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Beiträge von H. Schneider
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Rezensionen verfasst von
H. Schneider (Aichtal)
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Soziobiologie: Die Macht der Gene und Die Evolution Sozialen Verhaltens (German Edition)
Soziobiologie: Die Macht der Gene und Die Evolution Sozialen Verhaltens (German Edition)
von Franz M. Wuketits
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Der wahre Egoist kooperiert!", 11. Januar 2016
Das "egoistische Gen" als grundlegende Einheit der natürlichen Auslese fördert phänotypische Ausprägungen, also auch Verhalten der entsprechenden Merkmalsträger, also der einzelnen Individuen, welches der eigenen Vermehrung und Ausbreitung dienlich ist. So betrachtet sind sowohl egoistisches, auf Konkurrenz mit anderen basierendes Verhalten als auch kooperatives, scheinbar altruistisches Verhalten nur die beiden Seiten ein und derselben Medaille, nämlich Anpassungen zur Steigerung der eigenen Fitness und damit der Vermehrung der eigenen Gene dienlich. Welches Verhalten bevorzugt wird, hängt dabei meist von den Bedingungen der Umwelt ab, so kann z. B. für dieselbe Mutter mal hingebungsvolle Fürsorge, mal eiskalter Mord des eigenen Nachwuchses von Vorteil sein. Da kooperatives Verhalten allerdings oft die größeren adaptiven Vorteile mit sich bringt, konnte sich soziales Verhalten überhaupt erst in solch vielfältiger Form wie es uns überall in der Natur begegnet entwickeln.
Anhand zahlreicher soziobiologischer Modelle und Hypothesen wie dem vom "reziproken Altruismus", dem Konzept der "Gesamtfitness" (als Ergänzung der individuellen Fitness), dem "Generationenkonflikt" oder dem "Krieg der Geschlechter" entwirft der Autor im Laufe der Kapitel eine grundlegende Einführung in die Ideen und Konzepte der immer noch umstrittenen Soziobiologie.
Auch der Mensch nimt dabei keine Sonderstellung ein sondern zehrt, wenn auch kulturell überformt, als das geborene Kleingruppenwesen noch weitestgehend von seinem stammesgeschichtlichen Erbe.
Insgesamt leicht und locker lesbar, wie eigentlich alle Bücher des Hr. Wuketits, und zum Einstieg bzw. zur Wiederholung nur zu empfehlen.
Und was lernen wir daraus? "Der wahre Egoist kooperiert!"


Tschick
Tschick
von Wolfgang Herrndorf
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker des Jugendromans, 11. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Tschick (Taschenbuch)
Was gehört zu einem guten Jugendroman? Mehrere unterschiedliche Charaktere freunden sich miteinander an, die Erwachsenen scheiden früh aus der Geschichte aus, es geht auf eine große Reise und Wasser kommt irgendwie dabei vor.
Diese Elemente in die heutige Zeit übertragend, hatte Herrndorf seinen "modernen Klassiker" verfasst. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: Maik Klingenberg, der Erzähler, ist ein verwöhntes Söhnchen aus reichem Hause dessen Eltern, die Mutter Alkoholikern mit mehreren Entzügen, der Vater gescheiterter Immobilienmakler der eine Affaire mit großbusiger neunzehnjähriger Sekretärin unterhält, an Liebeskummer für seine attraktive Klassenkameradin Tatjana Cosic, die ihn allerdings gar nicht erst wahrnimmt, fast verzweifelt. Da kommt der aus der Unterschicht stammende Russlanddeutsche Tschick, dessen richtigen Namen niemand auszusprechen vermag und der das genaue Gegenteil von ihm Maik ist, neu in die Klasse, und so kommt es das die beiden Außenseiter sich miteinander anfreunden. Da sich in den anstehenden Sommerferien niemand um sie kümmert- Klingenbergs Eltern sind beide weg, Tschick hat erst gar keine- bzw. sich auch nur für sie interessiert, beschließen die beiden Jungs mit einem geklauten alten Lada in die Walachei zu Tschicks Onkel zu reisen. Da sie dabei keine vielbefahrenen Straßen benutzen können um nicht aufzufallen, keine Landkarten dabei haben und sich ihre Geographiekenntnisse allgemein eher dürftig ausnehmen, gurken sie so zusammen auf allerhand verschlungenen Wegen durch die brandenburgische Provinz und erleben dabei die verschiedensten Abenteuer. Sie rätseln um Nachtisch, liefern sich Verfolgungsjagden mit der Polizei, sammeln Schläuche auf Müllhalden, es wird auf sie geschossen und zu guter letzt wird auch noch Tschicks Bein gebrochen, bevor erst der finale Unfall auf der Autobahn ihrem Roadtrip ein Ende bereitet. Interessant sind dabei auch die immer wiederkehrenden philosophischen Monologe und Dialoge der Figuren, so als sich Maik beim Anblick der Rentner Gedanken über Alterung oder beide Jungs über die Möglichkeit fremder Welten machen.
Insgesamt glaube ich gelingt es dem Autoren ziemlich gut sich in die Lebenswirklichkeit Jugendlicher hineinzuversetzen, und auch die sprachliche Adaption finde ich vorbildlich. Die Stimmung der Protagonisten wird ziemlich gut durch das Buch wiedergegeben.
Ein empfehlenswertes Geschenk für jeden Teen, und dabei auch noch für Erwachsene ziemlich unterhaltsam zu lesen.


Nichts: Was im Leben wichtig ist Roman (Reihe Hanser)
Nichts: Was im Leben wichtig ist Roman (Reihe Hanser)
von Janne Teller
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zutiefst philosophisches Werk, 13. Dezember 2015
Ein wirklich nachdenklich stimmendes Werk, dass dabei auch noch leicht zu lesen ist. Ich habe selten ein so schnell lesbares und dabei so tiefgründiges Buch in den Händen gehabt. Die Geschichte von Pierre Anthon hat mich dabei an Platons "Höhlengleichnis" erinnert, wo einer den Illusionen entkommt und zur "Sonne" der Wahrheit aufsteigt die er seinen Kameraden ähnlich wie dieser im Buch vom Pflaumenbaum aus zu bringen bringen versucht und dafür letztlich von seinen Mitschülern umgebracht wird. Die Welt ist eben das, was wir in ihr sehen bzw. in sie hineininterpretieren, so die schon altbekannte Message des Buches, die hier allerdings in bemerkenswerter Radikalität neu erzählt wird.
Nur zu empfehlen!!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2016 2:16 PM CET


Philosophie der Geschichte: Von der Antike zur Gegenwart
Philosophie der Geschichte: Von der Antike zur Gegenwart
von Alexander Demandt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was ist Geschichte?, 12. Dezember 2015
Den Titel eines seiner anderen bekannten Werke hätte der Autor genauso gut auch für dieses Buch benutzen können. Demandt zeigt hier, inwiefern und unter welchem Axiom Geschichtsnarrative strukturiert wurden, von der Antike bis heute. Dabei gibt es Geschichtsentwürfe, die- jeweils an die jeweilige Zeit angepasst- immer wiederkehrten, wie Kreislauftheorien, Dekadenztheorien, Fortschrittserzählungen, teleologische Erzählungen, etc. Es ist erstaunlich zu beobachten, wie bestimmte Geschichtsbilder an den Kontext angepasst in sämtlichen Epochen doch immer wiederkehren. Vor allem sahen viele Autoren ihre jeweils eigene Zeit als den Höhepunkt und das Endziel aller bisherigen Geschichte, die- mehr oder weniger stringent- sich direkt auf sie zuentwickelt hatte (Paradebeispiel: Hegel, aber auch Fukuyama mit seiner These von der "End of History"). Und was können wir daraus lernen? Geschichte ist immer Interpretationssache, und damit das, was der Autor bzw. Erzähler daraus macht.


Darwinisch denken: Horizonte in der Evolutionsbiologie
Darwinisch denken: Horizonte in der Evolutionsbiologie
von Volker Sommer
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und lehrreich geschrieben..., 21. November 2015
Aus der Sicht eines Primatologen erklärt der Autor die grundlegenden Erkenntnisse der Evolutionsbiologie anhand der empirischen Beobachtungen bei Primaten, wobei es im im speziellen auch darauf ankommt anhand seiner Beispiele zu zeigen wie sehr der Mensch doch auch nur ein Produkt der Evolution und von seinem natürlichen Erbe bis heute geprägt sei. In den einzelnen Kapiteln geht es so um Kultur als "Vererbung sozialen Verhaltens" bei Schimpansen, das Töten von Artgenossen zur erfolgreichen Bekämpfung v. eigenen Konkurrenten bzw. des von solchen des Nachwuchses, Verwandtenselektion und "egoistischem Gen" bzw. der Veranlagung v. Individuen egal welcher Art alles zur Vermehrung der eigenen Gene zu tun, der durch die soziale Umwelt beeinflsste Wahrscheinlichkeit Söhne oder Töchter zur Welt zu bringen, der Frage warum es Einehe gibt bzw. woran sie scheitert, eine Beantwortung der Theodizee aus evolutionsbiologischer Sicht und letztlich darum weshalb unser Rassebegriff eigentlich widerlegter Unsinn ist.
Auch wenn man nach bereits eingehender Beschäftigung mit der Materie bereits einen Großteil bzw. sogar das Meiste der vorgestellten Fakten und Zusammenhänge kennen mag, so muss man Volker Sommer doch einiges an Eloquenz zugestehen, denn wohl nur wenige Autoren vermögen solche komplexen Sachverhalte so anschaulich und auch für Laien ohne allzu großes Vorwissen so verständlich darzustellen.
Sehr interessant und trotzdem lehrreich geschrieben.


Geschichte der Spätantike: Das Römische Reich von Diocletian bis Justinian 284-565 n. Chr. (Beck's Historische Bibliothek)
Geschichte der Spätantike: Das Römische Reich von Diocletian bis Justinian 284-565 n. Chr. (Beck's Historische Bibliothek)
von Alexander Demandt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Standardwerk zur Spätantike, 21. November 2015
Das Werk lässt sich grob in drei Teile gliedern, wobei der erste der in chronologischer Reihenfolge nach Herrschern angeordneten politischen Geschichte gewidmet ist. Im zweiten Teil geht es um die "inneren Verhältnisse", d. h. es werden die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklungen der Zeit in der spätrömischen Gesellschaft beschrieben. bevor es im abschließenden Part um eine kritische Rezension der Deutungsgeschichte der Spätantike geht, also auch um die Frage weshalb (oder ob überhaupt) das Römische Reich letztlich unterging.
Wie schon in Vorgängerrezensionen beschrieben richtet sich das Werk sowohl an Fachhistoriker als auch an interessierte Laien, ist sowohl zum Nachschlagen als auch zur Vertiefung bestimmter Themenbereiche wunderbar geeignet. Wer sich für die Epoche der Spätantike interessiert, dürfte daher letztlich- trotz des vergleichsweise hohen Preises- nicht an diesem Standardwerk eines international renommierten Althistorikers vorbeikommen.


1177 v. Chr.: Der erste Untergang der Zivilisation
1177 v. Chr.: Der erste Untergang der Zivilisation
von Eric H. Cline
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende archäologische Spurensuche..., 2. November 2015
Warum gingen die jahrhundertelang so stabilen Hochkulturen der Bronzezeit so plötzlich innerhalb weniger Jahrzehnte unter und stürzten die Zivilisation in die ersten "Dark Ages" von denen sie sich erst wieder nach mehreren Jahrhunderten erholt hatte? War daran wirklich nur das plötzliche Auftauchen der mysteriösen "Seevölker", wie von der klassischen Geschichtswissenschaft behauptet, schuld?
Dem Zeitgeist entsprechend ist Clines Werk wie ein archäologischer Detektivroman angelegt in dem er versucht anhand der kombinierten Analyse schriftlicher und archäologischer Quellen eine plausible Erklärung für eines der großen Rätsel der frühzeitlichen Geschichtswissenschaft zu liefern. Dabei holt er weit aus, beginnt z. B. 300 Jahre vor dem eigentlich Hauptthema des Buches im 15. Jahrhundert v. Chr. und entwirft ein buntes Panorama der ersten "globalisierten Welt" im damaligen östlichen Mittelmeerraum in welchem die damaligen ersten Hochkulturen in regem wirtschaftlichem und kulturellem Austausch miteinander standen. Auch schweift er immer wieder ab, hüpft z. B. von einem Thema zum anderen oder beschreibt sehr eingehend archäologische Details was für Laien ohne allzu großes Vorwissen oftmals eher verwirrend sein kann und es manchmal schwer macht den roten Faden zu behalten.
Jedenfalls kommt Cline letztlich zu dem Schluss, dass man einen solch komplexen Vorgang wie den Untergang der spätbronzezeitlichen Hochkultur nicht einfach nur monokausal z. B. durch das Auftauchen der Seevölker erklären kann- welch eine Überraschung!-, sondern wohl eher eine ganze Reihe von ineinandergreifenden Ursachen wie z. B. klimawandelbedingte Hungersnöte, eine Reihe schwerer Naturkatastrophen, Unterbrechung der Handelswege und -kontakte, feindliche Invasionen und Kriege etc. die einander noch verstärkten annehmen muss. Zum Schluss zieht er auch noch die sogenannte "Komplexitätstheorie" als Erklärung heran, d. h. die einzelnen Kulturen seien damals bereits so abhängig voneinander gewesen dass sich die Probleme der einen Kultur notwendigerweise auch auf alle anderen auswirken mussten und sogar noch wechselseitig verstärkten. Dadurch stellt der Autor auch einen Gegenwartsbezug zu unserer heutigen globalisierten Welt her, in der solch eine Argumentation logisch klingen mag, mir für die Bronzezeit allerdings etwas weit hergeholt erscheint. Auch voreilige Vergleiche mit unserer heutigen Zeit gilt es daher mit großer Vorsicht und Skepsis zu genießen.
Letztlich bleibt der Eindruck zurück, dass wir eben immer noch viel zu wenig über die damalige Zeit und ihre Umstände wissen, um zu gesicherten Aussagen über die Gründe für den Zusammenbruch der damaligen Zivilisation zu kommen. Unsere Quellen sind zu verstreut und mehrdeutig und lassen viel Platz für Interpretationsspielraum, eine Einsicht die auch Cline in seinem Buch vermittelt; alles kann irgendwie angezweifelt werden und jede Antwort wirft stets neue Fragen auf; aber vielleicht ist es auch diese Rätselhaftigkeit die eine Beschäftigung mit dieser Epoche erst so spannend macht.
Als Einstiegsliteratur ins Thema ist das Buch wohl nicht zu empfehlen, ansonsten aber eine ganz interessant zu lesende "archäologische Detektivgeschichte".
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2015 4:05 PM CET


Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie
Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie
von Niko Paech
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Die Mär vom stetigen Wachstum..., 31. Oktober 2015
Das wir beständiges wirtschaftliches Wachstum nicht nur nicht brauchen, nein, dass es ganz im Gegenteil sogar schädlich und kontraproduktiv ist, so könnte man die Hauptmessage des Buches kurz und knapp zusammenfassen.
Kontinuierliches Wirtschaftswachstum sei die Lösung all unserer sozialen Probleme, sorge für mehr globale Gerechtigkeit und sei der Lohn des zivilisatorischen Fortschritts, in dieser Überzeugung sind wir alle groß geworden. Falsch, meint Niko Paech und hält dem entgegen dass unser ökonomisches Wachstum v. a. auf der wachsenden Ausplünderung der zunehmend knapper werdenden natürlichen Ressourcen beruhe und die soziale Ungleichheit sogar noch steigere. Längst habe der moderne Kapitalismus eine unkontrollierbare Eigendynamik entwickelt die losgelöst von allen verantwortbaren Problemlösungsstrategien zunehmend selbstzerstörerische Tendenzen offenbare. Angesichts der zunehmenden Verknappung wichtiger Ressourcen wie z. B. Erdöl, seltener Erden oder einfach nur nutzbaren Bodens bleibe uns daher mittelfristig gar keine andere Wahl als uns von unserem allzu optimistischen Fortschrittsglauben zu verabschieden und uns seinen neuen Ökonomie- Konzepten zuzuwenden. "So regional wie möglich, so global wie nötig!" lautet dabei Paechs' bestechend einfaches Konzept, wobei die Menschen sich v. a. auf den Verbrauch lokaler Ressourcen stützen sollen und infolge abnehmender Arbeitszeit ihre so freigewordene Zeit v. a. zu sozialen Aktivitäten, Reparatur und Kooperation nutzen sollen um so unnötige Dienstleistungen und übersteigernden Konsum unnötig zu machen. Dies sei auch in menschlicher Hinsicht sinnvoller, da heutzutage an immer größeres Angebot an Konsumgütern und -möglichkeiten einer zunehmend verknappten Menge an Zeit zu dessen Nutzung und Wahrnehmung gegenüberstehe.
Etwas dogmatisch wirkt dabei sein Beharren auf seinem Konzept als alternativloser Lösung aller Probleme, wobei er heftig gegen andere Möglichkeiten wie z. B. alternative Energien oder technologischen Fortschritt als "Blendwerk" oder "Greenwashing" polemisiert.
Meiner Meinung nach braucht es schon eine gute Portion hoffnungsfrohen Idealismus um an die baldige Umsetzung von Paechs Ideen zu glauben, ein gutes Buch das eine Auseinandersetzung mit seinen Inhalten wert ist und einige Denkanstöße bereit hält ist es aber allemal.


Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs
Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs
von Fabian Sixtus Körner
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einmal um die Welt, und das praktisch ohne Geld..., 31. Oktober 2015
Ein ganz kurzweilig geschriebenes Buch, ideal zum immer wieder zwischendurch drin schmökern, abschalten und selbst von fernen Ländern träumen. Hauptsächlich geht es darin um die mitunter ziemlich skuril- komischen Erlebnisse des Autoren selbst, was das ganze Buch zwar ziemlich leicht und amüsant lesbar macht, weitergehende Beschreibungen der von ihm bereisten Länder und Kulturen kommen dabei allerdings meines Erachtens deutlich zu kurz, was dem Buch aber dafür auch deutlich mehr Tiefgang und Informationsgehalt beschert hätte.
Ideal als Bettlektüre und für Fahrten in der U- Bahn, aber wer anspruchsvollere Reiseliteratur sucht ist woanders sicher besser aufgehoben.


Die römische Republik: Forum und Expansion
Die römische Republik: Forum und Expansion
von Wolfgang Blösel
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,95

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Senatus Populusque Romanus, 27. August 2015
Welches waren die Gründe für den rasanten Aufstieg der Römischen Republik von einer italienischen Mittelmacht unter vielen hin zur unbestrittenen Hegemonialmacht im gesamten Mittelmeerraum? Es war wohl vor allem der dauernde Konkurrenzkampf der römischen Adligen, der nobiles, welcher diese nach Ruhm als Voraussetzung des politischen Aufstiegs in der Ämterhierarchie streben lies und zu immer neuen Kriegszügen antrieb. Als infolge der Expansionen zuvor ungeahnten Ausmaßes nach Ende des zweiten Punischen Krieges das soziale Gefälle innerhalb dieser zuvor homogenen Oberschicht immer größer wurde und aufgrund des aufgeblähten Staatsapparates neue, prestigeträchtigere zivile Karrieremöglichkeiten eine "Entmilitarisierung" dieses zuvor so kriegerischen Standes einsetzte, setzte eine nachhaltige Erosion der Standessolidarität die zuvor unbestrittenen Kontroll- und Ausgleichsmöglichkeiten außer Kraft und konnte so überhaupt erst den kometenhaften Aufstieg einzelner herausragender Heerführer wie Marius, Sulla, Pompeius und schließlich auch Cäsars ermöglichen, der der alten Republik schließlich den Todesstoß versetzen sollte.
Eine gute und überblickbare Einleitung in die wechselhafte Geschichte der Römischen Republik, welche es auch wagt alte und liebgewonnene Urteile wie z. B. das Römische Imperium sei allein aufgrund seiner schieren Größe mit den Mitteln der Republik unregierbar geworden in Frage zu stellen wagt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2015 2:11 PM MEST


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