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-Christoph- (Düsseldorf)

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BigBlue 28W tragbar Solar Ladegerät 2-Port USB 4 Wasserdichte Solarpanel mit digital Amperemeter und Reißverschluss zum Schutz - für Wiederaufladen USB-Geräte - iPhone Android GoPro usw, Schwarz
BigBlue 28W tragbar Solar Ladegerät 2-Port USB 4 Wasserdichte Solarpanel mit digital Amperemeter und Reißverschluss zum Schutz - für Wiederaufladen USB-Geräte - iPhone Android GoPro usw, Schwarz
Wird angeboten von BigBlue-DE
Preis: EUR 64,99

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technologisch das fortschrittlichste meiner 11 Solarladegeräte Achtung, auf Version mit Anzeige achten !, 6. August 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Update!
Achtung, diese Rezension bezieht sich auf das Ladegerät mit dem Ampere-Display, also dem blauen Kasten oben und den Anschlüssen an diesen. Aktuell wird auf den Fotos hier wieder die alte, ganz andere 28W-Version, ohne Display mit den Anschlüssen in der Tasche angeboten.Diese ist der Version mit Display weit unterlegen und soll nach manchen Rezensionen im US-Amazon sogar das Problem haben, dass der ungünstig hitzestauempfindliche Regler-Kasten in der Tasche sich sogar verformt! Ich finde es nicht ok, Rezensionen für eine neuer, wesentlich bessere Version zu sammeln und dann wieder die alte Version über den guten Rezensionen der neuen zu stellen.
Daher unbedingt auf den Kasten achten!!!!!! Die unten erwähnten Vorteile hat die alte 28W-Version nicht!

Die Macher des Bigblue 28W versprechen verheissungsvolles, unter anderem MPPT und eine Ampereanzeige, da konnte ich beim Blitzangebot nicht wiederstehen.

Ich habe schon einige faltbare Solarlader wie das Kingsolar 14W (welcher 10W liefert), Poweradd 7W (gemessen:3,5W), den PowerPond 7,2W (gemessen: 4,5W), Sunkingdom 60W (liefert 39W), Suoaki 20W (noch nicht bei guten Verhältnissen gemessen, maximal 12W) den Power Pond 8W (gemessen:6,5W) und einen GOLDFOX 3W (liefert 2,1W) und GOLDFOX 6W (Liefert 4,8W). Alles gemessen bei wolkenlosem Himmel gegen Mittag in NRW. Der kleine 7,2W Powerpond war auch auf La Gomera dabei und hat in 1400m Höhe auf dem höchsten Berg bei optimaler Sonne nicht mehr geliefert als in Deutschland.

Wenn die Wolken die Sonnenenergie auf dem Weg zum Boden absorbieren, dann steht dem Solarlader weniger Energie zur Umwandlung zur Verfügung und die Leistung bricht ein. Je dunkler die Wolken, desto weniger Energie kommt am Solarlader an und kann umgewandelt werden. Der Effekt hängt stark von der dicke der Bewölkung ab. Schon leichte Zirren in der Höhe kosten locker 10% Leistung. Dunkle Wolken absorbieren die Sonnenenergie praktisch komplett. Wenn es durchgehend bewölkt ist kann man vom Glück reden, wenn nur noch 20-30% der versprochenen Leistung herauskommen.

Solarlader können kleine Energie aus dem nichts zaubern, das geht nicht. Wenn die Sonne wegen Wolken keine Energie zur Verfügung stellt, kann ein Solarlader auch keine liefern. Dass sollte jedem klar sein, bevor er ein solches Gerät kauft.

Die Sache mit der Nennleistung und der Realität von Solarladern
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Wie man oben sieht, bleiben alle meine Solarlader deutlich unter Ihren Nennwerten, die sich vermutlich auf die Nennleistung der verwendeten Zellen bezieht. Da die Ladegeräte alle noch einen Spannungsregler haben, der aus der schwankenden Solarspannung 5V macht, geht bei diesem wegen unvermeidlicher Wirkungsgradverluste einiges an Leistung verloren, bevor der Strom bei dem zu ladenden Gerät ankommt. Dazu verlieren Solarzellen an Leistung, wenn diese warm werden. Statt 20W bei 25°C kommen bei meinem 20W Mono-Alurahmen-Modul nur noch 16W heraus, wenn es sich auf 55°C Betriebstemperatur erwärmt hat. Das ist völlig normal bei Solarzellen, da nur 17% der Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden und der Rest in Wärme. Bezogen auf dieses 28W Modul bedeutet das, das 28W an elektrischer Energie rauskommen (könnten), aber 130W der Sonnenenergie die Solarzellen erwärmen =>55°C Arbeitstemperatur statt 25°C, bei denen die Nennleistung erreicht wird. Meine Solar-Geräte erwärmen sich zwischen 30 und 40°C über Umgebungstemperatur.

Ich finde es echt blöd, dass fast alle Solargeräte in Schwarz daherkommen, sodass auch noch der Stoff um die Solarzellen herum fleissig Sonnenenergie in Wärme umwandelt und das Ganze zusätzlich heizt. Keine Version mit weissem Stoff anzubieten ist unschlau.

Allerdings schauen die Konsumenten heutzutage ja alle hauptsächlich darauf, dass es auch gut aussieht- selbst wenn die Funktion und Leistung darunter leidet.

Das Ergebnis kann man am angehängten Wärmebild sehen (heller=heisser). Umgebungstemperatur war 25°C, das Panel hat sich an den heissesten Stellen auf 62°C erhitzt. Die heissesten Stellen waren ausgerechte die vollkommen unnötig in schwarz gehaltenen Bereiche zwischen den eigentlichen Zellen.

Haptik
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Das Gerät macht qualitativ einen sehr guten Eindruck. Dazu ist es noch ausreichend klein und mit einem echten Gewicht von 680gr (incl. Zubehör) voll rucksacktauglich.

Das eingebaute Ampermeter ist ein echter Mehrwert gegenüber meinen anderen Geräten, da man es damit einfacher optimal auf die Sonne ausrichten kann. Richtig genau ist das Ampermeter nicht, aber +-0,1A sind schon noch im Rahmen.

Das Gerät hat eine Tasche mit Reissverschluss und kommt mit 4 Karabinern und einem Ladekabel. In die Tasche passt einiges hinein. Mein Handy würde ich während des Ladevorgangs allerdings nicht hineinstecken, da die Tasche über 50°C heiss wird. Die meisten Handys haben Temperaturschutzfunktionen und reduzieren Ihre Leistung, wenn die Temperatur über 40°C steigt. Alle hitzeerzeugenden Elemente werden gedrosselt. Dazu gehört auch der Laderegler des eingebauten Akkus. Dieser erzeugt einiges an Wärme. Insofern würde das Handy in der Tasche bei über 50°C die Ladefunktion vermutlich fast vollständig stoppen. Siehe angehängtes Bild der Wärmekamera.
Dazu altern Lithium-Akkus über 40°C sehr stark. Ein Handy in eine 55°C heisse Tasche stecken ist wirklich schecht für die Technik. Besser daneben legen unter etwas helles Schattenspendendes.

Mit den Karabinern kann das Gerät über die 4 Metallösen gut an Jeeps, Zelten o.Ä. befestigt werden.

Bei meinen anderen Solarladern hat jedes Panel 12 Zellen und diese einzelnen Panele sind immer parallel geschaltet. Das hat den Vorteil, dass man bei den anderen Ladegeräten mit nur einem entfaltetem Panel einen geringen Ladestrom erhält. Das ist hier anders. Jedes Panel hat 6 Zellen, also 3V Nennspannung. Jeweils zwei sind parallel geschaltet und diese Päärchen dann in Reihe. Damit kann man das Gerät praktisch nur voll ausgefaltet betreiben. Klappt man die linken zwei Panele ein oder sind diese verschattet, kommt nichts mehr heraus.

MPPT- Achtung, sehr technisch ..
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In der Artikelbeschreibung wird behauptet, dass dieses Gerät Mppt hat. Was bedeutet das?
MPPT ist die Abkürzung für Maximum Power Point Tracking, in deutsch die "Maximal-Leistungspunkt-Suche". Jede Solarzelle hat eine bestimmte Spannung, bei der Sie ihre maximale Leistung abgibt. Die Leistung(P) ist das Produkt aus Spannung(U) und Strom(I) (P=U*I).

Die Spannung, mit der die Solarzelle arbeitet, ergibt sich aus der Leistung, welche der angeschlossene Verbraucher abruft. Liegt die abgerufene Leistung des angeschlossenen Gerätes unter der aktuell verfügbaren maximalen Leistung des Solamoduls spielt der Punkt der maximalen Leistung eigentlich keine Rolle, da die Solarzelle unterhalb Ihrer Möglichkeiten liefert. Eine MPPT-Reglung des eingebauten Spannungswandlers ist in diesem Arbeitsbereich nicht notwendig.

Das ändert sich, wenn die Leistung der Solarzelle, z.B. wegen Wolken, einbricht. Die Spannungswandler aller meiner bisherigen Panele gehen mit dieser Situation leider schlecht um. Fordert das zu ladende Gerät mehr Leistung vom Spannungswandler ab, versucht er diese von dem Solarpanel zu holen. Kann das Solarpanel die geforderte Leistung nicht liefern, bricht die Regelung des Spannungswandlers zusammen und die Spannung des Solarpanels wird auf die niedrige Ausgangsspannung des USB-Port fallen und auf einen Wert absinken, welcher der bei dieser Spannung möglichen Leistung ergiebt. Meistens im 4,3V-Bereich.

Dieser liegt jedoch unterhalb des Punktes der maximalen Leistung der Solarzellen. Die Zellen wären in der Lage mehr Leistung zu liefern, können dies aber nicht, weil der Spannungswandler sie auf eine suboptimale Spannung zwingt.

Ein MPPT-Spannungswandler wird die Solarspannung nicht zusammenbrechen lassen, sondern im maximalen Arbeitspunkt der Solarzellen halten. Um dies zu erreichen wird die Ausgangsspannung so lange gesenkt, bis das angeschlossene Gerät nur noch so viel Leistung abfordert, wie zur Verfügung steht.

Beim Bigblue sind die Zellen so verschaltet, dass der Punkt der maximalen Leistung der Zellen bei 6V liegt (25°C, bei 55°C Betriebstemperatur etwa 5,3V). Ein MPPT-Laderegler würde die Spannung somit nicht unter 6V(bei Arbeitstemperatur 5,3V) fallen lassen.

Wenn die Sonne nicht scheint, kann ein MPPT-Regler deutlich mehr Energie liefern als ein Standard-Wandler. Bei ausreichend Sonne oder genügsamen zu ladendem Gerät wird man allerdings keinen Unterschied zum Standardsolarlader feststellen können.

Bei meinem Sunkingdom 60W ist leider kein MPPT-Regler verbaut. Wie in meiner Rezension zu dem Gerät zu lesen würde ein MPPT-Regler im sonnenarmen Bereich einen Unterschied von bis zu 6W mehr Leistung ausmachen!

Keines meiner 10 anderen Geräte hat diese Technik und somit gibt es bei allen einen einen deutlich sichtbaren Leistungsverlust und Spannungsabfall, wenn das angeschlossene Gerät mehr zieht als vorhanden ist.

Daher war ich wirklich gespannt, ob wirklich ein MPPT-Regler eingebaut ist.

Die Leistung
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Kommen wir also zur Leistung. Der Hersteller hat auf dem Panel einen maximalen Strom von 4A bei 5V angegeben. 5V*4A=20W. Somit besteht schon hier eine 28% Differenz zu den im Titel dieses Artikels versprochenen 28W.

Der Laderegler liefert nach dieser Angabe 8W weniger als beworben. Das gibt den 28W einen bitteren Beigeschmack. Allerdings ist das in dem Produktsegment und auch anderen chinesischen Artikeln, wie aus der folgenden Tabelle meiner anderen Lader ersichtlich, normales Verkaufsgebahren. Schade und unnötig, denn auch echte 20W sind schon sehr gut.

Meine Messungen habe ich 14:30 bei etwa 80.000Lux durchgeführt bei wolkenlosem Himmel. Das BigBlue habe ich optimal zur Sonne ausgerichtet. Flach hingelegt muss man von den gemessenen Werten in unseren Breitengraden locker 20% abziehen.

Das Gerät hat zwei Ports, ich habe an beide Powerbanks gehängt und es flossen 2,9A bei 5,1V, also 14,8W. Das war schonmal nicht schlecht! Da die Spannung nicht eingebrochen ist war klar, dass die Powerbanks nicht die volle zur Verfügung stehenden Leistung abgerufen haben. Fast 3A ist schon eine Hausnummer, es ist gar nicht so einfach, zwei Geräte zu finden welche die vollen versprochenen 4A bei 5V abrufen können.

Also habe ich ein 20Ohm-100W Lastpotentiometer parallel zu einer Powerbank angeschlossen. Damit bekomme ich jedes Milliwatt aus dem Solarpanel, das zur Verfügung steht.

Ich habe die Last immer weiter erhöht, bis die Leistung wieder abnahm. Der Punkt der maximalen Leistung ist auch daran erkennbar, dass der MPPT-Regler die Ausgangsspannung reduziert, damit die Eingangsspannung vom Solarpanel nicht sofort kollabiert (s.oben).

Ich habe das Bild einer Tabelle im Max-Bereich der Messwerte angehängt. Die Tabelle führt Spannung, Strom und Leistung der einzelnen Kanäle(=USB-Buchsen) auf sowie die Gesamtleistung und den Gesamtstrom.

Das Maximum zu diesem Zeitpunkt waren 18,3W. Der höchste gemessene Wert insgesamt war 18,9W bei 3,6A. Das ist nur ein Watt unter dem aufgedruckten Limit und wirklich erfreulich.
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Update: Heute war ein Tag mit 85.000Lux, und ich habe 4,2A auf der Anzeige gesehen. Ich habe 2 Powerbanks und mein Handy gleichzeitig angeschlossen (An einem Port mit einem Y-Kabel eine Powerbank und mein Handy). Mein Messgerät hat kombiniert maximal 21,8W angezeigt, wirklich gut! Näher am Äquator kann man Lichtstärken von 100000Lux erreichen, dort könnten somit nochmal 15% mehr möglich sein!
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Da geht aber sicher noch mehr, der beste Zeitpunkt ist Mittags und bei Höchststand der Sonne.

Als ich mit dem Potentiometer noch mehr abgefordert habe, sank die Spannung etwas auf von 5,06 auf 4,9V ab. Die Umstellung auf MPPT-Betrieb kostet etwas an Leistung, diese lag bei nur noch 16,7W.

Das ist wesentlich besser als bei meinen anderen Solarladern, dort fällt der Verlust deutlich höher aus.

Je mehr ich abfordere, desto mehr sinkt die Spannung- allerdings steigt der Strom deutlich. Übertreibe ich es, sinkt die Spannung sogar bis auf 1,8V-aber der Strom steigt auf unglaubliche 6,6A!! Das sind zwar nur noch 11W, aber der extreme Anstieg des Stroms zeigt eindeutlig, dass eine Art MPPT-Regler vorliegt. Der Verlauf im Extrembereich ist in der zweiten angehängten Tabelle dargestellt.

Die 6,6A flossen nur noch über einen Port. Die Gesamtleistung scheint somit an einem Port abrufbar zu sein.
Allerdings sind diese Werte nur noch hypothetisch. Praktisch kein reales Gerät, welches an einen USB-Port angeschlossen wird, lädt bei Spannungen unter 4,2V noch. Das liegt daran, dass die eingebauten Lithium-Akkus 4,2V Ladeschlusspannung haben. Zum Laden muss eine höhere Spannung angelegt werden. Ein normaler Nutzer wird am USB-Ausgang niemals über 4A messen können.

Die 6,6A, also 2,6A über Nennstrom, sind wie erwartet zuviel für das Gerät. Es ist nach kurzer Zeit mit einer Fehlermeldung ausgestiegen. Nach Zu- und aufklappen der Panele ging alles wieder. Somit scheint das Gerät einen effektiven Überlastschutz zu besitzen, meine Leistungsabforderung ausserhalb der Spezifikation hat das Gerät zwar nicht verhindert, aber klaglos weggesteckt.

Wäre es kein MPPT, würden nur ca. 3A fliessen bei 1,8V, also 4,5W. Ein deutlicher Unterschied!

Insofern ist dieses Ladegerät zu Zeiten schwachen Sonnenlichts meinen anderen Ladereglern deutlich überlegen und technisch wirklich innovativ. 20W halte ich bei optimalen Verhältnissen Mittags für absolut machbar, vermutlich sogar mehr.

Bei vollständig bedecktem Himmel, allerdings mit dünner Wolkendecke, habe ich immerhin noch 0,6A herausgeholt.

Im Vergleich von Nenn- zu Istleistung schlägt sich das BigBlue ganz passabel, es ist jedenfalls nicht der größte Lügner unter meinen Ladegeräten:

Gerät_______ Nenn__Ist W__% vom Nenn
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Kingsolar______14,0W__10,0W__71,4%
Anker_________14,0W___6,9W__49,3%
Poweradd______7,0W___3,5W__50,0%
PowerPond_____7,2W___4,5W__62,5%
PowerPond_____8,0W___6,5W__81,3%
GOLDFOX______3,0W___2,1W__71,7%
GOLDFOX______6,0W___4,8W__80,0%
Sunkingdom____60,0W__39,0W__65,0%
Bigblue________28,0W__21,8W__77,8%
SUAOKI_______20,0W__12,0W__57,1%
-------------------------------------------------
Mittel: 65,9% der Nennleistung

Fazit
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Das Bigblue übertreibt bei der Nennleistung zwar um 6W, trotzdem ist die Leistung bezogen auf die Größe verglichen mit meinen anderen Ladegeräten ausgezeichnet. Bei Sonne sollten so ziemlich alle Geräte praktisch genauso schnell geladen werden wie mit dem 230V-Herstellerladegerät. Bei ca. 3,7A Ausgangsstrom gesamt gilt das wahrscheinlich auch für zwei beliebige Geräte gleichzeitig.

Die vorhandene Leistung bei Sonne wird man vermutlich nur mit sehr wenigen gleichzeitigen Gerätekombinationen ausschöpfen können. Eventuell bei zwei Tablets. Eine dritte USB-Buchse wäre nicht schlecht gewesen, die vorhandene Leistung gibt das her.

Der eingebaute Spannungswandler mit MPPT-Funktion macht auch bei bewölktem Himmel noch das Beste aus der vorhandenen Leistung und ist auf dem letzten Stand der Solartechnik. Kein anderer meiner Solarlader ist technisch derart ausgefeilt.

Das Ampermeter ist nicht nur ein tolles Gimmick für Technikfreaks, es hilft auch beim Ausrichten zur Sonne.

Die Haptik ist sehr gut, das Verhältnis von Größe/Gewicht zur Leistung ist ausgezeichnet. Es ist gefaltet zwar länger als meine 14W-Geräte, aber nicht zu lang. Die Breite und Dicke sind mit meinen 14W-Ladern identisch. Die vier Ösen bieten mit den vier Karabinern viele Befestigungsmöglichkeiten.

Ich würde es auf jeden Fall wieder kaufen, ein wirklich gutes Ladegerät!
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Wird angeboten von Hommee Store
Preis: EUR 26,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 10W wär schön ..., 13. Juli 2017
Das Ladegerät ist kleiner als gedacht, sehr dünn, flexibel und sehr leicht. Gut zum Mitnehmen geeignet. Macht keinen schlechten Eindruck.

Nur:
Spitzensolarmodule haben Wirkungsgrade von etwa 19%, die günstigeren 14%. Wenn hier so mancher Anbieter von Solarladegeräten von 23% spricht, dann ist das eher als Seemannsgarn anzusehen.

Ein sehr gutes Solarmodul hat z.B. folgende Werte:
Sunpower E19 / 238 (1,24m²) = 191,94 W/m²

Da die Sonne in unseren Breitengraden etwa 1000W pro m² spendiert, muss man das Komma bei 191,94 W/m² einfach um eins nach vorn verschieben und man hat den Wirkungsgrad, hier also 19%.
Jetzt schauen wir uns also mal die Daten von diesem 10W-Modul an:
Artikel Größe: 26 * 14 cm = also 0,0364m² Fläche.

Da der Artikel natürlich nicht komplett mit Solarzellen ausgefüllt ist, ist die aktive Fläche kleiner. Die Zellen selbst sind 21x12,5cm, also nur 0,0265m². Bekommt man aus so einer kleinen Fläche 10W heraus? Mal abschätzen. Wir nehmen großzügerweise die 19% Wirkungsgrad der teuren Sunpower-Module auch für dieses Ladegerät an, also 190W/m². Theoretisch kann man bei dem Wirkungsgrad und 0,0265m² Fläche also 4,98W erwarten.Ups, ein ganz schöner Unterschied, wo die Artikelbeschreibung von 10W spricht. Dafür müssten die Solarzellen 40% Wirkungsgrad haben.

Das gibt es, jedoch nur bei extrem teuren Satellitensolarzellen. Im Konsumerbereich gibt es das nicht, da kann man mit 15% glücklich sein. Ich glaube nicht, dass dieses Modul auch nur 19% hat.

Soweit die Theorie, jetzt die Praxis:
Heute, Sonnenschein, Mittags. Nur gaaanz leichte Zirren am Himmel mit Lücken. Ergebnis: 4,45V und 0,85A maximal, also 3,8W. Das wären 14,4% Wirkungsgrad hinter dem Spannungswandler. Und das auch nur zu Beginn, wenn die Solarzellen noch kalt sind und mehr leisten. Vermutlich geht bei ganz klarem Himmel und klarer Luft auch 4,3W, wie anhand der Fläche berechnet.

Die Überschift ist also ganz klar gelogen, wie leider so oft grade bei chinesischen Anbietern. Die 26€ sind für die 5W- Leistungsklasse definitiv zuviel, für 21€ bekommt man auch mit dem Powerpond 8W einen faltbaren Solarlader mit 8W angeblich und 6,5W echt. Das ist ein wesentlich besserer Deal und dazu noch deutlich rouster.


Goal Zero Flip 20 Ladegerät, unisex, Flip 20, anthrazit
Goal Zero Flip 20 Ladegerät, unisex, Flip 20, anthrazit
Preis: EUR 43,51

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 13. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Goal Zero Flip 20 Ladegerät (Gartenartikel)
Ich habe für meinen Solarrucksack einen kleinen Zwischenspeicher gesucht, den ich mit dem Panel des Solarrucksacks füttern und gleichzeitig mein Handy aus der Powerbank laden kann. Dazu muss die Powerbank die sogenannte Passthrough-Fähigkeit haben.

Solche Powerbanks sind nicht leicht zu finden, nur die allerwenigsten können das richtig. Ich habe z.B. die Easyacc 6400, die das laut einer Testseite können soll, gekauft und leider einen Reinfall erlebt.
Wenn man die Powerbank lädt, kann man zwar etwas als Last anschießen, aber bei weitem nicht mehr die Leistung, die sie normalerweise im Stande ist zu liefern (2,2A). Wieviel die Easyacc selbst liefern kann beim geladen werden hängt ganz stark von der Quelle ab, mit der sie gespeist wird. Hängt eine starkes Netzteil dran, dass viel liefern kann, bricht zwar die Spannung auf 4,3V ein, aber immerhin kommen noch 1,3A heraus. Wird die Easyacc allerdings von einem 500mA Solarpaneel geladen, kommt aus dem Ausgang nur 4,2V raus, und wenn man dann versucht, etwas anzuschließen, geht sie aus. Dazu schaltet sie sich nicht automatisch ein, wenn eine Last angehängt wird. Das geht im Rucksack natürlich garnicht. Ich will die Powerbank ja nicht jedes mal herausholen müssen zum Einschalten.

So in etwa läuft das mit allen angeblich Passthrough-fähigen Powerbanks, die mir bisher untergekommen sind.

Ich habe bereits den Flip 10, der meine Anforderungen nicht erfüllt hat und gehofft, die größere 20er Version würde besser sein.

Aufgrund der Ausrichtung des Herstellers und der Versprechen auf der Homepage war die Aussicht auf echtes Passthrough mir der saftigen Aufpreis der Flip 20 wert.

Das Flip 20 sieht gut aus, stabil und hat eine 4-LED-Anzeige, welche den Ladezustand anzeigt. Diese geht kurz an, wenn man hinten den klappbaren Ladestecker reindrückt. Der ist übrigens gar nicht so praktisch, wie Goalzero darstellt. Das Flip hängt komisch am Steckerladegerät und bei meinem Rucksack musste ich einen Adapter basteln, da der Rucksack so ausgelegt ist, dass er direkt in eine Powerbank mit micro-Usb-Anschluss angeschlossen werden kann. Damit funktioniert er mit fast allen anderen Powerbanks am problemlosesten ohne Adapter.

Die Flip 20 geht automatisch an, wenn man etwas einsteckt. Leider ist das keine echte Poweron-Funktion, da ein USB-Powermeter zwar beim einstecken angeht, aber nach 40 Sekunden auch wieder aus. Aus diesem Schlafmodus wacht die Flip 20 leider nicht mehr auf, wenn ich etwas in die Powerbank einstecke. Man muss entweder kurz den Stecker ziehen und wieder einstecken, oder den Knopf an der Flip drücken. Für mein Rucksack-Szenario leider unbrauchbar.

Dazu geht sie erst in den Schlafmodus nach 40 Sekunden, wenn am Ausgang weniger als ca. 30mA gezogen werden. Das ist für Kleinverbraucher wichtig. Schwache Verbraucher wie meine Pulsense ziehen jedoch noch weniger, sodass ich diese nicht mit der Powerbank laden kann.

Mit einer einstellbaren Last habe ich ermittelt, dass die Flip 20 bei 2,25A abschaltet. Somit übertrifft sie Ihre versprochene Ausgangsleistung um 150mA. Bei voller "über" Last von 2,2A liegen nur noch 4,77V an, wobei man den Wert mit Vorsicht nehmen muss, da auch mein USB-Powermeter etwas Spannung kostet.

Mein xperia Z3 compact wird mit 1,14A geladen, mehr zieht es aus so manchem 2A USB-Netzteil auch nicht. (Mit dem Original genehmigt es sich etwa 1,3A).

Das Flip 20 selbst genehmigt sich selbst 1,5A beim Laden. Das sorg für akzeptable Ladezeiten.

Dann habe ich gespannt getestet, ob die Passthrough-Funktion wie versprochen etwas taugt.

Ich habe eine andere Powerbank als Quelle angeschlossen und die Last am Ausgang.

Leider sinkt die Ausgangsspannung dann bereits ohne Last auf 4,8V. Wenn man die Quelle einsteckt, wird der Ausgang kurz abgeschaltet. Genauso beim Wiedereinstecken.Somit ist die Flip nicht für den USV-Betrieb z.B. für einen Raspi geeignet.

Dafür schlägt sie sich sehr gut bei der Ausgangsleistung. Während sich bei der Easyacc die Ausgangsleistung halbiert beim geladen werden, steigt die maximale Ausgangsleistung mit elektronischer Last bei der Flip 20 auf 2,8A. Dabei zieht sie selbst 2,82A. Sie macht sich also die Leistungsfähigkeit der Quelle zunutze. Die Spannung bricht allerdings bei 2,2A am Ausgang auf 4,25V ein. Das sind Spannungen, bei dennen viele Handys die Laderate nicht mehr aufrecht erhalten können.

Mein Z3 z.B. zieht bei alleiniger Ladung 1,17A, wenn die Flip 20 auch geladen wird und wo bis zu 2,8A möglich wären, nur noch 0,79A bei 4,72V. (Flip 20 zieht 1,32A) Vermutlich wird das bei den meisten anderen Handys auch so sein.

Ohne Last lädt die Flip 20 auch noch, wenn das Solarpaneel bei Wolken nur noch 20mA liefert. Darunter klappt`s dann nicht mehr. Das können andere Powerbanks wie Easyacc aber auch.

Dann der entscheidende Frage, bei dem die meisten Versagen: Wird die Flip 20 auch nur ungefähr soviel am Ausgang abgeben können, wie vom Eingang mit schwachen Solarpanel kommt oder ist sie eine echte Solar-Powerbank?

Die Antwort: Leider Nein. Es ist keine echte Solarpowerbank. Bin schwer enttäuscht. Liefert das Solarpaneel nur 400mA, kommen am Ausgang auch nur 380mA raus. Wenn man mehr abfordert mit der Last, geht es aus. Mein Z3 lädt mit 400mA, manchmal geht das Flip 20 aber beim Laden auch aus. Es ist somit an der Grenze seiner Möglicheiten.

Somit ziehe ich enttäuscht 3 Sterne ab, weil die versprochene Passthrough-Funktion letztlich am in der realen Einsatzsituation genauso schlecht ist wie bei den anderen Powerbanks und die Versprechen nicht zutreffen. Gegenüber der weniger als halb so teuren Easyacc kann sie in keinem Bereich punkten. Das ist mir zuwenig für den Aufpreis. Mit dem Easyacc 6400 ist man besser dran zum günstigeren Preis.


Goal Zero Flip 10 Akku, Flip 10, grau
Goal Zero Flip 10 Akku, Flip 10, grau
Preis: EUR 25,24

2.0 von 5 Sternen Schwacher Solarzwischenspeicher., 7. Mai 2017
Rezension bezieht sich auf: Goal Zero Flip 10 Akku (Gartenartikel)
Ich habe für meinen Solarrucksack einen kleinen Zwischenspeicher gesucht, den ich mit dem Panel des Solarrucksacks füttern und gleichzeitig mein Handy aus der Powerbank laden kann. Dazu muss die Powerbank die sogenannte Passthrough-Fähigkeit haben.

Solche Powerbanks sind nicht leicht zu finden, nur die allerwenigsten können das richtig. Ich habe z.B. die Easyacc 6400, die das laut einer Testseite können soll, gekauft und leider einen Reinfall erlebt.
Wenn man die Powerbank lädt, kann man zwar etwas als Last anschießen, aber bei weitem nicht mehr die Leistung, die sie normalerweise im Stande ist zu liefern (2,2A). Wieviel die Easyacc selbst liefern kann beim geladen werden hängt ganz stark von der Quelle ab, mit der sie gespeist wird. Hängt eine starkes Netzteil dran, dass viel liefern kann, bricht zwar die Spannung auf 4,3V ein, aber immerhin kommen noch 1,3A heraus. Wird die Easyacc allerdings von einem 500mA Solarpaneel geladen, kommt aus dem Ausgang nur 4,2V raus, und wenn man dann versucht, etwas anzuschließen, geht sie aus. Dazu schaltet sie sich nicht automatisch ein, wenn eine Last angehängt wird. Das geht im Rucksack natürlich garnicht. Ich will die Powerbank ja nicht jedes mal herausholen müssen zum Einschalten.

So in etwa läuft das mit allen angeblich Passthrough-fähigen Powerbanks, die mir bisher untergekommen sind.

Aufgrund der Ausrichtung des Herstellers und der Versprechen auf der Homepage war die Aussicht auf echtes Passthrough mir der saftigen Aufpreis der Flip 10 wert.

Das Flip 10 sieht gut aus, stabil und hat eine 4-LED-Anzeige, welche den Ladezustand anzeigt. Diese geht kurz an, wenn man hinten den klappbaren Ladestecker reindrückt. Der ist übrigens gar nicht so praktisch, wie Goalzero darstellt. Das Flip hängt komisch am Steckerladegerät und bei meinem Rucksack musste ich einen Adapter basteln, da der Rucksack so ausgelegt ist, dass er direkt in eine Powerbank mit micro-Usb-Anschluss angeschlossen werden kann. Damit funktioniert er mit fast allen anderen Powerbanks am problemlosesten ohne Adapter.

Die Flip 10 hat schonmal einen Vorteil. Sie geht automatisch an, wenn man etwas anschließt. Schonmal gut für meinen Einsatzzweck.

Dazu geht sie erst aus, wenn am Ausgang weniger als 28mA gezogen werden. Das ist für Kleinverbraucher wichtig. Schwache Verbraucher wie meine Pulsense ziehen jedoch noch weniger, sodass ich diese nicht mit der Powerbank laden kann.

Mit einer einstellebaren Last habe ich ermittelt, dass die Flip 10 bei 1,15A ausgeht. Somit übertrifft sie Ihre versprochene Ausgangsleistung um 15%. Gut :-). Bei voller "über" Last von 1,15A liegen nur noch 4,82V an, wobei man den Wert mit Vorsicht nehmen muss, da auch mein USB-Powermeter etwas Spannung kostet. Mit fortschreitender Ladezeit nimmt die Spannung allerdings noch etwas auf 4,6V ab. Eventuell weil sich der Spannungswandler im Inneren aufheizt? Wenn man unter 1A bleibt, bleibt die Powerbank bei 4,8V.

Mein xperia Z3 compact wird mit 1,14A geladen, mehr zieht es aus so manchem 2A USB-Netzteil auch nicht. (Mit dem Original genehmigt es sich etwa 1,3A).

Das Flip 10 selbst genehmigt sich selbst 1,1A beim Laden.

Dann habe ich gespannt getestet, ob die Passthrough-Funktion wie versprochen etwas taugt.

Ich habe eine andere Powerbank als Quelle angeschlossen und die Last am Ausgang.
Leider sinkt die Ausgangsspannung bereits ohne Last auf 4,7V.
Dafür schlägt sie sich sehr gut bei der Ausgangsleistung. Während sich bei der Easyacc die Ausgangsleistung halbiert beim geladen werden, steigt die maximale Ausgangsleistung mit elektronischer Last bei der Flip 10 auf 1,4A. Dabei zieht sie selbst 1,41A. Die Spannung bricht allerdings auf 4,32V ein. Bei 1A kommt Sie auf 4,43V. Das sind Spannungen, bei dennen manche Handys die Laderate nicht mehr aufrecht erhalten kann.

Mein Z3 z.B. zieht bei alleiniger Ladung 1,15A, wenn die Flip 10 auch geladen wird und wo bis zu 1,4A möglich wären, nur noch 0,58A bei 4,48V. (Flip 10 zieht 1,04A) Vermutlich wird das bei den meisten anderen Handys auch so sein.

Ohne Last lädt die Flip 10 auch noch, wenn das Solarpaneel bei Wolken nur noch 20mA liefert. Darunter klappt`s dann nicht mehr. Das können andere Powerbanks wie Easyacc aber auch.

Dann der entscheidende Frage, bei dem die meisten Versagen: Wird die Flip 10 auch nur ungefähr soviel am Ausgang abgeben können, wie vom Eingang mit schwachen Solarpanel kommt oder ist sie eine echte Solar-Powerbank?

Die Antwort: Leider Nein. Es ist keine echte Solarpowerbank. Bin schwer enttäuscht. Liefert das Solarpaneel nur 400mA, kommen am Ausgang auch nur 400mA raus. Wenn man mehr abfordert mit der Last, geht es aus. Mein Z3 lädt mit 400mA, manchmal geht das Flip 10 aber beim Laden auch aus. Es ist somit an der Grenze seiner Möglicheiten.

Somit ziehe ich enttäuscht 2 Sterne ab, weil die versprochene Passthrough-Funktion letztlich am in der realen Einsatzsituation genauso schlecht ist wie bei den anderen Powerbanks und die Versprechen nicht zutreffen. Gegenüber der halb so teuren Easyacc kann sie nur mit der Auto-On-Funktion punkten. Das ist mir zuwenig für den Aufpreis. Mit dem Easyacc 6400 ist man besser dran zum günstigeren Preis.


SUNKINGDOM 60W 18V Solar Ladegerät 2-Port Beweglicher Solar Panel Ladegerät für Laptop, iPhone, iPad, Samsung und Andere Digitale Geräte
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Wird angeboten von GreenPowerDirect
Preis: EUR 119,99

96 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bin zufrieden, hat aber Designschwächen., 9. April 2017
Als die Sunkingdom 60W-Version als Blitzangebot kam, hab ich zugeschlagen.

Ich habe schon einige faltbare Solarlader wie das Kingsolar14W (welcher 10W liefert), Poweradd 7W (gemessen:3,5W) , den PowerPond 7,2W (gemessen: 4,5W), Suoaki 21W (noch nicht bei guten Verhältnissen gemessen) den Power Pond 8W (gemessen:6,5W) und einen Noname 3W (liefert 2,1W). Alles gemessen bei wolkenlosem Himmel gegen Mittag in NRW. Der kleine 7,2W Powerpond war auch auf La Gomera dabei und hat in 1400m Höhe auf dem höchsten Berg bei optimaler Sonne nicht mehr geliefert als in Deutschland.

Die Sache mit der Nennleistung und der Realität von Solarladern
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Wie man oben sieht, bleiben alle meine Solarlader deutlich unter Ihren Nennwerten, die sich vermutlich auf die Nennleistung der verwendeten Zellen bezieht. Da die Ladegeräte alle noch einen Spannungsregler haben, der aus der schwankenden Solarspannung 5V macht, geht bei diesem wegen unvermeidlicher Wirkungsgradverluste einiges an Leistung verloren, bevor der Strom bei dem zu ladenden Gerät ankommt. Dazu verlieren Solarzellen an Leistung, wenn diese warm werden. Statt 20W bei 25°C kommen bei meinem 20W Mono-Alurahmen-Modul nur noch 16W heraus, wenn es sich auf 55°C Betriebstemperatur erwärmt hat. Das ist völlig normal bei Solarzellen, da nur 17% der Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden und der Rest in Wärme. Bezogen auf dieses 60W Modul bedeutet das, das 60W an elektrischer Energie rauskommen (könnten), aber 292W der Sonnenenergie die Solarzellen erwärmen =>55°C Arbeitstemperatur statt 25°C, bei denen die Nennleistung erreicht wird.

Ich finde es echt blöd, dass fast alle Solargeräte in Schwarz daherkommen, sodass auch noch der Stoff um die Solarzellen herum fleissig Sonnenenergie in Wärme umwandelt und das Ganze zusätzlich heizt. Insofern ist es schlau von Sunkingdom, die eigentlichen Solarzellen nicht auf designoptimiert-schwarzen Trägerplatten zu montieren, sondern auf weissen, sodass diese "toten" Flächen nicht unnötig Wärme erzeugen. Keine Version mit weissem Stoff anzubieten ist dagegen unschlau.

Allerdings schauen die Konsumenten heutzutage ja alle hauptsächlich darauf, dass es auch gut aussieht- selbst wenn die Funktion und Leistung darunter leidet.

Die 18V-Buchse
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Dies ist bisher mein einziges Ladegerät, welches über einen separaten 18V-Ausgang verfügt.

Laut Aufdruck auf dem Gerät hat der Ausgang eine Spannung von 18V +-0,5V. Das ist jedoch definiv falsch. Für +-0,5V müsste der Ausgang (wie der 5V-Ausgang) geregelt sein, was nicht der Fall ist. Die Spannung ändert sich mit der abgeforderten Leistung, somit wären eher +2,5V-4,5V richtig.

Insofern hat die 60W - Version gegenüber meinen anderen Geräten einen Vorteil, da die Solarspannung direkt angezapft werden kann und keine Leistung durch den Regler verlorengeht. (Leider gehen doch noch 1,5W verloren, da am 18V-Ausgang Dioden sind, s.U.) Dies hat logischerweise auch den Nachteil, dass die Spannung eben nicht geregelt ist.

Ohne Last kommt bei Betriebstemperatur eine Spannung von 19,4V (kalt über 20V) heraus, die sich, je mehr man abfordert, entsprechend reduziert. Ich habe mit einem regelbaren Lastwiderstand ermittelt, dass der Punkt der maximalen Leistung bei etwa 13,9V liegt. Das bedeutet angesichts der Leistungskennlinien von Solarzellen, dass bei den angegebenen 18V Nennspannung statt den versprochenen 3,3A laut Aufdruck deutlich weniger herauskommt. Das Modul ist ganz offensichtlich darauf ausgelegt, in Spannungslagen von 12V-Blei-Akkus die höchste Leistung abzugeben.

Für 18V-Laptops ist der Laderegler daher wenig geeignet, da er zum einen keine geregelte Spannung abgibt und zum anderen im 18V-Bereich viel weniger Leistung (ich schätze -35% zum Maximum, 2,1A) als angegeben liefert.

Bei 12V-Laptops, die auch mit 19V umgehen könnten, wenn Sie denn voll geladen sind, kann man durch die Nähe zum Punkt der höchsten Leistung mit deutlich mehr Strom rechnen. Wobei ich wirklich Skrupel hätte, ein auf 12V spezifiziertes Notebook im Extremfall mit 19V zu füttern - das kann arg danebengehen und der Hersteller wird bei Defekt sicherlich die Garantie verweigern, wenn das Gerät mit Spannungen derart weit außerhalb der Spezifikation betrieben wurde- und das ist feststellbar.

Haptik
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Das Ladegerät selbst macht einen recht guten Eindruck, stabiler Stoff, Nähte Ok. Verglichen mit dem Anker ist der Faltbereich mit der Elektronik und den Anschlüssen jedoch wesentlich labbriger, es ist nicht verstärkt. Nachdem ich das Gerät zum Test an einer Naht geöffnet habe (s.U.), fällt auch der Vergleich des Nahtmaterials mit dem des Ankers nicht gut aus. Es ist wesentlich dünner und ließ sich wesentlich einfacher trennen.

Die Maße sind gefaltet für diese Leistung wirklich gut, man kann es ausgezeichnet mitnehmen.

Das Ladegerät kommt mit einigem Zubehör wie Kabeln und Adaptern, welches sich leider nicht im Gerät selbst unterbringen lässt. Alle meine anderen Ladegeräte haben, obwohl diese ohne Zubehör kommen, eine Tasche angenäht. Dieses Gerät kommt mit viel Zubehör, aber ohne Tasche. Macht keinen Sinn. Ich habe mir bei Pollin für 50cent eine Universaltasche gekauft, Bestellnr. 862 465, in die das komplette Zubehör hineinpasst und welche über Krepp-Laschen verfügt, mit denen man diese praktisch am Griff befestigen kann.

Die echte Leistung
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Kommen wir zum wichtigsten, der Leistung: Ich habe mit dem Lastwiderstand bei perfekt zur Sonne ausgerichtetem Lader solange probiert, bis ich den Punkt der maximalen Leistung mit zwei Multimetern gefunden hatte. Und der liegt bei 13,9V mit maximal 39W. Ich schätze, dass man im Sommer bei optimalen Bedingungen am Äquator oder wenn es richtig kalt und sonnig ist vielleicht so etwa 45W herauskitzeln könnte. Mehr kann man nicht erwarten.
Wenn ich das Verhältnis von Nenn- und Echtleistung meiner Ladegeräte vergleiche:

Gerät_______ Nenn__Ist W__% vom Nenn
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Kingsolar______14,0W__10,0W__71,4%
Anker_________14,0W___6,9W__49,3%
Poweradd______7,0W___3,5W__50,0%
PowerPond_____7,2W___4,5W__62,5%
PowerPond_____8,0W___6,5W__81,3%
GOLDFOX______3,0W___2,1W__71,7%
GOLDFOX______6,0W___4,8W__80,0%
Sunkingdom____60,0W__39,0W__65,0%
Bigblue________28,0W__18,9W__71,4%
SUAOKI_______20,0W__12,0W__57,1%
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Mittel: 65,9% der Nennleistung

Liegt das Sunkingdom mit 65% vom Nennwert knapp über dem Mittel, welcher allerdings vom eventuell defekten Anker massiv nach unten gezogen wird.

Auf die Sonne ausrichten oder flach hinlegen ..
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Die perfekte Ausrichtung war einiges an Arbeit, da das Gerät wirklich sehr laaang ist und nicht steif. Ich habe mit Wäscheklammern eine Leiste oben und unten befestigt und die Neigung mit 4 Stützen eingestellt. Das kann man allerdings unterwegs kaum bewerkstelligen. Da bleibt eigentlich nur flach hinlegen.

Wenn die Sonne nicht im Zenith steht und man nicht am Äquator ist, hat man durch das Flache hinlegen und den schräg auftreffenden Sonnenstrahlen deutlich weniger Leistung zu erwarten. Bei meinen Messungen stand die Sonne etwa 50° über dem Äquator und flach auf den Boden gelegt lieferte es nur noch maximal 28W statt 39W. Das ist schon ein fetter Unterschied. Wenn man nach Sonnenstandsdiagramm bei Google sucht, findet man für Düsseldorf die Daten und daraus ist ersichtlich, dass die Sonne hier niemals über 62° über den Horizont kommt. Damit wird man mit diesem 60W-Lader in Deutschland flach hingelegt wohl kaum über 30W echter Leistung kommen.

Für die schlechte Ausrichtbarkeit muss man Punkte anziehen.

Vergleich mit meinen anderen Ladegeräten
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Mein persönlicher Favorit bleibt das Power Pond 8W, weil es schön klein ist und damit besser zum Mitnehmen. Er kann auch gut auf die Sonne ausgerichtet werden. Zudem liefert es bei Sonne genau soviel an Leistung, wie mein XPeria Z3 compact maximal zieht. Mein Kingsolar 14W oder auch dieses 60W-Gerät würde mir bei Sonne dieses Handy tatsächlich nicht schneller Laden als das 8W PowerPond, da mein Z3 sich nur maximal 1,25A geehmigt. Das ist natürlich bei anderen Verbrauchern wie Tablets oder Superphones mit 2A Ladestrom anders, aber auch bei diesen genügen 8W schon für akzeptable Ladezeiten.

Warum 60W?
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Warum sollte man sich also ein 60W-Modell zulegen? Wie man bei dem Anker und Kingsolar sieht, machen 14W Leistung nur richtig Sinn, wenn man mehrere Geräte gleichzeitig laden will. 2A Tablet-Ladestrom bei 5V sind nämlich 10W. Daher haben Anker und Kingsolar auch zwei 2,1A-Buchsen, damit 14W zumindest theoretisch abrufbar sind.

Hier könnte das Sunkingdom 60W richtig punkten, da man mit 40 echten Watt 4 Tablets mit 2A gleichzeitig versorgen könnte. Tja "Könnte" ist das Stichwort- denn das Sunkingdom hat leider nur einen USB-Anschluss mit maximal 2,1A Nennstrom - Somit kann man von den 40 vorhandenen Watt über USB leider nur 10,5W abrufen. Bei Sonne ist zwischen dem Kingsolar 14W und dem Sunkingdom 60W am USB-Port kein Unterschied feststellbar. Doof.

Anders sieht das natürlich aus, wenn man versucht, sein Gerät bei Wolken zu laden, hier kann das 60W-Gerät diese ungenutzten Reserven ausschöpfen. Theoretisch kann das Gerät nämlich auch dann noch die vollen 2,1A Ladestrom am USB-Port liefern, wenn die Wolken 75% der Sonnenenergie gefressen haben ( das passiert allerdings schon bei relativ dünner Bewölkung, ausgeprägte Zirrus-Wolken können schon 30% vernichten, auch wenn man das Gefühl hat, einen tollen sonnigen Tag zu haben!). Das Kingsolar liefert unter den Bedingungen nur noch 2,5W statt 10W.

Aber wegen der besseren Leistung bei mittelschwerer Bewölkung (bei dicker Wolkendecke kommt kaum nochwas, da liefert auch die 60W-Version nichts) so viel Geld mehr ausgeben für die 60W-Version?

Hier hat Sunkingdom definitiv Nützlichkeit verschenkt, indem man nur einen statt 4 USB-Ports eingebaut hat.

Sonstige Einsatzszenarien
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Zum Laden eines 12V-Akkus z.B. beim Wohnwagen ist es optimal, wenn auch hier ein zusätzliches Ladegerät benötigt wird, um ein Überladen des Akkus zu verhindern. (Die unten genannte BQ24650-Platine hilft aber auch hier!) Direkt an den Akku angeschlossen würde der Sunkingdom diesen bis zum Exitus über die für Bleiakkus empfohlenen 14,2V Ladeschlusspannung weiterladen.

Ich habe auch ein 45W- Solarladegerät mit richtigen Solarmodulen im Metallrahmen, Scharnieren und Stützen zum Ausrichten auf die Sonne. Es ist zwar wesentlich unhandlicher und schwerer, dafür liefert es jedoch echte 43W- und das dank Ausrichtbarkeit fast immer bei Sonne. Für den Wohnwagen würde ich dieses bevorzugen, weil hier Größe und Gewicht nicht wirklich eine Rolle spielt..

Fürs Backpacking und Camping dagegen macht das Teil nur Sinn, wenn man eine Powerbank hat, die man mit 40W auf 12V laden kann. Die sind jedoch selten und teuer. Eines zu finden, welches das Ladegerät mit 3A voll ausnutzt ist extrem schwer. Meine 12V Anker-Powerbank genehmigt sich am Eingang z.B. nur 1,2A, also 14,4W.
Update: Ich habe eine hervorragende Powerbank für das Panel gefunden: XTPower® XT-20000QC2 ASIN B01M9BGFJM
Die Powerbank und das Panel harmonieren hervorragend. Das mitgelieferte Kabel sowohl beim Panel als auch bei der Powerbank passt direkt in die Ladegerätbuchse. Die Powerbank kann mit 13-20V umgehen, und soll mit maximal 30W geladen werden können. Die Powerbank zeigt die aktuell abgegebene oder eingehende Leistung an. Der maximale Ladewert der Powerbank mit dem Panel ging bei mir auf 36W hoch, die Powerbank nimmt also fast das Maximum an Leistung an, welches das Solarladegerät liefert. Wenn die Powerbank über die 18V geladen wird, kann man sogar 2 Geräte an den Powerbank-Buchsen parallel laden. Mit der Powerbank sind alle Nachteile des Solarpanels behoben.
Ich habe bisher keine andere Powerbank in dieser Größe gefunden, welche derart schnell geladen wird. Dazu kann man mit dieser Powerbank auch Notebooks mit geregelten 12V, 16V, 19V, 20V und 24V laden mit bis zu 65W. Bis auf den Preis von 79€ die mit Abstand beste Ergänzung, welche man zu dem Solarladegerät kaufen kann. Die Powerbank hat 75Wh, genug um mein Handy 7 mal zu laden, und ist selbst über die 18V-Buchse in 3-4h voll.

Fazit
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Wenn man mit 1-2 stromhungrigen Geräten in Urlaub fährt und per Sonne laden will, ist man in einem sonnenreichen Land mit einem 14W-Gerät bzw. je nach Strombedarf der Geräte mit dem PowerPond 8W eigentlich gut bedient. Das kann man dann auch besser am Rucksack festmachen. Dafür ist die 60W-Version nämlich definitiv zu lang.

Insofern ist die 60W-Version eher was für Spezialfälle in der 18V-Anwendung bei hoher Leistung. Welche das sind ist schwierig zu sagen, da der ungeregelte 18V-Ausgang in Leistung und Spannungsstabilität für Laptops eigentlich nicht geeignet ist.

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Update 29.07.2017 Achtung, das ist nur für Leser mit Elektronikkenntnissen, alle Anderen hören besser hier auf zu lesen.
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Mittlerweile lade ich damit mein Acer Iconia Tab 510 (12V ), habe mir dazu jedoch einen speziellen Adapter gebastelt. Für Hobbyelektroniker der Tipp: Nach BQ24650 5A MPPT suchen, dann findet man für ca. 12-15€ aus China eine 5A Solar-Laderegler-Platine, mit dem man einen Adapter löten kann. Mit diesem kann man den Ausgang auf 5V oder 12V regeln und hat dann bei 5V 5A Ladestrom oder ca. 3A Ladestrom bei exakt 12V.

Dieser Laderegler hat dazu noch den Vorteil, dass man die Solarspannung vorgeben kann. Somit kann man das Solarpanel im Punkt der maximalen Leistung bei 13,9V und 2,8A betreiben, und dieser Regler transformiert dies dann bei 94% Wirkungsgrad zu 12V / 3A oder 5V 5A. Ich habe an den Regler zwei USB-Ports angelötet und ein Kabel zum Anschluss der mitgelieferten Adapter und habe auf diese Weise zwei zusätzliche USB-Ports mit ordentlich Strom. An den anderen Anschluss kann man dann auch eine 3A-Kühlbox hängen. Nochmal der Hinweis: Diese Platine ist nur etwas für Elektronik-Bastler.

Ich habe das Gehäuse mit dem Regler geöffnet. Dafür muss man an der Seite die Naht auftrennen, denn das Gehäuse ist mit Schrauben von unten befestigt. Ein Bild ist angehängt.

Der 18V-Ausgang ist nicht definitiv nicht geregelt, jedoch mit 3 SS34-Dioden gegen Stromrückfluss ins Panel geschützt. Schade, denn die Dioden kosten 0,5V Spannung oder 1,5W. Da der Rückfluss ins Panel bei 12V grade mal 15mA bei 12V beträgt (15,5V=50mA) (diese Werte nur bei völlig abgedunkelten Panelen, wenn auch nur etwas Licht draufkommt sinkt der Wert drastisch) überlege ich, die Dioden zu überbrücken die 1,5W Diodenverluste zu stoppen.

Das erklärt auch, warum der Punkt der maximalen Leistung so tief liegt. Bei 36 Zellen und 55°C sollte der Punkt der maximalen Leistung eigentlich bei 15,5V liegen, also 1,6V höher als ich gemessen habe (13,9V). 0,5V der fehlenden 1,6V kommen von den Dioden, bei dem Rest tippe ich auf Leitungsverluste. Das Panel ist wirklich lang, das äußerste Element ist 1,5m vom Regler weg, da fällt einiges an Spannung an den Leitungen ab. (Hin- und Rückweg!)
Mit dickeren Leitungen zwischen den Zellen könnte man vermutlich einiges der theoretischen 3W Leitungsverluste retten.

Der Eingang des Spannungswandlers für die 5V für den USB-Ausgang hängt direkt an den 18V-Leitungen der Panele und ist aufwendiger als gedacht. Da ist ein kleiner SOIC 8 mit chinesischen Schriftzeichen drauf, eventuell ein Buck-Controller oder ein Microcontroller, ein 50mOhm-Shunt, ein 324-4-fach Opamp, ein 7550-1 5V LDO, ein SOT23-5 3002D und auch hier eine SS34 Diode. Ziemlich aufwendig nur für Spannungswandler. Ich hab schon auf eine Art mppt getippt.

Der Schaltwandler arbeitet bei festen 400kHz, sowohl bei 100mA als auch bei 2A. Bei 2A 40mV Ripple Peak-Peak.

Ein paar Messwerte für den 5V Spannungsregler bei 15,7V am Labornetzteil:
Ruhestrom: 10mA
Leerlaufspannung: 5,12V
Messwerte des Reglers bei Last, 15,7V :
0,21A - 5,12V Wirkungsgrad 82%
0,5A - 5,115V Wirkungsgrad 87,8%
0,7A - 5,11V Wirkungsgrad 88,4%
1,0A -5,10V Wirkungsgrad 88,7%
1,5A -5,10V Wirkungsgrad 87,9%
2,0A -5,10V Wirkungsgrad 87,1%
2,5A -5,10V Wirkungsgrad 85,9%
3,0A -5,10V Wirkungsgrad 84,9% - er geht schon noch deutlich über 2,1A, fragt sich nur, wie lange er das aushält.

Bei der Nennleistung, 2,1A, kommt die Diode auf 79°C (24°C Raumtemperatur), der SOIC 8 auf 74°C, siehe FLIR-Bild. Eingebaut im Gehäuse ist das sicher mehr, grade wenn das Gerät 55°C Betriebstemperatur hat. Ob der Spannungswandler bei 30+°C höherer Temperatur noch 3A schafft oder vorher die vielleicht eingebaute Temperaturschutzfunktion anspringt ist die Frage. Immerhin packt Sunkingdom die Elektronik nicht in eine Tasche wie z.B. Suaoki, wo der Wärmeabfluss noch schlechter wäre.

Dann habe ich getestet, ob der Spannungswandler eine Mppt-Funktion hat wie der BQ24650 5A MPPT.

Ich habe das 100W Lastpoti so eingestellt, dass 2,1A aus dem Laderegler gezogen wird. Dann habe ich beim Labornetzteil die Strombegrenzung so lange heruntergeregelt, bis es unter dem Wert war, den der Eingang gezogen hat. Die Systemspannung ist sofort eingebrochen auf 6,9V. Im realen Leben würden also auch am 18V-Ausgang nur noch 6,9V anliegen, wenn der USB-Ausgang mehr zieht als die Panele liefern.

Schade, kein Mppt. Wenn das Panel also bei 15,7V weniger als 0,75A liefert z.B. wegen Bewölkung, dann bricht die Spannung auf 6,9V zusammen und damit natürlich auch die Leistung. Das ist blöd. Denn 6,9V und 0,74A sind nur noch 5,1W.

Der Effekt ist also folgender: Liefert das Panel über 0,77A bei 15,5V (12,166W), dann kommen aus dem USB-Port 5,1V und 2A (10,5W) heraus. Sinkt der Strom von den Panelen minimal auf 0,74A, bricht die Spannung zusammen und es stehen nur noch 5,1W zur Verfügung und damit kommen aus dem Ausgang am Lastpoti nur noch 3,28V und 1,3A, also 4,3W. Dabei könnte das Panel bei 15,8V und 0,74A glatte 11,8W liefern. Ein MPPT-Laderegler, der die Panelspannung nicht unter 15,5V absinken lassen würde, würde im Grenzbereich einen Unterschied von 6W an Ladeleistung ausmachen! Eine solcher Regler ist also bei 18V-Systemspannung wirklich wichtig. Bei reinen 5V USB-Ladern ist es nicht so wichtig, denn diese haben 6V Systemspannung, hier ist der Leistungseinbruch auf 4,5V nicht so tragisch.

Ich werde die Elektronik wohl durch einen oder zwei BQ24650 (1x 5V 5A für 3 USB_Ports direkt am Gerät und 1x 12V für den Acer) komplett ersetzen, der hat mit 94% auch nochmal einen Bonus durch 6% besseren Wirkungsgrad und holt immer die maximal mögliche Energiemenge aus den Zellen, weil er die Spannung nicht einbrechen lässt.

Zusammenfassung der Verluste:
Bei 5V und 2A: ca. 11% Wirkungsgradverluste =1,1W
Bei 18V: ca. 1,1V/3W Leitungsverluste und 1,5W Verlust durch die Dioden =4,5W insgesamt.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2017 5:55 PM MEST


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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich gut., 25. März 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich sammle diese faltbaren Solarladegeräte und habe auch einen 14W Anker, 14W Kingsolar, 7,2W Powerpond, einen 7W Poweradd und einen 3W Solarlader in meinem Fundus. Jetzt auch dieses 8W-Teil.

Die folgenden Angaben habe ich mit meinem genauesten USB-Powermeter gemessen, welches grade mal 5mA von meinem 6 1/2 Stellen- Multimeter abweicht. Last war entweder meine elektronische Last, eine 2,1A Ladestrom Powerbank oder mein Z3.

Der 14WAnker oder Kingsolar liefert bei mir an einem Port nicht mehr als 6-7W. Der 7W-2-Zellen Poweradd kommt nicht über 4W. Und das bei der Größe!

Der 4-Zellen 7,2W Powerpond hat auf La Gomera 4,2W geliefert, was schon brauchbar ist. Angesichts der Größe war das bisher mein Lieblingssolarlader.

Dieser 8W Solarlader ist nur unwesentlich größer als die 7,2W-Version, daher habe ich mit etwa 4,7W Output gerechnet. Aber nein, diese Teil war eine echte Überraschung. Es hat 6W geliefert, ähnlich viel wie das 3x größere Anker an einem einzelnen Port. Man kann es wesentlich besser Mitnehmen, es sieht gut aus und macht einen guten Eindruck. Bei 6W =1,2A lädt es mein XPeria Z3 compact (ca. 2300mA Ladekapazität fast Leer-Voll) fast genauso schnell wie das Originalladegerät. Was will man mehr?


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Funktioniert mit dem magentischen Ladeanschluss des XPeria Z3 compact, 25. März 2017
Ich habe den Solarlader heute mittags bei Sonnenschein, allerdings mit leichten Zirruswolken, getestet.
Das Panel liefert laut Beschreibung 500mA bei 5V, was 2,5W entspricht. Insofern sind die 3W Leistungsangabe im Titel vermutlich auf die Nennleistung der nackten Solarzellen bezogen, genauso wie bei Powerbanks bei der Kapazität geschummelt wird und die Batteriekapazität der eingebauten Zellen angegeben wird statt den mA, die letztlich hinter dem Spannungswandler tatsächlich herauskommen.

Das Panel hat einen Spannungsregler, der die Solarspannung bei Leerlaufunter 5,2V hält.

Die Module haben 12 einzelne Zellen, daher haben die Zellen wahrscheinlich Ihre höchste Leistung bei 6V und eine Leerlaufspannung von über 7V. 6V und 500mA würden 3W ergeben, somit denke ich das die Leistungsangabe stimmt. Letztlich ans Handy kommen aber wegen der geringeren Spannung und den Verlusten im Spannungsregler deutlich weniger.

Das XPeria hat mit dem magnetischen Ladeanschluß wirklich sehr gute Voraussetzungen für das Laden per Solarenergie. Der Anschluß zieht bis zu 1,3A, wenn das Ladegerät stark genug ist. Der Anschluss erkennt am Spannungsabfall, ob das Ladegerät den Strom liefern kann und senkt den Strom, wenn die Spannung einbricht. Ein Ladeabbruch erfolgt auch bei sehr schwachen Stromquellen nicht.

Ich habe heute bis zu 2,07W bei leichten Zirren gemessen, bei 4,6V und 0,45A. Ohne Zirren bei ganz klarem Himmel sollten die 2,5W drin sein. Ob das genug ist (grade bei dem Spannungseinbruch) um IPhones zu laden- hmmm. MIt Powerbank als Zwischenspeicher geht es natürlich auf alle Fälle.

Ich bin mit meinem Kauf zufrieden. Ich brauche ca. 2300mAh, um mein Z3 zu laden. Bei den 450mA, welche das Panel liefert, sind das 5h Ladedauer. Mein 8W Panel kann das natürlich viel schneller, ist aber auch bei weitem größer. Dieses Teil passt in eine Jackentasche, ist superleicht und sieht gut aus. Und es reicht, um mein Handy in einer Stunde um 20% zu laden. Finde ich gut für den Preis.

Energiehungrige IPhones mit 4000mAh-Akkus werden vermutlich >8h zum Laden mit diesem Teil benötigen-wenn das mit der Leistung überhaupt geht.


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schon das Konzept ist völlig daneben und das Rezept für graue Haare.. FINGER WEG!, 27. Januar 2017
Hätte ich doch bloss die letzten Rezensionen hier gelesen. So musste ich leider selber 3h meiner Lebenszeit durch diesem Müll mit Verärgerung verschwenden.

Ich habe zwei dieser Steckdosen gekauft. Plan war es, diese für die Aquarienbeleuchtung und für eine Lampe zu verwenden. Die Aquarienbeleuchtung sollte hauptsächlich durch die Zeitschaltuhrfunktion gesteuert werden, also zwei Leuchtphasen pro Tag und eine Leuchte. Im Urlaub wollte ich dann mit der Webcam das AQ kontrollieren können, dazu muss man in der Lage sein, das Licht zu steuern. Das sollte natürlich auch zuverlässig funktionieren.

Das erste Problem ist allerdings, dass diese Steckdose ausschließlich mit der Cloud funktioniert. Das bedeutet, dass alle an diesem Cloud-Kontaktvorgang beteiligten Systeme den Schaltvorgang stören können, auch wenn das Handy im lokalen WLAN eingeloggt und nur 2m von der Steckdose entfernt ist.
Laut Analysen im Forum für die Hausautomationssoftware FHEM läuft der Schaltvorgang über den Server plug g-homa com, der aktuell mit IP-Adresse 52.17.209.24 aufgelöst wird, welche laut GEOIP-Tool in Dublin steht und zu Amazon gehört.
Wenn also:
- der Router ein Problem hat
- der Internet-Provider einen Aussetzer wie 1und1 bei mir einmal pro Monat hat
- die Steckdose selbst ein Problem hat
- der verwendete DNS ein Problem hat
- der plug g-homa com des Steckdosenherstellers ein Problem hat
- der Provider von plug g-homa com ein Problem hat
- ein Router irgendwo auf dem Weg zwischen meinem Heimnetz und dem Server in Dublin ein Problem hat
- eine Leitung angegraben wird
wird dieser ultrasimple Vorgang, eine Steckdose z.B. zu einem bestimmten Zeitpunkt auszuschalten, nicht funktionieren.
----Update 04.03.2017 ---
Diese Woche gab es einen Serverausfall bei den Clouddiensten von Amazon, bei dem anscheinend auch G-Homa Kunde ist. Suchen Sie bei Spiegel Online nach dem Artikel "Das Internet hängt am Tropf von Amazon". Dort wird beschrieben, wie ein kleiner Fehler große Teile des Internets !!!!und auch diese Steckdose!!!! lahmlegen können. Während bei so einer Störung die G-Homa-Dosen geanau wie viele Webseiten nicht mehr funktionieren, laufen Fritz!Dect-Steckdosen und die meiste Konkurrenzsteckdosen munter weiter.
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Wenn der Hersteller dazu Pleite geht und plug g-homa com ausgeschaltet wird, hat man dazu ein neuwertigers, elektrisch vollkommen intaktes Gerät, dass man als Sondermüll wegschmeissen kann. Das war auch bei meinem N8 mit dem Abschalten des OVI-Stores so ein Aha-Erlebnis mit deutlichem Funktionsverlust. Oder als Microsoft Zune aufgegeben hat.

Das ist einfach eine unfassbar dummes, viel zu kompliziertes und hochgradig anfälliges Lösungskonstrukt einer ultrasimplen Aufgabenstellung. Eine digitale Rube-Goldberg-Maschine quasi. Das Rezept für Zuverlässigkeit ist vor allem "Keep it simple". Je weniger Komponenten an etwas beteiligt sind, die Ausfallen können, desto zuverlässiger wird das Gesamtsystem.

Eine alternative Architektur wäre:
-App verbindet sich mit der Steckdose direkt->befielt diesem zu schalten->Steckdose an.

Oder man entwickelt eine Firmware, die 20 Schaltzeiten speichern kann (supereinfach) wie eine 3€ Zeitschaltuhr, dann kann sogar das heimische WLAN ausfallen und trotzdem leuchtet das Aquariumlicht nicht den ganzen Urlaub durch, weil die Steckdose plug g-homa com nicht erreichen kann und man fühlt sich dank Steckdose als Tierquäler.

Es mag sein, dass man durch die Cloud die Steckdose einfach weltweit schalten kann. Aber wenn die App die Dose im lokalen Netz direkt schalten könnte wie das bei der FRITZ!DECT 200 der Fall ist, dann ist es auch problemlos möglich, sich über die VPN-Funktion der Fritz!Box mit dem Handy von überall in der Welt verschlüsselt in das heimische Netz einzuklinken und den Schaltvorgang direkt und sicher einzuleiten. Ganz ohne Cloud.

Auch ganz toll: Wenn ein Hacker die Cloud des Herstellers hackt wäre dieser theoretisch in der Lage, die Steckdosen im kürzestmöglichen Takt permanent ein- und auszuschalten. Das würden einige Geräte sicher nicht gut aushalten.

User im Forum der Hausautomationssoftware FHEM haben jedenfalls über simples Abhören den unverschlüsselten, einfachen Befehlssatz der Steckdosen dekodiert und es geschafft, diesen so umzukonfigurieren, sodass er auf den eigenen FHEM-Server hört. Das simple Zugangspasswort: Admin/admin und die laut diversen Internetseiten (google g-homa hack) anscheinend grundsätzlich unverschlüsselte Kommunikation von App, Cloudserver und Steckdose zeigt jedenfalls wie viele Gedanken sich der Hersteller in Sachen Sicherheit macht.

Ich hatte schon einen Hoffnungsschimmer, dass ich die Steckdose über die Heimautomationssoftware FHEM zuverlässig betreiben könnte, doch leider hat der Hersteller diesen gangbaren Weg, aus seinem Produkt einen brauchbare, zuverlässigere Steckdose zu machen, über ein Firmwareupdate seit Mitte letzten Jahres unmöglich gemacht.

Aber anscheinend funktioniert selbst der auf der G-Homa Homapage im Video so einfach dargestellte Konfigurationsvorgang nicht zuverlässig.

Ich habe alle im Internet gefundenen Fallstricke ausgeräumt:
- Beim Dualband-Router 5GHz ausgeschaltet, da die Steckdose nur 2,4GHz kann.
- Testweise ein ganz einfaches WLAN-Passwort vergeben, damit es nicht zu Problemen führt. So in etwa wie "Otto"
- Sichergestellt, dass die Steckdose schnell blinkt.
- Steckdose 1m von der Fritz!Box weg

Trotzdem habe ich es nicht geschafft, die Steckdose ans laufen zu bringen.
Die Meldungen sind zudem trügerisch:
Zuerst kommt "Konfigurieren des Gerätes."
Dann nach einer Zeit : "Überprüfung der Seriennummer"
Danach "Gerät hinzufügen ist Fehlgeschlagen."
Man könnte meinen, dass ein Kontakt entstanden ist. Der Witz ist aber: Dieselben Meldungen kommen auch, wenn die Steckdose gar nicht eingesteckt ist.

Andere WLAN-Steckdose nutzen auch die Cloud, greifen aber, wenn das Handy im lokalen Netz ist, direkt auf die Steckdose zu. Man ist nicht abhängig von der Cloud und davon, dass der Hersteller grade im kritischen Moment keine Serverwartung durchführt.

Auch Zeitschaltuhrfunktionen bekommt bei anderen Steckdosen das Gerät selbst ohne externes Zutun hin, was eigentlich eine Mindestvoraussetzung für diese Funktion sein sollte.

Cloud-Lösungen sind einfach nur dämlich. Ich konnte z.B. meinen Pulsense-Tracker für Tage nicht nutzen, weil Epson ein Cloudproblem hatte. Die ganze Funktion des Trackers war instabil, weil alles ausschließlich über das Internet lief. In der Eifel ohne Empfang ging sowieso nichts. Einfach blöd, bis ich eine alternative App gefunden hatte, welche ausschließlich lokal arbeitet. Und seitdem gab es keine Ausfälle mehr. Ohne Cloud läuft alles viel schneller, stabiler und auch in der tiefsten Eifel sehe ich meinen Puls auf dem Handy. Und dazu bleiben meine Daten ausschließlich in meinen Händen.
Cloud->Nein Danke!
Diese Steckdosen gehen morgen wegen fehlender Funktion zurück.

Update:
Ich habe mir heute eine Fritz!Dect 200 Steckdose von AVM geholt. Diese kostet zwar deutlich mehr, ist jedoch absolut fantastisch.

Statt Zwangsaccount und Cloudabhängigkeit braucht man hier nur die Fritzbox. Alles bleibt im eigenen Netz und die Steckdose selbst speichert die Schaltzeiten-zuverlässig wie es sein soll.

Nach 2 Minuten Konfiguration lief das Teil und es kann viel mehr als die G-Homa. Mit der Steckdose kann man sogar den Temperaturverlauf im Zimmer verfolgen und den Verbrauchsverlauf des angeschlossenen Gerätes. Dazu kann dieser sogar auf definierbare Geräusche das angeschlossene Gerät an- oder abschalten. Bin restlos begeistert. Die 16 € Mehrausgaben sind gefühlt billiger als die 3h Ärger gestern, und dazu liefert die AVM-Lösung Zusatzfunktionen, die dazu noch Spaß machen. Das war heute wieder so ein Anti-"Geiz-ist-Geil" Moment - man sollte sich echt abgewöhnen, billig zu kaufen, das schont die Nerven.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2017 6:50 PM MEST


Epson PS-100B E11E207A13 Aktivitäts und Herzfrequenztracker Pulsense S/M(135mm-160mm)
Epson PS-100B E11E207A13 Aktivitäts und Herzfrequenztracker Pulsense S/M(135mm-160mm)
Preis: EUR 100,51

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn man mit Technik umgehen kann ist das ein sehr guter Tracker., 4. Januar 2017
Vorab: Die Rezension ist eher an technikaffine User gerichtet, um Tipps zu geben wie man den Tracker stabil betreibt und alles aus Ihm herausholt.

Für Anwender ohne tieferes Technikverständnis würde ich den Tracker mittlerweile nicht mehr empfehlen wegen der Probleme beim Einrichten unter Android 6, siehe unten.

Ich habe den PS-100 Tracker jetzt mehr als 18 Monate mit Android im Einsatz. Am Anfang war das nervig, weil die Firmware 1.01, mit der der Tracker immer noch ausgeliefert wird, wirklich schlecht war. Jetzt sind wir im Moment bei 1.24, und es scheint, als wäre das das letzte Update, da gerüchteweise die Pulsense-Reihe angeblich fallengelassen wird, was sehr schade wäre. Ich habe im Internet gelesen, dass die App vielleicht nicht mehr weiterentwickelt wird, die letzte Version ist für Android 5, funktioniert aber bei aktueller Firmware auch unter Android 6.

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--- Handhabung und Datenschutz mit der original-Epson-App ---
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Die Epson- Cloud hat mich eigentlich total genervt, weil mich Epson ganz augenscheinlich nur als unterwürfigen Datenlieferknecht ansieht, der gefälligst sein komplettes Leben 24h lang mit Geolocation, Herzfrequenz und Schritten dem Hergott Epson-Cloud gnädigst vollständig offenbaren darf.

Da das leider bei praktisch allen Trackern der Fall ist, habe ich das am Anfang auch getan.

Ich nutze die Daten des Trackers , um diese in einer eigenen Access- Datenbank zusammen mit den Daten einer Waage, den Kaloriendaten von FDDB und anderen Daten zentral auszuwerten.

Da der gnadenlose Cloudgott-Imperator Epson nicht die kleinste Export-Funktion in die App oder die Webseite eingebaut hat, um EPSONS verhaftete Daten von mir irgendwie am Stück auszulesen, habe ich diese tatsächlich eine Zeit lang MANUELL abgetippt. Ich hab schonmal überlegt, an den Landesdatenschützer heranzugehen und von Epson eine Kopie aller meiner Daten zu bekommen, was diese schließlich laut Datenschutzgesetz müssen, damit diese vielleicht ansatzweise einen klitzekleinen Denkanstoss bekommen, dass es eventuell doch MEINE Daten sind, die diese für mich verwalten und nicht IHRE. Habs dann aber gelassen.

Die App war am Anfang wie man in den anderen Rezensionen liest vor allem deswegen nervig, weil Epson in Ihrer unendlchen Datengier darauf bestehen, jedes einzelne Bit sofort aus dem Tracker in Ihre Datencloud zu saugen wie ein Junkie das Kokain durch den Strohalm. Dass Internetverbindungen zum Teil instabil sind und der Empfang auch schonmal nicht klappt, hat verheerende Auswirkungen auf die Stabilität des Systems.

Auch die Epson-Server werden regelmäßig für Wartungen offline geschaltet, und damit die App solange ausgeknipst. Das hat auch schonmal mehrere Stunden über Tag gedauert. Es sind soviele Systeme am Prozess Trackerdaten Erfassen-Übermitteln-Auslesen beteiligt, die alle individuell Probleme generieren können, dass die Gesamtstabilität und Performance lächerlich war. Das andere Risiko beim Cloud-Only-Konzept ist, dass man davon abhängig ist, dass Epson die Server auch nach Produktauslauf angeschaltet lässt. Das war z.B. nach der Microsoft-Nokia-Übernahme durch das Abschalten des Ovi-Stores für Symbian-Geräte ein massives Problem. Auch die Zune-Nutzer hat Microsoft einfach fallengelassen, als der Rubel nicht mehr rollte. Herstellerpleiten sind nicht schlimm, wenn man ein OfflineGerät hat, was nicht auf Server angewiesen ist. Bei Cloud-Trackern ist eine Produktabkündigung allerdings der ultimative-Hightech-zu-Müll-Konverter.

ABSOLUT nervig, das ganze Konstrukt. Und nach einem Jahr werden meine Daten gelöscht, ohne dass ich diese retten oder erhalten kann. Diktatur pur. Von Epson auf Rückfrage keine Antwort.

Ansonsten ist der Tracker wirklich sehr gut. Die Messung ist genau, und es gibt nicht viele Tracker, die Fahrradfahren nicht als Schritte zählen, aber die PS-100 ist einer davon seit ca. Firmware 1.10.

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--- Handhabung und Datenschutz mit der alternativen App MyPs---
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Dann ging irgendwann die Sonne auf und ich habe die vollständige Hoheit über meine Daten wiedererlangt und das vorhanglose Fenster für Epson in mein intimstes Leben verschlossen.

Die Sonne heisst MyPS von Holger Funk. Eine gratis-App, welche die Daten ohne Cloud, Internetverbindung und Kosten in einer Datenbank auf dem Handy stabil, sensationell gut aufbereitet und vollständig exportierbar aus dem Tracker holt. Die App ist Lichtjahre besser als die Original-App.

Und das Tolle: Man kann alles als CSV exportieren. Aber das ist noch nichtmal nötig. Über folgenden Weg kann man die Daten problemlos fast automatisch in eine eigene Access-Datenbank bringen, was einzigartig in der cloudverseuchten und privatsphärefreien Welt der Datenjunkie-Trackerherstellerwelt ist:

MyPs erzeugt automatisch ein Backup aller Daten auf der SD-Karte. Das Backup-File ist eine SQLITE-Datenbank. Ich habe eine Sync-App (SMB-Sync) installiert, welche automatisch alle meine Datensicherungen und Bilder auf dem Handy über WLAN oder VPN auf mein Synology-Nas synct, auch diese SQLite-Datenbank.

Auf meinem Rechner habe ich den SQLite-ODBC-Treiber installiert, sodass ich die enthaltenen Tabellen des MyPS-Datenfiles in Access verknüpfen
kann. Der Import selbst sind dann nur noch ein paar Abfragen auf Knopfdruck. Die Tabellen sind im Prinzip selbsterklärend und über die
App-Oberfläche einfach zu interpretieren.

Das ist nach meinen Recherchen bisher der einzige Weg und 24h-Puls-Tracker, um ohne Cloud die Aktivitätsdaten, und zwar in
beliebiger Form und dazu noch komplett selbst verarbeiten zu können. Und das zeitlich unbegrenzt sogar über jegliche Epson-Pleite oder Produktankündigung mit Cloudabschaltung hinaus.

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--- Langzeiterfahrungen ---
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Der Tracker ist wasserdicht und stabil. Die Indikationsfunktionen zu eingehenden Nachrichten oder ähnlichem vom Handy nutze ich allerdings nicht, diese lassen sich leicht abschalten.

Die Oberfläche ist gummiartig und verkratzt nicht so leicht und verkratzt selbst auch nichts. Er hat keine Knöpfe, man kann aber über das Drauftippen Eingaben tätigen.
-Einmal tippen: Led geht an und zeigt über 5 LED den aktuellen Pulsbereich an. (konfigurierbar)
-Abnehmen und 13 mal tippen: Flugzeugmodus, Pulsmessung und Funk aus. Abgenommen oft tippen: Flugzeugmodus aus.
Wenn Pulsbereichsgrenzen überschritten werden, vibriert der Tracker und blinkt kurz von elleine den Bereichsindikator.
Das ist aber alles in der Anleitung, Online herunterzuladen, mit allen Codes erklärt. Reicht eigentlich.

Mit der MyPS-App läuft alles schnell und stabil, keine Aussetzer auch in mobilfunkempfangsfreien Zonen, da alle Daten lokal auf dem Handy sind.

- Haltbarkeit -
Neben der Haltbarkeit des Akkus (s.U.) hatte ich nach einem Jahr Probleme mit dem Band. An Clip sind zuerst die Seiten abgebrochen, und von dort bildeten sich Risse. Austauschen kann man das Band nicht. Kleben leider auch nicht. Es nimmt nichts an, auch Schmelzen funktioniert nicht. Ich habe mir geholfen, indem ich das Ganze vernäht habe. Aber es scheint, dass man den Tracker tatsächlich vom Akku und Armband nur ca. 18 Monate nutzen kann, bis er in mehreren Komponenten verschlissen ist. Ich hätte vermutlich mit dem 3D-Drucker ein neues Gehäuse gedruckt, an das man normale Uhrenbänder machen kann, um den Tracker beliebig lange nutzen zu können, aber da die PS-100 zur Zeit wirklich günstig sind, habe ich davon bisher abgesehen (s.u).

-Ausdauer-
Er hat am Anfang tatsächlich 36h gehalten. Das finde ich für einen 24h-Pulstracker sehr gut. Ich habe ihn praktisch immer getragen und während des Duschens, also alle 24h, geladen. Das geht schnell, vielleicht 45 Minuten. Das blöde am täglichen Laden ist, dass Liion-Akkus nur so etwa 500 mal geladen werden können. Und so kommt es, dass der Tracker jetzt, nach so etwa 500 Tagen, nur noch 24h hält, und es geht rapide abwärts. Das ist ein grundsätzliches Problem von Geräten, die nur einen Tag Ausdauer haben. War mit dem IPhone 3S genauso. Nach 18 Monaten hielt das keinen Halben Tag mehr durch.

Der Akku ist laut Epson nicht wechselbar. Das stimmt so nicht ganz. Es gibt zwar keinen Ersatzakku zu kaufen, aber das Gehäuse ist über 4 Schrauben gut zu öffnen. Der 3,7V-40mAh Akku ist an einem Kunstoffträger verklebt, lässt sich jedoch davon lösen. Der Akku ist nicht mit dem Board verlötet und hat einen Stecker, der beim Tausch umgelötet werden kann. Der Akku selbst hat eine Schutzschaltung und muss in eine Aussparung von 19,5x14,5x3,5mm passen. Solche Akkus lassen sich im Internet für ca. 10€ nachkaufen, der Einbau ist für jemandem mit Lötkolben kein großes Problem.

Wegen dem Arband und dem Akku habe ich mir bei EBAY zur Austausch einen angeblich defekten PS-100 gekauft, um Akku und Hülle/Band zu tauschen.

Interessanterweise ging das Teil an und wurde auch vom Handy als Bluetooth-Gerät gefunden, die Kopplung ging jedoch schief.

Ich habe mir noch ein PS-100 neu gekauft, und das hatte dasselbe Problem. Das Koppeln dauert ewig und scheitert dann mit Fehler
20-0102-0133. Währen die Pulsense vor dem Koppel über Bluetooth sichtbar war, "schießt" der Kopplungsversuch den Tracker ab, er meldet sich bei Bluetooth-Suchen anschließend nicht mehr. Das kam mir komisch vor und ich habe etwas nachgeforscht.
Mein alter Tracker hat mit derselben Software keinerlei Probleme. Epson war hier keine Hilfe.

Für alle, die ein ähnliches Problem haben hier die von mir erarbeitete Lösung:
-----------------------------------------------
--Kopplungsfehler 20-0102-0133--
-----------------------------------------------
Die Android-App ist anscheinend noch nicht gut auf Android 6 angepasst und eventuell ändert sich daran auch nichts mehr. Vielleicht ist es ein Problem mit den Android-6 Bluetooth-libs in Verbindung mit alter Firmware. Denn beide Tracker hatten noch die grottig schlechte 1.01-Version drauf. Eventuell sind noch alle PS-100 in den Regalen oder bei ebay auf diesem alten FW-Stand. Eine andere Theorie wäre, dass sich die Epson-Android -App soweit weiterentwickelt hat, dass diese mit der Firmware 1.01 unter Android 6 nicht mehr zurechtkommt.

Man muss den Tracker nur auf FW 1.24 bringen, dann funktioniert Alles auch unter Android 6 problemlos. Aber da ist der Haken- ohne Kopplung kein Firmwareupdate.

Meine Lösung war, dass ich mir ein altes Handy gesucht habe, ein Apple 5c mit nicht aktuellem OS eines Freundes. Darauf habe ich die Pulsense-App von Epson installiert. MyPs kann leider kein FW-Update durchführen. Auf dem 5s (es sollte ab 4s gehen) klappte das Koppeln und Firmwareaktualisieren problemlos.

Vielleicht braucht man noch einen der folgenden Tricks, weil sich der Tracker "aufgehängt hat" und nicht sichtbar wird bei der Suche:
-Flugzeugmodus-
PS-100 vom Arm (Wichtig! Mit Pulssignal funktioniert das nicht) abnehmen und solange schnell drauftippen (>10mal) bis es Knightrider-mäßig blinkt. Der Pulssensor geht aus, das Gerät schaltet Bluetooth und Pulssensor ab und ist im Flugzeugmodus. Das Resettet den Bluetooth-Chip. So um die 5-mal tippen lässt den Tracker mit den äußeren und der mittleren LED blinken, als Rückmeldung, dass der Flugzeugmodus aktiv ist.
Wenn man jetzt wieder so oft tippt, bis die LED`s rennen, ist der Tracker wieder da - in alter Frische und Kontaktfreudigkeit.

-Bluetooth-Cache/Kopplung-löschen-
Wenn der Tracker gebraucht war und vielleicht noch an einem anderen (vor-) User/Handy gekoppelt ist, steckt man den Tracker in die Ladehalterung und tippt solange, bis die LED rennt. Jetzt geht nicht der Flugzeugmodus an, sondern der Bluetooth-Kopplungsdatensatz wird gelöscht und damit auch der Bluetooth-Chip resettet. Danach hat sich der Tracker bei mir jedes Mal wieder beim Handy gemeldet.

Achtung, wenn der Tracker gekoppelt ist und man aus Versehen im Ladecradle zu oft drantippt, trennt man App und Tracker, man muss anschließend neu verbinden.

----------------
---- Fazit ----
----------------
Wenn man über ein geliehenes Handy die aktuelle Firmware aktualisiert hat (dauert 15 Minuten) hat man einen der besten Tracker auf dem Markt mit der einzigartigen Möglichkeit, die Daten ohne Cloud selbst automatisiert zu verarbeiten. Die App von Holger Funk ist wirklich augezeichnet.

Praktischerweise bekommt man -vermutlich aufgrund des Problems- sehr günstig bei eBay "defekte" PS-100, die man vermutlich mit der Anleitung oben wieder "Reparieren" kann.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 7, 2017 1:14 AM MEST


USB Lötkolben 8W 5V incl. Ständer Lötzinn Lötspitze + Schutzkappe Modellbau
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Wird angeboten von eggetronics
Preis: EUR 7,49

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 9. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Kolben wird unter mehreren Markennamen vertrieben, daher auch hier meine Erfahrungen mit zwei von diesen Lötknechten.

Der Kolben ist wirklich schön klein und handlich. Dank Powerbank dazu noch mobil und wesentlich praktischer als ein Gaslötkolben - Man könnte ja sogar im Sommer mit einem faltbaren Solarmodul ewig löten :-)

Der Kolben liegt gut in der Hand, die Größe gefällt richtig gut.

In die in anderen Rezensionen erwähnten Falle mit dem Schraubverschluss bin ich auch hineingefallen. Es ist kein Schraubverschluss- die Kappe wird abgezogen. Die Hülse, die beim Abdrehen der Kappe in dieser bleibt (was wie gewollt und cool aussieht) stellt die elektrische Verbindung von GND und Röhrchen dar, sorgt also dafür, dass der Strom durch das Heizelement fließen kann. Fehlt es->Stromkreis unterbrochen.

Ich habe mir 2 von diesen Teilen angeschafft und der eine zieht 7,2W, der andere 8,6W. Es gibt also eine ordentliche Serienstreuung.
Somit sollte man natürlich auch ein entsprechendes Netzteil haben. 2A sind angesagt.

Bei dem einen Kolben ist es etwas ein Glücksspiel, ob er beim Druck auf den Sensorkonopf angeht. Aber den Kolben kann man auf 2 Arten einschalten:
-Sensorknopf
-Schütteln.

Ich habe einen Kolben auseinandergenommen und ein Foto angehängt.

In dem Kolben ist ein Feder-Vibrationsschalter, der dem Knopf parallelgeschaltet ist. Einmal dranschnippen und der Kolben geht an. Allerdings wenn der Knopf eine bockige Phase hat auch nach der vorgegebenen Zeit auch wieder aus.

Im Inneren werkelt ein 555 Timer, um die An- und Abschaltphasen zu steuern. Wenn man ein zu schwaches Netzteil verwendet, dann funktioniert das Timing nicht mehr und die Spannung wird z.B. bei einem <1A Netzteil auf unter 4,2V gezogen. Da gibt es ein Youtube-Video, bei dem der Kolben nicht mehr ausgeht. Dieser hängt in dem Video an einem mini-Netzteil und ein Charger Doctor zeigt schlappe 4,2V. Anscheinend funktioniert der 555 dann nichtmehr wie berechnet.

Die 8W reichen aus, um den Kolben in 15 Sekunden auf Löttemperatur zu bringen, weil die Spitze sehr klein ist und wenig Masse hat.
Und er funktioniert erstaunlich gut, verflüssigt auch größere Lötstellen schnell. Aber- nachdem die Hitze einmal abgebaut ist, tut er sich mit dem Flüssighalten schwer.

Und das liegt an einer wirklich schlechten Eigenschaft des Kolbens. Er hat nicht nur die Power, die Spitze superschnell auf Löttmperatur zu bringen, die Power reicht auch aus, um Ihn jenseits von Gut und Böse zu erhitzen.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!Beide Kolben erreichen 540°C Endtemperatur!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe die Temperatur gemessen und ein Diagramm erstellt, s. Bilder. Es zeigt die Temperatur an der Spitze und Zeit in Sekunden.

Das erklärt auch, warum er auch die größeren Lötstellen anschmilzt bei Erstberührung. Durch die enorme Temperatur speichert die Spitze natürlich einiges an Energie die schlagartig abgegeben werden kann. Ist diese jedoch abgegeben, tut sich der Kolben mit dem geschmolzen halten schwerer.

Es gibt also keinerlei Temperaturregelung, und die kleine Spitze mit der kleinen Masse und Fläche ermöglichen extreme Temperaturen.

Bei meiner Lötstation stelle ich etwa 265-270°C ein. Die meisten IC haben empfohlene maximale Löttemperaturen um 265°C, die nicht überschritten werden sollen.

Insofern würde ich es tunlichst vermeiden, SMD-IC oder auch normale IC mit kleiner Lötstelle damit zu löten, da die enorme Energie in den 540°C schlagartig an die kleine Lötstelle abgegeben wird. Über 265°C IC-Temperatur zu kommen ist da sehr wahrscheinlich, wenn schön größere Lötstellen mit wesentlich mehr Lötzinn und damit Wärmeenergieaufnahmefähigkeit "überrumpelt" werden von dem Kolben.

Auch in anderer Hinsicht bereitet mir die hohe Temp. Bauchschmerzen. Mit 265°C ist mein geregelter Lötkolben unter der Zündtemperatur von Holz (350°C) , Papier (280-330°C) und den meisten Stoffen, die auf dem Tisch herumliegen. Das gibt eine natürliche Grundfeuersicherheit, ds Zeug schnörkelt nur.
Dieser kleine Kolben kann mit seiner Temperatur so ziemlich alles zünden. Da ich das gute Stück an einer Powerbank betreibe, entfällt auch der Schutz durch meine Steckdosenleiste, mit der ich alles ausschalte an der Werkbank. An den Kolben muss man separat denken. Und er schaltet sich durch den Vibrationssensor auch bei Stößen selbst ein.

Ansonsten sollte man sich auch darüber klar sein, dass man diesen Kolben nicht in einen PC stecken sollte, da diese nach Standard nur 500mA , also nur ein Drittel des benötigten Stroms garantiert liefern können.

Weiterhin wird bei dem Kolben über einen N-Mosfet der Stromkreis über GND getrennt. Ist der Kolben aus, liegen an der Spitze 5 V an. Ist er an, liegt das äußere Röhrchen an GND. Wenn man eventuell auf die Idee kommt, die Schaltung Live zu Löten und mit demselben Netzteil zu versorgen ist das keine gute Idee.
Wenn man ein USB-Schaltnetzteil verwendet sollte man sich auch darüber klar sein, dass an dem Kolben gegen GND höhere Spannungen auftreten können, die zwar im µA-Bereich für Menschen nicht gefährlich sind, aber dank 230V tötlich für IC sein können.

Bigclive hat hierzu ein Video bei Youtube hochgeladen und das Teil in ein Apple-Netzteil gesteckt. er konnte dann gegen den Boden 120V (England) messen. Also ist eine Powerbank als Energiequelle wirklich keine schlechte Idee.

Ansonsten, -bei allem, was nicht Temperaturempfindlich ist- kann man den Kolben gut gebrauchen.
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