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Rezensionen verfasst von
S. B. (Münster, Westfalen)

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Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman
Die Zwölf: Band 2 der "Passage-Trilogie" - Roman
von Justin Cronin
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum es besser ist, sterblich zu sein, 29. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Warum es besser ist, sterblich zu sein

Der zweite Band der Passage-Trilogie, "Die Zwölf", nimmt den Faden seines Vorgängers wieder auf, verschiebt den Akzent der Geschichte aber deutlich. Ging es im ersten Band noch um das Überleben der Menschheit im Kampf um das unfassbar Böse, ist dieses Böse im zweiten Band zwar nicht weniger böse, aber deutlich fassbarer.

Cronin stellt sich die Frage, die von Dracula bis Twiligth jedem Vampirroman zugrunde liegt: Was wäre, wenn wir ewig lebten? In "Die Zwölf" errichten seine Sterblichen und Unsterblichen jeweils Herrschaftsstrukturen, in denen Entwürfe möglichen Zusammenlebens geschaffen werden. Daraus entwickelt sich im Roman ein Bild davon, wie fortschreitende Bürokratisierung zur Entmenschlichung führen kann. Wer Menschenleben opfert, weil er meint nicht anders zu können, verliert zunehmend seine eigene Menschlichkeit.

In diesen Strukturen, die differenziert und klug beschrieben werden, versuchen die bekannten Protagonisten aus dem Vorgängerband ihren Weg im Kampf gegen das Böse zu finden. Die Figuren entwickeln sich angesichts der entvölkerten Welt weiter und Cronin versteht es sehr einfühlsam, die Entwicklung seiner Figuren zu beschreiben.

Im Gegensatz zu der sonst genretypischen Überlebensgarantie für alle Hauptfiguren, ist in "Die Zwölf" gar nichts sicher. Der Kampf ist gefährlich, die Welt ist ein feindlicher Ort, Menschen sterben. Gerade diese Sterblichkeit ist aber die entscheidende Waffe der Menschen im Kampf gegen die Virals.

Cronin entwickelt sein Epos in diesem Band weiter und erzählt sicherlich eine der durchdachtesten Geschichten der letzten Jahre. Das Buch zeichnet ein durchaus pessimistisches Bild auch unserer heutigen Gesellschaftsstrukturen, ist aber zugleich ein Plädoyer für den Einsatz des einen Menschen für den anderen. Was staatliche Ordungsmaßnahmen angesichts der Katastrophe (die reale Vorlage für Cronin war der Hurricane Katrina in New Orleans und die diesbezüglichen staatlichen Maßnahmen) nicht leisten, dass kann der einzelne Mensch dank seiner Fähigkeit, sich für gutes und selbstloses Handeln zu entscheiden, ausgleichen.


Das Erste Horn: Das Geheimnis von Askir 1
Das Erste Horn: Das Geheimnis von Askir 1
von Richard Schwartz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Höchst mittelmäßige Saga, 17. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Rezension bezieht sich auf die Askir-Reihe, weniger auf den vorliegenden Band. Dies dient der Warnung des unbedarften Lesers, der am Ende der sechs Bände ein mehr als flaues Gefühl im Magen haben wird.

Der erste Band der Askir-Reihe ist Schwartz meines Erachtens gut gelungen. Er führt mit Havald einen zynischen und untypischen Protagonisten ein, der dem Leser schnell Lust auf mehr macht. Allein dies rechtfertigt den zweiten Stern meiner Bewertung.

Schwartz wird sehr schnell seinen Fokus verlieren und in dem viel versprechenden Zyklus eine seltsame Obsession entwickeln, dass jeder einzelne Handelnde eine Frau oder Mann braucht. Schwartz wird die Handlung regelmäßig an unpassenden Stellen retardieren oder ganz abbrechen lassen, nur um diesen Leitmotiv der unbedingt zu erfüllenden Liebe zu folgen.

Dies ist enttäuschend und regelmäßig so konstruiert, dass es kaum noch erträglich ist. Noch störender ist, dass Schwartz eine seltsame Unlust am eigentlichen Gegenstand von Fantsayromanen, an Kämpfen und Mythen zeigt. Immer, wenn Schwartz versucht, einen Mythos zu entfalten, verfällt er einem seltsam verschrobenen Sprachstil, in dem er kein Panorama entwerfen kann, sondern nur unzusammenhängende Einzelaspekte aneinander reiht.
Dafür fallen ihm Kämpfe deutlich leichter. Sogar die schwierigsten, grandiosesten Kämpfe kann Schwartz auf wenigen Zeilen abhanden, nur um sich dann wieder seinem eigentlichen Metier, dem Verkuppeln möglichst aller Figuren zu widmen.

Abschließend darf ich sagen, dass sich mir die unzähligen positiven Rezensionen des Zyklus nicht erschließen. Sicherlich, Schwartz wurde für einen Preis nominiert, er hat ihn aber auch zu Recht nicht gewonnen. Die Idee hat Potential, der Autor Schwartz nutzt es nicht. Er entwirft spannende Figuren, mit denen er dann aber nichts macht, außer sie sich verlieben zu lassen. Das ist schlichtweg langweilig. Ich rate vom Kauf dringend ab, zumal der sechste und letzte Band der Saga ein handwerklich so schlecht gemachtes Ende finden wird, dass es kaum noch zu ertragen ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2012 2:35 PM MEST


Die Chronik der Unsterblichen - Der schwarze Tod
Die Chronik der Unsterblichen - Der schwarze Tod
von Wolfgang Hohlbein
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von storisende
Preis: EUR 19,95

46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Chronik der stagnierenden Geschichte, 14. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Hohlbein-Phänomen ist hinlänglich bekannt: Ein wahnwitzig hoher Output, der dazu führt, dass sich seine Bücher regelmäßig wie mit einem Plattitüden-Setzkasten zusammengestellt lesen. Und dies gilt nun auch für den zwölften Band der Chronik der unsterblich Langweiligen.

In "Der schwarze Tod" reiht der hochverehrte Floskelant einen Satz aus der Litertaurretorte an den anderen, ohne sich auch nur im Geringsten dafür zu interessieren, ob sich daraus eine halbwegs stimmige Geschichte ergibt oder nicht.

Zum Inhalt: Andrej und Abu Dun folgen Meruhe nach Venedig, die dort Andrejs Sohn Marius in ein Hospital gegeben hat. Dort angekommen ist Meruhe allerdings nicht auffindbar, was aber auch gar nicht so besonders schlimm zu sein scheint, denn Andrej ist so oder so viel zu sehr damit beschäftigt, sich jetzt zum gefühlt tausendsten Mal unsterblich zu verlieben.

Ohne die Geschichte vorwegnehmen zu wollen sei noch gesagt, dass auch der Showdown in diesem Band gut ohne Andrej auskommen würde. Auch hier steht Andrej wieder ausschließlich in der Gegend herum, während die anderen Figuren die Handlung tragen müssen. Sicherlich liegt das aber auch daran, dass Hohlbein Andrej und Abu Dun sich nicht entwickeln lässt, während besonders die Gegenspieler der beiden immer neue, mysteriöse, der Geschichte folgend absolut unmotiviert entstandene und übrigens auch völlig unglaubwürdige Fähigkeiten auf der Palette haben.

Rückblende: Unverletzbare, das gesamte Figurenensemble unter ihrer Gedankenkontrolle habende Superschurken wie wir sie aus "Glut und Asche" kennen, sind schlichtweg von einem einfachen "Schwertmeister" kaum zu besiegen. Entweder braucht Andrej also auch Superkräfte, oder er kann eben nur bescheuert herumstehen und zugucken, wie ein deus ex maschina den Handlungsstrang plötzlich abschneidet. Mein Vorschlag für den nächsten Band: Andrej sitzt im Rollstuhl, Abu Dun ist sein Altenpfleger und Spiderman tötet dann am Schluss den bösen Heimleiter.

Fazit: Es heißt, wenn tausend Schimpansen tausend Jahre auf tausend Schreibmaschinen tippen, kommt dabei irgendwann Shakespeare heraus. Für "Der schwarze Tod" hätte dann wahrscheinlich ein besoffener Bonobo auf Crack dreißig Minuten gebraucht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2012 8:23 PM MEST


Das Rätsel der Templer, MP3
Das Rätsel der Templer, MP3
von Martina André (Autor)
  MP3 CD
Preis: EUR 11,95

26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Schönes und Neues..., 24. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer, MP3 (MP3 CD)
Man sagt gemeinhin, will man ein Buch auf den Markt bringen, kennt Esprit und schriftstellerischen Witz aber ausschließlich aus dem Bildungsfernsehen, so wähle man sich als Thema die Tempelritter oder alternativ noch die bösen Machenschaften der Katholischen Kirche. Rätsel, Geheimnisse, Mysterien sind additive thematische Qualitäten des ambitionierten Literaturpraktikanten.

Martina André hat sich ersteren Komplex zum Gegenstand genommen, doch ganz so garstig wie oben nahe gelegt muss unser Urteil über ihr "Rätsel der Templer" nicht unbedingt ausfallen. Mitnichten möchte ich behaupten, dieses Buch sei "keine Literatur". Natürlich ist "Das Rätsel der Templer" Literatur. Allein: Leider keine gute. Doch zum Text:

Der Stoff ist bekannt, und wer ihn nicht kennt, weiß mit dem Titel des Buches eigentlich schon genug. Die Templer haben ein Geheimnis und dieses muss nun entweder a.) geschützt oder b.) gelüftet werden. André nimmt Option a.). Zu diesem Zweck wählt sie das Moment der Zeitreise, was, wie ich gestehe, nicht unkreativ ist. Die Reise der Ritter aus dem Mittelalter in das 21. Jahrhundert ist an sich gut beschrieben. Dieses Element gleitet nicht ins klamaukige ab, wie dies so oft bei Zeitreisegeschichten zu beobachten ist, sondern bleibt auch in seiner Konfliktgeladenheit nachvollziehbar. Leider werden die Konflikte nicht zwischen den Figuren ausgetragen, sondern durch die "invisible hand" der Autorin per Kommentar gelöst, allein: Anders ließen sich solcherlei Konflikte wohl auch nicht austragen. Wie will man einem Templer aus dem 14. Jahrhundert auch die Funktionsweise des elektrischen Lichtes erklären? Trotzdem, eine gute Idee und auch in der Umsetzung durchaus beachtlich.

Schade an dem Buch ist, dass André offenbar weder Interesse an den Charakteren ihres Romans hat, noch sich bemüht, die Handlung durch die Interaktion dieser Charaktere voranzubringen. Die Figuren sind ja auch viel zu sehr damit beschäftigt, immer wieder von Lust getrieben über einander herzufallen, als das sie auch viel Sinnvolles tun könnten. Aus diesem Dilemma hilft daher immer wieder Vater Zufall, der den Protagonisten ständig hilfreich zur Seite springt, wenn die Ideenlosigkeit der Autorin die Handlung mal wieder stagnieren lässt.

Im Vorbeigehen noch ein Hinweis: Ich bin der letzte - und jeder Mittelalterexperte wird mir hier zustimmen - der behaupten würde, dass im Mittelalter nicht gerne geschnachselt wurde. Wenn man aber nun einen Roman schreibt, dessen Hauptgegenstand mehr oder weniger die Anbahnung von Männer-Frauen-Beziehungen ist, eignet sich der Topos der Templer denkbar wenig. Sicherlich, auch die Templer waren nur Männer und dementsprechend ist sehr plausibel, dass auch sie gelegentlich sexuelle Gelüste hatten, aber nichtsdestotrotz waren die Templer Mönche. Ich persönlich bin ja der Ansicht, dass die Welt mehr Mittelalter-Geschnachsel-Romane BRAUCHT - aber wenn schon, dann ist doch kaum plausibel zu machen, warum ich dafür hünenhafte, gut gebaute Mönche nehmen muss, von denen JEDER EINZELNE natürlich eine wunderschöne Frau abbekommt, mit der er dann im ganzen Buch immer wieder, auch gerne direkt vor seinen geistlichen Vorgesetzen, herzhaft und ausgiebig rummacht. Solches Zeug zum Thema zu nehmen hat nichts mit Romantik oder Gefühl zu tun, dass ist einfach brunstdummer Unsinn.

Zuletzt: Das Ende des Romans muss eher scherzhaft gemeint sein, zumindest der Ernst der Autorin kann es nicht sein. Hier werden wieder jede Menge Fässer aufgemacht, aber kein Erzählstrang wird zu Ende geführt. Die Konflikte, die sich zuvor mühsam durch die Handlung schleppen, werden nicht gelöst, sondern - huch, wie einfach! - verschwinden plötzlich und unmotiviert. Das ist nicht nur literarisch schlecht, das ist unredlich.

Zusammengefasst: Das "Rätsel der Templer" enthält viel Schönes und Neues, nur leider ist das Neue nicht schön und das Schöne nicht neu. Den zweiten Stern gibt's für die durchaus gelungene Zeitreiseepisode und die absolut gelungene Lesung S. Knechts. Natürlich kann Knecht nicht an der Vorlage vorbei, aber die Lesung gelingt ihm in Tonlage und Modus äußerst gut.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 28, 2009 5:02 PM MEST


Das Rätsel der Templer: Roman
Das Rätsel der Templer: Roman
von Martina André
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Schönes und Neues..., 19. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer: Roman (Taschenbuch)
Man sagt gemeinhin, will man ein Buch auf den Markt bringen, kennt Esprit und schriftstellerischen Witz aber ausschließlich aus dem Bildungsfernsehen, so wähle man sich als Thema die Tempelritter oder alternativ noch die bösen Machenschaften der Katholischen Kirche. Rätsel, Geheimnisse, Mysterien sind additive thematische Qualitäten des ambitionierten Literaturpraktikanten.

Martina André hat sich ersteren Komplex zum Gegenstand genommen, doch ganz so garstig wie oben nahe gelegt muss unser Urteil über ihr "Rätsel der Templer" nicht unbedingt ausfallen. Mitnichten möchte ich behaupten, dieses Buch sei "keine Literatur". Natürlich ist "Das Rätsel der Templer" Literatur. Allein: Leider keine gute. Doch zum Text:

Der Stoff ist bekannt, und wer ihn nicht kennt, weiß mit dem Titel des Buches eigentlich schon genug. Die Templer haben ein Geheimnis und dieses muss nun entweder a.) geschützt oder b.) gelüftet werden. André nimmt Option a.). Zu diesem Zweck wählt sie das Moment der Zeitreise, was, wie ich gestehe, nicht unkreativ ist. Die Reise der Ritter aus dem Mittelalter in das 21. Jahrhundert ist an sich gut beschrieben. Dieses Element gleitet nicht ins klamaukige ab, wie dies so oft bei Zeitreisegeschichten zu beobachten ist, sondern bleibt auch in seiner Konfliktgeladenheit nachvollziehbar. Leider werden die Konflikte nicht zwischen den Figuren ausgetragen, sondern durch die "invisible hand" der Autorin per Kommentar gelöst, allein: Anders ließen sich solcherlei Konflikte wohl auch nicht austragen. Wie will man einem Templer aus dem 14. Jahrhundert auch die Funktionsweise des elektrischen Lichtes erklären? Trotzdem, eine gute Idee und auch in der Umsetzung durchaus beachtlich.

Schade an dem Buch ist, dass André offenbar weder Interesse an den Charakteren ihres Romans hat, noch sich bemüht, die Handlung durch die Interaktion dieser Charaktere voranzubringen. Die Figuren sind ja auch viel zu sehr damit beschäftigt, immer wieder von Lust getrieben über einander herzufallen, als das sie auch viel Sinnvolles tun könnten. Aus diesem Dilemma hilft daher immer wieder Vater Zufall, der den Protagonisten ständig hilfreich zur Seite springt, wenn die Ideenlosigkeit der Autorin die Handlung mal wieder stagnieren lässt.

Im Vorbeigehen noch ein Hinweis: Ich bin der letzte - und jeder Mittelalterexperte wird mir hier zustimmen - der behaupten würde, dass im Mittelalter nicht gerne geschnachselt wurde. Wenn man aber nun einen Roman schreibt, dessen Hauptgegenstand mehr oder weniger die Anbahnung von Männer-Frauen-Beziehungen ist, eignet sich der Topos der Templer denkbar wenig. Sicherlich, auch die Templer waren nur Männer und dementsprechend ist sehr plausibel, dass auch sie gelegentlich sexuelle Gelüste hatten, aber nichtsdestotrotz waren die Templer Mönche. Ich persönlich bin ja der Ansicht, dass die Welt mehr Mittelalter-Geschnachsel-Romane BRAUCHT - aber wenn schon, dann ist doch kaum plausibel zu machen, warum ich dafür hünenhafte, gut gebaute Mönche nehmen muss, von denen JEDER EINZELNE natürlich eine wunderschöne Frau abbekommt, mit der er dann im ganzen Buch immer wieder, auch gerne direkt vor seinen geistlichen Vorgesetzen, herzhaft und ausgiebig rummacht. Solches Zeug zum Thema zu nehmen hat nichts mit Romantik oder Gefühl zu tun, dass ist einfach brunstdummer Unsinn.

Zuletzt: Das Ende des Romans muss eher scherzhaft gemeint sein, zumindest der Ernst der Autorin kann es nicht sein. Hier werden wieder jede Menge Fässer aufgemacht, aber kein Erzählstrang wird zu Ende geführt. Die Konflikte, die sich zuvor mühsam durch die Handlung schleppen, werden nicht gelöst, sondern - huch, wie einfach! - verschwinden plötzlich und unmotiviert. Das ist nicht nur literarisch schlecht, das ist unredlich.

Zusammengefasst: Das "Rätsel der Templer" enthält viel Schönes und Neues, nur leider ist das Neue nicht schön und das Schöne nicht neu. Den zweiten Stern gibt's für die durchaus gelungene Zeitreiseepisode.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2009 4:37 PM MEST


Eine Insel: Roman
Eine Insel: Roman
von Terry Pratchett
  Gebundene Ausgabe
Wird angeboten von - s p e t h l e s e -
Preis: EUR 14,95

45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein lesenswerter und anderer Pratchett, 19. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Insel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zur Geschichte: Eine riesige Welle überspült ein Inselparadies und lässt Mau, der genau zwischen der Zeit seiner Jugend und seiner Mannwerdung steht, und Daphne, ein Mädchen aus den Kreisen der englischen Oberschicht, (zunächst) alleine auf der Insel zurück. Die beiden ringen nun darum, aus ihren verschiedenen Kulturen über alle Barrieren hinweg einen Weg zueinander zu finden. Nach und nach treffen weitere Gestrandete ein und so machen sich Mau und Daphne daran, aus diesem zusammengewürfelten Haufen eine neue Nation zu bilden. Dabei sind sie aber auch immer im Kampf mit sich selbst, mit ihren eigenen Vorurteilen und mit anderen Gefahren gefangen.

"Eine Insel" ist kein typischer Pratchett-Roman. Soweit ich sehe, lässt der Roman sich nur schwer mit den anderen Büchern Pratchetts vergleichen. Am ehesten kann man ihn vielleicht dem Magischen Realismus zuordnen, auch wenn auch dies nur bedingt zutreffend ist. Elfen, Hexen und Zauberer sucht man in dieser Geschichte vergebens, doch ganz ohne Übernatürliches kommt auch "Eine Insel" nicht aus. Aber in diesem Buch ist das Übernatürliche in den Protagonisten selbst zu finden und steht ihnen nicht Auge in Auge gegenüber.

"Eine Insel" ist ein schönes und sehr lesenswertes Buch, in dem Pratchett eine gelungene Geschichte erzählt. Weder Humor noch Spannung kommen zu kurz, auch wenn der etwas andere Stil dieses Buches den einen oder anderen Pratchett-Fan überraschen dürfte.


Stirb schön: Thriller
Stirb schön: Thriller
von Peter James
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Krimi ohne besondere Höhen und Tiefen, 24. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Stirb schön: Thriller (Taschenbuch)
Der Protagonist Tom Bryce findet im Zug eine Snuff-DVD, die den Mord an einer jungen Frau zeigt. Daraufhin versuchen die Produzenten der DVD im Sinne des Schutzes ihrer geschäftlichen Interessen seiner habhaft zu werden, während die Polizei gleichzeitig eine fieberhafte Jagd nach den Mödern beginnt.

Der Krimi 'Stirb schön' von Peter James ist ein durchaus solides Werk, dem es gelingt, einen Spannungsbogen aufzubauen und zu einem mehr oder weniger befriedigenden Ende zu bringen. Stellenweise erscheinen die Charaktere in diesem Buch allerdings etwas zweidimensional und einige Nebenhandlungen bleiben unaufgelöst und erscheinen etwas sinnfrei, als hätte der Autor verschiedene Ideen gehabt, die er zwar alle in die Handlung einbrachte, dann aber nicht beenden konnte oder wollte.
Der Schluss des Buches erfolgt sehr schnell und wirkt etwas unmotiviert. Es scheint ein wenig, als hätte James von seinem Verlag eine Vorgabe über die maximale Seitenzahl bekommen, die es unbedingt einzuhalten galt, weswegen sich das Ende etwas versatzstückartig präsentiert.

Zusammenfassend ein durchaus lesbares Buch, allerdings auch kein Hochgenuss für Krimifans.


Ritual - Höhle des Schreckens: Special Agent Pendergasts 4. Fall (Ein Fall für Special Agent Pendergast, Band 4)
Ritual - Höhle des Schreckens: Special Agent Pendergasts 4. Fall (Ein Fall für Special Agent Pendergast, Band 4)
von Douglas Preston
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tränen, Trümmer, Tote, Tischfußball, 22. Februar 2008
Preston / Child legen hier ein Buch vor, das vor logischen Fehlern nur so strotzt. Nun kann man natürlich einwenden, dass es nicht die Aufgabe eines Thrillers ist, die Wirklichkeit zu transportieren und dem gebe ich durchaus Recht. Deswegen seien diese logischen Fehler bei der Bewertung beiseite gelassen: Mit ein wenig Fantasie kann man wohl über sie hinwegsehen.

Deutlich Fataler ist, dass dieses Werk eine einzige Anhäufung von Stereotypen ist: Ein etwas tumber Dorfsheriff sieht sich mit Serienmorden konfrontiert, ein FBI-Agent, der wohl schon jede Medaille gewonnen hat, die Militär, FBI, das Pentagon und wahrscheinlich auch der Jugendturnerbund und die Vereinigung mittelamerikanischer Pulloverstricker zu vergeben haben, springt dem Sheriff ungefragt zur Seite, was dem Sheriff allerdings nicht gefällt. Der eben erwähnte Superheld ist, im Vorbeigehen erwähnt, übrigens auch Gourmet und lässt sich in diesem Zusammenhang einen Lieferwagen voller italienischer Delikatessen in die amerikanische Provinz liefern, besitzt einen Rolls Royce, der ' was ich dem Buch sehr zur Schande anrechne ' allerdings keine Miniraketen aus den Lüftungsschlitzen schießen kann (übrigens wird in diesem Buch auch weder gepokert noch Martini getrunken! Nur um Verwechslungen auszuschließen) und kann via Meditation in der Zeit herumreisen. Unterstützt wird dieser Adonis durch eine junge Frau, die im ständigen Konflikt mit Recht und Ordnung steht, von dem beherzten Rolls Royce-Besitzer aber wieder auf den Pfad der Tugend geführt wird. Dieses Trio Fatale versucht nun einen Serienmörder zu fangen, der seine Morde natürlich auf ganz gruselige Art und Weise begeht und auch gerne immer mal wieder 'Muuuh' brüllt. Es ergeben sich interessante Verwicklungen.

Zusammenfassend kann ich dem geneigten Leser nur empfehlen, dieses Buch gewandten Schrittes der vor Entsetzen starren Hand entgleiten zu lassen und sich anderem Lesestoff zuzuwenden, der dem Prozess der Menschwerdung dienlicher ist. Was auf so ziemlich jedes andere Buch zutrifft.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2011 10:21 AM CET


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