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Rezensionen verfasst von
goodoldrebel

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Folge 66: Kornkreise
Folge 66: Kornkreise
Preis: EUR 11,40

4.0 von 5 Sternen Leichte Besserung,..., 10. November 2016
Rezension bezieht sich auf: Folge 66: Kornkreise (Audio CD)
...wenn auch kein Vergleich zu den ersten 29 Folgen dieser Reihe.

Vorweg erst einmal meine allgemeine Meinung zu den Highscore-Veröffentlichungen:

Positiv fand ich die Soundeffekte und Musik. Wenn auch eine andere Ausrichtung - weniger Elektronik-, mehr Rockmusik - konnte ich mich damit gut anfreunden. Hier sind beide Produktionen (Lübbe Audio/Highscore) auf Augenhöhe.

Neutral bewerte ich die Neuausrichtung; weg vom Kammerspiel, hin zu mehr Action. Manchmal gelingt das (Totale Vernichtung), manchmal wirkte es zu aufgesetzt, so dass es, überspitzt gesagt, nach einer vertonten Batman-Folge aus den 60ern klingt (nimm das!...Paff)

Negativ fallen mir die Neubesetzungen und Charakterzeichnungen auf. Sicher sind Alexander Turrek und Peter Flechtner an sich sehr gute Sprecher, aber sie klingen so eindimensional, so stereotyp. David Nathan und Dietmar Wunder bieten einfach ein größeres Spektrum an Emotionen. Da war alles dabei, von jugendlicher Unbekümmertheit, Wut, Enttäuschung - und machmal auch bedrohlich. Herrlich, wie die beiden sich in ihren Dialog den Ball zugespielt haben.

Dagegen sind bisher die neuen Charakterzeichnungen einfach nur flach wie Comicfiguren. T-Rex wirkt gelangweilt, gereizt, arrogant und ist zu einem richtigen Klugscheißer und Kotzbrocken mutiert.
Kim dagegen ist der Trottel vom Dienst und darf flache Sprüche absondern, während Nolo das weibliche Pendant zu Georg ist. Sie wirkt nur noch genervt und zickt rum. So unterhalten die Folgen kaum, da sie zu sehr anstrengen.

Das Subtile ist verschwunden, jetzt wird geprügelt, geschossen und geflucht. Der Handlungsstrang zerfasert sich zu kümmerlichen Fäden. Personen und Organisationen werden bei Bedarf aus dem Hut gezaubert, wie man sie gerade braucht (Ludwig II). Das wirkt plump und konstruiert.
Richtig enttäuscht war ich von der Tschernobyl-Folge. So ein tragisches Thema bietet spannende Möglichkeiten, aber anstatt die unheimliche Atmosphäre der verlassenen und verfallenden Stadt Prypjat einzufangen, giften sich die Figuren unentwegt an - und Kim wird endgültig zur Pussy degradiert.

Diese Folge hier ist endlich wieder ein Lichtblick. Gut möglich, dass den Verantwortlichen mittlerweile ebenso die Eindimensionalität ihrer Figuren aufgefallen ist. Georg und Nolo halten mit ihren Rumgezicke zurück und Kim darf auch endlich mal etwas zum Weiterkommen beitragen.
Die Atmosphäre und Geschehnisse konnten mich abholen, ich fühlte mich wirklich im Bus, beim Gespräch vor dem Camper oder auf dem nächtlichen Feld. Auch wenn die Folge nicht ganz an die Glanzlichter der ersten Staffel (1-29) heranreicht, ist sie doch kurzweilig und unterhaltsam.

Zum Schluß noch ein kurzes Aufseuzen meinerseits:
Ich denke oft an die Folge 29 zurück, als sich endlich der Schleier über den beiden großen Hintergrundakteuren Ian und Nat zu lüften schien. Die Symbolik der Kathedrale von Reims, die Andeutungen über den Ost-/Westkonflikt - das gab den ganzen Handlungen einen Rahmen. Leider hat die Reihe diesen Rahmen verloren und die Motive purzeln zu Boden ohne ein Bild zu ergeben.


The Last Ship - Staffel 1 [3 DVDs]
The Last Ship - Staffel 1 [3 DVDs]
DVD ~ Eric Dane
Preis: EUR 10,99

11 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterhaltsam wie Fußpilz,..., 10. April 2016
Rezension bezieht sich auf: The Last Ship - Staffel 1 [3 DVDs] (DVD)
...selbst in den 80ern hätte man sich für dieses Navy-Werbefilmchen in Grund und Boden geschämt. Die toughen US-Boys und -Girls sind unverwundbar gegenüber Raketen- und Hubschrauberangriffe und können sich nur selbst besiegen. In der ersten Folge - für mehr hat es bei mir nicht gereicht - geht nur ein Mann verlustigt, weil der zu blöd war, eine Treppe hinunterzulaufen.

Aber die Mannschaft dient sowieso nur als Staffage für einen Commander/Captain, der überall vorneweg geht - egal, ob beim Spähtrupp oder als "lebende Sicherung" für seine Jolle. Dabei hält er so kernig den Quadratschädel in die Kamera, rollt fürchterlich mit den Augen und spannt die Kiefermuskulatur an, dass die Serie bestenfalls als Satire ohne Pointe durchgeht. Unterhaltung für Melonen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2017 11:22 PM MEST


Little Victories
Little Victories
Preis: EUR 18,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholich, rau, dreckig - genial!, 2. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Little Victories (Audio CD)
So präsentiert sich das Album dem geneigten Hörer, welches oberflächlich mit "In The Meantime" und "Missing You" brüchig und sperrig einsteigt, beim genauen Hinhören im Unter- und Hintergrund jedoch die melodische Instrumentierung der Appalachen offenbart, was im Song "You Lie To Me When You Call My Name" seine Fortsetzung findet.

Etwas Auflockerung bringt "Low Down Ramblin Blues" mit dem verstärkten Einsatz der E-Gitarre, bevor mit "Nothing On Me" ein erster melodischer Höhepunkt erreicht wird. Allerdings darf man auch bei diesem Song weder Good-Feel-Music oder gar einen Partykracher erwarten. Textzeilen wie:
...
I CAUGHT A .22 BULLET IN THE THIGH ONE NIGHT
TRYIN' TO BREAK UP A BARROOM FIGHT
WENT HOME CUT IT OUT WITH MY OL' BUCK KNIFE
...
berichten vom täglichem Überlebenskampf und nicht von Dolce Vita.

Vielmehr freut man sich in "Little Victories" über die kleinen Siege, welche sich in meinen Ohren doch so groß anhören.
Diesen "kleinen Sieg" zelebriert Chris hier im Duett mit einem seiner musikalischen Vorbilder John Prine und es ist ein Genuß den beiden hier zuhören zu dürfen.

"You Can't Trust No One" beschließt die "Triologie der Melodik". Die Melodie geht eingängig in das Ohr, der Text heftet sich ins Hirn und berührt das Herz:
...
I TOOK MY CHILDREN IN MY ARMS GONNA KEEP 'EM CLOSE TO ME
THE WORLD JUST KEEPS ON CHANGIN' I DON'T LIKE WHAT I SEE
...
Jeder der noch nicht zum Zombie mutiert ist und das Geschehen in Politik und Gesellschaft aufmerksam beobachtet und zu deuten weiß, kann diesen Zeilen nur allzu gut nachempfinden.

Spartanisch instrumentiert geht es in "Out Of This Hole" weiter. Ein Song wie geschaffen für Chris' Unplugged-Auftritte.

"Jacked Loved Jessie" zeigt noch einmal die rockigere Seite bevor mit der wunderschönen Ballade "Hard Edges" durch den Einsatz des Banjos und der Fiddle viel Southern-Flair versprüht wird.

Mit und auf dem "Lonesome Way" werden wir von Mr. Knight stil- und stimmungsgerecht entlassen; traurig, dass sich hier die Wege erst einmal trennen, aber auch hoffnungsvoll, dass sie sich auf/mit dem nächsten Album wieder kreuzen werden.
Warum nicht einmal ein Live-Album, Mr. Knight? Vielleicht ein Doppel-Album, Solo und mit Begleitband? Ich würde es mir so wünschen.
Thank you for you work and music, Chris!!!

Fazit:
Kein Album für zwischendurch und es erfordert sicherlich eine gewisse Grundstimmung des Hörers. Das ist keine Musik für den Ballermann; das ist Musik für die, welche es schwer haben, die aber nicht aufgeben und weitermachen.
Wir gewinnen keine Preise, sondern erringen bestenfalls kleine Siege - so einen wie dieses Album. Wenn wir aber genauer hinsehen, dann erkennen wir, dass wir hier ein Stück Liebe, Authenzität und Zeitlosigkeit in Händen halten. Gibt es eigentlich größere Siege? Für mich nicht.


Offenbarung 23, Das brisanteste Paket der Welt, 1 Audio-CD
Offenbarung 23, Das brisanteste Paket der Welt, 1 Audio-CD
von Jan Gaspard
  Audio CD
Preis: EUR 8,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gaaaanz, gaaaanz großes (Ohr-)Kino, 21. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Handwerklich lässt diese Folge keinerlei Wünsche offen; Sprecher, Ton, Regie und Dramaturgie sind erstklassig und bringen uns wieder in eine/die Geschichte/Gegenwart/Zukunft, die einfach "multidimensional" ist.
Eine Handlung die aufklärt, belehrt und unterhält. Eine Geschichte mit einer Tiefe, dass dagegen alle andere Produktionen -egal aus welchem Bereich- dagegen das Profil eines weißen Batt Papiers aufweisen, so platt sind sie.
Hier ist es mit nicht mit dem Hören getan, vielmehr kann/muß man selbst aktiv werden und erhöht somit gewissermaßen seinen Anteil an der Geschichte.


Offenbarung 23 - Folge 46: Lizenz zum Gelddrucken
Offenbarung 23 - Folge 46: Lizenz zum Gelddrucken
von Sebastian Pobot
  Audio CD
Preis: EUR 8,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Volle Punktzahl,...., 1. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... auch wenn ich augenblicklich erst einmal damit wohl alleine dastehe.

Das Handwerkliche - also Regie, Ton, Sprecher etc. - ist top und finde eigentlich kaum einen Grund zu meckern.
Vielleicht die Musikuntermalung in der Anfangssequenz, welche mit künstlichen Streichern(!) etwas dick aufträgt. Schade, denn zuerst klingt sie ein wenig retro (nach alten Kassetten-Hörspielen) und sehr mysteriös, so dass sich schnell Spannung und ein Schaudern einstellt, die sich dann aber ganz schnell an den Kampf zwischen Hagen und Dietrich in der Vorgängerfolge anlehnt und somit das Gruselgefühl ablöst. Aber mich würde es nicht wundern, wenn hier die Nibelungen mit der Musik bewusst "zitiert" werden.

Die Folge selbst ist sehr actionlastig und könnte fast als Bond-Film durchgehen. Dass ich mich mit den neuen Sprechen arrangiert habe, erleichtert mir persönlich mich besser auf die Handlung einzulassen. Die ersten Folgen der neuen Produktion habe ich gerade noch wegen der Action-Sequenzen bemängelt, da hier schnell Dialoge/Monologe entstehen, die auf den ersten Blick wenig authentisch wirken ("Drei gegen einen ist unfair..." "...keine Waffen; die wollen mich also lebend..."etc.). Mit einer solchen Aufbereitung hatte ich so zuerst meine Schwierigkeiten, bis ich akzeptieren konnte, dass dies auch oft die Gedankengänge des Protagonisten sind und ansonsten Stilmittel, visuelle Handlungen überhaupt akustisch darstellen zu können.

Mit den scheinbaren Handlungbrüchen (wie konnte sich T-Rex aus der letzten Situation befreien...) komme ich sehr gut klar. Ich bin z. B. ein "Quereinsteiger", d. h., dass ich Filme/Bücher gerne mittendrin anfange, da ich mir so nicht nur Gedanken über die zukünftige Entwicklung der Handlung, sondern auch über die Vorgeschichte/Vergangenheit machen kann. Für mich bietet eine Geschichte so doppeltes Vergnügen.
Der Bruch ist also bei mir gespeichert und ich freue mich auf die Auflösung, aber die Konzentration sollte den folgenden, aber auch vergangenen Geschehnissen gelten, damit die in einen passenden Kontex gesetzt werden können.
So dürfte der Charakterwandel des Hauptprotagonisten nicht überraschen, da er ja nicht zum ersten Male vorkommt.
Schließlich hatte er ja schon die "bezaubernde Nolo" gewürgt oder eiskalt für Electra den bis dato größten Einzelraubzug der Geschichte durchgeführt.
Erklärungen wurden dafür noch nicht plakativ geboten, vielmehr Anspielungen - ist er Doppelagent (scheinbar schon), ist er ferngesteuert (ist auch schon passiert) oder gar beides? Er könnte aber auch auf eigene Rechnung arbeiten. Wer steuert hier wen, auf welcher Etage befinden wir uns bei diesem oder jenem Ereignis/Vorkommnis?
Ist er überhaupt der Gute? Und was ist das Gute?

Dem Autor sind hier Geschichten/Charaktere/Handlungen gelungen, deren Vielschichtigkeit viele wohl einfach überfordert. Die Hörspielreihe hat etwas von einem Kaleidoskop, deren Folgen immer und immer wieder neue Muster ergeben, wenn man sie dreht und sie so aus einer neuen Perspektive betrachtet. Damit wird eine Nachhaltig erreicht, die ich bei keiner anderen Reihe bisher angetroffen habe.
Hier kann man die Einzelfolgen wieder und wieder hören, während andere Hörspiele (Reihen) beim wiederholten Hören nur noch den Genuss eines gebrauchten Kaugummi bieten können.
Daher kann es für mich hier nur die Höchstwertung geben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2013 7:58 PM MEST


Offenbarung 23 - Folge 45: Rheingold
Offenbarung 23 - Folge 45: Rheingold
von Sebastian Pobot
  Audio CD
Preis: EUR 8,90

5.0 von 5 Sternen Der Offenbarungs-Express dampft in Richtung Rheingold..., 24. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... - und mir gefällts.

So mancher Macher von "Dokumödien" kann sich hier eine Scheibe abschneiden. Das Team von Offenbarung bietet bestes Infotaiment. Denn mal ganz ehrlich, wer hat schon vorher das Rheingold mit Venedig in Verbindung setzen können?

Mittlerweile habe ich mich auch an die Neubesetzungen und -ausrichtung gewöhnt. Die Subtilität wurde ein wenig zurückgefahren und die Action und das Tempo dafür angezogen.
Die neu eingespielten Musikstücke vermitteln mir eine Art "Resident Evil-Feeling", was mir sehr gut gefällt.

Was bleibt, sind Recherchen und Überlegungen, welche die Serie zu einer Art Kammerspiel macht. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber für Freidenker und Neugierige eigentlich eine Fundgrube.

Letztendlich finde ich es traurig, dass hier in Deutschland so innovative Autoren wie Jan Gaspard ein Nischendasein fristen. Hier reicht es gerade für eine Hörspiel-Reihe - in anderen Ländern hätte eine solch außergewöhnliche Idee längst schon den Weg auf den Bildschirm gefunden. Hier wären die Gebührengelder der "Öffentlich-Rechtlichen" doch wirklich einmal gut angelegt.


Gruselkabinett - Folge 77: Das Feuer von Asshurbanipal
Gruselkabinett - Folge 77: Das Feuer von Asshurbanipal
Preis: EUR 8,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich mal wieder ein gutes Hörspiel., 20. Mai 2013
Recherche, Expedition, Abenteuer - eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Da verzeihe ich gerne, dass sie vielleicht etwas zu geradlinig ausgefallen ist.
Zudem trüben kleine Patzer das Bild und verhindern so die Höchstwertung von meiner Seite. So wirkt der Jubel von El Mekrus Mannschaft dann doch etwas hineingeschnitten und auch die Schlussfolgerung Clarneys, dass es sich bei den Wesen um uralte Außerirdische handeln muß, wirkt ziemlich willkürlich.
Hier wäre es vielleicht angebracht gewesen, den Helden mehr Informationen über das Necronomicon zukommen zu lassen. Eine alte Inschrift oder ein Überlebender vielleicht?

Die Sprecher sind sehr gut, David Nathan und Tayfun Bademsoy sogar grandios. Wobei gerade Tayfun Bademsoy für mich eine erfreuliche Neuentdeckung ist. Tayfuns und Davids Spiel erzeugten wirkliche Bilder in meinem Kopf.
Wolfgang Pampel als Steve Clarney fällt geringfügig ab, da sein Agieren als etwas gelangweilt bei mir ankommt. Dennoch ist er ganz klar die Idealbesetzung für einen westlichen Abenteuerer.

Die Story von Robert E. Howard ist herrlich konventionell und altmodisch, so dass man sich schnell in eine Produktion der 30er und 40er Jahre versetzt fühlt.
Das wieder einmal gelungene Cover unterstreicht das noch mal eindeutig.

Toll, ich freue mich, dass ich trotz anderslautender Ankündigung doch noch nicht von der Reihe abgewandt und diese Produktion abgewartet habe.


Gruselkabinett - Folge 76: Das Teufelsloch
Gruselkabinett - Folge 76: Das Teufelsloch
Preis: EUR 8,00

6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Seltsam! Aber so steht es geschrieben..., 19. Mai 2013
... möchte man bei diesem Hörspiel ausrufen. Wer kennt sie nicht, die Comic-Reihe "Gespenster-Geschichten". Ähnlich platt, aber mit weniger Unterhaltungswert, kommt dieses Hörspiel daher.
"Das Teufelsloch" heißt die Geschichte , in welchem zwei Freunde um eine Frau kämpfen - ein Plott, der wahrscheinlich schon zu Zeiten seiner Entstehung nicht gerade den Preis für Innovation gewonnen hatte.
Hier aber wird sie dann noch dermaßen lieblos dargeboten, dass sich Titania ernsthaft die Frage gefallen lassen muss, ob sie überhaupt noch Lust an ihrer Arbeit verspüren.

Die Charaktere sind überaus unsympathisch und ihre Handlungen kaum nachvollziehbar.
Zum Beispiel wird eben noch der Vorschlag zur "Verlosung" der Angebetenen kategorisch abgelehnt, um im gleichen Augenblick aber überzeugt zuzustimmen.
Auch machen die beiden Männer niemals den Eindruck, auch tatsächlich Freunde (gewesen) zu sein.
Das Objekt der Begierde, die junge Frau agiert geradezu phlegmatisch. Da kann sich der ins Hintertreffen geratene Bewerber noch so dreist und bösartig verhalten - sie kommt nicht ernsthaft auf den Gedanken dieses Gebaren zu hinterfragen oder gar zu sanktionieren.
Vermutlich sollen die Figuren als innerlich zerissen dargestellt werden, aber Titania schafft es nicht, dies auch tatsächlich umzusetzen.
So konnte ich als Hörer nicht mitgenommen werden.

Auch kamen mir die Sturmszenen nicht sonderlich authentisch vor; da hätte ich mir mehr Einsatz der Sprecher (oder der Regie) erhofft.Mittlerweile macht sich bei mir der Eindruck breit, dass Titania die Hörspiele lieblos herunterproduziert - Massenware irgendwie.

Der eine Stern steht für das stimmungsvolle Cover. Der Rest ist so seicht, dass man die Geschichte am liebsten in irgendeinem Loch entsorgen möchte.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 28, 2013 2:21 PM MEST


Gruselkabinett - Folge 74: Die Macht der Dunkelheit
Gruselkabinett - Folge 74: Die Macht der Dunkelheit
Preis: EUR 8,00

3 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Nacht der steinernen Leichen!, 22. April 2013
Die Macht der Dunkelheit wartet mit einem stimmungvollem Titelbild und einem interessanten Plot auf. Ein Paar zieht auf das Land und entdeckt in der Nähe eine Kapelle, welche die Sarkophage zweier Ritter, deren schlechter Leumund sich bis in die Gegenwart gehalten hat, beherbergt. Eine klassische Gespenstergeschichte, welche die Erwartungshaltung in die Höhe schnellen lässt!

Um es direkt vorwegzunehmen - dieser Erwartungshaltung konnte nicht entsprochen werden.
Da ist zum einen die Handlung, welche in Teilen nicht ganz nachvollzogen werden kann.Wie kann sich ein fast mittelloses Paar sich ein Haus und eine dazugehörige Haushälterin leisten?
Zudem unterläuft der ansonsten guten Sprecherin Brigitte Kollecker-Frank einen richtigen Patzer - ihre düstere Vorahnung in der Kapelle klingt lustlos, uninspiriert und gleicht eher einem Schlafanfall. Hier ging für mich schon viel Atmosphäre verloren

Der nächste Spannungstöter ist, das keinerlei Erkundigungen über die Vergangenheit eingeholt werden und/oder eine genaue Erforschung der Örtlichkeit erfolgt. Vielmehr nimmt eine Geschichte in der Geschichte einen großen Teil der Erzählung ein; die ist zwar ganz nett, aber trägt eigentlich nichts zum Spannungsbogen bei.
Dafür kommt das Ende so jäh und einfalltslos, dass darüber wiederum ein weiterer Stern verloren geht.
Verbleiben ganze zwei von fünf möglichen. Diese vergebe ich für die Produktion und die Sprecher.


Gruselkabinett - Folge 75: Weiß
Gruselkabinett - Folge 75: Weiß
Preis: EUR 8,00

4 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Interessante Idee,..., 22. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Gruselkabinett - Folge 75: Weiß (Audio CD)
... aber leider schlecht umgesetzt - zumindest inhaltlich. Produktionstechnisch genügt das Hörspiel überwiegend höchsten Ansprüchen. Die guten Sprecher, die stimmungsvolle und gut platzierte Musik und authentische Geräuche könnten für ein wohliges Schauern sorgen, wenn dramaturgisch nicht gepatzt würde und das Skript überzeugender wäre.

Warum entscheidet sich der Duke de Rohan gerade für einen jungen und auch anscheinend gutaussehenden Arzt und klärt ihn nicht ausführlich über den genauen Sachverhalt auf?
Was qualifiziert Dr. Elveston und warum erkennt der Aufgraggeber nicht, dass sich der Mediziner offensichtlich in die Patientin verliebt hat?
Warum fragt der Arzt auch nicht konkret über die Symptome, Auffälligkeiten und über die Diagnosen anderer Ärzte?
Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen dem Arzt Elveston und des Duke de Rohan wird nicht überzeugend aufgezeigt. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie ein solches Vertrauensverhältnis unter diesen Umständen entstehen konnte.
Vielmehr wird die Geschichte künstlich aufgeblasen und sich dabei einer Ausdrucksweise bedient, die einfach nur noch affektiert wirkt.

Johannes Raspe ist scheinbar ein wirklich guter Sprecher mit einer angenehmen Stimme. Aber als Dr. Elveston wirkt er überspielt. Die anderen Sprecher, allen voran Niels Clausnitzer als der Duke de Rohan und Stephanie Kellner als Blanche, machen einen grandiosen Job und retten damit das Hörspiel vor dem endgültigen Absturz.

Ich bin von Anfang an ein treuer Hörer der Reihe, mittlerweile machen sich aber deutliche Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Glanzlichter entstehen scheinbar nur noch, wenn auf Material außerhalb der Schauerromantik zurückgegriffen wird (H. P. Lovecraft).
Innerhalb dieser wirkt alles gekünstelt und übertrieben. Schon alleine der Beginn der meisten Folgen beginnt klischeehaft mit einer klavieruntermalten Rückschau.
Zudem machen sich immer häufiger sprachliche Patzer bemerkbar. So wird zum Beispiel in diesem Hörspiel "einem Wunsch Folge geleistet" anstatt ihm zu "entsprechen".

Fazit:
Nach 75 Folgen verlasse ich die Reihe, welche wirklich großartige Produktionen vorzuweisen hat, mittlerweile aber zu einer Karrikatur abgestiegen ist.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 28, 2013 2:28 PM MEST


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