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Rezensionen verfasst von
DJ (Ostsee)

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FIFA 17 - [PlayStation 4]
FIFA 17 - [PlayStation 4]
Preis: EUR 39,00

33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend!, 17. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: FIFA 17 - [PlayStation 4] (Videospiel)
Ich, Mitte 30, hatte das letzte Mal vor Jahren auf der PS3 bei Freunden im Studium FIFA gedaddelt. Jetzt habe ich mir eine PS4 geholt und FIFA sollte natürlich nicht fehlen. Die schlechten Bewertungen machten mich zunächst stutzig. Doch ich dachte, das sind bestimmt Leute, die sich wegen Kleinigkeiten aufregen. So schlimm wird das schon nicht sein. Außerdem wollte ich die Original-Spieler.

Wie doll ich mich getäuscht habe! Das Gameplay ist teilweise gravierend und deswegen frustrierend! Es sind keine Kleinigkeiten, sondern Grundsätzlichkeiten!

Ein Beispiel aus so vielen: 90. Minute, ich führe 1:0 und plötzlich rennt der Gegner wie eine Lawine an und macht das 1:1 in letzter Sekunde. Aber nicht, weil ich einen Fehler mache, mich verdrücke oder so - im Gegenteil: Ich blocke und grätsche den Ball perfekt 3 Mal weg, beim 4. Anlauf rennt der Gegner einfach durch 3 meiner Spieler durch und macht in rein. 1:1. Wir reden hier nicht von Real oder Barca, sondern ich spiele mit Arsenal gegen Hull City und Hull City macht nur noch Dribblingtricks. Ok, das passiert, es ist Fussball. Ja!? Ist es das!? Man hat keine Chance, der Gegner wird übermächtig. Ob Momentum oder nicht, ab der 85. Minute werde ich mittlerweile paranoid. Dann denke ich wieder: Komm, konzentrier dich! Du bildest dir das ein. Und dann schießt der gegnerische Spieler in 90+2 Minuten in einer völlig harmlosen Position aus der zweiten Reihe flach auf den Torwart durch dessen Beine. Wieder 1:1. Immer und immer und immer wieder! Ich stelle Taktiken ein, ich lasse Spieler hinten, ich grätsche perfekt.

Geht es um Können oder um einen Fehler im System? Nach über 25 Jahren Gaming-Erfahrung mag ich schon einschätzen, ob ich noch nicht "gut genug" bin oder das Gameplay Schwächen offenbart. Nicht der bessere gewinnt, sondern der Glücksfaktor ist extrem hoch. Das macht keinen Spaß. Ich will nicht immer gewinnen, wem bringt es etwas, immer 4:0 zu gewinnen? Aber die Gegentore sind so absurd und lächerlich! Hätte ich nur die Hälfte der Unentschieden gewonnen, würde ich anders reden. Es gibt so viiiiiele weitere Beispiele, in denen die Programmierung so krass eingreift. Worin besteht da der Sinn?

Tolle Grafik, top Atmosphäre, Spieler-Linzensen - das alles lässt FIFA super wirken. Das Gameplay ist aber an zu vielen Punkten mangelhaft. Wie gesagt, nicht der bessere Spieler gewinnt. Und man braucht Mannschaften mit schnellen Spielern. BVB ist mit Reus, Auba und Dembele 10 Mal besser als Arsenal, weil die Spieler mega schnell sind. Als ob Sanchez, Özil und Giroud lahme Enten sind!? Am besten nimmt man Barca und rennt mit Messi einfach durch.

Noch nie war ich von einem Spiel so bedient, wie bei FIFA. Das Potential ist da, aber die Umsetzung ist im Gameplay wirklich schlecht. Ich kann mich den vielen Kritikern leider nur anschließen. Noch nie habe ich bei Amazon nur 1 Stern gegeben, weil ich eigentlich immer dachte, dass sowas nicht gehen würde. Leider doch...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 22, 2017 11:55 PM CET


The Wound Dresser
The Wound Dresser
Preis: EUR 16,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Jahre haben sich gelohnt!, 24. September 2016
Rezension bezieht sich auf: The Wound Dresser (Audio CD)
Meine Erwartungen waren enorm. Nachdem sich die Band eigentlich aufgelöst hatte und dann vor einem Jahr ein Comeback verkündete, war die Freude groß. Anfang des Jahres ergriff ich sofort die Chance Tiger Lou in Hamburg live zu sehen. Die alten Lieder von "Is my head still on", "The Loyal" und "Partial Print" sind einfach der Hammer. Und die erste Single-Auskopplung "Homecoming" sowie die EP "California Hauling" zum neuen Album versprachen, das kann nicht schiefgehen.

Jetzt ist es da: das neue Album "The Wound Dresser". Nach jahrelanger Arbeit des Quartetts um Rasmus Kellerman präsentieren sie in den sozialen Netzwerken sichtlich stolz ihr Werk. Und sie dürfen. "The Wound Dresser" klingt typisch Tiger Lou und dennoch ist der Sound anders. Es ist immer noch Melancholy-Rock, wie ich es jetzt mal nenne, aber nicht so düster und laut wie "The Loyal" oder "Partial Print". Ausgewogene Arrangements zwischen Gitarre, Klavierpassagen, Pop from Sweden, Progressive-Rock und Rasmus genialer Stimme legen einen einheitlichen Klangteppich, der aber nicht langweilig wird. Ausgefeilt und reif war Tiger Lou schon mit den letzen Albem. Die etwaige Weiterentwicklung liegt dieses Mal in der Ruhe, die sich neben den Krachern "Homecoming" und "Leap of Love" in den Instrumental-Interludes "Untitled" und "Rhodos" atmosphärisch fügt. Und auch die Lyrics sind mal wieder genial geschrieben.

Ja, ich bin voreingenommen. Aber oft enttäuscht gerade dann das Neulingswerk. "The Wound Dresser" hält jedoch mit, wo Tiger Lou vor Jahren aufgehört hat. Vielleicht finden auch Neulinge zu dieser Band durch das Album, die es definitiv verdient hat. Lehne mich soweit aus dem Fenster, wem es gefällt, wird innerhalb einer Woche alles Alte der Band sich auch anlegen. Man macht nichts falsch...

Klare 5 Sterne!


Toscana: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
Toscana: Reiseführer mit vielen praktischen Tipps.
von Michael Müller
  Taschenbuch
Preis: EUR 26,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr umfassend!, 31. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir hatten einen Zwei-Wochen-Trip durch die Toskana. Startpunkt lag in Colle di Val D'Elsa. Von dort aus unternahmen wir Ausflüge nach Volterra, Siena, ins Chianti oder San Gimignano und zum Abschluss gab es drei Tage Florenz on Top.

Der vorliegende Reiseführer hat uns super gefallen. Eine Einführung über Geschichte, Gebräuche und Eigenheiten der Toskana leitet spannend ein. Sehr umfassende Informationen, Geheimtipps, Parkplatztips, etc. werden aktuell und verständlich dargelegt. Darüber hinaus liegt zu den größeren Städten häufig eine extra Karte vor, selbst für Colle di Val D'Elsa hatten wir eine. Alleine Florenz bildet in dem Reiseführer mit X Seiten eine eigene Rubrik. Selbst die kleinsten Orte sind je nach dem mit 1-10 Seiten bedacht. Und es ist alles dabei, neben den genannten Städten natürlich auch das Chianti Gebiet, Pisa, Livorno, Elba, und und und. Kurzum: Der Macher hat mit großer Kenntnis und einer offensichtlichen Liebe zu dieser Region einer 5-Sterne-Führer herausgegeben.

Der Preis ist nicht ganz billig und 2/3 des Führers haben wir nicht gebraucht, da wir hauptsächlich westlich von Siena waren. Warum also sich so ein dickes Buch anschaffen, wenn Marco Polo kompakter und billiger anmutet? Ganz einfach, weil der Reiseführer von Michael Müller im Detail alles schlägt, er lädt ein, Anderes als geplant zu entdecken, er beinhaltet alle wichtigen Städte und viele kleine Orte. Gerade wer auch mal Abseits der Touri-Ströme sucht, wird finden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rundreisende enttäuscht sein werden. Der Euro mehr lohnt sich in diesem Fall!

Ein letztes: In der Regel bin ich ein Freund von Lonely Planet und es gibt auch eine Ausgabe zur Toskana. Ich habe das Buch nur mal angeblättert und auch hier wird man umfangreich informiert. in Bezug auf die Val D'Elsa-Region hat der Lonely Planet jedoch weniger Seiten als der Führer von Michael Müller. Wann liegt schon mal so eine qualitative Alternative zu Lonely Planet vor?

Fazit: 5 Sterne!


If I'm the Devil...
If I'm the Devil...
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider ein wenig enttäuschend, 13. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: If I'm the Devil... (Audio CD)
Mit großer Vorfreude habe ich auf das neue Album "If I'm the Devil" der amerikanischen Hardcore-Hardrock-Band Letlive. gewartet. Die Vorgänger "Fake History" und "The Blackest Beautiful" zählen für mich zu meinen Lieblingsalben der letzten Jahre. Wer kann so genial und mit Style schreien wie Jason Butler, das Vocals-Genie dieser Band?

Ich habe das Album jetzt mehrfach gehört und bin in der Summe doch ein wenig enttäuscht. Bands entwickeln sich weiter, es ist das ewig leidige Thema - und im Grunde ist es auch gut, Neues einfließen zu lassen und nicht 20 Jahre den gleichen Mist zu machen. Schwer wird es nur, wenn man seine eigenen Stärken nicht mehr mitträgt.

Dabei fängt das Album ganz cool an. Ein hammer Clean-Part leitet atmosphärisch in das Album ein und steigert sich. Doch am Ende plätschert der 4 min.-Opener ein wenig vor sich hin. In Song 2 "N Romantics" nimmt das ganze mehr Fahrt auf und "Good Mourning, America" legt mit einem genialen Klang nach. Endlich schreit Butler auch einmal ins Micro, doch im anschließenden "Why you are not" wird dann doch deutlich: der Klang des Albums ist ein deutlich anderer als bei den Vorgängerscheiben. Härte und Tempo sind deutlich rausgenommen, Scream-Parts sind Mangelware. Insgesamt knüpfen die Songs an Perlen wie "Younger" oder "Pheremone Cvlt" auf "Blackest Beautiful" an. Doch so richtig mithalten kann auf dem neuen Album nur der Titelsong "If I'm the Devil". "Why you are not" plätschert ein banales Wohoo und "Foreign Cab Rides" ist dann doch ein Totalausfall mit seinem kitschigen "Stay with me"-Refrain. Im Song 9 "Another Offensive Song" fällt Butler dann doch noch ein, dass er schreien kann, der beste Song ist es aber nicht. Plakativ für mich ist der letzte Song "Copper Coloured Quit", der so ganz nett ruhig ist bei Kerzenschein, doch vergleiche ich diesen Albumabschluss mit Titeln wie "Club 52", dass auf "Blackest Beautiful" am Ende noch einmal alles in Schutt und Asche gelegt hat, dann sind die Unterschiede gravierend.

Klar, ich höre schon die Gegenstimmen, die sagen: Du hängst den alten Alben hinterher. Vielleicht. Und das neue Album hat im Grunde einen Klangteppich, welcher der Band steht. Doch Perlen wie "The Sick, Sick, 6.8 Billion" oder "Empty Elvis", in welchem Butler sich so das "Oh my God" aus der Seele schreit, dass er nach dem Lied sich erstmal hörbar räuspern muss, solche Songs gibt es auf diesem Album nicht! Und auch wenn die Titel auf "If I'm the Devil" nicht schlecht sind, fehlt mir einfach das Tempo, die Wucht und ein Jason Butler mit seiner größten Stärke, den Scream-Parts. In der Summe deswegen nur drei Sterne - drei-vier gute Songs (If I'm the Devil, Good mourning, America, Elephant) machen noch keinen Geniestreich.

Für alte Hasen empfehle ich als Anspieltipps, "Good Mourning, America" und das letzte Lied "Copper Coloured Quiz", um meine Argumentation nachzuvollziehen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Für Neulinge empfehle ich "Renagede 86" (Fake History), "Empty Elvis" (Blackest Beautiful) und "Good Mourning, America" zu vergleichen, um zu wissen, wohin die Reise gehen soll...


Mean Creek
Mean Creek
DVD ~ Rory Culkin

5.0 von 5 Sternen Ein Film über Schuld und Verantwortung, 28. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mean Creek (DVD)
"Schuld und Verantwortung" heißt das Thema das Films "Mean Creek" von Jacob Aaron Estes aus dem Jahr 2004. Und die Independent-Verfilmung zeigt, dass es kein großes Hollywood braucht, um eine starke Geschichte zu entfalten.

Der Junge George schikaniert scheinbar wahllos seine Mitschüler. Als Sam von George verprügelt wird, entscheiden Sam, sein älterer Bruder Rocky sowie dessen Freunde Marty und Clyde, sich zu rächen. Sie täuschen Sams Geburtstag mitsamt einer Bootsfahrt vor, laden George dazu ein, und planen diesen im Laufe dieser Fahrt zu demütigen. Auch Sams Schulfreundin Millie nimmt an der Bootsfahrt teil, ohne Wissen, weswegen die Fahrt eigentlich stattfinden soll. Doch im Laufe der Tour lernen die Jugendlichen George näher kennen und entdecken seine guten Seiten. Kann es doch noch ein gutes Ende geben?

Der Film erinnert ein wenig an den Film "Stand by me - das Geheimnis eines Sommers", knüpft in seiner Problematik jedoch mehr an den Klassiker "Herr der Fliegen" von William Golding im Sinne soziale Gruppensysteme an und könnte der grandiose Kurzgeschichte "Brudermord im Altwasser" von Georg Britting entnommen sein. Sechs Jugendliche in der Natur, deren soziale Konstellation nur auf den ersten Blick simpel erscheint: George verprügelt alle und ist der Böse. Doch die Gruppe ist in ihren Zusammenhänge extrem komplex und enthält ihre eigene Dynamik. Vor der Szenerie einer wunderschönen und friedlichen Natur hebt sich das Mensch sein der jungen Gruppe ab, droht seine sozialen Beziehungen zu kippen, aus dem Paradies zwischen stillem Wasser und Wasservögeln vertrieben zu werden und seine Unschuld zu verlieren. Und die Gruppe muss sich entscheiden, mit Schuld und Verantwortung umzugehen.

Starke Schauspieler (u. a. Rory McCulkin, der kleine Bruder von "Kevin allein zu Haus"), ein schlüssiger Plot, ein bewegender und stets passender Soundtrack sowie wunderbare Naturaufnahme konstruieren eine Geschichte, die auch nach dem Abspann einen selbst nich abschalten lässt.

Als Deutschlehrer nutze ich den Film mittlerweile sehr gerne, um in Kurzgeschichten einzuführen. Die Gruppenkonstellation und die Frage nach der Verantwortung bieten enormen Gesprächsstoff. Die Charakterisierung der einzelnen Gruppenmitglieder schafft Empathie. Insbesondere der Charakter George zeigt, das Menschen nicht simpel konstruiert sind.

Ich muss dem Film 5 Sterne geben und ermuntere jeden, seine eigene Diskussion über die Problemstellungen des Films zu diskutieren.


California Hauling
California Hauling
Preis: EUR 6,45

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für Fans!, 16. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: California Hauling (MP3-Download)
Als der jahrelang inaktive Account von Tiger Lou im "Gesichtsbuch" Anfang des Jahres plötzlich Homecoming#2 ankündigte, fiel ich ja fast vom Stuhl. Lunte gerochen, verrieten mir auch die Ticket-Portale, dass die Band Konzerte in Berlin und Hamburg spielen würde. Die Band habe sich wiedergefunden und arbeite an einem neuem Album. Im März dann in Hamburg auf dem Konzert, von dem ich dachte, das würde es nicht mehr geben, war ich vollkommen begeistert. Genug Konjunktiv: Denn sie sind zurück.

Eine weitere Etappe zum Album wird nun mit der "EP California Hauling" gelegt, die sowohl als limited Edition in Vinyl- und Cd-Form erscheint, aber bereits als MP3 zu erhalten ist. Enthalten sind 5 Songs, die Vorfreude auf das Album machen sollen. Genau genommen sind es 3 Songs und 2 Interludes. Der Song "Homecoming" ist nicht mit der Single "Homecoming#2" gleichzusetzen, das sind zwei unterschiedliche Lieder.

So warten auf dieser Etappe fünf kleine Perlen. "The Loyal" oder "A Partial Print" als Maßstab anzusetzen, verbietet sich. Die Band ist älter geworden und das merkt man. Es sind ruhigere Songs mit Rasmus Kellermanns unverwechselbarer Stimme und einer ruhigen Tiger Lou-Stimmung. Gleichwohl sind es 3 gute Songs und vor allem das erste Interlude "Untiled" ist ein schönes Klavierstück. Es ist schwer zu sagen, ob das die komplette Richtung des neuen Albums sein wird oder ob es noch rockiger wird. Ich für meinen Teil freue mich über die Songs und kann sie nur empfehlen.

Für Neuentdecker der Band ist die EP vielleicht nicht die Repräsentativste, zwar sehr gut anhörbar, aber man sollte auf "The Loyal" zurückgreifen oder auf das ganze Album warten. Fans wie ich, die ungeduldig warten, sollten es wagen, sich an der Vorfreude zu beteiligen.


That's the Spirit
That's the Spirit
Wird angeboten von DiscountMediaStoreDE
Preis: EUR 21,32

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist nicht die Veränderung, es ist das "la la la", das mich stört, 18. September 2015
Rezension bezieht sich auf: That's the Spirit (Audio CD)
Bands ändern sich, und die Fangemeinde spaltet sich. Es ist immer dasselbe Lied. Was wäre, wenn dies das erste Album von BMTH wäre. Würden wir dann klatschen? Hilft nix, es ist nicht das erste - und wir wissen wozu BMTH in der Lage ist. Daran müssen sie zwangsläufig gemessen werden.

Der Reihe nach:

Das neue Album "That's the Spirit" der Death-Core/Metal-Core Band BMTH ist ein widersprüchliches Album. Viele Neulinge werden mit dem Werk ihre Freunde haben, denn es sind richtig gute Lieder dabei. Der Opener "Doomed" mit seinen zurückgehaltenen Drums ist zugegeben "ruhiger", aber verdichtet eine gute Atmosphäre. Es knallt dann das erste Mal bei "Happy Song" und schiebt mit "Throne" einen hinterher. Drei gute Anfangslieder, die klar "poppiger" sind, aber dennoch geil, wie ich finde. Doch das Album fällt ein wenig ab. Erster richtiger Ausfall ist "Follow You". Einprägsamer La la la-Refrain, das Lied könnte auch bei NDR 2 nach Rihanna gespielt werden, die eigentlich auch gleich hätte mitsingen können. Spätestens bei "What you need" zeigt sich, dass das Album eher einen Indi-Rock Abstecher wagt. Wobei ich bei "What you need" anmerken muss, dass es dennoch meinem Geschmack nach eine der gelungensten Stilwechsel-Lieder des Albums ist. Aber "Avalanche" und "Down" beispielsweise sind zwar ordentliche Lieder, aber mir fehlt das gewisse Etwas. Weniger Screams, mehr Clean-Gesang, teilweise mit sehr hoher, ungewohnter Stimme. Das zieht sich durch das ganze Album. Wie gesagt, das ist der Stilwechsel. Wo sich Türen schließen, öffnen sich welche, der eine Fan mag vergrault werden, andere werden gewonnen. Und es ist auch nicht alles schlecht. Aber auch nicht der Hammer.

Doch es ist nicht bloß die Veränderung an sich, die ich auf "That's the Spirit" als negativ empfinde. Erstens ist das normal und zweitens ist eigentlich BMTH gar nicht mein Genre. "Hell" war viel Geschreie mit Powerriffs, doch den Wechsel zum Album "Semiternal" empfand ich als angenehmer, nuancenreicher, ausgewogener, raffinierter. Das hatte Power, aber es klang. Also eigentlich müsste der noch "cleanerer" Wechsel zu "Spirit" meinen Nerv treffen. Tut es aber nicht. Auch wenn einige Lieder gut sind, im Gesamteindruck büst das Album doch zu oft an Power und Atmosphäre ein. Stattdessen leiert oft ein "la la la" wie der Rest der Rockmasse. Und das letzte Lied schießt dann Vogel ab. "Oh no" macht seinem Name alle Ehre. Ein absoluter Totalausfall. Keine Ahnung, was man sich dabei gedacht hat.

Also: Veränderung ja, was die Masse macht, nein. Veränderung bedeutet hier leider in einigen Fällen einen Qualitätsverlust der BMTH-Power, die diese Band doch so sehr auszeichnet. An dieser Balance scheitert meiner Meinung nach das Album, denn BMTH hat mit seinen letzten Album gezeigt, wie gesagt, wozu sie in der Lage sind. Ich bin der Meinung auch bei einer Veränderung hätte diese Qualität einfließen können. Hätte.

"3 Sterne" heißt nicht schlecht, das triff's, aber "4 Sterne" gefällt mir ist zu viel.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2016 11:35 AM CET


Karacho
Karacho
Preis: EUR 9,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hätte ich nicht gedacht...!, 16. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Karacho (MP3-Download)
Ich kenne die Donots noch aus ihren alten Zeiten. Superhero und die 80's schallten aus meinem Player - melodischer Pop-Punk made in Germany und dennoch vom feinsten und vielen Woooohooo's. Damals mussten die Donots auch noch bei Top of the Pops auftreten. Das leidige Showgeschäft, wie sie selbst meinten. So ist das halt, wenn man Punk als Genre massentauglich macht. Dabei war hier im Sinne des Rocks etwas größeres im Gange, schließlich sah ich die Band zwei Mal als Vorgruppe von Millencolin und auf Festivals. Der typische Donots-Stil spielte sich Album für Album, bis die Jungs sich mit ihrem eigenen Label losrissen. Coma Chameleon, mein bis dato Lieblingsalbum der Band, klang sofort anderes. Ein wenig rauher und dennoch unverkennbar Donots. Stop the Clocks war und ist ein echter Knaller. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Donots so überraschen konnten. Doch mit den nachfolgenden Alben verlor ich die Sache wieder aus den Augen. Nur das klasse Duett mit Frank Turner ist mir zwischendurch aufgefallen.

Dann: Die Donots haben (mal wieder) ein neues Album - auf deutsch? Ooook - geht das? Probegehört und der Mund klappte auf. "Ich mach nicht mehr mit" krachte es mit "Karacho" aus den Boxen - und ich dachte: Verdammt noch mal, ICH mache das sehr wohl mit! Ich stöberte weiter und fand das "neue bleibt beim alten". Und ich frage mich bis jetzt - bzw. nein! ich frage mich nicht! das Lied ist der Hammer und hat nicht nur mich, sondern eben auch Tim Mcllrath, den Sänger von Rise Against (!), scheinbar komplett überzeugt, auf Deutsch mitzugrölen! Das Lied ist auf dem vorliegenden Album nicht enthalten, doch es beweist, Donots und Deutschgesang funktioniert astrein!

Und das Album "Karacho" serviert eine ganze Palette an weiteren Beweisen! Ein starkes Album, das textlich, aber auch musikalisch voll überzeugt. Nie zuvor haben die Donots so herrlich punkig und actiongeladen geklungen. Die Donots erfinden den Deutschpunk nicht neu, ganz klar, aber was sie abliefern, geht ab. Die Jungs sind mittlerweile zu Herren geworden und der Deutschpunk-Sound im Donots-Gewand steht der Band wirklich gut. Vielleicht musste man sich auch über Jahre zu diesem Album finden? Das nächste englischsprachige Album wird es jedenfalls nicht leicht haben.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei "Karacho" um eines der besten Alben der Band! Es ist jedenfalls das zweite Mal nach Coma Chameleon, dass mich die Donots komplett überraschen. Das hätte ich nicht gedacht, dass ausgerechnet die Donots das können. Dabei hat es sich doch schon von Anfang an angekündigt, als ich sie das erste Mal bei Millencolin sah...

Also: Donots-Fans, Fans die es werden wollen, aber auch Freunde des Deutschpunks - reinhören!
"Dann ohne mich", "Hier also weg", "Problem kein Problem", "Besser als das" und, und, und empfehle ich als Anspieltipps.


Nerve Endings
Nerve Endings
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverständlich, dass noch niemand diese Band bewertet hat!, 25. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nerve Endings (MP3-Download)
In bestimmten (längeren) Zeiträumen packt es mich und es ist wieder an der Zeit, da brauche ich etwas Neues, das knallt. Was mache ich also? Ich gehe auf Epitaph.com, das Label für Hardcore, Alternative, Punk und im Prinzip alles was Rang und Namen hat im Independent Bereich hat (neben Burning Heart Records and Fat Wreck - aber irgendwie überschneiden die sich ja auch gerne). Ich lande also auf der Page und höre mir zig Bands an. Und dieses Mal fiel meine Wahl sowas von klar auf "Too Close To Touch".

Die noch recht jung gegründete Band überzeugt mit einer guten Mischung aus Alternative und Post-Hardcore. Die Stimme erinnert mich ein wenig an "Save The Day" (wem das was sagt...) ist aber dennoch variabler, was Clean als auch Scream-Parts angeht. Insgesamt ist das Album sehr einprägsam, enthält aber keine nennenswerte Schwäche. "Perfect World" und "Pretty Little Thing" mögen beim ersten Mal ein wenig "poppig" klingen, habe aber auch anhörliche Stärken. Spätestens bei meinen Anspieltipps "The Deep End", "Hell to Pay" und "Until I Collapse" holt das Album richtig was raus!

Vielleicht ging das Album für viele neben dem neuen Millencolin- oder Sleeping with Sirens-Album ein wenige unter. Vielleicht tummeln sich auf Epitaph aber auch viele rum, bei denen unter Parkway Drive und The Ghost Inside nichts geht. Vielleicht haben die Leute aber auch schlichtweg etwas verpasst? Bei mir läuft die Scheibe jedenfalls seit Wochen mit Begeisterung. Und ich empfehle sie jedem, der im Bereich Independent unterwegs ist.


Sebastião Salgado. Africa: Eye on Africa - Thirty Years of Africa Images, Selected by Salgado Himself
Sebastião Salgado. Africa: Eye on Africa - Thirty Years of Africa Images, Selected by Salgado Himself
von Sebastiao Salgado
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kristall und die Träume, 13. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
30 Jahre lang hat der Fotograf Sebastiao Salgado zahlreiche Länder Afrikas bereist und die "verschiedenen Afrikas" fotografiert. Doch schnell wird deutlich und sein Vorwort-Texter, der Schriftsteller Mia Couto aus Moçambique, bringt es auf den Punkt: "Der Brasilianer hat nicht Orte besucht, er ist zu den Menschen gereist." Salgado war unterwegs, während der Hungerkatastrophen in der Sahelzone und während des Völkermords in Ruanda. Später hat er sich der Natur, den Naturvölker und den Tiere gewidmet. So ist ein einzigartiges Panorama entstanden. Es sind schlichte schwarz-weiß Bilder, die sich in ihrer eigenen Sprache und Tiefe über die einzelnen Seiten legen und Salgados Erfahrungen zeitlos und allgemeingültig in Szene setzen.

Alle Interessenten sollten sich darüber im Klaren sein, dies ist kein Werk, welches das ganze Afrika in Bildern festhält. So schreibt Couto unter anderem: "Diese Fotografien erheben nicht den Anspruch, den so genannten "realen" Kontinent zu finden, sondern sie wollen Zeichen der Komplexität und tiefgreifender Ambivalenzen aufdecken, die die verschiedenen Afrikas kennzeichnen." Es ist Salgados Blick auf das, was viele Menschen Afrikas vereint: Eine Wunde aus unbeschreiblich schöner Natur und dem Elend im postkolonialen Afrika. Dürre, Hunger, Tod, Flucht, aber auch Würde und Menschlichkeit sowie Natur und Tiere sind die Themen Salgados eigens selektierter Komposition.

Deswegen sollten alle Interessenten sich aber noch über etwas Weiteres im Klaren sein. Die schwarz-weiß Bilder sind schön und würdevoll, aber teilweise extrem grausam. Salgado sagte einmal in einem Interview, er sei während seine Reisen nicht einfach Fotograf gewesen, er war einer dieser Menschen seiner Fotografien und lebte unter ihnen. Es hatte ihn krank gemacht, was er lebte und fotografierte. Sebastian Salgado stieß an die Grenzen seiner eigenen Psyche und beendete zunächst die Projekte. Dies soll Sie als Interessent an dieser Stelle nicht abschrecken, sondern Ihnen etwas Verdeutlichen: den Wert des Werkes. Sein jüngstes Werk "Genesis" zeugte dann nämlich vom Gegenteil: Natur, Tiere, Harmonie. Er kehrte zum Urzustand der Welt zurück und dokumentierte in atemberaubenden Bildern die Schönheit unseres Planeten. Teile des Genesis-Projekts in Bezug auf Afrika sind ebenfalls im vorliegenden Band enthalten. So enthält das Werk "Africa" neben den Grausamkeiten auch etwas Heilsames - vielleicht Salgados Heilung und Versöhnung mit dem Kontinent selbst.

"Africa" ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Kunstwerke über Afrika. Salgados Blick auf Afrika und dessen Spaltung in Schönheit und Leid ist würdevoll, trotz der Tragödien, trotz tiefbewegender Bilder. Es gibt nichts Vergleichbares. Seine Bilder gingen zurecht um die Welt, denn "Sebastiao Salgado besuchte Afrika in der Zeit der Tränen und des Kristalls der Hoffnung," wie es Mia Couto im Vorwort formuliert. Tränen und Hoffnung - warum soll ich andere Wörter hervorzaubern, wenn sie die schwarz-weiß Fotografien doch so präzise beschreiben?


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