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Rezensionen verfasst von
Bastian Eckel "Iconoclast"
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Ghoul Shock
Ghoul Shock

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geek, Ghouls und Gäste, 23. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghoul Shock (Audio CD)
Die erneut von Phil Hillen in den Illinger SU2-Studios außerordentlich gut produzierte Scheibe beginnt mit einem Intro, das uns vor animalisch, ja regelrecht bissig agierenden Figuren, die derzeit gewalttätige Übergriffe auf offener Straße begingen warnt und rät, größere Menschenmengen zu meiden. Dies sei auch dem geneigten Horror-Punk-Hörer empfohlen, zumindest solange, bis er sich zuhause mit häufigem Genuss dieser Scheibe auf die nächsten Konzerte der Band eingestimmt hat.
Dr. Geek and the Freakshow haben sich weiterhin gesteigert, sind abwechslungsreicher und vielseitiger geworden, haben sich aber das eiskalte Händchen für Hooks, die im Ohr bleiben beibehalten , sodass die Songs immer auf den Punkt kommen. Stimmung und Atmosphäre des Albums tun auch die Gastauftritte befreundeter Musiker gut, doch dazu bald mehr.
Nach dem o.g. Intro kommt das sehr kurze und kompakte "Run away" mit Double-Bass-Unterstützung flott aus den Startlöchern. Die nachfolgenden "Jerusha" und "Beetlejuice" sind ebenfalls eingängige, reinrassige Punk-Songs.
Zur Auflockerung beginnt "Jack in the Box" sehr bedächtig-atmosphärisch. Das Feeling eines (alten) Horror-Films kommt hier sehr authentisch rüber. Im nun folgenden "Ghoul Shock" dienen die v.a. im Refrain eingesetzten Keys dazu, dem "Ghoul Shock" sein Horror-Flair zu verpassen.
Auch Missy, die Kennern der bisherigen Werke wohl bekannt sein dürfte, bekommt mit dem stilsicher betitelten "Six Feet Down Under (Missy Pt. III) wieder einen Song gewidmet, der diesmal recht schnell und hart ausfällt, aber erneut eine gewohnt gelungene Hook vorweisen kann. Außerdem hat Produzent Phil Hillen einen kurzen Gastauftritt mit gekonntem Solo.
Stilistisch bricht ebenfalls "Angel from Hell" etwas aus, das sich sehr "bes(ch)wingt" präsentiert.
"White to Red" ist eine seiner Thematik geschuldet recht melancholisch daherkommende Hymne über die tragische Romanfigur "Carrie White" von Stephen King.
Nach den geek-typischen "Horror Movie Double Feature" und "Behind the Wall" beschließt "Under an Irish Attic" die Platte. Für diesen Song fährt die Freakshow eine kleine Busladung an Gastmuiksern auf: Stefanie Bastian und Dela von Wanderreigen liefern Flöte, Geige und Sackpfeife (Dudelsack), Nic von Spielbann liefert sich außerdem ein Gesangsduett mit dem Chefmediziner. Wie bei diesen Fakten vielleicht erahnbar ist, klingt das Ergebnis sehr nach Folk. Das Experiment ist sehr gelungen und beschließt das Album dadurch mit einer weiteren Facette, die neugierig macht, ob Dr. Geek... diese Ansätze in Zukunft erneut aufgreifen werden.
Als weitere Gäste im Horror-Kabinett haben sich Mischi Schmidt an den Keyboards ("Ghoul Shock" und "Jack in the Box") und Carina Dewes eingefunden, die das Intro spricht.
In der Summe ergibt sich daraus ein Album, das sich extrem kurzweilig und flüssig hören lässt. Die Mischung aus neuen Einflüssen und dem vertrauten Sound der Band ist überaus stimmig und in Anbetracht der kurzen Spielzeit neigt man viel eher dazu, das Album nochmal zu hören, als Lieder zu skippen. Die Band hat sich weiter verbessert und macht ihre Sache noch souveräner als bisher. Die Produktion ist wie oben bereits gesagt wieder hevorragend: druckvoll und dennoch transparent, aufgeräumt, aber kein Stück steril. Fettes Kompliment an alle Beteiligten!
Fazit: 9 von 10 Punkten im eigenen Bewertungssystem, auf Amazon übertragen also: 4,5 von 5, großzügig aufgerundet, macht 5 Sterne! Und nun: Viel Spaß mit der Scheibe!


The Wolfman...And Other Stories From The Lab
The Wolfman...And Other Stories From The Lab

4.0 von 5 Sternen Das Saarland und der Horror Punk, 16. August 2012
Wenn man wie der Schreiber dieser Zeilen mit dem Genre „Horror Punk“ bisher noch keine wirkliche Berührung hatte, die zu rezensierende Band sich aber genau diesem Stil verschrieben hat, kommt man evtl. auf die Idee, das allwissende Online-Nachschlagewerk mit dem großen „W“ zu befragen und erfährt dann u.a. dass zu den Merkmalen dieses Stils neben der ja schon im Begriff selbst zu findenden Nähe zum Punk (-Rock) oft musikalische Anteile des Psychobilly, Death-Rock oder Metal gehören [...]
In Bezug auf den „Horror“-Teil des Genrebegriffs, so weiß das Lexikon kleiden sich die Musiker häufig in scheinbar Horrorfilmen entlehnten Outfits und thematisieren gern mal den einen oder anderen Aspekt aus der einschlägigen Literatur und vor allem den Filmen dieses Bereichs, allerdings eher im trash-lastigen Segment als in sensibel-romantischen Vampir-Epen a la Anne Rice.
Nun, für einen Erstkontakt mit Dr. Geek und seiner Freakshow ist dies tatsächlich eine sehr treffende Einführung.
Die Band entstieg der Gruft 2008 in der Stadt Neunkirchen im Saarland und hat Stil und Präsentationsweise schnell für sich abgesteckt. Das Trio trägt weiße Schminke, Arztkittel bzw. schwarze Bühnen-Outfits und dekoriert die Bühne live mit einer Puppe von „Miss Graveyard“, die ihren Miss-Titel 1878 verliehen bekam und dementsprechend schon bessere Zeiten gesehen hat, dafür aber sowohl einem Song der Band (der auf der neuen Scheibe sogar seinen zweiten Part hinterher geschoben bekommt), als auch der ersten EP/Promo der Jungs den Titel stiften durfte.
Was Dr. Geek musikalisch auszeichnet, ist das hervorragende Gespür für griffige Refrains und Songs, die schnell auf den Punkt kommen. Zwar ist die musikalische Verortung im Punk bzw. dessen Randbereichen eh kein Hinweis auf verschachtelte Spielwiesen im Sinne von King Crimson und Konsorten, dennoch spricht die Eingängigkeit des Materials sofort an.
Dr. Geek schaffen es auf diesem Album, das mit einer Spielzeit von exakt 30 Minuten auch keine Aufmerksamkeitsspannen überschreiten sollte Eingängigkeit mit Abwechslungsreichtum zu kreuzen.
Im Intro werden sogleich der Dr. und seine Freakshow beschworen, der Opener „Back from the Dead“ist dann ein purer Punk-Song mit extrem eingängigem Refrain.
Während die dezenten Psychobilly-Einflüssen „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ in den Strophen aufpeppen, können „Judy“ oder „Vampires (The Truth)“ mit ihren Metal-Einflüssen glänzen.
Der Rest des Albums gestaltet sich ebenfalls in einer homogenen und variablen Mischung aus Punk, Rockabilly und balladesken Elementen, letzteres vor allem beim abschließenden „Mina Harker“, das einen in Form eines Ohrwurms ebenfalls noch eine ganze Zeit nach Genuss des Albums verfolgen sollte.
Textlich beschäftigen sich der Doktor und seine Kompagnons mit eher klassischen Horror-Themen wie Werwölfen (Titeltrack), Vampiren („Vampires...“) oder der von Außerirdischen entführten Freundin („Judy“). Letzteres scheint traditionell ein Thema für Mediziner zu sein, befassten sich doch auch schon „Die Ärzte“ dereinst mit diesem Thema: Naheliegend und gut.
Besonders gelungen ist textlich „Punk's Undead“, bei dem der alte Slogan „Punk's not dead“ dem Kosmos der Band angepasst wird: sorgt doch die im Refrain skandierte Zeile „All Punks must die!“ erst einmal für Verwirrung, um dann mit dem nachfolgenden „... to be resurrected“ Schmunzeln und anerkennendes Kopfnicken zu erzielen.
Bei Freunden alter Horrorfilme dürften Dr. Geek damit also schonmal schnell Bonuspunkte sammeln. Für alle Anderen bildet dies zusammen mit Musik und Optik auf jeden Fall ein homogenes Bild und eine dichte Atmosphäre.
Für jeden Fan eingängigen Rocks, dem es auch nichts ausmacht, wenn die Musik mit ein paar Promille und vor allem live noch besser funktioniert, ohne dabei ansatzweise auf „Nur besoffen zu ertragen“ - Niveau zu versanden ist ein Reinhören auf jeden Fall zu empfehlen, zumal Phil Hillen der Scheibe einem extrem guten Sound verpasst hat, der sowohl genug Bassdruck entwickelt, als auch differenziert genug ist, die Instrumente und die Stimme von Sänger und Gitarrist Dr. Tiberius Geek exzellent in Szene zu setzen.
Dieser überzeugt übrigens mit seinen charismatischen Vocals in mittlerer Tonlage und findet stets die richtige Hook, um die Einprägsamkeit der Songs zu gewährleisten und liefert außerdem das Riffing.
Dem Doktor wird kompetent assistiert von Zombiehl am Bass und Frankensteiner an den Drums. Die Beiden steuern außerdem bei den zahlreichen Shouts Backing-Vocals bei.
Kritikpunkt der Scheibe ist höchstens, dass die Songs sich eingedenk des Ohrwurmfaktors, ihrer Simplizität und der Eingängigkeit eben auch schnell abnutzen, was auf ihrem Erstling noch ein Stück krasser war. Dank mehr Abwechslung und Variabilität sind Dr. Geek in ihrer Entwicklung auf einem sehr guten Weg.
Insgesamt also eine starke Präsentation dieser Band, die auch und vor allem live eine Reise wert ist. Die Geschichte der Band bisher war überzeugend, man darf gespannt sein, was beim Doktor zukünftig passiert. Ein Blick in den örtlichen Tourplaner lohnt vor allem für südwestdeutsche Horror-Punk-Freunde.


Ylem
Ylem

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Urschlamm kriecht durch Zeit und Raum, 18. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ylem (Audio CD)
Beim Versuch, 'Ylem' zu erfassen, wird die immanente, mitunter sinister aus den Boxen kriechende Dunkelheit bewusst. Dark Fortress haben hoch gepokert, spätestens der melodische, gesungene Refrain von 'Evenfall' lässt beim Erstkontakt überrascht aufhorchen. Dieser Song schafft es nächtliche Schönheit hervorragend widerzuspiegeln, ohne auch nur ansatzweise in niederen Gotenkitsch abzusinken. Der reguläre Abschlusstrack 'Wraith', der textlich außerhalb des Albumkonzepts über den 'Urschlamm' (Ylem) angesiedelt ist, stellt Gastsänger Mortal ins Rampenlicht, einen Freund von Sänger und Texter Morean, der den kompletten Gesang auf diesem Track übernahm, wobei die Betonung hier wirklich auf Gesang liegt, Black Metal Dogmatiker werden die hässlichen Häupter erheben und gar finstere Flüche Richtung Süddeutschland sabbeln.
Die einzelnen Track detailliert vorzustellen, klemme ich mir, es zählt die Selbsterfahrung des Hörers, außerdem uferte diese Kritik dann noch aus.
Alle Tempi sind vertreten, wobei der Geschwindigkeitsrausch in der Tat gegenüber dem Vorgänger zurückgefahren wurde. Wen das stört, kann sich ja als erstes mit den Tracks 'Silence' und 'Nemesis', sowie dem unfassbar rasanten und erhabenen Opener und Titeltrack befassen.
Hier und bei den anderen Songs, vor allem auch bei 'Redivider' brilliert Drummer Seraph mit technischen Kabinettstückchen, gerne auch mal metalfremder Rhythmik genauso wie mit punktgenauem Groovedrumming.
'Ylem' kennt alle Facetten der Nacht. Man beginnt, das Album zu hören und vermisst eventuell eingängiges. Man hört wieder und wieder und erkennt mehr und mehr das Genie dieses Werkes, sei es V. Santura`s oft entrückte Leadgitarren, das geniale, weil hintergründig seine Wirkung entfaltende Keyboardspiel von Paymon, das stets intensive, enorm vielfältige vokale Spektrum Morean's und eben die Songs an sich. Jeder ist anders, jeder atmet Geist, Dunkelheit und Klasse. Man nehme sich Zeit und werde reich belohnt.
Eine weitere Facette, die erfasst werden kann, aber nicht muss, ist das textliche Konzept, das Betrachtungen von Menschheit und Universum liefert, intelligent reflektiert und satanisch eingefärbte Philosophie bietet, die von devoter Götzenanbetung und infantiler Teufelsbeschwörung nicht weiter entfernt sein könnte.
In der deutschen Black Metal Szene gibt es trotz so unterschiedlicher Klassebands wie Darkened Nocturn Slaughtercult, Drautran und Helrunar, um nur einige zu nennen, nichts vergleichbares. Zutiefst beeindruckend!


Hora Nocturna
Hora Nocturna
Wird angeboten von tws-music-eu
Preis: EUR 9,85

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsches Schwarzmetall auf hohem Niveau, 17. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hora Nocturna (Audio CD)
Das deutsche Black Metal Kommando liefert hier sein viertes Album ab, mit dem sie etwas vollbringen, was selten gelingt, nämlich mit archaischem Black Metal, der an die Hochleistungen der Szenen-Götter Satyricon, Darkthrone und Mayhem gemahnt ein exzellentes Geschoss abliefern, dass einem ebenfalls hochklassigen Album (Nocturnal March) folgt.
Auf Hora Nocturna finden sich acht meist in hohen Geschwindigkeitslagen wildernde
Brandbomben, sowie der Titeltrack, ein in deutscher Sprache vorgetragenes Hassgebet.
Darkened sind technisch alles andere als Waisenkinder, stellen ihr Vermögen aber stets in den Dienst der Songs. Wenn sich wie in 'Unearthing cosmic decay' hymnische Melodik mit viehischem Geschrote abwechselt, wird dem Schwarzmetallfreund unweigerlich warm um`s Herz.
Ausfälle sucht man auf dieser CD vergebens, besonders hervorzuheben wäre noch der
mächtige Opener 'Das All-Eine'.


Evangelion
Evangelion
Preis: EUR 154,20

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Machtdemonstration, 11. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Evangelion (Audio CD)
Behemoth als Vorreiter einer neuen Generation im Extrem-Metal zu betrachten, liegt nach Erstverzehr des hammerfetten Openers "Daimonos" nahe. Die Nummer baut sich mit den bösartigen Vocals von Nergal und einem stets mächtiger werdenden Sound langsam auf, beginnt mit verhaltenen schwarzmetallischen Läufen und Drumwirbeln dann langsam ihren instrumentalen Reiz zu versprühen, bevor Behemoth nach einer brutalen Stakkato-Explosion in Inferno`s Blasthagel einen Song lostreten, der typischer und beeindruckender nicht sein könnte. Sehr reizvolle, leicht orientalisch angehauchte und somit Nile-Vergleiche provozierende Gitarrenleads in Verbindung mit der unverwechselbaren Behemoth-Walze beschließen die Eröffung des neuen, sehnsüchtig erwarteten Albums. Mit dem zweiten Song "Shemhamforash" zeigen sich die Polen erneut als Meister des kurzen atmosphärischen Intros, das sich lauernd, wachsend schließlich erneut mit Blast-Eruption dem Hörer als ausgewachsener Behemoth um den Hals schlingt.
Vor allem Inferno zeigt einmal mehr, dass er seinem Pseudonym von Album zu Album gerechter wird. Infernalisch ist auch der Sound dieses Albums der in Gemeinschaftsarbeit von Behemoth selbst, Daniel Bergstrand und Colin Richardson u.a. entstand.
Es findet sich auf "Evangelion" mit "Ov Fire and the Void", das schon vorab bei MySpace zu hören war, ein walzender, vorrangig in mittleren Temporegionen verhafteter Song mit sphärischen Riffkaskaden, der etwas an das mächtige "As above so below" vom "Zos Kia Cultus"-Album erinnert, mit "He who breeds pestilence" ein feierlicher höchst wechselhafter Bastard von Song, der mit langsamem Intro in Sicherheit wiegt, um dann eine bösartige Abfahrt behemothischer Art zu bieten, nicht jedoch ohne noch mehrfach mehrere Gänge zurückzuschalten.
Den Abschluss bildet mit "Lucifer" ein getragenes, atmosphärisches Stück, dass mit relativ puritanischen Riffs und Drum-Arrangements über 8 Minuten ein starkes Old-School-Black Metal-Flair verbreitet und so auf den ersten Hör gar nicht zum Rest des Albums passen will. Nach mehreren Durchläufen entfaltet jedoch auch dieser Song, für den Nergal ein Gedicht des polnischen Poeten Tadeusz Micinski als Text verwendet seine Sogwirkung.
So will dieses Album vor allem entdeckt und erforscht werden, keine Chance für Hörer mit Vorliebe für akustisches Fast Food.
Jeder Hörer der mit Death UND Black Metal etwas anfangen kann und Behemoth nicht sowieso schon liebt, sollte diesem Album eine Chance geben.
Diese polnische Vernichtungsmaschine ist nicht mehr aufzuhalten!


Blood Source
Blood Source
Wird angeboten von CDdisc
Preis: EUR 6,99

4.0 von 5 Sternen Nur so geht`s, 12. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood Source (Audio CD)
Das zweite Album der Schweizer Death-Metaller Disparaged aus dem Jahre 2006 ist ein überaus gelungener Beitrag zum schnellen, floridastämmigen Todesblei. Die Jungs ballern sich durch 12 Angriffe auf das sonnige Gemüt der Nachbarschaft. Die ganze Palette von Double-Bass-Walze bis Blast-Gemetzel wird abgedeckt. Die Riffs zeichnen sich durch enorme Vielfalt von bösartiger Nackenbrecher-Qualität bis zu angenehmer Melodik aus. Überhaupt sind Disparaged jederzeit um Abwechslungsreichtum bemüht und versehen ihre Songs mit Film-Samples, die sich einfügen ohne die Dynamik der Songs zu stören.
Was ebenfalls angenehm auffällt, ist dass der Song immer im Fokus steht; herausragende Technik ist zwar vorhanden, vor allem Drummer Heinz Imhof weiß zu beeindrucken, es drängt sich aber nie das Gefühl auf, man würde Gefrickel nur um zu frickeln fabrizieren. Das Album ist also auch für Leute, die eher geradlinige Songs bevorzugen antestbar.
Anspieltipps: "Banished" ( bösartige Blast-Eruption), "Born in Waste" (eingängiger Chorus mit Frauenversteher-Lyrics), "Testify" ( konstante Spannung, die sich erst am Ende des Songs in einer kurzen Blast-Einlage entlädt)
Weiterhin sollte man noch die teils sehr melodischen, herausragenden Leads erwähnen.
Fazit: Death Metal für Gourmets.


Emperor - Live at Wacken Open Air 2006
Emperor - Live at Wacken Open Air 2006
DVD ~ Emperor

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der letzte Aufmarsch des Black Metal Kaiser, 5. Juni 2009
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Rezension bezieht sich auf: Emperor - Live at Wacken Open Air 2006 (DVD)
Ihren letzten Auftritt auf dem Wacken Open Air vor dem wohl größten Publikum ihrer Karriere veröffentlichten Emperor jüngst auf DVD. Es erscheinen weiterhin eine Live-CD und ein CD-DVD-Box-Set für Sammler.
Der Abschiedsgig des Kaisers kann sich sehen und hören lassen. Aus genügend Kameraperspektiven gefilmt und mit 1a-Sound (druckvoll und glasklar) versehen, legen Emperor einen extrem tighten und leidenschaftlichen Auftritt hin, der allen Fans lange nach dem eigentlichen Ableben von Emperor 2001 noch einmal vor Augen führt, welche genialen Songs diese Band zu schreiben imstande waren.
Die Setlist besteht größtenteil aus Songs des 1994er Klassikers "In the Nightside Eclipse". Dieses wird fast komplett gespielt,das überlebensgroße Abschlussepos "Prometheus - The Discipline of Fire and Demise" wird mit seinem aus verschiedenen Gründen wohl live-tauglichsten Song "In the wordless chamber" repräsentiert. Das Werk dieser Band erscheint nun in dieser Form und mit dem zeitlichen Abstand betrachtet noch erhabener, einzigartiger. Diese Band konnte in jeder Phase ihrer Historie überzeugen, egal ob man das hochmelodische "An Elegy of Icaros" genießt oder sich dem zwischen Riff-Genialität, Raserei und streicher-begleiteter Feierlichkeit wechselnden "The loss and curse of reverence" hingibt.
Als Bonus gibt es noch Zusatz-Livematerial (das natürlich nicht die Qualität des Hauptkonzerts hat, was aber okay ist) und einen Zusammenschnitt aus Interviews, eine Pressekonferenz und Szenen hinter den Kulissen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2011 3:21 PM CET


Dead Calm Chaos
Dead Calm Chaos
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Schwedischer Death Metal im Hier und Jetzt, 25. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dead Calm Chaos (Audio CD)
Evocation veröffentlichten mit "Dead Calm Chaos" ihr zweites Album und machen das, was sie scheinbar am Besten können. Sie spielen schwedischen Death Metal, der jedoch ohne Keyboards, Frauengejaule oder Pop-Refrains auskommt, zwar viel Melodien aufweist, sich jedoch eher an Dismember, Unanimated und At the Gates orientiert, als an neueren In Flames und Soilwork. Nach dem sehr stimmigen Intro weiß der Opener "Silence Sleep" direkt mit genialen Melodien, schnellen Parts und einem Grundfeeling, das an die den schwedischen Death Metal der frühen 90er erinnert, auf das Album einzustimmen. Die Produktion sorgt dafür, dass man nie auf die Idee kommt, die Jahreszahl auf dem Backcover zu überprüfen, sie ist transparent, druckvoll, aber nicht klinisch und leblos.
Das hohe Niveau halten Evocation über den gesamten Longplayer, zu Gast sind bei zwei Tracks noch Anders Björler (The Haunted,Ex-At the Gates) mit einem Solo, sowie Riffparts und Dan Swäno(Ex-Edge of Sanity) mit fiesen Vocals auf "Antidote"
Geile Scheibe für Freunde nordeuropäischen Death Metals.


Fear of a Blank Planet
Fear of a Blank Planet

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konzept-Meisterwerk, 25. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Blank Planet (Audio CD)
Porcupine Tree veröffentlichen mit "Fear of a blank planet" ein Album, das Geduld erfordert. Zwar wissen der Titeltrack, große Teile von "Anesthetize" und "Way out of here" schon beim ersten Hören zu beeindrucken, doch bis man sich die Klasse diese Albums wirklich erschlossen hat, bedarf es schon 4-5 Durchläufen. Was dieses Album wohl am stärksten kennzeichnet, ist die enorm düstere, melancholische Atmosphäre, die wohl der am schnellsten erkennbare rote Faden dieses Werkes ist. Schon gleich der Titeltrack weiß mit seinem groovigen Riffing, dem genialen Refrain und seiner Härte zu überzeugen. Mit "My Ashes" folgt dann ein Song, der kurz einen Ruhepol, eine Art Luftholen vor dem darstellt, was einer der stimmigsten, dichtesten Epen des modernen Rock darstellt: "Anesthetize". Dieser Song wartet mit Stimmungswechseln zwischen sehr leisen Momenten und harschen Ausbrüchen auf, die jedoch zu einem nach mehrmaligem Hören verdammt homogenen Gesamtbild wachsen und diesen Song zum kreativen Herz dieses Album werden lassen. Für Kenner sei noch erwähnt, das Alex Lifeson von den Göttern Rush ein Gastsolo beisteuerte.
Der Rest der Platte überzeugt dann ebenfalls, vor allem das unglaublich melancholische "Way out of here". Textlich geht es vor allem um die Mut- und Perspektivlosigkeit junger Menschen in der kalten, materialistischen Gesellschaft unserer Zeit, was jedoch nie platte Klischeetexte zur Folge hat, sondern in kleinen Geschichten erfasst wird, die der Tiefe der Kompositionen eine weitere Dimension verleihen und dieses Album zu einem Konzeptwerk erster Güte machen.
Wer`s bis hier hin noch nicht mitbekommen hat: fette Empfehlung!


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