Oder Wodka' bereits alles beantwortet zu sein. Ungeachtet des teils kryptischen philosophischen Gehalts der Texte kann "You Are Home" mit wunderbaren Tracks aufwarten: 'Italian Superdisco Funkrok' macht seinem Namen als Elektrodisko-Monster alle Ehre und 'Zum Spielplatz' punktet mit sanften Melodien und klassisch-Kraftwerk'esquen Synth-Sounds. Ob das ausreicht, wie im Pressetext vollmundig verkündet, MITTEKILL zu deren Nachfolger zu krönen, darf abgewartet werden.


In Between
In Between
Preis: EUR 14,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eingelöstes Versprechen, 6. November 2009
Rezension bezieht sich auf: In Between (Audio CD)
MAREK HEMMANN - "In Between"

Mit dem ersten eigenen Album die erste Longplayer-Veröffentlichung auf einem Label zu bestreiten ist nicht jedermann vergönnt und so kann es MAEK HEMMANN dann auch als Ritterschlag seitens Freude am Tanzen werten, daß ausgerechnet ihm diese Rolle zukommt. Dementsprechend scheint sich der Thüringer auch ins Zeug gelegt zu haben, denn "In Between" kann sich mehr als nur sehen lassen. HEMMANN, seit zehn Jahren als DJ, Produzent und Remixer aktiv, ist dieser Tage vorallem als Live-Act begehrt und ist Powerbook im Anschlag ständig in ganz Europa unterwegs. Nebenbei hat er sich die Zeit aber genommen, für das Album zehn kompakte Tracks zwischen House und Techno zu entwerfen, die einmal mehr demonstrieren, daß in diesem intensiv beackerten Genre das Wort Abwechslung allen Unkenrufen zum trotz noch nicht ausgedient hat. Ob mit Bossa-Beats, Jazzbläsern oder zuckersüßen Trance-Flächen angereichert oder reduziert groovend, die Tracks sind soulful und funktionieren, sowohl alleine als auch im Album-Kontext - Tool-Techno klingt anders. Neben diversen anderen Tracks findet sich auch die Sommer-Hymne 'Gemini' auf der Scheibe, die bereits vorab als Appetithappen veröffentlicht wurde. Das Versprechen, was mit diesem Teaser gemacht wurde, wird jetzt mit "In Between" eingelöst. Hut ab!


Echoes from Inside
Echoes from Inside
Wird angeboten von SDRC
Preis: EUR 12,15

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reizarm-konservativ, 6. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Echoes from Inside (Audio CD)
SUBSONIC PARK - "Echoes From Inside"

Gut 18 Monate nach dem Debüt unter dem Projektnamen SUBSONIC PARK legen Gariel Le Mar und Alex Azary nach und bringen mit "Echoes From Inside" ihren zweiten Longplayer an den Start. Auf eine stilistische Neuausrichtung haben die beiden Veteranen des Ambient-Genres bewußt verzichtet, statt dessen versuchen sie mit den neuen Tracks ihre Vorstellung von Deeper Ambient Dub-Tech zu konkretisieren und den Brückenschlag zwischen Homelistening und Clubsounds zu festigen. Auffällig ist, daß sie hier im Vergleich zum Erstling "Inner City Codes" von 2008 deutlich näher an gängigen Szene-Standards bleiben und auf experimentelle Sound-Komponenten fast vollständig verzichtet wurde. Die Beschränkung auf verschiedene Dub-Parts, Flächensounds, gerade Drums und konventionelle Arrangements wird dann auch zur Schwäche der neuen Scheibe, die so genauso Anfang der 90er Jahre hätte entstehen können. Verstärkt wird diese reizarm-konservative Wirkung noch durch die lange Laufzeit der Stücke, die zwischen sieben und zehn Minuten liegt. Positiv in Erscheinung treten dann letztlich auch nur die Remixes, bei denen Dritte Hand anlegen durften. Brendon Moeller und Aku Aku deuten an, was mit etwas Intensität aus den Tracks hätte werden können.


Bodymovin
Bodymovin
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 8,62

4.0 von 5 Sternen angehender Exportschlager aus dem Süden der Republik, 6. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Bodymovin (Audio CD)
BODYMOVIN' s./t.

Trotz der Krise der Automobilbauer und des Exodus der Kreativen Richtung Berlin, ist Stuttgart noch immer gut für den einen oder anderen Exportschlager in Sachen Unterhaltungselektronik. Mit DJ Thomilla und DJ Friction finden sich zwei Veteranen der örtlichen Szene zusammen, die längst weit jenseits der (süddeutschen Landesgrenzen Spuren hinterlassen haben. THOMILLA ist seit Jahren zusammen mit Michi Beck (Die Fantastischen Vier) als Turntablerockers unterwegs und aus der deutschen Clubszene kaum mehr wegzudenken, FRICTION ist seit Anfang der 90er als Hiphop-DJ und Producer aktiv und kann sich großer Erfolge als Mitglied der Hiphop-Combo Freundeskreis und als Solo-Künstler rühmen. Da man zudem schon seit Urzeiten befreundet ist und unzählige Male gemeinsam hinter den Decks gestanden ist, war eine Bündelung der unterhaltenden Kräfte eigentlich nur eine Frage der Zeit. Mit BODYMOVIN gehen die beiden nun diese Mission an und mit dem ersten Longplayer auf Moonbootique ins Rennen. In lockerem Elektro-Disco-House-Gewand kommen die Tracks daher, variabel im Tempo, von der minimalen Synth-Pop-Nummer bis zum reinrassigen Uptempo-Dance-Track ist hier alles versammelt, was auf dem Floor funktioniert. Angesichts dieses Debüts kann man es als gesetzt betrachten, daß neben den Turntablerockers bald ein zweites DJ-Tagteam aus dem Süden der Republik als Partygaranten durch die Clubs tingeln werden.


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