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Poldis Hörspielseite
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War es eine Illusion?
War es eine Illusion?
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Gruselkabinett – 113. War es eine Illusion?, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: War es eine Illusion? (Audio CD)
Erster Eindruck: Nebel hängt über dem Moor...

Der Schulinspektor Frazer bereist für seine Tätigkeit eine abgelegene Schule in Nordengland, die nur durch ein unwirtliches Sumpfgebiet erreicht werden kann, sodass er die letzten Meilen sogar zu Fuß zurücklegen muss. Dabei begegnet ihm ein Junge mit einer Angel und ein alter Mann, die jedoch nicht mit Fazer in Kontakt treten. An der Schule wird er jedoch freundlich empfangen...

Die 1831 geborene englische Schriftstellerin Amelia B. Edwards hat trotz ihrer hochgelobten Romane kaum Bekanntheit im deutschen Sprachraum erlangt, kaum welche ihrer Reiseberichte oder anderer Schriften wurden übersetzt. Genau das Richtige für Titania Medien, denn Edwards hat auch einige Geistergeschichten verfasst, die perfekt in die Gruselkabinett-Reihe passen. „War es eine Illusion?“ wurde als 112. Folge vertont und behält wie viele Episoden der Reihe über weite Teile eine ruhige Ausstrahlung. Doch der leise Grusel, dieses stetig Ungewisse, das Düster-Bedrohliche kommt hier schon recht früh auf und äußerst sich immer wieder in kleinen Momenten, die Frazer aus den Fugen zu werfen scheinen. Die Frage, die der Titel stellt, wird hier des öfteren aufgeworfen, und lange Zeit ist unklar, welches Übel sich hinter dem Ganzen versteckt, auch wenn man sich diesem langsam nähert. Das ist trotz seiner Ruhe sehr spannend und ohne langwierige Passagen umgesetzt, kann mit seiner ungewöhnlichen und düsteren Stimmung überzeugen und setzt die so starke Reihe weiterhin gekonnt fort. Denn auch das Finale konnte mich voll überzeugen, das menschliche Drama, das hinter den Ereignissen steckt, ist sehr intensiv in Szene gesetzt und schließt die Episode sehr gelungen ab.

Die Folge ist auch so stark, weil die Sprecher mal wieder in Hochform sind und ihre Rollen gekonnt zur Geltung bringen. Patrick Bach ist in der Rolle des Schulinspektors Fazer zu hören und kann dessen Verwunderung, seine steigende Unsicherheit und die spätere Wandlung sehr intensiv zur Geltung bringen. Bernd Rumpf ist als Ebenezer Skelton mit seiner deutlich gealterten, markanten Stimme bestens besetzt, zumal seine Darstellung des Mannes sehr glaubwürdig gelungen ist. Jannik Endemann zeigt, dass er sich bestens der düsteren Szenerie anpassen kann und legt ebenfalls eine gewisse Dunkelheit in seinen Klang. Weitere Sprecher sind Jochen Schröder, Regina Lemnitz und Roman Wolko.

Akustisch wird hier wieder eine sehr saubere Leistung geboten, die hochwertige Produktion und die stimmige Abmischung sorgen für ein gelungenes Klangerlebnis, das Dialoge, Musik und Geräusche in ein ausgewogenes Verhältnis setzt. Das auch hier wieder fast permanent Melodien im Hintergrund erklingen, sorgt für die typisch intensive Ausdrucksweise der Serie und ist wieder sehr gut zusammengestellt.

Ein nebeliger Tag im Moor, das von kahlen Bäumen bevölkert wird, ist auf dem wie immer sehr ansehnlich gezeichneten Cover zu sehen. Fazer ist in Reisekleidung von hinten zu sehen, während der alte Mann samt Stock aus dem Nebel auf ihn zukommt. Das ist sehr stimmungsvoll und passt bestens zu der Säulen-Optik der Covergestaltung.

Fazit: Die Stimmung der Folge ist leise bedrohlich und schägt nie ganz große Wellen, mit den immer öfter auftauchenden potenziellen Illusionen werden aber immer wieder kleine Highlights gesetzt, die zu einer düster-bedrohliche Stimmung werden und auch den Hörer lange Zeit im Unklaren lassen. Die perfekte Produktion trägt ihr Übriges zum Gelungen der Folge bei.


Folge 112: Der Ebenholzrahmen
Folge 112: Der Ebenholzrahmen
Preis: EUR 6,19

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gruselkabinett – 112. Der Ebenholzrahmen, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Folge 112: Der Ebenholzrahmen (MP3-Download)
Erster Eindruck: Ein falsches Bild...

Philipp Devigne erhält die Nachricht des Todes einer entfernten Verwandten gemeinsam mit deren Nachlass, bei dem es sich neben einer beträchtlichen Geldsumme auch um ein großes Anwesen handelt. Und so verlässt er schweren Herzens wegen seinem Interesse an der liebreizenden Tochter seiner Vermieterin seine Wohnung und zieht in das herrschaftliche Haus. Sofort fällt ihm ein riesiger Ebenholzrahmen auf, der jedoch mit einem billigen Gemälde gefüllt ist...

Dunkle Gemäuer, hohe Räume, weitläufige Flure, zahlreiche Zimmer – große, alte Anwesen haben eine lange Tradition in Gruselgeschichten, sodass auch viele Folgen des Gruselkabinetts von Titania Medien deren düsteren Charme ausstrahlen. „Der Ebenholzrahmen“ macht da keine Ausnahme und versetzt den Protagonisten Philipp schon bald in ein eben solches. Doch die nachfolgende Handlung konzentriert sich nicht allzu sehr auf das Gemäuer, sondern auf eine tragische Liebesgeschichte, die sich über mehrere Jahre hinwegzieht und mit allerlei übernatürlichen Elementen angereichert ist. Dabei ist die Geschichte einer geheimnisvollen Schönheit integriert, die von ihrem Leiden berichtet und die auf höchst interessante Weise mit den aktuellen Ereignissen verknüpft wurde. Ein kurzer, aber einprägsamer dämonischer Auftritt, eine harte Entscheidung, die Philipp zu treffen hat und wegen der er sich immer mehr von der Außenwelt distanziert, ein eindringliches Finale, bei dem lange ausbleibt, ob es ein Happy End geben wird – das ist alles sehr gut komponiert, kann aber nicht mit den Top-Folgen der Serie mithalten, hierfür fehlt ein Quäntchen mehr Spannung.

Philipp wird von Herbert Schäfer gesprochen, der eine sehr glaubhafte und lebendige Vorstellung abliefert. Er charaterisiert den jungen Mann dabei sehr genau, spricht mit fein ausbalancierten Nuancen und kann auch die Wandlungen sehr treffend erfassen. Daniela Bette ist als geheimnisvolle Fremde zu hören, deren Sehnsucht und Leidenschaft sehr eingängig aufgegriffen wird und die ihre Geschichte sehr lebendig schildert. Einen kurzen, aber unglaublich intensiven Auftritt hat Matthias Lühn, der eindringlich, hintergründig und sehr präsent spricht und so eine Szene schafft, die nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Weitere Sprecher sind Eva-Maria Werth, Janina Sachau und Beate Gerlach.

Auch die akustische Gestaltung ist mal wieder vortrefflich gelungen, wobei hier besonders die lebhafte Geräuschkulisse überzeugt. Die einzelnen Szenen sind mit passenden Hintergrundgeräuschen untermalt, gerade gegen Ende verleiht dies zusätzliche Dramatik. Doch auch die Musik ist natürlich auch hier sehr stimmig eingeführt und begleitet die Dialoge auf sehr prägnante Weise.

Der Ebenholzrahmen ist natürlich auch auf dem Cover abgebildet, wobei die Szenerie durch hochschlagende Flammen eine rötliche Einfärbung bekommt. Im Mittelpunkt steht jedoch die in schwarzem Samt gekleidete Frau, die sich aus dem Rahmen mit panischem Gesichtsausdruck herausstreckt – ein großartiges Cover, das der bisherigen Galerie vollkommen gerecht wird.

Fazit: Erzählt wird hier eine dramatische Liebesgeschichte mit einigen unheimlichen Elementen, die sehr flüssig und kurzweilig erzählt wurde. Die Verknüpfung der vergangenen und gegenwärtigen Ereignisse ist dabei bestens gelungen, sodass wieder eine hörenswerte Folge der Serie entstanden ist.


Folge 63: Boten des Unheils
Folge 63: Boten des Unheils
Preis: EUR 6,29

4.0 von 5 Sternen Geister-Schocker – 63. Boten des Unheils, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Folge 63: Boten des Unheils (MP3-Download)
Erster Eindruck: Schrecklicher Ausflug auf einer Yacht

Dass es kein erholsamer Ausflug auf einer gemieteten Yacht werden würde, steht für Mark Terrell schon früh fest. Denn die Bekannten seiner Freundin, die ebenfalls mit an Bord sind, entsprechen so gar nicht seinen Vorstellungen von angenehmer Begleitung. Als sie an einer Insel im Ägäischen Meer anlegen wollen, wird ihnen jedoch eine Warnung mitgeteilt, die den Ausflug entgültig zum Alptraum werden lässt...

Immer wieder sind für die Geister-Schocker, der Grusel-Reihe von Romantruhe Audio, ganz neue Szenarien geschaffen worden, die in Raum und Zeit sehr variabel sind. „Boten des Unheils“ spielt mal wieder im Hier und Heute, nur der Anfang ist als Rückblick konzipiert und berichtet von Ereignissen aus der Vergangenheit, die mit der eigentlichen Handlung aber zunächst nicht in Verbindung gebracht werden können. Denn vorerst wird sich den Charakteren gewidmet, die sehr prägnant dargestellt werden und ihre Konflikte austragen. So ist der Start trotz der ausgesprochenen Warnungen und der damit verbundenen Stimmung eher gemächlich geraten, erst in der zweiten Hälfte der Handlung kommt wirklich Fahrt auf. Hier wird ein Kampf gegen ein mystisches Wesen dargestellt, dass nicht einfach nur böse und mächtig ist, sondern einen ganz eigenen Hintergrund verpasst bekommt. So wirkt alles deutlich intensiver und eindringlicher. Unterstützt wird dies durch die sanfte Einbindung von Elementen aus der griechischen Götterwelt. „Boten des Unheils“ startet für meinen Geschmack etwas zu langsam und unspektakulär, im weiteren Verlauf werden aber alle Stärken der Reihe ausgespielt, sodass insgesamt ein sehr gelungenes Hörspiel entstanden ist.

Martin Kautz ist in der Titelrolle des Mark Terrell zu hören, er setzt seine Stimme sehr variabel ein und kann alle Emotionen des Mannes kraftvoll darstellen, ohne übertrieben oder überspitzt zu wirken. Auch Uschi Hugo ist hier mal wieder zu hören, ihr ausdrucksstarker Klang setzt auch hier gekonnt Akzente, zumal sie die Rolle der Kate sehr glaubwürdig spricht. Rainer Gerlach ist als Dr. Vrettakos zu hören, er sorgt für viel unheimliche Stimmung und intensiviert die Atmosphäre noch weiter. Weitere Sprecher sind Norman Matt, Sarah Riedel und Bert Franzke.

Akustisch ist dem Produzententeam wieder eine sehr saubere Leistung gelungen, besonders die Musik ist sehr stimmig inszeniert. Die Melodien sind gut an die jeweilige Stimmung in der Handlung angepasst, sodass alles sehr dicht wirkt. Auch die Geräusche tragen natürlich ihren Teil dazu bei, diese dürfen gerade in der zweiten Hälfte auch mal etwas lauter sein und so für eindrucksvolle Momente sorgen.

Das Cover zeigt die titelgebenden Boten des Unheils, mit ihren langen wehenden Umhängen samt tief ins Gesicht gezogener Kapuzen und den weißen Pferden wirken diese tatsächlich sehr unheimlich. Auch das Innere des kleinen Booklets kann wieder voll überzeugen, da viel Bonusmaterial mit Hintergrundinformationen und ein Ausblick auf die kommende Folge geboten werden.

Fazit: Der Start hält sich zwar etwas zu lange auf, um die Charaktere vorzustellen und ihre Konflikte austragen zu lassen, später wird aber eine sehr spannende und unheimliche Geschichte um einen machtvollen Gegenspieler erzählt, der dynamisch, actionreich und vielschichtig umgesetzt ist. Besonders der Bösewicht bekommt eine sehr gelungene Hintergrundgeschichte verpasst.


Boten des Unheils-Vol.63
Boten des Unheils-Vol.63
Preis: EUR 6,99

4.0 von 5 Sternen Geister-Schocker – 63. Boten des Unheils, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Boten des Unheils-Vol.63 (Audio CD)
Erster Eindruck: Schrecklicher Ausflug auf einer Yacht

Dass es kein erholsamer Ausflug auf einer gemieteten Yacht werden würde, steht für Mark Terrell schon früh fest. Denn die Bekannten seiner Freundin, die ebenfalls mit an Bord sind, entsprechen so gar nicht seinen Vorstellungen von angenehmer Begleitung. Als sie an einer Insel im Ägäischen Meer anlegen wollen, wird ihnen jedoch eine Warnung mitgeteilt, die den Ausflug entgültig zum Alptraum werden lässt...

Immer wieder sind für die Geister-Schocker, der Grusel-Reihe von Romantruhe Audio, ganz neue Szenarien geschaffen worden, die in Raum und Zeit sehr variabel sind. „Boten des Unheils“ spielt mal wieder im Hier und Heute, nur der Anfang ist als Rückblick konzipiert und berichtet von Ereignissen aus der Vergangenheit, die mit der eigentlichen Handlung aber zunächst nicht in Verbindung gebracht werden können. Denn vorerst wird sich den Charakteren gewidmet, die sehr prägnant dargestellt werden und ihre Konflikte austragen. So ist der Start trotz der ausgesprochenen Warnungen und der damit verbundenen Stimmung eher gemächlich geraten, erst in der zweiten Hälfte der Handlung kommt wirklich Fahrt auf. Hier wird ein Kampf gegen ein mystisches Wesen dargestellt, dass nicht einfach nur böse und mächtig ist, sondern einen ganz eigenen Hintergrund verpasst bekommt. So wirkt alles deutlich intensiver und eindringlicher. Unterstützt wird dies durch die sanfte Einbindung von Elementen aus der griechischen Götterwelt. „Boten des Unheils“ startet für meinen Geschmack etwas zu langsam und unspektakulär, im weiteren Verlauf werden aber alle Stärken der Reihe ausgespielt, sodass insgesamt ein sehr gelungenes Hörspiel entstanden ist.

Martin Kautz ist in der Titelrolle des Mark Terrell zu hören, er setzt seine Stimme sehr variabel ein und kann alle Emotionen des Mannes kraftvoll darstellen, ohne übertrieben oder überspitzt zu wirken. Auch Uschi Hugo ist hier mal wieder zu hören, ihr ausdrucksstarker Klang setzt auch hier gekonnt Akzente, zumal sie die Rolle der Kate sehr glaubwürdig spricht. Rainer Gerlach ist als Dr. Vrettakos zu hören, er sorgt für viel unheimliche Stimmung und intensiviert die Atmosphäre noch weiter. Weitere Sprecher sind Norman Matt, Sarah Riedel und Bert Franzke.

Akustisch ist dem Produzententeam wieder eine sehr saubere Leistung gelungen, besonders die Musik ist sehr stimmig inszeniert. Die Melodien sind gut an die jeweilige Stimmung in der Handlung angepasst, sodass alles sehr dicht wirkt. Auch die Geräusche tragen natürlich ihren Teil dazu bei, diese dürfen gerade in der zweiten Hälfte auch mal etwas lauter sein und so für eindrucksvolle Momente sorgen.

Das Cover zeigt die titelgebenden Boten des Unheils, mit ihren langen wehenden Umhängen samt tief ins Gesicht gezogener Kapuzen und den weißen Pferden wirken diese tatsächlich sehr unheimlich. Auch das Innere des kleinen Booklets kann wieder voll überzeugen, da viel Bonusmaterial mit Hintergrundinformationen und ein Ausblick auf die kommende Folge geboten werden.

Fazit: Der Start hält sich zwar etwas zu lange auf, um die Charaktere vorzustellen und ihre Konflikte austragen zu lassen, später wird aber eine sehr spannende und unheimliche Geschichte um einen machtvollen Gegenspieler erzählt, der dynamisch, actionreich und vielschichtig umgesetzt ist. Besonders der Bösewicht bekommt eine sehr gelungene Hintergrundgeschichte verpasst.


51/in Geheimer Mission
51/in Geheimer Mission
Preis: EUR 2,99

3.0 von 5 Sternen Hanni und Nanni – 51. in geheimer Mission, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: 51/in Geheimer Mission (Audio CD)
Erster Eindruck: Ermittlungen im Zirkus

Carlotta, die für einige Zeit auf dem Lindenhof gewohnt und dort mit den Mädchen eine enge Freundschaft geschlossen hat, gastiert mit ihrem Zirkus in der Nähe des Internats – und natürlich sind die Bewohnerinnen eingeladen. Doch bei der Vorstellung geht einiges schief, sodass Hanni und Nanni vermuten, dass jemand Sabotage betrieben hat. Natürlich ermitteln sie bald auf eigene Faust...

Die erstmals 1941 erschienene Kinderbuchserie, die in Deutschland unter dem Titel „Hanni und Nanni“ bekannt ist, erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit, neben einer Filmreihe sind hierbei insbesondere die langlebige Hörspielreihe von Europa zu nennen. Hier ist nun die 51. Folge mit dem spannenden Titel „in geheimer Mission“ veröffentlicht worden. Gut gefällt mit das Wiedersehen mit Carlotta, die mit ihrer sympathischen und frischen Art positiv auffällt und die Mädchenclique gekonnt ergänzt. Und so ist auch das Intro gut gelungen, die kleine Einstimmung auf das Zirkus-Thema im Lindenhof gleiten ohne große Verzögerung in den Fall, den Hanni und Nanni hier zu lösen haben. Das ist locker und kurzweilig erzählt, auch wenn nur wenig Spannung aufkommen kann. Denn die Hintergründe lassen sich wegen zu offensichtlich gelegter Spuren einfach ergründen. Auch kommen die Charaktere der Mädchen hier nicht allzu gut zur Geltung, schade, dass so der typische Internats-Flair abhanden kommt. Die Konzentration auf ein wichtiges Thema, bei dem auch eine gewisse Moral vermittelt wird, steigert den Gesamteindruck wieder etwas.

Astrid Eggers ist als Carlotta zu hören, ihre energiegeladene Stimme nimmt einen sehr freundlichen Klang an, sodass sie einen liebenswerten und durchsetzungsstarken Charakter erschafft. Theresa Underbergs markanter Klang macht sich hier ebenfalls sehr gut, als Alina passt sie zudem sehr gut in das Ambiente der Folge. Tobias Diakow ist als Jannik zu hören, auch er spricht überzeugend und sehr professionell. Weitere Sprecher sind Merete Brettschneider, Johannes Semm und Till Huster.

Der Titelsong ist hier wieder gleich zweimal zu hören – zum Start ebenso wie in der Langversion am Ende der Handlung. Gerade die angesprochene weibliche Zuhörerschar dürfte hier immer wieder gern mitsingen. Die restliche akustische Gestaltung ist unauffällig und sehr stimmig geraten, Musik und Geräusche sind in einem ausgewogenen Verhältnis eingebaut und sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Das fröhliche Orange des Covers ist eine willkommene Abwechslung zu dem ansonsten eher rosanen Look, auch das Titelbild bietet wieder eine gelungene Mischung aus moderner Optik und nostalgischem Zeichenstil. Zu sehen ist eine Szene aus dem Hörspiel, in der die beiden Zwillinge einen der Tierwärter und seinen Tiger beobachten. Auch die kleine „Fotostrecke“ mit einzelnen Ausschnitten daraus darf nicht fehlen.

Fazit: Das gut gewählte Thema und die Rückkehr eines bekannten Charakters haben mich gefreut, wobei die Handlung recht unspektakulär verläuft un nur wenig Spannnung aufbauen kann. Schade auch, dass die großen Stärken der Serie, die so unterschiedlichen Charaktere der Mädchen, nicht optimal ausgespielt werden kann.


Fallen 01 - Paris
Fallen 01 - Paris
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fallen – 1. Paris, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Fallen 01 - Paris (Audio CD)
Erster Eindruck: Zwei Hörspiel-Schwergewichte in einer Serie

Friedrich von Weiher, ein ehemaliger Soldat der Schweizer Garde, wird von Kardinal Weiher in dessen Gemächer gerufen und bekommt dort ein ebenso lukratives wie ungewöhnliches Angebot, das seine Fähigkeiten als Detektiv auf die Probe stellen wird. Etwa zur gleichen Zeit lernt die Nachtkrankenschwester Karen einen geheimnisvollen Besucher kennen, der ihr noch öfter begegnen wird...

„Fallen“ heißt die neue Serie des Lables Imaga, das bisher die Produktionen von Oliver Döring auf den Markt gebracht hat. Auch für den neuen Sechsteiler hat dieser die Idee geliefert, Skript und Regie hat allerdings Marco Göllner geschaffen. Döring und Göllner vereint in einem Hörspiel – das Versprechen, das allein hierdurch gegeben wird, kann „Paris“ locker erfüllen. Schon in der ersten Szene wird klar, dass es um Engel und einen uralten Kampf geht. Wie in dieser Introszene wird auch später mehr angedeutet als ausführlich erzählt, sodass nur an der Oberfläche gekratzt wird, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird, ist noch nicht abzusehen. Hinzu kommt, dass die Komplexität schon in dieser ersten Folge recht hoch ist, verschiedene Handlungsstränge werden miteinander kombiniert, ein Zusammenhang ist erst einmal – mit Ausnahme des übergeordneten Themas – nicht erkennbar. Doch „Paris“ ist so fesselnd erzählt und sehr packend umgesetzt, dass ich mich jetzt schon darauf freue, die weiteren Teile zu erkunden, die vielen Andeutungen später aufgeklärt zu sehen, die bereits lieb gewonnenen Protagonisten weiter auf ihrem Weg zu begleiten.

Frank Röth wurde für die Rolle des Friedrich von Gartner ausgewählt, der einige interessante Passagen bestreitet. Seine markante Stimme und der gradlinige Klang lassen ihn sehr glaubhaft wirken, in jeder Szene trifft er den richtigen Ton. Deborah Weigert ist als Karen zu hören, ihre freundliche und sanfte Stimme passt wunderbar zu der Krankenschwester, auch ihre Verwunderung über die Ereignisse kann sie sehr gut präsentieren. Wahre Gänsehautschauer hat Lilli Martha König bei mir erzeugt, mit tiefer und unheilvoller Stimme kann sie das mysteriöse Mädchen sehr facettenreich spielen. Weitere Sprecher sind Frank Schaff, Tilo Schmitz und Peter Groeger.

Ebenso beeindruckend wie die Handlung ist auch die akustische Umsetzung, beides ist bestens aufeinander abgestimmt und entführt den Hörer so in diese düstere Welt. Schon der anfängliche Kampf wird mit wenigen, sehr präzisen Geräuschen untermalt, die alles sehr lebendig wirken lassen. Der Soundtrack ist geradezu filmreif, epochal und bombastisch produziert zeigt das Produzententeam, was es alles bieten kann.

Das Cover ist von Wolfram Damerius im Stil einer Graphic Novel gestaltet und sehr eindringlich umgesetzt: Ein Mann liegt auf der Bordsteinkante, die Arme ausgestreckt, unter ihm breitet sich eine Blutlache in Form zweiter riesiger Flügel aus – sehr gelungen! Gepaart mit dem schlichten Schriftzug und der ansehnlichen grafischen Gestaltung ist auch hier ein ansprechendes Gesamtpaket entstanden.

Fazit: Wuchtig umgesetzt entfaltet der erste Teil von „Fallen“ einen großen Reiz. Der Kampf der Engel zu Beginn, die Einführung interessanter Charaktere, einige spannende Highlights, die das Geschehen trotz recht weniger Actionszenen sehr kurzweilig und unterhaltsam machen - „Paris“ macht definitiv Lust auf mehr!


Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika - Das Hörspiel: 1 CD
Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika - Das Hörspiel: 1 CD
von Oliver Scherz
  Audio CD
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika, 16. August 2016
Erster Eindruck: Abenteuerliches Afrika

In einer stürmischen Gewitternacht bemerken die Geschwister Joscha und Marie einen dunklen Schatten vor ihrem Fenster, der sich bei näherem Hinsehen als der Rüssel des Elefanten Abuu herausstellt. Dieser ist aus dem Zoo ausgebrochen und will nun nach Afrika um seine Verwandten zu besuchen. Die beiden beschließen, Abuu zu helfen und ihn dorthin zu begleiten. Vorher hinterlassen sie aber natürlich ihren Eltern einen Zettel mit einem Hinweis...

Der WDR ist gerade bei der Produktion von Kinderhörspielen seit einigen Jahren sehr aktiv, auch das Buch mit dem etwas sperrigen, aber niedlichen Titel „ Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“ von Oliver Scherz wurde von dem Radiosender vertont, eine Kaufversion ist nun bei Silberfisch erschienen. Beschrieben wird dabei die abenteuerliche Reise von Joscha und Marie gemeinsam mit ihrem neuen Freund Abuu, die sie durch ganz unterschiedliche Landschaften führt und mit verschiedenen Tieren in Berührung kommen – und nicht alle davon sind ihnen freundlich gesonnen. Da gibt es Kämpfe zu bestreiten, Prüfungen zu bestehen, das Gegenüber von der eigenen Persönlichkeit zu überzeugen. Und auch die Gegenden reichen von verschneiten Bergen über reißende Flüsse bis hin zu sengenden Wüsten, der Verlauf ist so sehr kurzweilig und abwechslungsreich gelungen. Doch die große Stärke der Geschichte sind die liebenswerten Charaktere und die niedlichen Details, die sich Schwerz erdacht hat: Die wird ein Globus als einzige Orientierungshilfe genommen, Abuu als Schlitten benutzt, aber eben auch eine Menge gelernt. Die vielen eingebauten Lebensweisheiten ergänzen die Geschichte sehr stimmig, zudem lernen die Kinder nebenbei etwas über Flora und Fauna. Sehr phantasievoll und charmant, ein sehr hörenswertes Kinderhörspiel!

Jaro Kaulmann und Lia Danisch machen ihre Sache als Joscha und Marie richtig gut, sie sind mit viel Energie mit dabei und haben hörbar Spaß an der Geschichte, sodass die eine oder andere etwas hölzerne Stelle nicht so sehr ins Gewicht fällt. Alexander Hauff ist als Abuu zu hören, mit viel Charme und einer ausdrucksstarken Sprechweise bringt er die Handlung sehr gut zur Geltung. Erzählerin ist Ulrike Bliefert, die mit einer sanften und einfühlsamen Stimme spricht, in den dramatischeren Szenen aber auch mal etwas lauter werden kann. Weitere Sprecher sind Eva Mannschott, Ursula Wüsthof und Thomas Balou Martin.

Die akustische Umsetzung ist dem WDR sehr gut gelungen, jede Szene ist sehr stimmig umgesetzt worden. Schon das Intro mit der Gewitternacht wirkt düster und ein bisschen bedrohlich, später wird sehr auf die jeweilige Landschaft und die vorkommenden Tiere mit passenden Geräuschen reagiert. Das ist vielfältig und lässt alles sehr lebendig wirken.

Wie üblich wurde das Buchcover auch hier verwendet, allerdings in einer leicht abgewandelten Version. Als Hintergrund wurde nämlich statt dem blassen gelb ein lindgrün gewählt, die Zeichnung von Abuu mit den beiden Kindern – beide noch im Schlafanzug – ist kindgerecht und niedlich. Die restliche Gestaltung ist recht unauffällig und enthält eine knappe Biographie des Autors.

Fazit: Eine phantasievolle Reise durch Europa und Afrika, wobei viele interessante Begegnungen mit Tieren eingebaut sind. Dabei wird es spannend und gefährlich, aber auch werden wichtige Werte vermittelt. Ein liebevolles und unterhaltsames Hörspiel, bei dem sicherlich auch einige Erwachsene gern zuhören werden.


Die neuen Fälle, Fall 26: Der siebte Monat
Die neuen Fälle, Fall 26: Der siebte Monat
Preis: EUR 7,59

4.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes: Die neuen Fälle – 26 Der siebte Monat, 16. August 2016
Erster Eindruck: Rätsel um zwölf Zimmer

Schon seit längerem hat Sherlock Holmes keinen Fall mehr gelöst, und da er deswegen beginnt undleidlich zu werden, bucht Dr. Watson kurzerhand ein Zimmer in dem Hotel für ihn, in dem er wegen eines Kongresses untergebracht ist. Doch es ranken sich unheimliche Geschichten um das Haus, in dem es zu spuken scheint. Sofort ist der Spürsinn des Meisterdetektivs geweckt...

Eric Niemann hat sich für die Reihe von Romantruhe Audio einen der neuen Fälle für Sherlock Holmes ausgedacht und greift gleivh zum Start einge Motive auf, die bereits in den Vorlagen von Arthur Conan Doyle aufgetaucht sind: Der Meisterdetektiv gelangweilt von der Ruhe, von Watson mehr oder weniger unfreiwillig aus London fortgebracht, dort mit einigen geheimnisvollen Vorgängen konfrontiert. Doch mutet dies keinesfalls wie eine bloße Kopie an, da Niemann mit einem Bezug zu Siegmund Freud sowie einem sehr unterhaltsamen Dialog für eine gelungene Stimmung sorgt. Im Hotel angekommen dauert es etwas, bis die Handlung zum Kern der Geschichte vorstößt, denn Holmes und Watson müssen hier mal wieder einen Mord aufklären. Der Weg zur Aufklärung ist ruhig, aber sehr unterhaltsam gelungen, eine kleinteiige Spurensuche beginnt. Interessant ist, dass eine etwas längere Szene weder von Watson noch von Holmes handelt, sondern sich zwei weitere Figuren mit einem merkwürdigen Rätsel widmen. Das hat mich anfangs irritiert, hat doch der Hörer nur selten einen Wissensvorsprung vor dem Detektiv, es passt aber bestens in diese Folge. Am Ende gipfelt alles in einem großen Treffen aller Beteiligten, bei dem von jedem Motiv und möglicher Tathergang eruiert werden. Hierbei kommen nicht nur einige überraschende Wendungen ans Licht, die Szene endet auch in einer sehr interessanten moralischen Fragestellung. „Der siebte Monat“ hat mir mit seiner ruhigen, dialoglastigen Umsetzung sehr gefallen, wieder wird sich nah an die Vorlagen gehalten und dennoch etwas Neues geschaffen.

Neben den beiden Hauptfiguren sind sechs weitere Sprecher im Einsatz, die ihre Sache ganz hervorragend machen. Daniel Montoya ist als Bobby Westlake zu hören, sein freundliches Gemüt, das Aufbegehren gegen seinen Vater, seine spätere Verzweiflung, alles wird sehr eindringlich und glaubwürdig von ihm umgesetzt. Reent Reins' unverkennbarer Klang prägt auch die Figur des Stewart Hopkins, er lässt feine Nuancen anklingen, die eine interessante Figur schaffen. Annekathrin Munz spricht die Helen Pritchard mit einem eingängigen Rhythmus und kann in jeder Situation überzeugen. Auch Lutz Harder, Nicolai Tegeler und Werner Ziebig sind zu hören.

Die Ausstrahlung der Folge ist eher ruhig, und auch die akustische Gestaltung passt sich dem an. So sind einige zarte Melodien eingebunden, die dem Hörspiel einen harmonischen Eindruck vermitteln, aber auch mal die Spannung erhöhen. Und auch die Geräusche sind stimmig eingefügt, sie sorgen für eine glaubhafte Atmosphäre.

Das Cover zeigt eine malerische Landschaftsaufnahme mit dem stürmischen Meer und sanften Hügeln, die Gestalt von Holmes hebt sich mit seinen typischen Attributen hiervon ab. Der Zeichenstil wirkt wie von einem alten Ölgemälde, sodass der positive Eindruck der Covergalerie fortgesetzt wird. Das Innere enthält wieder die wichtigsten Informationen, die übersichtlich angeordnet sind.

Fazit: Eine ruhige Folge, die mit einem sehr interessanten Hintergrund und mehreren Geheimnissen überzeugen kann. Ein geheimnisvolles Rätsel, ausdrucksstarke Protagonisten, lebendige Dialoge und besonders das gut inszenierte Finale sorgen für eine unterhaltsame Folge, die wieder viel von den Ursprungsgeschichten in sich trägt, aber etwas komplexer ist.


Der Siebte Monat (Neue Fälle 26)
Der Siebte Monat (Neue Fälle 26)
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes: Die neuen Fälle – 26 Der siebte Monat, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Der Siebte Monat (Neue Fälle 26) (Audio CD)
Erster Eindruck: Rätsel um zwölf Zimmer

Schon seit längerem hat Sherlock Holmes keinen Fall mehr gelöst, und da er deswegen beginnt undleidlich zu werden, bucht Dr. Watson kurzerhand ein Zimmer in dem Hotel für ihn, in dem er wegen eines Kongresses untergebracht ist. Doch es ranken sich unheimliche Geschichten um das Haus, in dem es zu spuken scheint. Sofort ist der Spürsinn des Meisterdetektivs geweckt...

Eric Niemann hat sich für die Reihe von Romantruhe Audio einen der neuen Fälle für Sherlock Holmes ausgedacht und greift gleivh zum Start einge Motive auf, die bereits in den Vorlagen von Arthur Conan Doyle aufgetaucht sind: Der Meisterdetektiv gelangweilt von der Ruhe, von Watson mehr oder weniger unfreiwillig aus London fortgebracht, dort mit einigen geheimnisvollen Vorgängen konfrontiert. Doch mutet dies keinesfalls wie eine bloße Kopie an, da Niemann mit einem Bezug zu Siegmund Freud sowie einem sehr unterhaltsamen Dialog für eine gelungene Stimmung sorgt. Im Hotel angekommen dauert es etwas, bis die Handlung zum Kern der Geschichte vorstößt, denn Holmes und Watson müssen hier mal wieder einen Mord aufklären. Der Weg zur Aufklärung ist ruhig, aber sehr unterhaltsam gelungen, eine kleinteiige Spurensuche beginnt. Interessant ist, dass eine etwas längere Szene weder von Watson noch von Holmes handelt, sondern sich zwei weitere Figuren mit einem merkwürdigen Rätsel widmen. Das hat mich anfangs irritiert, hat doch der Hörer nur selten einen Wissensvorsprung vor dem Detektiv, es passt aber bestens in diese Folge. Am Ende gipfelt alles in einem großen Treffen aller Beteiligten, bei dem von jedem Motiv und möglicher Tathergang eruiert werden. Hierbei kommen nicht nur einige überraschende Wendungen ans Licht, die Szene endet auch in einer sehr interessanten moralischen Fragestellung. „Der siebte Monat“ hat mir mit seiner ruhigen, dialoglastigen Umsetzung sehr gefallen, wieder wird sich nah an die Vorlagen gehalten und dennoch etwas Neues geschaffen.

Neben den beiden Hauptfiguren sind sechs weitere Sprecher im Einsatz, die ihre Sache ganz hervorragend machen. Daniel Montoya ist als Bobby Westlake zu hören, sein freundliches Gemüt, das Aufbegehren gegen seinen Vater, seine spätere Verzweiflung, alles wird sehr eindringlich und glaubwürdig von ihm umgesetzt. Reent Reins' unverkennbarer Klang prägt auch die Figur des Stewart Hopkins, er lässt feine Nuancen anklingen, die eine interessante Figur schaffen. Annekathrin Munz spricht die Helen Pritchard mit einem eingängigen Rhythmus und kann in jeder Situation überzeugen. Auch Lutz Harder, Nicolai Tegeler und Werner Ziebig sind zu hören.

Die Ausstrahlung der Folge ist eher ruhig, und auch die akustische Gestaltung passt sich dem an. So sind einige zarte Melodien eingebunden, die dem Hörspiel einen harmonischen Eindruck vermitteln, aber auch mal die Spannung erhöhen. Und auch die Geräusche sind stimmig eingefügt, sie sorgen für eine glaubhafte Atmosphäre.

Das Cover zeigt eine malerische Landschaftsaufnahme mit dem stürmischen Meer und sanften Hügeln, die Gestalt von Holmes hebt sich mit seinen typischen Attributen hiervon ab. Der Zeichenstil wirkt wie von einem alten Ölgemälde, sodass der positive Eindruck der Covergalerie fortgesetzt wird. Das Innere enthält wieder die wichtigsten Informationen, die übersichtlich angeordnet sind.

Fazit: Eine ruhige Folge, die mit einem sehr interessanten Hintergrund und mehreren Geheimnissen überzeugen kann. Ein geheimnisvolles Rätsel, ausdrucksstarke Protagonisten, lebendige Dialoge und besonders das gut inszenierte Finale sorgen für eine unterhaltsame Folge, die wieder viel von den Ursprungsgeschichten in sich trägt, aber etwas komplexer ist.


Wolfsspuren-Vol.25
Wolfsspuren-Vol.25
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes & Co – 25. Wolfsspuren, 16. August 2016
Rezension bezieht sich auf: Wolfsspuren-Vol.25 (Audio CD)
Erster Eindruck: Die Jagd nach dem Untier

Als die junge Marie auf dem Rückweg von ihrer Großmutter verschwindet, flammt in Frankreich direkt wieder die alte Legende auf, die hierzulande unter dem Titel Rotkäppchen bekannt ist. Doch Auguste Dupin bezweifelt, dass ein dämonischer Wolf sein Unwesen treibt, doch um den Fall zu lösen, muss er sich nicht allein mit Edgar Allan Poe verbünden...

Auguste Dupin hat zwar hierzulande nicht den allergrößten Bekanntheitsgrad, dennoch ermittelt er momentan sehr aktiv in „Sherlock Holmes & Co“, auch der 25. Fall der Reihe wird von dem französischen Detektiv geleitet. Dabei ist wieder eine sehr atmosphärische und düstere Geschichte entstanden, die gleich zu Anfang mit dem Mythos von Rotkäppchen verknüpft wird. Der Schwenk auf Dupin und seinen Chronisten Edgar Allan Poe, auf dessen Werk auch hier wieder angespielt wird, geschieht dann recht abrupt, er nähert sich dem Fall auf einen ganz anderen Weg an. Das ist wieder sehr unterhaltsam gehalten, auch dass er nicht allein ermittelt hat einen positiven Effekt auf diese Folge, das bringt noch einmal andere Elemente mit ein. Das ganze ist recht dialoglastig und dennoch mit Schwung erzählt, da immer neue Hinweise aufkommen und so die Hintergründe aufgedeckt werden, wobei durchaus einige kleinere Nebenarme aufgemacht werden. Die Auflösung kann dann überraschen, der Fall wird stimmig aufgeklärt und erhält darin noch einmal eine ganz eigene Note. Eine sehr solide Folge der Reihe, in der alle Elemente wieder stimmig ineinander greifen.

Frank Felicetti ist hier als Henri Ligardes zu hören, er verleiht seiner markanten Stimme mal wieder einen neuen und frischen Klang, sodass er eine sehr eigenständige Figur erschafft und diese mit viel Energie umsetzt. Auch Uschi Hugos unverkennbarer Klang passt sich als Delphine Ligardes dem neuen Umfeld an, auch sie unterstützt die Wirkung der Folge. Julia Fölster beweist einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit, sie passt auch bestens in dieses ernste und düstere Umfeld. Weitere Sprecher sind Luise Lunow, Wolfgang Bahro und Martin Sabel.

Auch akustisch hinterlässt „Wolfsspuren“ einen positiven Eindruck, Sebastian Pobot und sein Team haben wieder eine stimmige und passende Atmosphäre geschaffen, die die Handlung gekonnt an den richtigen Stellen unterstreicht. Federführend hierbei sind die Geräusche, die an die jeweilige Situation angepasst sind und die nötige Dramatik verleihen, doch auch der sanfte Einsatz der Musik ist passend gelungen.

Die Serie beschränkt sich meist darauf, schlichte Motive für die Cover auszuwählen, und auch hier ist lediglich die Statue eines Wolfskopfes abgebildet. Die erdigen Töne stehen dabei in Kontrast zu der orangefarbenen Gestaltung, und auch das Konterfei des namengebenden Detektivs mit der Folgenzahl darf dabei nicht fehlen. Das Innere hält die notwendigen Informationen zur Produktion übersichtlich bereit.

Fazit: Wieder eine Folge, die an eine Erzähung von Edgar Allan Poe angelehnt ist und dessen düstere Stimmung übernimmt, darüber hinaus aber auch mit dem Rotkäppchen-Mythos verknüpft wurde und eine sehr eigenständge und eingängige Erzählweise hat. Auch die Figuren kommen dabei gut zur Geltung, im Mittelpunkt steht aber die langsame Aufdeckung der Hintergründe.


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