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Rezensionen verfasst von
Zeitgeist "leserausherne" (Herne)

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Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens: Band 1: Fleisch
Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens: Band 1: Fleisch
von Stiftung Warentest
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitgemäßes Grundkochbuch (die ganze Reihe), 12. Januar 2017
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe alle drei Bücher dieser Reihe meinen Kindern geschenkt - und sie sind begeistert aufgenommen worden!

Wir haben Dutzende von Spezialkochbüchern über Küchen anderer Länder, speziell für Meeresfrüchte, Kochen mit Arganöl und anderes mehr. Aber jeder halbwegs ambitionierte Mensch - gerade wenn er oder sie jung ist - braucht auch so etwas wie ein Grundkochbuch, das alle Disziplinen abdeckt, wo man lesen kann, wie man verschiedene Fleischstücke und Saucen zubereitet etc. Ganz früher gab es dafür die "Davidis" und seitdem sind immer wieder mehr oder weniger gelungene Versuche erschienen, modernere Grundkochbücher zu schreiben.

Die drei Bücher dieser Reihe bringen das Konzept des Basiskochbuchs auf ein ganz anderes Niveau, weil sie nämlich nicht nur Rezepte enthalten, sondern auch die physikalischen und chemischen Prozesse der Speisenzubereitung erklären und dabei eine gute Balance zwischen Verständlichkeit und Informationstiefe aufweisen. Es wird aber nicht nur der Stand der Wissenschaft dargestellt, sondern der Autor hat selber viele Versuchsreihen durchgeführt, um die optimalen Garmethoden für verschiedene Fleisch- und Fischstücke zu ermitteln.

Manchmal muss man lesen, dass man das beste Ergebnis leider nicht mit den beschränkten Möglichkeiten einer Haushaltsküche hinbekommt (d.h. warum es sich durchaus lohnt, ins Steakhaus zu gehen), aber es sind viele Tricks dabei, wie man Fleisch und Fisch richtig gut zubereiten kann. Auch die ewige Steakdebatte wird gelöst: Erst bei niedriger Temperatur in den Backofen, dann scharf braten, dann kurz ruhen lassen.

Im Unterschied zu vielen anderen Kochbüchern bleibt dieses Buch dabei pragmatisch und bodenständig (wenn es beispielsweise heißt, dass man das stark durchblutete Fleisch beim Lachs, das nach dem Garen grau wird, nicht abschneiden muss, weil sein Anteil so gering ist, dass er sich geschmacklich nicht bemerkbar macht).

Gibt es Minuspunkte in dem Buch?

Okay, Ausstattung, Druck und Schriftgröße könnten besser sein. Die "Culinaria"-Reihe zeigt, welch sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis man hinbekommen kann. Aber hier ist es auch noch akzeptabel.

Zweitens ist es natürlich ein amerikanisches Buch, und entsprechend sind die Rezepte etwas US-lastig (bitte jetzt keine Vorurteile über das Land der Hamburger entwickeln - das Buch belehrt uns eines Besseren!). Die Übersetzung ist im allgemeinen gelungen, aber manche Dinge - wie Fleischzuschnitte - sind dort halt anders als hier. Ich finde, damit kann man leben.

Alles in allem Kleinigkeiten, die die Gesamtbewertung nicht schmälern und keinen Sternabzug rechtfertigen. Sie können das Buch guten Gewissens verschenken - gerade an jüngere Leute -, sie können aber auch noch eine Menge daraus lernen, wenn Sie selbst schon ein erfahrener Küchenhase sind.


Allein unter Amerikanern: Eine Entdeckungsreise (suhrkamp taschenbuch)
Allein unter Amerikanern: Eine Entdeckungsreise (suhrkamp taschenbuch)
von Tuvia Tenenbom
  Broschiert
Preis: EUR 16,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reportage eines politisch inkorrekten Juden über das politisch korrekte Land der Vielfalt und der Freiheit, 9. Januar 2017
Der Autor - ein Jude, der aus Israel nach New York ausgewandert ist, aber auch viel Zeit in Deutschland verbringt - ist sechs Monate lang quer durch die USA gereist, um herauszufinden, ob das Vorurteil stimmt, dass die Amerikaner "oberflächlich und einfältig" seien (S. 12f.). Dabei hat er eine dreistellige Zahl von Menschen interviewt, darunter einen Gouverneur, einen Bürgermeister, den Kanzler einer Universität, Regierungsbeamte, einen Obdachlosen, Tellerwäscher, Immigranten, Indianer, Juden, Pastoren, Soldaten, Angehörige der sogenannten Mittelschicht, Waffenhändler und Waffennarren, Klimaschützer, Unternehmer - also so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann.

Ein New Yorker, der die USA erkundet? - Nun, New York ist nicht die USA. Und es gibt eine lange literarische Tradition von New Yorkern, die quer durch den Kontinent reisten, um den Westen kennenzulernen. Damit reiht sich Tenenbom unter Autoren wie John Steinbeck, der mit dem großartigen Buch "Die Reise mit Charley" etwas ähnliches unternommen hat.

Tenenboms Ergebnisse zeichnen ein scheinbar eindeutiges Bild von "den" Amerikanern. Einen vernünftigen Menschen muss man in dem Buch schon mit der Lupe finden (ich glaube, es sind genau zwei darunter). Alle bekommen ihr Fett weg, mit dem der in sarkastischem Tonfall schreibende Autor nicht sparsam umgeht: Die Liberalen genauso wie die Konservativen, die Schwarzen wie die Weißen, die Indianer (über die sich Tenenbom besonders heftig auslässt - kaum einer von ihnen spricht noch die traditionelle Sprache und pflegt ihre Kultur, aber sie kassieren Subventionen, betreiben Kasinos und sind rassistisch gegenüber Nicht-Indianern), die überassimilierten Deutsch-Amerikaner, die evangelikalen Christen und auch die Juden, die in Mehrheit anti-israelisch und pro-palästinensisch geworden seien. Und wenn Tenenbom dann einige europäische Touristen trifft, die sich über die mangelnden Kenntnisse der Amerikaner in europäischer Geographie mokieren, versteht Tenenbom diese auch noch in die Pfanne zu hauen, indem er ihnen vorhält, dass ihre Bildung nicht besser ist.

Unter den Amerikanern tauchen einige Themen wiederholt auf:
- Laut Tenenbom haben fast alle Amerikaner (im Land der "Tapferen und Freien") Angst davor, ihre politische Meinung zu äußern.
- Weil ihm kaum jemand sagt, wen er wählt, fragt er indirekt und stellt fest, dass "demokratisch, pro-palästinensisch und an den Klimawandel glaubend" genauso eine Trias bildet wie "republikanisch, pro-israelisch und den Klimawandel leugnend".
- Überall stellt er antisemitische Vorurteile fest.
- Die Amerikaner vertreten gern starke Meinungen, die sich zumeist auf Nicht-Wissen und Unwahrheiten stützen.
- Die Vielfalt (diversity) wird zwar von den Liberalen gern beschworen, ist aber gescheitert.
- Amerikanische Politiker sind unehrlich, Lügner und Betrüger - und zwar aller Parteien.

Ist das ein Zerrbild der US-amerikanischen Bürger? In dieser Radikalität sicherlich. Ich habe selber in insgesamt acht amerikanischen Familien gelebt, darunter zumeist liberalen, aber auch in stockkonservativen, ich habe an US-amerikanischen Universitäten unterrichtet und wahrscheinlich mit fünfmal so vielen Amerikanern aller Gesellschaftsschichten und aus allen Regionen der USA geredet als Tenenbom und mein Urteil fällt doch weitaus differenzierter aus, und zwar in allen Punkten. Schreibt Tenenbom also die Unwahrheit?

Ich glaube nicht, dass er lügt. Aber ich glaube, dass seine Ergebnisse auch Resultate seiner Fragetechnik sind. Er arbeitet ein bisschen wie Borat, verstellt sich gern, und entweder verleitet er die Menschen dazu, bestimmte Dinge zu sagen, oder er provoziert sie. In beiden Fällen kommen unüberlegte Äußerungen heraus, und er nimmt in sein Buch wohl auch nur das auf, was seine Gesprächspartner in möglichst schlechtem Licht erscheinen lässt. Und natürlich ist die Auswahl seiner Interviewpartner alles andere als repräsentativ und in einigen Aspekten regelrecht verzerrend (beispielsweise ist seine Kritik an den Indianern zwar in manchen Punkten berechtigt, aber über die positiven Beispiele, die es auch gibt, schreibt er nicht, beispielsweise über die Ureinwohner in Alaska, die vom US-amerikanischen Staat eine weitaus bessere Organisationsform erhalten haben als die Bewohner der Reservate, oder auch nicht über die Indianer in New Mexico, die ihre Traditionen zu guten und auch hochbezahlten Kunstformen weiterentwickelt haben).

Für all diese Übertreibungen, Verzerrungen, Einseitigkeiten und Gehässigkeiten ziehe ich einen Stern ab. Warum vergebe ich dennoch vier Sterne?

Erstens ist dieses Buch ungemein unterhaltsam. Tenenboms Stil ist leicht, flüssig, witzig, pointiert, rasiermesserscharf und auch selbstironisch. Er macht sich über seine Gesprächspartner lustig, aber auch über sich selbst. Wer hätte schon sonst den Mut, sich mit dickem Bauch, Zichte in der Hand und einem lächerlichen Indianerschmuck auf dem Kopf vor einer Tankstelle auf einen Buchtitel setzen zu lassen? Irgendwie ist dieses Buch so unterhaltsam, dass man es wie eine Satire liest und weiß, dass man es gar nicht so furchtbar ernst nehmen kann.

Zweitens enthält es wirklich treffende Einsichten. Vor der Präsidentenwahl waren sich (fast) alle sicher, dass Clinton gegen Trump gewinnen würde. Und im Nachhinein waren alle klüger. Tenenbom, der sein Buch während des Vorwahlkampfs geschrieben hat, hat geahnt, wie es ausgehen würde - übrigens ähnlich wie Michael Moore, der auch prognostiziert hatte, dass Trump es schaffen könnte. In der New York Times habe ich kurz nach der Wahl gelesen, dass Trumps Wahlsieg gezeigt hat, dass der amerikanische "identity pluralism" gescheitert ist, also dass Konzept, dass sich die amerikanische Gesellschaft aus einer Vielfalt von Minderheiten zusammensetzt, die nicht miteinander verschmelzen, sondern ihre Identität bewahren und pflegen. Clinton hat versucht, im Wahlkampf die verschiedenen Minderheiten anzusprechen (was ihr natürlich nicht gelingen konnte), Trump hat dagegen gewonnen, weil er diejenigen hinter sich versammelt hat, die sich keiner Minderheit zugehörig fühlten.

Drittens stellt das Buch die "political correctness" bloss. Die amerikanischen Liberalen sind nur verballiberal. Sie können sich das auch leisten, weil sie ja nicht in den segregierten Gebieten leben, in denen sich die Schwarzen gegenseitig über den Haufen schießen (klingt politisch unkorrekt, ist aber leider die traurige Wahrheit). Barack Obama, der sich in seinem Chicagoer Wahlkreis selber kaum blicken ließ, bildet Tenenbom zufolge keine Ausnahme.

Viertens schließlich imponiert mir Tenenbom als Typ. Wenn ihn seine Gesprächspartner warnen, sich als übergewichtiger Weißer in ein Problemgebiet zu begeben, dann hat er seinen Spass daran, genau das zu tun. Er quatscht jeden an und hat keinerlei Berührungsängste. Und obwohl es manchmal nervt, dass er überall Antisemitismus wittert und dass die Situation der Juden gefühlt ein Viertel des gesamten Buches einnimmt, gefällt mir auch - und das mag jetzt auch wieder politisch inkorrekt sein - sein jüdischer Humor.

Wenn der Kanzler der Uni Berkeley sagt, dass 90 Prozent der jüdischen Studierenden zufrieden seien, zieht Tenenbom diese Aussage aus der Marketingschublade allein deshalb in Zweifel, weil es einfach nicht vorkommen dann, dass 90 Prozent Juden einer Meinung seien. Diese Aussage charakterisiert das Buch und dass man es augenzwinkernd lesen sollte: Als eine übertriebene, ungemein unterhaltsame Satire, die das eine oder andere Körnchen Wahrheit enthält, über das nachzudenken man durch die Lektüre angeregt wird.


Panasonic Deutschland NN-DF385MEPG Mikrowelle / 1000 W / 23 L Garraum / Flacher Garraumboden kein Drehteller / Kindersicherung / silber
Panasonic Deutschland NN-DF385MEPG Mikrowelle / 1000 W / 23 L Garraum / Flacher Garraumboden kein Drehteller / Kindersicherung / silber
Preis: EUR 235,00

5.0 von 5 Sternen Gutes, kompaktes Gerät ohne Drehteller mit zufriedenstellender Back-Funktion, 12. Dezember 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es war verdammt schwer, ein passendes Gerät zu finden. Was wir wollten:
- Ein kompaktes Gerät, weil wir in unserer Küche nicht viel Platz haben (Ausschlusskriterium).
- Ein Mikrowellengerät ohne Drehteller, weil wir auch eckige Formen verwenden wollen.
- Einen Zweit-Backofen, um Steaks ruhen zu lassen, während wir den Hauptbackofen mit großer Hitze für ein Gratin etc. verwenden.
Diese Anforderungen erfüllt das Gerät perfekt. Die Mikrowelle funktioniert einfach super, mit verschiedenen Stufen, und auch ohne Drehteller sehr gleichmäßig. Also 5 Sterne für die Hauptfunktion.
Die Backfunktion kann sich natürlich nicht mit einem "richtigen" Backofen messen. Sie hat ihre Schwächen und ihre Stärken. Etwas seltsam ist, dass die Temperaturwahl 40°C (für Hefeteige) und dann stufenlos von 100° bis 200° erlaubt. Allerdings liegt die tatsächliche Temperatur immer um 20° unter der gewählten Temperatur, so dass wir genau unsere 80° für die Steaks erreichen, wenn wir 100° wählen. Seltsam, aber man kann damit umgehen. Also für Niedertemperaturgaren geeignet. Stellt man richtig Power ein, werden z.B. Aufbackbrote sehr schön knusprig (sogar besser als im großen Umluft-Ofen); allerdings muss man etwas mehr Acht geben, damit das Backgut nicht verbrennt.
Fazit: Für so ein kleines (und bezahlbares) Gerät leistet es verdammt viel. Die Mikrowelle ist Spitzenklasse und die Backfunktion arbeitet für unsere Zwecke zufriedenstellend. Mehr kann man für das Geld und bei den Abmessungen nicht erwarten.


420g / 200g ATG Konjak Nudeln Shirataki "Nudeln-breit" aus Konjakmehl Konjac #10
420g / 200g ATG Konjak Nudeln Shirataki "Nudeln-breit" aus Konjakmehl Konjac #10
Wird angeboten von AsiaShopAZ
Preis: EUR 5,99

3.0 von 5 Sternen Füllstoff für den Magen, 12. Dezember 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Nudelersatzprodukt ist die Lösung, wenn man auf Low Carb ist und Heißhunger auf Nudeln verspürt. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Kurz mit heißem Wasser abspülen, in die heiße Sauce geben, fertig. Das Produkt ist vorgegart und muss nur noch erwärmt werden. Es ist absolut geschmacklos (aber für Geschmack sorgt ja die Sauce), allerdings auch ziemlich labberig - von al dente keine Spur. Es hat praktisch keine Kalorien, auch sonst wenig Nährwert und dient zu nichts anderem als die Sauce aufzunehmen und den Magen zu füllen. Kann man einsetzen, wenn man zu einem Pasta-Essen eingeladen ist. Ist ansonsten aber überflüssig, denn hat man sich erst von der Kohlenhydrat-Sucht entwöhnt, reicht es, Fleisch und Gemüse zu essen.
Der leicht "fischige" Geruch aller Konjak-Produkte kommt daher, dass zur Herstellung ein Algenextrakt eingesetzt wird. Er verschwindet aber durch kurzes Abspülen mit heißem Wasser (erwärmt gleichzeitig) restlos.


10 Meter flexibler Kantenschutz PVC schwarz mit Metalleinlage zuschneidbar Profiware
10 Meter flexibler Kantenschutz PVC schwarz mit Metalleinlage zuschneidbar Profiware
Wird angeboten von Powerpreis24de
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, um verschlissene Bodengummis von Barhockern zu erneuern, 12. Dezember 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Gummiringe an den Bodenplatten unserer (Küchen-) Barhocker waren zerschlissen, so dass das Metall auf dem Boden kratzte. Der Kantenschutz war die Lösung! Einfacher geht es gar nicht: Einfach die benötigte Länge mit einem Seitenschneider abkneifen, rundherum festklemmen, fertig! Die Barhocker sind wieder absolut rutschfest - sogar besser als zuvor.


Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman
Die Analphabetin, die rechnen konnte: Roman
von Jonas Jonasson
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Albern und unintelligent, 9. Dezember 2016
Ich muss vorwegschicken, dass ich skurrile, absurde, witzige Literatur mag - wenn sie gut gemacht ist wie beispielsweise bei Tom Sharpe (bei dem Jonasson übrigens Anleihen genommen hat). Leider fällt die Analphabetin nicht in diese Kategorie.

Dabei fängt das Buch gar nicht so schlecht an. Im ersten Teil werden zwei Geschichten parallel erzählt - eine gute und eine schlechte. Dann werden irgendwann beide Geschichten zusammengeführt, indem die gute beendet wird und dann nur noch die schlechte weitererzählt wird.

Die gute Geschichte handelt in Südafrika zur Zeit der Apartheid, wo die Drangsalierungen der Schwarzen durch die Buren mit dem gleichen trockenen Humor beschrieben werden, wie man ihn von den Tom Sharpes Südafrika-Romanen kennt, nur dass Jonasson dann doch nicht an Tempo und Witz eines Sharpe herankommt. Dabei ist Jonassons Idee gar nicht schlecht, eine ungebildete Slumbewohnerin mit einem mathematischen Talent auszustatten und dadurch Überraschungseffekte zu generieren. Aber was macht er aus dieser Idee? Erstens wird sie nicht wirklich intelligent eingesetzt, wahrscheinlich weil des Verfassers Mathematikkenntnisse zu limitiert sind, um etwas richtig Gutes daraus zu machen. Und zweitens schleift sich diese Idee sehr schnell ab, wenn die Protagonistin dann immer wieder etwas ausrechnet, was sich dann als belanglos erweist. Kostprobe gefällig?

"Das macht also achtzig Rand netto im Monat. Bis ich alles zurückgezahlt habe, muss ich sieben Jahre, drei Monate und zwanzig Tage beim Herrn Ingenieur arbeiten. ..." Der Richter war völlig verblüfft. Nicht genug damit, dass das Mädchen sich äußerte. Uns sich auch gut ausdrückten konnte. ... Sie hatte außerdem den Umfang der Strafe ausgerechnet, bevor irgendjemand anders im Saal auch nur annähernd dasselbe hätte tun können. Er hätte das Mädchen rügen müssen, aber... er war zu neugierig, ob sie wirklich richtig gerechnet hatte. ... "Ich würde sagen, dann runden wir nach unten ab", schlug er vor. "Genau sieben Jahre reichen auch."

Ist das intelligent? Ist das witzig? - Die meisten Rezensenten bejahen das hier, ich finde es einfach nur lahm. Intelligenter wäre es gewesen, sie hätte ihre Mathematikkenntnisse genutzt, um den Richter aufs Glatteis zu führen und für sich etwas besseres herauszuholen.

Und das war noch in der besseren Geschichte. In der schlechteren Geschichte, die dann zur alleinigen wird, agieren ausnahmslos Vollidioten. Das macht es einem Autor natürlich leicht, seine Geschichte voranzutreiben. Ein Vollidiot ist eine Variante des Deus ex machina, denn man kann einen Vollidioten alles machen lassen, sei es noch so unlogisch oder unrealistisch. Und wenn alle Vollidioten sind, vom Staatspräsidenten bis zum Pförtner, funktioniert das auch.

Also, der Verfasser möchte, dass seine Helden eine Atombombe bekommen. Wie lässt man Menschen in den Besitz einer Atombombe kommen? Ganz einfach, indem ein Mossad-Agent die Atombombe mit der Post verschicken lässt und dabei der Adressaufkleber verwechselt wird. Haha, selten so gelacht.

Wie wird man einen Mossad-Agenten wieder los, ohne dass einer der Protagonisten dabei hopps geht? - Der Held lädt den Agenten in einen Hubschrauber ein, stellt dann den Autopiloten so ein, dass der Hubschrauber über der Ostsee abstürzen wird, und dann springt der Held in selbstmörderischer Absicht aus 600 Metern Höhe aus dem Hubschrauber. Und er landet wohlbehalten zuhause auf einem Haufen Kissen. Hahaha, eine tolle Idee des Verfassers. Könnte aus einem Monty-Python-Film stammen.

Das war der Punkt, ungefähr in der Mitte des Romans, wo ich aufgehört habe weiterzulesen. Skurril, absurd - gerne. Aber die Kunst der Ironie besteht doch darin, den Eindruck zu vermitteln, es KÖNNTE sich wirklich so ereignen. Nur Idioten agieren zu lassen, ist so witzig wie eine Party von Volltrunkenen. Übrigens gilt das auch für seine Hauptakteurin. Ein Mädchen aus dem Slum, das ein Talent für Mathematik hat. Okay. Das sich von einem Bekannten lesen und schreiben beibringen lässt. Auch noch okay. Das fließend Chinesisch lernt. Jetzt übertreibt er es langsam. Dass ihren Job als Putzfrau dazu nutzt, Atomphysikerin zu werden. Es fängt an, weh zu tun. Das dann aber sieben Jahre lang zu blöd ist, eine Atombombe loszuwerden, weil man ihren Anruf im Sekretariat des Königs nicht ernst nimmt. Aua!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2016 6:06 PM CET


4 Stück Lavendelsäckchen aus der Provence je 20 g
4 Stück Lavendelsäckchen aus der Provence je 20 g
Wird angeboten von STIL UND LEBEN - HIER sind die Geschenke... ;-)
Preis: EUR 8,90

5.0 von 5 Sternen Hübsch, duftend, gut und preiswert, 11. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lavendelsäckchen haben wir uns früher immer aus der Provence mitgebracht. Aber man kann ja nicht mal eben dahin fahren, wenn man mal wieder einige benötigt oder verschenken will. Aber dafür gibt es ja Amazon! Die Säckchen haben hübsche Muster im typisch provenzalischen Stil und sie duften, wie sie duften müssen. Mein Tipp: Wenn der Duft nach einiger Zeit nachzulassen beginnt, einfach auf das Säckchen drücken, damit einige der Blüten zerquetscht werden und neue Düfte freisetzen!


Culinaria Frankreich: Französische Spezialitäten
Culinaria Frankreich: Französische Spezialitäten
von André Dominé
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bietet für seinen Preis unglaublich viel, aber..., 11. November 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Weil dieses Buch so unglaublich preiswert ist, verzeiht man ihm viel und so habe ich vier Sterne verliehen - sonst wären es nur drei geworden. Zunächst zu den positiven Aspekten:
Wie die meisten Culinaria-Bände ist das Buch nach Regionen gegliedert, enthält zu jeder Region Hintergrundgeschichten, Warenkunde für Lebensmittel und Getränke, Bilder und Rezepte, also eine gelungene Mischung von praktischen Tipps, Informationen und einfach unterhaltsamen Textabschnitten. Insofern ist es weniger ein Rezeptbuch, sondern eher ein Buch zum Schmökern.
Und damit sind wir schon bei den Kritikpunkten:
Erstens merkt man, dass der Verfasser kein Franzose ist: Das Buch strotzt voller Fehler. Fast auf jeder Seite ist mir ein sachlicher Fehler aufgefallen. Ein Beispiel? Da heißt es, Crémant sei ein Champagner mit niedrigerem Druck. Mein Gott, das galt bis 4. Juli 1975! Seitdem bezeichnet der Begriff einen Schaumwein, der außerhalb der Champagne nach der méthode champenoise hergestellt worden ist. Und wenn wir schon beim Crémant sind: Der Kir Royal wird nicht, wie in dem Buch geschrieben steht, mit Champagner aufgefüllt (der dafür viel zu schade wäre), sondern natürlich mit dem heimischen Crémant de Bourgogne.
Zweitens ist bei der Warenkunde die Auswahl der Waren häufig merkwürdig. Das fängt schon bei den Pariser Brotsorten an, wo jede Menge ziemlich exotische Sorten genannt werden, aber die Sorten, die in jeder Bäckerei zu finden sind, fehlen. Bei der Patisserie ist es genauso.
Drittens sind die Bewertungen oft alles andere als hilfreich. Da werden rund zwei Dutzend Edel-Champagner aufgelistet (ohne zu nennen, dass es sich um die Edelsorten handelt) und mit jeweils drei Adjektiven qualifiziert, die so nichtssagend sind ("elegant", "ausgewogen"...), dass ihr Informationswert Null ist. Solche nichtssagenden Wertungen ("köstlich") ziehen sich durch das ganze Buch. Praktisch nirgends findet man echte Entscheidungshilfen.
Viertens wundert einen die Auswahl der Rezepte. Teilweise finden sich Rezepte von Gerichten, von denen man noch nie gehört hat. Dafür fehlen die Standards der Regionen. Für das Elsass gibt es weder Zwiebelkuchen noch Baeckeoffe noch Coq au riesling oder Truite au riesling. Im Kapitel Burgund gibt es kein Rezept für Bœuf bourguignon, das wohl typischste Gericht der Region.
Fünftens sind die Rezepte, die genannt werden, häufig grundlos kompliziert. Da wird ein Coq au vin-Rezept mit Trüffeln und Trester beschrieben. Von einem Culinaria-Buch, das ja nur vergleichsweise wenig Rezepte enthält, erwarte ich eigentlich, dass die Standardgerichte der jeweiligen Regionen beschrieben werden. Übrigens läuft der Coq au vin unter der Überschrift "innovative burgundische Küche", aber so richtig innovativ sind die Rezepte dort auch wieder nicht.
Alles in allem muss ich sagen, dass es sich ausgerechnet beim Frankreich-Band um das schwächste Buch aus der gesamten Culinaria-Reihe handelt. Immerhin versöhnt der Preis.


Slotra Daypack Laptop Rucksack 12,1-15,6 Zoll Multifunktionen Schule Outdoor Business Backpack für Herren und Damen Grau, 30x18 x45 cm
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Wird angeboten von Slotra Inc.
Preis: EUR 39,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Volumen, gute Aufteilung, elegante Optik, 25. August 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Durch die rechteckige Form ist das Volumen viel besser nutzbar als bei herkömmlichen Rucksäcken mit gleicher Literzahl. Durch die Form passen auch Büroutensilien wie Ordner etc. hervorragend in den Rücksack. Es gibt ein separates Laptopfach direkt am Rücken (dadurch vor Diebstahl geschützt), das gut gepolstert ist und einen 15,6"-Laptop problemlos aufnimmt. Darüber hinaus gibt es jede Menge Fächer für Tablet, Smartphone, Hygieneartikel und vieles andere mehr. Für Büro oder Hochschule ist das Teil schlichtweg ideal.

Durch seine elegante Optik kann man den Rücksack auch gut zum Businessanzug tragen.


Nimmersatt?: Warum wir Fett brauchen, um schlank zu werden
Nimmersatt?: Warum wir Fett brauchen, um schlank zu werden
von Dr. med. David Ludwig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

113 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Low Carb - the American Way, 16. August 2016
Zunächst vorweg: Die Low-Carb-Methode funktioniert; insofern stellt das Buch eine gute Form der dauerhaften Enährungsumstellung (und nicht nur eine Diät) vor. Neu ist das Ganze jedoch nicht, obwohl der Verfasser viel tam-tam darum macht, dass ER die Ernährungswissenschaft revolutioniert habe. Es gibt auch eine Reihe anderer, wissenschaftlich fundierter Bücher über die Low-Carb-Ernährung.

Nun zu diesem speziellen Buch. Der erste Teil befaßt sich mit den biologischen und ernährungswissenschaftlichen Grundlagen der Low-Carb-Ernährung. Dazu gehört auch, reichlich Fett zu essen, weil Fett sättigt und Hungerattacken vermeidet. Diese Abschnitte sind für meinen Geschmack teilweise etwas zu reißerisch und teilweise auch etwas zu populärwissenschaftlich-oberflächlich geraten, bauen aber auf Sekundäranalysen anderer Studien und eigenen Studien des Verfassers auf.

Der Hauptteil befasst sich mit den praktischen Aspekten der Ernährungsumstellung, die aus drei Phasen besteht. In der ersten Phase, die zwei Wochen dauern soll, wird die Ernährung auf 50% Fett (das ist wirklich viel), 25% Protein und nur 25% Kohlenhydrate umgestellt. In den anschließenden Phasen zwei und drei (die dritte Phase dauert lebenslang) wird der Kohlenhydratanteil dann sukzessive gesteigert, wobei Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index (auch nichts Neues!) im Vordergrund stehen sollen. Das ist schon der Kern der Ernährungsumstellung.

Relativ viel Platz nehmen dann die Kochrezepte ein, die von der Ehefrau des Verfassers entwickelt worden sind. Grundsätzlich soll man am Tag ein Frühstück, dann einen Snack, das Mittagessen, einen weiteren Snack und das Abendessen einnehmen, also nicht hungern, sondern nur kohlenhydratarm essen. Das reicht mir eigentlich schon - brauche ich dazu wirklich einen Ernährungsplan, der mir vorschreibt, was ich am Dienstagmorgen und was ich am Mittwochabend essen soll? Auch die Formulare, die das Buch im Anhang enthält (in Englisch auch auf der Website verfügbar), sind eher für Dummies geeignet.

Die Rezepte sind sehr auf den amerikanischen Geschmack abgestellt und richten sich offensichtlich an Menschen, die noch nie selber gekocht haben (wenn beispielsweise erklärt wird, wie eine Zwiebel geschält wird). Vielfach operieren sie auch mit Zutaten, die man in Deutschland gar nicht bekommt, die aber in den USA verbreitet sind. Und immer wieder taucht Erdnussbutter auf. Auch wird ein spezieller Lebensrhythmus empfohlen, d.h. man soll am Wochenende acht oder neun Saucen und Snacks zubereiten, die man die Woche über verwendet. Auf seiner Website räumt der Autor dann allerdings ein, dass man die Menüvorschläge und Rezepte überhaupt nicht ernst nehmen braucht und stattdessen auch etwas anderes essen kann, solange es nur wenig Kohlenhydrate enthält.

Es gibt dann noch die Empfehlung, sich einen Abendspaziergang anzugewöhnen und die Treppen zu laufen statt den Aufzug zu nehmen. Auch nicht gerade revolutionär.

Ärgerlich an dem Buch ist, dass der Autor meint, auch noch politisieren zu müssen und eine Verschwörungstheorie der bösen Lebensmittelindustrie aufstellt.

Muss man das Buch lesen, um seine Ernährung auf Low-Carb umzustellen? Eigentlich nicht, ein Blick auf die Website des Verfassers reicht. Und die Rezepte braucht man wirklich nicht. Die Regeln sind doch ganz einfach:

Erstens zum Frühstück eine herzhafte Speise ohne Kohlenhydrate (z.B. Eier mit Speck) und ein Milchprodukt mit Obst (ohne Zucker und Süßstoffe) zu sich nehmen. Zum Mittag- und Abendessen ganz normale Speisen essen (also Fleisch oder Fisch mit Gemüse) und dabei einfach die Kohlenhydrate weglassen. Und für den kleinen Hunger zwischendurch immer kohlenhydratfreie Snacks bereithalten. So einfach ist das.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 7, 2017 1:34 PM CET


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