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Rezensent aus NRW

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Worpsweder Landschaften 2014: Fine Arts
Worpsweder Landschaften 2014: Fine Arts
von Weingarten
  Kalender

5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Landschaftsmalerei, 11. November 2013
Der Wandkalender "Worpsweder Landschaften" zeigt Landschaftsmalerei aus der berühmten Künstlerkolonie bei Bremen. Ende des 19. Jahrhunderts versammelten sich die Künstler Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler, Hans am Ende und einige andere in dem Dorf im Teufelsmoor, auf der Flucht vor der sterilen Kunstakademie in Düsseldorf, wo sie studiert hatten. Statt trübsinnig Gipsbüsten im Atelier abzuzeichnen, wollten sie vor allem an frischer Luft malen. Ihre Sehnsucht nach reinen Farben, Sonnenlicht und Regenschauern trieb sie nach Worpswede. Initiator war Fritz Mackensen, der 1884 in Düsseldorf eine junge Frau aus Worpswede kennenlernte und ihr in ihre Heimat folgte. In den folgenden Jahren stießen immer mehr Maler dazu. 1895 feierten die Künstler erste Erfolge mit Ausstellungen in Bremen und München.

Um 1900 wurde Worpswede zu einem Zentrum Intellektueller und Künstler, eine kurze Phase der Blüte begann. Rainer Maria Rilke kam ins Dorf und heiratete 1901 die Bildhauerin Clara Westhoff. Im gleichen Jahr vermählten sich Otto Modersohn und Paula Becker sowie Heinrich Vogeler und Martha Schröder. 1903 feierte Rilke mit einer Monographie über die Worpsweder Künstler einen Erfolg. In den folgenden Jahren jedoch wanderten einige Künstler wieder ab. Rilke und Paula Modersohn-Becker verbrachten einige Jahre in Paris, Mackensen wurde Professor in Weimar. Der erste Weltkrieg führte zum endgültigen Ende der Künstlervereinigung, Heinrich Vogeler wanderte schließlich in die Sowjetunion aus. Heute gibt es einige Museen in Worpswede, der Barkenhof ist seit 2004 Heinrich-Vogeler-Museum. Bilder der Künstler hängen auch in der Kunsthalle Bremen, für Paula Modersohn-Becker gibt es ein eigenes Museum in der Böttcherstraße in Bremen. In Worpswede gibt es noch eine Kunstschau, Cafés und einige skurille Bauten zu bewundern. Der Ort lohnt einen Ausflug, von Bremen ist es nicht weit. Heute sind aktuelle Künstler dort tätig und betreiben Ateliers.

Der Wandkalender zeigt vor allem die Landschaftsbilder der Künstler: Fritz Overbeck ist mit insgesamt 6 Bildern vertreten, Otto Modersohn mit 3, Fritz Mackensen, Carl Vinnen und Hermine Overbeck-Rohle sind mit je einem Bild verteten. Die Bilder zeigen die herrliche offene Landschaft Norddeutschlands, weite, hohe Himmel, Birken, Bauernhäuser, kleine Flüsse. Es verwundert nicht, dass die Künstler schon damals Erfolg hatten, ihr Stil ist gleichermaßen frisch, ohne allzu extravagant zu sein. Vermutlich führte das zum Erfolg. Wer ruhige, offene Landschaften, Farben, Licht und Wolken mag, liegt mit diesem Kalender goldrichtig. Empfehlenswert. Deshalb 5 Sterne.


Before they pass away
Before they pass away
von Jimmy Nelson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 128,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Künstlerisch hochwertiger Foto-Prachtband, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Before they pass away (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein seltenes Projekt, das sich der Foto-Künstler Jimmy Nelson vorgenommen hat, Völker zu porträtieren, die ursprünglicher und naturverbundener als wir leben und die aus anderen Kulturkreisen als dem westlich-industrialisierten stammen. Man sieht stolze Menschen in so phantasievoller Tracht, wie sie sich kein Modeschöpfer in Paris ausdenken könnte. Sie posieren oft vor atemberaubender Naturkulisse, in Steppen, in Wäldern, auf Bergen oder vor Wüsten und bei all dem fragt man sich: Was ist der Mensch und wie lebt er? Die Bilder zeigen eine erstaunliche kulturelle Vielfalt und Anpassungsbereitschaft an alle möglichen Klimazonen und Umweltgegebenheiten. Dick in Fell gepackte Menschen in Sibirien genauso wie fast nackte Waldmenschen in den Tropen oder Wüstenbewohner. Menschen in ihrer "Sonntagskleidung" und in Festtagsbemalung genauso wie Menschen auf der Jagd mit Pfeil und Bogen. In Zelten oder vor Baumhäusern, am Strand wie am Kraterrand eines rauchenden Vulkans. Kurze, vorangestellte Texte (eine Seite) erläutern dazu die wichtigsten kulturellen Eigenheiten des jeweiligen Volkes. Insgesamt werden 31 Kulturen gezeigt, die überwiegende Mehrzahl aus Afrika, Asien (einschließlich Russlands) und Ozeanien. Zwei Völker stammen aus Südamerika.

Die Abbildungen sind dabei sicher idealisierend. Der Autor erwähnte in einem Interview, dass bei vielen Naturvölkern die Moderne längst Einzug gehalten hat. Sie tragen Armbanduhren und kennen Handys. Auf einigen Abbildungen sieht man Motorräder, Jeeps, Taucherbrillen und ähnliche Industrieprodukte. Wie weit der Kontakt mit der westlichen Lebensweise im Einzelnen geht, kann man den Bildern allerdings nicht ansehen. Auch wie der Alltag tatsächlich aussieht, bleibt offen. Aber darum geht es auch nicht. Die Menschen in diesem Buch präsentieren sich so, wie sie sein wollen: Stolz, aufrecht, naturverbunden, in ihrer ganzen Schönheit und in traditioneller Tracht. Der Autor sagt, das Buch soll ein Kunstprojekt sein und eine Hommage an die Kreativität der Stämme, die sich in Gesichtsbemalungen, Ziernarben oder extravaganten Frisuren ausdrückt. Er wollte nicht Naturvölker in ihrer Armut präsentieren, mit Fliegen in den Augen und im Dreck liegend, wie wir es oft aus den Medien kennen. Die Menschen sollen sich stolz und in ihrer ganzen Schönheit zeigen. Die Bilder dazu sind entsprechend aufwendig inszeniert und arrangiert. Einmal, so berichtet Nelson, mussten sie einen Aufstieg auf einen Berggipfel (der 4 Stunden dauerte) mit Pferden im Morgengrauen an drei Tagen hintereinander wiederholen, so lange bis schließlich das Licht stimmte und die Berge im Hintergrund leuchteten. Der Autor erwähnt auf seiner Website als Vorbild auch Edward S. Curtis, der vor hundert Jahren die Indianerstämme Nordamerikas aufsuchte und in ebenso arrangierten Posen fotografierte. Damals dachte man, dass auch diese Völker aussterben würden. Doch die Anzahl der Ureinwohner Nordamerikas hat sich seitdem wieder erhöht. Man kann nur hoffen, dass es bei den porträtierten Völkern dieses Kunstprojektes ebenso ist.

Soviel Enthusiasmus beim Fotografieren bringt auch komische Episoden hervor, wovon auch die Rede ist: Rentiere in der Mongolei rannten das Zelt um und stürzten sich auf den Fotografen, ganz zur Erheiterung der anwesenden Tsaatan, die zunächst nicht sehr erpicht darauf waren, abgelichtet zu werden. Doch nach dem Chaos war das Eis gebrochen und alle machten fröhlich mit. Die Schwierigkeiten des Projektes, das Suchen eines Sponsors und auch die eigene Geschichte des Künstlers (der unter Naturvölkern aufwuchs, doch dann nach England ins Internat geschickt wurde) werden ehrlich erzählt, was den Künstler sehr sympathisch macht. Letztlich jedoch ist es kein Erzählband, sondern es geht um die Bilder und die sind handwerklich perfekt, mit einer 50 Jahre alten 5x4-Zoll-Laufbodenkamera aufgenommen. Man sollte sich Zeit zum Betrachten lassen und braucht eine stabile Unterlage (das Buch wiegt 5 Kilo). Wegen der seltenen Aufnahmen und der hervorragenden Qualität der Bilder gebe ich 5 Sterne (plus, wenns möglich wäre).


Freihandzeichnen für Fortgeschrittene (Workshop Zeichnen)
Freihandzeichnen für Fortgeschrittene (Workshop Zeichnen)
von Jürgen Sand
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Anleitung zum Skizzieren, 24. Oktober 2013
Wer etwas Vorkenntnisse zum Zeichnen mitbringt, aber möchte, dass seine Bilder etwas lockerer und freier aussehen, bekommt mit dieser Anleitung zum Freihandzeichnen von Jürgen Sand viele gute Tipps und Anregungen zum Skizzieren. Letztlich geht es nicht um eine Zeichnung, die technisch perfekt aussieht, sondern um eine, die lebendig aussieht und eine künstlerische Qualität mitbringt. Hierzu muss man wieder spontaner und freier (wie ursprünglich als Kind) werden, wie der Autor in der Einleitung bemerkt. Anfänger sollten sich jedoch vom Titel "für Fortgeschrittene" nicht abschrecken lassen, es gibt genug Anregungen für alle.

Zunächst gibt der Autor Tipps für verschiedene Materialien wie Bleistift, Tuschefüller, Vogelfeder, Kugelschreiber oder Aquarellfarben und die Abbildungen im Buch spiegeln die Vielfalt der Techniken wieder. Gelegentliche Fotos vom Motiv zeigen auch, wie aus den oft harten Linien architektonischer Details lebendige Skizzen werden können. Als Motive dienen Türen, Portale, Bäume, kleine Kapellen, Brunnen, Stadtansichten, Marktplätze von Kleinstädten, Stadtmauern, auch mal das Brandenburger Tor oder der Central Park, oft aber eher unscheinbare, kleinere Ecken, die man auch gut zuhause in der näheren Umgebung vorfindet. Einmal wird ein Pudel skizziert, Menschengruppen im Café oder verschiedene Landschaftsansichten.

Mir hat die Vielfalt der Materialien und Motive gut gefallen. So kann jeder experimentieren, mit dem, was ihm gefällt. Auch die Tatsache, dass eine Skizze nicht immer bis ins letzte ausgearbeitet werden muss, wird deutlich. Eine Zeichnung lebt oft von dem, was man weglässt oder nur andeutet. Sicher ist es nicht leicht zu lernen, was man weglassen kann oder besser nur andeutet, aber auch hier gilt: Probieren geht über studieren. Alles in allem eine sehr gute Anregung fürs eigene Skizzieren und Freihandzeichnen. Deshalb 5 Sterne.


Reisemomente skizzieren, aquarellieren und collagieren: Aus dem Erfahrungsschatz eines Weltreisenden
Reisemomente skizzieren, aquarellieren und collagieren: Aus dem Erfahrungsschatz eines Weltreisenden
von Jens Hübner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Aquarelle als Reiseimpressionen, 24. Oktober 2013
Auf Reisen zu zeichnen war früher gang und gäbe, viele berühmte Schriftsteller, Reisende und Künstler brachten von ihren Fernreisen Zeichnungen und Skizzen mit nach Hause. Inzwischen hat das Zeichnen und Aquarellieren unterwegs etwas Anachronistisches, das es aber umso sympathischer macht. Im Buch erzählt der Autor von einem Afrikaner in Addis Abeba, der ihn beim Zeichnen im Zoo beobachtete und bemerkte: "Sie können sich keine Kamera leisten, stimmt's?". Der Autor schmunzelte nur, denn der Verzicht auf eine Kamera beim Reisen bringt Vorteile mit sich. "Verlangsamung" ist das Zauberwort, das genaue Sehen, das Aufnehmen einer Stimmung und das Eintauchen in eine Atmosphäre, anstatt nur schnell ein Foto zu knipsen und wieder weiterzuziehen.

Die Bilder im Buch vermitteln genau das, was eine Kamera mit ihrer erbarmungslosen Genauigkeit nicht wiedergeben kann. Es sind Stimmungsbilder, manchmal flüchtige Skizzen mit Bleistift von irgendeiner Besonderheit am Wegesrand, meist jedoch Aquarelle, die eine spontane Stimmung oder einen neuen Reise-Eindruck wiedergeben. Was spontan aussieht, ist so spontan allerdings nicht entstanden, sondern genau komponiert nach Vorstudien. Im hinteren Teil des Buches beschreibt der Autor sein Vorgehen mit ersten Skizzen unterwegs und späterer Ausarbeitung im Hotelzimmer oder im Zelt. Die Kombination von Skizzenbuch oder Zeichnen auf gefundenen Materialien und den Aquarellbildern, die daraus entstehen, macht den Reiz des Buches aus. Man bekommt Lust, es dem Autor gleichzutun, auch wenn man die hohe Qualität der Aquarelle sicher nicht gleich nachmachen kann.

Neben den Abbildungen gibt der Autor Tipps zum Zeichnen und Aquarellieren unterwegs, zu Materialien, Zeichenbüchern, einzelnen Zeichentechniken (Schraffieren), zum Lasieren beim Aquarell oder zur Bildkomposition. Interessant wird es jedoch insbesondere bei eher unkonventionellen Methoden, die der Autor kreativ umsetzt. So empfiehlt er an einer Stelle das Kolorieren mit Kölsch (sein Malwasser war gerade aufgebraucht), das Abrubbeln von Schriften auf Gullideckeln, das Malen auf Ziegenhaut oder rostigem Wellblech (am Wegesrand gefunden), das Stempeln der Zeichnung mit örtlichen Stempeln (z.B. vom Hotel mit exotischen Adressen) oder das Malen mit Saharasand. Wer künstlerisch interssiert ist und gerne experimentiert, findet hier viele Anregungen, die man so ähnlich sicher auch zuhause anwenden kann (vielleicht mit Sand vom Baggersee?). Ich finde, das Buch macht Spaß, es ist etwas Neues, Experimentelles, keine der üblichen trockenen Zeichen- oder Aquarellanleitungen. Deshalb 5 Sterne.


50 Klassiker - Römische Antike: Die bedeutendsten Persönlichkeiten vom Romulus bis Konstantin
50 Klassiker - Römische Antike: Die bedeutendsten Persönlichkeiten vom Romulus bis Konstantin
von Sven Rausch
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Überblick über römische Persönlichkeiten, 24. Oktober 2013
Was Europa verbindet, ist nicht zuletzt eine gemeinsame Geschichte. Die Epoche der Römer dauerte über tausend Jahre und neben den romanischen Sprachen in vielen Ländern Europas haben sie viele kulturelle Elemente hinterlassen, die man sich immer mal wieder bewusst machen sollte. Das Theater gehört dazu, das Recht, die Literatur (Ovid), die Rhetorik (Cicero, Quintillian), aber auch viele politische Gestalten wie Caesar, Augustus oder Konstantin (der erste Regent, der sich dem Christentum öffnete und damit am Beginn der Christianisierung Europas stand). Autor Sven Rausch (Jahrgang 1974) studierte Latein, Griechisch und Geschichte und arbeitet als Lehrbeauftragter am Institut für Klassische Altertumskunde in Kiel. Er hat sich dieser Epoche anhand von Personen angenommen und damit sein Fachgebiet einer breiten Leserschicht zugänglich gemacht.

In 50 Essays werden in diesem Band bedeutende römische Persönlichkeiten vorgestellt, beginnend mit den sagenhaften Aeneas und Romulus (8. Jahrhundert vor Christus) bis Justinian der Große (6. Jahrhundert nach Christus). Viele bekannte Namen sind darunter (Plautus, Cato, Pompeius, Cicero, Ovid, Seneca, Tacitus, Quintilian, Hadrian, Trajan, Diokletian, u.v.m.) und es tut gut, mit diesem Buch eine Quelle zu haben, in der man schnell das Wichtigste nachlesen kann.

Wie bei der Reihe üblich, werden die einzelnen Personen auf 4 bis 6 Seiten vorgestellt. Alle Artikel sind reichhaltig bebildert und es gibt eine farbig unterlegte Übersichtsseite zu jedem Essay mit kurzen Informationen zu Biografie und weiterer Literatur oder Empfehlungen zu Hörbüchern und Filmen. Empfehlenswert in diesem Zusammenhang ist sicher auch der Band "50 Klassiker Griechische Antike", im gleichen Verlag ebenfalls von Sven Rausch (meines Erachtens eine sinnvolle Ergänzung zur europäischen Frühgeschichte, meist spricht man ja auch von griechisch-römischer Antike). Für die fundierte Information über die Römerzeit und die gelungene Darstellung vergebe ich 5 Sterne.


Deutschlands schönste Flussradwege - 15.000 traumhafte Flusskilometer vom Alpenrand zum Nordseestrand
Deutschlands schönste Flussradwege - 15.000 traumhafte Flusskilometer vom Alpenrand zum Nordseestrand
von Thorsten Brönner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Anregungen für Fluss-Radtouren, 24. Oktober 2013
Wer bisher unter Flussradwegen vor allem die bekannten Weser- Rhein- oder Elberadweg kannte, erfährt hier, wieviel es in Deutschland noch zu entdecken gibt. Fast jeder größere und kleinere Fluss kann inzwischen mit dem Rad entlang geradelt werden. Besonders die etwas unbekannteren machen neugierig auf Entdeckungen. Welcher Süddeutsche weiß schon, wo sich der Diemel-Radweg befindet? Oder welches Nordlicht kennt schon den Ammer-Amper-Radweg? Zwei farbige Übersichtskarten in den vorderen und hinteren Umschlagseiten verraten es und zeigen alle 50 beschriebenen Wege in der Übersicht. Die einzelnen Radwege sind dann auf jeweils 4 bis 6 Seiten im Buch beschrieben. Es gibt Kurzinfos zum Streckenverlauf und zu zusätzlichem Kartenmaterial, Adressen von Touristinformationen u.ä., ein Streckenprofil (Steigungen und Gefälle) der gesamten Strecke, sowie abschnittsweise Beschreibungen der Strecke mit Fotos.

Je schöner die Route, umso mehr Spaß machen Radtouren. Bei den Flussradtouren braucht man sich um eine ansprechende Szenerie (die Fotos zeigen es) keine Sorgen zu machen. Laut Autor sind die meisten Touren offensichtlich auch nicht besonders schwierig zu fahren, viele gelten als familienfreundlich. Eigentlich kann man auch immer in beide Richtungen, flussauf oder flussab fahren oder mehrere Flüsse kombinieren (z.B. erst Werra-, dann Weserradweg hinab und anschließend Wümme- und Leineradweg wieder hoch). Thorsten Brönner hat sie tatsächlich alle gefahren. 250.000 km legte er in den letzten 25 Jahren mit dem Fahrrad zurück, mehrere Bücher zum Radfahren in Deutschland und Europa waren das Ergebnis. Die 50 Flussradwege in Deutschland sind eine tolle Anregung auch für Gelegenheitsradler.

Besonders gut haben mir die Fotos gefallen, so kann man sich auf die Landschaft und die Orte an der Strecke einstimmen. Hier beweist sich der Autor, von dem auch alle Bilder stammen, auch als guter Reise-Fotograf. Ich denke, das Buch macht am meisten Sinn zu einer ersten Orientierung und zum Aussuchen einer Route, je nachdem wieviel Zeit man hat und welche Anfahrtswege man in Kauf nehmen möchte. Hat man sich für eine Route entschieden, ist sicher eine zusätzliche Radkarte und eventuell ein Reiseführer der speziellen Region notwendig. Dieses Buch kann man immer wieder als Quelle heranziehen und sicher viele Jahre nutzen, es ist eine Art Grundlagenwerk für Flussrad-Fans. Deshalb 5 Sterne.


Urban Sketching: Zeichnen und skizzieren unterwegs - eine Weltreise
Urban Sketching: Zeichnen und skizzieren unterwegs - eine Weltreise
von Gabriel Campanario
  Broschiert
Preis: EUR 24,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Anregung zum Draußenzeichnen, 24. Oktober 2013
Urban Sketching ist ein trendiger Begriff. Man könnte auch sagen: Zeichnen in der Stadt! Dieses Buch präsentiert hunderte von Skizzen und Zeichnungen von Künstlern, Designern und Illustratoren aus aller Welt, die eines gemeinsam haben: Sie zeichnen ihre Stadt. So sieht man Architektur, Parks, Menschen, Autos, Brunnen, Skulpturen, Sportarenen und vieles mehr. Alles, was es in Städten zu sehen gibt und den Künstlern interessant erscheint. Oft sind es nicht unbedingt die berühmten und bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern alltägliche Straßenszenen, manchmal Hinterhöfe, Abrisshäuser, Baustellen oder das Café von nebenan.

Besonders gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Stile der Künstler. Jeder Künstler wird auf 2-4 Seiten vorgestellt, es gibt kurze Angaben zu Biografie und Herkunft und einige kurze Selbstaussagen, warum die Künstler gerade ihr Motiv gewählt haben oder mit welchen Materialien sie arbeiten. Manche geben auch Tipps zum Zeichnen draußen oder erzählen, welche Reaktionen das Zeichnen in der Öffentlichkeit hervorruft oder welche Art des Zeichnens sie bevorzugen.

Das Buch versammelt die unterschiedlichsten Motive und Techniken: Bleistift, Kohle, Filzstift, Kugelschreiber, Tinte, Aquarell, Buntstift und vieles mehr. Die Bilder stammen aus New York oder Sao Paulo, Tel Aviv oder Stuttgart, Tokyo oder Johannesburg, Hongkong oder Moskau, Barcelona oder Dublin und noch viel mehr (vorne im Buch ist eine Weltkarte mit den Standorten abgebildet). Dazu gibt es Hinweise zur Idee des Urban Sketching (wenn man so will, ein kleines Manifest, obwohl es keine geschlossene Künstlergruppe ist). Im Grunde kann jeder Urban Sketcher werden und sich in seiner Stadt einer Gruppe anschließen. Das Buch macht auf jeden Fall Lust dazu. Für die vielen Anregungen gebe ich 5 Sterne.


Porträtzeichnen
Porträtzeichnen
von András Szunyoghy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Lehrbuch zum Porträtzeichnen, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Porträtzeichnen (Gebundene Ausgabe)
Es gibt nicht viele gelungene Anleitungen zum Porträtzeichnen. Dieses Buch von András Szunyoghy gehört sicher zu den besten. Der Autor ist Professor am Institut für anatomisches Zeichnen in Budapest und war Schüler des berühmten Jenó Barcsay, seinerseits Altmeister der künstlerischen Anatomie. Kunststudenten und alle am Porträtzeichnen Interessierte finden hier ein fundiertes Lehrwerk, indem alle relevanten Aspekte des Porträtzeichnens behandelt werden.

Besonderen Wert legt Szunyoghy auf die richtige Anlage der Proportionen und der Platzierung von Augen, Nase, Mund und Ohren, insbesondere auch in gedrehten und geneigten Kopfhaltungen. Hierzu gibt es Schemazeichnungen mit parallelen Hilfslinien in Perspektive. Auch die verschiedenen Verkürzungen, die sich in perspektivischer Darstellungen ergeben, werden behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anlage der Schattierungen und der Grauwerte, mit denen erst ein gelungenes Porträt entsteht.

Ein Lehrwerk lebt nicht zuletzt von den Beispielzeichnungen und diese sind rundum gelungen. Der Stil des Künstlers ist realistisch, aber angenehm unaufdringlich. Es werden im hinteren Buchteil auch Beispiele mit verschiedenen Materialien (Tusche, Kohle, etc.) und in verschieden starker Durchzeichnung präsentiert, von der Skizze bis zum detaillierten Bild. Sehr gut auch die Darstellung von Menschen unterschiedlicher Kulturen, einschließlich verschiedener Haartrachten, Kopfschmuck, exotischer Ohrringe oder Piercings, was in anderen Lehrbüchern oft nicht vorkommt. Als Beilage gibt es ein kleines Kunststoff-Raster zum Durchschauen und eine Tabelle mit Grauwerten. Insgesamt uneingeschränkte Empfehlung, deshalb 5 Sterne.


das Skizzenbuch: Die professionelle Skizze, wie man sie perfekt beherrscht
das Skizzenbuch: Die professionelle Skizze, wie man sie perfekt beherrscht
von Lucy Watson
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Anregungen für eigene Skizzen, 8. Mai 2013
Vor dem Kunstwerk steht die Skizze, könnte man denken. Doch viele Skizzen sind so gelungen, dass sie selbst schon künstlerische Qualität besitzen. Sicher, oft geht der Entwurf daneben und man fängt wieder neu an. Ich denke, das nicht-perfektionistische an der Skizze macht seinen eigenen Reiz aus (Insofern darf man sich vom Titel nicht in die Irre führen lassen: Beim Skizzieren geht es nicht um Perfektion). Die Linie sitzt nicht richtig? Egal, sie bleibt stehen, setze ich eben eine andere daneben. So entsteht, Strich für Strich, die Skizze. Vielleicht ist die Skizze noch am ehesten die Handschrift des Künstlers, noch am ehesten Spur der Persönlichkeit. Keine Reinzeichnung, kein Rendering, keine Übermalung, nichts bis ins Letzte zu Ende Gemaltes. Die Skizze ist der Augenblick, mehr Idee als stundenlange Ausarbeitung. Der Übergang zur Zeichnung ist fließend und der Moment, wann man aufhört oder doch noch etwas korrigiert schwer zu finden. Schon Picasso sagte: "Am schwierigsten ist das Aufhören".

Im "Skizzenbuch" von Lucy Watson finden sich Beispiele und Anregungen für eigene Skizzen und Zeichnungen, solche mit Bleistift, Kohle oder Kugelschreiber, aber auch kleine Aquarelle, Tuschezeichnungen oder Pastellkreidezeichnungen. Die Themen sind bunt gemischt: Stadtansichten, Personen, Porträts, Stilleben, Architektur, Blumen, Bäume, Interiors u. ä. Schließlich eignet sich fast alles für eine kleine Skizze. Die Abbildungen stammen von vielen verschiedenen Künstlern, die im Anhang aufgeführt sind. Somit gibt es keinen einheitlichen Stil. Es finden sich auch keine "Schritt-für-Schritt"-Anleitungen wie in manchen Lehrbüchern. Das wäre bei einer Skizze wahrscheinlich auch nicht der richtige Weg. Schließlich soll man die vielen Anregungen nutzen, um zu einem eigenen Stil zu finden.

Dafür eignet sich das Buch dann auch ideal. Wer zum Beispiel Tierzeichnungen liebt, findet verschiedene Beispiele im Buch: Grobe Bleistiftskizzen, kleine Abbildungen mit Aquarellfarbe und Kohle oder schon recht ausgearbeitete Zeichnungen mit Pastellkreide. Ich denke, hier findet jeder etwas als Ausgangspunkt für eigene Versuche. Man darf eben nicht zu schnell aufgeben, muss immer wieder eine Skizze riskieren und gewinnt mit der Zeit mehr Sicherheit und Freude. Für die vielfältigen Anregungen vergebe ich 5 Sterne.


Die Galerie der Vögel: Ein Bilderalbum mit ornithologischen Darstellungen von Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts
Die Galerie der Vögel: Ein Bilderalbum mit ornithologischen Darstellungen von Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts
von Hiroshi Aramata
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prachtvoller Band zur Vogel-Darstellung, 8. Mai 2013
Wer sich für Kunst und Vögel gleichermaßen interessiert, liegt mit diesem Buch "Die Galerie der Vögel" von Hiroshi Aramata goldrichtig. Der japanische Autor, ursprünglich Programmierer, stieß durch Zufall in einem Laden für gebrauchte Bücher auf alte Bände mit historischen Tierdarstellungen. Im Laufe von über zehn Jahren entwickelte er sich zu einem Experten für Vogeldarstellungen des 18. und 19. Jahrhunderts, durchstreifte Bibliotheken und Buchläden in Europa und Amerika und sammelte immer mehr von den prachtvollen Abbildungen, die er in diesem einmaligen Buch zusammengestellt hat.

Das Buch ordnet die Vogelabbildungen grob nach ornithologischen Gruppen der Vögel. Es gibt 5 Kapitel im Buch:
- Laufvögel,Sturmvögel,Pelikane,Störche,Flamingos,Gänse und Enten
- Greifvögel,Hühnervögel,Fasane und Kraniche
- Schnepfen, Regenpfeifer, Seeschwalben, Möwen, Tauben und Papageien
- Kuckuke, Nachtgreifvögel, Kolibris, Wiedehopfe und Spechte
- Leierschwänze, Lerchen, Schwalben, Drosseln, Nachtigallen, Ginpel, Spatzen, Paradiesvögel und Rabenvögel

Unter den Abbildungen findet sich jeweils der lateinische Name sowie der Fundort der Abbildung in den historischen naturwissenschaftlichen Werken. Im Anhang findet sich eine Übersicht der 51 historischen Quellen, aus denen die Abbildungen stammen, sowie Listen der wissenschaftlichen und der deutschen Namen aller abgebildeten Vögel. Die Texte handeln von der Suche des Autors nach diesen Abbildungen und man erfährt einiges über die Quellen, aus denen er sie entnommen hat. Die Texte sind eher erzählender Natur und beschäftigen sich mit der historischen Naturkunde, gleichwohl ist es kein streng wissenschaftliches Werk, eher für interessierte Laien geschrieben oder für Leute mit Freude an historischen Abbildungen, für Kunstinteressierte oder für Menschen, die sich an künstlerischen Vogeldarstellungen erfeuen können. Dafür 5 Sterne.


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