Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Carlito > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Carlito
Top-Rezensenten Rang: 2.964.880
Hilfreiche Bewertungen: 12

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Carlito

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
The John Lennon Letters: Erinnerungen in Briefen
The John Lennon Letters: Erinnerungen in Briefen
von Hunter Davies
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Realitätsprüfung, 30. Dezember 2012
Hunter Davis` Buch hat den Charakter eines Kunstwerkes, das dem unvergesslichen John Lennon nochmals in nachhaltiger Weise ein Denkmal setzt. Ihm gelingt dabei eine ausgewogene Balance zwischen einem akribischen Sammeln von Selbstäußerungen des Künstlers bis hin zu kleinsten Briefschnippseln und präzise übergeordnete Zusammenhänge herstellende Beschreibungen der Lennon-Biographie. Anderen Büchern- wie der jüngsten Lennon-Biographie von Phillip Norman- hat er er voraus, daß er noch ungeklärte oder kontrovers diskutierte Episoden von Lennons Leben anhand seiner Briefe überprüfbar macht. Nur ein Beispiel: Die Frage, ob John Lennon Cynthia in den ersten Jahren ihrer Beziehung geliebt hat, kann nach den teilweise sie geradezu anschmachtenden Briefen eindeutig mit Ja beantwortet werden.

Zu anderen Fragen, wie etwa, ob John Lennon eine Mitschuld an dem frühen Tod von Stuart Sutcliffe trägt, geben die Briefe leider auch keine nähere Auskunft. In einem Brief aus dieser Zeit an Cynthia schreibt er nur, daß er sich nicht weiter mit diesem Tod beschäftigen wolle.

Da sich Hunter Davis in angenehmer Weise mit Interpretationen zurückhält, die Briefe nur kommentiert und in den damals aktuellen gesellschaftlichen Kontext einordnet, zeichnen die Briefe ganz von selbst ein Psychogramm von John Lennon. Besonders überrascht die Bravheit und Angepaßtheit, die in manchen Briefen durchscheint. Da wird noch 1963, als die Beatlemania schon aufkam, immer noch artig fast jeder Leserbrief beantwortet. 1968 wird Hunter Davis angewiesen, Tante Mimi sein erstes Buch über die Beatles nochmals korrekturlesen zu lassen. Beinahe gelingt es ihr dann, Davis zu untersagen, Lennons Schilderungen von Ladendiebstählen in seiner Jugendzeit zu veröffentlichen.

An anderen Stellen werden ausgeprägt "kleinbürgerliche" Züge von Lennon deutlich. So zum einen die recht strikte Trennung von Arbeit und Privatleben. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen enthalten die Briefe keinerlei Informationen zu seinem Songwriting. Zum zweiten die mitunter geradezu anbiedernd-devote Sehnsucht nach einer Kleinfamilie. Vor allem die Briefe an Cynthia aber auch später an Yoko lassen erkennen, wie wichtig einem Teil seiner Persönlichkeit konservative familiäre Wertvorstellungen waren.

Dies macht die Person Lennon jedoch nicht "langweiliger" sondern noch interessanter, weil sie die Zerrissenheit und den Facettenreichtum seines Charakters umso deutlicher hervortreten läßt. Denn natürlich gab es auch den bissigen, zynischen, eigenwilligen Freigeist Lennon wovon viele seiner unkonventionellen Songtexte und seine gesellschaftspolitischen Aktivitäten zeugen, mit denen er oft seiner Zeit einen Schritt voraus war.

Insgesamt handelt es sich hier also um ein hervorragend recherchiertes und liebevoll gestaltetes Buch für Lennonologen, die sich seiner geheimnisvollen und vielfältigen Persönlichkeit noch ein Stück weiter annähern wollen.


Ringo Starr. Das Herz der Beatles
Ringo Starr. Das Herz der Beatles
von Berndt Rieger
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Idee, teilweise schlampig umgesetzt, 25. Dezember 2011
Ich finde es eine gute Idee, daß ein Autor auch mal ein Buch über Ringo Starr schreibt. Es gibt mittlerweile besonders über John Lennon und Paul Mccartney eine Flut an Büchern mit sämtlichen Details über die beiden Frontmänner der Beatles. Daher wollte ich unbedingt auch mal ein Buch lesen, das die Geschichte der Beatles aus der Perspektive ihres Drummers schildert. Leider hat das Buch von Berndt Rieger nur teilweise meine Erwartungen erfüllt. Auf den ersten 30 Seiten steht tatsächlich noch Ringo und der Prozeß seiner Kontaktaufnahme zu den anderen drei Beatles im Vordergrund. Dann aber, spätestens nach dem Berühmtwerden der Beatles 1963, verwandelt sich das Buch zusehends in eine allgemeine Dokumentation der berühmtesten Band aller Zeiten bis zu ihrer Auflösung 1970. Viel zu selten erfährt man als eingefleischter Beatlesfan Neuigkeiten über Ringo, wie z.B., daß er Don't pass me by schon in den frühern 1960ern komponiert hat. Ärgerlich sind die vielen Schreibfehler- besonders bei den Übersetzungen der Interviews mit den Beatles. Oft fehlen bestimmte Worte oder manche Worte sind im Singular geschrieben, obwohl im Original der Plural gemeint ist. Hier gewinnt man den Eindruck, daß Herr Rieger sein Buch nicht oder nur oberflächlich redigiert hat. Manche Informationen sind einfach falsch; etwa, daß Peter Fonda bereits 1965 über den Film "Easy Rider" bekannt geworden sei. Der Film wurde jedoch erst 1969 gedreht.
Zusammengefasst wird hier eine gute Chance vertan, die Story der Beatles aus dem Blickwinkel von Ringo Starr zu erzählen. Vielleicht sollte Martin Scorsese auch mit Ringo Starr eine Dokumentation drehen, die seine intuitiv-hervorragende Menschenkenntnis bei der Beurteilung seiner Zeit mit den Beatles ins Zentrum rückt.


Seite: 1