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Rezensionen verfasst von
ROTT

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Was wenn alles gut geht - Limited Edition (exklusiv bei Amazon.de)
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Preis: EUR 26,48

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mir graut es ..., 31. Oktober 2014
.... aber nur vor der Marketingagentur, die Laith mit der Unterstützung der großen Plattenfirma unterstützt und Printmedien, TV und Internet mit einem recht zähen Schleim überzieht, als sie eine der grünen Glibbermonster aus Ghostbusters. Das hat wirklich niemand verdient, aber wenn es denn hilft, dass ein paar mehr Musikhörer Laith entdecken oder alte Fans zu ihm zurückkommen, dann hat es ja auch sein Gutes. :-)

Nach einer kleinen Kreativpause inklusive eines kleinen Burnouts, wenn man der Bunte glauben darf (aaaaaargh, alleine dass ich das im Newsfeed drin hatte ;-) liefert unser zweit oder gar erst liebster Mannheimer wieder das was er gut kann. Immer eingängliche, aber nie platte Popmusik, mal rockig, mal elektronisch, mal akustisch, die vor allen auch durch die Texte immer wieder an Tiefe gewinnt. Ein guter Freund, dessen Familie aus dem Irak kommt, foppte mich früher immer mit solchen Statements, dass die Perser schon Gedichte geschrieben haben, die zum dahinschmelzen waren, als wir in Mitteleuropa noch mit Steinen geschmissen haben. Irgendwie muss ich daran immer denken, wenn ich Laith Al-Deen höre. Die Texte sind einfach besonders, waren es schon immer und bleiben es auch auf "Was wenn alles gut geht". Einfach Musik, die auch bei Musikhörern, die eigentlich andere Schwerpunkte haben, etwas tiefer geht und auch noch andere Seiten zum klingen bringt.

Anspieltipps: Die kleine elektronische Perle IN MEINER NÄHE, das schon bekannte WENN GESTERN HEUTE WÄRE, mit einem altbekannten Duettpartner, die gleichnamige Single natürlich und die wunderbare schlichte Midtempo Nummer STEINE.

Fazit: Sehr gut, dass es eine neue Platte gibt, auch sehr gut dass es demnächst auf Tour geht. Marketingbudget etwas runterschrauben, Qualität wie die von Laith setzt sich auch so durch.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2014 1:02 PM CET


Turn,the
Turn,the
Wird angeboten von hermes1910
Preis: EUR 8,01

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große positive Überraschung, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Turn,the (Audio CD)
Solche Wiederauferstehungen mit einem neuen Sänger können gehörig in die Hose gehen. Und speziell in diesem Fall, mit neuen Frontmann aber ohne die Dynamik und Ausdrucksstärke von Ed Kowalczyk? Der vor allen ja auch zwei sehr starke Soloalben in der Zwischenheit hingelegt hatte. So war es eher ein gemischtes Gefühl das neue Album in der Hand zu halten (den MP3 download Knopf zu drücken ;-). Aber schon nach dem ersten Durchlauf morgens beim Autofahren zur Arbeit waren sofort alle Bedenken an Seite geräumt.

Live funktionieren auch ohne Ed. Die Band dreht musikalisch ein großes Rad und überspringt den eher soften Sound der 00er Jahre und kehrt in die Verspieltheit und Härte der Anfangsalben zurück. Heraus gekommen ist dabei ein richtig gutes Rockalbum, nichts modernes, aber abwechselungsreich und von den Songs her sehr gut zugänglich. Man erkennt sofort, dass die Kernband um Taylor, Gracey und Dahlheimer doch gute Songwriter waren, auch wenn ihr Anteil auf den letzten beiden Live Alben sehr deutlich zurück ging im Vergleich zu den Anfangsjahren. Und man erkennt sofort, dass absolute Profis am Werk sind. Dazu gehört auch der neue Sänger Chris Shinn, der ja nun auch schon ein paar Jahren Erfahrung auf dem Buckel hat. Er singt markant, schreit und flüstert, ganz wie es sich ältere Grungefans wünschen, die besten Beispiele sind wahrscheinlich die beiden Songs SIRENS CALL und THE STRENGTH TO HOLD ON. Andere Songs wie HE COULD TEACH THE DEVIL TRICKS oder WE OPEN THE DOOR werden manche Fans von Aufbau und Struktur her in seelige „Throwing Copper’s“ Zeiten versetzen können. Was an manchen Ecken fehlt ist ein wenig die Eingängigkeit der Songs und die Melodien, die sich sofort festbeissen. Ausser bei dem schon vorab veröffentlichten Song THE WAY AROUND IS THROUGH. Dafür überzeugt aber wie schon gesagt die musikalische Umsetzung. Manche Songs sind einem klaren Live Kosmos verpflichtet, aber an anderer Stelle hört man auch ungewohntes, in 6310 RODGERTIN DR. beispielsweise, das von der Schwere her nach einer Soundgarden Variation klingt.

Fazit: Kein absolutes Killeralbum, aber unerwartet gut und abwechselungsreich. Live Fans sollten auf jeden Fall mal reinhören. Wer Musikmässig auf der rockigen Seite der 90er sozialisiert wurde, sowieso auch. Bis jetzt konnte ich mir Live ohne Ed Kowalczyk einfach nicht vorstellen. Seit kurzen kann ich jetzt doch, und das vollkommen unerwartet.

Update nach zwei Wochen: Ich setze die Gesamtbewertung auf *****, inzwischen haben sich fast alle Songs richtig schön reingefräst und es gibt immer noch was zu entdecken. Klasse Album, kraftvoll, melodisch, abwechselungsreich!


The Turn
The Turn
Preis: EUR 7,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große positive Überraschung, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: The Turn (Audio CD)
Solche Wiederauferstehungen mit einem neuen Sänger können gehörig in die Hose gehen. Und speziell in diesem Fall, mit neuen Frontmann aber ohne die Dynamik und Ausdrucksstärke von Ed Kowalczyk? Der vor allen ja auch zwei sehr starke Soloalben in der Zwischenheit hingelegt hatte. So war es eher ein gemischtes Gefühl das neue Album in der Hand zu halten (den MP3 download Knopf zu drücken ;-). Aber schon nach dem ersten Durchlauf morgens beim Autofahren zur Arbeit waren sofort alle Bedenken an Seite geräumt.

Live funktionieren auch ohne Ed. Die Band dreht musikalisch ein großes Rad und überspringt den eher soften Sound der 00er Jahre und kehrt in die Verspieltheit und Härte der Anfangsalben zurück. Heraus gekommen ist dabei ein richtig gutes Rockalbum, nichts modernes, aber abwechselungsreich und von den Songs her sehr gut zugänglich. Man erkennt sofort, dass die Kernband um Taylor, Gracey und Dahlheimer doch gute Songwriter waren, auch wenn ihr Anteil auf den letzten beiden Live Alben sehr deutlich zurück ging im Vergleich zu den Anfangsjahren. Und man erkennt sofort, dass absolute Profis am Werk sind. Dazu gehört auch der neue Sänger Chris Shinn, der ja nun auch schon ein paar Jahren Erfahrung auf dem Buckel hat. Er singt markant, schreit und flüstert, ganz wie es sich ältere Grungefans wünschen, die besten Beispiele sind wahrscheinlich die beiden Songs SIRENS CALL und THE STRENGTH TO HOLD ON. Andere Songs wie HE COULD TEACH THE DEVIL TRICKS oder WE OPEN THE DOOR werden manche Fans von Aufbau und Struktur her in seelige „Throwing Copper’s“ Zeiten versetzen können. Was an manchen Ecken fehlt ist ein wenig die Eingängigkeit der Songs und die Melodien, die sich sofort festbeissen. Ausser bei dem schon vorab veröffentlichten Song THE WAY AROUND IS THROUGH. Dafür überzeugt aber wie schon gesagt die musikalische Umsetzung. Manche Songs sind einem klaren Live Kosmos verpflichtet, aber an anderer Stelle hört man auch ungewohntes, in 6310 RODGERTIN DR. beispielsweise, das von der Schwere her nach einer Soundgarden Variation klingt.

Fazit: Kein absolutes Killeralbum, aber unerwartet gut und abwechselungsreich. Live Fans sollten auf jeden Fall mal reinhören. Wer Musikmässig auf der rockigen Seite der 90er sozialisiert wurde, sowieso auch. Bis jetzt konnte ich mir Live ohne Ed Kowalczyk einfach nicht vorstellen. Seit kurzen kann ich jetzt doch, und das vollkommen unerwartet.

Update nach zwei Wochen: Ich setze die Gesamtbewertung auf *****, inzwischen haben sich fast alle Songs richtig schön reingefräst und es gibt immer noch was zu entdecken. Klasse Album, kraftvoll, melodisch, abwechselungsreich!


Big Music-Deluxe Box
Big Music-Deluxe Box
Preis: EUR 14,48

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Deine zweite eigene LP „New Gold Dream“ war …, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Big Music-Deluxe Box (Audio CD)
… dann hast Du einfach keine Chance und bist auf ewig einkassiert. Meinen erste Stereoanlage bekam ich mit 12, darin enthalten ein wunderbarer Plattenspieler. „New Gold Dream“ war so ziemlich genau meine zweite selbst gekaufte LP. Die erste war das großartige „Primitive Man“ von Icehouse, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Warum ich das schreibe? Damit niemand, der überhaupt noch weiterliest, die Frage stellt, ob es nicht etwas objektiver geht bei der Bewertung von „Big Music“. Nein, geht es nicht :-)

„Big Music“ gesellt sich nahtlos in der Reihe der beiden letzten guten Simple Minds Alben ein. Nach einen gewissen Durchhänger Ende der 90er, Anfang der 00er, haben SM ja wieder die Kurve bekommen und sich nicht mehr geschämt, dass zu machen, was sie am besten können. Epische Klänge, pompöse Melodie, unendlicher Pathos in den Texten und der Stimme, genau an der Schnittstelle zwischen Pop und Rock. Und „Big Music“ ist genau das was der Titel sagt! Auch wenn einige jüngere Produzenten (keine Bange, der Langzeitwegbegleiter Steve Hillage ist aber auch an den Reglern unterwegs) und Co-Autoren (Iain Cook von Chvrches, sehr empfehlenswert übrigens) am Werke sind, ist ein typisches SM Album heraus gekommen. Allerdings etwas weniger rockig als das Vorgängeralbum „Graffiti Soul ”, dafür deutlich elektronischer und synthilastiger, wobei der kräftige Beat von Mel Gaynor natürlich nicht fehlt.

Anspieltipps für Unentschlossene, falls es die überhaupt gibt oder jüngere Musikliebhaber, die nach und nach die Urväter für sich entdecken. Natürlich die schon bekannte Single HONEST TOWN, in der untypisch für die Band sehr persönliche Themen angesprochen werden. Es geht um die Kindheitserinnerung von Kerr, ausgelöst durch den Tod seiner Mutter. KILL OR CURE, das direkt aus den 80er zu kommen scheint, nichts ist modern an diesem Song, was ihn recht liebenswert macht. Das optimistische LET THE DAY BEGIN, ein Cover der leider nicht so populären Band the Call, das nach einem etwas trögen Auftakt doch noch die Kurve bekommt. Der Titelsong BIG MUSIC kombiniert alle klassischen Merkmale, eine kleine pathetische Hymne, wunderbare Synthi Sounds und mächtige Drums. MIDNIGHT WALKING besticht vor allen durch seinen grossartigen Anfang. IMAGINATION gehört zu den etwas flotteren Nummern, die eher von der Gitarre dominiert werden. Natürlich gibt es auch ein paar Songs die nicht sofort heraus stechen. CONCRETE AND CHERRY BLOSSOM zum Beispiel, das ähnlich wie KILL OR CURE stark mit 80er Versatzstücken spielt, dies aber leider nicht so smart schafft.

Für mich aber trotzdem volle Punktzahl, Begründung siehe im ersten Absatz ;-)
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2014 12:37 PM CET


Big Music
Big Music
Preis: EUR 6,97

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Deine zweite eigene LP „New Gold Dream“ war …, 31. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Big Music (Audio CD)
… dann hast Du einfach keine Chance und bist auf ewig einkassiert. Meinen erste Stereoanlage bekam ich mit 12, darin enthalten ein wunderbarer Plattenspieler. „New Gold Dream“ war so ziemlich genau meine zweite selbst gekaufte LP. Die erste war das großartige „Primitive Men“ von Icehouse, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Warum ich das schreibe? Damit niemand, der überhaupt noch weiterliest, die Frage stellt, ob es nicht etwas objektiver geht bei der Bewertung von „Big Music“. Nein, geht es nicht :-)

„Big Music“ gesellt sich nahtlos in der Reihe der beiden letzten guten Simple Minds Alben ein. Nach einen gewissen Durchhänger Ende der 90er, Anfang der 00er, haben SM ja wieder die Kurve bekommen und sich nicht mehr geschämt, dass zu machen, was sie am besten können. Epische Klänge, pompöse Melodie, unendlicher Pathos in den Texten und der Stimme, genau an der Schnittstelle zwischen Pop und Rock. Und „Big Music“ ist genau das was der Titel sagt! Auch wenn einige jüngere Produzenten (keine Bange, der Langzeitwegbegleiter Steve Hillage ist aber auch an den Reglern unterwegs) und Co-Autoren (Iain Cook von Chvrches, sehr empfehlenswert übrigens) am Werke sind, ist ein typisches SM Album heraus gekommen. Allerdings etwas weniger rockig als das Vorgängeralbum „Graffiti Soul ”, dafür deutlich elektronischer und synthilastiger, wobei der kräftige Beat von Mel Gaynor natürlich nicht fehlt.

Anspieltipps für Unentschlossene, falls es die überhaupt gibt oder jüngere Musikliebhaber, die nach und nach die Urväter für sich entdecken. Natürlich die schon bekannte Single HONEST TOWN, in der untypisch für die Band sehr persönliche Themen angesprochen werden. Es geht um die Kindheitserinnerung von Kerr, ausgelöst durch den Tod seiner Mutter. KILL OR CURE, das direkt aus den 80er zu kommen scheint, nichts ist modern an diesem Song, was ihn recht liebenswert macht. Das optimistische LET THE DAY BEGIN, ein Cover der leider nicht so populären Band the Call, das nach einem etwas trögen Auftakt doch noch die Kurve bekommt. Der Titelsong BIG MUSIC kombiniert alle klassischen Merkmale, eine kleine pathetische Hymne, wunderbare Synthi Sounds und mächtige Drums. MIDNIGHT WALKING besticht vor allen durch seinen grossartigen Anfang. IMAGINATION gehört zu den etwas flotteren Nummern, die eher von der Gitarre dominiert werden. Natürlich gibt es auch ein paar Songs die nicht sofort heraus stechen. CONCRETE AND CHERRY BLOSSOM zum Beispiel, das ähnlich wie KILL OR CURE stark mit 80er Versatzstücken spielt, dies aber leider nicht so smart schafft.

Für mich aber trotzdem volle Punktzahl, Begründung siehe im ersten Absatz ;-)


Devotion - The Gold Edition (Deluxe Version)
Devotion - The Gold Edition (Deluxe Version)
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlicher Soulpop, 15. März 2014
Absolute Zustimmung für den Vorredner! 'Devotion', das Debutalbum von Jessie Ware ist sehr gut gelungen, schafft den Spagat zwischen Soul und Pop, ohne sich an modernere House und R'n'B Sounds anzulehnen oder anzubiedern. Dabei wird nie überzogen, nie geht es in Richtung Kitsch oder Bombast, jeder Ton wirkt wohlplaziert, alles ist sehr sophisticated und elegant.

Anspieltipps: Als erstes die Single WILDEST MOMENTS, auch wegen des schönen Videos. Die umwerfende Ballade TAKING IN WATER. Der pure Funk auf SWEET TALK. Das elektronisch anmutende STILL LOVE ME und die vertonte Liebesaffaire auf dem Titelsong.

Und und und. Absolut aufregend und neu, kein Anbiederung an alte Größen im 80er Soundgewand und den Retro 60er Soul.


Chuckles and Mr.Squeezy (Jewel)
Chuckles and Mr.Squeezy (Jewel)
Preis: EUR 8,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders, gleich, simplifiziert, 23. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Chuckles and Mr.Squeezy (Jewel) (Audio CD)
Das wird jetzt schwierig, das wird richtig schwierig.

Für mich sind ,El Cielo` und ,Catch without arms' unter den Top 10 der Inselplatten und ich empfehle die Jungs seit Jahren mantramässig weiter. Wegen all der Attribute, wie sie immer wieder von Fans genannt werden: verspielt, emotional, mehrschichtig, unerwartet, genial, epische Tiefe. Das aktuelle Album geht dabei in eine etwas andere Richtung. Guitarist Mark Engles hat es in einem Interview so beschrieben, ,Chuckles And Mr. Squeezy` ist eine Abkehr Platte. Es ist aber keine komplette Abkehr von dem was Dredg eigentlich ausmacht, weder vom dem starken Storytelling, noch von den treibenden Drums und Percussions eines offensichtlich verrückten Drummers, oder von der herausragenden Gitarrenarbeit, sowohl an Lead Guitare als auch auch am Bass. Vielmehr sind noch alle Bestandteile vorhanden, werden nur reduzierter und anders zusammengesetzt. Kombiniert mit der mechanischen und synthetischen Exzellenz des Produzenten Dan the Automator (ob der so im Adressbuch steht?). Dabei kommt etwas anderes heraus, eine Entwicklung zur Simplizität, die sich vielleicht schon auf den letzten beiden Alben andeutetet oder auch, je nach dem mit welchen Fanohr man es hört, etwas komplett neues, an das man sich erst herantasten muss, um es im Detail zu erfassen.

Zu den Songs: ANOTHER TRIBE gibt die neue Richtung vor, poppig, eingänglich und syntheziserlastig. Irgendwo las ich was von a-ha Sequenzern, aber das ist natürlich masslos übertrieben. Die Vocals von Gavin Hayes zeigen wie immer deutlich, dass Dredg eben nicht klingt wie eine andere Band. Die Lyrics lassen das bekannte Tribal Image der Band neuaufleben, aber auch textlich reduzierter als in manchen Songs aus dem Backkatalog. DOWN WITHOUT A FIGHT folgt dieser synthetischen Spur, allerdings etwas härter und marschierender. UPON RETURNING wechselt sie dann, mit einem simplen aber antreibenden Rockriff, dass ein wenig nach oldschool Hard Rock klingt. Faszinierender Song, der auch auf ,Catch without Arms` gepasst hätte. THE TENT ist wieder ein Richtungswechsel, ein langsamer Funk Song mit Portishead Anleihen, der deutlich den Einfluss von Dan the Automator (was für ein Name übrigens, ich kann ihn nicht oft genug schreiben) zeigt. Das akustische KALATHAT, in dem die Geschichte eines High-Tech Professionals erzählt wird, der Eitelkeit und Erfolg über die Liebe seiner Familie stellt, ist wunderschön und einer der Höhepunkte des Albums. Überhaupt die Texte, sie sind diesmal zugänglicher, einfacher, haben aber trotzdem genug Substanz, um nicht zu langweilen und an Tiefe zu verlieren. Weitere Höhepunkte sind THE ORNAMENT, als Fragment schon lange bekannt, hier in einer vollen Version. Über einen bombastischen Beat und einen fantastischen Bass entwickelt sich der Song Minute für Minute. Das von nordafrikanischen Rhythmen durchzogene BEFORE IT BEGAN. Und natürlich THE THOUGHT OF LOSING YOU, die Vorabsingle, die den Fans etwas Angst rauben sollte, toller einfacher Song in der Tradition von ,Information`.

Nach den ersten Hördurchgängen hatte ich Angst eine Lieblingsband zu verlieren, nach und nach verstehe diese Aussage mit der Abkehrplatte etwas besser. Mit dem Produzenten bzw. mit der neuen musikalischen Kooperation, hat Dredg mal wieder eine neue Richtung eingeschlagen: diesmal die Komplexität reduziert, die einzelnen Puzzelteile neu zusammengesetzt, Dan the Automator (Yiihaaa) fügt dazu noch ein ganze neue Komponente hinzu. Das haut nicht bei allen Songs hin, bspw. THE SUN GOES DOWN, aber generell ist die Detailverliebheit des Produzenten bemerkenswert, vor allen weil es ihm gelingt, die fantastische Stimme von Hayes in einen perfekten Kontext zu bringen. Dredg hätte sicher ein ,El Cielo 2` produzieren können und ich bin mir sicher, es wäre hervorragend geworden. Aber wir als Fans können leider nicht immer auswählen, was von uns geschätzte Bands abliefern. Oft genug wird ganz im Gegenteil das Stillstandargument gezogen, dass es keine Entwicklung gibt. Das ist bei Dredg definitiv nicht der Fall. ,Chuckles And Mr. Squeezy` ist entdeckenswert.


One Nil
One Nil
Preis: EUR 11,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker gemacht, 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: One Nil (Audio CD)
Durch das plötzliche Erscheinen (und die große Klasse) von „Dizzy Heights“, mußte ich direkt nochmal die beiden schon etwas älteren Soloalben in Ruhe hören. ‚One Nil‘ von 2001 schneidet dabei etwas besser ab als ‚Try whistling this‘ von 1998. Während das erste Soloalbum mit allen Mitteln versuchte, nicht mehr nach Crowded House zu klingen, hat sich Neil Fin auf seinem zweiten Soloalbum wieder etwas mehr entspannt und locker gemacht, wieder mehr Wert auf Melodien und Arrangements gelegt. Dabei kamen solche Songperlen heraus wie REST OF THE DAY OFF, WHEREVER YOU ARE, LAST TO KNOW, DRIVING ME MAD oder INTO THE SUNSET, die Finn als das zeigen, was er ist – ein großartiger Songschreiber mit einem goldenen Händchen für simple, eingängige Melodien. Und ja, natürlich, ‚One Nil‘ klingt wieder mehr nach Crowded House als der Vorgänger, aber das liegt einfach in der Natur der Sache, auch wenn auf diesem Album viele gute Gastmusiker wie Sheryl Crow oder Wendy & Lisa ihren Abdruck hinterlassen.

Natürlich wurde ‚One Nil‘ vor 13 Jahren kein Hit, tauchte in keinen Top 10 Charts auf außer vielleicht in Neuseeland, da bin ich aber gerade zu müde um das nachzuschauen ;-). Aber darauf kommt es bei Neil Finn’s Musik ja auch gar nicht mehr an, dass er Charts kann hatte er schliesslich schon ausreichend in den 80ern und 90ern bewiesen. Dass er aber eine anscheinend nie enden wollende Quelle von Melodien ist, ein Mensch der immer auf der Suche nach dem perfekten Popsong ist, wissend, dass es ihn nicht gibt und trotzdem weiter macht, das wird erst in den letzten Jahren nach dem Abklingen des Massenerfolges immer deutlicher. Er kann nicht anders als Musik zu machen und das wissen glücklicherweise ja immer noch einige zu schätzen.


Helios
Helios
Wird angeboten von Great Price Media EU
Preis: EUR 7,00

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Altmodisch, 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Helios (Audio CD)
The Fray hatten einen komischen Start in Musikbusiness, ihr Debutalbum, das sie als vielleicht beste Britpop Band in den USA qualifizieren konnte, lag fast zwei Jahre bleischwer in den Regalen, bevor ihr Song „How to safe a life“ zum Hit wurde und das Debut auch in die Höhen der Charts schob. Seitdem haben sie gute Verkäufe, Fans die sie schätzen, und mit Epic ein globales Plattenlabel, dass sie zwar global pusht, die Band aber eigentlich in Ruhe vor sich hintüfteln lässt.

„Helios“ ist schon Album Nummer 4 und es schafft den Spagat zwischen den soften, ansprechenden Gitarrensongs der ersten Alben und neuen Klängen und Tönen. Auf der vertrauten Seite, die the Fray ein wenig wie die US Mischung aus Coldplay und Travis wirken lassen, sind solche melodischen Songs wie das hymnische HOLD MY HAND, HOLD, oder die beiden Schlusssongs SHADOW AND A DANCE und SAME AS YOU. Diese Songs transportieren die schöne, manchmal melancholische Stimmung der ersten beiden Alben. Auf der anderen Seite wagen sich the Fray aber auch auf neues Terrain. HURRICANE ist Elektropop mit einem feinen Ohrwurm Refrain, GIVE IT AWAY bewegt sich rhythmisch an der Grenze zu Paul Simon „Graceland“, SHADOWS hat die bedrückenden beats und Stimmung eines frühen Peter Gabriel. Klasse!

Alles in allem kein Album, das die Musikwelt revolutionieren wird oder neue Massen in die Arme von the Fray treiben wird. Aber ein charmantes Album, dem man anmerkt, dass es ohne Druck und mit Spaß und Liebe zur Musik gemacht wurde. Fast schon altmodisch … ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 21, 2014 8:52 AM CET


St.Vincent
St.Vincent
Wird angeboten von positivenoise
Preis: EUR 19,01

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die verrückte Wissenschaftlerin, 21. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: St.Vincent (Audio CD)
Wenn man Annie Clark schon etwas länger folgt, fällt es schwer vor einem neuen Album nicht neugierig, gespannt und ein wenig aufgeregt zu sein. Egal ob Solo oder in Kollaboration mit anderen Musikern (ich kriege immer noch glänzende Augen wenn ich dran erinnere, wie ich das erste Mal 'Love This Giant' mit David Byrne im Herbst 2012 gehört haben), man kann sich eigentlich immer nur sicher sein, dass man etwas Neues kennen lernen darf. St. Vincent wirkt nicht nur wegen des Album Covers jetzt wie eine dieser verrückten Wissenschaftler aus Filmen und Comics, die mit großer Liebe zum Detail viel Bekanntes zu etwas Neuen zusammenbasteln.

Der Albumopener RATTLESNAKES verdeutlicht ihren Ansatz sofort. Über einem elektronischen Beat, der aus einem 80er Jahre Videospiel stammen könnte erzählt Clark die Geschichte ihres (realen) Wüstenerlebnisses, der Song endet dann im fast schon chaotischen Gitarrenchaos. Was auch sofort neben dem musikalischen Eklektizismus auffällt, ist dass Clark sich nicht zurückhält, auch kritische gesellschaftliche Themen zu vertonen. Die erste Single BIRTH IN REVERSE ist ein eindringlicher Weckruf gegen die allgegenwärtige Lethargie und das sich Einlullen lassen. DIGITAL WITNESS setzt sich mit dem Thema auseinander, wie Technologie immer mehr Kontrolle über uns erhält, auch dadurch dass es vielen gar nicht mehr möglich ist, sich Wohlzufüllen und Glücklich zu sein, wenn sie das nicht real time der ganzen Welt über Facebook, Twitter und Konsorten mitteilen können. All wird dargeboten umrandet von chaotischen Gitarren, den Blasinstrumenten, die aus der ‚Love this Giant‘ Session herübergerettet wurden, blubbernden Synthies und sogar manchen extrem funkigen Prince Gitarren. Selbst so liebliche Songs wie HUEY NEWTON, die fröhlich als Popsong beginnen, haben eine Sollbruchstelle, hier die plötzlich einsetzenden verzerrten Gitarren, die einen massiven Bruch zur süsslichen Schwere der ersten Songhälfte haben. Höhepunkt des Experimentieren ist BRING ME YOUR LOVES, tonnenschwerer Heavy Metal trifft auf türkisch anmutende Rhythmen. Was sich beim Lesen vielleicht etwas „krank“ anhört, beim Hören elektrisiert es sofort. Dieser musikalischen Box der Pandora steht Clark stimmlich natürlich nicht nach. Ihr Gesang verstärkt das Konfliktpotential der Songs, man weis nie, wie sie im nächsten Takt singt, ob sie gegen und mit ihren Gitarren schreit oder ob sie Sirenengleich wundervoll sanft die Ohren umgarnt.

Wer Clark und ihr Produkt St. Vincent schon immer mochte, wird auch das neue Album lieben. Wer sie noch nicht kannte, gerne einen kreativen und freien Geist kennenlernen möchte und bspw. von dem Mix aus Pantera und türkischer Folklore nicht abgeschreckt werden kann :-), der sollte genau wie diesem Album einsteigen und sich weiter nach hinten hören.


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