Hier klicken May Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic longss17
Profil für Frederick > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Frederick
Top-Rezensenten Rang: 13.086
Hilfreiche Bewertungen: 262

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Frederick

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
DVD ~ Dakota Johnson
Preis: EUR 6,97

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fifty Shades of Grey, 7. Juli 2015
Habe mir den Streifen vor kurzem mit meiner Freundin zusammen angesehen und bin zu gleichen Teilen positiv wie negativ überrascht. Erwartet habe ich ein zweistündiges Wechselspiel aus schwachsinnigen Twillight-Dialogen, der entsprechenden Schauspielkunst und (für Kinoverhältnisse skandalöse) BDSM- und Sex-Szenen. Nachdem ich ihn nun gesehen habe muss ich sagen dass der Film als verdrehtes kleines Liebesdrama eigentlich ganz gut abschneidet. Die Kamerarbeit und visuelle Komposition einzelner Szenen ist solide, der Soundtrack ist mehr als passend und beide Hauptdarsteller agieren deutlich über dem Niveau ihrer ursprünglichen Fanfiction-Vorbilder.

Was im Vorfeld durch die Presse ging und was durch die übertrieben sinnlichen Trailer noch ausgiebig befeuert wurde hält der Film jedoch keinesfalls. Niemand der auch nur über grundlegende Kentnisse in Sachen BDSM verfügt betritt hier in irgendeiner Form Neuland. Es genügt bereits zu wissen dass es bei dieser Spielart um Dominanz, Fesselspiele und Peitschen geht - mehr Exploitation bietet der Film nicht - obwohl er fälschlicherweise genau so vermarktet wurde.

Wer hingegen Lust auf ein bisschen Herzschmerz und Drama hatt (soll ja gerade unter Frauen mal vorkommen) wird mit Fifty Shades of Grey zwei Stunden lang ganz gut unterhalten. Die (softcore) Sex und SM-Szenen sind keinesfalls schlecht gemacht, die Dynamik zwischen Mr. Grey und Mrs. Steel ist zwar mehr Gedankenspiel als Charakterstudie, dramaturgisch aber nicht uninteressant. Nur wie gesagt: Erwartet keinen Exploitation-Movie. Dahingehend ist der Film eine ziemlich langweilige Mogelpackung. 3 Sterne, weil ich genug Fantasie habe um die irreführende Vermarktung und die damit einhergehenden Erwartungen auszublenden.


Time Stands Still
Time Stands Still
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unleash the Archers - Time Stands Still, 3. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Time Stands Still (Audio CD)
Das nunmehr dritte Album der Kanadier ist ihre erste Veröffentlichung bei einem Major-Label und kommt mit einer entsprechenden Produktion daher. Der Sound auf "Time Stands still" ist kristallklar aber, entsprechend der Instrumentierung die größtenteils auf Keyboards verzichtet, relativ geerdet. Musikalisch wirkt die Band hier ein wenig geradliniger als noch auf "Demons of the Astrowaste" und der Powermetal als Stilelement tritt hier nochmal eine Ecke weiter in den Vordergrund.

Deathmetal-passagen gibt es zwar weiterhin, aber das tragende Element sind hier eindeutig die einprägsamen Melodien (sowohl Gesangslinien als auch Leadgitarre) und Brittney Slayes kraftvolle Stimme mit der sie sich unangestrengt, spielerisch in astronomischen Höhen bewegt - obwohl ihre grundlegende Tonlage eher tief ist.

Eine außergewöhnliche Stimme die sie mal ganz klar und mal mit einer guten Portion Distortion zum Einsatz bringt und die gelegentlichen Growls und Screams ihrer männlichen Kollegen angenehm kontrastiert.

Bei dieser Art Wechselspiel werden den Deathmetal Vocals üblicherweise eher klassische Stimmen und opernartige Passagen entgegengestellt. Mit diesen Bands, den vielen Epica- und Nightwish-Klonen, lassen sich UtA daher kaum vergleichen. Ich persönlich finde ihr Klangbild sehr viel harmonischer und empfehle "Time Stands Still" beispielsweise allen Fans von Gloryhammer und Twillight Force.

Als weiteren Anhaltspunkt kann ich sagen dass das Songwriting auf Time Stands still auf eine Art und Weise old-schoolig und hymnisch ist die bisweilen an alte Manowar erinnert und dass ich dieses Album definitiv dem Powermetal zuordnen würde. Dieser macht gefühlt 80% der Musik aus. Um sich ein genaueres Bild zu machen bieten sich, neben dem bekannten Tonight We Ride auch Frozen Steel, Test your Metal und der Titeltrack Time Stands Still als Hörproben an.


Dreamchaser
Dreamchaser
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Victorius - Dreamchaser, 15. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dreamchaser (Audio CD)
Victorius beweisen mit Dreamchaser dass sie zu den vielversprechendsten Newcomern der deutschen Metalszene zählen. Insbesondere durch die stark traditionelle ausrichtung ihrer Musik, ganz im Stile von Gamma Ray, Helloween und Freedom Call - zwar mit viel Pathos und Melodie, jedoch mit einer sehr klassischen Instrumentierung, inklusive zweistimmiger Gitarrensoli. David Baßins Gesang ist hoch und leidenschaftlich, allerdings nicht ohne die nötigen Ecken und Kanten.
Weitere Merkmale des Albums sind ein konstant hohes Tempo sowie verspielte Gitarrensoli die sich hervorragend in die Songkonzepte einfügen. Diese sind hervorragend komponiert und zünden teils sofort, teils nach einigen Durchgängen. Besonders hervorzuheben ist der extrem starke Opener "Twilight Skies", das epische "Dragonheart" mit einem Gastauftritt von Thomas Winkler (Gloryhammer), der Titeltrack "Dreamchaser" mit seinen verträumten, mehrstimmigen Gitarrenparts und "Speedracer", das seinem Namen alle Ehre macht und nebenbei eine großartige Hymne abgibt. Eine Qualität die eigentlich alle Songs auf Dreamchaser aufweisen.

Freunde der Genannten Bands sollten hier unbedingt reinhören. Victorius agieren mit einer unbändigen Spielfreude, klingen absolut unverbraucht und schaffen es dennoch melodischen Speedmetal der ganz klassischen Europäischen Schule abzuliefern. Ein Kunststück dass vielen neuen Bands ohne ausgefallene Alleinstellungsmerkmale (besondere Keyboardsounds, ausgefallene Attitüde, etc.) kaum noch gelingt. Victorius sind damit von einem ganz ähnlichen Kaliber wie Messenger oder Sinbreed und haben das Potenzial in Zukunft zur Speerspitze unserer Metalszene zu gehören.


Beyond The Red Mirror
Beyond The Red Mirror
Preis: EUR 16,99

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blind Guardian - Beyond the Red Mirror, 2. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Beyond The Red Mirror (Audio CD)
Wie man ein Blind Guardian Album noch am Tag der Veröffentlichung rezensieren kann ist mir schleierhaft. Spätestens seid der "A Night at the Opera" stehen die Krefelder für schwer zugängliche Musik, die man auf Anhieb weder in ihrer Gänze erfassen kann noch wirklich abschätzen kann ob der neue Output in ein paar Jahren noch einen festen Platz in der eigenen Sammlung hatt. "A Twist in the Myth" war bei mir bereits so ein Fall: Bei den ersten Durchgängen hatt es mich ein wenig erchlagen - heute zählt es aber zu meinen liebsten BG Alben.

Was ich nun über "Beyond the Red Door" sagen kann ist dass es mir eine ganze Ecke besser gefällt als der Vorgänger "At the Edge of Time". Von besagtem 2010er Album gefielen mir besonders der Opener "Sacred" sowie das große Finale "Wheel of Time" - also die ersten veröffentlichten Orchester Experimente der Band. Bedenkt man den Eifer der Band sich in diese spezielle Richtung weiter zu entwickeln scheint es nur logisch dass ein Album auf dem die besagte Prämisse weiter ausgelotet wird sehr viel runder wirkt und meiner Meinung nach besser funktioniert.
So komplex und progressiv wie es in den bisherigen Interviews hieß, kommt es mir dann auch wieder nicht vor. Was den Einstieg eher erschwert ist die Tatsache dass das unglaubliche Volumen des Orchesters gerne mal die Melodieführung überschattet - vorwiegend die eigene. Daher kommt vermutlich der Eindruck fehlender Ohrwürmer. Gibt man sich und dem Album jedoch die nötige Zeit dann entfalten sich nach und nach Passagen die langfristig hängenbleiben.

Die Symbiose aus Band und Orchester ist absolut gelungen und beide nehmen sich genau an den richtigen Stellen ein wenig zurück - so kommt es vor das mal die Band-, mal die Orchester-Spur etwas "dünner" wird. Für mein Empfinden geschieht dies jedoch zielgerichtet und fällt nicht negativ auf.
Das Ziel eine Metalband und ein Orchester gleichberechtigt nebeneinander spielen zu lassen haben Blind Guardian jedenfalls mehr als erreicht. Bei den endlosen Vorankündigung dieser Orchestergeschichte (seid mittlerweile knapp einem Jahrzehnt) kann man hier jedenfalls nicht von einem legitimen Kritikpunkt sprechen.
Klar, mögen muss man das nicht. Wer mit Klassik allgemein nichts anfangen kann und Metal lieber pur genießt wird hier ganz sicher nicht auf seine Kosten kommen. In meinen Augen und Ohren ist "Beyond the Red Mirror" ein durch und durch gelungenes Konzeptalbum, sowohl textlich als auch musikalisch. In seiner Konsequenz ist es ein Meilenstein und wer ein bisschen Geduld mitbringt wird sich freuen bei jedem Durchlauf neue Details zu entdecken.

Ich freue mich jedenfalls für die Helden meiner Kindheit, die ihre musikalischen Träume scheinbar mehr denn je ausleben, und bin sehr gespannt wie die Reise weitergeht.


Unholy Savior
Unholy Savior

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Battle Beast - Unholy Saviour, 21. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unholy Savior (Audio CD)
Zu Keyboards im Metal kann man ja stehen wie man will. Ich für meinen Teil bin mit der Musik der 80s groß geworden und finde den Sound der Finnen genial. Ein so konsequentes Tribut an ein (für den Metal immerhin goldenes) Zeitalter ist mir jedenfalls noch nicht untergekommen und das steht/fällt eher mit den Kompositionen als mit den Keyboards. Mal ehrlich, bei all den klassik Zitaten im Europäischen Metal und der Affinität zu bombastischen Soundtracks ist es doch schon wieder ausgefallen sich bei Europe und Survivor zu bedienen statt bei Bach und Vivaldi...

Die Songs auf Unholy Savior sind wunderschön komponiert und schaffen es auch während der ruhigeren Passagen den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Das ist eine Sache die man Thrash- und Black/Death-Metal Puristen vielleicht schwer begreiflich machen kann... eine Melodie packt dich entweder oder nicht und wenn man eine komposition zu schätzen weiß spielt es keine große Rolle welches Instrument sie wiedergibt - wem die genannten Bands und Schlagwörter zusagen sollte mit diesem Album seine Freude haben.

Im Vergleich zum Vorgänger lässt sich feststellen dass die Tracks öfter mal das Tempo drosseln. Noora beherrscht beide Spielarten und ihre rauen Passagen kommen nicht zu kurz! Auch der Wechselgesang zwischen ihr und dem Gitarristen funktioniert wieder blendend. Die Stimmen der beiden ergänzen sich perfekt.


The Return of the First Avenger
The Return of the First Avenger
DVD ~ Chris Evans
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Captain America II - The Winter Soldier, 25. August 2014
Rezension bezieht sich auf: The Return of the First Avenger (DVD)
Es gibt bloß 2 Dinge die mich, nicht am Film selbst sondern an der Art und Weise auf die er vermarktet wurde, gestört haben. Zum einen wäre da der, fürs deutsche Publikum abgeänderte, Titel sowie die Tatsache dass DVD's heutzutage keinerlei Wertschätzung mehr von seiten der Produzenten erfahren.
Es gibt exakt eine Version der DVD und die kommt ohne nennenswerte Extras daher. Was soll dass? Für die Iron Man Filme war bisher auch pro DVD Release mindestens ein Steelbook drin und "The Winter Soldier" spielt mindestens in derselben Liga!
Mit einem hervorragenden Film endet hier also dass Vergnügen für jeden der nicht Willens ist seine komplette Filmsammlung auf Blue-Ray umzurüsten - desswegen bezieht sich diese 5-Sterne Rezension auch aussließlich auf den Film selbst:

Ich bin seid Iron Man 1 ein großer Fan der MARVEL Verfilmungen - wozu ich aber sagen muss dass ich die Figur bereits vor Robert Downey jr. in Form alter 90er Jahre Cartoons kannte, ich war also voreingenommen. Bei Cap ist dass was anderes. Seinen Charakter habe ich erst durch die Filme kennengelernt und war bereits nach dem ersten Teil positiv überrascht von der Figur des Steve Rogers. Zwar konnte der Film damals nicht wirklich mit seiner Konkurenz mithalten, ich fand ihn aber bei weitem nicht so belanglos wie allgemein behauptet wird. Seid einigen Jahren kommt keine Heldenfigur mehr ohne traumatischen Background oder heftige Laster aus. Der nette Typ der einfach nur versucht ein guter Mensch zu sein ist quasi ausgestorben, was fast schon erschreckend ist wenn man Filme als Spiegel ihres Zeitalters betrachtet. Das klingt jetzt mega philosphisch und scheint vielleicht am Thema vorbei zu gehen, für mich macht aber genau dass einen Großteil des Charmes dieses spannend inszenierten action-thrillers aus.

Ich will hier auf gar keinen Fall Spoilern, also fasse ich die Story so vage zusammen wie ich nur kann;

Hier geht es um einen (quasi) Zeitreisenden Idealisten mit starkem moralischen Kompass der sich plötzlich in einem Zeitalter wieder findet dass, in Form von S.H.I.E.L.D, von skrupellosen Geheimdiensten regiert wird. Der spannende Auftakt des Films zeigt uns einen pflichtbewussten Soldaten der allmählich einem Komplott auf die Schliche kommt und schlussendlich aus moralischen Gründen gezwungen ist sich gegen seinen Auftraggeber zu wenden. Zu allem überfluss taucht plötzlich der myteriöse Winter Soldier auf und macht Jagd auf Nick Fury, Cap und S.H.I.E.L.D - So entbrennt für Steve Rogers ein erbarmungsloser Kampf an mehreren Fronten bei dem ihn seine Vergangenheit wieder einhohlt.

Mehr als dass dieser Plot sehr gut und mit einigen Twists umgesetzt wurde will ich zur Story nicht sagen. Abgerundet wird das ganze von den durchweg überzeugenden Darstellern und einem Feuerwerk an Action - wobei positiv auffällt wie hier spektakuläre CGI Elemente mit großartig choreographierten Martial-Arts einlagen verwoben wurden. Der Film hält dabei das Niveau der Avengers, profitiert aber zusätzlich davon dass hier Menschen gegen andere Menschen Kämpfen. Dass macht die Actionsequenzen leichter nachvollziehbar und ich finde Cap's akrobatischen Kampfstil deutlich interessanter als eine reine Materialschlacht rund um Aliens und Kampfanzüge. Zudem hatt der Film eine brandaktuelle Message was Geheimniskrämerei von seiten einer Regierung anbelangt - während wir alle paar Wochen mal etwas über Edward Snowden, die NSA und diverse Abhörskandale zu lesen bekommen finde ich einen Film wie diesen unglaublich positiv und wichtig.

So! Dass habe ich jetzt alles mit viel mehr Herz als Verstand geschrieben. Der Film hatt mir einfach richtig gut gefallen und ich möchte ihn jedem Menschen der entweder an MARVEL, an beeindruckender Action (ob computergeneriert oder handgemacht) oder an einer philosophischen Portion Zeitgeist seine Freude hatt wärmstens empfehlen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 26, 2014 6:30 PM MEST


Empire Of The Undead (Special Edition)
Empire Of The Undead (Special Edition)
Wird angeboten von yeah-records
Preis: EUR 9,59

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gamma Ray - Empire of the Undead, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da auf Youtube und Facebook schon mehr als ausführlich über die Hintergründe und die turbulente Entstehungsgeschichte des Albums berichtet wurde gehe ich es einfach mal Track by Track durch:

Avalon - einen Opener mit Überlänge haben Gamma Ray zuletzt auf Land of the Free II gebracht. Wellengeräusche und ruhiger Klargesang leiten den Track ein und sobald dann das Hauptriff einsetzt steht die Marschrichtung fest. Avalon ist ein Hymnischer Midtempotrack mit großer Hook und vielen (gelungenen) Breaks ab der zweiten Hälfte, ganz im Stile von Rebellion in Dreamland und Armageddon. Insgesammt ist Avalon jedoch ein eher gelassener Song und ein guter Einstieg in das Album.

Hellbent & Pale Rider - Ziemlich Heavy geht es mit den Tracks 2 und 3 weiter. Hellbent ist im ganzen ein ziemlich thrashiges Stück dass jedoch dank seiner melodischen Bridge immernoch stark zum mittsingen anregt. Abschließend ein kurzes Solo ohne dass das hohe Tempo gedrosselt wird, gefolgt von einer etwas ruhigeren Bridge und einer wiederhohlung der Hook. Hellbent und Pale Rider sind gesanglich ähnlich rauh wie Heart of the Unicorn (2001, No World Order - desshalb stehen sie für mich auch als Einheit), letzterer kommt aber eine ganze Spur rockiger daher als Hellbent und verursacht bei mir richtig gute Laune. Manch einer eschoffiert sich hier über Kais kratzige Vocals, mein Eindruck als langjähriger Fan der Band ist jedoch; Kai klingt hier so losgelöst und rotzig wie auf Walls of Jericho - gefällt mir richtig gut. Pale Rider ist bisher mein Lieblingssong auf Empire of the Undead.

Born to Fly - Track 4 ist bei weitem nicht so episch wie der Titel vermuten lässt - stattdessen handelt es sich bei Born to Fly um einen fröhlichen kleinen Rocksong mit locker-dynamischem Gesang. Als Filler würde ich ihn aber nicht bezeichnen, eher als einen Spätzünder den ich mittlerweile jedoch nicht mehr missen möchte.

Master of Confusion - I want out 0.2, viel mehr lässt sich über den Song und darüber wie gut er ist nicht sagen. Bereits nach den ersten Tönen fällt auf dass Master of Confusion auf weiten Strecken dem Schema seines großen Bruders folgt, allerdings finde ich das nach rund 25 Jahren mehr als in Ordnung, zumal die Band sich hier lyrisch selbst auf die Schippe nimmt. Eine starke Nummer!

Empire of the Undead - Dem Titeltrack merkt man sein Alter deutlich an. Empire of the Undead ist absolut old-school und das Riff transportiert einen energischen Vibe der an Motörhead zu Glanzzeiten erinnert. Dabei fällt sofort auf mit was für einer Authentizität er von Gamma Ray vorgetragen wird, und dass in einem Atemzug mit Avalon oder der folgenden Ballade.

Time for Deliverance - Eine typische Ballade die dank eines großartigen und verträumten Solos jedoch kein bisschen wehtut.

Demonseed - Ein abwechslungsreicher Track der von stampfenden Stakatto Rythmen in den Strophen in eine untypische, kurze Hook übergeht die mir persönlich gut gefällt. Ab der zweiten Hälfte setzt ein großartiges Solo ein und im letzten Drittel wird es ganz ruhig; die Drums wirken distanziert und bauen Spannung auf, vereinzelte, kaum verzerrte Akkorde und entspannte Vocals die sich langsam steigern und schlussendlich zur letzten Wiederhohlung der Hook überleiten.

Seven – Wieder eine eher rockige Nummer, dynamisch wie Born to Fly, etwas flotter und ein wenig klassischer. Ich finde der Track hätte auch gut auf ein Keeper Album gepasst.

I will return – Eingeleitet von einem kurzen Schwarzenegger Sample („I'll be back“) ist I will return vielleicht der Track der am ehesten an die vergangenen 2, 3 Alben erinnert. Schnell, hymnisch, typischer Melodic-Speed Metal und trotz seiner 6 Minuten viel zu schnell vorbei (immer ein gutes Zeichen). Das rund zweiminütige Solo ist herrlich und die Hook zählt ebenfalls zu den besten des Albums.

Built a World – Mysteriös und sphärisch rockt sich das abschließende Built a World durch die erste Strophe und hinein in eine abermals ganz, ganz starke Hook. Ein verträumter midtempo Track mit kurzem, bluesigem Solo, anschließenden Star Trek Synthies und einem ganz abruptem Ende. Ein passender Abschluss. Dem folgen noch (sehr gute) live Versionen von Avalon und The Spirit sowie die Demoversion des Titeltracks.

Empire of the Undead ist ein abwechslungsreiches und untypisches, weil erfrischend altbackenes Album. Gamma Ray wirkten zwar nie wirklich steril, haben über die letzten Jahre hinweg aber ein klein wenig darauf hingearbeitet – Empire of the Undead wirkt dagegen wie ein Schritt zurück zu den Anfängen der Band als, damals noch mit Ralf an den Vocals, rockende Klassiker wie the Spirit oder One with the World entstanden. Kai Hansen klingt hier so jugendlich und unbekümmert wie schon seid langem nicht mehr und auch den Solos und Breaks wird wieder deutlich mehr Freiraum eingeräumt. Ein verdammt starkes Album. Die Bonusversion als Boxset kann ich nur Empfehlen. Sie kommt nebst Album noch mit einem T-Shirt (Qualitativ hochwertig, Größe L, macht in echt mehr her als auf den Bildern), einem Poster, 2 Bonustracks auf Vinyl, 6 Fotos der Band und einer DVD. Diese enthält eine sehr sehenswerte Tour durch die Ruinen des niedergebrannten Studios vermengt mit den Livesongs der Pre-Listening Session und einem kurzen Interview mit Kai Hansen. Gerade wegen seinem Fokus auf der Frühgeschichte der Band (also die 90er) wirkt Empire of the Undead auf den Ersteindruck vielleicht ein wenig unspektakulär, nach und nach entfalten sich die 11 Songs aber zu potentiellen Klassikern von denen es sicher viele ins Live-Set der Band schaffen werden.


Shadows (Ltd.Digipak)
Shadows (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 17,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinbreed - Shadows, 28. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Shadows (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Knappe 4 Jahre nach ihrem Debüt "When Worlds collide" gehen Sinbreed in die zweite Runde. Seid Erscheinen des Erstlings gilt die Band zurecht als Hoffnungsträger der deutschen Metalszene; Sinbreed fühlen sich ein bisschen an wie Running Wild, nur heavier, ein bisschen wie Blind Guardian, nur sehr viel straighter, und Herbie Langhans, der hier einmal mehr singt wie ein junger Gott, liegt tatsächlich irgendwo zwischen Rolf Kasparek und Andi Deris. Er wird immer mal wieder durch die allzu genretypischen Chöre unterstützt, wobei aber auch auf Album Nummer 2 wieder positiv auffällt was für ein ausgewogenes Verhältnis aus Härte und melodischer Leichtigkeit Sinbreed hier abliefern. Besagte Chöre und vereinzelnte Ohrwurmmelodien tauchen zwar in jedem Track auf, stehen aber nie so weit im Vordergrund dass man die Musik als Kitsch bezeichnen könnte - umso erstaunlicher wie eingängig die Hooks trotzdem noch sind: Shadows, Call to Arms und Reborn gehen beispielsweise richtig gut ins Ohr - nur eben ohne Abnutzungsgefahr, soweit man das beim Ersteindruck abschätzen kann. Die 10 Tracks auf rund 50 Minuten lassen sich ausnahmslos dem Melodic Speed Metal zuordnen und sind wunderbar produziert. Der Sound ist schön klar, druckvoll, kommt ganz ohne unnötige Spielereien aus und dass Frederik Ehmke und Marcus Siepen (Blind Guardian) an Drums und Gitarre eine unschlagbare Rythmussektion sind erklärt sich auch ganz von selbst.

Ebenfalls erwähnenswert ist das tolle, weitestgehend Klischéfreie Songwriting der Band. Auch wenn hier die typischen Metalthemen verarbeitet werden (Freiheit, Selbstverwirklichung, Vergeltung) sind Texte wie Reborn oder Leaving the Road in Satzbau und Wortwahl unglaublich gut geschrieben.

Hier wurde kurz gesagt alles richtig gemacht! Fans des Vorgängers dürfen blind zugreifen und alle anderen, vorallem auch solche denen im Powermetal oft die Härte fehlt, sollten zumindest einmal reinhören! Sinbreed sind ein herrliches Unikat, Gott sei Dank keine Eintagsfliege und stehen hoffentlich in ein paar Jahren neben etablierten Genregrößen wie Helloween, Blind Guardian und Gamma Ray!


Men of Honor (Limited Mediabook)
Men of Honor (Limited Mediabook)
Preis: EUR 42,09

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Adrenaline Mob - Men of Honor, 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Men of Honor (Limited Mediabook) (Audio CD)
Mit ihrem zweiten Album "Men of Honor" beweisen Adrenaline Mob dass es ihnen als Band ernst ist. Das Album ist definitiv eine musikalische Weiterentwicklung. Immer mal wieder schimmern hier klassischere Einflüsse durch als noch beim Erstling Omertá. Der Sound der Band ist eine wundervolle Symbiose aus minimalistischem old-school und einer kristall-klaren Produktion - quasi der Inbegriff von modernem Metal. Russel Allen nutzt auf "Men of Honor" sein gesammtes stimmliches Spektrum mit dem er, ganz spielerisch, einen riesigen Bogen von ganz sanftem Soul bis hin zu richtig derben Shouts schlägt - nicht nur rein gesangstechnisch: er scheint sich komplett auf die Band und die damit verbundene Mafia-Attitüde eingelassen zu haben und bringt die 12 Tracks um Verrat, Liebe und Ganovenehre richtig authentisch rüber. Ein großer Pluspunkt gegenüber dem Vorgänger ist dass auf "Men of Honor" deutlich mehr Spielraum für die zahlreichen Soli bleibt, jedoch nie auf Kosten der starken Rythmussektion - Die Songs sind so Abwechslungsreich wie es die gewollte Eingängigkeit gerade noch zulässt. Hier wird über 55 Minuten aus allen Rohren gefeuert, trotz 3 Balladen ohne Längen und mit keinem einzigen Track der so weit zurückfällt dass man einzelne Anspieltipps nennen könnte.

Ich wünsche der Band von Herzen eine lange gemeinsame Karriere und freue mich schon auf weiteren Output! =)


Thunder in the Distance
Thunder in the Distance
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 9,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Place Vendome - Thunder in the Distance, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Thunder in the Distance (Audio CD)
Thunder in the Distance knüpft musikalisch nahtlos an den Vorgänger "Streets on Fire" an - Auf ihrem dritten Studioalbum klingen Place Vendome nochmal eine Ecke versierter und selbstsicherer, als würde die Mixtur aus Michael Kiskes atemberaubenden lead vocals, ultra-eingängigen Melodien und den (sehr guten und diesmal stärker vertretenen) backingvocals allmählich richtig aufgehen: Lost in Paradise, Never too late, My Heart is Dying und der Titeltrack sind Ohrwürmer allererster Güte und entsprechen für mich, als jemanden der es eigentlich eine Spur heavier mag, meiner Vorstellung von richtig gut gemachtem pop mit großen Melodien. Das äußert sich unter anderem in der kristallklaren Produktion. Die Stimmung der Musik ist von grundauf positiv. Die Instrumentierung der 13 Tracks ist, obwohl stets songdienlich, keineswegs banal und die kurzen Soli sind oft wunderschön und verträumt. Michael Kiske als Sänger macht seine Sache zudem dermaßen gut... seine Stimme hatt rein garnichts von ihrer Magie und Dynamik eingebüßt. Ganz im Gegenteil. Wer die ersten zwei Alben mochte oder den oben stehenden Tracks als Anspieltipps eine Chance gibt (und mag was er hört) kann ohne zu zögern zugreifen. Thunder in the Distance ist ein tolles, in sich schlüssiges Album zwischen stadiontauglichem AOR und Hardrock. Sehr gelungen und mit hörbarer Liebe zum Detail geschrieben, aufgenommen und produziert.

Warum überhaupt noch defensiv darüber geschrieben wird dass "es hier zwar keinen Powermetal gibt, die Musik aber trotzdem gut ist" verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Lasst die Musik doch für sich selbst sprechen und entscheidet dann ob es euch gefällt oder nicht. Alles andere ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Orangen. Musik soll Spaß machen und Gefühle transportieren, beim Musiker wie beim Zuhörer. Darin sind Michael Kiske und seine Mittstreiter ganz groß - ob nun hier, solo, bei Gamma Ray, Unisonic oder eben zu alten Helloween Zeiten. Der Geist ist seid 25 Jahren derselbe und das freut mich als Fan.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5