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Rezensionen verfasst von
Julian R. (München, Bayern)

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Langenscheidt Russisch mit System - Sprachkurs mit Buch, 4 Audio-CDs, 1 MP3-CD und MP3-Download: Der Intensiv-Sprachkurs mit Buch, 4 Audio-CDs und 1 MP3-CD (Langenscheidt Sprachkurse mit System)
Langenscheidt Russisch mit System - Sprachkurs mit Buch, 4 Audio-CDs, 1 MP3-CD und MP3-Download: Der Intensiv-Sprachkurs mit Buch, 4 Audio-CDs und 1 MP3-CD (Langenscheidt Sprachkurse mit System)
von Elena Minakova-Boblest
  Sondereinband
Preis: EUR 45,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Lehrwerk für das Selbststudium, 11. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin 23 und lerne momentan Russisch mit diesem Selbstlerner. Ich zweckentfremde nebenbei noch einen Volkshochschul-Kurs (der mir vom Lernfortschritt her hinterherhinkt) dazu, um hin und wieder sprachliche Detailfragen direkt an eine Muttersprachlerin stellen zu können und die Aussprache weiter zu üben. Neben sehr gutem Englisch habe ich noch eingerostete Überbleibsel aus Französisch und Spanisch aus meiner Schulzeit, aber bisher keinerlei Kenntnisse in slawischen Sprachen außer ein paar vereinzelten Wörtern Kroatisch aus dem Urlaub.

Die Motivation dahinter war die Erkenntnis, dass wir in unserem Schulsystem m.E. höchst einseitig "gebildet" werden, da uns lediglich eine einzige bedeutende Sprache vermittelt wird: Englisch. (Mit "bedeutend" meine ich hier: Eine Sprache, die wesentlich weiter verbreitet ist als in nur einem Land und insgesamt sehr viele Sprecher hat. Alternativbeispiele zu Englisch wären hier eben Russisch, aber auch Chinesisch, vielleicht noch brasilianisches Portugiesisch. Welche öffentliche Schule bietet schon eine dieser Sprachen bei der Wahl der zweiten/dritten Fremdsprache an? Das ist alles andere als die Norm, zumindest hier in Bayern.) Ich möchte neben den inländischen Medien nicht nur englischsprachige Auslandsmedien verstehen können, sondern mir mit Informationen aus mehreren verschiedenen Teilen der Welt ein differenzierteres Bild machen können. Aber auch privat sympathisiere ich mit der Mentalität der Russen und möchte vielleicht irgendwann einmal nach Moskau reisen – worauf mich neben anderem auch Dmitry Glukhovskiys "Metro 2033" auf den Geschmack gebracht hat :)

Die Vorlektion habe ich bereits im Winter gemacht; mit den richtigen Lektionen angefangen habe ich erst vor gut 2 Monaten, kurz bevor mein VHS-Kurs losging. Inzwischen habe ich schon die vierte Lektion abgeschlossen und bearbeite gerade die fünfte; nach Abschluss der sechsten Lektion und dem ersten Zwischentest wäre ich sprachlich dann bereits ungefähr auf A1-Niveau.

Als allererstes ist einmal festzuhalten, dass für einen Europäer die russische Sprache alles andere als einfach ist.

Im Gegensatz zu den "üblichen" Fremdsprachen, die man hier so lernt (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch) hat man es hier mit einem komplett anderen Alphabet zu tun und dazu noch den Nachteil, dass Russisch als slawische Sprache kaum Wortstämme aus den uns bekannten romanischen Sprachen besitzt – wenn auch das moderne Russisch diverse Anglizismen kennt, ein paar Fremdwörter aus romanischen Sprachen und selbst mit Deutsch einige Wörter gemeinsam hat. Die Sache mit dem anderen Alphabet ist dabei nicht zu unterschätzen – man ist effektiv wieder ein Analphabet, wenn man anfängt Russisch zu lernen, wie damals in Kindergarten und Grundschule mit der eigenen Muttersprache. Die Buchstaben und ihre Aussprache für sich sind relativ schnell gelernt, aber es kostet viel Zeit und Übung, um überhaupt Texte halbwegs flüssig lesen zu können (also ohne dass man bei der "Entzifferung" einzelner Wörter hängenbleibt). Das muss einem von vornherein klar sein, damit es einen nicht demotiviert, wenn man in dieser Ecke nur sehr langsamen Fortschritt verzeichnet. Dafür sind die im Russischen vorhandenen grammatischen Konzepte und Regelsysteme sehr ähnlich zum Deutschen und romanischen Sprachen, wenn auch mit ein paar Eigenheiten, und die Wortstellung in Sätzen ist großteils frei.

Der Selbstlerner startet wie bereits erwähnt mit einer Vorlektion, die in sechs Teile gegliedert ist und einem erst einmal das russische Alphabet in Druck- wie Schreibschrift sowie der Aussprache vertraut macht, sowie auch schon die erste handvoll Wörter. Es enthält umfangreiche Hör-/Sprech-/Lese-/Schreibübungen. Es wird explizit auf die teilweise starken Unterschiede zwischen den Druck- und Schreibschriftbuchstaben hingewiesen und im gesamten Buch großen Wert darauf gelegt, dass man beides lernt. (Man liest überwiegend Druckschrift im Buch, soll die Übungsaufgaben aber mit Schreibschrift bearbeiten.)

Danach geht es mit den "richtigen" Lektionen los, wovon es insgesamt 18 Stück gibt. Dazu kommt noch immer nach sechs Lektionen ein sehr knapp zusammengefasster Test (2 Seiten), was wohl so etwas wie die "Abschlussprüfung" für die drei von diesem Kurs abgedeckten Sprachniveaus A1, A2 und B1 darstellt.

Jede Lektion enthält einen etwas längeren Haupttext sowie ein oder zwei Dialoge. Diese beziehen sich auf die jeweils 2-4 grammatischen Hauptthemen, die in jeder Lektion behandelt werden (neben diesen kommen immer wieder noch kleinere grammatische Themen). Außerdem ist immer eine Wörterliste dabei, die nach Text gegliedert und nach Reihenfolge des Vorkommens im Text sortiert ist (am Ende des Buchs befindet sich noch eine alphabetisch sortierte Gesamtwörterliste Russisch->Deutsch mit Hinweis auf die Lektion, in der das Wort erstmals vorkam). Geschlossen werden die Lektionen jeweils mit umfangreichen Übungsaufgaben (mehrere Seiten), deren Musterlösung sich hinten im Buch zum späteren Vergleich nachschlagen lässt. Bis auf wenige Ausnahmefälle handelt es sich hier nicht um stumpfsinnige Multiple-Choice-Aufgaben, sondern es muss tatsächlich Text geschrieben werden. Ebenfalls vereinzelt gibt es auch Freitext- oder Übersetzungsaufgaben, zu denen aber leider nicht überall eine Lösung angegeben bzw. überhaupt sinnvoll angebbar ist. Im Anhang finden sich obendrein noch zu jeder Lektion Hör- und Sprechübungen. Dieser Aufbau gleicht, nebenbei bemerkt, auch den Kursen für andere Sprachen aus Langenscheidts "Mit System"-Reihe.

Der Anhang enthält neben dem bereits Genannten übrigens auch vollständige Übersetzungen der Lektionstexte. Dabei wurde relativ frei übersetzt, so dass es im Deutschen nicht holprig klingt, wobei an stärker abweichenden Stellen in eckigen Klammern die wortwörtliche Übersetzungen angegeben sind. Ebenfalls ist dort nochmal eine Kurzübersicht über die Grammatik.

Die Lektionstexte und Dialoge wirken frisch, natürlich und vor allem realitätsnah. Manche darin vorkommende Personen ziehen sich inklusive Verwandtschafts- und Bekanntenverhältnissen wie ein roter Faden durch die Lektionen, wobei allerdings dank der Vielzahl und einer gewissen Distanzhaltung die Vielfalt und Qualität der Texte nicht darunter leidet wie z.B. in anderen Lehrwerken, wo mehr oder weniger die Geschichte einer deutschen Person X erzählt wird, die ins Land Y reist und dort während des Lernens der Sprache in allerlei "zufällige Situationen" gerät, wovon dann die Lektionstexte handeln. Denn da wird wirklich alles auf diese eine "Persona" passend gemacht, und wenn man sich nicht mal ansatzweise mit ihr identifizieren kann ist das Spiel ganz aus. (Da hab' ich Geschichten aus meinem Französischunterricht an der Schule damals... man schien wohl davon auszugehen, dass alle Jungs Latein wählen würden und nur die Mädchen Französisch, denn die Lehrbücher handelten zum allergrößten Teil von Weibern und ihren Liebesgeschichten oder anderweitig irgendwelchem Krempel, wofür man sich als Junge wirklich überhaupt nicht interessiert.)

Das Buch als Ganzes ist optisch äußerst ansprechend gelayoutet und enthält zur Auflockerung neben dem Text auch viele schlichte, aber schöne Illustrationen (ein guter Lacher übrigens auf Seite 123). Neben der einheitlichen Struktur sorgt dies für Übersichtlichkeit. Es ist für mich als Hobby-Grafiker eine Freude, hin und wieder in dem Buch einfach nur zu blättern.

Nach grobem Überschlagen der Wörterliste im Anhang komme ich auf etwa 1900-2000 Wörter, die man im Laufe dieses Kurses lernt.

Hierzu muss ich noch anmerken: Wer diesen Kurs effektiv durcharbeiten will, braucht zwingend ein solides Konzept, wie er die Vokabeln lernt! Pro Lektion fallen immer rund 100 neue Wörter/Wendungen an – eine nicht zu verachtende Menge gemessen am ansonsten recht kurzen und prägnanten Stil des Kurses. Obendrauf kommt natürlich auch noch die Grammatik.

Wer hier so wie ich zunächst ohne groß darüber nachzudenken versucht eine Lektion nach der anderen durchzuarbeiten, wird schnell feststellen, dass einem sehr häufig die Wörter fehlen, weil man sich bei der Geschwindigkeit und Menge kaum alle gleich merken kann. Daher habe ich mir einen besonderen Karteikasten (HAN Croco 2-6-19) zugelegt, den ich an dieser Stelle ausdrücklich wärmstens empfehlen kann – siehe auch meine Amazon-Rezension dazu: https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1PP3EQ0C3XTZB – um mir möglichst effizient und intensiv die Vokabeln, aber auch Grammatikregeln wie Deklination oder Konjugation einzuprägen. Es ist zwar eine Heidenarbeit, die Karteikärtchen für jede Lektion schön sauber anzufertigen, lohnt sich aber definitiv.

Auf den mitgelieferten Audio-CDs, deren Inhalte man zwar problemlos selbst digitalisieren, aber auch direkt von Langenscheidts Webseite herunterladen kann, finden sich:
- die Lektionstexte in jeweils mittlerer und sehr langsamer Sprechgeschwindigkeit
- Hör- und Sprechübungen
- der Wortschatz (Achtung, als MP3-CD)
Die CDs sind durchnummeriert; überall im Buch, wo bei einem Text oder einer Übung Bezug auf Audiomaterial gemacht wird, passiert dies übersichtlich-kurz mit einem kleinen Symbol und CD-Nummer + Track-Nummer.

Die Audio-CDs sind einzeln in Papierhüllen mit Sichtfenster verpackt. Das Kursbuch ist ein Softcover mit Klebebindung und wirkt qualitativ sehr hochwertig produziert.

Die Übungsaufgaben/Tests sind ursprünglich so gedacht, dass man die Antworten direkt in das Buch schreiben soll – was ich aber nicht mache, es würde mir leid tun das Buch zu verschandeln. Zudem kann man es dann ja nicht nochmals hernehmen. Daher schreibe ich die Aufgabenstellungen auf Papier ab und dann dort meine Antworten hin. Das hat ganz nebenbei noch einen Vorteil, nämlich dass man mehr Schreibübung bekommt :)

Ich komme mit diesem Selbstlerner sehr gut zurecht.

Bei den Übungen jeder Lektion stellen sich viele kleine Erfolgserlebnisse ein, und bei den längeren Übersetzungsübungen auch Erstaunen, wie differenziert man sich bereits mit dem Gelernten ausdrücken kann. Die wo möglich ins vermittelte Vokabular eingestreuten Anglizismen, Lehnwörter und auch im Deutschen bekannten/gebräuchlichen russischen Wörter tun ihr Übriges dazu, weil sie sich verständlicherweise besonders leicht merken lassen. Nur die absolut kontraintuitive Betonung bei vielen Wörtern macht mir noch etwas zu schaffen, und selbstverständlich kann ich auch noch nicht flüssig längere Wörter (vor-)lesen, wobei ich aber durchaus einen langsamen Fortschritt wahrnehme.

Ich habe mir noch Langenscheidts Handwörterbuch Russisch von Daum/Schenk zugelegt, um auch kursfremde Texte mit unbekannten Wörtern lesen/verstehen zu können. Wie ich gelesen habe ist das Daum/Schenk-Wörterbuch wohl in der DDR entstanden und soll bis heute als Maßstab für Deutsch-Russische Wörterbücher gelten; ich denke mit diesem Ding habe ich ein ganz solides Nachschlagewerk im Regal stehen.

Ich kann diesen Kurs nur wärmstens weiterempfehlen. Er ist das Geld voll und ganz wert. Wie aber bereits erwähnt sollte man auf jeden Fall einen soliden Plan haben, wie man die verhältnismäßig große Anzahl neuer Vokabeln zügig verinnerlicht. Hier möchte ich nochmal den bereits erwähnten Spezial-Karteikasten empfehlen.

Da ich von der Lehrmethode dieser Kursreihe absolut überzeugt und begeistert bin, habe ich mir auch noch die Kurse für Französisch und Spanisch zum Wiederauffrischen meiner eingerosteten Schulkenntnisse sowie für Italienisch, Portugiesisch und Latein gesichert, Griechisch und vielleicht Chinesisch folgen noch. Da sich Sprachen ja nicht so schnell und gravierend ändern, Lehrwerke und ihre Methoden aber mitunter sehr schnell und stark, sorge ich für mich lieber vor, wenn ich schon mal etwas derart gutes finde – im Regal stehen sie ja gut. Da mich Sprachen eh faszinieren, ich offenbar eine mehr oder minder ausgeprägte Begabung auf dem Gebiet zu haben scheine und es wirklich schade wäre, die einfach verkümmern zu lassen, habe ich so über die nächsten Jahre einiges zu tun :)

Давай учиться!
Auf zur Völkerverständigung :)


HAN 9988-693, Lernsystem CROCO 2-6-19, Vokabeln mit System ins Langzeitgedächtnis durch das Prinzip "Kästchenschieben", transluzent-grau
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Wird angeboten von Bürohengst
Preis: EUR 30,69

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überteuert, aber absolut empfehlenswert, 8. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin 23 und lerne mit diesem Karteikartensystem momentan russische Vokabeln und Grammatik (mit dem Selbstlerner Langenscheidt Russisch mit System), für einen Deutschen also nicht gerade die einfachste aller Fremdsprachen. Wobei ich allerdings auch anmerken muss, dass mir das Lernen von Sprachen offenbar deutlich leichter fällt als anderen.
Heute, nach etwas über 3 Wochen Nutzung, habe ich nun den ersten Satz Karteikarten wieder aus meiner Box entfernen können, nachdem ich sie 3x in Folge richtig abgefragt habe.

Das dahinterstehende Lernsystem finde ich absolut genial. (Leider lässt sich der Hersteller das vergolden, denn die Verarbeitungsqualität des Produkts ist nicht derart herausragend, dass man den Preis damit auch nur ansatzweise rechtfertigen könnte. Zwar solide, aber das war's, nichts besonderes. Wäre die Idee nicht, würde ich für diese Box höchstens 15 Euro hinlegen.)

Früher, in der Schule, habe ich es mit klassischen Karteikästen (wenige feststehende Fächer) probiert und fand es weder angenehm noch motivierend. Das mag natürlich vielleicht auch mit daran liegen, dass ich damals in der Schule dazu gezwungen war den Krempel zu lernen und ich es heute dagegen freiwillig aus eigener Motivation heraus tue, doch auch heute würde ich nicht wieder einen klassischen Karteikasten benutzen wollen. Warum? Es ist unübersichtlich. Immer größer werdende Fächer, teilweise mehrere hundert Karten fassend, plus: "Wann habe ich die Karten in diesem Fach hier gleich nochmal das letzte Mal abgefragt...?". Na bitte nicht.

Hier greift einem dieses 2-6-19-System unter die Arme: Man muss sich nicht mehr merken, welche Karten (welches Fach) wann abzufragen sind. Man muss lediglich jeden Tag die Innenfächer um eine Position weiterrotieren, die Karten des dann vordersten Faches abfragen und sie je nach Abfrageergebnis in die anderen Fächer einsortieren: Hat man die Karte das erste Mal richtig gekonnt, kommt sie ins zweite Fach, also das Fach das am nächsten Tag das vorderste sein wird. Beim zweiten Mal richtig kommt sie ins 6te Fach, beim dritten Mal ins 19te. Um sich merken zu können, wie oft man eine Karte vorher bereits konnte, versieht man die Karten entsprechend mit 1-3 Kreuzen. Karten die man nicht konnte kommen unangekreuzt ins zweite Fach, Kreuze die bereits drauf waren werden dabei wieder entfernt (daher macht man die Kreuze schlauerweise mit Bleistift).

Ebenfalls steht man bei diesem System auch nie vor einem einschüchternd/demotivierend riesigen Stapel an Karteikarten als "täglicher Ration". Die Fächer fassen jeweils ja nur maximal 100 Karten, und das klingt nach mehr als wonach es aussieht und tatsächlich ist.

Aufgrund dieser zwei Punkte wirkt das Lernen mit Karteikarten mit diesem System deutlich attraktiver auf mich als mit einem normalen Karteikasten. Ich kann mich primär wegen dieser Unbeschwertheit (der Kasten sagt mir, was ich wann abfragen muss, nicht ich muss mir das merken) und der Effizienz (ich sehe eine Karte nicht häufiger als unbedingt nötig) deutlich einfacher dazu motivieren, den täglichen Stoß Karten abzufragen. Niemand verschwendet gerne Zeit umsonst, und ich bin ein Min-Maxer – minimaler Aufwand, maximaler Ertrag – daher verstärkt die Effizienz und die extrem geringe "Fehleranfälligkeit" beim Umgang mit dem System das für mich nur noch weiter. Diesen positiven Einfluss auf die Lernmotivation kann man gar nicht hoch genug schätzen.

Das Produkt als ganzes und damit auch die Anleitung ist offenbar stark auf Kinder im Schulalter, insbesondere wohl auch Grundschule ausgerichtet (ziemlich peinliche Fotos), und die Broschüre empfiehlt teils suboptimale bis sinnlose Dinge, daher habe ich das für mich etwas abgewandelt:

- In der Broschüre wird beispielhaft genannt, täglich mindestens eine, aber generell etwa 10-15 neue Vokabeln einzuspeisen – ich dagegen mache es eher schubweise, aber dann deutlich mehr. (Liegt auch in der Natur des Selbstlerners; pro Lektion fallen da rund 100 Karteikarten an, die sich maximal auf 2 Stapel sinnvoll aufteilen lassen)
- Die Broschüre rechnet mit 6 Lerntagen pro Woche; ich ziehe einfach durch und setze dafür unregelmäßig-selten mal einen Tag aus.
- Die Broschüre bietet optional an, noch eine weitere Lernstufe z.B. bei Fach 12 einzurichten (2-6-12-19), ich mache das nicht. Das steigert bei mir auch das Vertrauen darin, dass ich das Zeug beim letzten Mal Abfragen auch wirklich im Langzeitgedächtnis hatte, wenn die Zeitspanne seit dem letzten Abfragen größer ist (eben 19 vs. 12 Tage).
- Die Broschüre empfiehlt, die Karteikarten mit der Fremdsprache auf der Vorderseite und der eigenen Sprache auf der Rückseite zu beschriften, was nun wirklich vollkommen idiotisch ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Denn wie soll man denn so sinnvoll die genaue Schreibweise lernen (bspw. Existenz und Position von Weichheits-/Härtezeichen im Russischen oder Akzenten in Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Griechisch etc.) wenn man beim Abfragen zuerst das Wort in der Fremdsprache, also bereits die "Lösung", sieht? Daher mache ich das andersherum.

Den mitgelieferten "normalen" Bleistift habe ich gleich mal entsorgt und stattdessen einen Druckbleistift samt ordentlichem PVC-Radierer in die Box getan, denn die Schlaumeier bei der Produktentwicklung, die einen normalen Bleistift in diesem kleinen Utility-Fach vorne für eine gute Idee gehalten haben, haben offenbar nicht dran gedacht dass man dafür auch einen Spitzer braucht (welcher wiederum weder beiliegt, noch Platz für einen ist – zumindest nicht für einen mit geschlossenem Behältnis für den Abfall. Bei offenen Spitzern bleiben immer kleine Graphit- und Holzbrösel hängen, sowas will ich nicht in der Box rumfliegen haben.) Hier wird anhand dieser Inkonsequenz überdeutlich, wo man gespart hat – man baut zwar ein kleines Fach für sowas ein, packt aber dann das billigste rein was man finden kann, anstatt etwas zu nehmen was dort auch wirklich Sinn macht. Wenn ihr schon keinen Druckbleistift mitliefern wollt – das einzige, was in einem solchen Fach wirklich Sinn machen würde –, dann lasst doch das Fach bitte lieber gleich leer und geht dafür mit dem Produktpreis ein bisschen runter...

Auf ein paar Details möchte ich noch eingehen.

- Fassungsvermögen der Box: Sollte primär nicht von Interesse sein. Denn zur Aufbewahrung von Karteikarten ist diese Box nicht gemacht; und auch wenn man einen Stapel bereits vorhandene Karteikarten hat, kann man die nicht einfach in einem Schwung in den Kasten füllen; zudem bleiben einzelne Karteikarten auch nicht auf ewig in der Box. Ein einzelnes Fach fasst ungefähr 100 Karteikarten (bei denen von Brunnen, die ich verwende, sind es exakt 96), doch selbst 100 Karten sollte man nicht auf einmal einfüllen. Das steht zwar nicht in der Broschüre, merkt man aber später, wenn man es doch versucht: denn es kommt dann der Zeitpunkt, an dem sich ein bereits komplett gefülltes Fach an einer der Schlüsselpositionen 2, 6 oder 19 befindet und man eben korrekt abgefragte Karteikarten dort noch mit reinstecken will – was dann logischerweise nicht mehr geht. Daher sollten an einem Tag allerhöchstens 50 neue Karteikarten, also die Hälfte des Fassungsvermögens, in ein Fach gefüllt werden, und auch das nur unter der Idealbedingung, dass man bei keinem Abfragen auch nur eine einzige Karteikarte falsch hat (von den 50 muss daher noch die durchschnittliche Anzahl der täglich falsch abgefragten Karteikarten abgezogen werden). Auf diese Weise werden die Fächer eventuell auch beinahe voll, das macht dann aber nichts – weil die Karteikarten darin unterschiedlich oft angekreuzt sind und daher ein Teil der Karten wieder daraus entfernt wird, bevor neue dazukommen. Fazit: Das Fassungsvermögen der Box reicht durchaus aus, um wirklich intensiv zu lernen.

- Art der verwendeten Karteikarten: Ich kann nur stark davon abraten, sich auf die schamlose Abzocke mit diesen Vordruck-Karteikarten einzulassen, von denen ein Probepäckchen beiliegt. Diese Kärtchen sind verhältnismäßig schweineteuer, extrem windig-dünn, und bieten dafür kaum etwas, was man nicht auch mit ganz normalen Karteikarten bekommen könnte. Es sind lediglich 4 Ringe mit den Fächerzahlen aufgedruckt, in die man seine Kreuzchen machen kann – dafür braucht's aber den Vordruck nicht. Ich selbst nutze normale weiß-linierte Karten von Brunnen, bei Amazon kostet da das 100er-Päckchen gerade mal 90 Cent, im Ladengeschäft um die 1.30 Euro (bei Wucherläden bis 2 Euro). Den signifikant höheren Preis dieser "Spezialkarten" sollte man nicht vernachlässigen, wenn man bedenkt wie viele Päckchen man im Laufe der Zeit für nur eine einzige Sprache braucht! Ich habe für meinen Selbstlerner (der 3 Sprachniveaus abdeckt, A1-B1) anhand der Wörterliste mal grob überschlagen und bin bei gut 1900-2000 Vokabeln angelangt – wohlgemerkt nur Vokabeln; Karten für Grammatik kommen da noch dazu. Bei der Menge wird der Preisunterschied dann schon ziemlich fett, erst recht wenn man mehrere Sprachen lernen will. (Und man bedenke auch: Es macht keinen Sinn, unterschiedliche Arten von Karteikarten für ein- und die selbe Sprache zu mischen. Besser, man lässt das Probepäckchen gleich links liegen.)

- Saftiger Aufpreis auf das Produkt nur für die Idee: Prinzipiell ließe sich ein solcher Karteikasten auch mit einfachsten Mitteln aus Karton nachbasteln – zwar sicher nicht so "schön" und solide wie das Original, aber den Zweck vollständig erfüllend. Letzten Endes ist es ja doch nur eine Box, in der sich 19 lose kleine Karteikartenfächer in einer Anordnung von 2x10 befinden; mehr braucht es nicht, damit das System funktioniert.

Meine Sternebewertung setzt sich zusammen aus:
- 5 Sternen für die Idee und das Produkt als Ganzes
- 1/2 Stern Abzug für den überzogenen Preis
- 1/2 Stern Abzug für die Sache mit dem Bleistift und die teils dümmlichen Empfehlungen in der Anleitung

Alles in allem kann ich dieses Karteikartensystem uneingeschränkt empfehlen; ich sehe nicht einen einzigen Punkt, wo dieses System schlechter abschneiden würde als der klassische Karteikasten. Lediglich die "Aufmachung" bzw. Begleitumstände bei diesem Produkt/dieser Firma stoßen mit etwas sauer auf. Wem der Preis egal ist und Anleitungen nicht unkritisch befolgt, möge meine Bewertung als 5 Sterne interpretieren.

Zum Schluss noch eine produktfremde Empfehlung: Für manche Sprachen und Sprachkurse werden bereits vorgedruckte Karteikarten angeboten. Vom Kauf solcher Dinge kann ich nur stark abraten, denn das erstmalige eigenhändige Anfertigen/Schreiben der Karteikarten trägt ebenfalls maßgeblich zum Lernerfolg bei. Auch wenn es eine Menge Arbeit ist – es lohnt sich.

Давай учиться!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstklassig für Notizen / zum Schreiben, 27. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Druckbleistift.
Allerdings kein stinknormaler - bei jedem Aufdrücken und Absetzen des Stifts dreht sich die gesamte Mine ein kleines Stück.
Das klingt vielleicht erstmal wieder nach "verrückte Japaner", "Sachen die die Welt nicht braucht", lernt man aber mit der Zeit sehr zu schätzen.

Wer kennt beim Schreiben nicht das Problem, dass man vergisst den Stift hin und wieder zu drehen und so der Strich allmählich breiter und breiter wird? Sieht zum einen hässlich aus, zum anderen verbraucht es auch unnötig mehr Graphit. Tja, und dieser Stift löst dieses Problem... die Mine nutzt sich schön gleichmäßig ab so dass der Strich immer gleichbleibend dünn ist.

Im Vergleich zu anderen Stiftmodellen des Herstellers:
- vs. Roulette: Rotationsmechanik funktioniert hier wesentlich besser (leichter), allerdings etwas "unedlere" Materielien hier, und der Gummigriff hat wohl das Potenzial irgendwann wegen Verformung den Stift unbrauchbar zu machen. (Noch nicht selbst hier gesehen, aber meine Erfahrung von anderen Stiften).
- vs. Normal (low-grade): Angenehmerer Griff hier wegen der Gummierung; beim normalen greift man direkt hartes Plastik.


Kanex SnapX Switch für Apple Mac (2-Port)
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4.0 von 5 Sternen In Ordnung, aber etwas überteuert, 9. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nutze den Switch, um eins meiner 2 Displays zwischen Mac Pro und Gamingrechner hin- und herzuschalten. Endlich kein Herumgekrieche unterm Tisch mehr.

Die Schachtel macht definitiv mehr Eindruck als das Gerät selbst, denn die Box ist aus wirklich billigem Plastik (das spürt und hört man).
Die Kabel sind *sehr* steif, aber gerade ausreichend lang (je 5 ft heißt es auf der Verpackung) und sehen recht gut verarbeitet aus. Die Kontakte sind leider nicht vergoldet – bei fast 50 Euro hätte ich das schon erwartet. Nett allerdings, dass auf den MDP-Steckern kleine Plastikkappen aufgesetzt waren.

Der Clip auf der Unterseite stört etwas - nicht jeder will das Ding mittig an das Bildschirm-Standbein clippen - steht aber zum Glück nicht sehr weit ab.

Umschalten funktioniert bei meinem Modell tadellos und die Signalqualität ist 1A.

Anders als auf dem Produktfoto auf der Schachtel abgebildet sind die Indikator-LEDs am Gerät nicht blau, sondern weiß.

Fazit:
Wirkt an manchen Stellen etwas billig verarbeitet, erfüllt aber seinen Kernzweck absolut problemlos. (Langzeittest wird noch sehen, wie lange...)
Die beinahe 50 Euro ist das Teil allerdings nicht wert – eher 30.


be quiet! BK019 Dark Rock Pro 3 CPU-Kühler
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4.0 von 5 Sternen Gute Leistung aber sperrig, 2. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Dark Rock Pro 3 kühlt bei mir einen i7-4790K auf einem Gigabyte Z97X-UD3H Black Edition Mainboard.

Allein schon mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste (keine Ahnung welche Marke das ist, wenn überhaupt) kühlt das Ding schon ganz nett: In einem gut geheizten Raum im Winter ist die Kerntemperatur im Idle bei 26 Grad, nach 10 Minuten unter Prime95 maximal 71 Grad. (nicht übertaktet, nur Turbo Boost)

Inzwischen habe ich die Komponenten nochmal in ein neues Gehäuse gebaut - das Silent Base 800, ein gedämmtes(!) Gehäuse - und im Zuge dessen auch gleich beim Neueinbau eine neue Wärmeleitpaste verwendet, die Arctic MX-2, sowie die CPU auf 4.7 GHz übertaktet (Multiplier auf 47 für alle Kerne, Vcore +0.054). Mit der neuen WLP nimmt der Kühler der CPU nun deutlich mehr Wärme ab als zuvor. Temperaturen sind bei diesem Setup ca. 28-29°C idle und 48-51°C unter Last (Games).

Kerntemperaturen während "typischer Anwendungsszenarien" (= Gaming, anspruchsvolle Anwendungen) schiebe ich vielleicht dabei auch noch nach, schließlich ist das was bei Prime95 rauskommt ja wirklich extrem und nicht repräsentativ für die durchschnittliche "Last".

Material und Verarbeitung sind sehr gut, das gesamte Teil fühlt sich sehr wertig an (und sieht auch so aus). Allerdings sind die Lamellen extrem scharfkantig – sich beim Einbau in die Finger zu schneiden ist nicht schwer. Ein Handschuh ist sehr zu empfehlen beim Handling des Klotzes!

Lautstärke: Im Idle bzw. auf niedriger Drehzahl praktisch nicht hörbar, selbst bei offenem Gehäuse. Unter Last kann man den Luftzug hören... wenn man sich anstrengt. Bis meine neuen Komponenten kommen verwende ich Gehäuse/Netzteil aus Altbestand, beide übertönen den Kühler.

Falls jemand nach dem Durchlesen einiger Testberichte auf einschlägigen Seiten sich nun fragt ob mittlerweile die Drehzahlen der andersartigen (6-Pol) Lüfter korrekt ausgelesen werden: Ja! Scheinbar hat be quiet den wie in den Reviews erwähnten versprochenen Adapter bei neuen Exemplaren direkt verbaut.

Negative Punkte hat der Kühler aber auch:

- Unhandliche Installation.
Ich habe das Teil direkt aufs Mainboard geschraubt noch bevor ich alles ins Gehäuse gebaut habe, aber selbst so war es alles andere als einfach. Wie es gemacht werden muss ist mit der Anleitung sehr leicht zu verstehen, nur die Ausführung in der Praxis ist das Problem. Das ist hauptsächlich der Sperrigkeit und dem Gewicht geschuldet.

- Die schon erwähnte Sperrigkeit.
Gut, ich habe schon mal zumindest keine Probleme, den Kühler überhaupt vollständig in meinem Gehäuse unterzubringen, aber dennoch bestehen bleibt dass dieses Ding einfach alles überdeckt. Ist einmal alles im Gehäuse drin, wird es sehr schwer an wichtige Punkte auf dem Mainboard zu kommen: ATX12V oben bei den Ports, die CPU Fan-Header, sowie die RAM-Bänke.
Letztere sind bei Mainboard-Modellen mit 4 Bänken vollständig verdeckt, wenn der äußere Lüfter montiert ist; nimmt man ihn ab, sind immerhin "nur" die 2 dem Prozessor nähesten verdeckt. In den Slot ganz außen bekommt man mit ein bisschen Gefummel selbst bei montiertem Lüfter noch einen Riegel eingesteckt, weiter innen scheint es vom Platz her gerade noch möglich zu sein, wird aber mangels Sicht und Platz für die Hände ein schwieriges Unterfangen.
Auch die Höhe der RAM-Riegel kann zum Problem werden: Wer Riegel mit überdimensionierten Heatspreadern nutzt (z.B. Corsair Dominator, G.Skill RipJaws, ...) kann diesen Kühler gleich komplett abschreiben, denn die passen einfach nicht mehr unter den Kühler drunter. Ich selbst habe das Problem zum Glück nicht, da ich derartige Modelle potthässlich finde und lieber low profile RAM habe - ich nutze hier G.Skill Ares, die problemlos passen und noch ein paar Millimeter Spielraum nach oben haben.

Vergeben hätte ich gerne 3 1/2 Sterne, da das allerdings leider nicht geht runde ich auf 4 auf.


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 6. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir zwei DisplayPort male auf Mini DisplayPort female-Adapter gekauft, da ich meine neue GTX 980 an zwei 27" Apple LED Cinema Displays (MC007ZM/A) betreiben wollte.

Das Kabel selbst sieht recht solide aus und ist ziemlich steif, die Kontakte scheinen tatsächlich vergoldet zu sein. Die Steckerummantelung aus Plastik dagegen wirkt etwas windig.
Kabel und Steckerummantelung sind wie auf dem Bild zu sehen matt-weiß, nicht grau wie in anderen Rezensionen genannt.
Der DP-Stecker ist mit Widerhaken ausgestattet. Die MDP-Buchse passt perfekt – Die Kabel meiner Cinema Displays halten darin sehr gut.

Anders als in der Artikelbeschreibung angemerkt funktioniert dieses Kabel auch bei höheren Auflösungen als 1080p; ich kann beide vorher genannten Monitore auch über diese Adapter in ihrer nativen Auflösung 2560x1440 nutzen.

Die Signalqualität ist super, nichts zu beanstanden.

Vorsicht: die neuen Thunderbolt Displays funktionieren damit sehr wahrscheinlich nicht, da Thunderbolt zwar den selben Stecker wie MDP hat aber ein anderes Protokoll, das zusätzliche Elektronik in den Adaptern erforderlich machen würde.
"Alte" LED Cinema Displays (27", 24"), die tatsächlich einen reinen MDP-Anschluss haben, funktionieren.

Ich würde hier jederzeit wieder zugreifen.


Jetzt lerne ich PHP und MySQL: Der leichte Einstieg in die dynamische Webseiten-Programmierung
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von Giesbert Damaschke
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Toller Ansatz, aber böse Patzer, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch richtet sich an Einsteiger ohne Programmierkenntnisse, die zumindest elementare Grundlagen in HTML haben. Hier wird nicht gleich ohne große Umschweife irgendwie formell die Syntax "an den Mann gebracht", sondern gut erklärt die Brücke von den bisherigen Kenntnissen (HTML) zu PHP/MySQL geschlagen. Auch eine knappe, aber verständliche Erklärung, was "Programmieren" eigentlich ist, inwiefern sich PHP von anderen Sprachen unterscheidet und wie das Gespann PHP—HTML im Kern überhaupt funktioniert, ist vorhanden.

Sehr ausführlich und anschaulich – aber nicht so, dass man sich für nicht voll genommen fühlt, wie z.B. beim M&T-Autor Dirk Louis – wird im Folgenden die Syntax der Sprache langsam Stück für Stück in intelligenter, aufeinander aufbauenden Reihenfolge und anhand von vielen Beispielen erläutert. Häufig wird man direkt auf "Anfänger-Stolpersteine" gestoßen und erklärt, warum genau dies und jenes auf diese Weise nicht geht und wie man es richtig macht (zudem ist das letzte Kapitel ein Ratgeber zum Umgang mit Fehlern).
Nicht wenige der Beispiele sind darauf ausgelegt (und der Autor fordert auch ganz direkt auf) mit dem Code zu spielen, ihn zu variieren, um so ein "Gefühl" dafür zu bekommen wie die Dinge zusammenwirken – ein sehr guter Ansatz, finde ich.

Jedes Kapitel wird übrigens mit einer Zusammenfassung, einigen Fragen und Antworten sowie ein paar Aufgaben, deren (Muster-)Lösungen man im Anhang nachschlagen kann, abgeschlossen.

Ein Kapitel zu Grafikfunktionen fehlt leider und auch Tabellen mit einer Auswahl von weiteren, nicht direkt im Text angesprochenen PHP-Funktionen zu allen Bereichen, wie es sie in einem früheren PHP/MySQL-Buch von Markt & Technik einmal gab, sind nicht mehr vorhanden. Nicht einmal einen Verweis auf die online PHP-Dokumentation findet sich – ziemlich schwach.

Der zweite Block des Buchs dreht sich um MySQL: Vor der eigentlichen Nutzung mit PHP wird praktischerweise auch die Verwendung des Verwaltungs-Interfaces phpMyAdmin erklärt; das in diesem Kapitel vermittelte SQL ist grundlegend, aber nicht sehr umfangreich. Will man ernsthaft später größere Datenbankanwendungen entwickeln, kommt man um den Kauf eines spezialisierten Buchs nicht herum.

Auf sich potenziell ergebende Sicherheitsprobleme (eingebundene Dateien mit der anfangs propagierten .inc-Endung, SQL-Injections) wird zwar hingewiesen, aber nicht immer sofort bei der Einführung der jeweils zugehörigen Sprachkonstrukte. Ein expliziter Hinweis darauf, dass auch GET/POST-Parameter immer als "unsicher" angesehen werden sollten, um XSS zu vermeiden – für Neulinge keinesfalls selbsterklärend – fehlt leider völlig. CSRF ebenfalls, obwohl ich das noch eher hätte verschmerzen können. Auch einen Hinweis darauf, wie man Passwörter speichern sollte (salted & hashed statt im Klartext, wie es ein ahnungsloser Neuling wohl tun würde) sucht man mangels eines Beispiel-Projekts mit Benutzerlogin leider vergebens. Befasst sich der Leser nicht noch weiter mit PHP und bleibt dieses Buch die einzige Lektüre, die er dazu konsumiert, sind Angreifern bei dessen künftigen Webprojekten Tür und Tor geöffnet. In dieser Hinsicht sollte der Autor sein Buch dringend nochmals überarbeiten!

Im großen und ganzen kann ich das Buch nur sehr bedingt empfehlen:
- Es wird an vielen Ecken nur ein kleiner Bruchteil der im Alltag benötigten/benutzten Funktionen gezeigt, daher sollte man definitiv einen Blick in die offizielle PHP-Dokumentation werfen, um zu sehen "was da noch geht".
- Man sollte sich unbedingt im Internet über häufige Sicherheitslücken/Angriffspunkte informieren und lernen wie man entsprechend programmieren sollte, um derartiges zu verhindern bzw. sich zumindest bestmöglichst dagegen abzusichern.
Da war die 2005er Version dieses Buchs von Letzel und Betz doch um einiges besser.


Jetzt lerne ich C++ - aktuell zum neuen Standard C++11: Das komplette Starterkit für den einfachen Einstieg in die Programmierung
Jetzt lerne ich C++ - aktuell zum neuen Standard C++11: Das komplette Starterkit für den einfachen Einstieg in die Programmierung
von Dirk Louis
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die OS-Diktatur, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist definitiv für absolute Programmierneulinge geeignet und hält von daher, was es auf dem Cover verspricht. Die Einleitung ist umfangreich und beantwortet viele grundlegende Fragen, die sich ein Neuling normalerweise stellt.

Das Buch ist in vier aufeinander aufbauende und im Komplexitätsgrad steigende "Kurse" unterteilt:

Der Anfang wird mit einem verständlichen, ausführlichen und anfängerfreundlichen Rundgang durch die grundlegendsten Sprachfeatures mit gleichzeitiger Beleuchtung der wichtigsten Konzepte und internen Vorgänge gemacht.

Im zweiten Teil werden die Funktionen der C++-Standardbibliothek vorgestellt; zudem wird mit Infos über das Aufsplitten von Programmcode auf mehrere Dateien darauf vorbereitet, etwas größere Programme zu schreiben.

Der dritte Teil erklärt das Konzept der objektorientierten Programmierung; nach den absoluten Grundlagen wird auch Polymorphie und Fehlerbehandlung behandelt.

Der letzte, als "Profikurs" bezeichnete Teil ist zu einem Drittel die Sammelstelle für alle kleinen – keineswegs ausschließlich hochkomplexen – Themen, die der Autor anscheinend nicht so recht auf die anderen Kapitel des Buchs aufzuteilen wusste. Dinge wie die ?:-Kontrollstruktur, binäre Operatoren und Rekursion sind hier meiner Ansicht nach fehlplatziert und hätten eher an die entsprechenden Stellen im Grundkurs gehört. Andere, im selben Atemzug genannte Dinge wie vorzeichenbehaftete Zahlen und Buffer Overflow, Tricks mit binären Operatoren und Funktionszeiger finden sich allerdings gerechtfertigterweise hier. Im weiteren werden noch fortgeschrittene Methoden der objektorientierten Programmierung, Gültigkeitsbereiche / Scope, Templates und die Nutzung regulärer Ausdrücke erläutert.

Der Anhang umfasst die Lösungen zu den im Buch gestellten Übungsaufgaben, Hinweise zu den Programmen auf der beiliegenden CD (Windows-only), Tabellen des ASCII- und ANSI-Zeichensatzes sowie eine 13-seitige Syntaxreferenz sowie eine Auflistung der Includes der C- und C++-Standardbibliothek mit einer kurzen Zusammenfassung, welche Funktionalität der jeweilige Teil stellt. Mithilfe dieser Namen finden sich im Internet einfach weiterführende Informationen.

Der Autor ist offensichtlich Windows-Hardliner; insbesondere die von ihm im Buch verwendete IDE Visual C++ wird ausführlichst und ohne nennenswertes Aufzeigen von entsprechenden Wegen für Alternativ-IDEs für andere Betriebssysteme eingebunden. Zwar wird in der Einleitung auch die grundlegende Verwendung von gcc auf der Kommandozeile unter Unix-artigen Systemen gezeigt (demonstriert mit SuSE Linux), was selbst mit den dürftigen zusätzlichen Erklärungen im Anhang allerdings für einen absoluten Neuling mitnichten ausreichend ist.
Das ganze Buch durch fühlt man sich als Nicht-Windows-User als Person zweiter Klasse behandelt und stellenweise irgendwie verloren. Angesichts der universellen Einsetzbarkeit von C++ ist das schon ziemlich enttäuschend.

Der Schreibstil ist hinsichtlich der Ansprache des Lesers etwas gewöhnungsbedürftig – manche Leute mögen es wohl, aber ich mag es nicht.

Fazit: Nur 2 1/2 Sterne (wegen Amazon aufgerundet auf drei) wegen des extremen Fokus auf Windows als Dreh- und Angelpunkt der eigenen Entwicklungsumgebung. Nutzern von Mac OS X oder einer Linux-Distribution würde ich zur Suche nach einem anderen Buch raten.
Windows-Nutzer, die nicht planen irgendwann einmal auf ein anderes Betriebssystem umzusteigen oder dafür zu entwickeln, können meine Wertung als 4 1/2 bzw. 5 Sterne interpretieren.


Jetzt lerne ich Java 7 - komplettes Starterkit für den erfolgreichen Einstieg in die Programmierung
Jetzt lerne ich Java 7 - komplettes Starterkit für den erfolgreichen Einstieg in die Programmierung
von Dirk Louis
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Brauchbares Einsteigerbuch, aber verbesserungsfähig, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist von den Inhalten wie auch der Formulierung an absolute Programmieranfänger gerichtet und fängt wirklich fast bei Null an, damit hält es das Versprechen auf dem Cover. Lediglich eine kurze Einführung in die Grundlagen der Informatik vermisse ich hier noch, allerdings kompensiert die Ausführlichkeit des Buchs das zumindest zum Großteil.

Nach der Erklärung was Java und "Programmieren" eigentlich ist sowie der Einrichtung der Arbeitsumgebung geht es an die grundlegende Einführung zur Syntax und des Kernsprachumfangs von Java, gefolgt vom wichtigsten Thema, um erste nützliche Programme zu schreiben – Ein- und Ausgabe. Ein sehr großer Teil des Buchs beschäftigt sich ausführlich mit der GUI-Programmierung sowohl mit AWT als auch Swing, auf denen die folgenden Programmbeispiele zu Multimedia (Grafik, Bilder, Text, Animation) aufbauen. Java-Applets für die Einbettung in Webseiten erhalten ebenfalls ein Kapitel.

Im Anhang enthält das Buch neben Lösungen zu den Übungen in den Kapiteln noch eine Übersicht über die Standardklassen von Java. Diese enthält wegen des großen Umfangs lediglich die Paketnamen und eine kurze Beschreibung, wozu die Klasse da ist. So hat sie trotzdem ihre Nützlichkeit, da sich über das gewünschte Einsatzgebiet schnell der Name eines Pakets finden lässt, dessen Verwendung man wiederum anhand des Namens gut in der Dokumentation online nachschlagen kann.

Die Autoren sind offenbar Windows-Hardliner und beschränken sich sowohl im Bereich der ersten Einrichtung wie auch im weiteren Verlauf des Buchs bei den Programmierthemen darauf, nur in Microsoft-Richtung über den Tellerrand zu blicken – sehr schade und insbesondere beim Thema Datenbankanbindung enttäuschend, da das hier vermittelte Wissen in diesem doch recht essentiellen Bereich auf anderen Plattformen gänzlich wertlos ist. Alternativen für andere Betriebssysteme finden allenfalls vereinzelt als kurze Anmerkungen im Satz Einzug. Gerade bei einer sich so anbietenden Sprache wie dem plattformunabhängigen Java hätte ich mir etwas mehr professionelle "Universalität" erwartet und z.B. bei den Datenbanken – von mir aus auch neben proprietären Windows-Datenbanken – noch MySQL und SQLite vorgefunden. Eine nicht unerhebliche Enttäuschung, wobei ich das Buch als Ganzes trotzdem nicht als totalen Reinfall bezeichnen würde.

Der Schreibstil ist hinsichtlich der Ansprache des Lesers gewöhnungsbedürftig.

Zusammengefasst ist dieses Buch durchaus ein brauchbarer Einstiegspunkt für Anfänger, wenn auch Nicht-Windows-Nutzer sich selbst ohne Anleitung um die Einrichtung ihrer Arbeitsumgebung kümmern müssen und evtl. auf eigene Faust Wissen zur Handhabung von Datenbanken. Um die offizielle englische Java-Dokumentation kommt man nicht herum, das Buch ist keine vollwertige Referenz (und will das auch nicht sein, schließlich ist es ein Einsteigerbuch und kein Kompendium).

Von mir daher 3 1/2 Sterne; weil ich bei Amazon aber keine halben vergeben kann, runde ich auf 4 auf.


Ruby Cookbook (Cookbooks (O'Reilly))
Ruby Cookbook (Cookbooks (O'Reilly))
von Lucas Carlson
  Taschenbuch
Preis: EUR 38,37

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinnvolle Ergänzung zum Standardwerk von Matz, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir das Ruby Cookbook als Nachschlagewerk in Ergänzung zu Die Programmiersprache Ruby gekauft.

Das Buch enthält keine Einführung zu Ruby selbst – nicht einmal eine sehr knapp zusammengeraffte, wie in manchen anderen "Kochbüchern" der Fall – und konzentriert sich voll und ganz auf die eigentlichen "Rezepte", insgesamt 341, welche alle in die Schritte Problem/Lösung/Diskussion/Weitere Infos" unterteilt sind. Wo es aufgrund der Komplexität nötig ist, wird der Code äußerst ausführlich erläutert; externe Ressourcen werden noch für weiterführende Informationen angegeben.

Die ersten Kategorien betreffen die Standard-Datentypen und -Klassen (Strings, Zahlen inkl. Math-Funktionen, Datum und Zeit, Arrays, Hashes, Objekte, Module und Namespaces, Dir/File). Auch die Metaprogrammierung wird behandelt.
Darauf folgen noch eine ganze Menge weiterer Themen: CSV (inkl. XLS), XML, PDF, TAR-, ZIP- und GZIP-Verarbeitung, Grafik mit RMagick, Gruff und Sparklines, Verschlüsselung, Datenbanken und andere persistente Datenspeicherung, zudem ein extrem umfangreiches Kapitel über alle möglichen Netzwerkprotokolle und -Kommunikation sowohl als Client als auch als Server.

Ebenfalls enthalten ist ein umfangreicheres Kapitel über Ruby on Rails mit einer sehr knappen und informativen, aber trotzdem umzureichenden Einführung und einigen wenigen Rezepten, welche aber großteils eher den allgemeinen Umgang mit Rails behandeln. Jedenfalls ist dieses Buch kein Ersatz für eine Einführung wie Learning Rails 3 oder für das Rails Cookbook.

Weitere fortgeschrittene Themen: Unit Testing und Dokumentation, Web Services und Distributed Programming, Erstellen eigener Gems, Nutzbarmachung von Rake, Threading und seine Tücken sowie Lösungen dafür, Erstellung von Kommandozeilenprogrammen im Stil der klassischen Unix-Werkzeuge und GUI-Programmierung (Tk, wxRuby, Ruby/GTK, RubyCocoa), Erweiterung von Ruby (z.B. Nutzbarmachung von Java-Code unter JRuby und das Schreiben und Nutzen von C-Erweiterungen) sowie – extra für Sysadmins, aber auch so interessant – Automatisierung von allen möglichen Verwaltungsaufgaben.

Alles in allem eine sehr nützliche Hilfe für die kleinen Alltagsprobleme beim Programmieren mit Ruby, aber auch ein tolles Buch, um den eigenen Horizont zu erweitern (Gems, Rake, Rails) und zu sehen was es "da draußen" sonst noch so tolles für Ruby gibt.
Ein Buch, das definitiv neben Einführungsbüchern und/oder Standardwerk einen Platz als Referenz im Regal verdient hat.


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