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Beiträge von Don Pedro
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Rezensionen verfasst von
Don Pedro

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Sanctuary
Sanctuary
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Ein wunderschöner Zufluchtsort, 19. März 2017
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Rezension bezieht sich auf: Sanctuary (MP3-Download)
Die 17-jährige Hope Russell-Winter lässt uns mit dieser wunderschönen Klavierballade teilhaben an ihrem Sanctuary, also ihrem Zufluchtsort. Die Streicherpassagen sind äußerst geschmackvoll inszeniert. Zum Dahinschmelzen ist es, wie Hope die Bandbreite ihrer bezaubernden Stimme einsetzt von fragil und verletzlich bis zu kraftvoll gesungenen Tönen. Dieses Sanctuary teilt man gerne mit ihr.

Insgesamt zwei EP hat die sympathische Hope in einem noch jüngeren Alter schon veröffentlicht. Ich hoffe, daß sie sich von der Musikindustrie nicht zu sehr vereinnahmen lässt und in Zukunft ein komplettes Album in ihrem eigenen Stil herausbringen wird.


Optimist - EP
Optimist - EP
Preis: EUR 5,16

5.0 von 5 Sternen Großes jugendliches Songwriter Talent, 19. März 2017
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Rezension bezieht sich auf: Optimist - EP (MP3-Download)
Mit jugendlichen 15 Jahren hat Hope Russell-Winter aus England die 4 Lieder auf dieser EP geschrieben und eingespielt. Sparsam instrumentiert - sie begleitet sich selbst auf dem Piano - singt Hope mit glockenreiner und warmherziger Stimme. Einfach mal in das erste Lied Ghost reinhören, dann weiß man, welches Goldkehlchen hier aufgetaucht ist. Wer die frühen Stücke einer Birdy oder einer Gabrielle Aplin mag, wird sich auch für Hope begeistern können. Auf Youtube hat sie schon zahlreiche herausragende Coverversionen veröffentlicht. Schon mit 13 hat sie ihre erste EP namens Acoustic mit Eigenkompositionen (!) veröffentlicht, welche leider nicht auf Amazon verfügbar ist. Also ein Riesentalent!

Ich möchte jedenfalls die äußerst sympathische Hope mit ihrer bezaubernden Stimme nicht mehr missen.


Warriors
Warriors
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Leicht melancholischer Indiefolk, 21. November 2016
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Rezension bezieht sich auf: Warriors (MP3-Download)
Inzwischen sind schon wieder einige Jahre vergangen, seit die australische Songwriterin Lisa Mitchell mit ihrem Neopolitan Dreams in der Telekom Werbung präsent gewesen ist und uns mit ihrem starken Debütalbum Wonder beglückt hat.

Zwei Alben weiter hat Lisa immer noch diese fragile Mädchenstimme und wirkt oftmals leicht schüchtern. So hatte ich das auch wahrgenommen, als ich sie im vergangenen Jahr live in London habe spielen sehen. Aber genau das macht ihren Charme aus. Sie hat eine dieser Stimmen mit besonders hohem Wiedererkennungswert, welcher ich stundenlang zuhören kann.

Bis jetzt war es immer eine Mischung von Gitarren und Pianoklängen, die ihren Sound ausgemacht hat. Auf Warriors kommen Synthesizer und elektronische Beats verstärkt zum Einsatz.

Laut eigener Aussage geht es im neuen Album viel um Erinnerungen aus Lisa's Kindheit. Dieser nostalgische Rückblick spiegelt sich in den Texten wieder. In dem wunderschön atmosphärischen Stück Boys zum Beispiel singt sie über die Jungs aus ihrer Jugendzeit. Nostalgie pur! In Warhol beschwört sie den großen Popart Künstler Andy Warhol: "Warhol I need you here".

Ebenfalls sehr schön und stimmungsvoll zum Reinhören: I remember love, Unravelling und Josephine. Zu meinen Lieblingssongs auf diesem Album gehört What Is Love, spätestens seitdem Lisa dieses Lied bei ihrem kürzlichen Konzert in Berlin so wundervoll solo nur mit Akustikgitarre dargeboten hat. Nicht zu vergessen ist dann noch die zarte Ballade Where You Are, bei der sie die leisen Töne so schön beherrscht.

Etwas blass bleiben nur der Titelsong und das letzte Stück, aber die restlichen 8 Songs sind wirklich vom Feinsten !


What If We Never Forget
What If We Never Forget
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholische Lieder passend zum Herbst, 6. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: What If We Never Forget (MP3-Download)
Hinter Avec verbirgt sich die erst 20-jährige Songwriterin Miriam Hufnagl aus Österreich. Mit „What If We Never Forget“ hat sie jetzt ein starkes Debütalbum herausgebracht.

Die Lieder haben alle einen stark melancholischen Grundton und sind sehr intim und persönlich gehalten. Avec besitzt aber auch eine außerordentlich berührende Stimme. Es genügen nur wenige Töne und schon hat sie einen an der Angel und man kommt da nicht mehr so schnell runter. Dazu sind die Texte von hoher Qualität und immer sehr authentisch.

3 Stücke hatte Avec schon ein Jahr früher auf einer EP veröffentlicht und sie ist damit in Österreich schon für einige Auszeichnungen nominiert worden: Heartbeats, Granny und Dead.

Auf Granny singt sie sehr persönlich über die Alzheimer-Erkrankung ihrer Großmutter. Dieser Song hat auch einen gewissen Bekanntheitsgrad durch den Einsatz in einem deutschen TV-Sender (ich glaube es war RTL).

Der Song, bei dem es mich zerreißt ist Nfyt (=never forgiving you this). Zum Stein-Erweichen schööön ! Hierzu gibt es auch auf YouTube ein bezauberndes Video im Retrostil a la Lana del Rey.

Weitere Top-Favoriten sind Dead und Shadows. Aber auf diesem Album gibt es keinen einzigen Ausreißer, alle Lieder sind absolut hörenswert. Welch ein unglaubliches Debüt eines jungen Talents!


Babes Never die
Babes Never die
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Schottisches Power-Duo, 6. November 2016
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Rezension bezieht sich auf: Babes Never die (Audio CD)
Das weibliche Power Duo aus Glasgow hat 2 Jahre nach ihrem tollen Debütalbum einen würdigen Nachfolger veröffentlicht. Es wird noch weiter perfektioniert, was Honeyblood auszeichnet: diese Mischung aus dem rauen rockorientierten Garagensound der Gitarre, den energetischen Drums und den melödiösen, eher poporientierten Vocals. Bandchefin Stina Tweeddale hat ein Händchen für catchy Melodien und obendrein hat sie noch diesen – wie ich finde - charmanten schottischen Akzent.

Letztes Jahr habe ich Honeyblood live in London spielen gesehen und was die da abliefern ist Power pur. Drummerin Cat Myers trommelt sich die Seele aus dem Leib und das fast während des ganzen Konzerts. Ein absolut durchtrainiertes fittes Mädel. Oh ja, Babes never die, dieser Spruch passt vorzüglich auf die beiden sympathischen Mädels von Honeyblood.

Die 3 größten Kracher auf dem neuen Album, das sind der Titelsong „Babes Never Die“, „Ready For The Magic“ und „Sea Hearts“, haben Honeyblood ja schon vorab veröffentlicht und da haben sie schon gewusst warum. Das ist der pure Honeyblood-Sound: volles Tempo ohne Zeit zum Luftholen und am Schluß wiederholt man gerne den jeweiligen Song.

Kaum nachstehen tun die beiden Lieder „Justine, Misery Queen“ und „Sister Wolf“. Auch hier stellt beim Abhören ein fettes Grinsen im Gesicht ein. Langsam beherrscht Honeyblood aber auch, wie die schöne Ballade „Cruel“ zeigt. Etwas zu blass und durchschnittlich bleiben die 3 Nummern „Walking At Midnight“, „Hey Stellar“ und „Gangs“

Mit "Outro" klingt das Album rein instrumental aus. Ein entspanntes Stück Musik, in dem – absolut atypisch für Honeyblood - die gute alte Blockflöte den Ton angibt.


MY WOMAN
MY WOMAN
Preis: EUR 9,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angel wird immer besser, 5. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: MY WOMAN (MP3-Download)
Im Vergleich zum hervorragenden Vorgängeralbum „Burn Your Fire For No Witness“ hat Angel Olsen noch einen drauf gelegt und ihren eigenen Stil bestens weiterentwickelt. Diese Mischung aus Indierock, Folk, Country und darüber noch ihre unfassbar gute, fesselnde Stimme, das ist einfach Klasse.

Und wenn vorab auch geschrieben wurde, das Angel Olsen verstärkt Synthesizerklänge verwendet, dann ist auf dem aktuellen Album nur das Stück Woman davon geprägt. Sowie auf Pops gibt es eine sparsame Klavierbegleitung. Ansonsten sind eher raue ungeschliffene Gitarrensounds zu hören wie beim Vorgängeralbum. Auf ihrer aktuellen Tour spielt sie mit 2 Gitarristen und dazu noch selber Gitarre. Also Glück gehabt, doch kein Wandel zu Synthieklängen !

Für geschwätzige Männer hat sie das einprägsame Kommando „Shut Up, Kiss Me, Hold Me Tight“ in dem gleichnamigen rockigen Song. „Wegtreten“ fehlt dann noch, denn „It's all over baby but I'm still young ". Köstlich, also frei nach dem Motto: Sie war jung und brauchte den Mann.

Die beiden jeweils über 7 Minuten langen Stücke Sister und Woman sind gut strukturiert und steigern sich zum Ende hin, bleiben somit sehr unterhaltsam. Zur Abwechslung gibt es dann mal einen Post Grunge Song mit "Give It Up", Anklänge an den Sixties Pop mit "Never Be Mine", anschließend Country Feeling mit "Heart Shaped Face" und zum Schluß wird es loungemäßig mit "Those Were The Days". Also, Montonie kann man diesem Album bestimmt nicht vorwerfen.

Ein absolutes Highlight findet sich in der Mitte des Albums: „Not Gonna Kill You“ singt sie, aber dieser Song killt einen und gleich wie ! Eine Hymne ohnegleichen ist daraus geworden, die sie so kraftvoll und leidenschaftlich zelebriert. Wenn nicht schon vorher, dann gibt es spätestens nach 4 Minuten Gänsehaut, wenn sie da „Baby Baby“ herausschreit. Mehr Leidenschaft geht definitiv nicht mehr. Ganz großes Kino, dieser Song und ich habe ihn auch schon live gehört, das war für mich der Höhepunkt ihres Konzerts !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 3, 2017 7:45 AM CET


Fading Lines
Fading Lines
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Shoegaze und Spacerock, 3. Oktober 2016
Rezension bezieht sich auf: Fading Lines (MP3-Download)
In bester Shoegaze-Manier legt die holländische Band Amber Arcades auf ihrem Debütalbum los. Dieser Treibstoff-Mix hat bei mir sofort gezündet. Über den meisten Stücken liegt eine leichte Melancholie und trotzdem habe ich schon beim ersten Lied Come With Me das Gefühl, jetzt geht gleich die Sonne auf und das setzt sich bei allen anderen Stücken fort. Da komme ich gerne mit!

Die sanfte glasklare Stimme von Leadsängerin und Gitarristin Annelotte de Graaf schraubt sich unwiderstehlich in den Gehörgängen fest. Umrahmt von einem schönen Indie-Gitarrensound mit einer Prise Synthie dazu und hinterlegt mit einem intensiven, oftmals hypnotischen Rhythmusteppich.

Vor allen bei den etwas ruhigeren träumerischen Lieder wie Apophenia, Constant's Dream oder I Will Follow ist eine gewisse Ähnlichkeit zu den beiden schottischen Bands Camera Obscura oder Allo Darlin' erkennbar. Also schöne Melodien.

Auf dem flott gespielten Fading Lines zeigt sich, wie wirkungsvoll ein einfaches und einprägsames Gitarrenlick über das komplette Stück hinweg sein kann, wenn es zum Gesamtpaket aus Rhythmus und Vocals passt. Es muss nicht immer ein hochvirtuoses Solo sein.

Die absolut intergalaktische Übernummer ist Turning Light. Da kommen bei mir Remineszenzen hoch an den Spacerock der 70's wie Silver Machine von Hawkwind oder den frühen UFO. Auch Tomorrow Never Knows von den Beatles kommt mir noch in den Sinn. Ein monotoner hypnotischer Schlagzeugbeat und ein pumpender Bass legen das Fundament zu einem absolut spacigen Erlebnis. Der sphärische Synthiesound ist prägend für dieses Stück und mit der wundervoll dazu passenden Stimme von Annelotte hebt man ab und schwebt durch Raum und Zeit. Und das ganze Vergnügen dauert auch noch fast 7 Minuten. Für mich jetzt schon der Song des Jahres !


The Whole Family Is Worried
The Whole Family Is Worried
Preis: EUR 10,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihre Familie braucht sich nicht zu sorgen, 5. August 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Whole Family Is Worried (MP3-Download)
Aus Wimbledon kommt nicht nur Tennis, sondern auch ein junges Musiktalent namens Misty Miller, die in diesem Stadtteil Londons aufgewachsen ist. In London bin ich letztes Jahr auch auf sie aufmerksam geworden, als sie dort einen mitreißenden Liveauftritt in einem englischen Pub hingelegt hat.

Auf ihrem ersten kompletten Album konzentriert Misty 8 Stücke, die sie schon auf mehreren EP's seit ihrem 18. Lebensjahr veröffentlicht hat, sowie außerdem 4 neue Songs.

Misty liefert eine tolle Mischung aus Alternative Rock, Post-Punk, Garage-Sound und auch Rockabilly ab. Ihre Stimme ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mir gefällt sie sehr gut: leicht schräg, oft etwas verzweifelnd klingend, aber immer besonders leidenschaftlich. Daß eines von Misty's Vorbildern die große Patti Smith ist, kann man stellenweise heraushören. Auf YouTube gibt es von ihr auch eine wunderschöne Ukulelenversion von Patti's großem Hit „Because The Night“. Des weiteren hat auch Misty's Vater großen Anteil an ihrer musikalischen Entwicklung gehabt. Dominic Miller spielt schon seit vielen Jahren die Gitarre in der Band von Sting und hat außerdem bei zahlreichen Studioaufnahmen von Weltstars mitgewirkt.

Unbedingt erwähnenswert ist das großartige Stück Devil, eine Power-Ballade, die absolut unter die Haut geht. Interessant auch, wie Misty Miller in diesem Lied das altbekannte Mephisto-Motiv umdreht: „I sell my soul to an angel cause the devil don't want me no more“. Oh yeah, böse Mädchen kommen in die Hölle. Sind sie zu böse, dann schmeißt sie selbst der Teufel wieder raus.

Besonders hervorzuheben ist auch der fetzige Song Girlfriend, so richtig schön rotzig und frech gesungen.

Das rockige "Next To You" ist ein richtiggehender Killersong auf diesem Album – absolut mitreißend, wie sich Misty hier über ihren offensichtlich teilnahmslosen Boyfriend ausläßt:
"I washed my hair for you,
I broke my egg for you too,
you wouldn't care if I moved,
No, you wouldn't care if I was lying there dead next to you".

So richtig unter die Haut geht „Best Friend“, ein Lied mit einem eher traurigen Text über den Verlust eines Freundes, welches sich aber zum Schluß hin zu einer richtiggehenden Hymne entwickelt: „I'm so scared of losing my best friend“.

Die beiden flotteren Nummern Happy und Stars fügen sich hervorragend ein in dieses Album und lassen es wie aus einem Guss erscheinen. Absolut hörenswert, dieser Alternative Rock.

Bei den vier neu aufgenommenen Liedern Other Girls, Fall Away, Marmalade und Sugar To Me hört man heraus, wie Misty spürbar gereift ist. Das äußerst gefühlvoll gesungene Fall Away ist hiervon mein Favorit.


Resistor
Resistor
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Post Americana mit einer Prise Düsterkeit, 5. August 2016
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Rezension bezieht sich auf: Resistor (MP3-Download)
Auf ihrem neuen Album Resistor bietet die Songwriterin Lera Lynn eine schöne in sich stimmige Mischung aus Indie Rock, Blues, Country und Folk, die sie selber als Post Americana bezeichnet. In den USA hat sie einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt durch ihre Mitwirkung als Barsängerin in der Krimiserie True Detective. In Deutschland ist sie noch relativ wenig bekannt, hat aber kürzlich in Berlin ein tolles Konzert im Duett mit ihrem kongenialen Partner Joshua Grange an der Baritongitarre gegeben.

Wenn man nach einem Vergleich sucht, dann ist es aus meiner Sicht die frühe Sheryl Crow, nach der Lera Lynn phasenweise klingt. Aber spätestens jetzt auf Resistor hat Lera ihren eigenen Stil gefunden und perfektioniert. Es schwingt immer ein Hauch Melancholie mit in ihren oftmals düsteren Songs. Der Sound ist stark gitarrenorientiert, besonders die tiefgestimmte verhallte Baritongitarre ist charakteristisch für Lera's Lieder und trägt zu der faszinierend dunklen Stimmung bei.

Meine Anspieltipps:
- Das flott pulsierende Shape Shifter,
- Drive macht seinem Namen alle Ehre: energiegeladen und kraftvoll vom Begleitrhythmus getrieben
- Little Ruby zeigt, wie man mit einem einfachen bluesartigen Gitarenriff und einer interessanten Frauenstimme ein eindrucksvolles Lied schafft
- What You Done: langsam, aber spannungsgeladen knistert es hier, mit der Tendenz zu Psychedelic


Strange Little Birds
Strange Little Birds
Preis: EUR 11,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die seltsamen kleinen Vögel singen wieder, 12. Juni 2016
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Rezension bezieht sich auf: Strange Little Birds (MP3-Download)
Auf ihrer letztjährigen Jubiläumstour (20 Jahre Garbage) hatten sie schon angekündigt, daß 2016 ein neues Album erscheinen wird und nach den ersten vorab veröffentlichten Hörproben habe ich sofort die CD vorbestellt, was ich jetzt nicht bereue.

Sie haben ihren Sound weiterentwickelt. Es gibt weiterhin die für Garbage typischen wuchtigen lauten Passagen mit Breitwandsound und Powernummern wie zum Beispiel Magnetized, We Never Tell, So We Can Stay Alive oder Empty, dem wohl eingängigsten Stück auf Strange Little Birds. Das ist Garbage pur und gibt einen guten Eindruck davon, wie sich sich live anhören.

Aber das neue Album ist doch sehr vielfältig geworden. Auch beim x-ten Anhören entdecke ich neue Details (bevorzugt mit gutem Kopfhörer) und es bleibt somit spannend. Die elektronischen Klänge sind stark vertreten, aber gut integriert in den kompakten Bandsound.

Und die Band hat etwas, was andere eben nicht haben: eine Shirley Manson mit ihrem Charisma und ihrer markanten Stimme. Wobei sie diesmal auffallend viele ruhige Gesangspassagen hat.

Zu meinem heimlichen Favoriten auf dem neuen Album hat sich Even Though Our Love Is Doomed entwickelt. Es beginnt mit einer schön entspannten Bassline und dann singt Shirley mit sanfter Stimme und schafft so einen spannenden Kontrast zu der bedrohlichen Klangkulisse, die ihre Bandkollegen in mehr als 5 Minuten aufbauen, bevor es am Schluß heftiger zur Sache geht. In diesem Song taucht übrigens auch der Albumtitel auf: „such strange little birds devoured by our obsession“ und die Lyrik dieses Songs ist insgesamt sehr hörenswert: „why we kill the things we love the most?“

Ebenfalls ein schön ruhiger Song: das schön atmosphärische, fast schon hypnotische If I Lost You mit einem dezenten elektronischen Noise im Hintergrund.

Night Drive Loneliness startet mit einem leichtem Regengeplätscher (mit Kopfhörer am besten zu genießen), ich warte nur noch auf das Donnergrollen und Glockengeläut, aber halt - wir sind hier nicht bei Black Sabbath, sondern Shirley Manson fängt mit lieblicher Stimme an zu singen über ihre Gefühlswelt einer einsamen Fahrt durch die Nacht.

In Teaching Little Fingers To Play zieht Shirley eine kleine Bilanz ihres bisherigen Lebens - sie feiert ja in Kürze ihren 50. Geburtstag - und kommt zu dem Schluß „I'm a big girl now". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Mein Fazit: auch nach mehr als 20 Jahren ist Garbage für mich immer noch absolut hörenswert. Da gibt es nicht so viele Bands aus den Neunzigern, die das geschafft haben.


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