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Beiträge von Ingmar Kühl
Top-Rezensenten Rang: 3.881.969
Hilfreiche Bewertungen: 22

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Rezensionen verfasst von
Ingmar Kühl "hackinglisp" (Hamburg)
(REAL NAME)   

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Seite: 1
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Brodelndes Eis
Brodelndes Eis
von Gaby Gawlitza
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,80

2.0 von 5 Sternen Nette Idee, aber Mängel in der Umsetzung, 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Brodelndes Eis (Taschenbuch)
Die Autorin fängt ganz gut an. Das erste Kapitel ist spannend. Eine grollende Welle überrollt die Faröer-Inseln. Auf der persönlichen Ebene sieht man aber schon, dass Frau Gawlitza zur Kitschigkeit neigt.

Spätestens im zweiten Kapitel kommt der Roman in Form eines Groschenromans daher, bestenfalls als eine Art Rosamunde Pilcher Geschichte. Die persönlichen Dialoge wirken banal. Die Charaktere bleiben unscharf und oberflächlich.

Wenn es um die wissenschaftlichen Fakten geht, ist die Autorin wesentlich solider unterwegs. Die Idee ist gut, aber man muss doch sagen, dass es hier deutliche Anleihen beim Schwarm gibt (Tsunami als Folge von Schelfrutschungen auf Grund sich zersetzenden Metanhydrats).

Die Geschichte wirkt plump. Alles wirkt zufällig (zufälliges Treffen mit Wissenschaftlern am Rande eines Kuraufenthaltes, Vorlesung der Tochter der Haupterzählperson über die isländischen Vulkane und die potentielle Rutschungsgefahr dadurch). Es werden im Buch keine tiefergehenden Fragen diskutiert (wie z.B. die vom Menschen gemachte Klimaerwärmung oder der Zwiespalt zwischen den Kulturen wie bei Høeg). Das Buch ist phänomenologisch orientiert und bleibt daher oberflächlich. Sinnbild hierfür ist der Hang zu latentem Luxus und das Dahinschmachten bei jedem halbwegs gut aussehenden Mann.

Dies ist total schade, da die Thematik alles für einen Bestseller bieten würde.


Let Over Lambda
Let Over Lambda
von Doug Hoyte
  Taschenbuch
Preis: EUR 40,49

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Outstanding, 24. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Let Over Lambda (Taschenbuch)
Es gibt nur wenige Entwickler, wie Douge Hoyte oder Paul Graham, die die Mächtigkeit von Lisp voll erkannt haben. Dies liegt an so verschiedenen Eigenschaften wie der homoikonischen Spracheigenschaft, functions are first order data objects, der interaktiven REPL, oder den in seinem Buch beschriebenem Makro-System. Hiermit ist es jederzeit möglich bottom-up zu entwickeln, d.h. sich die Programmierumgebung zu schaffen, die man benötigt. Hoyte schafft es wie ein Künstler sich dieses Themas auf elegante Art und Weise anzunehmen und vermag es in wenigen Zeilen Forth auf Basis von Lisp zu entwickeln. In welch einer Sprache kann man das? Und wenn, dann sind es riesige Software-Systeme. Zusammen mit einem Reader-Macro ist es damit jederzeit möglich jede Programmiersprache in Lisp auszuführen, und das im laufenden Betrieb, das ist einfach das schönste.
Dem Buch ist eine weite Verbreitung zu wünschen, denn "On Lisp" ist mittlerweile ja nun schon vergriffen. Es gibt wenige Bücher, die auf so hohem inhaltlichen Niveau agieren und sich ausschließlich den mächtigen Lisp-Makros annehmen. Darüber hinaus ist seine Perspektive nicht die der KI, ähnlich wie es bei Peter Seibel zutrifft.


Programming Clojure (Pragmatic Programmers)
Programming Clojure (Pragmatic Programmers)
von Stuart Halloway
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,80

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lisp für die reale Welt, 20. September 2010
Lisp erfreut sich auch nach über 50 Jahren einer lebhaften Verwendung und einer mittlerweile wieder prosperierenden "community". Mit dem Buch "Practical Common Lisp" von Peter Seibel wurde deutlich gezeigt, das Lisp nicht nur für die Künstliche Intelligenz und die universitäre Forschung Relevanz hat.
Mit Clojure ist es Rich Hickey und seinem Team von Sprach-Enthusiasten gelungen eine wirklich überzeugende Einbettung der Vorteile von Lisp/Scheme in die reale Welt mit ihren vielen Rahmenwerken, Bibliotheken und Container zu erreichen. Stuart Halloway ist in den meisten Passagen seines Buches durchaus gelungen die relevanten Bestandteile von Clojure darzulegen und auch zu zeigen wie einfach Software-Entwicklung sein kann. Das Buch hat klaren "hands on"-Charakter. Allerdings bedarf es sicherlich einiger Vorbildung in Punkto "Funktionale Programmierung" um mit diesem Buch das Mögliche aus Clojure herauszuholen. Auch die Realisierung der OOP mit den generischen Funktionen hätte man wohl etwas deutlicher artikulieren können. Die Leute von Clojure schreiben immer wieder, das Clojure nicht Objekt-orientiert wäre. Es ist dabei bloß die Art der Implementierung wie sie in Common Lisp zu finden ist. Die Theorie dahinter hätte man tiefgehender beschreiben sollen. Dies ist bei Seibel, aber auch im Buch von Keene besser gelungen. Das Kapitel über die Makros ist meines Erachtens deutlich zu kurz, denn dies ist ja gerade das wichtigste Alleinstellungsmerkmal eines Lisp-Systems. Wie schrib John Forderaro schon: "Lisp is a programmable programming language". Schön war allerdings die Herausarbeit welche Probleme es mit "Tail Recursion" auf einer JVM gibt.
Eine Referenz der wichtigsten Sprachkonstrukte am Ende des Buches wäre sicherlich sinnvoll gewesen. Für den Preis bekommt man allerdings sehr viel. Wäre das Buch teurer gewesen, hätte man wohl nur drei Punkte geben dürfen, so werden es dann aber doch vier.


Preußen und die Marktwirtschaft
Preußen und die Marktwirtschaft
von Erhardt Bödecker
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Werk, 22. Dezember 2009
Gerade in der heutigen Zeit scheint die intellektuelle Beschäftigung mit Preußen sehr gewinnbringend. In einer Zeit des ausufernden Sozialstaats, der seine eigentlichen Aufgaben aber gar nicht mehr bewältigen kann, ist ein Blick auf die Gesellschaft und die Wirtschaft des von Preußen dominierten Kaiserreichs mehr als sinnvoll.
Gar überraschende Fakten werden zutage gefördert und aufgezeigt wie ein funktionierender Staat, mit einer funktionierenden Wirtschaft uns heutigen Deutschen Impulse geben könnte. Gerade die Ansammlung der Fakten auf Seite 9 läßt einen doch mehr als grübeln: eine Analphabetenquote von 0.9%, heutzutage hat die BRD eine von 5%, eine Staatsquote von unglaublichen 14%, statt mittlerweile 50%, als Wissenschaftssprache Deutsch, die besten Universitäten der Welt, mehr als 20 Nobelpreise, heute freut man sich, wenn mal einer alle 25 Jahre abfällt, eine Staatsverschuldung unter 10%, meines Erachtens steuern wir gerade im Rahmen der Konjunkturpakete die 80%-Grenze an, etc.

Der Autor vermag es aufgrund seines hohen Bildungsgrades darzulegen wie effizient Preußen gemanagt wurde. Interessant ist z.B. mit wie wenig Beamten das Kaiserreich geregelt wurde, z.B. im Universitätsministerium hat man mit 34 Beamten Universitäten verwaltet und die Qualität gesichert wo heute nicht 10.000 ausreichen. Aber schier unglaublich mutet an, dass das Kaiserreich 14,9 Mio. Selbständige hatte, bei 64 Mio. Einwohnern. Da legt man wirklich die Ohren an. All dies legt der Autor mit Referenzen im Buch vor.
Das Buch ist gut strukturiert, es gibt jede Menge Referenzen. Insbesondere das vergleichende Zahlenmaterial von Seite 99-125 hat mich tief beeindruckt. Es wurde klar dargelegt was die Gründe für den Erfolg des Kaiserreichs waren. Zugleich erfährt man welches unsere Probleme heutzutage sind, und warum wir in unserem sozialistischen Staat nicht so recht auf die Beine kommen.

Leider gibt es hinsichtlich einer wirtschaftlichen Betrachtung keine anderen Bücher, es wäre diesem Land zu wünschen, dass man die preußischen Ideen des Wirtschaftens wiederaufgreifen würde.

Abschließend muss man sagen, dass der Autor sicherlich eine ganz eigene Meinung vertritt. Dieses Werk ist allerdings hochinteressant, da es Fakten präsentiert, sie klar belegt, und nicht auf Verleumdungen setzt, wie manch andere Bücher. Insbesondere wenn das wilhelminische Zeitalter ins Spiel kommt, sind viele Autoren ja dazu geneigt die Rückständigkeit in den Vordergrund zurücken, aber gerade im technologischen und wissenschaftlichen Bereich war Deutschland in der damaligen Zeit führend. Ein Anteil der Chemiebranche am Weltmarktanteil von sagenmäßigen 87% verdeutlicht dies.
Da der Autor das Kaiserreich mit der heutigen BRD vergleicht, ergeben sich interessante Schlußfolgerungen.


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