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Beiträge von Frederick
Top-Rezensenten Rang: 16.402
Hilfreiche Bewertungen: 269

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Rezensionen verfasst von
Frederick

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Follow Me
Follow Me
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liv Sin - Follow Me, 29. April 2017
Rezension bezieht sich auf: Follow Me (MP3-Download)
Auf ihrem Debut-Ablum rund um Liv Jagrell, der Frontfrau der 2015 aufgelösten schwedischen Rocker "Sister Sin" , geben sich Liv Sin betont metallischer als ihre seeligen Vorreiter. Die deutlich härteren Riffs, die epischeren Soli und die reduzierten Hooks stehen Liv's Reibeisenstimme überaus gut, wobei ihre Stimme auch hier wieder einen großteil des Charmes ausmacht und für Sister Sin Fans Grund genug sein sollte beherzt zuzugreifen. Musikalisch knüpfen Liv Sin nicht an "Black Lotus" an. Um diesen Soloausflug mit etwas bekanntem zu vergleichen: "Switchblade Serenades mit härteren Gitarren und einer moderneren Produktion" trifft es eigentlich ganz gut.


Ghost in the Shell - Limited Steelbook-Edition [Blu-ray] [Limited Edition]
Ghost in the Shell - Limited Steelbook-Edition [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Scarlett Johansson
Wird angeboten von film-ausverkauf
Preis: EUR 37,95

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ghost in the Shell, 23. April 2017
Ich gestehe, dass ich weder mit der Anime- noch mit der Mangavorlage wirklich vertraut bin, aber was ich mir von dem Film versprochen habe (eine Art Sci-fi Crime/Thriller im Stil von Blade Runner) hatt er absolut erfüllt.

Der Film mag etwas kompakter und leichter zugänglich sein als die Vorlage, aber man darf ihn keineswegs mit den Action-Blockbustern der letzten Jahre über einen Kamm scheren. Er nimmt sich immernoch sehr viel Zeit für seine Charaktere, ihre Gefühlswelt und die Chemie zwischen ihnen. Auch die ganze futuristische Welt ist sehr viel greifbarer als man hätte vermuten können, da der Film zwar viel CGI beinhaltet, aber auch nur dort wo es definitiv nicht anders geht. Viele der Sets sind real und das ganze filmische Handwerk ist von der Kamerarbeit bis zur Beleuchtung einfach grundsolide. Die Action ist schön bodenständig und dreckig. Scarlett Johansson vollführt in ihrer (sehr detailiert und überzeugend gespielten) Rolle zwar den einen oder anderen übermenschlichen Stunt, zum Ausgleich gibt es aber auch ganz weltliche Schießereien und Barschlägereien in einer farbenfrohen und lebendigen Zukunftsvision voller schräger Figuren und kleiner Details.

Mir hatt das alles großartig gefallen, auch wenn die Story um menschliche Maschinen und deren Selbstfindung nicht mehr neu ist. Das ist sie allerdings seit Isaac Asimov (seit fast 70) Jahren nicht mehr und welchen Twist hatt man Anno 2017 nicht schoneinmal in irgendeiner Form gesehen? So liebevoll wie in Ghost in the Shell wurde die Thematik aber selten im großen Stil umgesetzt und über einen zweiten Teil würde ich mich wahnsinnig freuen. Bleibt zu hoffen dass der Film in seinen letzten Wochen noch ein paar Leute ins Kino lockt und seine Produktionskosten zumindest auf DVD und Blue-Ray wieder einspielt.


Helion Prime
Helion Prime

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Helion Prime, 28. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Helion Prime (MP3-Download)
Helion Prime stammen aus dem sonnigen Kalifornien und stehen musikalisch irgendwo zwischen Arjen A. Lucassen's "Star One" und klassischem heavy / power / speed-metal mit progressiver ausrichtung. Verträumte Synthesizer dienen gelegentlich als Zwischenspiel oder sorgen in den Solos für Auflockerung und untermauern das futuristisch/wissenschaftlich-gehaltene Songwriting, während Heather Michelle Smith's Stimme und die allgemeine Melodieführung dem selbstbetitelten Album zu echter Qualität verhelfen:

Es gibt kaum eine Hook die nicht sofort zündet und hängen bleibt, ruhige Passagen halten sich in Grenzen (obwohl auch die obligatorische Ballade ganz gut funktioniert) und die stimmliche Untermalung ist schlicht und ergreifend angenehm. Die Sängerin sticht durch eine gewisse Wärme und Entspanntheit hervor, ohne dass dabei die Gitarren oder das Tempo auf der Strecke blieben; leider eine relativ seltene Kombination und vielleicht das größte Alleinstellungsmerkmal dieser Newcomer.

Wer seinen Zugang zur Musik primär in der Melodie findet; mit dem üblichem Gothic/Symphonic-Geträller aber nichts anfangen kann, wer Ayreon, Star One oder Arjen Lucassens andere Projekte feiert, wer als instrumentale Basis grundsoliden Powermetal bevorzugt, der sollte hier unbedingt mal reinhören. Die Videoauskupplung "Life finds a way" steht exemplarisch für das Gesammtwerk.


Starwolf-Pt.II: Novastorm (LTD. Digipak)
Starwolf-Pt.II: Novastorm (LTD. Digipak)
Preis: EUR 7,79

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Messenger - Star Wolf Pt. 2: Novastorm, 20. Januar 2016
Messenger zählen seit einigen Jahren zu meinen unangefochtenen Lieblingsbands. Wie auch die vorrangegangenen Alben kommt Novastorm, trotz textlichem Konzept / gelegentlichen Chören und klassik-einlagen total geerdet daher. Die Produktion ist klar und sauber, aber auch entspannt und unaufgeregt; ganz im Kontrast zu vielen anderen Genregrößen die allesamt durch irgendwelche Gimmicks hervorstechen. Messenger hingegen machen einfach nur Heavy Metal. Ganz old-school; irgendwo zwischen melodischem Speed-Metal, alten Manowar und den Singalong-Hooks einer Doro Pesch, die so bezeichnend für die Deutsche Metallandschaft sind. Damit erfinden sie zwar auch auf Novastorm das Rad nicht neu, aber um einen so unverfälschten und guten Vertreter dieser Spielart zu finden muss man üblicherweise eine kleine Zeitreise antreten. Sword of the Stars, Privateers Hymn, Wings of Destiny, Novastorm, Captains Loot, Wild Dolly und Fortress of Freedom sind großartige Ohrwürmer und wer auf den traditionellen Stil der hier zitierten Bands steht sollte dieser kleinen Truppe unbedingt mal eine Chance geben.


G-Police Platinum
G-Police Platinum

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen G-Police (PS1), 21. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: G-Police Platinum (Videospiel)
In G-Police schlüpft ihr in die Rolle des Veteranen und Piloten Jeff Slater. Dieser versucht im Jahre 2097 den als Selbstmord deklarierten Tod seiner Schwester Elaine; ebenfalls einer Pilotin bei der G-Police, aufzuklären. Um an Informationen zu gelangen tritt Slater ihrer alten Einheit bei der G-Police bei. Im Laufe zahlreicher Polizeieinsätze, in den Kolonien des Jupitermondes Kallisto, kommt Slater so einer gewalttätigen Fehde zwischen den Konzernen Krakov und Nanosoft auf die Spur. Bald wird ihm klar dass diese mit Elaines Tod in Verbindung steht.

Wie jedes Spiel aus dieser Epoche muss man G-Police am technischen Standard der 90er Jahre messen und gleich wird klar: Das Gameplay und die KI; die Hauptzutaten eines so actionlastigen Titels, funktionieren selbst nach heutigen Maßstäben fabelhaft und während man durch die futuristischen Städte (im Stil von Blade Runner) fliegt, stellt man erfreut fest dass verbündete Wingmen tatsächlich gute Arbeit im Kampf gegen feindliche Jäger leisten, dass zielsuchende Waffen ihr Ziel auch tatsächlich verfolgen und finden, dass auch außerhalb des eigenen Sichtfeldes in Echtzeit gekämpft wird...

Dies ist bei älteren Spielen längst nicht Gang und Gebe. Um Rechenleistung zu sparen wurden Dinge die sich gerade nicht in unmittelbarer Sichtweite befanden oft mehr oder weniger eingefroren. In G-Police kann man einen Gegner stattdessen scannen (wobei man den Fahrzeugtyp und den Status der Schutzschilde angezeigt bekommt) und dann vom anderen Ende des Areals eine Zielsuchende Rakete abfeuern; selbst wenn man nun das Areal verlässt fliegt diese weiter und trifft ihr Ziel; sofern sie nicht gegen ein anderes Hindernis fliegt. Dieser Grad an Realismus macht G-Police selbst heute noch zu einem sehr taktischen und gut genießbaren Shooter.

Für ein Spiel dieser Art ist die Hintergrundgeschichte recht komplex ausgefallen. Sie wird teils in Cutscenes zwischen den Missionen; teils über die Kommunikation während des Spiel, aber auch in den Briefings und Abschlussberichten vor bzw. nach den Missionen vorangetrieben und ist hervorragend geschrieben und inszeniert. Slater wird beispielsweise von Wolfgang Pampel (u.a. Harrison Ford) gesprochen. Diese dichte Atmosphäre ermöglicht es dem Spieler tief in die futuristische Welt der G-Police abzutauchen.

Pro:

- Riesiges Waffenarsenal.
- Sehr gut durchdachtes, funktionales und dynamisches Gameplay.
- Perfekte KI bei verbündeten und feindlichen NPC's sowie den zielsuchenden Waffen.
- Hoher Umfang (2 CDs).
- Großartige Synchronisation der Zwischensequenzen (mit den markanten deutschen Stimmen von Harrison Ford und Clint Eastwood).
- Hochwertige Grafik in Spiel und Zwischensequenzen (Stand 1997).

Geschmackssache:

- Die Steuerung erfordert zunächst eine Eingewöhnungsphase; funktioniert danach aber außerordentlich gut (siehe: Pro).
- Open-World Leveldesign.
- Recht hoher Taktik-Anteil für ein Actionspiel.
- Komplexe Missionsprofile (von Escort-Missionen bis hin zu reiner Zerstörung).

Contra:

- Relativ später Grafikaufbau auf der alten Playstation (wird durch ein hervorragendes Radarsystem effektiv kompensiert).

Fazit:

Eine klare Kaufempfehlung für Fans artverwandter Titel, für Sammler von PS1 Klassikern sowie für Freunde von Actionspielen die sich an der veralteten Grafik (für 97 ist die Optik brillant) nicht stören. Wer es in Sachen Action und Fahrzeugsteuerung eher Arcade-lastig mag wird mit G-Police vermutlich nicht viel anfangen können. Die diversen Einsätze erfordern immer wieder strategisches Vorgehen: Nicht jeder Waffentyp ist für jeden Gegener geeignet, ihr müsst mit euren Ressourcen wirtschaften und euren Flugstil dem Tempo, der Bewaffnung, der Anzahl und Panzerung eurer Gegner anpassen. Sobald es dann darum geht verbündete Einheiten oder Gebäude zu beschützen oder auch mal einen verdeckten Einsatz unter dem gegnerischen Radar zu fliegen wird dem ganzen noch eine weitere Dimension hinzugefügt.

Ich habe das (damals ausgeliehene) Spiel vor über 15 Jahren durchgespielt und habe es mir nun aus nostalgischen Gründen erneut zugelegt. Ich bin erstaunt wie schnell, präzise und wendig mir der "Havoc", euer Hauptfahrzeug während des Spiels, selbst heute noch vorkommt. Keine Woche danach hatte ich es erneut mit Freude durchgespeilt. G-Police ist ein echter Klassiker.


Kind 44
Kind 44
von Tom Rob Smith
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kind 44 (Tom Rob Smith), 11. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Kind 44 (Taschenbuch)
Kind 44 ist oberflächlich betrachtet ein Krimi. Der MGB Agent Leo Demidow wird eines Tages mit dem Tod eines Jungen; dem Sohn eines seiner Kollegen konfrontiert. Dieser behauptet, sein Sohn sei das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden; Leo hingegen sieht sich gezwungen nach Aktenlage zu entscheiden, denn alle Beweise und Indizien wurden vom MGB bereits dahingehend gedeutet, bzw. aus den Akten getilgt, dass der Junge von einem Zug erfasst wurde. Der Grund: Verbrechen sind eine Geisteskrankheit und diese wiederum sind ein rein kapitalistisches Übel.

Allmählich wird Leo jedoch klar, dass der Sohn seines Kollegen nur eines von vielen toten Kindern ist die alle nach demselben Schema umgekommen sind: Das Werk eines Serienkillers.
Im Laufe der weiteren Handlung werden Leo und seine Frau Raisa Opfer eines bösartigen Komplotts woraufhin er und seine Familie ihren gehobenen Status als Angehörige eines MGB Agenten verlieren.
In Ungnade gefallen, degradiert und strafversetzt beginnt Leo daraufhin den Fall des toten Jungen wieder aufzunehmen. Auf seiner Suche nach Antworten lässt er sich auf ein packendes Katz und Maus Spiel unter einem Regime ein, dass die grausamen Morde um jeden Preis vertuschen will. Eine Reise auf der er sich selbst, seine Frau und sein Volk von einer ganz neuen Seite kennenlernt und sich schlussendlich, in vielerlei Hinsicht, seiner eigenen Vergangenheit stellen muss.

Tom Rob Smith beherscht sein Handwerk. Sein Schreibstil ist sehr malerisch; obwohl wenig blumig und er schafft es immer wieder den Leser in die vielen verschiedenen Szenarien hinein zu ziehen. Man fühlt mit seinen Charakteren mit, ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar und über seine umfangreichen Recherchen hinaus beweist er ein hohes Maß an Empathie bei seiner Schilderung einer Welt in der viele Begriffe die uns heutzutage alltäglich sind, keinerlei Bewandtnis haben.
Wenn die Figuren in Kind 44 über die Motivation des Mörders spekulieren; die Zusammenhänge erkennen und ihm schlussendlich immer näher kommen umschreiben sie wieder und wieder das, ihnen vollkommen fremde, Konzept eines Serienkillers. So erhebt sich der Roman, dank seiner soziologischen Komponente, über den Tellerrand üblicher Kriminalromane und zeichnet ein Bild einer dystopischen Gesellschaft die nicht nur tatsächlich existierte, sondern in anderer Form, andernorts auch heute noch für traurige Schlagzeilen sorgt.
Leos charakterliche Entwicklung; sein bröckelndes Weltbild ist dabei ein wiederkehrendes, zentrales Thema und die eigentliche Basis dieses wundervollen Mischlings aus Krimi, Thriller und Agentenstory. Kind 44 ist eine sehr menschliche Geschichte in der nicht alles so ist wie es auf den ersten Blick erscheint; weder die Charaktere, noch die Welt, noch die Story - weder für ihren Protagonisten noch für den Leser.

Ich empfehle Kind 44 uneingeschränkt jedem Thriller und Krimi Leser, Menschen mit geschichtlichem oder soziologischem Interesse am Kommunismus aber auch Freunden von Sci-fi Literatur; solchen mit einer Vorliebe für utopische bzw. dystopische Gesellschaftsformen.


Space 1992: Rise Of The Chaos Wizards
Space 1992: Rise Of The Chaos Wizards
Preis: EUR 13,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gloryhammer - Space 1992: Rise of the Chaos Wizards, 25. September 2015
Die Schottisch-Schweizerische Metalband Gloryhammer hatt 2013 erste Lebenszeichen von sich gegeben; nun folgt mit Space 1992 (angelehnt an naive Sci-fi Filmtitel) der Nachfolger zu dem bereits sehr starken Debut. Mit jemandem wie Chris Bowes (Alestorm) als Mastermind und Thomas L. Winkler, welcher die Rolle als Leadsänger einem Youtubevideo zu verdanken hatt, sind sowohl Trash (nicht Thrash) als auch die hohe kompositorische/technische qualität der Scheibe selbsterklärend. Nach einem stimmigen Intro geht es mit Rise of the Chaos Wizards und Legend of the Astral Hammer gleich in die Vollen. Lyrisch zeichnen Gloryhammer dabei eine Sci-fi/Fantasy Landschaft irgendwo zwischen Warhammer und Spaceballs, sind sich für kein Klisché zu schade und vergeben erneut die schlimmsten Songtitel aller Zeiten. Dem gegenüber stehen einige der besten Singalong-Hooks ever, stimmiges Songwriting und eine druckvolle, klare Produktion.

Stilistisch gibt es hier keine Neuerungen; zur Freude des einen, zum Leid des anderen - was aber definitiv auffällt; und zwar durchweg positiv ist das allgemein angezogene Tempo. Jener Härtegrad welcher auf "Tales of the Kingdom of Five" knapp die Hälfte ausmachte wird hier eigentlich konstant gehalten. Kurz gesagt: mehr Unicorn Invasion of Dundee, weniger Silent Tears of Frozen Princess. Unter dieser Prämisse feuern Gloryhammer aus allen Rohren: Ultra-einprägsame Folk-Melodien, orchestrale Keyboards und Chöre, Thomas Winklers charismatische Stimme, Herr Bowes' gespür für Ohrwürmer und eine solide, songdienliche Instrumentierung. Einfach herrlich, auch wenn Vorwürfe der Kommerzialisierung (wie immer) vorprogrammiert sind.

Klar gibt es Tonnenweise kitschigen Fantasy-Metal, aber nicht in der Qualität wie sie Gloryhammer augenzwinkernd liefern, sich dabei kein Stück ernst nehmen und einfach Spaß haben/machen wollen. 5 Sterne von mir!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2015 10:11 PM MEST


Immortalized (Deluxe Edition)
Immortalized (Deluxe Edition)
Preis: EUR 10,99

64 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Disturbed - Immortalized, 25. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Immortalized (Deluxe Edition) (Audio CD)
Nun ist es also so weit. Die langjährige Pause der Band ist abgeschlossen und noch bevor ein Ton davon an die Öffentlichkeit drang versammelte sich die Band um klammheimlich, ganz ohne Druck an ihrem Comeback-Album zu arbeiten. Als dann nach vollbrachter Arbeit die erste Single 'The Vengeful One' über die sozialen Netzwerke veröffentlicht wurde kochte so manches Fan-Herz vor Freude über. In der Bandeigenen Diskographie mag jeder seine Lieblinge haben, aber enttäuscht haben David Draiman und seine Bandkollegen bisher noch nie.

PERSÖNLICHES:

Ohne kurz auf den Frontmann mit der charismatischen Stimme einzugehen kann man Immortalized auch schlecht besprechen ' dieser ist mit seiner Stimme und seinen Texten nämlich für einen Großteil dessen verantwortlich was Disturbed ausmacht. Durch die Offenheit mit der er in den vergangenen Jahren sowohl lyrisch als auch in Interviews oder höchstpersönlich via Facebook von seiner dunklen Vergangenheit, dem Selbstmord einer Freundin (Inside the Fire) berichtet hat, aber auch durch die intimen Einblicke in seine Momentane Situation: David Draiman ist mittlerweile nämlich glücklich verheiratet und ein stolzer Vater. Seine Fans hat er über regelmäßige Updates, Kinderfotos und liebevolle Kommentare an diesem Prozess teilhaben lassen und ich freue mich persönlich wahnsinnig für ihn.

Welche Auswirkungen mag dieser Lebenswandel auf die Musik haben? Ich war (wie vermutlich die meisten von euch) ein Teenager als 'The Sickness' veröffentlicht wurde. Wie jeder Teenager war ich depressiv, unsicher und wusste weder mit mir noch mit anderen Menschen wirklich etwas anzufangen. Disturbed, bzw. David mit seinen ehrlichen Texten, haben mir damals wahnsinnig viel gegeben. Wenn ich die damalige Wirkung der Musik beschreiben müsste würde ich sagen: Disturbed sind eine Form von Energie. Eine die man nicht immer braucht, aber falls doch, dann ist man mehr als froh sie zu haben. Disturbed stehen (meiner subjektiven Meinung nach) für innere Konflikte und deren Bewältigung.

Was hat sie dazu befähigt? Allem Anschein nach doch David Draimans persönliche Dämonen, also stellt sich dem einen oder anderen die Frage ob Disturbed nach einem Exorzismus dieser bösen Geister überhaupt noch funktionieren. Mehr als eine subjektive Antwort kann ich darauf natürlich nicht geben:

Ja! Disturbed funktionieren besser denn je! Es liegt daran wie man den Charakter der Band definiert: ist es die Dunkelheit der Texte und des Sounds oder eher der Kampf gegen diesen Schmerz? Ich persönlich neige zu letzterem, da ich mit negativen/destruktiven Texten absolut nichts anfangen kann. Disturbed sind dahingehend sicher schwer zu klassifizieren, aber ich glaube, gäbe es da nicht diesen Hoffnungsschimmer und Kampfgeist hätte ich nie einen so starken Bezug zu der Musik (und den Köpfen dahinter) aufgebaut. Das war es was ich als Teenager brauchte. Disturbed haben es mir gegeben und mittlerweile stehe auch ich an einem ganz anderen Punkt in meinem Leben. Daher schätze ich die alten Alben umso mehr, kann sie normalerweise aber kaum noch anhören. Immortalized stellt nun eine Ausnahme da:

REVIEW:

Wie auch Asylum beginnt Immortalized mit einem richtig starken (weil verspieltem) Gitarrensolo. Was nun folgt sind 'Immortalized' und 'Hand of God'. Der Titeltrack und die Singleauskopplung sind deutlich an den Aufbau bisheriger Alben angelehnt ' die gewohnte Rezeptur und ein gelungener Einstieg nach Maß. Spätestens ab 'Open Your Eyes' wird aber eines ganz deutlich: Disturbed sind in allen Belangen im hier und jetzt angekommen. Der Track ist modern, schön rockig, rhythmisch und steckt voller zusätzlicher Layer die ihm Tiefe verleihen. In solchen Fällen schreibt man gerne mal das trotz Neuerungen und Weiterentwicklung alle alten Trademarks vorhanden sind. Eine Floskel die einem (sinngemäß) immer wieder begegnet, doch hier stimmt sie. David macht alles wie bisher, allerdings mit sehr viel mehr Spielraum den man auf regelmäßigen Gesangsunterricht zurückführen darf. Auf Immortalized singt er gleichzeitig treffsicherer und schöner als je zuvor, lässt gleichzeitig aber auch die aggressivsten Screams hören die ich bisher von ihm vernommen habe. Die Instrumentierung ist wie gehabt stark in der Rhythmussektion, sticht aber immer mal wieder, und das ist genial, mit kleinen Harmonien zwischen den Zeilen hervor. Und das wichtigste: die Texte und Ausstrahlung der Musik? Weichgespült und zahnlos?

Von wegen: So inbrünstig wie Disturbed früher ihren Dämonen den Krieg erklärt haben, so sinnieren sie auch 2015 noch über Missstände in unserer Welt ' wenn auch verstärkt hoffnungsvoll und positiv. Die Verzweiflung von früher ist einer Sicherheit und Leidenschaft gewichen die ich als Fan, der sich ebenfalls weiterentwickelt hat, nur begrüßen kann!

Was 'Open Your Eyes' ankündigt setzt sich ab diesem Track konsequent fort. Mal geht es darum den Hintern hoch zu kriegen (What are you Waiting for), um Leid und Erlösung (the Light), Liebe und Demut (You're Mine), unersättliche Egos (Never Wrong)...
Musikalisch schlagen Disturbed dabei einen Spagat kreuz und quer durch ihre bisherige Diskografie. Von den ausnahmslos starken Hooks über die treibenden Rhythmen und Rap-Einlagen bis hin zu Synthesizern die gelegentlich in den Vordergrund treten (ohne dabei den Gitarren die Show zu stehlen). Alles klingt unverbraucht, positiv und energiegeladen wie man es von den Jungs kennt.

Willkommen in meiner (!) Gegenwart! Wer sich von Immortalized ein wiedersehen mit alten Bekannten verspricht darf beherzt zugreifen ' wer strikt auf den Erinnerungen beharrt, erwartet die Herrschaften hätten sich keinen Deut weiterentwickelt und würden sich immer noch durch ihre persönliche Hölle schleifen, der wird an Immortalized nur bedingt Freude haben. Da ich mich zur ersten Fraktion zähle kann ich dieses gelungene Comeback nur mit 5 Sternen bewerten! \m/
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2017 9:35 PM CET


Underworld
Underworld
Preis: EUR 4,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Symphony X - Underworld, 4. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Underworld (Audio CD)
Mit Underworld serviert uns die Prog-Institution aus New Jersey einmal mehr ein Konzptalbum, gespickt mit mythologischen Referenzen und einigen Anleihen an frühere Alben. Die in bisherigen Interviews und promo-texten angedeutete Rückbesinnung auf ältere Alben kann ich zwar nur bedingt unterschreiben, eine schlechte Sache ist das in meinen Augen aber bei weitem nicht - allen Nörglern zum Trotz.

Symphony X sind nun halt schon ein weilchen im Geschäft und wer selbst ab und an mal die Gitarre zur Hand nimmt weiß dass man sich als Songwriter stetig weiter entwickelt. Wie auf den Vorgängeralben angedeutet, sind auch die 11 neuen Tracks (abzüglich eines Intros) wieder recht kompakt, gemessen an den bisherigen Standards der Band. Tracks wie Nevermore, Kiss of Fire und In my darkest Hour haben einen klar erkennbaren roten Faden und "progressiv" sind sie eher in der genial, hektischen Instrumentierung als auf kompositorischer Ebene.

Typisch für die letzten 2 Alben (3 Alben, wenn man dieses mitzählt): die Lead-Melodie steckt voller Ohrwürmer welche in einem anderen Gewand durchaus Radiotauglich wären, während Michael Romeo sich unentwegt zwischen den Zeilen austobt.
Ob das gut oder schlecht ist sei dem Hörer überlassen. Prog funktioniert für mich auf verschiedene Arten... ob strukturlos und psychedelisch (Flower Kings), mit großen Melodien (Ayreon) oder kompakt und auf-den-Punkt-gebracht (Threshold). Symphony X haben sich über die Jahre hinweg zu letzterem hin entwickelt. Wer das nicht mag wird an Underworld nicht allzu viel Freude haben.

Einer ganzen Handvoll Songs im eben beschriebenen Stil gegenüber stehen Without you und Swan Song (2 wunderschöne Balladen), das orientalisch-angehauchte Charon mit seiner hypnotisch-unaufringlichen Hook (zündet erst nach vielen Durchläufen) und der Longtrack Hell and Back mit seinen annähernd 10 Minuten. Ebenfalls sehr gelungen, auch wenn er eher die bereits genannten Trademarks aufgreift als sich beim fantastischen The Odyssey zu bedienen. Zu Russel Allen und Michael Romeo muss nichtmehr viel gesagt werden. Beide agieren auf gewohnt hohem Niveau und, in Allens Fall, gewohnt feinfühlig in Bezug auf die Phrasierung seiner Gesangslinien. Der Mann hatt einfach eine begnadete Stimme und schaft es in den härtesten Tracks noch eine gute Portion Soul unterzubringen. Als Beispiel hierfür empfehle ich In my darkest Hour oder Kiss of Fire als Anspieltipps!


Mad Max: Fury Road
Mad Max: Fury Road
DVD ~ Tom Hardy
Preis: EUR 5,00

10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mad Max: Fury Road, 10. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Mad Max: Fury Road (DVD)
Mit "Mad Max: Fury Road" dürfte für all jene ein Traum wahr geworden sein die sich seid Jahren immer mal wieder auf neue Action Blockbuster freuen, nur um festzustellen dass diesem Genre heutzutage einfach die Bodenhaftung fehlt. Fury Road wirkt dabei weder retro noch altbacken sondern erweckt den Eindruck, den CGI Overkill der letzten 15 Jahre hätte es nie gegeben.

Der Film macht in allen Belangen genau dort weiter, ohne sich dabei von stilistischen Vorgaben einengen zu lassen, wo das großartige Action-Kino der 80er Jahre aufgehört hatt: mit schönen, handgemachten Effekten, echten Stuntmen und unglaublichen Choreographien - was nebenbei Ausmaße annimmt die sich hinter zeitgemäßeren Filmen nicht verstecken müssen. Während der 2 großen Verfolgungsjagden im zweiten und im letzten Viertel des Films wimmelt es auf der Leinwand nur so vor post-apokalyptischen Fahrzeugen. Überall springen und fliegen Leute durch die Luft, Autos explodieren und krachen ineinander, alles wirkt dreckig/verbraucht und die Kamera fängt das ganze Spektakel unlaublich gut ein (keine Anzeichen der heutzutage os beliebten shaky-Cam).

Das Maß an Athentizität welches dabei, sowohl in die gesammte Ausstattung als auch in die total verdrehten Charaktere, investiert wurde ist dabei einzigartig und lässt sich bestenfalls mit den alten Mel Gibson Filmen oder vielleicht mit Waterworld vergleichen. Von den sichtbaren Verstümmelungen, Krankheiten und irrsinnigen mechanischen Modifikationen, sowohl an Menschen als auch an Maschinen, bis hin zur ganzen Kultur der Bewohner dieser Welt: hier stimmt wirklich alles! Wenn Joe's Warboys durch die Korridore ihrer Festung hetzen, dabei mit zelotischem Eifer Motoren und Autowracks anbeten bis sie schlussendlich ihre Fahrzeuge besetzen und über die Jungfrauen sinnieren die in Valhalla auf sie warten während sie in die Schlacht fahren, dann wirkt dass alles total schlüssig und glaubwürdig. Dies sind die Ruinen unserer Welt und ihre Einwohner machen sich, ganz ohne Vorkenntnisse, ihren eigenen Reim auf all die Überreste.

Stichpunkt Hauptdarsteller! Tom Hardy und Charlize Theron überzeugen absolut in ihren Rollen. Dem einen oder anderen war Max (Tom Hardy) ein bisschen zu still, daher vielleicht nicht präsent genug und wieder andere haben um Furiosa (Charlize Theron) herum eine kleine Grundsatzdiskussion um klassische Rollenbilder angezettelt. Beides ist ziemlicher Unsinn: auch Mel Gibsons Version von Max war ein ziemlich schweigsamer, einsamer Wolf der eigentlich nur versucht zu überleben. Was die Gleichberechtigung angeht sollte das Geschlecht in einem Universum wie diesem überhauptkeine Rolle spielen. Wer in so einer Welt aufwächst ist zwangsläufig hart im Nehmen (und Geben).
Ob die Story nun dünn ist, oder genau richtig für diese Art Film dürfte Ansichtssache sein. Zusammengefasst handelt Fury Road von Furiosa und ihrem Versuch, zusammen mit einem kleinen Harem der zu Fortpflanzungszecken vom wahnsinnigen Immortan Joe gefangen gehalten wird, zu flüchten und an einen der letzten verbliebenen fruchtbaren Orte zu gelangen an den sie sich aus Kindheitstagen erinnert. Eine Odysse in die, auf Umwegen, schlussendlich auch Max verstrickt wird. Für ein post-apokalyptisches sci-fi Setting, mit dermaßen großem Augenmerk auf der Atmosphäre und den Schauwerten, wäre eine komplexere Prämisse mehr Hindernis als Bereicherung.

Der Streifen ist einfach nur verdammt gut gemachtes Blockbuster-Kino, wie wir es seid Jahren nichtmehr gesehen haben. Keine Zeitreise, sondern ein Gedankenspiel: "Was wäre wenn es den ganzen computergenerierten Mist nie gegeben hätte und wenn die Filmindustrie seid dem Ende der seeligen 80er konsequent an der Verbesserung ihrer praktischen Effekte gearbeitet hätte?"

Die Antwort: "Mad Max: Fury Road"


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