Amazon-Fashion Hier klicken Lego City Bestseller 2016 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Fire Shop Kindle AmazonMusicUnlimited GC HW16
Profil für Nico Schmitz > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Nico Schmitz
Top-Rezensenten Rang: 8.771
Hilfreiche Bewertungen: 638

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Nico Schmitz

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
pixel
The Box - Du bist das Experiment.
The Box - Du bist das Experiment.
DVD ~ James Marsden
Preis: EUR 6,23

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Puh, ganz schwierige "Kiste"..., 23. September 2015
Rezension bezieht sich auf: The Box - Du bist das Experiment. (DVD)
Ich würde mich ohne Weiteres zu der Art von Leuten zählen, die schon eine sehr große Spannweite an Filmen gesehen haben.
Sicherlich gab es unter diesen tausenden von Filmen auch ziemlich verrückte Werke (mir fällt jetzt ganz spontan Donnie Darko ein), aber "The Box" sprengt echt komplett den Rahmen!

Der Anfang hat mir zunächst sehr gut gefallen:
Schöne und atmosphärische Einleitung, man kann sich gut mit den Charakteren identifizieren und alles ist leicht nachvollziehbar. Selbst als die mysteriöse Box ins Spiel kommt und sich Familie Lewis mit schwerwiegenden moralischen Fragen auseinandersetzen muss (was ich darüberhinaus sehr interessant fand), blieb alles noch auf dem Boden der Tatsachen...

Dann auf einmal, als hätte ich eine vollkommen andere DVD eingelegt oder meine Flasche Wasser mit irgendwelchen Drogen verwechselt, driftet der Film in eine total andere, gar abstruse Richtung ab; wobei man hier anführen muss, dass der Begriff "abstrus" nicht einmal ansatzweise diese schwachsinnige Handlung charakterisiert:
Wasserportale, Aliens, schwebende Menschen - ich dachte ich gucke hier grade wirklich einen komplett anderen Film.
Dabei wird der Film teilweise so Banane und hat so unfassbar viele Plot-Holes, dass man echt keine Lust hat sich dieses Affentheater weiter anzutun.

Mag ja sein dass viele hier ein Meisterwerk drin sehen, einen deutlich unterschätzten Film:
Ich sehe hier nur eine Geschichte, die sich selbst viel zu wichtig nimmt und extrem viel Wind um nichts macht.
Der Film kriegt im Endeffekt 1,5 Sterne, da mir der Anfang sehr gut gefiel und die moralischen Fragen die der Film aufwirft äußerst interessant sind - allerdings hätte man diese auch weitaus weniger spektakulär behandeln können als es "The Box" tut.


The Babadook ( ) [ Australische Import ] (Blu-Ray)
The Babadook ( ) [ Australische Import ] (Blu-Ray)
DVD ~ Essie Davis
Wird angeboten von DaaVeeDee-DEU
Preis: EUR 21,98

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut pur - man darf mit Schwierigkeiten beim Einschlafen rechnen, 10. Mai 2015
Um meine Gefühle nach dem Abspann in Worte zu fassen:
Es ist schwer wieder in der Realität anzukommen - nur sehr selten schaffen es Horrorfilme einen so in ihren Bann zu ziehen.

"The Babadook" klingt storytechnisch wie ein typischer "Haunted House" Geisterfilm mit ein paar Momenten zum erschrecken, hat damit aber kaum etwas zutun.
Nach langer Zeit hat es ein Film aus diesem Genre wieder geschafft, in erster Linie Wert auf eine fesselnde Story zu legen. Denn:
Was hier im Vordergrund steht ist weniger das "Monster", sondern viel mehr der Alltag von Amelia und ihren Sohn Samuel, welcher an für sich schon genug Horror beinhaltet.
Besonders die schwierige Beziehung der beiden und deren Entwicklung ist das zentrale Thema.
Das Monster, bzw. der Babadook wird deshalb erst viel später eingeführt und wirkt dadurch eher wie eine Randfigur, was ich persönlich sehr interessant fand.
So behält der Film ein äußerst angenehmes Erzähltempo und führt gekonnt seine Charaktere ein, als gleich zu Anfang das gute Pulver zu verschießen.

Genauso interessant ist die Art und Weise wie der Babadook dargestellt wird:
Man bekommt den Babadook nie wirklich zu sehen, viel mehr existiert er durch die Atmosphäre. Es scheint so als ob er sich in jeder Ecke, jedem Winkel und generell überall da zu befinden scheint, wo auch Amelia und Samuel sind.
Er liegt wie ein Schatten auf den Charakteren und so beschleicht einen ständig das Gefühl, dass jedem Moment etwas passieren könnte - der Puls lief bei mir jedenfalls von Anfang bis Ende auf Hochtouren.
Dadurch wird das Monster allerhöchstens als Silhouette dargestellt und lässt mir als Zuschauer viel Raum für eine eigene Interpretation, was für mich ein großer Pluspunkt in Horrorfilmen ist.

Auch die musikalische Untermalung und die Geräusche mit denen "The Babadook" arbeitet harmonieren wunderbar mit den Bildern die Jennifer Kent entwirft, wodurch der Film sowohl durch seine Story, als auch durch die Umsetzung in Bezug auf die Schauspieler, die Bilder und die Musik sein volles Potenzial ausschöpfen kann.
Umso unglaublicher ist es, dass dies hier Jennifer Kents Erstlingswerk ist.

Fazit:
Ich bin wirklich sehr beeindruckt von "The Babadook", es wird schwer werden diesen Film zu toppen. Nach lang Zeit steht vor allem die Geschichte und die Materie dahinter im Vordergrund, als dass man hier einfach nur mit Jumpscares und Gruselmomenten um sich wirft.
Jedoch muss ich schwachen Gemütern hiervon abraten, denn selbst ich als eingefleischter Horror-Fan empfinde das hier als richtig harten Tobak.
Man kann es auch einfacher ausdrücken, wie "Exorzist"-Regisseur William Friedkin sagte:
"Ich habe noch nie einen gruseligeren Film gesehen."


American Sniper [Blu- ray] [Blu-ray]
American Sniper [Blu- ray] [Blu-ray]
DVD ~ Bradley Cooper
Preis: EUR 8,99

86 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Actionspektakel der Extraklasse oder doch plumper Propaganda-Film?, 8. April 2015
Bei "American Sniper" kommt es wie bei jedem anderen Film nur darauf an, wie man letzlich an ihn rangeht.
Lässt man sich nun von der Action berieseln und blendet alles weitere aus, oder bezieht man so etwas wie Fakten und Tatsachen, sowie die Botschaft des Films mit in die Bewertung ein?

Wenn man "American Sniper" lediglich als Blockbuster ansieht und so tut als basiere er NICHT auf einer wahren Geschichte, dann ist der Film ganz großes Kino, brauch man sich nicht drüber streiten:
Action, Story, Charaktere, Musik, Settings, Effekte, besonders Schauspieler - alles einfach top, kein Grund zur Diskussion.

Geht man den Film allerdings etwas logischer an und beschäftigt sich mit der Materie dahinter, bekommt das Endprodukt im Nachhinein einen sehr bitteren Beigeschmack:

Das erste Problem ist die Tatsache, dass "American Sniper" auf Chris Kyles Biographie beruht, die er selbst geschrieben hat. Zunächst nicht schlimm, wenn sich nicht heraus gestellt hätte, dass nachgewiesenermaßen Passagen in seiner Biographie schlicht und einfach gelogen und von ihm selbst ausgedacht waren.
Das macht es für mich schon von vorneherein unmöglich, wenn ich mich mit diesem Thema auseinandersetze, zwischen Wahrheit und Fiktion im Film zu unterscheiden, was beim Prädikat "beruht auf einer wahren Begebenheit" doch eher unangenehm aufstößt.

Das andere Problem ist, und da bin ich von Regisseur Clint Eastwood maßlos enttäuscht, die stumpfe Gut-Böse-Konstellation und der extreme Patriotismus der besonders heraus sticht :
Es handelt sich hier um einen Mann, Chris Kyle, der in seiner Autobiographie alle Iraker als "Bestien, Barbaren und Wilde" bezeichnet, den Irakkrieg für "notwendig" und sogar "gut" hält und einen Mann, der sich nicht dafür schämte seine "Freude am Töten" kund zu geben.
Dass man dann, wenn wir uns mit den Hintergründen von "American Sniper" und dem "wahren" Chris Kyle beschäftigen, die Taten eines solchen Mannes als absolut in Ordnung hinstellt und nichts aber auch gar nichts hinterfragt, finde ich das einfach nur naiv.

Jeder hat eine andere Meinung zu diesem Thema und das ist auch vollkommen in Ordnung und darüber lässt sich gerne diskutieren, aber dass der Film wirklich gar keine differenzierte Meinung zu diesem Thema bietet, außer dass jeder Iraker ein potenzieller Terrorist, ebenso wie jeder Amerikaner ein Held ist, ist doch mehr als nur schwach.

Fazit:
Um sich von der Action berieseln zu lassen und schlicht und einfach unterhalten zu werden eignet sich "American Sniper" sehr gut, gar keine Frage, rein vom Unterhaltungswert ist dieses Produkt ohne Weiteres 5 Sterne wert..
Wenn man sich allerdings eine differenzierte Meinung zu diesem Thema einholen will und auch die Kontroversen des Irakkriegs ein bisschen unter die Lupe nehmen will, eignet sich dieser Film überhaupt gar nicht dafür.
Man hätte hier ein tolles Zeichen setzen können und der amerikanischen Politik und Wirtschaft mal richtig eins auf die 12 donnern können - stattdessen kommt dabei ein einseitiger und patriotischer Propaganda-Film heraus, der ein solches System nur noch mehr in den Himmel lobt und mir daher, durch meine persönliche Meinung zu diesem Thema, eher negativ im Gedächtnis bleiben wird.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2015 5:03 PM MEST


Fast & Furious 7
Fast & Furious 7
DVD ~ Paul Walker
Preis: EUR 7,46

22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vom Klassiker zum Mainstream-Blödsinn, mit dennoch herzergreifendem Ende!, 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Fast & Furious 7 (DVD)
Fast & Furious gehört für mich zu einer der wenigen Filmreihen mit denen ich groß geworden bin. Jeder wird es mir vermutlich nachempfinden können wenn ich sage, dass der erste Teil und überhaupt die komplette Reihe eine ganze Generation geprägt haben. Umso trauriger macht es mich zu sehen was aus der einstig kultigen Serie für ein Mainstream-Blödsinn geworden ist.

Wir finden uns zu Anfang in einem Krankenhaus wieder, in dem Deckard Shaw seinen kleinen Bruder Owen Shaw "besucht", welcher im sechsten Teil außer Gefecht gesetzt wurde und sich nun im Koma befindet. Die Kamera schwenkt um und wir sehen ein vollkommen zerstörtes Krankenhaus, wobei sowohl das Personal als auch alle Wachleute eliminiert wurden, alles offenbar in Auftrag gegeben von Deckard Shaw. Alleine hier schon frage ich mich:
Wieso?! Wieso metzelt ein Spezialagent, der doch nun alles andere als dumm ist nehme ich an, nicht nur das Pflegepersonal seines Bruders nieder, sondern zerstört auch gleichzeitig das Krankenhaus, in dem selbiger liegt. Wo ist da bitte der Sinn?

Gerade einmal 5 Minuten später sehen wir eine Szene, in der sich Luke Hobbs und Dereck Shaw einen Zweikampf liefern, wobei Dereck Shaw sich mithilfe eines Holztisches (!) vor einer Miene rettet, die beinahe die komplette Etage des DSS-Quartiers in die Luft sprengt. Shaw selbst trägt natürlich keinen Kratzer davon.
So oder so ähnlich ist es auch kurze Zeit später, als sich Mia und Dom Torretto vor einer Bombe retten, welche zwar ein komplettes Haus neben ihnen in die Luft jagt, aber den sich 3 Meter weiter befindenden Protagonisten ebenfalls keinen Kratzer anhaben kann.

Ich brauche keine weiteren Beispiele zu geben, so oder so ähnlich geht das ununterbochen weiter. Eine Frage lies mich den kompletten Film über nie los:
Wann ist diese Reihe zu dem geworden was sie heute ist?
Dass Actionfilme wie Fast & Furious keine wissenschaftlichen Werke sind, das sollte jedem bewusst sein, aber dass die Reihe nicht nur nicht enden will, sondern von Teil zu Teil immer hirnrissiger wird, gibt mir als treuem Fan doch schwer zu denken.
Das Schlimmste für mich ist aber, und das ist der Hauptgrund wieso ich mich kaum mit den neuen Teilen anfreunden kann, dass man sich weitestgehend von den Anfängen entfernt hat:
Damals ging es um Autorennen, coole aufgemotzte Karren und natürlich auch um Action, die aber einigermaßen auf dem Boden der Tatsachen blieb. Die alten Teile hatten und haben heute noch Originalität und Wiedererkennungswert.
Genau diese zwei Eigenschaften fehlen den neuen Teilen der Reihe allerdings komplett.

Fazit:
Stechen Filme wie "Fast and Furious 7" in einem Zeitalter von "Transformers", "Teenage Mutant Ninja Turtles" oder allgemein übertriebener Action, aus der Masse hervor?
Wohl kaum - sie passen sich lediglich den Standards an.
Rein inszenatorisch und effekttechnisch ist der Film zwar gut gemacht, aber auch das hilft nicht um die doch teils sehr ermüdenden Actionszenen und schwache Story zu überstehen.
Der einzige Grund sich den siebten Teil der Reihe anzusehen, besteht meiner Ansicht nach im Ende:
Hier muss ich trotz allem mein Lob aussprechen, sogar weinen musste ich, dank einem so ergreifendem und gefühlvollem Schluss, der besser ist als der ganze Film selbst.

Eine Reihe die immer mehr in den Mainstream abdriftet und doch mit dem Ende bewiesen hat, das es auch ganz anders hätte gehen können!
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2015 11:18 AM MEST


Birdman [Blu-ray]
Birdman [Blu-ray]
DVD ~ Michael Keaton
Preis: EUR 7,29

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Frage ein gewagtes Projekt, das nicht für Jedermann geeignet ist!, 6. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Birdman [Blu-ray] (Blu-ray)
"Birdman" löste bereits lange vor seinem Kinostart einen riesigen Hype aus:
Kritiker gaben überwiegend gute Resonanzen, sogar auf "rottentomatoes.com" erreichte der Film eine Wertung von über 93% positiver Bewertungen, heiß diskutiert waren vor allem die zahlreichen Oscar-Nominierungen.
Da fragt man sich doch ganz klar:
Was muss das für ein Film sein der so einen mächtigen Wirbel auslöst?
Zunächst lässt sich auf jeden Fall feststellen, dass "Birdman" (verständlicherweise) nicht für Jedermann geeignet ist.

Das wohl Beeindruckendste und überhaupt charakteristische Merkmal des Films ist die (scheinbar) riesige Plansequenz, durch die die Geschichte rund um "Birdman" verbildlicht wird. Alleine hier schon scheiden sich die Geister:
Die einen sind ganz und gar überwältigt von diesem Projekt, welches aus dem Kopf von Meisterregisseur Regisseur Alejandro González Iñárritu entspringt, die andere Partei hingegen findet gerade diese Plansequenz ist das größte Problem und ausschlaggebend für die Langeweile, die über die knappen 119 Minuten Lauflänge, immer wieder aufkommt.
Auch wenn ich selbst zugeben muss, dass hier die ein oder andere Länge aufkommt, ist diese offenbar schnittlose Plansequenz etwas sehr einmaliges, aber auch gewagtes und gerade für diesen Einfall erntet "Birdman" meinen vollsten Respekt.

Worauf es hier aber vor allem ankommt ist eine Sache, die vielen Menschen sehr negativ aufstößt und vermutlich ausschlaggebender Grund für viele schlechte Bewertungen ist:
"Birdman" lässt sehr viele Fragen offen. Zwar versteht er sich selbst weniger als Kunstfilm, greift dennoch auf eine eher metaphorische Visualisierung des Geschehens zurück.
So ist es dem Zuschauer stets selbst überlassen, wie er etwa die telekinetischen Kräfte Micheal Keatons, a.k.a. Riggan Thomson interpretiert, ebenso wie den verrückten Flug durch die Straßen von New York oder gar das mehr als fragwürdige Ende.
Hier ist "Birdman" auf die Kooperation, bzw. die Interpretation des Zuschauers angewiesen und gerade darin bestand für mich der Reiz, wo andere gähnend im Sessel sitzen.

Der Grund wieso man hier so viele Oscar-Nominierungen raushaut ist schlicht und einfach der, dass die Academy vermutlich ein Stück von sich selbst im Film gesehen haben. Die Angst, unwichtig zu sein und damit ist diesem riesigen Koloss der Schauspiel-Industrie unterzugehen, wird hier vielseitig und, noch wichtiger, authentisch rübergebracht.
Gerade diese Thematik in einem Film zu behandeln, wodurch sich alle Schauspieler ein Stück weit selbst spielen, vor allem Michael Keaton der lange Zeit von der Bildfläche verschwunden war, finde ich auch sehr originell und inspirierend.
Besonders Emma Stone hat hier einen sehr wesentlichen Auftritt, der mir bis jetzt noch im Gedächtnis geblieben ist.

Man merkt schon, dass "Birdman" ein besonderer Film ist - und da "besonders" eben weniger für die breite Masse spricht, sind die gleichermaßen positiven wie negativen Bewertungen durchaus verständlich.
Von meiner Seite aus bin ich sehr beeindruckt und gerade Michael Keaton, der hier die Glanzleistung seiner Karriere abliefert, ist spätestens jetzt wieder rehabilitiert.

9/10 Punkte für eines der interessantesten Projekte der letzten Jahrzehnte.


[ Rec]
[ Rec]
DVD ~ Manuela Velasco
Preis: EUR 3,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sogar heute noch meilenweit voraus!, 1. März 2015
Rezension bezieht sich auf: [ Rec] (DVD)
"[REC]" war damals einer meiner ersten Horrorfilme die ich überhaupt gesehen habe und bis heute kann ich sagen, dass das ein sehr bequemer Einstieg in die Horror-Community war.
Bis heute ist der Film absolut originell, toll inszeniert und sau spannend bis zur letzten Minute und kann meiner Meinung nach sogar mit den ganz Großen in diesem Genre mitmischen.
Jeder der guten Horror für kleines Geld (aktueller Preis: 5,99 Euro) haben will, sollte hier definitiv zugreifen, denn hier kann man als Genre-Fan sicher nix falsch machen.

Ich rate allerdings jedem von den Nachfolgern ab, die sind nämlich mehr als nur grottenschlecht...


When Animals Dream [Blu-ray]
When Animals Dream [Blu-ray]
DVD ~ Sonja Suhl
Preis: EUR 7,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einfach zu wenig..., 5. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: When Animals Dream [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bin mit sehr niedrigen Erwartungen an "When Animals Dream" gegangen und betrachtete ihn mehr so als Geheimtipp und kleine Überraschung für Zwischendurch, als mit einem totalen Überflieger zu rechnen.
Im Endeffekt ist es recht schwer sich hier für eine positive oder negative Bewertung zu entscheiden, da der Film einige Dinge unvergleichlich gut meistert und andere Dinge einfach nur grandios vergeigt.

"When Animals Dream" möchte, und dessen bleibt er sich treu, ein stiller Film mit wenig Dialog sein, wobei hauptsächlich die Geschichte, sowie die darin handelnden Charaktere und deren Entwicklung im Vordergrund stehen.
Allerdings, damit dieses Konzept aufgehen kann, ist eine tiefsinnige, vielschichtige und überraschungsreiche Story nötig.
Das grundlegende Problem besteht leider darin, dass der Film genau das nicht hat, sondern eher aus einem Wirrwarr von vielen kleinen Nebenhandlungen besteht.

So ist die körperliche Entwicklung Maries als Hauptthema angesetzt, wird jedoch ständig unterbrochen durch eine klischeehafte Liebesgeschichte, eine tragische Familiengeschichte und eine Geschichte über ein Dorf, das sich gegen selbige Familie verschworen hat.
Der Ansatz der hier versucht wird ist nicht schlecht, allerdings gerät die Hauptgeschichte viel zu stark in den Hintergrund und man versucht alles in 84 Minuten Laufzeit zu pressen, wodurch der Ablauf der Geschichte relativ schnell chaotisch wird.
Der Knackpunkt, Leitfaden oder zumindest ein gewisser "Aha"-Effekt bleibt damit weitestgehend verborgen.

Fazit:
Mit glaubwürdigen Charakteren und authentischen Darstellern, qualitativ und technisch hochwertiger Aufmachung, sowie atmosphärisch dichter Grundstimmung kann "When Animals Dream" zwar punkten und hat sich seine 2 Sterne allemal verdient, hingegen reicht das nicht vollends aus um daraus einen guten Film zu machen.
Man setzt hier weniger auf Dialoge sondern mehr auf Stille, die Wirkung der Geschichte und ein angenehmes Erzähltempo.
Leider ist die Story so dünn gehalten, dass nicht viel zu erzählen bleibt und somit die Stille, die schon von Anfang an vorherrscht, einfach überdauert.
Die Enttäuschung hält sich durch die niedrig angesetzten Erwartungen selbstverständlich in Grenzen.

2 von 5 Tiere, die sich doch hätten trauen sollen, etwas mehr zu träumen.


American Horror Story: Coven (Die komplette dritte Season) [4 DVDs]
American Horror Story: Coven (Die komplette dritte Season) [4 DVDs]
DVD ~ Jessica Lange
Preis: EUR 12,01

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Relativ klanglose Fortsetzung..., 4. Januar 2015
Als im Jahr 2011 die erste Staffel American Horror Story rauskam, habe ich diese innerhalb weniger Tage verschlungen.
Aufgrund des Erfolges erschien ein knappes Jahr später gleich der Nachfolger "Asylum", welchen ich ebenfalls binnen kurzer Zeit aufgesaugt habe.
Die allgemeine Problematik dieser Serie ist es, eine weitverzweigte Geschichte, mit also vielen kleinen Nebenhandlungen zu kreieren, ohne dabei die eigentliche Hauptgeschichte aus den Augen zu verlieren.
In den beiden Vorgängern hielt sich das noch in Grenzen, in der dritten Staffel "Coven" ist allerdings ein völliges Durcheinander entstanden...

Die Story rund um "Hexen" und mystische Sachen fand ich beim ersten Hören sehr interessant und als Fan der Serie wollte ich mir natürlich auch diese Staffel nicht entgehen lassen. Allerdings ist die ansprechende Grundgeschichte noch lange kein Indiz für ein ebenso hochwertiges Endprodukt. Bei der Umsetzung hapert es nämlich an einigen Stellen gewaltig.

Was sehr schnell auffällt, ist dass quasie alle Charaktere zu oberflächlich und stereotypisch gezeichnet sind. Kaum ein Charakter bietet Identifikationspotenzial oder man fühlt sich irgendwie betroffen, wenn einen der selbigen das Zeitliche segnet. Mir persönlich war einfach jeder egal.
Demnach sind die weiblichen Hauptpersonen zwar schön anzusehen, mehr aber auch nicht.
Ebenso flach wie die Charaktere, bleibt auch die Spannungskurve der Staffel:

Horrortechnisch agiert man hier recht vielseitig und auf hohem Niveau, wohingegen sich die Handlung vergleichsweise wie ein unendlich langer Kaugummi in die Länge zieht und sich "Coven" so in ständig in Redundanz verliert. Die komplette Story würde nämlich ohne Probleme auf einen Bierdeckel passen, allerdings bläht sich die Staffel durch immer wieder unnötige Nebenhandlungen auf, wodurch der Kern der Geschichte oftmals in Vergessenheit gerät.

Beispielsweise sind Geschichten wie die über "Delphine LaLaurie" oder "Marie Laveau" an für sich sehenswert, da diese Personen tatsächlich gelebt haben, allerdings trägt es kaum bis gar nicht zum Voranschreiten der "Hexengeschichte" bei.
Solche kleinen Horrorgeschichten als Nebenhandlung sind zwar nett gedacht und sorgen das ein oder andere Mal für Grusel, allerdings wird dabei oft der eigentliche Fokus aus den Augen gelassen und das macht es schwierig, einen Bezug zum wesentlichen Hauptthema zu bekommen.

Fazit:
"Coven" ist in Relation zu seinen Vorgängern sicherlich die schwächste Staffel von allen, als eigenständiges Produkt wäre es ganz klar unter dem Durchschnitt - die Konkurrenz ist nämlich groß.
Technisch und personenbezogen hübsch anzusehen und oft schafft man es ein beklemmendes Gefühl zu erzeugen, allerdings gerät der rote Faden mehrfach in Vergessenheit und man versucht möglichst viel Stoff in kurzer Zeit zu verarbeiten, obwohl es einerseits der Geschichte überhaupt nicht zugute kommt und das Publikum zum anderen nach gewisser Zeit überhaupt nicht mehr so recht weiß, worum es in dieser Staffel überhaupt geht.

2 von 5 Sterne für ein gutes Horror-Feeling, aber zu viel Kuddelmuddel.


Dark Skies - Sie sind unter uns [Blu-ray]
Dark Skies - Sie sind unter uns [Blu-ray]
DVD ~ Josh Hamilton
Preis: EUR 7,29

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Wirbel, leider zu wenig dahinter..., 3. Januar 2015
In den letzten paar Jahren gab es einen enormen Zustrom an Horrorfilmen, welcher nur an den wenigsten vorbeigegangen sein dürfte. Setzt man sich nur halbwegs mit diesem Genre auseinander, so wird man schwer um das Thema "paranormale Aktivität" herumkommen.
Mittlerweile ist dieser Begriff aber bei Weitem nicht mehr so interessant wie er einmal war und die Horrorgemeinde ist hungrig nach neuen Ideen.
"Dark Skies" versucht genau diesen Wunsch zu befriedigen, gelingen tut es dem Film aber nur bedingt:

Ein großes Problem von "Dark Skies" ist es zunächst, einen unglaublichen Zeitaufwand für einen beinahe irrelevanten Aufbau der Story zu erfordern. Dabei ist knapp die Hälfte der Laufzeit vergangen und ich bin genau so schlau wie vorher. Das ist mehr einschläfernd als fesselnd.

Eine weitere Komplikation besteht darin, dass der Film mehr sein will, als in Wirklichkeit dahinter steckt. Hier wird nämlich probiert, ein an sich originelles Thema mit dagegen vollkommen angestaubten Klischees zu vereinen, tut dabei aber so, als würde man das Rad neu erfinden.
So ist das Thema rund um die Außerirdischen, fernab von irgendwelchen Gruselhäusern und Teufelsaustreibungen, relativ unverbraucht und macht an sich Lust auf mehr, nervig wird es dann aber wenn das jüngste Kind der Familie (wie immer) sonderbare Albträume hat, die in Verbindung mit den seltsamen Vorkommnissen stehen oder der Vater auf die ganz neuartige Idee kommt (gähn), das ganze Haus mit Kameras vollzukleistern.

Man merkt schnell in welche Richtung "Dark Skies" zu gehen versucht:
Ein glaubwürdiger, aber vor allem innovativer Genre-Geheimtipp. Allerdings kommt der Film mehrmals vom Weg ab und bedient sich längst abgestumpfter Schablonen aus bereits bekannten Horrorfilmen und hat so im Endeffekt deutlich weniger zu bieten, als er sich selbst zutraut. Eine originelle Story reicht also noch lange nicht aus, um auch einen originellen Film zu schaffen.

Fazit:
Ein technisch gut gemachter, schauspielerisch auch sehr gelungener und atmosphärisch brauchbarer Film, der sich selbst allerdings durch einschläfernde Klischees und einen wenig ausgefallenen Schluss, mehrmals ins Knie schießt.
Das Problem ist, dass das Konzept der Grundgeschichte zwar auf den ersten Blick fesselnd ist, die Umsetzung im Gegensatz dazu aber schmucklos bleibt.

2 von 5 Außerirdische, die bei diesem Anblick eher den Heimweg antreten, als sich unterhalten zu fühlen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2015 11:04 AM MEST


The Proposition - Tödliches Angebot
The Proposition - Tödliches Angebot
DVD ~ Guy Pearce
Preis: EUR 5,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit, 1. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: The Proposition - Tödliches Angebot (DVD)
Wenn mich jemand fragen würde, was "Western" für mich bedeutet, dann würde ich ihm entweder "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "The Proposition" empfehlen. Obwohl sich beide Filme in ein paar Aspekten recht ähnlich sind, ist "The Proposition" mit seiner kompromisslosen Härte, seinem angenehmen Erzähltempo und der tiefgründigen Geschichte und allen darin handelnden Charakteren ungeschlagen.

Es geht um Menschen, die auf der verbitterten Suche nach Gerechtigkeit nichts weiteres als Schmerz finden und jeder sich klar werden muss, dass niemand auf diesem dunklen Pfad als Sieger hervorgehen wird.
Menschen, die sich lieben und doch abgrundtief hassen, die alle Gefahren gemeinsam beschreiten und doch vollkommen auf sich allein gestellt sind und jene, die sich in dieser kaputten Welt zurechtgefunden haben und doch ihren ganz eigenen Weg gehen.

Die Story die Drehbuchautor Nick Cave hier geschaffen hat ist nicht in ein typisches Western-Schema einzuordnen, da es weder Gute noch Böse in dieser Geschichte gibt. Cave erschafft Charaktere, die von starken Widersprüchen gekennzeichnet sind und so jeder böse, als auch gute Absichten verfolgt.

Die Visualisierung seitens John Hillcoat verdeutlicht genau die Attribute, die einer solchen Welt zugrunde liegen:
Dreckig, brutal und doch auf eine komische Art und Weise wunderschön.
Mit traditioneller Westernmusik vermittelt Cave, auch wenn dieser Film nicht der typische Western ist, dennoch ein gutes und altbekanntes Feeling für Genre-Fans und rundet damit diesen ohnehin schon sehr gelungenen Film wunderbar ab.

Fazit:
"The Proposition" ist ganz starkes Kino und geht von der ersten Minute an unter die Haut.
Hier nimmt man sicherlich kein Blatt vor dem Mund und der Film hätte auch ohne Weiteres eine FSK 18 bekommen können.
Das Tolle hierbei ist, dass sich Western-Fans endlich mal wieder auf einen originellen Streifen freuen können, der nicht auf das typische Gut-Böse-Schema zurückgreift, sondern die Welt so zeigt wie sie ist:
Kompromisslos, hart und unberechenbar.
Absolute Weltklasse was hier geschaffen wurde!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9