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Beiträge von Peter Krackowizer
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Rezensionen verfasst von
Peter Krackowizer "mosaik" (Neumarkt am Wallersee, Salzburg)
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Menschen - People: Salzburger Land
Menschen - People: Salzburger Land
von SalzburgerLand Tourismus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,00

5.0 von 5 Sternen Frei von Kitsch und Klischees zeigen Schwarzweißbilder die Menschen, 22. Juni 2014
Dieses Buch zeigt die Menschen aus Stadt und Land Salzburg so, wie sie sind. Natürlich, ohne Schnickschnack, bei ihren alltäglichen Tätigkeiten. Es ist eine wohltuende Präsentation Salzburgs und seiner Menschen, die auf Kitsch und Klischees verzichtet, aber die Schwarzweißfotografie als eindrucksvolles Stilmittel einsetzt. Der Münchner Fotograf Groeger hat die Menschen gekonnt fotografiert, der Salzburger Schriftsteller Walter Müller hat sie beschrieben, wie er sie auf den Bildern sieht. Die Texte sind aber nicht nur gut geschrieben, sondern auch informativ. Der Leser erfährt dabei einiges über das Leben der Menschen im Gebirge, auf der Bühne, in der Werkstatt und über Brauchtum, etwa über die Gasteiner Perchten oder die Stuhlfeldner Tresterer. Die Texte sind auch noch in englischer Sprache zu lesen.

„Wenn er so urig daherkommt wie auf dem Bild, stellen sich dem Uneingeweihten ein paar brennende Fragen […] Ist die Lederhose vom Fritz älter als er? Ist er, der Fritz, in einer Futterkrippe zur Welt gekommen? [...]“ Müller beschreibt hier den Bart-Olympiasieger und -Weltmeister Fritz Sendlhofer aus Zell am See im Pinzgau. Er schreibt über die fröhliche Schnapsbrennerin Elisabeth Ellmer aus Wagrain, über den mit Skipisten sprechenden Peter Hörl aus Hinterreit, über Walter Grüll aus Grödig, Österreichs einziger Kaviar-Produzent, den Wirbelwind in der Salzburger Musikszene, Elisabeth Fuchs, und viele andere.

Mich beeindrucken vor allem die Schwarzweißbilder, wie beispielsweise die der Kindertrachtengruppe Filzmoos. Da sitzen zwei Buben mit Bauernkrapfen und einem Häferl Milch in der Hand vor einer alten Almhütte. Man sieht den Staubzucker der Bauernkrapfen um die Münder der Kinder und merkt, wie gut sie sich unterhalten. 175 A-4-quer-große Bilder, fast ebenso viele Geschichten von Menschen aus Salzburg – ein wirklich gelungenes und beeindruckendes Buch!


Formel 1 / Formula 1: Bilder mit einer Botschaft / Pictures with a message / Imagines con un mensaje
Formel 1 / Formula 1: Bilder mit einer Botschaft / Pictures with a message / Imagines con un mensaje
von Miquel Liso
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

3.0 von 5 Sternen Künstlerisch oder Verwertung von Abfallbildern? Ein Buch, schwer einzuordnen, 13. Mai 2014
Ich arbeite selbst als Pressefotograf und meine, dass Fotograf Miquel Liso ein gutes Auge für Motive hat. Da ich aber eben selbst auch fotografiere, meine ich auch, dass ein Teil der Bilder als eigentliche Abfallbilder, neu „interpretiert“, sich hier in diesem Buch finden.

Beispiel: ein doppelseitiges Bild zeigt einen Hinterhof eines Hauses, in dem Schutt und Eisen liegen. Im linken, oberen Eck, etwa ein Sechszehntel der Doppelseite, sieht man Michael Schumacher vorbeifahren. Wobei dieser Teil der Aufnahme sogar etwas unscharf ist. Worin also die die Botschaft der Schutthalde im Zusammenhang mit Formel 1 liegt, weiß ich nicht so recht zu deuten. Ein anderes doppelseitiges Bild zeigt einen Red-Bull-Wagen in Valencia, fast komplett mit blauen Strichen überlagert, so dass man das Auto sehr schwer und ungenau erkennen kann. Bild wurde höchstwahrscheinlich zwei Drittel blau eingefärbt. Die Botschaft? „Blaues Wunder“ nennt sich eine Doppelseite der Skyline von Singapur. Mehr schwarz als blau ragen die Hochhäuser ins Bild, ganz unten, etwa ein Fünfzigstel der Seite eine beleuchtete Kurve des F-1-Kurses. Punkt.

Aber es gibt auch eine Reihe wirklich eindrucksvoller Bilder wie jenes, auf dem ein F-1-Wagen exakt über einem anderen durch die Luft fliegt. Eine gestochen scharfe Aufnahme. Auch aus Boxenstraßen hat Liso imposante Bilder ins Buch gebracht. Eine Aufnahme zeigt eine Bumerang ähnliche rotweiße Kurvenbegrenzung, links und rechts dunkler Asphalt, im oberen Teil ein F-1-Wagen. Hat Stimmung diese Aufnahme. Die Hände von Scheich Salam Bin Hamad Al-Khalifa mit Zigarre, Frank Williams als gebrochener Mann, Schlagschrauber für Reifenwechsel, Startaufstellung beim Nacht-GP in Singapur sind weitere, durchaus eindrucksvolle Bilder.

Die Texte, die von Helmut Lebrink geschrieben wurden, der schon 1954 Juan Manuel Fangio am Nürburgring siegen sah, sind zeitgemäß-modern gehalten, nicht immer zu den Bildern etwas aussagend, aber doch die eine oder andere Information bietend. Die Texte gibt es auch noch auf Englisch und Spanisch im Buch.

Ich meine, ein modernes Buch, über das man philosophieren kann. Der eine wird es toll finden, der andere wird enttäuscht sein und daher ist es für mich schwer, dieses Buch einzuordnen.


Die Bio-Revolution - Die erfolgreichsten Bio-Pioniere Europas
Die Bio-Revolution - Die erfolgreichsten Bio-Pioniere Europas
von Georg Schweisfurth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 11,50

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas widersprüchliche Botschaften, lässt Bio elitär und teuer erscheinen, 19. April 2014
21 Bio-Pioniere machen zwar noch keine europäische Revolution, wie es der Buchtitel verheißt, aber geben doch einen recht interessanten Einblick in diese Szene. Der Autor, Georg Schweisfurth, ehemaliges Gründungsmitglied der deutschen Bio-Handelskette basic, führt nun das Gut Sonnenhausen in Glonn, einem Dorf in Bayern zwischen München und Wasserburg. Er reist für dieses Buch zu höchst unterschiedlichen Bio-Unternehmer in Europa.

So besucht er beispielsweise in Österreich die, wie er sie bezeichnet, Eigenbrötlerin, Bäuerin und Brotbäckerin Roswitha Huber in Rauris, zwei Deutsche, die in Spanien echte schwarze Eichelschweine züchten, um den begehrten Schinken Ibérico zu produzieren oder eine Ziegenfarm im Süden Frankreichs, im Languedoc-Roussillon. Er schildert die Geschichten dieser Produzenten, die Schwierigkeiten, die sie überwanden und von ihren Erfolgen. Da sind welche dabei, die nur ab Hof oder im nächsten Dorf ihre Produkte verkaufen. Andere wieder exportieren ihre Waren in andere Länder oder verkaufen sie in weiterer Umgebung. Manchmal liest man von hart erarbeiteten Erfolgen, meist von Ehepaaren, die sich der Bioproduktion verschrieben haben. Es gibt aber auch etliche Beispiele, die schon seit Generationen Unternehmer sind und keine wesentlichen Geldsorgen haben. So hat Maja Hoffmann, Erbin des Hoffmann-La-Roche-Konzerns eine Biolandwirtschaft mit einem Bio-Restaurant, das einen Michelin-Stern hat, in der Camargue in Südfrankreich, aufgebaut. Aus Bayern bringt er das Riedenburger Brauhaus im Altmühltal, in dem seit Generationen Bier gebraut wird.

Beim Lesen dieses Buches wechselten meine Gefühle zwischen unbezahlbaren Bio-Produkten und bodenständigen, preislich erschwinglichen Bio-Erzeugnissen (Beispiel die Sennerei Andeer in Graubünden in der Schweiz) ab. In der 23seitigen Einleitung von Schweisfurth geht er der Frage nach, warum Bio besser ist. Ich kann den Autor aber schwer einschätzen. Er schreibt, was alles falsch läuft in der Landwirtschaft, im Umgang mit Ressourcen, dem Konsumverhalten der Menschen, fährt und fliegt aber Tausende von Kilometern in Europa kreuz und quer, um dieses Buch schreiben zu können. Also unnötige Verschwendung von Ressourcen und Umweltbelastungen. Es beschleicht mich schon auch das Gefühl, der Autor möchte vermitteln, dass Bio etwas ganz Besonderes es ist und daher die Produkte, überwiegend, auch teurer sein müssen. Jedenfalls liegt der Schluss zu dieser Interpretation auf der Hand, wenn man etliche der vorgestellten Bio-Pioniere und ihre Unternehmen betrachtet. Der Nikolaihof in Mautern in der Wachau, den er auch besucht, zählt sicherlich nicht zu den günstigen Winzern und Restaurants. Ich meine, Bio ist ja schön und gut, aber es erscheint mir nach dem Lesen dieses Buches auch doch etwas elitär. Zumindest stellt es Schweisfurth so dar.


Business-Texte: Von der E-Mail bis zum Geschäftsbericht. Das Handbuch für die Unternehmenskommunikation
Business-Texte: Von der E-Mail bis zum Geschäftsbericht. Das Handbuch für die Unternehmenskommunikation
von Gabriele Borgmann
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Gute Tipps, praxisbezogen und mit Beispielen aus dem Geschäftsalltag, 19. April 2014
Ja, so stelle ich mir ein Handbuch für Unternehmenskommunikation vor. Gabriele Borgmann hat einen sehr guten und wortgewandten Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen ist. Im Buch geht es um Formulierung, Inhalte und Aussehen von E-Mails, Geschäftsbriefen, Pressetexten, Geschäftsberichten, Reden und die Erstellung von Unternehmensbüchern. Auch der Umgang mit Social Media wird gut erklärt. Schließlich widmet sich Borgmann noch ausführlich dem Texten mit Technik.

„Schreiben Sie ehrlich und authentisch“ meint Borgmann und liefert gleich ein Textbeispiel. Und genau das erwarte ich mir von so einem Buch. Nicht nur graue Theorie, sondern Beispiele. Borgmann bringt im Buch immer wieder Beispiele. Immer wieder gibt sie Tipps, die mittels einem runden blauen Punkt, in der eine Hand auf den Tipp weist, gut auffallen: Internetadressen, wo man kostenfrei Presse- oder Marketingtexte veröffentlichen kann, wie man besser nicht schreibt, wie man richtig formuliert, was bei einem Firmenschreiben wichtig ist usw.

Das Kapitel über die Pressearbeit habe ich sehr aufmerksam gelesen, arbeite ich doch selbst u.a. als PR-Berater. Hier merkt man wieder sehr deutlich, dass Borgmann aus der Praxis schreibt und viele hilfreiche Tipps gibt. Im Kapitel „Reden“ beschreibt die Autorin in drei Schritten eine gelungene Rede. Jeder Schritt bietet Fragen und Antworten („wer sind Ihre Zuhörer?“). Das Kapitel über die Entstehung eines Unternehmensbuchs enthält viele wertvolle Hinweise. Sie erklärt, was ein Ghostwriter ist und warum man besser nicht auf einen Lektor verzichten sollte. Welche Vor- und Nachteil ein Eigenverlag hat u.a.m. „Lassen Sie Ihren Text reifen“ ist eine der Aussagen von Gabriele Borgmann im Kapitel über „Texten mit Technik“. Gerade in diesem Kapitel merke ich wieder die Professionalität und Kompetenz dieser Autorin. Sie erklärt einem genau, wie man es richtig macht, weist auf Tücken hin und gibt Tipps, wie man Schreibblockaden überwindet.

Der Verlag hat am Titel sein Motto abgedruckt „Linde sagt, wie’s geht“ und das trifft in diesem Fall wirklich zu. Ein Buch, in dem auch ich nach 30 Jahren im Berufsleben noch blättern werde.


Habsburg, Hofrat, Heuriger: Der Wien-Führer für Juristen
Habsburg, Hofrat, Heuriger: Der Wien-Führer für Juristen
von Barbara Sternthal
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manches über die österreichische Geschichte wird mit dem Lesen des Buches verständlicher, 17. April 2014
Zunächst einmal wird die Entstehung Österreichs erklärt, um darauf aufbauend die spätere Entwicklung von Justiz und Staat besser verstehen zu können. In diesem Zusammenhang wird auch erklärt, wann und wie der Wein nach Österreich kam und die Heurigen entstanden. Nicht unerwähnt bleibt ein dunkles Kapitel in der Geschichte Wiens, die Geserah der Juden 1420/21, ein Massenmord im Wiener Judenviertel.

Viele Details, wie beispielsweise über das zwielichte Vergnügungsviertel am Spittelberg, den Schweizertrakt in Hofburg, die Keuschheitskommission oder einen begnadigten Attentäter, der auf sein Todesurteil bestand, werden nebenbei in farblich sich vom Text absetzenden Kästen erklärt.

Sehr verständlich werden die Revolution 1847/48 erklärt und vor allem die politischen Vorgänge zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg habe ich in diesem Buch erstmals verständlich erklärt gelesen. Landesverräter Oberst Redl, die Absichten des Antisemiten Engelbert Dollfuß, die verschiedenen Paläste der Wiener Justizia – ein sehr vielseitiges, gut erklärend geschriebenes Buch mit einem umfangreichen Personenregister. Mir gefällt das Buch sehr gut, auch wenn ich nach dem Kapitel, was ein Hofrat ist und wie man es wird, weiß, dass ich kein Hofrat werden kann.


Die Donau: Geschichte und Geschichten vom großen Strom
Die Donau: Geschichte und Geschichten vom großen Strom
von Gerhard Tötschinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte und Geschichten verspricht das Buch und hält sein Versprechen, 16. Februar 2014
59 Fischarten tummeln sich in der Donau, schreibt Tötschinger und lässt den „Vater der Graffiti-Kunst“, Joseph Kyselak über das „reinlich aussehende Gasthaus“ in Passau erzählen; Adalbert Stifter findet Erwähnung ebenso Schilderungen von Schifffahrten des Leopold Mozart oder des Franz Grillparzer; Tötschinger geht der Frage nach, ob nun Wien an Donau liegt oder vielleicht doch nur an einem Seitenarm; er schildert die Geschichte von Schlössern und Stiften entlang der Donau, Schlachten und Feldherrnschachzüge rund um die Stadt Wien werden ausführlich beschrieben sowie von der Besetzung der Stopfenreuther Au 1984 oder von den letzten Tage des letzten österreichischen Kaisers Karl in Schloss Eckhartsau; er folgt österreichischen Spuren entlang der Donau auf ihrem Fluss durch Ungarn bis zur Mündung ins Schwarze Meer, erzählt von den Römern und der kurzzeitigen Kaperung des DDSG-Schiffs „Radetzky“ und vieles mehr;

Es ist wirklich ein Buch der Geschichte mit Geschichten, die sich entlang des Stroms ereignet haben. Tötschinger findet dabei einen angenehm lesbaren Stil, schreibt nicht nur Geschichtsdaten, sondern schildert verständlich, was er sagen will. Von allem gerade so viel, damit der Leser sich ein gutes Bild des Objekts oder des geschichtlichen Vorfalls machen kann, aber doch so viel, dass das Buch nicht in einem Zug gelesen werden kann oder soll. Zumindest mir ist es aufgrund der Fülle der Information so ergangen und ich möchte ja doch etwas vom Lesen behalten.

Tötschinger hat auch beim Bildmaterial sorgfältig gewählt. Historische Aufnahmen und alte Zeichnungen wechseln sich mit aktuellen Ansichten von Gebäuden oder Landschaften ab. Dadurch wird das Geschriebene anschaulicher. Das Quellenverzeichnis, ein Personen- und ein Ortsregister schließen das Buch ab.

Das Buch ist ein zeitloser Reiseführer, der dem Leser einen der ältesten Kulturräume Europas gut verständlich näherbringt.


Baedeker Reiseführer Italien Norden: mit GROSSER REISEKARTE
Baedeker Reiseführer Italien Norden: mit GROSSER REISEKARTE
von Dr. Bernhard Abend
  Taschenbuch
Preis: EUR 27,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas unübersichtlich, ungleichgewichtige Infoverteilung, manch wichtige Orte fehlen überhaupt, 16. Februar 2014
Natürlich ist es schwierig, elf von 20 italienischen Regionen in einem Reiseführer zu beschreiben. Aber für mich gibt es da nur zwei Lösungen: entweder beschreibe ich dann jede Region in gleicher Art und im Ausmaß (im Verhältnis zu Größe und Bedeutung) oder ich muss eben nicht nur einen Italien Norden und einen Italien Süden schreiben, sondern auch noch einen Italien Mitte. Ich verstehe natürlich auch, dass Führer, die große Gebiete beschreiben, immer nur eine gewisse Übersicht geben können. Werden aber Mantua auf neun Seiten, die in meinen Augen gleichwichtigen Städte Parma auf drei, Urbino gar nur auf zwei Seiten beschrieben, ist meines Erachtens ein Ungleichgewicht vorhanden.

Jedenfalls ist meine Meinung über diesen Führer zwiegespalten. Aufklappbare Aufrisszeichnungen, wie zum Beispiel von der Kirche Sant’Apollinare in Classe in Ravenna, zeigen dem Leser sehr anschaulich besondere Sehenswürdigkeiten. Kleine, aber durchaus brauchbare Innenstadtpläne helfen bei der Orientierung von Ortsfremden. Ich finde auch, dass der Führer viele Sehenswürdigkeiten oder interessante Orte zumindest erwähnt, wenn auch nicht immer beschreibt.

Aber es gibt einige Dinge, die ich eigentlich in einem Baedeker nicht erwartet hätte. Rom zählt eindeutig nicht mehr zum Norden Italiens, was auch die Karte in Innenseite der Rückseite eindeutig zeigt. Trotzdem sind Rom alleine 45 Seiten der insgesamt knapp über 600, sind Rom gewidmet. Die Region, die Rom umgibt, Latium, wird hingegen gar nicht erwähnt (wieso auch, zählt sie doch zu den südlichen Regionen Italiens). Die Region Marken wird als ein eigenes Kapitel auf nur zehn Seiten beschrieben. Hingegen muss man sich bei allen anderen Regionen die einzelnen Orte zusammensuchen, weil diese alphabetisch über das ganze Buch verteilt sind und sie nicht wie bei den Marken zusammenhängend jeweils als Region zu finden sind (Beispiel: auf Padua [Veneto] folgt Parma [Emilia Romagna]).

Bei den Euganeischen Hügeln (Veneto) wird als einzige Sehenswürdigkeit die Abtei von Praglia erwähnt, Arqua Petrarca hingegen wird nicht erwähnt. Die zweite erwähnte Sehenswürdigkeit, der Ort Montagnana, wird aber nicht mehr zum Gebiet der Euganeischen Hügel gezählt. Dafür gibt es für diesen Ort einen besonderen Restaurant- und Übernachtungstipp. Sicher kein schlechtes Hotel, aber dass es extra in einem Kasten erwähnt werden muss, finde ich im Vergleich zu dem sonst eher mageren Angebot an Hotel- und Restaurantipps etwas auffallend. Schon klar, bei der Menge an Orten geht es nicht anders. Aber drei Restaurant- und zwei Hoteltipps für Triest beispielsweise helfen nicht wirklich weiter. Also entweder viele oder gar keine. Manchmal fehlen wichtige Hinweise, wie beispielsweise bei Orvieto, dass die Stadt für Autos gesperrt ist und man mit einer Standseilbahn hinauf in die Altstadt fahren muss (eine Zeitfrage bei der Reiseplanung).

Die Straßenkarte ist gut gemeint und für die großen Entfernungen, sprich Autobahnen, gut zu verwenden. Will ich etwa eine Reise durch die Toskana oder die Emilia Romagna damit machen, wird es schon schwierig mit diesem Maßstab (1:900 000).

Wer eine Reise durch den Norden Italiens grob planen möchte, wird aber durchaus damit zufrieden sein. Daher meine Meinung: sicher nicht schlecht, aber es gibt Besseres.


Unterirdisches Salzburg: Verborgenes in Stadt und Land
Unterirdisches Salzburg: Verborgenes in Stadt und Land
von Peter Pfarl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bekanntes und Unbekanntes von “unter der Erde“ in Stadt und Land Salzburg, 2. Februar 2014
Pfarl erzählt von den Geheimnisse der Krypta unter dem Salzburger Dom, die Katakomben und das Hexenloch im Aigner Park, von Kriechsteinen wie am Falkenstein, vom Bruderloch in Bad Vigaun, der Palfenhöhle bei Saalfelden am Steinernen Meer, der Entrischen Kirche im Gasteinertal und anderen Höhlen. Er steigt in andere Krypten wie in jene im Kapuzinerkloster und im Benediktiner-Frauenstift Nonnberg, in die Columbarien in Mülln und besucht Burgen und ihre dunklen Räume. Das Innere der Berge, wie das Salzbergwerk am Dürrnberg, Gold- und Silberbergwerke im Land Salzburg, der Böckstein Heilstollen sind weitere Themen des Buches. Über die künstlichen Höhlen der Fürsterzbischöfe, beispielsweise im Schloss Hellbrunn, die durchlöcherten Stadtberge, Keller in öffentlichen und privaten Gebäuden wie beispielsweise ein Stadttor unterm Kindergarten in Nonntal oder der romanische Keller am Waagplatz hat Pfarl recherchiert. Ergänzt hat Toni Anzenberger die Beiträge mit zahlreichen, teilweise sehr eindrucksvollen Bildern.

Wermutstropfen in diesem an und für sich sehr gut gestalteten Buch ist das Fehlen eines Registers oder zumindest eines detaillierten Inhaltsverzeichnis. So wird eine Suche zum ungewollten Blättern im Buch. Denn, und das ist aber wieder ein erwähnenswerter Pluspunkt, im Buch finden sich eine Unzahl an interessanten Informationen – oder wussten Sie, dass die Ausstattung der Katakomben mit frühchristlichen Motiven erst im 19. Jahrhundert durch den Salzburger Kunsthistoriker Georg Petzolt erfolgte?


Salzburger Bauernkalender 2014: Auf da Alm - Im Himmel auf Erden
Salzburger Bauernkalender 2014: Auf da Alm - Im Himmel auf Erden
von Gertraud Steiner
  Kalender

5.0 von 5 Sternen Themenschwerpunkt das Leben auf der Alm mit sehr interessanten Beiträgen, 2. Februar 2014
Neben den alljährlich gleichbleibenden Informationsblöcken wie Kalender, Patrozinien, Viehmarktkalender und umfangreiches Adressmaterial, hat der Kalender 2014 einen Fokus auf die Themen Alm und Almwirtschaft. Zunächst einmal erzählt Ingo Reifenstein über Namen und Begriffe, die von der Geschichte Salzburger Almen berichten. Dabei ist auch ein historisches Bild der Judenbergalm am Gaisberg zu sehen, aus der später das Hotel Kobenzl wurde. Reifenstein schildert sehr anschaulich das Leben auf der Alm. Es folgt eine wahre Begebenheit einer fliegenden Kalbin. Gertraud Steiner hat dann einen Beitrag zum Thema „Sennerin - ein Beruf für unerschrockene Frauen“ zusammengestellt. Über Wandschoner und Strickereien mit Sinnsprüchen hat Walter Mooslechner geschrieben („Den Auerhahn macht Liebe blind, so geht’s auch manchem Menschenkind“). In „Käse und Blumen für den Prälaten“ schildert Gerald Hirtner Interessantes über geistliche Grundherren Salzburger Almen. Im Beitrag über das Pinzgauer Rind gefällt mir besonders gut das Bild einer Kuhherde, die im Gänsemarsch in einer Winterlandschaft wandert. Vergessenes präsentiert dann Monika Brunner-Gaurek in „Über die Bergmahd“. Die Mäher stiegen während der Woche nicht von den Almwiesen täglich ins Tal ab, sondern übernachteten in Erdlöchern (Bilder veranschaulichen dieses harte Leben). Wie markierte Wanderwege entstanden sind, Erinnerungen an eine Alm-Kindheit und weite Schulwege, Wallfahrten, Prozessionen und Bittgänge im Raum Taxenbach, Wetterpropheten, über Murmel- und andere Tiere und Kräuter und vieles mehr wurde in dieser Ausgabe 2014 wieder zusammengetragen.

Abschließend möchte ich noch den Beitrag von Gertraud Steiner über Adam Rainer, genannt „Aouul“, erwähnen. Er trug nach einem Brand, den er als Kleinkind erlebte, eine Störung seines Wachstums davon. Der Beitrag schildert das trotzdem zufriedene Leben dieses Mannes, dessen wichtigstes Ereignis im Jahresablauf das Hundstoa-Ranggeln war. Wer sich für alte Traditionen und das Leben in den Bergen im Salzburger Land interessiert findet in dieser Ausgabe einen Fülle von lesenswerten Artikeln. Es ist fast ein kleines Geschichtsbuch, diese Ausgabe 2014.


Barcelona
Barcelona
von Thomas Schröder
  Broschiert

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, unzählige Detailinformationen und sehr informativ, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Barcelona (Broschiert)
Sie wollen in einer Bar etwas essen und dabei alte Radiogeräte bestaunen? Sie möchten mitten in der Stadt an einem Strand baden gehen? Sie möchten Barcelona mit dem Fahrrad kennenlernen? Das alles und noch viel mehr Möglichkeiten bietet dieser sehr gut gemachte Reiseführer.

Alleine das Kapitel „Barcelona, Hintergründe und Infos“ umfasst gut 80 Seiten. Bei allen der 14 Touren, die der Autor dann beschreibt, gibt es zahlreiche Restaurant-, Bar-, Club- und Einkaufstipps, wobei Schnöder bei den Essenstipps immer auch einen persönlichen hat. Niemand muss sich sorgen, sich zu verlaufen. Zum einen besteht Barcelona größtenteils aus schachbrettartig angelegten Straßensystemen, zum anderen bietet der Autor für jeden seiner Rundgänge Detailkarten, in den diese Rundgänge eingezeichnet sind. Darin finden sich auch die genauen Lagen der Tipps. Wer sich also im Altstadtviertel Barri Gotic aufhält, hat auf einen Blick mehr als 25 Restaurant- und Bartipps.

Am Ende des Buches gibt es noch Ausflüge in die Umgebung, darunter auch ein Wandertipp. Viele der Bilder sind so ansprechend, dass ich eigentlich gleich wieder nach Barcelona reisen möchte. Wieder, denn ich war schon einige Male in dieser faszinierenden Stadt und habe in diesem Führer einiges für mich noch Neues entdeckt. Ich finde, dieser Führer bietet alles, was ein Besucher dieser Stadt wissen will, soll und muss.


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