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Beiträge von Peter Badstübner
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Rezensionen verfasst von
Peter Badstübner
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Jake Bugg
Jake Bugg
Preis: EUR 6,79

48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jake Bugg - noch so eine Überraschung...!, 28. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jake Bugg (MP3-Download)
Wenn einer wie ich, der in den 70ern Teen war, heute nach neuen Musik-Inputs sucht, wird er neuerdings immer wieder positiv überrascht – von Namen wie Elbow, Grizzly Bear, Fleet Foxes, Iron & Wine, Devendra Banhart oder Bon Iver, um nur einige zu nennen – alles noch junge bis sehr junge Musiker, die mit ihren Stilen den Mainstream der letzten Jahre radikal hinter sich und die Zeitkluft zwischen den Innovationen der späten 60er, frühen 70er und denen der Gegenwart vergessen lassen. So jetzt auch Jake Bugg, ein 18jähriger Junge aus England, der wie ein Alter rockt und singt und mit seinem Debütalbum die UK-Charts stürmt, gleich mal auf Platz Eins. Und das sehr verdient, wie ich finde.
Noch hat er sich nicht ganz gefunden, der 18jährige, klingt manchmal ein bisschen wie Donovan, manchmal ein bisschen wie Mark Bolan, dann wieder ein wenig wie Art Garfunkel oder gar Bob Dylan – doch dabei bleibt er immer unverwechselbar er selbst, mit seiner unglaublich vollen, warmen, wandelbaren, modulierfähigen Ausnahmestimme, die, besonders in den langgedehnten I-Lauten, die er offenbar mag, noch sehr jungenhaft, dann aber, vor allem in den Balladen, plötzlich überraschend reif klingt, mit immer treffsicherer, irgendwie schon frühvollendeter Phrasierung – da hört man automatisch hin. Und erwartet schon jetzt mit Spannung, was von diesem Jungen noch alles kommen wird.
Seine Texte sind die eines 18jährigen, sind noch nicht die Lyrik eines Bob Dylan, - aber es sind seine, die die Gedanken, Wahrnehmungen und Empfindungen eines sensiblen jungen Mannes von heute authentisch wiedergeben, wodurch sie sich wohltuend von den ewig coolen Hiphop- und Rap-Ansagen der letzten Jahre wie auch von so manchen Flowerpower-Inhalten der 60er und 70er abheben. Hat er, der noch so jung ist, alle schon wirklich selber gelebt, fragt man sich manchmal – doch wie er sie interpretiert, seine Texte, so unglaublich gefühlvoll, zuweilen auch traurig-bitter, das läßt letztlich keinen Zweifel daran, dass er weiß, worum es geht, wenn er von Liebeskummer, Einsamkeit und Verlorenheit in der Welt, aber auch von Aufbruch und Veränderung singt. Und er tut es nicht nur mit früher Formvollendung, sondern auch mit einer Frische und Unbekümmertheit, die einen einfach mitreißt.
Er hat dazu gute Musiker an seiner Seite, die, im Rhythm&Blues, im straighten Rock und in der Ballade gleichermaßen zuhause, einen vollen, pointierten Sound hinzaubern und immer wieder mit ungewöhnlichen Arrangements und musikalischen Wendungen, vor allem aber mit eingängig-schönen, neuen Melodien überraschen. Manchmal höre ich da ein bisschen T.Rex heraus (nur besser), dann wieder Donovan, hin und wieder sogar ein bisschen Led Zeppelin – doch nie als Kopie, sondern immer als Farbe in eigenständigen Kreationen hochtalentierter heutiger Musiker. Und Balladen wie „Broken“ oder „Slide“ sind einfach mal sehr, sehr gelungene, anrührende Meisterwerke, die ich sofort und ohne weiteres in meine persönliche Best-List aller Zeiten aufnehmen kann.
Er wird hoffentlich und sicher weitermachen, dieser Jake Bugg. Und uns noch mehr verblüffen, wenn er sich erst vollständig gefunden hat. Und dazu hat er noch alle Zeit der Welt – er ist ja noch so jung...


The Seldom Seen Kid (Bonus Tracks Version)
The Seldom Seen Kid (Bonus Tracks Version)
Preis: EUR 6,19

5.0 von 5 Sternen Pink Floyd's Elbow..., 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine große Gruppe, und ein großes Album, die "Seldom Seen Kid". Und so traurig, und so schön...! Und dabei musikalisch hoch versiert und innovativ, absolut top, womit sich die Elbows voll und würdig in die Liga so bedeutender Musik-Avantgardisten wie Genesis oder Pink Floyd spielen. Natürlich sind und klingen sie ganz anders als diese, keine Frage, und doch: So ähnlich wie Elbow könnte Pink Floyd heute klingen, wenn sie sich weiterentwickelt und nicht so egomanisch getrennt hätten.
Die Musik der "Seldom..." im Einzelnen zu beschreiben, ist mir im Augenblick noch nicht möglich, dazu muß ich sie noch viel öfter hören als es mir bisher möglich war, dazu ist der Klangkosmos, den die Gruppe entwickelt, einfach mal zu vielgestaltig. Straighten Rock beherrschen sie genauso wie die lyrische Ballade, in jedem einzelnen Song gelingt ihnen eine kleine Sinfonie, verblüffen sie immer wieder mit überraschenden musikalischen Wendungen und rühren den Hörer in einer Weise an, wie es einst Pink Floyd vermochte...


Odessey and Oracle
Odessey and Oracle
Preis: EUR 6,69

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernde Zombies, 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Odessey and Oracle (MP3-Download)
Beschämt muß ich bekennen: Die "Zombies" waren mir hinter den Beatles, den Stones, den Beach Boys und Pink Floyd weggerutscht; ich hatte sie bis eben einfach nicht auf dem Schirm, was ein großes Versäumnis ist und irgendwie zum Schicksal der "Zombies" paßt, die es nie zu einem den Beatles oder den Stones vergleichbaren Ruhm gebracht haben, obschon er ihnen zustünde, nahmen sie doch die Musik der o.g. Supergruppen teilweise vorweg. Das schien die Crux der "Zombies" gewesen zu sein: Sie waren einfach mal zwei, drei Jahre zu früh. Sie hatten die "Beatmusik", in Ansätzen sogar schon die psychedelische Musik bereits erfunden und zu erster Blüte gebracht, als die Beatles und Pink Floyd sich anschickten, mit diesen Musikstilen Weltruhm zu erobern, was den "Zombies" versagt blieb. Leider. Zu unrecht.
Die jungenhafte Unbekümmertheit, mit der die "Zombies" auf der "Odessey and Oracle" ihre Texte singen, ihre immer wieder irgendwie verblüffend schrägen, doch sehr eingängigen Melodien und Harmonien formen und setzen, macht ihre Musik fast noch avantgardistischer als manche Anfangsnummer besagter Supergruppen und ist von einer zeitlosen Frische, die vierzig, fünfzig Jahre einfach mal wegbläßt. Ich glaube, die "Zombie"-Jungs hätten sich mit Paul McCartney oder auch Syd Barrett (bevor dieser zum "loonatic on the grass" wurde) sehr gut verstanden...
Was für ein schönes spätes Geschenk an mich von den frühen Jungs...!


Officium
Officium
Preis: EUR 6,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Garbareks Tröte stört zunehmend..., 18. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Officium (MP3-Download)
Seit vielen Jahren schon verwende ich Jan Garbareks „Officium“ in der Advents- und Weihnachtszeit zu Meditation und Andacht. Als ich einst damit begonnen habe, wäre mir Kritik an einer so hehren und abgehobenen musikalischen Unternehmung wie der des „Officium“ wie Blasphemie vorgekommen – inzwischen aber scheinen sich meine Hörgewohnheiten und musikalischen Vorlieben dahingehend gewandelt zu haben, dass mich Garbareks Beitrag an dem Werk mehr und mehr zu stören beginnt. Mir behagt die Abmischung der Aufnahme immer weniger – warum nur muss Garbareks Saxophon fast immer im Vordergrund sein? Garbarek will zuviel – und verliert dadurch, verliert gegen eine Musik, die so großartig und vollkommen ist, dass sie keines Kommentars mehr bedarf, dass ihrem Erklingen einzig Stille entgegengebracht werden kann. Garbareks Sopransaxophon jedoch wird an manchen Stellen zur Tröte, die wie ein Messer in den vollkommenen gregorianischen Klangkörper schneidet, ohne ihm freilich etwas Ernstliches anhaben oder etwas Gleichrangiges entgegensetzen zu können, nur wünscht man sich die Störung eben weg, um in den vollen Genuß des wunderbaren Hilliard Ensembles zu kommen. Nur an wenigen Stellen – wenn er sich nämlich in Lautstärke und Phrasierung zurückhält - gelingt Garbarek ein wirklicher Zusammenklang mit dem Chor. Dann allerdings wird die Musik überirdisch - bis sie Garbareks Drang zur Rampe wieder zerschneidet.
Ich kenne Garbareks Nachfolge-„Officien“ nicht (und scheue mich zunehmend, eines davon zu kaufen) – hat er inzwischen gelernt? Mehr Zurückhaltung und Respekt vor einer Klangwelt, der schlicht nichts mehr hinzuzufügen ist?


Werner Heisenberg
Werner Heisenberg
von Carl F von Weizsäcker
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Der liebenswürdige Quantenphysiker, 30. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Werner Heisenberg (Broschiert)
Hans-Peter Dürrs Schrift ist ein Muß und ein Genuß für Menschen, die sich für die Quantenphysik und insbesondere für ihre weltanschaulichen Konsequenzen interessieren, für alle, die bereit sind zum Paradigmen-Wechsel. Unglaublich, mit welchem Humor und mit welcher Warmherzigkeit der Heisenberg-Schüler und -Mitarbeiter in seinen Vorträgen und Schriften die kompliziertesten naturwissenschaftlichen Zusammenhänge in einen philosophisch-spirituellen Kontext zu stellen und sie dem Hörer bzw. Leser auf vergnüglichste Weise zugänglich zu machen versteht. Dazu erfährt man in der vorliegenden Schrift Details aus Werner Heisenbergs Leben und Werk, die einem nicht so ohne weiteres bekannt waren - ein guter Einstieg in die Welt der Quantenphysik, der Komplementarität und der Unschärfe und damit in ein neues, umfassenderes Paradigma...


Shields
Shields
Preis: EUR 8,89

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht mehr ganz so funkelnd..., 30. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shields (MP3-Download)
Nachdem die "Grizzlys" 2009 mit "Veckatimest" einen Paukenschlag der Sonderklasse in der so beliebig gewordenen Rockmusiklandschaft niedergehen lassen hatten (siehe dazu meine Rezension "Endlich neue Wege in der Rockmusik!" zu "Veckatimest" vom 3. Mai 2010), ist ihnen das mit dem Nachfolgealbum "Shields" nicht mehr so ganz gelungen. Auch die "Shields" ein absolutes Muß nicht nur für "Grizzly"-Fans, sondern für Rockmusikbegeisterte jeder Altersgruppe - Kenner der "Grizzlys" werden aber - leider - konstatieren müssen, daß sich da doch die eine oder andere Wiederholung eingeschlichen hat, daß die Jungs auf "Shields" nicht mehr ganz so brillant-kreativ waren wie auf dem Vorgängeralbum. Was uns aber nur umso gespannter auf den weiteren Weg der Band macht...


Helplessness Blues
Helplessness Blues

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir brauchen keinen Neil Young mehr...!, 30. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helplessness Blues (MP3-Download)
Nichts gegen den großen Alten im seinem kanadischen Prärie-Home - doch während er in aktuellen Remakes nun wirklich längst vergangenen Crazy-Horse-Zeiten nachhängt, lassen die jungen Füchse aus Seattle die Folk- und Songtradition, die Leute wie Neil Young einst begründeten, in ganz überraschend neuer und unglaublich anrührender Weise wiederauferstehen. Oder besser - führen sie mit anderen, jungen, frischen Mitteln fort und sind dabei kein bißchen Retro oder Vintage, sondern ganz unverbraucht neu und unverschämt kreativ. Und wir - gerade auch wir, die wir jung waren, als es auch Neil Young gerade noch war - schwelgen: In einem Klangpool, den man nicht mehr verlassen will, wenn man einmal hineingetaucht ist. Man ist wieder und wieder versucht, sich in den Arm zu kneifen: Das es das noch / wieder gibt, nach zwei Jahrzehnten Rave- und Hiphop-Einöde...
Songperle auf Songperle reiht sich auf "Helplessness Blues" wie auch schon auf dem Debütalbum aneinander; die Füchse verwöhnen uns mit satten, funkelnden Satzgesängen, die denen von Crosby, Stills & Nash nicht im geringsten nachstehen, ohne sie zu kopieren. Dazu Arrangements und Instrumentaleinsätze, die den Musikfluß immer wieder in verblüffend neue Richtungen lenken, dabei sind die Jungs in der schlichten Gitarren-Ballade ebenso zuhause wie in orchestral und fast sinfonisch anmutenden Musikbögen. Geheimnisvoll ihre Texte, die sie offenbar aus größeren Tiefen schöpfen, als sie einem nicht englischsprachigen Zuhörer zugänglich sind. Und die Stimme Robin Pecknolds ist einfach mal... bezaubernd, auch und gerade, wenn er ihr auch mal eine Unsauberkeit erlaubt, sie mitunter eine Spur in den Diskant kippen läßt, um uns gleich einen Vers später zu beweisen, daß er ihrer in ihrem ganzen, hoch angenehmen, phosporeszierenden und berührenden Spektrum voll mächtig ist.
Was für einen Geschenk sie sind, diese Fleet Foxes...! Und ganz sicher auch DIE Geschenkidee fürs kommende Weihnachtsfest, ein Ohrenschmaus der absoluten Top-Sonderklasse! Für die, die jetzt jung sind, und die, die es mit Neil Young gewesen sind. Und es wieder werden, sobald die ersten Akkorde dieser Musik aus der Anlage tönen...
Schade, daß zur Bewertung der Fleet Foxes nur fünf Sterne zur Verfügung stehen. Denn mindestens sieben hätten sie verdient...


Kopenhagen: Hörspielfassung
Kopenhagen: Hörspielfassung
von Michael Frayn
  Audio CD

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Daneben, 3. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Kopenhagen: Hörspielfassung (Audio CD)
Kopenhagen - das meint doch im Kontext zu Niels Bohr und Werner Heisenberg vor allem die Begegnung der beiden großen Physiker Mitte der 20er Jahre, mit der sie nicht nur die klassische newtonsch-laplacsche Physik ad absurdum führten, sondern auch unser auf Ratio, Analysis, Kausalität und Dualismus beruhendes Weltbild aus den Angeln hoben und völlig neu definierten. Die Kopenhagener Deutung der Heisenbergschen Unschärferelation und der Bohrschen Komplementarität im Jahre 1927 - das wäre Thema des Hörwerks von Michael Frayn gewesen.
Habe ich zumindest angenommen, als ich mich zum Kauf der Doppel-CD entschloß, voller Neugier auf eine dramatische Umsetzung dessen, was einen der einschneidendsten Paradigmenwechsel der Neuzeit eingeleitet hat. Leider Fehlanzeige, im wahrsten Sinne des Wortes, und daher auch ein Fehlkauf. Über die o.g. Filetstücke der Quantenphysik wird zwar gesprochen, ihre tiefe physikalisch-philosophische Bedeutung aber weder ausgelotet noch dramatisch nachvollziehbar gemacht. Stattdessen halbfiktive Begegnungen und Gespräche zum Thema Kernspaltung und Atombombenbau.
Mir ist durchaus bekannt, daß sowohl Heisenberg im Dritten Reich als auch Bohr in Amerika mit ihren Forschungen zum Bau der Atombombe mittelbar oder unmittelbar beigetragen haben, obschon Heisenberg immer glaubhaft machen konnte, daß seine Arbeit mehr dem Bau eines Kernreaktors galt, auch, um die nationalsozialistischen Bemühungen um beherrschbare Kernspaltung von der Bombe weg- und zum Reaktor hinzuführen. Auch will ich nicht leugnen, daß der Verweis auf die Ambivalenz großer Wissenschaft, die zugleich Segen und Fluch für die Menschheit hervorbringen kann, notwendig und angebracht ist - aber dann hätte das Hörwerk nicht "Kopenhagen" heißen oder nicht Heisenberg und Bohr als Hauptakteure bemühen dürfen. Diese beiden Physiker als geistige Väter der Atombombe auch nur fiktiv hinzustellen, ist genauso absurd, wie die Erfindung der Atombombe aus Einsteins Formel E=mc² herzuleiten.
Die Verwendung der quantenphysikalischen Wahrscheinlichkeit als Aufhänger für mögliche unterschiedliche Gesprächsverläufe zwischen Heisenberg und Bohr kann ich in diesem Zusammenhang nur als Plattitüde und bemüht bezeichnen. Dazu kommt eine Sprechweise der Schauspieler, die mit tragischem Bibber in der Stimme die ohnehin schon schweren Inhalte doppelt, ihre Rezeption mitunter schier unerträglich macht und sie stellenweise sogar in unfreiwillige Komik verkehrt. Die musikalische Untermalung des Ganzen verdreifacht gar noch die unglückliche Wahl der Mittel.
Den Balanceakt, den der Verbleib und das Wirken großer Geister im Dritten Reich darstellte, vermag das Hörwerk recht gut wiederzugeben; insofern ist es als zeitgeschichtliche Informationsquelle hinlänglich geeignet, wofür es auch einen von fünf möglichen Sternen verdient hat. Ansonsten ist es eine Themaverfehlung par excellence und eine entsprechende Enttäuschung für mich. Ich würde den Kauf liebend gern rückgängig machen.

Peter Badstübner


Der Junge, der Träume schenkte: Roman
Der Junge, der Träume schenkte: Roman
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Höchstens drei von fünf Sternen..., 26. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Roman ist schon ganz guter Kintop. Ja, man kann ihn sich schon verfilmt vorstellen, mit Paul Newman als generösen Gangsterboß Rothstein und dem jungen Robert Redford als den älteren Christmas, aber er hält nicht, was er auf den ersten 100, 150 Seiten verspricht. Solange er die Härten des Lebens in der Lower Eastside beschreibt, ist er gut, hält sogar hin und wieder einen tiefen Moment bereit, doch nur bis etwa zum Zusammentreffen von Christmas mit Rothstein. Ab da wandelt sich alles unweigerlich zum Guten, man weiß es gleich, trotz einiger retardierender Momente - mit dem Roman aber geht es Stück für Stück bergab, sein Ton gerät mehr und mehr in Kinderbuchnähe, trotz seiner vielen Sexismen. Das Gute ist eben immer uninteressanter als das Schlimme, daran scheitert letztlich auch Luca di Fulvio. Dass jedoch der Autor mit seinem Kintop-Konstrukt so inkonsequent umgeht, erstaunt dann aber doch. Nachdem er schon die Hauptakteure seiner Story in Hollywood versammelt hat, nachdem sogar Ruths Vater im dortigen Porno-Studio aufgeschlagen ist, schreit die Story geradezu nach einem Showdown daselbst, bei dem Christmas sein im ersten Drittel des Romans mehrfach abgegebenes Versprechen, den Finsterling Bill eigenhändig fertigzumachen, wenn es die andern nicht tun, hätte einlösen können. Er hätte in einem packenden, eben kinoreifen Kampf seine große Liebe Ruth aus den Krallen des Finsterlings befreien können, nachdem sich dieser noch einmal seines Opfers von damals bemächtigt hat. Stattdessen lösen sich die Traumen des Mädchens wie auch ihres Peinigers in einer lasch gestalteten Wiederbegegnung auf einer Party in Wohlgefallen auf, und so darf denn auch der Roman nicht mit dem amerikanischen Horrorkino-Stereotyp enden: Es ist vorbei, Liebling. Stattdessen ein Happyend im New Yorker Broadwaytheater, wie es kitschiger und platter nicht hätte sein können.
Dennoch, man liest die Schmonzette auf einen Ritt durch, verdrückt hin und wieder auch mal eine Träne und hat schon seinen Spaß.
Aber eigentlich doch nur zweieinhalb von fünf Sternen...


Norton Antivirus 2011 - 1 PC
Norton Antivirus 2011 - 1 PC

4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 4. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Norton Antivirus 2011 - 1 PC (CD-ROM)
Ich habe Norton Antivirus 2011 jetzt seit einigen Wochen auf dem PC und bin sehr zufrieden damit. Die Installation war sehr einfach und hat meinen PC auch nicht - wie von dem einem oder anderen Nutzer beklagt - langsamer gemacht. Dasselbe betrifft die automatische Tätigkeit des Programmes wie z.B. Hintergrund-Scans, die nicht als Geschwindigkeitsbremse wirken. Gut finde ich auch, daß das Programm sofort den Namen von Spionen anzeigt, sollte sich doch mal einer eingeschlichen haben. Abzuwarten bleibt, ob das Programm hält, was es in Bezug auf das automatische und unkomplizierte Upgrade auf die 2012er Version verspricht.
Empfehlenswert.


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